Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG

Die Schwalbe Baugesellschaft gehört zu den Bauunternehmen mit eigener Bahnzulassung. Diese Seite erklärt die Gleisvermessung – die unsichtbare Grundlage jeder Gleisbaustelle.

Auch bekannt als: Schwalbe Baugesellschaft

DeutschlandDeutschlandInfrastruktur & Bahnbau7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Vermessung kein Gleisbau. Jede Lage- und Höhenkorrektur braucht vorher einen Sollwert.
  • Ein Gleis hat mehrere Messgrößen gleichzeitig: Spurweite, Überhöhung, Richtung, Längshöhe und Verwindung.
  • Festpunkte sind die stille Infrastruktur – ohne sie gäbe es keinen Bezug, auf den sich Maschinen einstellen lassen.
  • Gemessen wird zweimal: vor der Arbeit für den Sollwert, danach für den Nachweis.
  • Baustellen bleiben tabu. Vermessungsarbeiten finden mitten im Gleis statt, oft bei Dunkelheit.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG?
  2. 2.Gleisvermessung: die unsichtbare Grundlage
  3. 3.Die Messgrößen am Gleis
  4. 4.Fahrzeuge rund um Vermessung und Gleisrichtung
  5. 5.Woran du Vermessungsarbeiten erkennst
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

GeschäftsfeldBauleistungen mit Bezug zum Bahnbetrieb
RechtsformGmbH & Co. KG – Personengesellschaft mit haftender Kapitalgesellschaft
Namensbestandteil„Schwalbe“ als Familien- beziehungsweise Firmenname, „Baugesellschaft“ als Zweck
Rolle im NetzBauunternehmen mit eigener Zulassung für Fahrten auf der Schiene
VeränderlichBaustellen, Fahrzeuge und Einsatzgebiete wechseln laufend – aktuellen Stand prüfen

Woran du das Unternehmen erkennst

Fährt hier wirklich Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG?

Hak ab, was auf den Zug zutrifft, den du gerade siehst.

  • Firmenname nennt Baugesellschaft statt eines Verkehrsbegriffs – der Schwerpunkt liegt im Bau
  • Rechtsformzusatz mbH & Co. KG unterscheidet die Firma von gleichnamigen Betrieben
  • Im Gleis erkennbar an Messgeräten auf Stativen, Messwagen und markierten Festpunkten
  • Fahrzeuge tragen meist Warnfarben und Anschriften mit Halterangabe
  • Arbeiten laufen oft nachts oder in kurzen Zeitfenstern, wenn die Strecke frei ist

Aktualisiert: August 2026 – Bevor an einer Gleisbaustelle die erste Maschine arbeitet, steht dort jemand mit einem Stativ. Was dabei entsteht, sieht man später an keiner Stelle – und trotzdem hängt der gesamte Bauerfolg daran. Die Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG gehört zu den Bauunternehmen mit eigener Bahnzulassung, und diese Seite widmet sich dem unsichtbarsten Teil ihres Metiers: der Gleisvermessung.

Baustelle am Gleis entdeckt?

Fahrzeuge und Maschinen wechseln täglich – halte fest, was du siehst, solange es noch da ist.

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Was ist die Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG?

Die Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG ist ein Bauunternehmen mit Bezug zum Bahnbetrieb. Der Name folgt einem klassischen Muster: ein Firmen- beziehungsweise Familienname, dazu die Bezeichnung des Zwecks und ein Rechtsformzusatz. Aus dem Zusatz „Baugesellschaft“ ergibt sich die Einordnung – der Schwerpunkt liegt im Bau, nicht im Transport.

Angaben zu Baustellen, Fahrzeugen oder Auftraggebern stehen hier bewusst nicht: Das sind veränderliche Größen, die schneller wechseln, als jede Datenbank folgen kann. Was dauerhaft gilt, ist das Handwerk dahinter.

Warum Baufirmen eine Bahnzulassung brauchen

Wer im Gleis arbeitet, muss Fahrzeuge und Material dorthin bringen – über das Gleis. Eine eigene Zulassung erspart das ständige Einkaufen fremder Fahrten und macht Termine planbar. Damit wird aus einem Bauunternehmen zugleich ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, mit allen Anforderungen an Personal, Fahrzeuge und Sicherheitsmanagement.

Gleisvermessung: die unsichtbare Grundlage

Ein Gleis liegt nie exakt dort, wo es geplant war. Verkehrslast, Untergrund, Temperatur und Zeit verschieben es – millimeterweise, aber unaufhörlich. Vermessung beantwortet die einzige Frage, die vor jeder Korrektur zählt: Wo liegt das Gleis jetzt, und wo soll es liegen?

Bezug herstellen

Festpunkte neben dem Gleis, häufig an Masten vermarkt, halten die geplante Lage im Gelände fest. Ohne sie fehlt der Maßstab für alles Weitere.

Ist-Lage aufnehmen

Mit Instrumenten auf Stativen, Handmessgeräten oder Messfahrzeugen wird die tatsächliche Lage in Höhe und Seite erfasst.

Soll-Ist vergleichen

Aus der Differenz entsteht die Vorgabe: um wie viel ein Punkt angehoben oder seitlich verschoben werden muss.

Absteckung übergeben

Diese Werte gehen an die Baumaschine. Erst damit weiß eine Stopfmaschine, wohin sie das Gleis bringen soll.

Ergebnis nachmessen

Nach der Arbeit wird der erreichte Zustand dokumentiert – als Nachweis und als Startwert für die nächste Instandhaltung.

Der entscheidende Punkt dabei ist, dass eine Maschine ohne Sollwert nur den Bestand fortschreiben kann. Eine Stopfmaschine hebt und richtet das Gleis relativ zu dem, was sie vorfindet – wenn niemand sagt, wo das Gleis eigentlich liegen soll, entsteht ein gleichmäßig gestopftes, aber weiterhin falsch liegendes Gleis. Genau deshalb geht der Vermessung im Bahnbau, die häufig Ingenieurbüros wie die IGEBA Ingenieurgesellschaft Bahn übernehmen, eine so große Bedeutung zu: Sie liefert die einzige unabhängige Referenz im ganzen Ablauf.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Bezugsgrößen selbst verändern können. Masten setzen sich, Bauwerke bewegen sich, und nach größeren Eingriffen stimmen alte Festpunkte nicht mehr. Deshalb gehört zur Vermessung immer auch die Prüfung des Bezugssystems – eine Arbeit, die von außen völlig unsichtbar bleibt und trotzdem darüber entscheidet, ob am Ende alles zusammenpasst.

Die Messgrößen am Gleis

Messgröße Was sie beschreibt Warum sie zählt
Spurweite Abstand der Schienen zueinander zu eng oder zu weit gefährdet den sicheren Radlauf
Überhöhung Höhenunterschied beider Schienen im Bogen gleicht die Fliehkraft aus, bestimmt die zulässige Geschwindigkeit
Richtung seitliche Abweichung vom Sollverlauf wirkt direkt auf Laufruhe und Verschleiß
Längshöhe Höhenverlauf entlang des Gleises Senken erzeugen Stöße und beschleunigen den Verfall
Verwindung Änderung der Überhöhung über eine Strecke zu große Werte belasten Fahrwerke einseitig

Vergleichbar aufgestellte Unternehmen findest du unter GBM Gleisbau Maas, Hans Strube Gleisbau, Hochbau, Tiefbau und Deutsche Gleisbau Material Transport.

Seltene Bahndienstfahrzeuge festhalten

Mess- und Arbeitsfahrzeuge sind Einzelstücke – eine dokumentierte Sichtung ist echte Archivarbeit.

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Fahrzeuge rund um Vermessung und Gleisrichtung

Vermessung geschieht teils zu Fuß mit Instrumenten, teils mit Fahrzeugen, die Sollwerte direkt für die nachfolgenden Maschinen erzeugen. Danach übernehmen schwere Maschinen die eigentliche Korrektur.

Für die Absteckung und Einmessung steht die Plasser & Theurer EM-SAT 120, deren Aufgabe genau in dieser Vorbereitung liegt. Die anschließende Korrektur übernehmen Stopfmaschinen wie die Plasser & Theurer 09-4X Dynamic. Für Arbeiten neben dem Gleis kommen Zweiwegemaschinen wie der Atlas 1604 ZW zum Einsatz. Wie du solche Fahrzeuge systematisch einordnest, zeigt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Woran du Vermessungsarbeiten erkennst

Wer regelmäßig an derselben Strecke unterwegs ist, kann diese Vorzeichen sogar zeitlich einordnen: Zuerst tauchen Markierungen und Messpunkte auf, dann folgen Materialablagerungen an Zufahrten, schließlich rücken Maschinen an. Zwischen dem ersten und dem letzten Schritt können Wochen liegen – eine Zeitspanne, in der sich hervorragend dokumentieren lässt, wie eine Baumaßnahme entsteht.

Vermessung ist der leiseste Teil einer Baustelle – und findet oft Wochen vor dem eigentlichen Bau statt. Wer die Zeichen kennt, sieht eine Baustelle kommen, bevor sie eingerichtet ist.

Hast du die Situation richtig gelesen?

Hak ab, was du beobachtet hast – ab vier Haken ist die Einordnung tragfähig.

  • Instrumente auf Stativen neben dem Gleis
  • Farbige Markierungen auf Schwellen oder Schienenfuß
  • Personen mit Messlatte, Reflektor oder Handgerät
  • Auffällig langsam fahrendes Arbeitsfahrzeug
  • Punkte oder Plaketten an Masten neben dem Gleis
  • Ort, Datum und Uhrzeit notiert

Wie du solche Beobachtungen dauerhaft ordnest, beschreibt der Ratgeber zum Sichtungslogbuch.

Arbeitsbereiche im Gleis sind tabu

Vermessung findet im und unmittelbar am Gleis statt – teils bei laufendem Betrieb auf dem Nachbargleis, teils nachts. Absperrungen, Bauzäune und Betriebsgelände sind verbindliche Grenzen. Beobachte ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten mit sicherem Abstand, wie es der Beitrag zu Sicherheitsabständen am Gleis beschreibt. Sprich Arbeitende nicht an: Sie haben Sicherungsaufgaben, bei denen Ablenkung gefährlich ist.

Häufige Verwechslungen

Weil Vermessungsarbeiten leise und unauffällig ablaufen, werden sie regelmäßig falsch gedeutet – mal als Baustelle, mal als Störung, mal gar nicht bemerkt. Diese Liste sortiert die häufigsten Fälle.

  • Vermessung und Streckenmessung – hier geht es um die Baustelle vor Ort, nicht um Messfahrten im ganzen Netz.
  • Markierung und Graffiti – farbige Zeichen an Schwellen und Schienen sind Arbeitsanweisungen, kein Vandalismus.
  • Bauunternehmen und Netzbetreiber – die Firma arbeitet im Auftrag, die Strecke gehört ihr nicht.
  • Stativ gleich Foto – Vermessungsinstrumente sehen aus der Ferne wie Kameras aus.
  • Ruhige Baustelle gleich Pause – oft laufen Vorbereitung und Vermessung, lange bevor eine Maschine kommt.

Fazit

Gleisbau wirkt nach außen wie schweres Gerät und viel Schotter. Tatsächlich beginnt und endet jede Baustelle mit Zahlen: der Ist-Lage vorher, der Soll-Lage währenddessen und dem Nachweis danach. Wer das weiß, sieht in einem Stativ neben dem Gleis den Anfang einer ganzen Baumaßnahme.

Kurzfazit

Ohne Sollwert keine Korrektur: Gleisvermessung liefert die Zahlen, nach denen jede Maschine arbeitet. Erkennbar ist sie an Stativen, Markierungen und Festpunkten – lange bevor die Baustelle sichtbar wird.

Bau- und Messfahrzeuge sammeln

Einzelstücke, Kleinserien, seltene Einsätze – dokumentiere sie, bevor sie weiterziehen.

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Zusammenfassung

  • Die Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG ist ein Bauunternehmen mit eigener Bahnzulassung.
  • Gleisvermessung liefert die Sollwerte, nach denen Maschinen ein Gleis in Lage und Höhe bringen.
  • Gemessen werden Spurweite, Überhöhung, Richtung, Längshöhe und Verwindung – jede Größe für sich.
  • Erkennbar ist die Arbeit an Stativen, Messwagen und Markierungen, beobachtet wird nur von außerhalb.

Häufige Fragen

Was macht ein Bauunternehmen mit eigener Bahnzulassung?

Es darf mit eigenen Fahrzeugen auf der Schiene fahren, statt jede Fahrt bei einer anderen Bahn einzukaufen. Für Bauunternehmen ist das ein großer Vorteil: Maschinen und Material lassen sich eng an den Bauablauf koppeln. Der Preis dafür sind eigenes Sicherheitsmanagement, eigenes Personal und geprüfte Fahrzeuge.

Was ist Gleisvermessung?

Die Bestimmung der tatsächlichen Lage eines Gleises im Raum und der Vergleich mit der geplanten Lage. Daraus entsteht die Vorgabe, um wie viel ein Gleis seitlich und in der Höhe verschoben werden muss. Ohne diese Sollwerte kann keine Maschine ein Gleis richten – sie würde nur den bestehenden Zustand fortschreiben.

Welche Größen werden am Gleis gemessen?

Vor allem fünf: die Spurweite zwischen den Schienen, die Überhöhung als Höhenunterschied der beiden Schienen im Bogen, die Richtung als seitliche Abweichung, die Längshöhe als Verlauf in der Senkrechten und die Verwindung als Änderung der Überhöhung über eine Strecke.

Was sind Festpunkte?

Dauerhaft vermarkte Bezugspunkte neben dem Gleis, häufig an Masten oder eigenen Markierungen. Sie halten die geplante Gleislage im Gelände fest. Erst durch sie lässt sich eine Sollgeometrie über Jahre reproduzieren – auch dann, wenn das Gleis selbst zwischenzeitlich verschoben wurde.

Warum ist Überhöhung so wichtig?

Weil sie im Bogen die Fliehkraft ausgleicht. Ist sie zu gering, wirkt die Kraft stärker auf die äußere Schiene; ist sie zu groß, belastet ein langsamer Zug die innere. Deshalb hängt die zulässige Geschwindigkeit im Bogen direkt mit der Überhöhung zusammen – und deshalb wird sie sorgfältig gemessen.

Woran erkenne ich Vermessungsarbeiten am Gleis?

An Stativen mit Messinstrumenten neben dem Gleis, an Personen mit Messlatten oder Reflektoren, an farbigen Markierungen auf Schwellen und Schienen sowie an Messfahrzeugen, die auffällig langsam fahren. Häufig geschieht das lange bevor die eigentliche Baumaschine anrückt.

Wird nach dem Bau erneut gemessen?

Ja. Nach dem Richten und Stopfen wird der erreichte Zustand dokumentiert – als Nachweis und als Ausgangswert für die nächste Instandhaltung. Aus dieser Kette von Messungen entsteht über Jahre die Geschichte eines Gleisabschnitts.

Darf ich Vermessungsarbeiten fotografieren?

Von öffentlich zugänglichen Standorten aus grundsätzlich ja. Der Arbeitsbereich selbst ist tabu: Er liegt im Gleis, Fahrten können jederzeit stattfinden, und Absperrungen sind verbindlich. Sprich Beschäftigte nicht während der Arbeit an – sie sind für Sicherungsaufgaben verantwortlich.

Sichtung von Schwalbe Baugesellschaft mbH & Co. KG festhalten

Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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