ÖBB 2068

Die Reihe 2068 ist eine Diesel-Verschiebelokomotive der ÖBB. So erkennst du sie, so ordnest du den Rangierdienst ein – und so bleibst du dabei sicher.

Auch bekannt als: Reihe 2068 · ÖBB-Reihe 2068 · 2068er

ÖsterreichÖsterreichDiesel-Rangier- & Kleinloks7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 2068 ist eine Diesel-Verschiebelokomotive und damit der Regelfall im Rangierdienst.
  • Die führende 2 der Reihennummer weist sie im ÖBB-Schema eindeutig als Diesellokomotive aus.
  • Schnellstes Merkmal: kurze Bauform, kein Stromabnehmer, Rangierertritte an den Ecken.
  • Unabhängig vom Fahrdraht: Sie kann überall arbeiten, auch auf nicht elektrifizierten Gleisen.
  • Rangierbereiche sind Betriebsgelände – beobachtet und fotografiert wird ausschließlich von außerhalb.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die ÖBB-Reihe 2068?
  2. 2.Rangierdienst: die Betriebswelt hinter dem Fahrzeug
  3. 3.So erkennst du die Reihe im Feld
  4. 4.Diesel oder elektrisch? Der Vergleich
  5. 5.Beobachten: klare Grenzen
  6. 6.Fototipps für Verschiebelokomotiven
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartDiesel-Verschiebelokomotive für Rangier-, Übergabe- und Bedienfahrten
BezeichnungssystemÖBB-Reihe 2068 – die führende 2 steht für Diesellokomotive
EnergiequelleKraftstoff an Bord, keine Oberleitung erforderlich
AchsenVier Achsen
AuslegungHohe Zugkraft bei niedriger Geschwindigkeit
AusstattungRangierertritte und umlaufende Griffstangen für das Rangierpersonal
EinsatzumfeldBahnhofsvorfelder, Anschlussgleise, Ladestellen und Verschiebeanlagen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Kurze, gedrungene Bauform mit deutlich kleinerem Wagenkasten als eine Streckenlok
  • Kein Stromabnehmer auf dem Dach – dafür Auspuff- und Kühleraufbauten
  • Rangierertritte und Griffstangen an den Fahrzeugecken
  • Reihenanschrift beginnt mit 2068
  • Bewegt einzelne Wagen oder kurze Wagengruppen, oft mit häufigem Richtungswechsel
  • Arbeitet auch dort, wo keine Oberleitung vorhanden ist

Aktualisiert: August 2026 – Kurz, gedrungen, mit Tritten an allen Ecken und ohne Draht über dem Dach: Die Reihe 2068 ist eine Diesel-Verschiebelokomotive und damit ein Fahrzeug aus einer Betriebswelt, die im Fahrplan nicht vorkommt. Diese Seite zeigt dir, woran du sie erkennst, was Rangierdienst eigentlich bedeutet und wo beim Beobachten die klare Grenze verläuft.

Verschiebelok gesichtet? Nummer und Situation sichern.

Rangierfahrzeuge stehen in keinem Fahrplan – jede dokumentierte Begegnung ist damit ein echter Fund.

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Was ist die ÖBB-Reihe 2068?

Die Reihe 2068 ist eine Diesel-Verschiebelokomotive der Österreichischen Bundesbahnen, also eine Rangierlokomotive mit eigenem Antrieb. Sie läuft auf vier Achsen, ist auf hohe Zugkraft bei niedriger Geschwindigkeit ausgelegt und übernimmt Zugbildung, Übergaben und Bedienfahrten zu Anschlussgleisen und Ladestellen.

Die Reihenbezeichnung liefert die erste Auskunft frei Haus. Die ÖBB führen Triebfahrzeuge unter „Reihe“ plus vierstelliger Zahl, wobei die führende Ziffer die Fahrzeugart kodiert: 1 für Elektrolokomotiven, 2 für Diesellokomotiven, 4 für elektrische Triebwagen, 5 für Dieseltriebwagen. Eine 2068 ist damit vor jeder weiteren Prüfung als Diesellokomotive identifiziert. Dass es sich um eine Rangier- und keine Streckenmaschine handelt, verrät die Bauform.

Rangierdienst: die Betriebswelt hinter dem Fahrzeug

Der Rangierdienst ist die unsichtbare Hälfte des Bahnbetriebs. Während Reisezüge nach einem veröffentlichten Fahrplan fahren, entsteht Rangierarbeit aus der Betriebslage: Wagen müssen zugestellt, abgeholt, sortiert und zu Zügen zusammengestellt werden.

Daraus ergeben sich mehrere Eigenheiten, die Verschiebelokomotiven von allen anderen Fahrzeugen unterscheiden:

  • Kurze Wege, viele Richtungswechsel. Eine Verschiebelok legt an einem Tag wenig Strecke zurück, wechselt aber ständig die Fahrtrichtung.
  • Niedriges Tempo, hohe Zugkraft. Es geht darum, schwere Wagengruppen anzufahren, nicht darum, schnell zu sein.
  • Personal am Fahrzeug. Rangierertritte und Griffstangen sind kein Zierrat, sondern Arbeitsplatz.
  • Kein Fahrplan. Es gibt keine öffentlich einsehbare Abfahrtszeit für eine Rangierbewegung.

Wer Güterverkehr insgesamt systematisch verfolgen will, findet im Guide Güterzüge live verfolgen die passenden Datenquellen und ihre Grenzen.

Betrieblich lässt sich die Arbeit einer Verschiebelok grob in drei Aufgaben gliedern, die du im Vorfeld auch von außen unterscheiden kannst. Zugbildung bedeutet, aus einzelnen Wagen und Wagengruppen einen abfahrbereiten Zug zusammenzustellen – hier bewegt sich die Lok viel, aber immer nur über kurze Distanzen. Zustellung und Abholung heißt, Wagen zu einem Anschlussgleis oder einer Ladestelle zu bringen und dort abzustellen; dabei verlässt die Lok den eigentlichen Bahnhofsbereich. Bereitstellung schließlich bedeutet, fertige Wagengruppen an einem Bahnsteig oder einem Übergabegleis abzustellen, wo sie später von einer Streckenlokomotive übernommen werden.

Wer diese drei Muster kennt, kann eine beobachtete Bewegung deutlich besser einordnen – und weiß auch, ob es sich lohnt, an einem Standort zu bleiben. Eine Lok mitten in der Zugbildung wird noch eine Weile arbeiten. Eine Lok, die eine fertige Gruppe abstellt, ist dagegen meist gleich fertig.

So erkennst du die Reihe im Feld

Schritt 1: Baulänge prüfen

Deutlich kürzer als eine Streckenlokomotive, gedrungen proportioniert – das ist das erste Signal für ein Rangierfahrzeug.

Schritt 2: Dach absuchen

Kein Stromabnehmer, dafür Auspuff- und Kühleraufbauten: Damit ist die elektrische Verwandtschaft ausgeschlossen.

Schritt 3: Auf Rangierausstattung achten

Tritte an den Fahrzeugecken und umlaufende Griffstangen bestätigen den Rangierdienst eindeutig.

Schritt 4: Reihe ablesen

2068 an der Seitenwand liefert die endgültige Bestätigung – und die Nummer, die in deine Sichtung gehört.

Diesel oder elektrisch? Der Vergleich

Kriterium Reihe 2068 (Diesel) Elektrische Verschiebelok Streckendiesellok
Energiequelle Kraftstoff an Bord Oberleitung Kraftstoff an Bord
Ohne Fahrdraht einsetzbar ja nein ja
Bauform kurz, mit Rangierertritten kurz, mit Rangierertritten lang
Typische Geschwindigkeit niedrig niedrig mittel bis hoch
Führende Ziffer der Reihe 2 1 2
Planbarkeit für Spotter gering gering mittel

Die Tabelle zeigt zugleich die Grenze des Nummernschemas: Die führende Ziffer sagt dir die Antriebsart, nicht den Verwendungszweck. Ob eine 2er-Reihe rangiert oder Strecke fährt, entscheidet die Bauform. Der elektrische Gegenpart im Rangierdienst ist die Reihe 1063, eine typische Streckendiesellok die Reihe 2016 (Hercules).

Was bewegt sich gerade im Güterverkehr?

Community-Sichtungen sind bei Fahrzeugen ohne Fahrplan oft die beste verfügbare Information.

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Beobachten: klare Grenzen

Rangierbereiche sind Betriebsgelände

Verschiebebahnhöfe, Abstellgruppen, Anschlussgleise, Ladestellen und Betriebshöfe darfst du nicht betreten – unabhängig von Zäunen, Uhrzeit oder scheinbarer Ruhe. Rangierbewegungen sind leise, wechseln unvermittelt die Richtung und laufen teils funkferngesteuert ohne sichtbar besetzten Führerstand. Beobachtet und fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten außerhalb.

Brauchbare Standorte liegen ausnahmslos außerhalb: Straßenbrücken über Bahnhofsvorfelder, Bahnsteigenden mit Blick auf angrenzende Gleisgruppen, öffentliche Wege entlang der Anlage. Von dort aus lässt sich Rangierbetrieb über Stunden verfolgen, und mit etwas Geduld bekommst du sogar die interessanteren Motive – weil du den Ablauf im Ganzen siehst statt nur einen Ausschnitt.

Diese Grenze ist nicht verhandelbar, auch nicht für ein besonders gutes Bild. Wie die rechtliche Lage rund um Bahnbeobachtung und -fotografie grundsätzlich einzuordnen ist und warum jeder Einzelfall gesondert zu bewerten bleibt, erklärt der Beitrag Ist Trainspotting erlaubt?.

Fototipps für Verschiebelokomotiven

Erhöhte öffentliche Standorte suchen

Straßenbrücken und Übergänge geben Überblick über Vorfelder, ohne dass du dich dem Betriebsgelände näherst.

Arbeit statt Porträt

Eine Verschiebelok mit angehängten Wagen erzählt mehr als ein isoliertes Fahrzeugbild.

Auf lange Wartezeiten einstellen

Rangieren besteht aus Stillstand und kurzen Bewegungen. Wer bleibt, bekommt das Bild – wer hetzt, nicht.

Personal nicht ablenken

Rangierpersonal arbeitet an einem gefährlichen Arbeitsplatz. Kein Zurufen, kein Winken, keine Interaktion.

Wie du die Fahrzeugnummer eindeutig abliest und was die einzelnen Blöcke bedeuten, erklärt der Guide zur ÖBB-Nummer und UIC-Wagennummer.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für die 2068, wenn …

  • eine kurze, gedrungene Lok ohne Stromabnehmer vor dir steht
  • Rangierertritte und Griffstangen vorhanden sind
  • ein Dieselmotor hörbar ist
  • die Anschrift mit 2068 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Lok abgestellt ist und keine Tätigkeit erkennbar ist
  • du sie nur aus großer Entfernung oder im Gegenlicht siehst
  • eine andere Diesel-Verschiebelok ähnlicher Größe daneben steht

Es ist keine 2068, wenn …

  • ein Stromabnehmer auf dem Dach sitzt
  • die Lok lang und glatt wirkt wie eine Streckenmaschine
  • die Reihenanschrift mit 2070 oder 2016 beginnt

Der naheliegendste Verwechslungskandidat ist die ebenfalls dieselgetriebene Reihe 2070. Beide arbeiten im selben Dienst und sehen auf den ersten Blick ähnlich aus – hier hilft nur die Anschrift.

Fazit

Die Reihe 2068 steht für die Arbeit, die den Bahnbetrieb überhaupt erst ermöglicht: Wagen sortieren, Züge bilden, Anschlüsse bedienen. Erkannt ist sie in drei Schritten – kurze Bauform, kein Stromabnehmer, Rangierertritte. Und weil sie in keinem Fahrplan steht, ist jede Sichtung ein kleiner Fund.

Kurzfazit

Kurz, dieselbetrieben, mit Tritten an allen Ecken: Das ist die 2068. Sie arbeitet unabhängig vom Fahrdraht und nach Betriebslage – beobachtet wird sie ausschließlich von außerhalb des Betriebsgeländes.

Rangier- und Güterfahrzeuge sammeln

Nummer, Ort, Datum und Tätigkeit an einem Ort – so entsteht aus zufälligen Begegnungen eine echte Übersicht.

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Zusammenfassung

  • Die Reihe 2068 steht für den dieselbetriebenen Rangier- und Bedienungsdienst der ÖBB.
  • Ihre Bauform ist auf Zugkraft, gute Sicht und häufiges Auf- und Absteigen des Personals ausgelegt.
  • Für die Bestimmung reichen Baulänge, fehlende Dachausrüstung und die Reihenanschrift.
  • Weil Rangierleistungen nicht im Fahrplan stehen, sind Sichtungen schwer planbar und deshalb besonders dokumentationswürdig.

Häufige Fragen

Was ist die ÖBB-Reihe 2068?

Eine Diesel-Verschiebelokomotive der ÖBB, also eine Rangierlokomotive mit eigenem Antrieb an Bord. Sie ist auf Zugbildung, Wagenbewegungen und kurze Bedienfahrten ausgelegt und arbeitet unabhängig davon, ob über dem Gleis eine Oberleitung hängt.

Was bedeutet die 2 in der Reihennummer?

Sie kodiert die Fahrzeugart. Die ÖBB bezeichnen Triebfahrzeuge mit „Reihe“ plus vierstelliger Zahl: 1 für Elektrolokomotiven, 2 für Diesellokomotiven, 4 für elektrische Triebwagen, 5 für Dieseltriebwagen. Eine Reihe, die mit 2 beginnt, hat also garantiert einen Verbrennungsmotor an Bord.

Warum sind die meisten Rangierlokomotiven Diesellokomotiven?

Weil Rangierbereiche häufig nicht durchgehend mit Oberleitung überspannt sind. Fahrdraht über Rangiergleisen ist teuer und behindert das Arbeiten. Eine Diesellokomotive bringt ihre Energie mit und kann deshalb überall eingesetzt werden – auf Anschlussgleisen, an Ladestellen und in Anlagen ohne Elektrifizierung.

Wie unterscheide ich die 2068 von einer Streckendiesellok?

An Bauform und Ausstattung. Verschiebelokomotiven sind kürzer, haben Rangierertritte und umlaufende Griffstangen und sind für niedrige Geschwindigkeiten bei hoher Zugkraft ausgelegt. Streckendiesellokomotiven wirken deutlich länger und tragen keine ausgeprägten Trittanlagen an den Fahrzeugecken.

Was ist der Unterschied zur elektrischen Reihe 1063?

Die Energiequelle. Die 1063 bezieht ihren Strom über einen Stromabnehmer aus der Oberleitung und kann nur unter Fahrdraht arbeiten. Die 2068 hat den Kraftstoff an Bord und ist damit ortsunabhängig. Im ÖBB-Schema siehst du das schon an der führenden Ziffer: 1 gegen 2.

Werden Rangierlokomotiven ferngesteuert?

Im modernen Rangierdienst ist die Funkfernsteuerung weit verbreitet. Das Rangierpersonal steuert die Lokomotive dabei von außen über ein tragbares Bediengerät und kann sich frei entlang der Wagengruppe bewegen. Für Beobachter erklärt das, warum eine Rangierlok manchmal ohne sichtbar besetzten Führerstand fährt.

Wo darf ich Rangierfahrzeuge beobachten?

Nur von öffentlich zugänglichen Standorten aus – Bahnsteige, Brücken, Straßen und Wege außerhalb des Bahngeländes. Verschiebebahnhöfe, Anschlussgleise, Abstellgruppen und Betriebsanlagen sind tabu. Rangierbewegungen sind leise, wechseln häufig die Richtung und sind für Außenstehende nicht vorhersehbar.

Wann arbeiten Verschiebelokomotiven?

Nach Betriebslage, nicht nach Fahrplan. Zugbildung und Bedienfahrten richten sich nach Wagenaufkommen und Anschlüssen. Wer gezielt sucht, orientiert sich an Tageszeiten mit hohem Güteraufkommen und an aktuellen Community-Meldungen statt an einer Abfahrtstafel.

Sichtung von ÖBB 2068 festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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