Das Wichtigste in Kürze
- Die Schiefe Ebene ist Deutschlands bekannteste Steilrampe – bis zu 25 Promille auf rund sieben Kilometern zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast.
- Der eigentliche Grund herzukommen sind Sonderfahrten mit Dampf: langsam, laut und unter echter Last.
- Im Planbetrieb ist es ruhig. Wer ohne Termin kommt, sollte mit wenigen Zügen pro Stunde rechnen.
- Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum liegt am Rampenfuß und macht aus einem halben einen ganzen Tag.
- Langsame Bergfahrt heißt mehrere Aufnahmen pro Zug – wenn du deine Standpunkte vorher kennst.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Warum diese Rampe berühmt wurde
- 7.Der Unterschied zwischen einem guten und einem leeren Tag
- 8.Die Standpunkte im Vergleich
- 9.Licht, Dampf und die richtige Einstellung
- 10.Anreise, Zugang und Kosten
- 11.Für wen die Rampe funktioniert
- 12.Rücksicht an einer bekannten Fotostelle
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt50.11800, 11.62700 · Marktschorgast, Bayern
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Werktag realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Strecke | Rampenabschnitt der Ludwig-Süd-Nord-Bahn zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast |
|---|---|
| Spot-Typ | Steilrampe auf freier Strecke mit klassischen Fotostellen an öffentlichen Wegen |
| Steigung | bis zu 25 Promille – Neigung 1:40 |
| Länge der Rampe | rund sieben Kilometer zwischen Talort und Hochfläche |
| Historische Besonderheit | Schauplatz des klassischen Schubbetriebs; eigens für diese Rampe wurden Lokomotiven entwickelt |
| Museum | Deutsches Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg, direkt am Fuß der Rampe |
| Zugang | öffentliche Feld-, Wald- und Wanderwege; Bahnhöfe Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast als Ausgangspunkte |
| Typische Aufenthaltsdauer | halber bis ganzer Tag, mit Museum ein voller Tag |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände. Gleise, Rangierbereiche und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Hangweg oberhalb der Rampenmitte
Der bekannteste Blick auf die Schiefe Ebene: Du stehst über der Strecke und siehst den Zug die Steigung heraufkommen, dahinter die Landschaft des Frankenwaldvorlands. Weil die Bergfahrt langsam ist, hast du Zeit für eine ganze Serie.
Umfeld des Bahnhofs Marktschorgast
Am oberen Rampenende laufen die Züge aus der Steigung aus. Der Ort liegt offen auf der Hochfläche, das Licht ist besser als im Waldabschnitt, und der Bahnhof ist ein bequemer Ausgangspunkt für Wege entlang der Strecke.
Rampenfuß bei Neuenmarkt-Wirsberg
Hier setzen die Züge zur Bergfahrt an – der Moment, in dem eine Dampflok hörbar Arbeit aufnimmt. Zugleich der bequemste Standpunkt: kurze Wege, direkte Anbindung und das Museum in Sichtweite.
Öffentliche Straßenüberführungen im Rampenbereich
Mehrere Straßen queren die Strecke und bieten Aufsichten auf Zug und Streckenverlauf. Schnell erreichbar, dafür sind Geländer und Verkehrsschilder im Bildwinkel ein Dauerthema.
Deutsches Dampflokomotiv-Museum, Neuenmarkt-Wirsberg
Kein Streckenstandpunkt, aber der sinnvollste Ergänzungspunkt in ganz Oberfranken. Historische Fahrzeuge im Bestand, dazu Freigelände – und die einzige verlässliche Alternative, wenn das Wetter den Tag beendet.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Schiefe Ebene bei Marktschorgast
- Dampfbetrieb bei Sonderfahrten – hier noch regelmäßig und unter echter Last
- Bergfahrten im Schritttempo: eine Serie statt einer Chance pro Zug
- Deutsches Dampflokomotiv-Museum direkt am Rampenfuß
- Regionalverkehr als verlässliche Grundlast zwischen den Höhepunkten
- Güterverkehr auf der Nord-Süd-Verbindung, unregelmäßig, aber vorhanden
- Landschaft statt Stadtkulisse – Hänge, Wald und offene Hochfläche
- Klassische Fotostellen, die seit Jahrzehnten dokumentiert sind
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Das eindrucksvollste Steilstreckenmotiv Deutschlands mit langer Fototradition
- Dampf-Sonderfahrten sind hier keine Ausnahme, sondern fester Bestandteil des Jahres
- Langsame Bergfahrten erlauben mehrere Aufnahmen desselben Zuges
- Museum am Rampenfuß als Schlechtwetter- und Ergänzungsprogramm
- Ruhige, wenig überlaufene Standpunkte außerhalb von Sonderfahrtterminen
Dagegen spricht
- Sehr geringe Zugdichte – ohne Sonderfahrt ist es hier über weite Strecken still
- Fahrzeugvielfalt im Planbetrieb ist klein und wiederholt sich schnell
- Die Anreise dauert von den großen Knoten aus spürbar länger als zu einem Bahnhof
- Zu Sonderfahrtterminen sind die bekannten Stellen voll
- Keine Infrastruktur an den Fotostellen, im Winter schwieriger Zugang
Aktualisiert: August 2026 – Es gibt in Deutschland keine zweite Steilrampe, die so oft fotografiert wurde wie die Schiefe Ebene zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast. Bis zu 25 Promille auf rund sieben Kilometern, dazu ein Dampflokmuseum direkt am Fuß der Rampe – das ist eine Kombination, die es sonst nirgends gibt.
Der Haken: Im Alltag ist es hier ruhig. Diese Seite erklärt dir, wann sich die Anreise wirklich lohnt und wie du einen Tag daraus machst.
Sonderfahrten festhalten, nicht nur fotografieren
Datum, Lok und Standpunkt in einer Liste – gerade bei Sonderfahrten zählt die Dokumentation. Kostenlos mit Traintrack.
Warum diese Rampe berühmt wurde
Als die Strecke Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, war die Aufgabe klar: Der Höhenunterschied zwischen Talort und Hochfläche musste überwunden werden, und Tunnel in nennenswerter Länge waren keine realistische Option. Also legte man die Strecke als durchgehende Rampe an – gleichmäßig, steil und über Kilometer sichtbar.
Für den Betrieb bedeutete das über ein Jahrhundert lang Schubbetrieb: Schwere Züge brauchten Nachschub von hinten. Die Rampe wurde zum Prüfstand für Lokomotivtechnik, und genau deshalb steht heute am Fuß der Steigung mit dem Deutschen Dampflokmuseum Neuenmarkt-Wirsberg eines der wichtigsten Dampflokmuseen Europas.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem leeren Tag
Ohne Sonderfahrt siehst du hier Regionalverkehr und gelegentlich einen Güterzug. Den Regionalverkehr auf der Oberfranken-Achse betreibt agilis, entsprechend gleichförmig ist der Fahrzeugpark. Das ist wenig, gemessen an der Anreise. Mit Sonderfahrt siehst du dagegen eine Dampflok, die sich über sieben Kilometer hörbar den Berg hinaufarbeitet – ein Erlebnis, für das Leute quer durch Deutschland fahren.
Der entscheidende Planungsschritt findet deshalb vor der Abreise statt: Termine recherchieren. Vereine und Museumsbahnen wie die Dampfbahn Fränkische Schweiz kündigen ihre Fahrten an, und rund um die Schiefe Ebene gibt es davon mehr als anderswo. Wie du an belastbare Termine kommst, steht im Guide zu Sonderzügen und Sonderfahrten; einen Überblick über die aktiven Vereine gibt der Museumsbahn-Guide.
Sonderfahrt heißt: früh da sein
Zu angekündigten Dampffahrten sind die bekannten Hangstandpunkte gut besucht. Wer eine Stunde vorher da ist, hat freie Wahl; wer zehn Minuten vorher kommt, steht hinter drei Reihen Stativen. Das ist kein Geheimtipp, sondern schlicht die Realität an einem Motiv mit 170 Jahren Fototradition.
Die Standpunkte im Vergleich
| Standpunkt | Zugang | Motivtyp | Beste Lichtzeit |
|---|---|---|---|
| Hangweg oberhalb der Rampenmitte | 30–40 Min. Fußweg | Zug in der Steigung, Landschaft im Rücken | Vormittag bis früher Nachmittag |
| Rampenfuß Neuenmarkt-Wirsberg | kurze Wege, frei zugänglich | Anfahren, arbeitende Lok, Dampfentwicklung | ganztags |
| Bahnhofsumfeld Marktschorgast | direkt am Bahnhof | Auslaufen der Steigung, offene Hochfläche | Nachmittag |
| Straßenüberführungen | frei zugänglich | Aufsicht auf Zug und Streckenverlauf | wechselnd |
| Dampflokmuseum | Eintritt, Öffnungszeiten | historische Fahrzeuge, Freigelände | unabhängig vom Wetter |
Die Standpunkte liegen ausnahmslos auf öffentlich zugänglichem Gelände. Wer sich an einer der bekannten Stellen nicht wohlfühlt, weil es zu voll ist, findet entlang der Wege genug Alternativen – auch abseits der Postkartenperspektive.
Termin prüfen
Erst schauen, ob eine Sonderfahrt angekündigt ist. Danach entscheiden, ob ein halber oder ein ganzer Tag sinnvoll ist.
Museum als Basis nutzen
Neuenmarkt-Wirsberg ist der logische Startpunkt: Museum, Rampenfuß und Bahnanschluss liegen dicht beieinander.
Standpunkt früh beziehen
Bei angekündigten Fahrten mindestens eine Stunde vorher. Bei Planverkehr reicht es, sich an der Streckenlage zu orientieren.
Serie statt Einzelbild
Die Bergfahrt dauert Minuten. Nutze das für eine Bildfolge – Anfahrt, Höhepunkt, Auslauf – statt für einen einzigen Auslöser.
Nacharbeiten, solange es frisch ist
Lok, Zugbildung und Standpunkt direkt notieren. Bei Sonderfahrten ist die Zuordnung später schwieriger als im Planverkehr.
Wie oft bekommst du denselben Zug vor die Kamera?
Rein rechnerischer Richtwert. Hetze nicht mit dem Auto parallel zur Strecke – zwei ruhige Aufnahmen sind mehr wert als vier verwackelte und ein Risiko im Straßenverkehr.
Wissen, wann sich die Fahrt nach Oberfranken lohnt
Sichtungen anderer Spotter an der Rampe – damit du nicht an einem stillen Tag anreist.
Licht, Dampf und die richtige Einstellung
Eine Dampflok am Berg – oft eine Maschine, die ihre Hauptuntersuchung im Dampflokwerk Meiningen hinter sich hat – ist ein anderes Motiv als ein Triebwagen im Bahnhof. Die Lok arbeitet, und der Auswurf ist das, was das Bild trägt. Zwei Dinge sind entscheidend: Du willst Gegenlicht oder Seitenlicht, damit der Dampf Struktur bekommt, und du brauchst genug Raum im Bild für die Fahne über der Lok.
Für Bergfahrten reichen kürzere Verschlusszeiten als bei Durchfahrten – die Züge sind langsam. Wichtiger ist die Wahl des Standpunkts relativ zum Wind: Bei ungünstiger Windrichtung verdeckt der eigene Dampf die Maschine komplett. Details dazu stehen im Beitrag Wie fotografiert man Dampfzüge.
Bereit für einen Sonderfahrttag?
- Termin und ungefähre Fahrzeit recherchiert
- Standpunkt vorher festgelegt, Alternative im Kopf
- Mindestens eine Stunde Puffer eingeplant
- Festes Schuhwerk und Wetterschutz dabei
- Öffnungszeiten des Museums geprüft
- Traintrack App installiert und eingeloggt
- Genug Akku und Speicher für eine ganze Bildserie
Anreise, Zugang und Kosten
Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast liegen beide an der Strecke und sind mit dem Regionalverkehr erreichbar – von den großen Knoten aus dauert die Anreise allerdings spürbar länger als zu einem Hauptbahnhof. Wer mit dem Auto kommt, parkt in den Orten; zu den Hangstandpunkten führt ohnehin kein befahrbarer Weg.
Die Fotostellen selbst liegen auf öffentlichen Wegen und kosten nichts. Kosten entstehen nur für die Bahnfahrt und den Museumseintritt. Wer regelmäßig durch Bayern unterwegs ist, sollte prüfen, ob sich das Deutschlandticket für Spotter rechnet – für eine Tour über mehrere oberfränkische Ziele ist die Rechnung meist eindeutig. Weitere Spots in der Region sammelt der Bayern-Guide für Trainspotter.
Für wen die Rampe funktioniert
Die Schiefe Ebene passt, wenn …
- du Dampfbetrieb unter Last fotografieren willst
- dir ein gutes Bild wichtiger ist als eine lange Liste
- du einen Termin gefunden hast, an dem etwas läuft
- du das Museum als zweiten Programmpunkt einplanst
Kombiniere, wenn …
- du auch Alltagsverkehr am Berg brauchst – dann zusätzlich die Geislinger Steige
- du auf dem Weg Fahrzeugvielfalt sammeln willst – dann ein Halt in Nürnberg
- dich planmäßiger Dampfbetrieb interessiert – den findest du bei den Harzer Schmalspurbahnen
Fahr woanders hin, wenn …
- du eine hohe Zugdichte brauchst
- du ohne Termin einen ganzen Tag füllen willst
- du kurze Wege und Wetterschutz erwartest
Rücksicht an einer bekannten Fotostelle
Bahnkörper, Böschung und Privatgrund sind tabu
Alle beschriebenen Standpunkte liegen auf öffentlichen Wegen. Das Betreten des Bahnkörpers, der Böschungen und angrenzender Felder ist verboten und gefährlich – auf einer Steilstrecke sind bergab fahrende Züge deutlich schneller, als der Anblick der Bergfahrten vermuten lässt. Respektiere außerdem Wiesen, Zäune und Zufahrten: Die Anwohner leben mit dem Betrieb an dieser Rampe seit Generationen, und der gute Ruf der Fotostellen hängt daran. Was das Betreten von Gleisanlagen rechtlich bedeutet, steht im Beitrag Gleise betreten und die Folgen.
Fazit
Die Schiefe Ebene ist kein Ort für viele Sichtungen, sondern für wenige, sehr gute Bilder. Wer an einem beliebigen Dienstag herfährt, sieht Regionalverkehr und wenig sonst. Wer einen Sonderfahrttermin trifft, bekommt eines der besten Eisenbahnmotive Deutschlands.
Der beste Plan ist deshalb selten spontan: Termin suchen, Museum einplanen, früh am Standpunkt sein. Dann ist die Rampe jede Minute Anreise wert.
Kurzfazit
Deutschlands berühmteste Steilrampe mit Dampflokmuseum am Fuß – fotografisch herausragend, verkehrlich dünn. Mit Sonderfahrttermin ein Höhepunkt, ohne Termin bestenfalls ein halber Tag.
Zusammenfassung
- Kein Spot für Sammler großer Zahlen, sondern für einzelne Bilder, die sich lohnen.
- Ohne Terminplanung verschenkst du hier das Beste – die Sonderfahrten sind der Kern des Angebots.
- Museum, Rampenfuß und Hangstandpunkte ergänzen sich zu einem Tagesprogramm, das auch bei durchwachsenem Wetter funktioniert.
- Wer beide großen deutschen Steilrampen sehen will, kombiniert die Schiefe Ebene mit der Geislinger Steige – sie ergänzen sich in Verkehr und Charakter.
Häufige Fragen
Warum heißt die Strecke Schiefe Ebene?
Der Name stammt aus der Bauzeit Mitte des 19. Jahrhunderts und beschreibt genau das, was man sieht: eine über Kilometer gleichmäßig ansteigende Rampe, die den Höhenunterschied zwischen Talort und Hochfläche in einem Zug überwindet. Mit bis zu 25 Promille war sie bei ihrer Eröffnung eine technische Grenzleistung – und ist bis heute eine der steilsten Hauptbahnstrecken Deutschlands.
Fahren hier noch Dampfloks?
Nicht planmäßig, aber regelmäßig bei Sonderfahrten. Die Rampe ist ein beliebtes Ziel für Museumsbahnen und Vereine, weil sie eine Dampflok sichtbar an ihre Leistungsgrenze bringt. Termine solltest du vorher recherchieren – wie das geht, steht im Guide zu Sonderzügen und Sonderfahrten.
Was läuft hier im Planbetrieb?
Regionalverkehr als Grundlast, dazu unregelmäßiger Güterverkehr auf der Nord-Süd-Verbindung. Die Fahrzeugvielfalt ist überschaubar: Im Regionalverkehr dominieren Triebwagen wie der Stadler Regio-Shuttle RS1. Wer Vielfalt sucht, ist an Nürnberg Hbf deutlich besser aufgehoben.
Was ist das Deutsche Dampflokomotiv-Museum?
Ein Museum am Fuß der Rampe in Neuenmarkt-Wirsberg mit einem großen Bestand historischer Dampflokomotiven, untergebracht in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk. Für Spotter ist es die perfekte Ergänzung: Bei Regen oder in den langen Lücken zwischen zwei Zügen hast du dort ein volles Programm. Einen Überblick über die Museumsbahnszene gibt der Museumsbahn-Guide.
Wie komme ich zu den Fotostellen?
Mit dem Zug bis Neuenmarkt-Wirsberg oder Marktschorgast, dann zu Fuß. Die klassischen Standpunkte liegen an öffentlichen Feld- und Waldwegen; rechne mit 30 bis 40 Minuten Fußweg. Wer mit dem Auto kommt, parkt in den Orten und geht die letzten Meter ohnehin zu Fuß.
Wie fotografiere ich eine Dampflok am Berg richtig?
Die drei häufigsten Fehler sind: zu kurze Verschlusszeit für die Dampffahne, zu enger Bildausschnitt und Standpunkt gegen die Rauchrichtung. Bergauf arbeitet die Lok stark – der Dampf ist das Motiv, nicht der Störfaktor. Alles Weitere steht im Beitrag Wie fotografiert man Dampfzüge.
Wann ist die beste Jahreszeit?
April bis Oktober für die Sonderfahrtsaison. Der laubfreie Spätherbst bietet die freiesten Blickachsen, weil die Hänge dann nicht zugewachsen sind. Winterbilder mit Schnee und Dampf sind die eindrucksvollsten überhaupt, verlangen aber Ausdauer und sicheren Zugang – dazu passt der Beitrag Winterfotografie an der Bahn.
Lohnt sich der Besuch ohne Sonderfahrt?
Für einen ersten Eindruck ja, für einen ganzen Tag eher nicht. Die Zugdichte im Planbetrieb ist gering, und die Fahrzeuge wiederholen sich. Sinnvoll ist die Kombination: Museum am Vormittag, Rampe am Nachmittag – oder gleich ein Termin, an dem eine Sonderfahrt angekündigt ist.
Wie unterscheidet sich die Schiefe Ebene von der Geislinger Steige?
Die Geislinger Steige hat den höheren planmäßigen Güterverkehrsanteil und ist damit der bessere Spot für Alltagsverkehr unter Last. Die Schiefe Ebene ist steiler, landschaftlich geschlossener und stark vom Dampf-Sonderverkehr geprägt. Ein direkter Vergleich steht im Beitrag Geislinger Steige und Schiefe Ebene spotten.
Ist der Spot für Familien geeignet?
Mit dem Museum ja. Reine Streckenfotografie mit langen Wartezeiten überfordert Kinder schnell, aber die Kombination aus Museumsbesuch, kurzem Weg zum Rampenfuß und einer angekündigten Dampffahrt funktioniert gut. Ideen dazu stehen im Beitrag Trainspotting für Kinder und Familien.
Deine Sichtungen an Schiefe Ebene bei Marktschorgast festhalten
Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – und du siehst, was andere hier gerade melden.
Spots in der Nähe
Geislinger Steige
Die Geislinger Steige ist eine der ältesten Steilrampen Europas und bis heute ein Ort, an dem man Eisenbahn arbeiten hört. Seit der Neubaustrecke fährt der schnelle Fernverkehr woanders – geblieben sind Güterzüge unter Volllast, Regionalverkehr und Fotostellen, die man sich erlaufen muss.
KnotenbahnhofNürnberg Hauptbahnhof
Nürnberg ist einer der wenigen deutschen Großbahnhöfe, an dem Hochgeschwindigkeitsverkehr, Regionalverkehr und schwerer Güterverkehr wirklich nebeneinander laufen. Dazu kommt eine Museumslandschaft in Sichtweite – und ein Rangierbahnhof, der den halben süddeutschen Güterverkehr sortiert.
SchmalspurHarzer Schmalspurbahnen zum Brocken
Die Harzer Schmalspurbahnen betreiben das größte zusammenhängende Meterspurnetz Deutschlands – und den einzigen planmäßigen Dampfbetrieb dieser Größenordnung. Auf der Brockenbahn arbeiten sich die Züge täglich bis auf den höchsten Berg Norddeutschlands hinauf.
KnotenbahnhofLeipzig Hauptbahnhof
Leipzig Hauptbahnhof ist nach Grundfläche der größte Kopfbahnhof Europas: 24 Bahnsteiggleise, ein rund 300 Meter langer Querbahnsteig und zwei historisch getrennte Bahnhofshälften unter einem Dach. Dazu kommt der City-Tunnel darunter. Der Spot ist ergiebig – aber die Laufwege sind sein größtes Problem.
Fahrzeuge, die du hier bestimmen kannst
Baureihe 01
Die Baureihe 01 war die erste Einheits-Schnellzuglok der Deutschen Reichsbahn: 2'C1', zwei Zylinder, 130 km/h. Heute laufen die erhaltenen Maschinen nur noch als Museumsfahrzeuge.
BaureiheBaureihe 44
Die Baureihe 44 war die schwere Güterzuglok der Einheitsloks: fünf Kuppelachsen, drei Zylinder, rund 1.989 Maschinen. Der „Jumbo“ fährt heute nur noch museal.
BaureiheBaureihe 50
Die Baureihe 50 ist die erfolgreichste deutsche Güterzug-Dampflok: über 3.000 Maschinen, fünf Kuppelachsen, niedrige Achslast. Heute fährt sie nur noch museal.
BaureiheBaureihe 52.80
Die Baureihe 52.80 ist die Reko-Variante der Kriegslok 52: 200 Maschinen mit Neubaukessel, umgebaut ab 1960. Heute eine der häufigsten Museumsdampfloks.
BaureiheBaureihe 650 (Stadler Regio-Shuttle RS1)
Der Regio-Shuttle RS1 der Baureihe 650 ist der markanteste einteilige Dieseltriebwagen Deutschlands. So erkennst du ihn an Front, Fenstern und Dach.
Unternehmen, die hier fahren
DB Museum Nürnberg
Das DB Museum Nürnberg ist der zentrale Standort der Museumsarbeit der Deutschen Bahn. Für Spotter ist es vor allem ein Schlüssel zum Verständnis von Epochen.
NahverkehrAgilis Eisenbahngesellschaft
Die Agilis Eisenbahngesellschaft ist im bayerischen Regionalverkehr tätig. Diese Seite nutzt sie als Einstieg in das systematische Bestimmen von Triebzügen.
GüterverkehrDB Cargo Deutschland AG
DB Cargo ist die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn und die größte Güterbahn Deutschlands. Am Halterkürzel D-DB und der verkehrsroten Lackierung erkennst du sie sofort.
MuseumDampfbahn Fränkische Schweiz
Die Dampfbahn Fränkische Schweiz ist ein regional verankerter Museumsbahnbetrieb. Antrieb, Region und Betriebsform stecken bereits im Firmennamen.
WeitereBayernBahn GmbH
BayernBahn GmbH nennt Region und Rechtsform, aber keine Verkehrsart. Genau deshalb ist sie ein gutes Beispiel dafür, wie man Mischbetriebe im Feld einordnet.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
Bayerisches Eisenbahnmuseum
Das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen verbindet zwei Dinge, die selten zusammenkommen: eine der größten Fahrzeugsammlungen Deutschlands und einen eigenen Streckenverkehr. Basis ist ein erhaltenes Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen und Drehscheibe im Nördlinger Ries.
MuseumsbahnDampfbahn Fränkische Schweiz
Zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle betreibt ein Verein den Restabschnitt der Wiesenttalbahn als Museumsbahn. Normalspur, Dampf- und Diesellokbetrieb, ein überschaubarer Saisonfahrplan – und eine Strecke, die für Fotografen langsam genug ist, um zweimal am selben Zug zu stehen.
HerstellerDampflokwerk Meiningen
In Meiningen steht das Werk, von dem der betriebsfähige Dampfbetrieb in Deutschland abhängt. Hier entstehen komplette Dampflokkessel neu, hier werden Hauptuntersuchungen gefahren – und hier entscheidet sich, welche historische Maschine in den nächsten Jahren noch unter Dampf steht.
MuseumsbahnDeutsches Dampflokmuseum Neuenmarkt-Wirsberg
Das Deutsche Dampflokmuseum sitzt in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk am Fuß der Schiefen Ebene. Es ist kein Fahrbetrieb, sondern eine Sammlung – dafür liegt direkt vor der Tür eine der bekanntesten Steilstrecken Deutschlands, auf der bis heute Regelverkehr fährt.
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