Kopenhagen Hauptbahnhof

Kopenhagen Hauptbahnhof ist der einzige große europäische Kopfpunkt mit einer Halle aus Holz – und gleichzeitig der Ort, an dem sich dänischer Nahverkehr, Öresundverkehr und der Fernverkehr Richtung Deutschland überlagern. Wer die Halle versteht, bekommt hier in zwei Stunden das komplette dänische Fahrzeugbild.

Auch bekannt als: København H · Københavns Hovedbanegård · Copenhagen Central Station · Kh

DänemarkDänemarkKopenhagen, HovedstadenGroße Knotenbahnhöfe8 Min. Lesezeit

1911

Baujahr der Holzhalle

2

Stromsysteme nebeneinander

5

empfohlene Standpunkte

frei

Bahnsteigzugang ohne Ticket

Das Wichtigste in Kürze

  • København H ist der einzige dänische Bahnhof, an dem du alle Verkehrsarten des Landes an einem Vormittag siehst – vom S-tog bis zum internationalen Zug Richtung Hamburg.
  • Der Zugang ist frei. Anders als in Deutschland brauchst du für die Bahnsteige weder Fahrschein noch Bahnsteigkarte.
  • Zwei Stromsysteme treffen aufeinander: 25 kV Wechselstrom im Fernnetz, 1650 V Gleichstrom beim S-tog – zwei Fahrzeugwelten, die sich nie mischen.
  • Für Bilder ohne Hallendach gehst du nach Dybbølsbro, zwei Minuten südlich mit freiem Blick auf das Gleisfeld.
  • Güterverkehr suchst du hier vergeblich – dafür musst du nach Fredericia oder Padborg.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Der Spot in Zahlen
  2. 2.Steckbrief
  3. 3.Die besten Standpunkte
  4. 4.Was du hier zu sehen bekommst
  5. 5.Lohnt sich die Anreise?
  6. 6.Warum in Kopenhagen alles durch einen Punkt muss
  7. 7.Zwei Stromsysteme, zwei Fahrzeugwelten
  8. 8.So teilst du dir zwei Stunden ein
  9. 9.Was wann läuft
  10. 10.Anreise, Zugang und Kosten
  11. 11.Für wen sich Kopenhagen lohnt
  12. 12.Sicherheit und Rücksicht
  13. 13.Fazit
  14. 14.Häufige Fragen

Empfohlener Standpunkt55.67270, 12.56490 · Kopenhagen, Hovedstaden

Auf der Karte öffnen

Der Spot in Zahlen

Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Werktag realistisch erwarten kannst.

Zugdichte5/5 · sehr hoch
Fahrzeugvielfalt4/5 · hoch
Fotoqualität3/5 · mittel
Erreichbarkeit5/5 · sehr hoch
Für Einsteiger5/5 · sehr hoch

Steckbrief

Offizieller NameKøbenhavns Hovedbanegård, kurz København H
Spot-TypGroßer Durchgangsbahnhof mit denkmalgeschützter Holzhalle
Eröffnung des heutigen Baus1911, dritter Bahnhof an wechselnden Standorten
VerkehrsartenFernverkehr, Regionalverkehr, Öresundverkehr, S-tog, gelegentlich Nachtzüge
Stromsysteme25 kV 50 Hz im Fern- und Regionalnetz, 1650 V Gleichstrom beim S-tog
ZugangBahnsteige frei zugänglich, Halle rund um die Uhr offen
Nächster AusweichspotDybbølsbro und Nørreport, beide wenige Minuten mit dem S-tog
Typische Aufenthaltsdauer2–3 Stunden für einen vollständigen Querschnitt

Die besten Standpunkte

Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände. Gleise, Rangierbereiche und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.

Nordkopf der Halle, Blickrichtung Vesterport

Der beste Punkt für Ausfahrten Richtung Norden. Von hier siehst du die Züge aus der Halle heraus in den Einschnitt laufen, und du hast die Holzbinder des Dachs als Rahmen über dem Motiv. Der Bahnsteig ist an dieser Stelle vergleichsweise ruhig, weil die meisten Reisenden weiter vorn ein- und aussteigen.

☀ Vormittag bis Mittag⇢ frei zugänglich, kein Ticket nötig

Südkopf Richtung Dybbølsbro

Die Gegenrichtung: Alles, was Richtung Flughafen, Öresund und Schweden fährt, kommt dir hier entgegen. Weil sich an diesem Ende Fern-, Regional- und Öresundverkehr auf wenigen Gleisen bündeln, ist die Trefferquote pro Minute die höchste im ganzen Bahnhof.

☀ Nachmittag⇢ frei zugänglich, kein Ticket nötig

S-tog-Bahnsteige an der Westseite

Getrennt vom übrigen Verkehr und mit eigenem Stromsystem. Wer die vierte S-tog-Generation systematisch dokumentieren will, steht hier richtig: kurze Halte, dichter Takt, immer derselbe Fahrzeugtyp – ideal, um Nummern abzuarbeiten statt auf Abwechslung zu warten.

☀ gedämpft, ganztags gleichbleibend⇢ frei zugänglich, kein Ticket nötig

Fußgängerbrücke Dybbølsbro

Zwei Minuten mit dem S-tog oder ein Viertelstündchen zu Fuß nach Süden. Von der Brücke blickst du frei auf das gesamte Gleisfeld südlich des Hauptbahnhofs – ohne Hallendach, ohne Bahnsteigpublikum und mit voller Zuglänge im Bild.

☀ ganztags, bestes Seitenlicht am späten Nachmittag⇢ frei zugänglich, kostenlos

Reventlowsgade an der Westflanke

Die Straßenseite des Bahnhofs. Kein Motiv für Zugbilder, aber der beste Punkt, um das Gebäude selbst und die Dachkonstruktion von außen einzuordnen – und um bei Regen zu warten, ohne im Reisendenstrom zu stehen.

☀ Nachmittag⇢ frei zugänglich, kostenlos

Was du hier zu sehen bekommst

Deine Ausbeute an Kopenhagen Hauptbahnhof

Hak ab, was du bereits erwischt hast – die Liste bleibt auf deinem Gerät gespeichert.

  • Holzgewölbte Halle: eine der letzten großen Bahnsteighallen Europas in Holzbauweise
  • S-tog im dichten Takt mit eigenem Gleichstromsystem direkt neben dem Fernverkehr
  • Öresundverkehr Richtung Flughafen, Malmö und Südschweden
  • Dänischer Fernverkehr vom klassischen IC3-Gliederzug bis zu den neuen lokbespannten Garnituren
  • Internationale Züge Richtung Deutschland über Fyn und Jütland
  • Nachtzugverkehr in den Randzeiten, saisonal unterschiedlich stark
  • Bau- und Dienstfahrzeuge in den nächtlichen Betriebspausen

Lohnt sich die Anreise?

Dafür spricht

  • Bahnsteige sind frei zugänglich – du brauchst weder Ticket noch Bahnsteigkarte
  • Sehr dichter Verkehr über den ganzen Tag, praktisch ohne Leerlauf
  • Zwei Stromsysteme und damit zwei völlig getrennte Fahrzeugwelten an einem Ort
  • Komplett überdacht und damit wetterunabhängig
  • Zentral gelegen, vom Flughafen in gut einer Viertelstunde erreichbar
  • Mit Dybbølsbro liegt ein freier Außenstandpunkt in Sichtweite

Dagegen spricht

  • Das Holzdach schluckt viel Licht, im Winter wird es unter der Halle sehr dunkel
  • Kaum Güterverkehr – der läuft großräumig um die Innenstadt herum
  • Die Fahrzeugvielfalt ist geringer als an deutschen Knoten, das Bild wiederholt sich schnell
  • Sehr viel Publikum, besonders im Bereich der Querhalle
  • Enge Bahnsteige, für Stativarbeit praktisch ungeeignet

Aktualisiert: August 2026 – Die meisten großen Bahnhofshallen Europas sind aus Stahl. Kopenhagen Hauptbahnhof ist aus Holz. Die Binder von 1911 überspannen die Bahnsteige in einem flachen Bogen und geben jedem Bild einen Rahmen, den du sonst nirgends bekommst. Darunter läuft der dichteste Verkehr Dänemarks: S-tog im Minutentakt, Öresundzüge Richtung Schweden, Fernverkehr nach Jütland und Deutschland.

Diese Seite sagt dir, an welchem Hallenende du stehst, wann das Licht überhaupt reicht – und was du in Kopenhagen nicht finden wirst.

Dänische Nummern sofort erfassen

Litra, Zugnummer und Gleis direkt unter der Holzhalle notieren – kostenlos mit Traintrack, ohne Zettel und ohne Nachbereitung am Abend.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Warum in Kopenhagen alles durch einen Punkt muss

Dänemark ist ein Land aus Inseln, und der Schienenverkehr hat deshalb sehr wenige Freiheitsgrade. Wer von Seeland nach Jütland will, nimmt die Achse über Ringsted, den Großen Belt und Fyn. Wer nach Schweden will, nimmt die Öresundverbindung. Beide Achsen laufen in Kopenhagen zusammen – und der Hauptbahnhof ist der Punkt, an dem sie sich mit dem gesamten Vorortverkehr der Hauptstadtregion überlagern.

Das Ergebnis ist eine Verkehrsdichte, die man einem Land mit knapp sechs Millionen Einwohnern nicht zutrauen würde. Zwischen zwei Abfahrten liegen selten mehr als ein paar Minuten. Für dich heißt das: Du wartest hier nicht auf Züge, du entscheidest dich für eine Richtung.

1911Baujahr der heutigen Holzhalle
2Stromsysteme direkt nebeneinander
~20 Min.über den Öresund nach Schweden
0 €Zugang zu allen Bahnsteigen

Die Kehrseite steht schon im gleichen Absatz: Ein Bahnhof, der so stark auf Reiseverkehr ausgelegt ist, hat kaum Güterverkehr. Die schweren Züge fahren an Kopenhagen vorbei.

Zwei Stromsysteme, zwei Fahrzeugwelten

Das interessanteste betriebliche Detail des Bahnhofs sieht man erst auf den zweiten Blick: Hier treffen zwei Stromsysteme aufeinander, die nichts miteinander zu tun haben. Das Fern- und Regionalnetz fährt mit 25 kV 50 Hz Wechselstrom, das S-tog der Hauptstadtregion mit 1650 V Gleichstrom. Beide Netze nutzen eigene Gleise, eigene Bahnsteige und eigene Fahrzeuge. Zuständig für die Infrastruktur ist in beiden Fällen Banedanmark.

Für Spotter ist das ein Geschenk, weil es die Arbeit sauber trennt. Auf der S-tog-Seite arbeitest du eine einzige Fahrzeugfamilie systematisch ab. Auf der anderen Seite bekommst du die ganze Bandbreite: klassische dänische Gliederzüge, Regionaltriebwagen, lokbespannte Fernzüge und den Öresundverkehr. Fern- und Regionalverkehr fährt dabei fast durchweg DSB. Wie du in so einer Situation gezielt Lücken in der eigenen Sammlung schließt, beschreibt der Beitrag Fahrzeugsammlung vervollständigen.

Der Trick mit dem Hallendach

Das Holzdach ist zu dunkel für Standardwerte, aber es ist gleichmäßig. Stell Zeitvorwahl auf 1/640 s, öffne die Blende ganz und lass Auto-ISO mit hoher Obergrenze arbeiten – dann musst du zwischen Nord- und Südkopf nicht ständig nachkorrigieren. Details dazu im Guide zu den Autofokus-Einstellungen für die Bahnfotografie.

So teilst du dir zwei Stunden ein

Erst den Südkopf

Dort ist die Dichte am höchsten. Eine halbe Stunde reicht, um einen ersten Querschnitt aus Öresund-, Regional- und Fernverkehr im Logbuch zu haben.

Dann die S-tog-Seite

Ein klar abgegrenzter Block. Hier geht es nicht um Vielfalt, sondern um Vollständigkeit – Nummern ablesen, erfassen, weiter.

Nordkopf für die Gegenrichtung

Ausfahrten Richtung Vesterport, mit den Holzbindern im Bildaufbau. Der ruhigste Punkt der Halle.

Zum Schluss nach Dybbølsbro

Tageslicht statt Hallendach, freier Blick auf das Gleisfeld. Hier holst du dir das Bild, das die Halle dir nicht geben kann.

Nummern sofort sichern

Litra und Zugnummer direkt notieren, nicht abends rekonstruieren. Wie eine Fahrzeugnummer aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer.

Was wann läuft

Verkehrsart Wo du stehst Beste Zeit Was dich erwartet
S-tog Westseite, eigene Bahnsteige durchgehender Takt hohe Frequenz, eine einzige Fahrzeugfamilie
Öresundverkehr Südkopf ganztags, Spitze im Berufsverkehr Zweisystemfahrzeuge Richtung Flughafen und Malmö
Fernverkehr Jütland Nord- und Südkopf tagsüber im Stundenraster dänische Gliederzüge und lokbespannte Garnituren
Internationale Züge Südkopf einzelne Fahrten am Tag Verbindungen Richtung Deutschland über Fyn
Bau- und Dienstfahrten wechselnd späte Abendstunden unregelmäßig, dafür ungewöhnliche Fahrzeuge

Die Zuordnung ist ein Richtwert. In Dänemark wird flexibel disponiert, und die Anzeigetafel schlägt jede Tabelle.

Sehen, was gerade in Kopenhagen gemeldet wird

Live-Sichtungen anderer Spotter unter derselben Holzhalle – noch bevor du losfährst.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Wie viel bringt dir dein Aufenthalt in Kopenhagen?

Trag ein, wie lange du bleibst und wie konsequent du notierst – der Rechner nennt eine realistische Erwartung.

Richtwert für einen festen Standpunkt am Hallenkopf. Wer zwischen S-tog- und Fernbahnseite pendelt, landet deutlich darunter.

Anreise, Zugang und Kosten

Der Bahnhof liegt zwischen Tivoli und Vesterbro und ist zu Fuß aus der halben Innenstadt erreichbar. Vom Flughafen brauchst du mit dem Regionalzug oder der Metro Kopenhagen keine halbe Stunde. Der entscheidende Unterschied zu deutschen Großbahnhöfen: Du kommst ohne Ticket auf jeden Bahnsteig. Es gibt keine Sperren, keine Bahnsteigkarte, keine Diskussion.

Wer Kopenhagen als Ausgangspunkt einer längeren Runde nutzt, hat es leicht: Über die Öresundverbindung stehst du in gut zwanzig Minuten in Hyllie, Richtung Westen führt die Achse über Fyn nach Fredericia, und weiter nördlich wartet mit Stockholm Centralstation der größte Bahnhof Schwedens.

Bist du startklar für København H?

Hak ab, was erledigt ist – ab fünf Haken kannst du entspannt losfahren.

  • Lichtstarkes Objektiv statt langem Telezoom eingepackt
  • Auto-ISO mit hoher Obergrenze vorkonfiguriert
  • Entschieden, ob S-tog oder Fernverkehr im Fokus steht
  • Ausweichweg nach Dybbølsbro im Kopf
  • Traintrack App installiert und eingeloggt
  • Akkus geladen, Speicherkarte leer
  • Aktuelle Betriebslage vor der Abfahrt geprüft

Für wen sich Kopenhagen lohnt

København H passt, wenn …

  • du das dänische Fahrzeugbild kompakt dokumentieren willst
  • du überdacht und ohne Ticketstress arbeiten möchtest
  • du eine Skandinavien-Tour startest oder beendest
  • du wenig Zeit und viel Anspruch an die Trefferquote hast

Kombiniere mit einem zweiten Ziel, wenn …

  • du Güterverkehr brauchst – dann Fredericia oder Padborg
  • du grenzüberschreitenden Betrieb sehen willst – dann Hyllie

Fahr woanders hin, wenn …

  • du Landschaftsmotive suchst – dafür ist Finse da
  • du schwere Lokomotiven statt Triebzüge dokumentieren willst
  • du Ruhe und Platz für Stativarbeit brauchst

Sicherheit und Rücksicht

Die Bahnsteige sind frei zugänglich, und genau deshalb ist Eigenverantwortung hier wichtiger als anderswo. Es gibt niemanden, der dich vorher stoppt.

  • Hinter der Markierung bleiben. Die Bahnsteige sind an mehreren Stellen schmal, und durchfahrende Züge erzeugen erheblichen Sog. Warum die Abstände so bemessen sind, erklärt der Beitrag zu den Sicherheitsabständen am Gleis.
  • Reisende haben Vorrang. Türbereiche, Treppen und Aufzüge sind keine Standpunkte.

Was in Kopenhagen zu Ansprachen führt

Stative im Reisendenstrom, längeres Verweilen direkt an den Bahnsteigenden und alles, was nach Betreten von Gleis- oder Betriebsbereichen aussieht. Der freie Zugang zum Bahnsteig ist keine Erlaubnis, die Gleisanlagen zu betreten – was das rechtlich bedeutet, steht im Beitrag Gleise betreten und die Folgen.

Fazit

Kopenhagen Hauptbahnhof ist kein Ort für das eine große Bild. Er ist ein effizienter Sammelpunkt: freier Zugang, dichter Takt, zwei sauber getrennte Fahrzeugwelten und ein Dach über dem Kopf. Wer mit realistischen Erwartungen herkommt, hat in zwei Stunden den dänischen Reiseverkehr komplett im Logbuch.

Wer mehr will – Güterzüge, Lokwechsel, schwere Zugbildung – fährt weiter nach Westen. Die Achse über Fyn führt direkt nach Fredericia und von dort zum Grenzbahnhof Padborg.

Kurzfazit

Der zugänglichste Großbahnhof Skandinaviens: kostenlos, überdacht, dicht befahren und mit einer Halle, die es so kein zweites Mal gibt. Der Preis dafür sind wenig Licht und kein Güterverkehr.

Bau dir dein skandinavisches Archiv auf

Jede Sichtung mit Fahrzeug, Ort und Uhrzeit – nach ein paar Besuchen siehst du selbst, was in Kopenhagen wirklich regelmäßig läuft.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Zusammenfassung

  • Kopenhagen ist der planbarste Spot Skandinaviens: dichter Takt, freier Zugang, überdacht und mitten in der Stadt.
  • Die Halle aus Holz ist das architektonische Alleinstellungsmerkmal – fotografisch aber eher Kulisse als Vorteil, weil sie Licht kostet.
  • Wer das dänische Fahrzeugbild vollständig dokumentieren will, kombiniert Kopenhagen mit einem Tag in Jütland.
  • Als Einstieg in eine Skandinavien-Tour ist der Bahnhof ideal, weil er Flughafen, Öresund und Fernnetz an einem Punkt bündelt.

Häufige Fragen

Braucht man in Kopenhagen Hauptbahnhof ein Ticket, um auf den Bahnsteig zu kommen?

Nein. Die Bahnsteige von København H sind frei zugänglich, es gibt keine Sperren und keine Bahnsteigkarte. Das macht den Bahnhof deutlich unkomplizierter als deutsche Großbahnhöfe, wo das Hausrecht des Betreibers den Zugang regelt. Rücksicht gilt trotzdem: Die Bahnsteige sind schmal, und Reisende haben Vorrang.

Welcher Standpunkt ist in Kopenhagen der beste?

Der Südkopf der Halle Richtung Dybbølsbro. Dort bündeln sich Fern-, Regional- und Öresundverkehr auf wenigen Gleisen, und du siehst jede Ausfahrt Richtung Flughafen und Schweden frontal. Wenn du ein Bild ohne Hallendach willst, gehst du auf die Fußgängerbrücke Dybbølsbro – zwei Minuten mit dem S-tog nach Süden.

Warum sieht man in Kopenhagen so wenig Güterverkehr?

Weil der dänische Güterverkehr die Kopenhagener Innenstadt großräumig umfährt. Die schweren Züge laufen über die Öresundverbindung, über Ringsted und weiter nach Jütland, nicht durch die Hallengleise. Wenn du gezielt Güterverkehr dokumentieren willst, sind Fredericia und der Grenzbahnhof Padborg die richtigen Ziele.

Was ist das Besondere an der Bahnhofshalle?

Die Halle von 1911 ist als Holzkonstruktion ausgeführt – ein Bauprinzip, das bei großen europäischen Bahnhöfen sonst fast durchgängig durch Stahl ersetzt wurde. Die Binder überspannen die Bahnsteige in einem flachen Bogen und geben jedem Bild einen sehr charakteristischen Rahmen. Fotografisch ist das Dach allerdings ein zweischneidiges Argument: Es sieht gut aus und kostet dich zwei bis drei Blenden Licht.

Welche Kameraeinstellungen funktionieren unter dem Hallendach?

Rechne mit deutlich weniger Licht als draußen. Praktikabel sind ISO 1600 bis 3200, eine offene Blende und mindestens 1/500 s für einfahrende Züge. Ein lichtstarkes Standardzoom bringt dir hier mehr als jedes lange Telezoom. Wie du Verschlusszeit und Bewegung aufeinander abstimmst, steht im Guide zur Verschlusszeit in der Zugfotografie.

Wie unterscheide ich S-tog und Regionalverkehr?

Am einfachsten am Stromsystem und am Bahnsteig: Das S-tog fährt mit 1650 V Gleichstrom und nutzt eigene Gleise an der Westseite, der übrige Verkehr läuft mit 25 kV Wechselstrom. Optisch sind die S-tog-Einheiten kurz gekuppelt, breit und ohne Übergangstüren an den Enden. Wer die Betreiberlogik dahinter verstehen will, findet sie im Beitrag Eisenbahnverkehrsunternehmen erkennen.

Lohnt sich Kopenhagen als Startpunkt für eine Skandinavien-Tour?

Sehr. Vom Flughafen bist du in einer knappen Viertelstunde am Hauptbahnhof, und von dort erreichst du über die Öresundverbindung in gut zwanzig Minuten Hyllie auf schwedischer Seite. Richtung Westen führt die Achse über Fyn nach Fredericia und weiter zur deutschen Grenze. Wie du daraus eine bezahlbare Mehrtagestour machst, beschreibt der Beitrag günstig Bahn fahren für Spotting-Touren.

Wann ist in Kopenhagen am meisten los?

Werktags am frühen Morgen und zwischen 15 und 18 Uhr. In diesen Fenstern überlagern sich Berufsverkehr, Öresundpendler und Fernverkehr. Am Wochenende ist der Takt spürbar dünner, dafür bekommst du Platz auf den Bahnsteigen und ruhigere Bilder.

Gibt es einen Außenstandpunkt in der Nähe?

Ja, die Fußgängerbrücke Dybbølsbro südlich des Bahnhofs. Von dort überblickst du das offene Gleisfeld, hast Tageslicht statt Hallendach und bekommst Züge in voller Länge ins Bild. Der Weg dorthin ist frei zugänglich und kostenlos. Wie du solche Brückenstandorte vorher am Sonnenstand prüfst, erklärt der Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen.

Was fährt zwischen Kopenhagen und Deutschland?

Die internationale Achse verläuft heute über Fyn und Jütland: von Kopenhagen über Odense nach Fredericia, weiter über Padborg zur Grenze und dann Richtung Hamburg. Das betrifft Tagesverbindungen ebenso wie den saisonal wechselnden Nachtzugverkehr. Eine Übersicht, was in Europa nachts unterwegs ist, gibt der Beitrag Nachtzugnetz Europa.

Deine Sichtungen an Kopenhagen Hauptbahnhof festhalten

Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – und du siehst, was andere hier gerade melden.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen)Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Spots in der Nähe

Fahrzeuge, die du hier bestimmen kannst

Unternehmen, die hier fahren

Wer dahintersteckt

Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.

Alle Eisenbahnunternehmen →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Traintrack Redaktion

Die Spotting-Orte-Datenbank entsteht aus Betriebsbeobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Fahrpläne, Baustellen und Umläufe ändern sich laufend – prüfe vor der Anreise immer die aktuelle Lage. Alle beschriebenen Standpunkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände.

← Alle Spotting-Orte in Dänemark