PKP SA135 / SA136 / SA139

SA135, SA136 und SA139 stammen von zwei verschiedenen Herstellern und teilen sich einen Nummernblock. Warum das so ist und wie du sie trotzdem sicher einordnest.

Auch bekannt als: SA135 · SA136 · SA139

PolenPolenDieseltriebwagen7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • SA135, SA136 und SA139 sind Dieseltriebwagen des polnischen Regionalverkehrs.
  • Zwei Hersteller in einem Nummernblock: Die SA-Reihe sagt nichts über den Erbauer aus – Newag und PESA teilen sich diesen Bereich.
  • Die Bezeichnung bleibt lesbar: S für Diesel, A für Schienenbus, Ziffern für die Reihe.
  • Sichere Bestimmung braucht die Beschriftung – Bauform allein trennt die Reihen nicht zuverlässig.
  • Einsatzräume verschieben sich mit Verkehrsverträgen und regionalen Beschaffungen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was sind SA135, SA136 und SA139?
  2. 2.Was die Bezeichnung sagt – und was nicht
  3. 3.So gehst du bei der Bestimmung vor
  4. 4.Einordnung im Bahnbetrieb
  5. 5.Fototipps und Sicherheit auf Nebenstrecken
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartDieseltriebwagen für den Regionalverkehr
HerstellerNewag (Nowy Sącz) und PESA (Bydgoszcz)
BezeichnungS = Dieselantrieb, A = Schienenbus, Ziffern = Reihennummer
AntriebDieselmotoren – Einsatz unabhängig von der Fahrleitung
EinsatzfeldNicht elektrifizierte Regional- und Nebenstrecken in Polen
BesonderheitEin Nummernblock, zwei Hersteller – die Reihe verrät nicht den Erbauer

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Kein Stromabnehmer – Dieselfahrzeug mit Kühleraufbauten auf dem Dach
  • Kompakter Triebwagen mit wenigen Wagenkästen
  • Beschriftung beginnt mit SA und der Reihennummer
  • Herstellerlogo oder Fabrikschild als zusätzlicher Hinweis auf Newag oder PESA
  • Einsatz auf Strecken ohne Fahrleitung – ein starkes Kontextmerkmal

Aktualisiert: August 2026 – Drei Reihennummern, zwei Hersteller, eine Fahrzeuggattung: Die polnischen Dieseltriebwagen SA135, SA136 und SA139 sind ein gutes Beispiel dafür, warum man beim Bestimmen von Fahrzeugen Reihe und Erbauer sauber trennen sollte. Diese Seite zeigt, was die Bezeichnung verrät, was sie eben nicht verrät und wie du trotzdem zu einer belastbaren Sichtung kommst.

Reihe und Hersteller getrennt erfassen

Bei dieser Fahrzeuggruppe sagt die Nummer nichts über den Erbauer – halte beides einzeln fest.

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Was sind SA135, SA136 und SA139?

Es sind Dieseltriebwagen für den polnischen Regionalverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken. Sie gehören zur modernen Generation, die den Nebenbahnverkehr in Polen von betagten Fahrzeugen und lokbespannten Kurzzügen auf eigenständige Triebwagen umgestellt hat.

Die Besonderheit dieser Gruppe liegt nicht in der Technik, sondern in der Zuordnung: In diesem Nummernbereich finden sich Fahrzeuge von Newag aus Nowy Sącz und von PESA aus Bydgoszcz. Die SA-Nummer beschreibt also die Fahrzeugart und die Reihe, nicht den Erbauer. Wer beim Spotten den Hersteller aus der Nummer ableiten will, liegt hier zwangsläufig irgendwann falsch.

Was die Bezeichnung sagt – und was nicht

Das System der Polskie Koleje Państwowe ist funktional aufgebaut. Es beschreibt, was ein Fahrzeug tut, nicht wer es gebaut hat.

Ebene Steckt in der Bezeichnung? Woher bekommst du sie?
Antriebsart (Diesel/elektrisch) ja – erster Buchstabe S oder E am Anfang des Kürzels
Verwendungszweck ja – zweiter Buchstabe A, N, U, T, P oder M
Reihennummer ja – Ziffernblock z. B. 135, 136, 139
Hersteller nein Fabrikschild, Herstellerlogo, Fahrzeugliste
Einzelfahrzeug teilweise Ordnungsnummer und UIC-Fahrzeugnummer

Zur Erinnerung die Buchstabenlogik im Überblick: E steht für elektrischen, S für dieselbetriebenen Antrieb. Der zweite Buchstabe nennt die Verwendung – U Universal, T Güterverkehr, P Personenzug, M Rangierdienst, N Triebwagen, dazu A für den Schienenbus. So werden aus abstrakten Kürzeln lesbare Aussagen: EU07 ist eine elektrische Universallok, ET22 eine elektrische Güterzuglok, SM42 eine Diesel-Rangierlok und SA139 eben ein Dieseltriebwagen.

Die europaweit eindeutige Identität liefert dagegen die zwölfstellige UIC-Fahrzeugnummer mit dem Ländercode 51 für Polen. Wie diese Nummer aufgebaut ist, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.

So gehst du bei der Bestimmung vor

Fahrzeugart klären

Kein Stromabnehmer, keine Fahrleitung über der Strecke: Damit steht fest, dass es sich um ein Dieselfahrzeug handelt.

Gattung eingrenzen

Triebwagen oder lokbespannter Zug? Ein Triebwagen hat Führerstand und Fahrgastraum in einer Einheit, ohne separate Maschine an der Spitze.

Reihe ablesen

Die SA-Bezeichnung mit Ordnungsnummer steht an der Seitenwand. Fotografiere sie – bei dieser Gruppe ist das der entscheidende Beleg.

Hersteller separat prüfen

Fabrikschild oder Herstellerlogo geben Auskunft, ob Newag oder PESA dahintersteht. Diese Information ergibt sich nicht aus der Reihennummer.

Praxis-Tipp: zwei Felder statt einem

Führe im Logbuch getrennte Felder für Reihe und Hersteller. Bei Fahrzeuggruppen wie dieser rettet das die Auswertbarkeit deiner Sammlung – nachträglich lässt sich der Erbauer aus einem alten Eintrag oft nicht mehr rekonstruieren.

Sichtungen strukturiert statt aus dem Gedächtnis

Reihe, Nummer, Hersteller und Ort in einem Eintrag – so bleibt die Sammlung auch nach Jahren auswertbar.

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Einordnung im Bahnbetrieb

Dieseltriebwagen sind das Rückgrat des Verkehrs auf Strecken ohne Fahrleitung. Sie fahren dort, wo Elektrifizierung nie wirtschaftlich war, und ermöglichen dichtere Takte, als es ein lokbespannter Zug je könnte.

In Polen steht diese Gattung damit neben zwei anderen Welten: den Elektrotriebzügen für das elektrifizierte Netz – etwa dem Newag Impuls – und den Diesellokomotiven für schwerere Aufgaben. Innerhalb der Dieseltriebwagen wiederum bilden die SA132 bis SA134 und der als PESA LINK vermarktete Triebwagen die verwandten Nachbarn.

Für Spotter ist die praktische Konsequenz einfach: Wer diese Fahrzeuge sehen will, muss die nicht elektrifizierten Strecken heraussuchen. An großen, durchgehend elektrifizierten Knoten sind sie die Ausnahme.

Warum sich der Aufwand lohnt

Nebenbahnfahrzeuge sind in Fotoarchiven strukturell unterrepräsentiert. Das hat einen einfachen Grund: Sie fahren dort, wo wenige Menschen unterwegs sind, in kleiner Zahl und mit wenigen Fahrten pro Tag. Wer ein Wochenende in eine Nebenbahn investiert, bekommt am Ende vielleicht drei oder vier verwertbare Motive – während an einem großen Bahnhof in derselben Zeit dreißig Züge vorbeikommen.

Genau das macht solche Sichtungen wertvoll. Sie sind schwerer zu bekommen, sie zeigen Fahrzeuge, die in Sammlungen selten auftauchen, und sie dokumentieren einen Verkehr, der besonders anfällig für Veränderungen ist. Streckenstilllegungen, neue Verkehrsverträge und Fahrzeugtausch treffen Nebenbahnen deutlich schneller als Hauptstrecken.

Ein zweiter Punkt betrifft die Planung: Auf Nebenbahnen ist der Fahrplan dein wichtigstes Werkzeug. Anders als an einem Knotenbahnhof, wo man einfach hingeht und wartet, entscheidet hier die richtige Ankunftszeit über Erfolg oder Leerlauf. Kreuzungsbahnhöfe sind dabei besonders ergiebig, weil dort zwei Fahrzeuge gleichzeitig stehen – oft die einzige realistische Gelegenheit, zwei verschiedene Einheiten in einem Bild zu haben.

Fototipps und Sicherheit auf Nebenstrecken

Situation Chance Worauf achten
Endbahnhof einer Nebenbahn hoch Lange Standzeit, freie Sicht, kein Oberleitungsgewirr
Kleiner Landbahnhof mit Kreuzung hoch Zwei Fahrzeuge gleichzeitig im Bild möglich
Öffentlicher Weg entlang der Strecke mittel Nur außerhalb des Gleisbereichs, Abstand halten
Großer elektrifizierter Knoten niedrig Dort verkehren überwiegend Elektrofahrzeuge
Betriebsanlagen, Abstellgleise, Werkstätten keine Betriebsgelände – kein Zutritt, kein Motiv

Auch auf ruhigen Strecken gilt: Gleise sind tabu

Dass auf einer Nebenbahn nur wenige Züge verkehren, ändert nichts an den Regeln. Gleisbereiche, Bahnübergänge als Standort und Betriebsanlagen sind kein Fotoplatz. Bleib auf öffentlich zugänglichen Wegen und hinter der Bahnsteigkante.

Wie du deine Beobachtungen anschließend in ein System bringst, das auch nach Jahren noch trägt, zeigt der Guide zum Sichtungslogbuch. Und wenn du dir das Bestimmen unbekannter Fahrzeuge methodisch aneignen willst, hilft die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für diese SA-Reihen, wenn …

  • kein Stromabnehmer vorhanden ist
  • die Strecke keine Fahrleitung hat
  • es ein Triebwagen ohne vorgespannte Lok ist
  • die Beschriftung SA135, SA136 oder SA139 zeigt

Sieh genauer hin, wenn …

  • du die Reihennummer nicht vollständig lesen konntest
  • du den Hersteller aus der Form ableiten willst – das funktioniert hier nicht
  • mehrere Einheiten gekuppelt fahren

Es sind keine SA-Triebwagen, wenn …

  • ein Stromabnehmer auf dem Dach sitzt
  • die Bezeichnung mit SM, ST oder SU beginnt – das sind Diesellokomotiven
  • eine Lokomotive Wagen zieht statt eines Triebwagens

Fazit

Diese Fahrzeuggruppe lehrt eine Regel, die weit über Polen hinaus gilt: Reihenbezeichnung und Hersteller sind zwei verschiedene Informationen, und ein Bezeichnungssystem, das die Funktion beschreibt, kann den Erbauer gar nicht mitliefern. Wer beides getrennt erfasst, baut ein Archiv, das später wirklich auswertbar ist – und vermeidet den häufigsten Zuordnungsfehler bei modernen Regionalfahrzeugen.

Kurzfazit

SA heißt Dieseltriebwagen, die Ziffern nennen die Reihe – der Hersteller steht auf einem anderen Blatt. Beschriftung fotografieren, Erbauer separat prüfen, dann stimmt die Sichtung.

Polnische Nebenbahnen dokumentieren

Reihe, Nummer, Hersteller, Strecke und Datum an einem Ort – so entsteht aus Einzelfunden eine Sammlung.

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Zusammenfassung

  • Die Reihen SA135, SA136 und SA139 gehören zur modernen Generation polnischer Dieseltriebwagen für Nebenstrecken.
  • Bemerkenswert ist, dass sich in diesem Nummernblock Fahrzeuge zweier Hersteller finden – ein Detail, das viele Bestimmungsversuche scheitern lässt.
  • Für eine belastbare Sichtung braucht es die vollständige Beschriftung samt Ordnungsnummer.
  • Wo die Fahrzeuge verkehren, hängt von Verkehrsverträgen ab und ändert sich über die Jahre.

Häufige Fragen

Was sind SA135, SA136 und SA139?

Es sind Dieseltriebwagen für den polnischen Regionalverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken. Sie gehören zur modernen Generation, die den Nebenbahnverkehr in Polen erneuert hat. Anders als bei vielen anderen Reihengruppen stammen die Fahrzeuge dieses Nummernblocks nicht alle von demselben Hersteller.

Von wem stammen diese Triebwagen?

Aus dem polnischen Schienenfahrzeugbau – konkret von Newag mit Sitz in Nowy Sącz und von PESA in Bydgoszcz. Beide Hersteller sind in diesem Nummernbereich vertreten. Aus der SA-Nummer allein lässt sich der Erbauer deshalb nicht ableiten; dafür braucht es das Fabrikschild oder die Herstellerkennzeichnung am Fahrzeug.

Wofür steht das Kürzel SA?

Für Dieselantrieb und Schienenbus. Im PKP-System nennt der erste Buchstabe die Antriebsart – S für Diesel, E für elektrisch –, der zweite den Verwendungszweck. Neben A für den Schienenbus gibt es U für Universal, T für Güterverkehr, P für Personenzug, M für Rangierdienst und N für Triebwagen.

Wie unterscheide ich die Reihen im Feld?

Über die vollständige Beschriftung an der Seitenwand. Die Reihen sind einander in Größe und Grundkonzept ähnlich, weshalb Silhouettenvergleiche schnell in die Irre führen. Ein enges Foto der Beschriftung ist bei dieser Fahrzeuggruppe praktisch Pflicht, wenn die Sichtung belastbar sein soll.

Fahren diese Triebwagen nach Deutschland?

Planmäßig nicht. Sie sind für den polnischen Regionalverkehr beschafft. Aus dem polnischen Triebwagenbau begegnet deutschen Spottern im Inland am ehesten der PESA LINK, der hier als Baureihe 633 geführt wird. Für die SA-Reihen führt der Weg auf polnische Nebenstrecken.

Woran erkenne ich ein Dieselfahrzeug zuverlässig?

Am fehlenden Stromabnehmer und an den Kühler- und Auspuffaufbauten auf dem Dach. Der zweite, oft noch schnellere Weg ist der Blick auf die Strecke: Wo keine Fahrleitung gespannt ist, kann kein reines Elektrofahrzeug fahren – damit ist die Fahrzeugart schon vor dem ersten Detail geklärt.

Warum vergibt Polen Reihennummern über Herstellergrenzen hinweg?

Weil das System die Funktion beschreibt, nicht den Erbauer. Antriebsart und Verwendungszweck stehen im Kürzel, die Ziffern sind eine laufende Reihennummer. Das ist konsequent aus betrieblicher Sicht – für Spotter bedeutet es aber, dass Hersteller und Reihe getrennt erfasst werden müssen.

Was gehört in eine gute Sichtung dieser Reihen?

Reihenbezeichnung, Ordnungsnummer, Datum, Ort, Betreiber und – wenn erkennbar – der Hersteller. Gerade der letzte Punkt ist bei dieser Gruppe die interessante Zusatzinformation, weil er sich nicht aus der Nummer ergibt und später kaum noch zu rekonstruieren ist.

Sichtung von PKP SA135 / SA136 / SA139 festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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