ÖBB 4744 / 4746 (Cityjet / Desiro ML)

Cityjet ist der Produktname, 4744 und 4746 sind die Reihen: So erkennst du die Desiro-ML-Triebzüge der ÖBB und grenzt sie von älteren Nahverkehrsreihen ab.

Auch bekannt als: Cityjet · Desiro ML · Reihe 4744 · Reihe 4746

ÖsterreichÖsterreichElektrotriebzüge7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Cityjet ist ein Produktname der ÖBB, Desiro ML die Herstellerplattform – verbindlich sind die Reihen 4744 und 4746.
  • Schnellstes Merkmal: dreiteilige Niederflureinheit, bei der jeder Wagenteil zwei eigene Drehgestelle hat.
  • Abgrenzung zur Reihe 4024: Die Talent-Züge haben geteilte Drehgestelle zwischen den Wagenteilen, der Cityjet nicht.
  • 4744 und 4746 unterscheiden sich in Türanordnung und Innenraum – die Anschrift am Fahrzeug ist die einzige sichere Auskunft.
  • Flotten und Einsatzgebiete verändern sich mit Vergaben und Fahrplanjahren; prüfe den aktuellen Stand.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was verbirgt sich hinter den Reihen 4744 und 4746?
  2. 2.Das ÖBB-Reihenschema als Abkürzung
  3. 3.So bestimmst du einen Cityjet im Feld
  4. 4.Wo du die Reihen antriffst
  5. 5.Was ein Triebzug betrieblich anders macht als ein Lokzug
  6. 6.Fototipps für moderne Nahverkehrstriebzüge
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartElektrischer Nahverkehrs-Triebzug in Niederflurbauweise
BezeichnungssystemÖBB-Reihen 4744 und 4746 – die führende 4 steht für elektrischen Triebwagen
ProduktbezeichnungCityjet (ÖBB-Produktname) auf Basis der Herstellerplattform Siemens Desiro ML
ZugaufbauDreiteilige feste Einheit, im Betrieb nicht getrennt
Stromsystem15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom
EinstiegNiederflurig, auf schnellen Fahrgastwechsel ausgelegt
Unterschied 4744 / 4746Abweichende Türanordnung und Innenraumaufteilung – die Reihenanschrift entscheidet

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Dreiteilige Einheit mit durchgehend niederflurigem Einstieg
  • Jeder Wagenteil steht auf zwei eigenen Drehgestellen – keine geteilten Jakobs-Drehgestelle
  • Glatt gestaltete, leicht gerundete Frontpartie mit großflächiger Scheibe
  • Vierstellige Reihenanschrift, die mit 4744 oder 4746 beginnt
  • Stromabnehmer auf dem Dach, lautloses Anfahren ohne Dieselgeräusch
  • Fährt im Regional- und Ballungsraumverkehr, nicht im Fernverkehr

Aktualisiert: August 2026 – Glatte Front, tiefer Einstieg, drei Wagenteile: Unter dem Produktnamen Cityjet fahren bei den ÖBB unter anderem die Reihen 4744 und 4746 auf Basis der Plattform Siemens Desiro ML. Diese Seite zeigt dir, wie du sie erkennst, warum der Markenname allein für eine Sichtung nicht reicht und wie du sie von der Talent-Familie trennst.

Cityjet gesehen? Die Reihe macht den Unterschied.

Ein Produktname deckt mehrere Reihen ab – notiere 4744 oder 4746 samt Ordnungsnummer, dann bleibt deine Sichtung aussagekräftig.

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Was verbirgt sich hinter den Reihen 4744 und 4746?

Beide sind dreiteilige elektrische Nahverkehrs-Triebzüge der ÖBB-Personenverkehr AG in Niederflurbauweise, gebaut auf der Herstellerplattform Siemens Desiro ML und vermarktet unter dem ÖBB-Produktnamen Cityjet. Sie fahren unter 15 kV bei 16,7 Hz und sind auf dichten Regional- und Ballungsraumverkehr ausgelegt.

Für die Fahrzeugkunde ist die Unterscheidung der drei Begriffsebenen zentral:

  • Cityjet ist ein Produktname der ÖBB. Er beschreibt ein Verkehrsangebot, nicht eine Bauart.
  • Desiro ML ist eine Plattformbezeichnung des Herstellers. Sie beschreibt eine Fahrzeugfamilie, die auch in anderen Ländern eingesetzt wird.
  • 4744 und 4746 sind die ÖBB-Reihen. Nur sie bezeichnen eindeutig ein konkretes Fahrzeug.

Diese Dreiteilung begegnet dir in Österreich immer wieder – bei Talent, bei Desiro Classic, beim Railjet. Wer sie beherrscht, notiert Sichtungen von Anfang an so, dass sie später noch etwas wert sind.

Das ÖBB-Reihenschema als Abkürzung

Die ÖBB bezeichnen Triebfahrzeuge mit „Reihe“ plus vierstelliger Zahl, und die erste Ziffer kodiert die Fahrzeugart. Das ist der schnellste Einstieg in die österreichische Fahrzeugwelt:

Führende Ziffer Fahrzeugart Beispiel aus dem Nahverkehr
1 Elektrolokomotive Zuglok eines lokbespannten Wendezuges
2 Diesellokomotive Verschiebe- und Streckendiesellok
4 Elektrischer Triebwagen / Triebzug Reihen 4744 und 4746
5 Dieseltriebwagen Triebwagen auf nicht elektrifizierten Strecken
6 Steuerwagen Führerstandswagen ohne Antrieb
7 Beiwagen antriebsloser Zwischenwagen

Zusätzlich trägt jedes Fahrzeug eine zwölfstellige europäische Nummer. Sie beginnt mit dem Bauartcode, gefolgt vom Ländercode des Halters – 81 steht für Österreich. Wie du diese Nummer Block für Block auflöst und wo sie am Fahrzeug steht, erklärt der Guide zur ÖBB-Nummer und UIC-Wagennummer.

So bestimmst du einen Cityjet im Feld

Schritt 1: Drehgestelle prüfen

Steht jeder Wagenteil auf zwei eigenen Drehgestellen, ist die Talent-Familie mit ihren geteilten Drehgestellen ausgeschlossen.

Schritt 2: Einstieg ansehen

Niederflurig und auf schnellen Fahrgastwechsel ausgelegt. Hohe Trittstufen sprechen für eine ältere Reihe.

Schritt 3: Antriebsart klären

Stromabnehmer auf dem Dach bedeuten elektrischen Betrieb. Kein Motorengeräusch beim Anfahren bestätigt das.

Schritt 4: Reihenanschrift lesen

4744 oder 4746 an der Seitenwand entscheidet endgültig – und liefert zugleich die Information, die in die Sichtung gehört.

Praxis-Tipp

Fotografiere die Anschrift separat, wenn du unsicher bist. Ein Detailbild der Nummer lässt sich später in Ruhe auswerten – am Bahnsteig bleibt dafür oft keine Zeit.

Welche Reihe fährt gerade bei dir?

Live-Sichtungen aus der Community zeigen dir, welche Nahverkehrsfahrzeuge zuletzt gemeldet wurden.

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Wo du die Reihen antriffst

Nahverkehrstriebzüge folgen dem Takt, nicht dem Ereignis. Wie dicht dieser Takt überhaupt gefahren werden kann, entscheidet sich an den Trassen der ÖBB-Infrastruktur. Für die Suche bedeutet das: Knotenbahnhöfe mit mehreren Regionallinien und dichter Zugfolge liefern in kurzer Zeit die meisten Fahrzeuge – Wien Hauptbahnhof ist dafür der offensichtlichste Kandidat. Ein einzelner Streckenpunkt ist fotografisch reizvoller, aber deutlich weniger ergiebig. Wie reizvoll, zeigt die Semmeringbahn bei Breitenstein.

Flotten und Zuordnungen sind veränderlich

Welche Reihe auf welcher Linie fährt, hängt an Vergaben, Fahrzeugzuläufen und Fahrplanjahren. Auch Lackierungen und Beschriftungen ändern sich. Nimm keine Streckenliste als dauerhaft gültig, sondern gleiche sie mit aktuellen Sichtungen ab.

Wie du dafür Echtzeitquellen sinnvoll kombinierst, erklärt der Beitrag zu Live-Sichtungen in Echtzeit. Welche Abfahrten an einem bestimmten Bahnhof anstehen, findest du am schnellsten über die Auskunftssysteme der regionalen Verkehrsverbünde.

Was ein Triebzug betrieblich anders macht als ein Lokzug

Der Cityjet ist ein Triebzug: Antrieb und Fahrgastraum bilden eine bauliche Einheit, die im Betrieb nicht getrennt wird. Das klingt nach einem Detail, hat aber weitreichende Folgen – und erklärt, warum moderne Nahverkehre fast überall in diese Richtung gehen.

  • Kein Umsetzen, keine Rangierarbeit. Ein Triebzug hat an beiden Enden einen Führerstand und wendet ohne jede Fahrzeugbewegung im Bahnhof.
  • Antrieb über den Zug verteilt. Weil mehrere Achsen angetrieben sind, beschleunigt ein Triebzug schneller als ein lokbespannter Zug gleicher Länge. Bei dichter Haltefolge ist das der entscheidende Vorteil.
  • Feste Kapazität. Die Kehrseite: Ein Triebzug lässt sich nicht kurzfristig um zwei Wagen verlängern. Mehr Kapazität heißt eine zweite gekuppelte Einheit.
  • Einheitliche Instandhaltung. Die Einheit geht als Ganzes in die Werkstatt – anders als bei Lok und Wagen, die getrennt disponiert werden.

Für Spotter bedeutet das vor allem eines: Bei einem Triebzug ist die Sichtung mit einer Nummer vollständig beschrieben. Bei einem lokbespannten Zug brauchst du mindestens zwei Angaben, weil Lok und Wagengarnitur unabhängig voneinander wechseln können. Wer beide Zugarten am selben Bahnhof beobachtet, merkt den Unterschied sofort in der eigenen Dokumentation.

Fototipps für moderne Nahverkehrstriebzüge

Glatte Flächen, große Scheiben und kurze Standzeiten – moderne Triebzüge sind fotografisch anspruchsvoller, als sie aussehen.

Schräg statt frontal

Eine Dreiviertelansicht bricht die flächige Front auf und zeigt gleichzeitig die Seitenwand mit den Anschriften.

Spiegelungen kontrollieren

Große Fensterflächen spiegeln Bahnsteigdächer und Himmel. Ein Standortwechsel um wenige Meter ändert das Ergebnis deutlich.

Gesamte Einheit einplanen

Drei Wagenteile brauchen Abstand. Am Bahnsteigende bekommst du eher die vollständige Garnitur ins Bild.

Sicherheit vor Motiv

Gleisbereiche und Betriebsanlagen sind tabu. Bleib hinter der Sicherheitslinie – jedes gute Bild geht auch von dort.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für 4744 oder 4746, wenn …

  • der Zug aus drei Wagenteilen mit je zwei Drehgestellen besteht
  • der Einstieg niederflurig ist
  • ein Stromabnehmer auf dem Dach sitzt
  • die Anschrift mit 4744 oder 4746 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur die Front siehst und die Drehgestelle nicht beurteilen kannst
  • der Zug in einer Sonder- oder Werbelackierung unterwegs ist
  • zwei Einheiten gekuppelt fahren und die Wagenzahl unklar wirkt

Es ist kein Cityjet dieser Reihen, wenn …

  • zwischen den Wagenteilen einzelne geteilte Drehgestelle sitzen
  • der Einstieg hochflurig mit Trittstufen ist
  • eine eigenständige Lokomotive den Zug zieht

Die häufigste Verwechslung ist die mit der Reihe 4024 (Talent), die zweithäufigste die mit der älteren, hochflurigen Reihe 4020. Wer den Namen Desiro schon einmal gehört hat, sollte außerdem die dieselgetriebene Reihe 5022 (Desiro Classic) kennen: gleicher Plattformname, völlig andere Antriebsart.

Fazit

Der Cityjet zeigt exemplarisch, warum Produktnamen und Reihenbezeichnungen zwei verschiedene Dinge sind. Für den ersten Blick reicht die Marke, für eine belastbare Sichtung nicht. Drehgestelle zählen, Einstiegshöhe prüfen, Reihe ablesen – dann steht die Bestimmung.

Kurzfazit

Dreiteilig, niederflurig, jeder Wagenteil auf zwei eigenen Drehgestellen: Das ist der Cityjet der Reihen 4744 und 4746. Der Markenname ist der Einstieg, die vierstellige Reihe die Antwort.

Sichtungen mit Reihe und Nummer sichern

Reihe, Ordnungsnummer, Datum und Ort in einer App – so entsteht aus Alltagsbeobachtungen eine echte Sammlung.

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Zusammenfassung

  • Die Reihen 4744 und 4746 stehen für die aktuelle Generation elektrischer Nahverkehrstriebzüge der ÖBB.
  • Sie basieren auf einer Herstellerplattform, werden aber unter dem ÖBB-Produktnamen Cityjet vermarktet.
  • Für die Bestimmung reichen Drehgestellanordnung, Einstiegshöhe und die vierstellige Reihennummer.
  • Weil das Produkt Cityjet mehrere Reihen umfasst, gehört in jede Sichtung die konkrete Reihe, nicht nur der Markenname.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Cityjet und Desiro ML?

Cityjet ist ein Produktname der ÖBB für ihr Nahverkehrsangebot, Desiro ML die Plattformbezeichnung des Herstellers Siemens. Beides beschreibt dasselbe Fahrzeug aus unterschiedlicher Perspektive. Verbindlich für die Fahrzeugkunde ist keine der beiden Bezeichnungen, sondern die ÖBB-Reihe 4744 beziehungsweise 4746.

Wie unterscheiden sich die Reihen 4744 und 4746?

Die beiden Reihen unterscheiden sich in Türanordnung und Innenraumaufteilung, weil sie auf unterschiedliche Verkehrsprofile zugeschnitten sind. Von außen sind die Unterschiede subtil. Die einzige sichere Auskunft gibt die vierstellige Anschrift an der Fahrzeugseite.

Wie erkenne ich einen Cityjet gegenüber der Reihe 4024?

Über die Drehgestelle. Beim Talent-Triebzug der Reihe 4024 sitzt zwischen zwei Wagenteilen ein einzelnes geteiltes Drehgestell. Beim Cityjet steht jeder Wagenteil auf zwei eigenen Drehgestellen. Das siehst du auch aus größerer Entfernung, sobald du auf die Wagenübergänge achtest.

Was bedeutet die 4 am Anfang der Reihennummer?

Sie kodiert die Fahrzeugart. Die ÖBB bezeichnen Triebfahrzeuge mit „Reihe“ plus vierstelliger Zahl: 1 für Elektrolokomotiven, 2 für Diesellokomotiven, 4 für elektrische Triebwagen und Triebzüge, 5 für Dieseltriebwagen. Eine 4744 ist damit ohne weitere Prüfung als elektrischer Triebzug identifiziert.

Gibt es Cityjet-Varianten mit anderem Antrieb?

Ja, die ÖBB setzen innerhalb der Cityjet-Familie auch Fahrzeuge mit Batteriespeicher für teilweise nicht elektrifizierte Strecken ein. Diese laufen unter einer eigenen Reihennummer. Der Produktname allein sagt deshalb nichts über die Antriebsart aus – die Reihe schon.

Wo werden die Reihen eingesetzt?

Im Regional- und Ballungsraumverkehr auf elektrifizierten Strecken. Konkrete Linien und Zuordnungen wechseln mit Vergaben, Fahrplanjahren und Fahrzeugzuläufen. Betrachte jede Streckenangabe als Momentaufnahme und prüfe die aktuelle Lage über Echtzeitdaten.

Wie finde ich die vollständige Fahrzeugnummer?

Sie steht als zwölfstellige Anschrift an der Seitenwand. Der erste Block ist der Bauartcode, der zweite der Ländercode des Halters – 81 steht für Österreich. Danach folgen Reihe, laufende Ordnungsnummer und eine Prüfziffer, die Zahlendreher aufdeckt.

Warum sollte ich die Reihe und nicht nur „Cityjet“ notieren?

Weil ein Produktname mehrere Baureihen mit unterschiedlichem Antrieb und Innenraum zusammenfasst. Eine Sichtung, die nur „Cityjet“ vermerkt, verliert genau die Information, die sie später auswertbar macht. Reihe plus Ordnungsnummer sind der eindeutige Identifikator.

Sichtung von ÖBB 4744 / 4746 (Cityjet / Desiro ML) festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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