KHD DG 1500 CCM

Die KHD DG 1500 CCM ist eine schwere Industrielokomotive aus Kölner Fertigung. Typenname und Fahrzeugnummer liefern zusammen alles, was du zur Einordnung brauchst.

Auch bekannt als: DG 1500 CCM · Deutz DG 1500

DeutschlandDeutschlandDiesel-Rangier- & Kleinloks7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl 1500 ist Motorleistung in PS und ordnet die Lok in die obere Leistungsklasse des Industrielokbaus ein.
  • CC steht für zwei dreiachsige Triebdrehgestelle – sechs angetriebene Achsen, alle für die Zugkraft nutzbar.
  • Die zwölfstellige Fahrzeugnummer beginnt bei dieser Fahrzeuggruppe mit 98 und enthält Länderkennung, Ordnungsnummer und Prüfziffer.
  • Registrierung ist Pflicht, sobald ein Fahrzeug auf dem öffentlichen Netz verkehrt – reine Werkloks tragen oft nur interne Nummern.
  • KHD steht für Klöckner-Humboldt-Deutz in Köln, ein Haus mit langer Tradition im Motoren- und Lokomotivbau.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die KHD DG 1500 CCM?
  2. 2.Die zwölfstellige Fahrzeugnummer in Blöcken
  3. 3.Registriert oder nur werksintern?
  4. 4.Warum sechs Achsen im Rangierdienst
  5. 5.Die Prüfziffer selbst nachrechnen
  6. 6.Beobachten: Standort und Sicherheit
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartDiesellokomotive für den schweren Rangier- und Werkbahndienst
HerstellerKlöckner-Humboldt-Deutz (KHD), Köln
TypenschlüsselD = Dieselantrieb, 1500 = Motorleistung in PS; die Buchstabengruppe am Ende beschreibt die Achsanordnung
AchsanordnungCC – zwei dreiachsige Triebdrehgestelle; der angehängte Buchstabe kennzeichnet eine Bauform-Variante
UIC-Bauartcode98 (Diesel-Rangier- und Kleinlokomotive)

Erkennungsmerkmale

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  • Sechs Achsen in zwei Drehgestellen – deutlich größer als die üblichen drei- und vierachsigen Werkloks
  • Kräftiger, langer Rahmen mit Vorbau und häufig mittig angeordnetem Führerhaus
  • Typenzeile auf dem Fabrikschild beginnt mit DG und endet auf die Achsfolgegruppe
  • Fahrzeugnummer registrierter Loks beginnt mit 98 und trägt Länderkennung sowie Halterkürzel
  • Rangierausrüstung mit Ecktritten, Geländern, Warneinrichtungen und oft Funkfernsteuerung
  • Einsatzumfeld: schwere Werk- und Hafenbahnen mit hohem Wagenaufkommen

Aktualisiert: August 2026 – Sechs angetriebene Achsen, zwei Drehgestelle, ein Typenname mit vier Buchstaben am Ende: Die KHD DG 1500 CCM gehört zur oberen Kante dessen, was unter dem Bauartcode 98 fährt. Diese Seite zeigt, wie du den Typennamen zerlegst – und wie die zwölfstellige Fahrzeugnummer den Rest erledigt.

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Was ist die KHD DG 1500 CCM?

Die KHD DG 1500 CCM ist eine schwere Diesellokomotive für den Rangier- und Werkbahndienst aus der Fertigung von Klöckner-Humboldt-Deutz in Köln. Im Typennamen steht das D für Dieselantrieb, die 1500 für die Motorleistung in Pferdestärken. Die Buchstabengruppe am Ende folgt der allgemeinen Achsfolgenotation: CC bezeichnet zwei dreiachsige Triebdrehgestelle, der angehängte Buchstabe eine Bauform-Variante des Grundtyps.

Der zweite Buchstabe des Kürzels gehört zum werksinternen Schlüssel von KHD und sollte nicht aus den Codes anderer Hersteller abgeleitet werden – dieselben Buchstaben bedeuten bei Henschel, MaK oder Krauss-Maffei jeweils Eigenes. Verlässlich ist stets die Typenzeile auf dem Fabrikschild.

In der europäischen Fahrzeugnummerierung fällt die Lok unter den Bauartcode 98 für Diesel-Rangier- und Kleinlokomotiven. Dass ein sechsachsiges Fahrzeug dort steht und nicht unter der 92 für Streckendiesellokomotiven, ist der Kern der Systematik: Sie fragt nach dem Einsatzzweck, nicht nach der Größe.

Die zwölfstellige Fahrzeugnummer in Blöcken

Steht eine Fahrzeugnummer am Rahmen, liefert sie mehr Information als jede Typenliste. Sie ist in Blöcke gegliedert, die du einzeln lesen kannst.

Block Inhalt Was du daraus liest
Stellen 1–2 Fahrzeugart 98 = Diesel-Rangier- und Kleinlok, 92 = Diesel-Streckenlok
Stellen 3–4 Länderkennung Registrierungsland des Fahrzeugs
Stellen 5–8 Baureihen- beziehungsweise Typkennzeichnung Zuordnung innerhalb des Landes
Stellen 9–11 Ordnungsnummer unterscheidet Einzelfahrzeuge derselben Gruppe
Stelle 12 Prüfziffer Kontrolle gegen Lese- und Übertragungsfehler
Zusatz davor Länderkürzel und Halterkürzel wer das Fahrzeug aktuell betreibt

Die Prüfziffer ist dabei mehr als Formalität. Sie wird aus den elf vorangehenden Stellen berechnet, und eine falsch abgelesene Ziffer fällt dadurch auf. Wie die Rechnung im Detail funktioniert und woran du typische Lesefehler erkennst, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.

Registriert oder nur werksintern?

Nicht jede Werklok trägt eine solche Nummer. Ob eine Maschine registriert sein muss, hängt am Betriebskonzept der Anschlussbahn – ein Feld, das Dienstleister wie die AnschlussBahnProfis für Werksbetriebe abwickeln. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie bestimmt, worauf du dich bei der Dokumentation stützen kannst.

1. Suche die Anschrift am Rahmen

Registrierte Fahrzeuge tragen die zwölfstellige Nummer zusammen mit Länderkürzel und Halterkürzel, meist an der Rahmenwange oder unter dem Führerhausfenster.

2. Prüfe die ersten beiden Ziffern

Beginnt die Nummer mit 98, ist die Fahrzeugart bestätigt. Damit hast du die Einordnung, noch bevor du den Typennamen kennst.

3. Fehlt die Nummer, zählt das Fabrikschild

Fahrzeuge, die nur auf Werkgleisen verkehren, brauchen keine Registrierung für das öffentliche Netz. Dann bleiben Hersteller, Typ, Fabriknummer und Baujahr der einzige Anker.

4. Notiere das Halterkürzel mit

Es benennt den aktuell eingetragenen Halter – eine Angabe, die sich mit jedem Betreiberwechsel ändert und deshalb nur mit Datum sinnvoll ist.

Wo Fahrzeug- und Zugnummern am Fahrzeug und im Betrieb überhaupt zu finden sind, behandelt der Guide Zugnummer herausfinden im Überblick.

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Warum sechs Achsen im Rangierdienst

Sechsachsige Werkloks lohnen sich nur dort, wo dauerhaft sehr viel Masse bewegt wird. Der Grund liegt im Kraftschluss: Übertragbar ist nur so viel Zugkraft, wie das Gewicht auf den angetriebenen Achsen und der Zustand von Rad und Schiene hergeben. Mehr angetriebene Achsen bedeuten mehr nutzbares Reibungsgewicht – und gleichzeitig eine geringere Belastung pro Achse, was auf schwach ausgebauten Werkgleisen entscheidend sein kann.

Zwei dreiachsige Drehgestelle lösen dabei denselben Zielkonflikt wie bei vierachsigen Bauarten: Die Lok darf lang und schwer sein, muss aber trotzdem durch enge Bögen kommen. Ein starrer Rahmen mit sechs gekuppelten Achsen wäre dafür nicht praktikabel.

Die nächstkleinere Stufe zeigen vierachsige Typen wie die Henschel DHG 1200 BB und die Krauss-Maffei M 1200 BB. Aus derselben Kölner Traditionslinie wie die DG 1500 stammt die deutlich kleinere Jenbacher Werke/Deutz MG 530 C.

Die Prüfziffer selbst nachrechnen

Wer Nummern aus großer Entfernung abliest, verliest sich. Die zwölfte Stelle ist genau dafür da – sie lässt sich aus den elf vorangehenden Ziffern nachrechnen und deckt Lesefehler auf.

1. Ziffern abwechselnd gewichten

Multipliziere die elf Ziffern von links nach rechts abwechselnd mit 2 und 1, beginnend mit einer 2 an der ersten Stelle.

2. Zweistellige Ergebnisse aufteilen

Wird ein Produkt zweistellig, zählst du seine Einzelziffern. Aus 14 wird also 1 + 4 = 5, nicht 14.

3. Alles addieren

Bilde die Summe über alle so ermittelten Werte. Das Ergebnis ist eine ein- oder zweistellige Zahl.

4. Auf den nächsten Zehner ergänzen

Die Prüfziffer ist der Betrag, der zur nächsten durch zehn teilbaren Zahl fehlt. Ist die Summe bereits durch zehn teilbar, lautet die Prüfziffer 0.

Stimmt dein Ergebnis nicht mit der abgelesenen zwölften Stelle überein, hast du dich mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo verlesen – ein häufiger Fall bei verschmutzten oder teilweise verdeckten Anschriften an Rangierloks. Dann hilft nur, die Nummer erneut zu prüfen oder die Sichtung ohne vollständige Nummer zu notieren. Eine falsch übernommene Nummer ist schlechter als eine offen gelassene, weil sie später ein anderes Fahrzeug betreffen kann.

Beobachten: Standort und Sicherheit

Rangierbereiche sind besonders gefährlich

Im Rangierdienst werden Fahrzeuge unangekündigt und ohne Signal bewegt, häufig geschoben und mit unterbrochener Sichtverbindung. Schwere Wagengruppen rollen leise an und sind schneller unterwegs, als es aussieht. Werk-, Hafen- und Anschlussbahnen sind Privatgelände mit Hausrecht des Betreibers. Beobachte ausschließlich von öffentlich zugänglichen Flächen und betritt niemals Gleisbereiche.

Praktisch heißt das: öffentliche Wege entlang der Grundstücksgrenze, Brücken und benachbarte Bahnsteige – und ein Teleobjektiv statt kürzerem Abstand. Eine Sichtung, die andere weiterbringt, enthält Typ, Nummer, Halterkürzel, Ort und Datum; wie du sie sauber aufbereitest, zeigt die Anleitung zum Melden von Sichtungen.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für eine DG 1500 CCM, wenn …

  • du sechs Achsen in zwei Drehgestellen zählst
  • das Fabrikschild Klöckner-Humboldt-Deutz nennt
  • die Typenzeile mit DG beginnt und auf eine CC-Gruppe endet
  • die Fahrzeugnummer mit 98 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • du sechs Achsen siehst, die Drehgestellaufteilung aber verdeckt ist
  • die Lok streckentauglich beschriftet ist und der Bauartcode 92 lautet
  • Listen den Typ ohne den angehängten Zusatzbuchstaben führen

Es ist keine DG 1500 CCM, wenn …

  • du vier oder weniger Achsen zählst
  • die Achsen im starren Rahmen ohne Drehgestelle sitzen
  • das Fabrikschild einen anderen Hersteller ausweist

Fazit

Die KHD DG 1500 CCM zeigt beide Ordnungssysteme im Zusammenspiel: Der Herstellertyp nennt Leistungsklasse und Achsanordnung, die zwölfstellige Fahrzeugnummer liefert Fahrzeugart, Land, Ordnungsnummer und Halter. Wer beide liest, hat eine Sichtung, die eindeutig ist – ganz ohne Datenblatt und ohne geratene Zahlen.

Kurzfazit

Sechs Achsen in zwei Drehgestellen, DG-Typenzeile, Nummer beginnend mit 98: Damit sitzt die Einordnung. Prüfziffer nachrechnen, Halterkürzel notieren, Datum dazu – fertig ist ein Beleg, der trägt.

Große Loks, saubere Daten

Typ, Fahrzeugnummer, Halter und Datum an einem Ort – so bleibt jede Sichtung nachvollziehbar.

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Zusammenfassung

  • Sechsachsige Industrieloks sind die Spitze dessen, was der Bauartcode 98 abdeckt – groß, schwer und trotzdem für Rangierdienst ausgelegt.
  • Der Typenname liefert Leistungsklasse und Achsanordnung, die Fahrzeugnummer die formale Einordnung samt Halter und Registrierungsland.
  • Beide zusammen genügen, um eine Sichtung eindeutig und dauerhaft nachvollziehbar zu machen.
  • Halter, Anstrich und Standort ändern sich laufend und gehören deshalb immer mit Datum notiert.

Häufige Fragen

Was bedeutet KHD DG 1500 CCM?

KHD steht für Klöckner-Humboldt-Deutz in Köln. Im Typennamen bezeichnet das D den Dieselantrieb, die Zahl 1500 die Motorleistung in Pferdestärken. Die Buchstabengruppe am Ende folgt der Achsfolgenotation: CC steht für zwei dreiachsige Triebdrehgestelle, der angehängte Buchstabe für eine Bauform-Variante des Grundtyps.

Wie ist die zwölfstellige Fahrzeugnummer aufgebaut?

Bei Triebfahrzeugen bezeichnen die ersten beiden Ziffern die Fahrzeugart – hier 98 für Diesel-Rangier- und Kleinlokomotiven. Es folgen die Länderkennung, ein Block zur Kennzeichnung von Baureihe beziehungsweise Typ, eine Ordnungsnummer und am Ende eine Prüfziffer, mit der sich Übertragungsfehler erkennen lassen.

Was ist das NVR und wozu dient es?

Das nationale Fahrzeugregister erfasst Schienenfahrzeuge, die auf dem öffentlichen Netz verkehren dürfen. Eingetragen werden unter anderem Fahrzeugnummer, Halter und der für die Instandhaltung Verantwortliche. Erst mit dieser Registrierung erhält ein Fahrzeug die europäische Fahrzeugnummer, die du am Rahmen abliest.

Warum haben manche Werkloks gar keine Fahrzeugnummer?

Weil sie ausschließlich auf nicht öffentlichen Gleisen verkehren. Fahrzeuge, die das Werkgelände nie verlassen, brauchen keine Registrierung für das öffentliche Netz und tragen häufig nur eine interne Betriebsnummer. In solchen Fällen bleibt das Fabrikschild der einzige eindeutige Identitätsnachweis.

Was ist eine Prüfziffer und wozu ist sie gut?

Die letzte Stelle der zwölfstelligen Nummer ist rechnerisch aus den elf vorangehenden abgeleitet. Sie dient als Kontrolle: Wer sich beim Ablesen oder Abtippen vertut, erhält eine Nummer, die die Prüfrechnung nicht besteht. Für Spotter ist das ein praktischer Selbsttest bei schwer lesbaren Anschriften.

Warum trägt eine so große Lok den Code 98 und nicht 92?

Weil die Fahrzeugart nach Einsatzzweck und Zulassung vergeben wird, nicht nach Größe oder Leistung. 98 bezeichnet Diesel-Rangier- und Kleinlokomotiven, 92 Diesel-Streckenlokomotiven. Eine schwere Werklok kann deutlich größer sein als manche Streckenmaschine und trotzdem betrieblich eine Rangierlok bleiben.

Wo trifft man sechsachsige Industrieloks an?

In Betrieben mit sehr hohem Wagenaufkommen: Stahl- und Chemiestandorte, große Hafenanlagen, Kraftwerks- und Bergbauanschlüsse. Halter und Standorte ändern sich fortlaufend, weil Fahrzeuge verkauft, vermietet oder abgestellt werden. Verlass dich auf aktuelle Sichtungen statt auf ältere Bestandslisten.

Wie fotografiere ich eine Fahrzeugnummer verlässlich?

Möglichst senkrecht zur Beschriftungsfläche, mit ausreichender Brennweite statt kürzerem Abstand. Zwei Aufnahmen mit leicht unterschiedlichem Winkel helfen bei geprägten oder verschmutzten Anschriften. Und rechne die Prüfziffer nach, wenn die Nummer nur schlecht lesbar war – so fällt ein Lesefehler sofort auf.

Sichtung von KHD DG 1500 CCM festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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