Eisenbahnunternehmen

Auf dem Zug steht ein Name, im Anschriftenfeld ein zweiter, und gefahren wird er von einem dritten Unternehmen. Diese Datenbank ordnet die Ebenen: Konzerne, Staatsbahnen, Marken, Hersteller, Museumsbahnen und Institutionen – und wer davon zu wem gehört.

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erfasste Organisationen

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Unternehmenstypen

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Länder

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Name am Zug ist oft eine Marke, keine Firma – und die fahrende Gesellschaft heißt häufig ganz anders.
  • Diese Datenbank beschreibt die Unternehmensebene: Konzerne, Staatsbahnen, Marken, Hersteller, Museumsbahnen und Institutionen.
  • Wer den Zug konkret führt, steht in der EVU-Datenbank – dort mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
  • Konzernstrukturen ändern sich laufend. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist gekennzeichnet.

Nach Unternehmenstyp

Die sechs Typen unterscheiden sich darin, was die Organisation tatsächlich tut – und damit auch darin, wo und wie sie dir im Betrieb begegnet.

Konzerne & Holdings

Unternehmensgruppen mit mehreren Bahntöchtern. Sie treten selbst selten im Zugverkehr auf – ihre Tochtergesellschaften und Marken dagegen überall.

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Staatsbahnen

Nationale Bahngesellschaften, die das Rückgrat des Verkehrs in ihrem Land bilden – meist mit eigener Fahrzeugwelt, eigenem Farbschema und eigener Nummernsystematik.

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Marken & Verkehrsangebote

Namen, die auf dem Zug stehen, aber keine eigene Gesellschaft sind: Produktmarken, Netzmarken und Verkehrsangebote hinter denen ein anderes Unternehmen steckt.

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Hersteller & Bahntechnik

Fahrzeugbauer, Bahntechnik und Fahrzeugvermieter. Sie fahren keine Züge, prägen aber, was auf den Gleisen unterwegs ist.

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Museums- & Traditionsbahnen

Betriebe und Vereine, die historische Fahrzeuge fahrfähig halten – vom Schmalspurnetz mit Ganzjahresfahrplan bis zur Feldbahn mit Saisonbetrieb.

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Infrastruktur & Institutionen

Netzbetreiber, Aufsichtsbehörden und Branchenverbände. Sie besitzen die Gleise oder setzen die Regeln, nach denen darauf gefahren wird.

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Die großen Konzerne

Hinter vielen Regionalverkehren steht dieselbe Handvoll Unternehmensgruppen – nur unter wechselnden Marken.

DeutschlandKonzern

Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn AG fährt selbst keinen einzigen Zug. Sie ist eine Holding, unter der Dutzende eigenständige Gesellschaften ihre eigenen Genehmigungen, Fahrzeuge und Verkehrsverträge halten. Wer das rote DB-Logo sieht, hat den Betreiber deshalb noch nicht bestimmt.

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ItalienKonzern

Ferrovie dello Stato Italiane (FS)

Ferrovie dello Stato Italiane ist die Staatsholding hinter Trenitalia, RFI und Mercitalia. Sie führt selbst keine Züge, hält aber Netz, Personenverkehr, Güterverkehr und sogar das nationale Straßennetz unter einem Dach – und ist über Töchter in mehreren europäischen Ländern unterwegs.

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DeutschlandKonzern

Netinera

Netinera ist einer der größten Regionalverkehrskonzerne Deutschlands – und trotzdem wirst du den Namen an keinem Zug finden. Gefahren wird unter Marken wie alex, vogtlandbahn, erixx, vlexx und ODEG, hinter denen jeweils eigene Gesellschaften stehen.

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DeutschlandKonzern

SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG

Die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG gehört mehrheitlich dem Land Baden-Württemberg, fährt aber unter einem Namen, den viele für eine Privatbahn halten. Gefahren wird nicht von der AG, sondern von operativen Gesellschaften – und die tragen unterschiedliche Namen auf dem Papier und auf dem Fahrzeug.

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DeutschlandKonzern

Transdev Deutschland

Transdev Deutschland ist die deutsche Landesorganisation eines französischen Mobilitätskonzerns – und tritt am Bahnsteig fast nie unter diesem Namen auf. Der Konzern arbeitet mit einem Fächer regionaler Betriebsgesellschaften, die jeweils eigene Zulassungen und eigene Markennamen tragen.

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DeutschlandKonzern

Westfälische Verkehrsgesellschaft (WVG)

Die Westfälische Verkehrsgesellschaft ist eine kommunale Holding, die mehrere Verkehrsunternehmen im Münsterland und im Raum Ruhr-Lippe bündelt. Nur eine davon fährt heute noch Eisenbahn – die anderen tragen den Bahnbezug nur noch im Namen.

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Nach Ländern

DeutschlandDeutschland (175)ÖsterreichÖsterreich (19)SchweizSchweiz (13)NiederlandeNiederlande (7)BelgienBelgien (4)LuxemburgLuxemburg (3)FrankreichFrankreich (13)ItalienItalien (6)GroßbritannienGroßbritannien (9)IrlandIrland (1)SpanienSpanien (4)PortugalPortugal (1)PolenPolen (6)TschechienTschechien (6)SlowakeiSlowakei (1)UngarnUngarn (1)SlowenienSlowenien (1)KroatienKroatien (1)RumänienRumänien (1)DänemarkDänemark (5)SchwedenSchweden (6)NorwegenNorwegen (3)FinnlandFinnland (1)LitauenLitauen (2)KasachstanKasachstan (1)USAUSA (1)

Die drei Ebenen hinter einem Zug

Fast jede Verwechslung in Sichtungslisten entsteht daraus, dass diese drei Ebenen durcheinandergeraten. Sie sind wirklich drei verschiedene Dinge.

Die Marke auf der Seitenwand

Der Name, den Fahrgäste kennen. Er gehört zum Verkehrsangebot und bleibt oft bestehen, wenn der Betreiber wechselt.

Der Halter im Anschriftenfeld

Wer das Fahrzeug in der Datenbank führt und instand hält. Bei Mietloks ist das eine Leasinggesellschaft, kein Betreiber.

Das EVU, das fährt

Die Gesellschaft mit Genehmigung, Personal und Sicherheitsbescheinigung. Steht selten außen am Fahrzeug – und ist die eigentlich gesuchte Information.

Der Konzern dahinter

Die Unternehmensgruppe, der das EVU gehört. Erklärt, warum Fahrzeuge und Personal zwischen scheinbar fremden Bahnen wandern.

Die Faustregel für saubere Sichtungen

Notiere immer beides getrennt: den Namen, den du gelesen hast, und dieFahrzeugnummer aus dem Anschriftenfeld. Nur die Nummer ist eindeutig. Wie sie aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer; den Weg vom Fahrzeug zur Firma beschreibtWer fährt eigentlich?.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Eisenbahnunternehmen und einem EVU?

Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) ist die konkrete Gesellschaft, die Züge führt – mit Genehmigung, Sicherheitsbescheinigung, Personal und Fahrzeugen. „Eisenbahnunternehmen" ist der weitere Begriff: Er umfasst auch Konzernmütter, Marken, Hersteller, Museumsbahnen und Netzbetreiber. Diese Datenbank beschreibt diese weitere Ebene, die EVU-Datenbank die operative.

Warum steht auf dem Zug ein anderer Name als in der Fahrzeugdatenbank?

Weil Lackierung und Anschriftenfeld unterschiedliche Dinge benennen. Auf der Seitenwand steht meist die Verkehrsmarke des Bestellers oder des Angebots. Im Anschriftenfeld steht der Halter des Fahrzeugs. Und geführt wird der Zug von einem EVU, das wiederum eine dritte Firma sein kann. Alle drei können verschieden sein – das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Was ist eine Verkehrsmarke?

Ein Produktname für ein bestimmtes Verkehrsangebot, meist an ein Vergabenetz gebunden. Marken überleben Betreiberwechsel: Wenn ein Verkehrsvertrag neu vergeben wird, bleibt der Markenname häufig bestehen, während dahinter eine andere Gesellschaft fährt. Genau deshalb ist eine Sichtung, die nur den Markennamen nennt, später schwer zuzuordnen.

Warum tauchen Konzerne im Zugverkehr selbst kaum auf?

Weil Konzerne in aller Regel nicht selbst fahren. Sie halten Beteiligungen an operativen Gesellschaften, die die Verkehrsverträge haben und die Zulassung besitzen. Auf dem Fahrzeug steht deshalb fast nie der Konzernname, sondern die Tochtergesellschaft oder die Marke.

Gehören Fahrzeughersteller in eine Eisenbahnunternehmen-Datenbank?

Ja, weil sie bestimmen, was auf den Gleisen fährt. Ein Fahrzeugtyp lässt sich fast immer über die Herstellerfamilie einordnen – an Kopfform, Drehgestell und Türanordnung. Wer die Baureihen eines Herstellers kennt, bestimmt Fahrzeuge deutlich schneller. Passend dazu ist die Baureihen-Datenbank.

Wie halte ich fest, welches Unternehmen ich gesehen habe?

Notiere die vollständige Fahrzeugnummer samt Halterkürzel, dazu Ort, Datum und Uhrzeit – und getrennt davon, welcher Name auf dem Fahrzeug stand. In der Traintrack App erfasst du das in wenigen Sekunden und kannst die Zuordnung später nachziehen, wenn sich herausstellt, dass Marke und Betreiber auseinanderfallen.

Die anderen Datenbanken

Hinweis: Beteiligungen, Firmierungen, Verkehrsverträge und Markennamen ändern sich laufend. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief der jeweiligen Seite; alles, was sich mit einer Vergabe oder Umstrukturierung ändern kann, ist als solches gekennzeichnet.