Das Wichtigste in Kürze
- Herstellertyp, nicht Baureihe: CFL-40 DR ist eine Werksbezeichnung von Schöma – solche Fahrzeuge tauchen in keiner klassischen Baureihenliste auf.
- Die 98 vorn entscheidet: Der UIC-Bauartcode 98 weist das Fahrzeug als Diesel-Rangier- bzw. Kleinlok aus und trennt es sauber von Streckenloks (92) und Bahndienstfahrzeugen (99).
- Das Fabrikschild ist die verlässlichste Quelle – Hersteller, Fabriknummer und Baujahr stehen dort, wo die Lackierung längst gewechselt hat.
- Halter und Farbgebung sind flüchtig: Kleinloks werden gehandelt, umlackiert und umgesetzt; jede Angabe dazu ist eine Momentaufnahme.
- Zugänglichkeit ist die eigentliche Hürde: Werk- und Anschlussbahnen sind Privatgelände – dokumentiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichem Grund.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Schöma CFL-40 DR?
- 2.Herstellertyp statt Baureihe: die Bezeichnung richtig lesen
- 3.Wo Kleinloks arbeiten – und was das für deine Trefferchance bedeutet
- 4.Fabrikschild, Nummer, Anschriften: die drei belastbaren Quellen
- 5.Fotografieren, wenn das Motiv nicht kooperiert
- 6.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 7.Fazit
Steckbrief
| Fahrzeugart | Diesel-Kleinlokomotive für Rangier- und Werkbahndienste |
|---|---|
| Hersteller | Christoph Schöttler Maschinenfabrik (Schöma), Diepholz |
| Bezeichnung | Herstellertyp, keine DB-Baureihenbezeichnung |
| UIC-Bauartcode | 98 – Diesel-Rangier- bzw. Kleinlokomotive |
| Typisches Umfeld | Werk-, Industrie- und Anschlussbahnen, Bauunternehmen, Museumsbetriebe |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Sehr kurzer Rahmen mit hochgesetztem Führerhaus – die Silhouette einer Kleinlok, nicht einer Streckenlok
- Typenbezeichnung CFL-40 DR statt einer dreistelligen DB-Baureihennummer
- Fabrikschild von Schöma / Christoph Schöttler Maschinenfabrik, Diepholz am Rahmen oder Führerhaus
- Zwölfstellige Fahrzeugnummer beginnt bei Bahnzulassung mit 98
- Meist Warnfarben oder Firmenlackierung statt Verkehrsrot – Lackierung wechselt mit dem Halter
- Standort typischerweise Werkgelände, Anschlussgleis oder Baustellenlager, nicht der Bahnsteig
Aktualisiert: August 2026 – Eine kurze, hohe Diesellok mit Warnstreifen, die im Werkgelände zwei Kesselwagen umsetzt: Solche Fahrzeuge tauchen in keiner Baureihenübersicht auf, und trotzdem lassen sie sich sauber bestimmen. Die Schöma CFL-40 DR ist ein gutes Beispiel dafür, wie man Kleinloks über Herstellertyp, Fabrikschild und Fahrzeugnummer einordnet – statt zu raten.
Kleinlok gesichtet? Festhalten, solange du sie siehst.
Gerade bei Werkloks ist deine eigene Sichtung oft die aktuellste Information – in Traintrack in wenigen Sekunden erfasst.
Was ist die Schöma CFL-40 DR?
Die Schöma CFL-40 DR ist eine Diesel-Kleinlokomotive aus dem Programm der Christoph Schöttler Maschinenfabrik im niedersächsischen Diepholz. Der Hersteller ist seit Jahrzehnten auf kleine Lokomotiven für Industrie-, Werk-, Bau- und Schmalspurbahnen spezialisiert – also genau auf das Segment, in dem Fahrzeuge nicht nach Baureihen, sondern nach Werkstypen benannt werden. Ausgemusterte Maschinen daraus landen häufig bei Feldbahnvereinen wie der Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth.
Innerhalb dieses Programms steht die CFL-40 DR am kleinen Ende der Reihe; größere Verwandte wie die Schöma CFL-200 DR oder die Schöma CFL250DVR folgen demselben Bezeichnungsmuster. Damit ist auch klar, was diese Seite leisten kann und was nicht: Belastbare öffentliche Angaben zu Leistung, Stückzahl oder Betreibern gibt es für viele Schöma-Typen schlicht nicht in verlässlicher Form. Was sich dagegen sicher beschreiben lässt, ist die Systematik: wie die Bezeichnung aufgebaut ist, wie das Fahrzeug im Nummernsystem eingeordnet wird und woran du es im Feld festmachst. Genau das ist beim Bestimmen ohnehin der entscheidende Teil.
Herstellertyp statt Baureihe: die Bezeichnung richtig lesen
Wer mit DB-Baureihen aufgewachsen ist, sucht bei einer Kleinlok automatisch nach drei Ziffern – und findet keine. Das ist kein Fehler, sondern das normale Bild in der Industriebahnwelt.
Erst die Rolle bestimmen
Kurzer Rahmen, hohes Führerhaus, kein Platz für lange Zugleistungen: Das Fahrzeug ist eine Rangier- oder Kleinlok. Diese Einordnung gelingt aus der Entfernung und schließt Streckenloks sofort aus.
Dann den Herstellertyp suchen
Bezeichnungen wie CFL-40 DR stammen aus dem Werksschema des Herstellers. Sie beschreiben eine Bauform innerhalb des Lieferprogramms und lassen sich nicht in eine Baureihennummer übersetzen.
Zuletzt die Nummer prüfen
Ist das Fahrzeug für das öffentliche Netz zugelassen, trägt es eine zwölfstellige Fahrzeugnummer. Beginnt sie mit 98, ist die Zuordnung als Diesel-Rangier- oder Kleinlok bestätigt.
Wie diese zwölfstellige Nummer insgesamt aufgebaut ist – Bauartcode, Länderkennung, Ordnungsnummer und Prüfziffer – erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer. Die grundsätzliche Reihenfolge beim Bestimmen, die auch bei unbekannten Fahrzeugen funktioniert, steht in der Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
Wo Kleinloks arbeiten – und was das für deine Trefferchance bedeutet
Eine Kleinlok folgt nicht dem Fahrplan, sondern der Arbeit. Daraus ergibt sich ein völlig anderes Suchmuster als bei Fernverkehrsloks: Nicht die Strecke ist entscheidend, sondern der Betrieb, der die Maschine beschäftigt. Frei zugänglich sind solche Fahrzeuge vor allem bei Schmalspur- und Museumsbahnen wie der Brohltal-Eisenbahn. Andere Kleinlokhersteller wie Gmeinder bedienen mit Typen wie der Gmeinder D 25 B dasselbe Umfeld – und stehen häufig auf denselben Anschlussgleisen.
| Umfeld | Trefferchance | Was du beachten musst |
|---|---|---|
| Anschlussgleis eines Werks | mittel bis hoch | Fahrzeug bewegt sich nur bei Bedarf; Gelände ist Privatbesitz |
| Hafen- und Umschlagbereich | mittel | Betrieb oft schichtabhängig, Sichtachsen von öffentlichen Wegen prüfen |
| Baustellenlager an der Bahnstrecke | wechselnd | Standorte bestehen nur für die Dauer des Bauvorhabens |
| Museums- und Vereinsbahn | planbar | Fahrtage und Öffnungszeiten sind angekündigt, Zugang geregelt |
| Regelbahnhof der DB | sehr niedrig | Kleinloks privater Halter haben dort in der Regel nichts zu tun |
Gleisbereich und Werkgelände sind tabu
Rangierbereiche gehören zu den gefährlichsten Orten im Bahnbetrieb: Fahrzeuge setzen sich ohne Vorwarnung in Bewegung, Wagen laufen abgedrückt und ohne Motorgeräusch, und die Sicht der Bedienung ist eingeschränkt. Werkbahnen sind zusätzlich Privatgelände. Beobachtet und fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichem Grund.
Sieh, welche Kleinloks andere gerade melden
Community-Sichtungen zeigen dir, was in deiner Region wirklich unterwegs ist – aktueller als jede Liste.
Fabrikschild, Nummer, Anschriften: die drei belastbaren Quellen
Bei Streckenloks reicht die Baureihennummer. Bei Kleinloks brauchst du drei Informationsträger, und jeder hat seinen eigenen Wert.
Das Fabrikschild nennt Hersteller, Fabriknummer und Baujahr. Es ist die einzige Angabe am Fahrzeug, die sich über die gesamte Lebensdauer nicht ändert – Lackierung, Beschriftung und Halter tun das sehr wohl. Wenn du auf einem Foto nur eine Sache scharf haben kannst, dann dieses Schild.
Die zwölfstellige Fahrzeugnummer ordnet das Fahrzeug in das europäische System ein. Der Bauartcode 98 vorn steht für Diesel-Rangier- und Kleinloks, danach folgen Länderkennung, Ordnungsnummer und Prüfziffer. Nicht jede Werklok trägt eine solche Nummer – wer ausschließlich auf nicht-öffentlichen Gleisen arbeitet, braucht sie nicht.
Der Größenvergleich hilft zusätzlich: Neben einer klassischen bahneigenen Rangierlok wie der Baureihe V 60 wirkt eine Kleinlok auffällig kurz und niedrig – ein Merkmal, das schon aus der Entfernung trägt.
Die Halteranschrift schließlich, das sogenannte Fahrzeughalter-Kennzeichen, sagt dir, wem das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Anschrift zugeordnet war. Genau das ist die flüchtigste Information von allen: Sie kann beim nächsten Werkstattaufenthalt anders lauten. Wie du solche Beobachtungen so festhältst, dass sie auch Jahre später auswertbar bleiben, zeigt der Guide zum Sichtungslogbuch.
Fotografieren, wenn das Motiv nicht kooperiert
Kleinloks stehen selten frei, oft in Gegenlicht, meist hinter Zäunen. Diese vier Punkte holen trotzdem ein brauchbares Bild heraus.
Dokumentation vor Kunst
Ein technisch sauberes Seitenbild mit lesbarer Beschriftung ist mehr wert als ein stimmungsvoller Anschnitt, auf dem sich nichts identifizieren lässt.
Brennweite gegen Zaun
Aus größerer Entfernung mit längerer Brennweite bleibt der Abstand gewahrt, und störender Vordergrund lässt sich freistellen.
Details separat sichern
Fabrikschild, Fahrzeugnummer und Halteranschrift als eigene Aufnahmen. Das spart später die Diskussion, welche Maschine es nun war.
Umfeld mitnehmen
Ein Bild mit Gleisanlage, Halle oder Verladung ordnet das Fahrzeug ein und macht die Sichtung nachvollziehbar.
Welche Brennweiten dabei sinnvoll sind und wo günstige Teleobjektive an Grenzen stoßen, behandelt der Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie. Rechtliche Fragen rund um Standort und Motiv ordnet der Überblick darf man Züge fotografieren ein – ersetzt aber keine Beratung im Einzelfall.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine Schöma-Kleinlok, wenn …
- das Fabrikschild Christoph Schöttler Maschinenfabrik oder Schöma nennt
- die Typenbezeichnung aus Buchstaben und einer Zahl besteht statt aus drei Ziffern
- das Fahrzeug deutlich kürzer und niedriger wirkt als ein normaler Güterwagen
- eine vorhandene Fahrzeugnummer mit 98 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- die Lok frisch in Firmenfarben lackiert ist und keine Herstellerhinweise trägt
- Umbauten wie Funkfernsteuerung oder Zusatzaufbauten die Silhouette verändern
- du das Fahrzeug nur von hinten oder aus großer Entfernung siehst
Es ist keine Kleinlok, wenn …
- die Fahrzeugnummer mit 92 beginnt – dann ist es eine Diesel-Streckenlok
- die Nummer mit 99 beginnt – dann handelt es sich um ein Bahndienst- oder Nebenfahrzeug
- das Fahrzeug einen kompletten Güterzug auf freier Strecke befördert
Fazit
Die Schöma CFL-40 DR steht stellvertretend für eine ganze Fahrzeugwelt, die neben dem Baureihensystem existiert. Wer sie bestimmen will, ersetzt die fehlende Baureihennummer durch drei andere Belege: Fabrikschild, Fahrzeugnummer mit führender 98 und die Anschriften am Rahmen. Alles Weitere – Halter, Farbe, Standort – ist eine Momentaufnahme und gehört mit Datum notiert, nicht als Dauerzustand behauptet.
Kurzfazit
Kurzer Rahmen, Herstellertyp statt Baureihe, Bauartcode 98: Damit ist die Schöma-Kleinlok sauber eingeordnet. Das Fabrikschild liefert die Identität, alles andere ändert sich.
Zusammenfassung
- Schöma aus Diepholz baut seit Jahrzehnten kleine Diesellokomotiven für Industrie-, Werk- und Schmalspurbahnen; die CFL-40 DR gehört in dieses Umfeld.
- Weil eine DB-Baureihennummer fehlt, läuft die Bestimmung über Fabrikschild, Herstellertyp und die zwölfstellige Fahrzeugnummer.
- Der führende Bauartcode 98 ordnet das Fahrzeug eindeutig den Diesel-Rangier- und Kleinloks zu.
- Für Sichtungen zählen Fabriknummer und Datum mehr als Farbe und Halter, denn beides ändert sich häufig.
Häufige Fragen
Was ist die Schöma CFL-40 DR?
Es handelt sich um eine Diesel-Kleinlokomotive aus dem Programm der Christoph Schöttler Maschinenfabrik (Schöma) in Diepholz. Solche Fahrzeuge sind für kurze Rangierwege, Werkbahnen und Baustellenbetriebe gebaut, nicht für Zugleistungen auf freier Strecke. CFL-40 DR ist dabei eine Werkstypbezeichnung, keine Baureihenbezeichnung der Deutschen Bahn.
Warum steht die Schöma CFL-40 DR in keiner Baureihenliste der DB?
Weil sie nie für die Staatsbahn beschafft wurde. Fahrzeuge für Industrie-, Werk- und Anschlussbahnen tragen die Typenbezeichnung ihres Herstellers. Eine dreistellige Baureihennummer bekommen nur Fahrzeuge, die in das Nummernsystem der Bahngesellschaft eingereiht werden – bei privaten Kleinloks ist das die Ausnahme.
Was bedeutet die 98 am Anfang der Fahrzeugnummer?
Die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen Fahrzeugnummer sind der UIC-Bauartcode. Die 98 steht für Diesel-Rangier- und Kleinlokomotiven. Eine 92 wäre eine Diesel-Streckenlok, eine 99 ein Bahndienst- oder Nebenfahrzeug. Der Code beschreibt also die Rolle des Fahrzeugs, nicht seinen Hersteller.
Wo kann man eine Schöma-Kleinlok realistisch sehen?
Am ehesten dort, wo Güter im Werk bewegt werden: an Anschlussgleisen, in Hafenbereichen, bei Bauunternehmen und in Museumsbetrieben. Ob eine bestimmte Maschine dort noch steht, ändert sich laufend – Kleinloks werden verkauft, verliehen und umgesetzt. Verlass dich auf aktuelle Sichtungen statt auf ältere Listen.
Wie erkenne ich, welche Maschine genau vor mir steht?
Über das Fabrikschild mit Hersteller, Fabriknummer und Baujahr sowie über die Fahrzeugnummer, sofern das Fahrzeug für das öffentliche Netz zugelassen ist. Beides ist deutlich belastbarer als Lackierung oder Beschriftung, denn Farbgebung und Halterkürzel wechseln über die Lebensdauer mehrfach.
Darf ich auf ein Werkgelände, um die Lok zu fotografieren?
Nein. Werkbahnen, Anschlussgleise und Betriebshöfe sind Privatgelände, und Gleisbereiche sind grundsätzlich tabu. Fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichem Grund aus. Wer ein Fahrzeug aus der Nähe dokumentieren will, fragt beim Betreiber an – ohne Zusage gilt: draußen bleiben.
Sind Kleinloks wie die CFL-40 DR für Spotter überhaupt interessant?
Sehr sogar. Gerade weil sie selten fotografiert werden, ist jede saubere Dokumentation wertvoll. Kleinloks haben lange Lebensläufe mit vielen Haltern, und oft ist eine Sichtung mit Datum und Fabriknummer die einzige Spur, dass ein Fahrzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort war.
Was unterscheidet eine Kleinlok von einer Rangierlok?
Die Grenze ist fließend und historisch gewachsen. Kleinloks sind leichter, kürzer und für geringe Lasten auf kurzen Wegen gedacht; klassische Rangierloks bewegen ganze Wagengruppen im Bahnhof. Optisch hilft der Vergleich: Kleinloks wirken neben einem normalen Güterwagen auffällig niedrig und kurz.
Sichtung von Schöma CFL-40 DR festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
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