Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB)

Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn gehört Landkreisen, Städten und einer Gemeinde – nicht einem Konzern. Ihre blauen Züge fahren zwischen Friedrichshafen und Aulendorf, und ihr Kürzel BOB teilt sie sich ausgerechnet mit einer bayerischen Bahn, die ganz woanders unterwegs ist.

Auch bekannt als: BOB · Geißbockbahn · Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG · RB 91

DeutschlandDeutschlandMarken & Verkehrsangeboteseit 19937 Min. Lesezeit

1993

Betriebsaufnahme

8

Elektrotriebzüge im Einsatz

100 %

in kommunaler Hand

2021

Umstellung von Diesel auf Elektro

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt zwei BOB. Diese hier fährt am Bodensee, die andere südlich von München – gemeinsam haben sie nur drei Buchstaben.
  • Die Gesellschaft gehört Kommunen, nicht einem Verkehrskonzern. Das ist bei Regionalmarken die Ausnahme.
  • Seit Dezember 2021 fährt die Linie elektrisch, mit acht gebraucht übernommenen Triebzügen in blauer Lackierung.
  • Blau ist hier das eigentliche Erkennungsmerkmal – der Fahrzeugtyp selbst ist bundesweit verbreitet.
  • Ende 2027 soll der Verkehr übergehen. Ob die Marke das überlebt, ist offen – die Fahrzeugnummern bleiben nachvollziehbar.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Eine Bahn, die aus einem Rückzug entstand
  8. 8.Wer fährt zwischen Friedrichshafen und Aulendorf?
  9. 9.Woran du die blauen Züge erkennst
  10. 10.Zwei BOB im direkten Vergleich
  11. 11.Wie viel Zeit bleibt dir noch?
  12. 12.Wann es wirklich diese BOB ist
  13. 13.Wer sonst noch zwischen Bodensee und Alb fährt
  14. 14.Fazit
  15. 15.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle im SystemKommunale Regionalbahn mit eigener Marke auf einer Hauptstrecke
Eigentümervollständig kommunal – Bodenseekreis, Landkreis Ravensburg sowie beteiligte Städte und Gemeinde
RechtsformGmbH & Co. KG
StreckeFriedrichshafen – Meckenbeuren – Ravensburg – Weingarten – Aulendorf
Betriebsaufnahme1993 zwischen Friedrichshafen und Ravensburg, ab 1997 bis Aulendorf
Fahrzeugeacht gebrauchte Elektrotriebzüge in Blau, im Einsatz seit Dezember 2021
SpitznameGeißbockbahn – nach einem regionalen Volkslied
PerspektiveDer Verkehr soll Ende 2027 auf einen anderen Betreiber übergehen
Offizielle Websitewww.bob-fn.de/de/index.php

Geschäftsfelder

Schienenpersonennahverkehr – Regionalbahnverkehr zwischen Bodensee und Oberschwaben
Flughafen- und Messeanbindung – eigener Halt im Bereich Friedrichshafen
Tourismusverkehr – ausgeprägte Saison- und Wochenendnachfrage am Bodensee
Fahrzeugbeschaffung – Übernahme gebrauchter Triebzüge statt Neubestellung
Kommunale Verkehrspolitik – die Gesellschaft ist zugleich Instrument der beteiligten Gebietskörperschaften

Struktur & Marken

Verwaltungsgesellschaft – die übliche Konstruktion einer GmbH & Co. KG mit eigener Komplementärin
Kommunale Gesellschafter – Landkreise, Städte und eine Gemeinde halten die Anteile direkt

Geschichte im Zeitraffer

1988Die Staatsbahn zieht sich aus Stationen in der Region zurück. Aus dem entstandenen Vakuum wächst die Idee einer eigenen kommunalen Bahn.
1993Betriebsaufnahme zwischen Friedrichshafen und Ravensburg – eine nichtbundeseigene Bahn auf bundeseigenen Gleisen, damals ein Novum.
1997Verlängerung des Angebots bis Aulendorf. Damit erreicht die Linie ihre bis heute gültige Ausdehnung.
2021Mit der Elektrifizierung der Strecke wechselt die BOB im Dezember auf acht gebrauchte Elektrotriebzüge in blauer Lackierung.
2027Der Verkehr auf der Relation soll auf einen anderen Betreiber übergehen. Was mit der Marke geschieht, ist damit nicht automatisch entschieden.

Woran du Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB)?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Blaue Lackierung – im Netz zwischen Bodensee und Oberschwaben das auffälligste Merkmal
  • Elektrotriebzüge in Gebrauchtübernahme – die Bauform ist deutschlandweit verbreitet, die Farbgebung nicht
  • Streckenverlauf – Friedrichshafen, Meckenbeuren, Ravensburg, Weingarten, Aulendorf
  • Liniennummer RB 91 auf Anzeigen und in Aushängen
  • Halt im Flughafen- und Messebereich bei Friedrichshafen, betrieblich eine Besonderheit
  • Anschriftenfeld – bei gebrauchten Fahrzeugen der einzige verlässliche Beleg für Halter und Herkunft
  • Kürzel BOB – identisch mit der bayerischen Oberlandbahn und deshalb eine ständige Fehlerquelle

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Klares, deutschlandweit einmaliges Farbschema für einen weit verbreiteten Fahrzeugtyp
  • Kommunales Eigentum macht die Struktur ungewöhnlich übersichtlich
  • Kompakte Linie, an einem Tag komplett befahrbar
  • Gebrauchtfahrzeuge mit Vorleben – interessante Fahrzeugbiografien im Anschriftenfeld
  • Ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jede Regionalmarke zu einem Konzern gehört

Wo es hakt

  • Das Kürzel BOB ist doppelt belegt und führt regelmäßig zu falschen Zuordnungen
  • Nur eine Linie und ein Fahrzeugtyp – die Vielfalt ist gering
  • Der angekündigte Betreiberwechsel stellt die Zukunft des Markenauftritts offen
  • Die Fahrzeuge sind gebraucht übernommen; ihre weitere Verwendung nach einem Wechsel ist ungewiss
  • Kaum Güterverkehr auf der Marke – für Lokfotografie ist die Linie wenig ergiebig

Aktualisiert: August 2026 – Wenn in einer Sichtungsliste „BOB“ steht, ist die Angabe wertlos. Es gibt zwei davon, sie liegen rund 200 Kilometer auseinander und haben gesellschaftsrechtlich nichts miteinander zu tun. Diese hier ist die Bodensee-Oberschwaben-Bahn, im Volksmund Geißbockbahn, und sie unterscheidet sich von fast allen anderen Regionalmarken in einem entscheidenden Punkt: Hinter ihr steht kein Konzern, sondern eine Handvoll Landkreise, Städte und eine Gemeinde.

Schreib die Region mit in die Sichtung

Bei doppelt belegten Kürzeln entscheidet der Ortsbezug darüber, ob deine Notiz später noch auswertbar ist.

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Eine Bahn, die aus einem Rückzug entstand

Ende der 1980er zog sich die Staatsbahn aus Stationen in der Region zurück. Statt das hinzunehmen, gründeten die Gebietskörperschaften am Bodensee und in Oberschwaben eine eigene Bahn. 1993 nahm sie den Betrieb zwischen Friedrichshafen und Ravensburg auf – als nichtbundeseigenes Unternehmen auf bundeseigenen Gleisen, was damals alles andere als Routine war. 1997 kam die Verlängerung bis Aulendorf dazu.

Diese Entstehungsgeschichte erklärt die Struktur bis heute. Es gibt keine Konzernmutter, keine Schwestermarken in anderen Bundesländern und keine internationale Beteiligung. Die Eigentümer sind dieselben Gebietskörperschaften, die auch als Besteller und Nutznießer des Verkehrs auftreten – eine für den deutschen Nahverkehr ungewöhnlich kurze Kette.

1993Betriebsaufnahme Friedrichshafen–Ravensburg
1997Verlängerung bis Aulendorf
2021Wechsel von Diesel auf Elektro
8Elektrotriebzüge im Einsatz

Wer fährt zwischen Friedrichshafen und Aulendorf?

Ausnahmsweise ist die Antwort kurz: die Bodensee-Oberschwaben-Bahn selbst. Sie hält eine eigene Genehmigung, setzt eigenes Personal ein und tritt unter eigenem Namen auf. Marke, Halter und Betreiber fallen hier weitgehend zusammen – ein Zustand, den es im deutschen Regionalverkehr seltener gibt, als man annimmt.

Zwei Einschränkungen gehören trotzdem dazu. Erstens gehört die Infrastruktur nicht der BOB, sondern der DB InfraGO. Zweitens ist dieser Zustand befristet: Der Verkehr auf der Relation soll Ende 2027 auf einen anderen Betreiber übergehen. Ob dabei auch der Markenauftritt endet, ist eine offene Frage – und ein guter Grund, den heutigen Zustand jetzt zu dokumentieren.

Der Ortszusatz ist Pflicht

Notiere nie nur „BOB“. Schreib „BOB Bodensee" oder gleich die vollständige Bezeichnung. Ohne diesen Zusatz landet deine Sichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der bayerischen Oberlandbahn – und ein Fehler, den du selbst produziert hast, ist später kaum noch aufzuklären.

Woran du die blauen Züge erkennst

Farbe als Erstsortierung

Ein durchgehend blauer Elektrotriebzug zwischen Bodensee und Oberschwaben ist ein starkes Signal – aber nur eine Vorauswahl, kein Beweis.

Liniennummer prüfen

Auf Anzeigen und Aushängen taucht die Regionalbahnlinie RB 91 auf. Sie grenzt die Relation eindeutig ein.

Fahrzeugtyp bestimmen

Die Bauform ist bundesweit verbreitet; die Kombination aus Bauform und blauer Lackierung ist es nicht. Beides zusammen notieren.

Anschriftenfeld lesen

Bei gebraucht übernommenen Fahrzeugen steckt hier die spannendste Information: Herkunft, Halter und Nummer.

Region dazuschreiben

Ort und Datum schließen die Sichtung ab – und verhindern die Verwechslung mit der gleichnamigen bayerischen Marke.

Zwei BOB im direkten Vergleich

Merkmal BOB Bodensee-Oberschwaben BOB Bayerisches Oberland
Region Friedrichshafen, Ravensburg, Aulendorf südlich von München, Richtung Alpen
Eigentümer Landkreise, Städte, Gemeinde ein internationaler Verkehrskonzern
Antriebsart im Regelbetrieb elektrisch Diesel
Fahrzeugbeschaffung gebraucht übernommen im Rahmen des Verkehrsvertrags gestellt
Markenauftritt am Zug eigener Auftritt Auftritt einer Schwestermarke

Die Tabelle zeigt, wie wenig zwei Marken gemeinsam haben können, die dasselbe Kürzel tragen. Wer beide kennt, kann eine falsch beschriftete Sichtung meist an einem einzigen Detail entlarven: An der Antriebsart. Ein Dieseltriebwagen am Bodensee gehört im Regelverkehr nicht mehr zu dieser Linie, ein elektrischer Triebzug im bayerischen Oberland nicht zur dortigen.

Fahrzeugbiografien nachvollziehbar machen

Gebrauchtfahrzeuge erzählen ihre Geschichte über die Nummer – halte sie fest, solange sie hier fahren.

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Wie viel Zeit bleibt dir noch?

Wie lange gibt es die blauen Züge noch?

Der Betreiberwechsel ist für Ende 2027 angekündigt. Rechne aus, wie viel Zeit dir bis dahin bleibt.

Termine im Nahverkehr verschieben sich. Die Rechnung ist eine Planungshilfe, keine Zusage.

Wann es wirklich diese BOB ist

Sicher die Bodensee-BOB, wenn …

  • der Zug zwischen Friedrichshafen und Aulendorf verkehrt
  • ein blauer Elektrotriebzug auf der Linie RB 91 läuft
  • das Anschriftenfeld die kommunale Gesellschaft als Halter ausweist

Genauer hinsehen, wenn …

  • ein baugleicher Triebzug in anderer Farbgebung auftaucht
  • der Zug im Bereich Aulendorf zwischen mehreren Verkehren steht
  • ein Fahrzeug ohne Zielanzeige abgestellt ist

Es ist eine andere Marke, wenn …

  • der Zug im bayerischen Oberland unterwegs ist
  • es sich um einen Dieseltriebwagen im Regelverkehr handelt
  • im Anschriftenfeld ein fremdes Halterkürzel steht

Der Vollständigkeit halber: Auch Baureihen wie der Regio-Shuttle RS1 und ältere Dieseltriebwagen prägen die Region weiterhin – nur eben bei anderen Betreibern und auf anderen Relationen. Wie du solche Fahrzeuge systematisch auseinanderhältst, beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Angekündigt ist nicht vollzogen

Betreiberwechsel im Nahverkehr verschieben sich, werden angepasst oder verlaufen anders als geplant. Formuliere deine Notizen deshalb so, dass sie beschreiben, was du gesehen hast – nicht, was ab einem Stichtag gelten soll. Alles, was auf einer Ankündigung beruht, gehört als solche gekennzeichnet.

Wer sonst noch zwischen Bodensee und Alb fährt

Die BOB ist nicht allein unterwegs. In Aulendorf und im weiteren Umfeld treffen mehrere Betreiber aufeinander, und fast jeder bringt eine eigene Geschichte mit. Die SWEG ist ein landeseigener Konzern, der über die Jahre mehrere Regionalbahnen aufgenommen hat – darunter die Hohenzollerische Landesbahn, deren Kürzel HzL bis heute im Sprachgebrauch überlebt.

Eine ganz andere Konstellation zeigt die RAB: eine DB-Gesellschaft, deren Schienenverkehre konzernintern verlagert wurden und deren Name heute vor allem auf Bussen steht. Drei Regionalmarken, drei völlig verschiedene Eigentumsverhältnisse, alle im selben Landstrich – das ist ein kompakter Kurs in der Struktur des deutschen Nahverkehrs.

Praktisch heißt das: Wer hier fotografiert, sollte grundsätzlich das Fahrzeug und den Bahnhof zusammen aufnehmen. Ein Triebzug allein lässt sich in dieser Gegend nur schwer zuordnen, ein Triebzug mit erkennbarem Bahnhofsschild dagegen sofort. Standorte und Anfahrten für den Raum zwischen Alb und Bodensee sammelt der Spotter-Guide für den Raum Ulm, weitergehende Vorschläge der Baden-Württemberg-Guide.

Fazit

Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn ist ein Gegenentwurf zu den großen Konzernmarken: kommunal getragen, auf eine Linie konzentriert, mit gebraucht übernommenen Fahrzeugen in einer Farbgebung, die es sonst nirgends gibt. Wer sie dokumentiert, dokumentiert ein Modell, nicht nur einen Zug.

Zwei Dinge solltest du dabei nicht vergessen. Erstens gehört der Ortszusatz in jede Sichtung, sonst kollidiert sie mit der bayerischen Namensvetterin. Zweitens läuft ein Zeitfenster: Der angekündigte Betreiberwechsel Ende 2027 kann das heutige Bild vollständig ablösen. Was jetzt festgehalten wird, ist später nicht nachzuholen.

Kurzfazit

Eine kommunale Regionalbahn mit eigener Zulassung und eigener Marke. Erkennbar an Blau und RB 91 – nachweisbar nur über die Fahrzeugnummer.

Halte den heutigen Zustand fest, solange er gilt

Blaue Triebzüge, kommunale Bahn, eine Linie: Das kann in wenigen Jahren Geschichte sein.

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Zusammenfassung

  • Eine Bahn, die entstand, weil sich die Staatsbahn zurückzog, und die seither von den Gebietskörperschaften der Region getragen wird.
  • Die Umstellung auf elektrische Gebrauchtfahrzeuge zeigt, wie kommunale Betreiber Fahrzeugbeschaffung pragmatisch lösen.
  • Wer hier eine Sichtung notiert, sollte den Zusatz „Bodensee“ mitschreiben – sonst landet sie in der falschen BOB.
  • Der angekündigte Betreiberwechsel macht die kommenden Jahre zu einem Zeitfenster, das sich nicht wiederholt.

Häufige Fragen

Warum gibt es zwei Bahnen mit dem Kürzel BOB?

Weil beide Namen zufällig dieselben Anfangsbuchstaben ergeben: Bodensee-Oberschwaben-Bahn und Bayerische Oberlandbahn. Es gibt keinerlei gesellschaftsrechtliche Verbindung. Wer eine Sichtung nur mit „BOB“ beschriftet, macht sie unbrauchbar – schreib immer die Region dazu.

Wem gehört die Bodensee-Oberschwaben-Bahn?

Sie ist vollständig in kommunaler Hand: Der Bodenseekreis, der Landkreis Ravensburg sowie beteiligte Städte und eine Gemeinde halten die Anteile. Es steht also kein Verkehrskonzern dahinter – anders als bei den meisten anderen Regionalmarken. Für dich am Gleis heißt das: Es gibt keine Konzernmutter, die weitere Marken erklärt.

Warum heißt sie Geißbockbahn?

Der Spitzname stammt aus einem regionalen Volkslied, in dem ein Bauer eine Ziege unsachgemäß im Zug befördert. Er ist gewachsener Sprachgebrauch, kein offizieller Markenname. Solche inoffiziellen Namen tauchen in Sichtungslisten immer wieder auf und sollten dort nie die Firmenbezeichnung ersetzen.

Welche Fahrzeuge fahren heute auf der Linie?

Seit Dezember 2021 acht Elektrotriebzüge, die gebraucht übernommen wurden und ein zweites Leben in blauer Lackierung führen; technisch gehören sie zur Familie der Baureihen 425 / 426 / 435. Davor fuhr die Linie mit Dieseltriebwagen. Der Wechsel wurde durch die Elektrifizierung der Strecke möglich.

Was passiert 2027 mit der Linie?

Der Verkehr soll zum Ende des Jahres 2027 auf einen anderen Betreiber übergehen; im Gespräch ist eine Übernahme im Verantwortungsbereich des Landes und von DB Regio. Was mit Marke, Farbgebung und Fahrzeugen geschieht, ist damit nicht automatisch gesagt. Solche Übergänge sind der Normalfall im bestellten Nahverkehr – der Beitrag Fahrplanwechsel: was sich ändert ordnet das ein.

Ist die BOB ein eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen?

Ja. Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn führt ihre Züge selbst und ist damit einer der Fälle, in denen Marke und Betreiber zusammenfallen. Das ist bei Regionalmarken keineswegs selbstverständlich – wie oft beides auseinanderläuft, zeigt der Guide Wer fährt eigentlich?.

Fährt die BOB auf eigenen Gleisen?

Nein. Sie fährt auf Strecken des allgemeinen Netzes und war seinerzeit eine der ersten nichtbundeseigenen Bahnen, die das taten. Für die Infrastruktur ist damit die DB InfraGO zuständig, für den Zug die BOB – ein Musterbeispiel für die Trennung von Netz und Betrieb.

Woran erkenne ich die Züge am schnellsten?

An der blauen Lackierung. Der Fahrzeugtyp selbst ist bundesweit verbreitet und in vielen anderen Farbgebungen unterwegs, die blaue Variante am Bodensee ist dagegen markant. Verlass dich trotzdem nicht allein darauf: Farbe ist immer das schwächste Merkmal, wie der Beitrag zu Sonderlackierungen zeigt.

Was macht Aulendorf für Spotter interessant?

Dort trifft die Linie auf weitere Verkehre in Richtung Ulm und Oberschwaben, sodass an einem Bahnsteigende mehrere Betreiber und Fahrzeugtypen zusammenkommen. Für die Zuordnung ist das ideal: Du kannst unterschiedliche Marken direkt nebeneinander vergleichen, statt sie aus dem Gedächtnis zu unterscheiden.

Was gehört in eine gute Sichtung auf dieser Linie?

Neben Datum und Ort vor allem die vollständige Fahrzeugnummer. Bei gebraucht übernommenen Fahrzeugen ist sie besonders interessant, weil sie die Herkunft belegt und Vergleiche mit früheren Einsatzgebieten erlaubt. Wie sie aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer.

Fahrzeuge von Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

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