Newag Griffin

Der Griffin ist eine moderne Elektrolokomotive des polnischen Herstellers Newag. Ein Produktname – die betriebliche Bezeichnung folgt trotzdem dem PKP-Schema.

Auch bekannt als: Griffin · Newag Gryfin

PolenPolenElektrolokomotiven7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Griffin ist ein Produktname, vergleichbar mit Vectron oder FLIRT – kein Code aus dem PKP-Baureihensystem.
  • Die betriebliche Bezeichnung folgt trotzdem dem Schema: erster Buchstabe Antriebsart, zweiter Verwendung, dann die Bauartnummer.
  • Newag ist ein polnischer Hersteller aus Nowy Sącz und baut neben Lokomotiven auch Triebzüge.
  • Vier Achsen grenzen die Lok sofort von den schweren sechsachsigen Güterzugbaureihen ab.
  • Betreiber und Einsatzgebiete ändern sich mit Vergaben und Fahrplanjahren – aktuelle Angaben immer prüfen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Newag Griffin?
  2. 2.Produktname und Baureihenbezeichnung auseinanderhalten
  3. 3.Bestimmung im Feld
  4. 4.Spotting und Fotografie
  5. 5.Was moderne Fahrzeuge an der Bestimmung ändern
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartModerne Elektrolokomotive
HerstellerNewag (Nowy Sącz, Polen)
BezeichnungsartGriffin ist ein Produktname des Herstellers, keine PKP-Baureihenbezeichnung
AchsfolgeBo'Bo' – vier Achsen in zwei Drehgestellen
Netzpolnisches Netz mit 3 kV Gleichspannung
UIC-Ländercode51 für Polen

Erkennungsmerkmale

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  • Moderne, glatt gestaltete Frontpartie ohne die kantige Formensprache der Altbauloks
  • Vier Achsen in zwei Drehgestellen – kein sechsachsiger Aufbau
  • Betriebliche Anschrift nach PKP-Schema beginnend mit E für elektrischen Antrieb
  • Lackierung meist in den Farben des jeweiligen Betreibers, nicht des Herstellers
  • UIC-Nummer mit dem Ländercode 51 für Polen

Aktualisiert: August 2026 – Der Newag Griffin ist eine moderne Elektrolokomotive aus polnischer Produktion. Sein Name gehört allerdings zu einer anderen Ebene als EU07 oder ET22: Griffin ist ein Produktname des Herstellers, keine Baureihenbezeichnung. Diese Seite zeigt, wie beide Systeme zusammenspielen und woran du das Fahrzeug im Betrieb erkennst.

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Was ist der Newag Griffin?

Der Griffin ist eine moderne vierachsige Elektrolokomotive des polnischen Herstellers Newag mit Sitz in Nowy Sącz. Er gehört damit zu einer noch jungen Entwicklung: Nach Jahrzehnten, in denen der polnische Lokomotivbestand von Pafawag- und HCP-Konstruktionen geprägt war, kommen moderne Streckenloks wieder aus heimischer Produktion. Das Bezeichnungsschema, unter dem diese Loks im Betrieb geführt werden, stammt dagegen von den Polskie Koleje Państwowe und ist deutlich älter als jeder Produktname.

Wichtig für die Einordnung ist der Unterschied zwischen zwei Namensebenen. Griffin ist ein Produktname – vergleichbar mit Vectron bei Siemens oder FLIRT bei Stadler. Die betriebliche Bezeichnung im Bahnbetrieb folgt dagegen weiterhin dem polnischen Buchstaben-Ziffern-Schema, das auch bei der klassischen PKP EU07 gilt.

Produktname und Baureihenbezeichnung auseinanderhalten

Wer moderne Fahrzeuge bestimmen will, muss beide Systeme lesen können. Sie beschreiben verschiedene Dinge und schließen einander nicht aus.

Ebene Wer vergibt sie Was sie sagt Beispiel
Produktname Hersteller Fahrzeugfamilie und Plattform Griffin, Vectron, Impuls, FLIRT
Baureihenbezeichnung Bahnbetreiber Antriebsart, Verwendung, Bauart EU07, ET22, EN57
Ordnungsnummer Bahnbetreiber die einzelne Maschine dreistellige Zahl hinter der Baureihe
UIC-Nummer international Fahrzeugart, Land, Halter, Prüfziffer zwölfstellig, beginnt bei Polen mit 51

Für das Logbuch heißt das: Der Produktname allein reicht nie. Erst Baureihenbezeichnung plus Ordnungsnummer identifizieren ein konkretes Fahrzeug. Wie man diese Nummern im Betrieb überhaupt findet, erklärt der Guide zum Entschlüsseln von Zugnummern.

Zwei Fragen, zwei Antworten

Frag beim Bestimmen immer beides: Von welchem Hersteller stammt die Plattform – und wie führt der Betreiber das Fahrzeug? Der erste Teil erklärt die Form, der zweite die Anschrift.

Bestimmung im Feld

Achsen zählen

Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Sechs Achsen führen zu den älteren schweren Güterzugbaureihen und schließen moderne Streckenloks in der Regel aus.

Formensprache einordnen

Moderne Fahrzeuge wirken glatter und stärker gestaltet als die kastigen Altbauloks. Das trennt die Generationen schon aus der Entfernung.

Anschrift lesen

Der erste Buchstabe verrät die Antriebsart, der zweite die Verwendung. Danach folgen Bauart- und Ordnungsnummer.

Betreiber notieren

Bei modernen Fahrzeugen sagt die Lackierung mehr über den Betreiber als über den Hersteller. Beides gehört in die Sichtung.

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Spotting und Fotografie

Moderne Lokomotiven sind fotografisch anspruchsvoller, als sie wirken. Große glatte Flächen spiegeln, und weil sich die Plattformen europaweit ähneln, entscheidet die lesbare Anschrift darüber, ob ein Bild später noch zuzuordnen ist.

  • Seitenwand mit ins Bild. Eine reine Frontaufnahme moderner Loks ist oft nicht eindeutig bestimmbar – die Anschrift sitzt seitlich.
  • Spiegelungen vermeiden. Flaches Licht am Morgen oder Nachmittag ist deutlich freundlicher zu großen Lackflächen als harte Mittagssonne.
  • Betreiberlackierung dokumentieren. Bei Fahrzeugen, die zwischen Betreibern wechseln oder gemietet sind, ist die Lackierung eine zeitgebundene Information.
  • Passende Brennweite wählen. Zu kurz, und die Nummer ist unlesbar; zu lang, und der Zug passt nicht mehr ins Bild.

Die Technikgrundlagen stehen im Guide zu guten Fotos von Zügen, die Objektivfrage im Ratgeber zur Brennweite in der Zugfotografie. Für die Tourenplanung mit Echtzeitdaten hilft der Beitrag zu Live-Sichtungen.

Standort und Sicherheit

Gleisbereiche, Bahnsteigkanten jenseits der Markierung, Abstellgruppen und Betriebsanlagen sind tabu. Fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichen Punkten. Welche Regeln zu Zutritt und Hausrecht im Detail gelten, hängt vom Betreiber und vom Einzelfall ab.

Was moderne Fahrzeuge an der Bestimmung ändern

Die Altbaugenerationen des polnischen Netzes ließen sich über Proportionen bestimmen: ein kastiger Vierachser, eine massige sechsachsige Güterzuglok, eine kompakte Rangiermaschine. Bei modernen Plattformfahrzeugen funktioniert das nur noch eingeschränkt, weil europäische Hersteller ähnliche Grundformen für ähnliche Aufgaben bauen.

Für die Praxis heißt das: Die Reihenfolge der Bestimmungsschritte verschiebt sich. Früher stand die Form am Anfang und die Anschrift war die Bestätigung. Heute ist die Anschrift der eigentliche Bestimmungsschritt, und die Form grenzt nur noch die Fahrzeuggeneration ein.

Generation einordnen

Glatte Flächen, große zusammenhängende Frontpartien und moderne Leuchteinheiten sprechen für ein Fahrzeug der jüngeren Beschaffungswellen. Kanten, Sicken und flächige Kastenaufbauten für die Altbaugeneration.

Hersteller vermuten, nicht behaupten

Plattformen ähneln sich. Eine Vermutung zur Herkunft ist ein guter Ausgangspunkt, ersetzt aber keine gelesene Anschrift – gerade wenn dieselbe Bauart bei mehreren Betreibern läuft.

Anschrift als Entscheidung behandeln

Bei modernen Fahrzeugen ist die Bezeichnung am Fahrzeugkasten kein Zusatz, sondern der Kern der Bestimmung. Ohne sie bleibt jede Zuordnung eine Wahrscheinlichkeitsaussage.

Kontext festhalten

Betreiber, Zugart und Ort ergeben zusammen ein Bild, das dir später beim Zuordnen unscharfer Aufnahmen hilft. Notiere sie direkt, nicht erst zu Hause.

Genau deshalb lohnt es sich, moderne Fahrzeuge von Anfang an sauber zu dokumentieren. Wer erst nach Jahren beginnt, hat lauter Bilder ohne Zuordnung im Archiv. Die Kombination aus Baureihenbezeichnung, Ordnungsnummer und Datum ist dabei das Minimum – bei Mietfahrzeugen kommt der Betreiber dazu, weil er sich ändern kann, ohne dass am Fahrzeug technisch etwas passiert.

Ein guter Vergleichsfall im selben Netz ist die klassische PKP EP09: Sie ist über die Form bestimmbar, weil sie aus einer Zeit stammt, in der jede Baureihe ihr eigenes Gesicht hatte.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für einen Griffin, wenn …

  • eine moderne, glatt gestaltete Ellok mit vier Achsen vor dir steht
  • die Anschrift dem polnischen Schema mit führendem E folgt
  • die UIC-Nummer den Ländercode 51 trägt
  • das Fahrzeug in den Farben eines polnischen Betreibers unterwegs ist

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur die Front siehst – moderne Plattformloks ähneln einander stark
  • die Lackierung keinen Hinweis auf den Betreiber gibt
  • das Fahrzeug abgestellt und teilweise verdeckt ist

Es ist kein Griffin, wenn …

  • der Aufbau kastig und flächig wirkt – dann eher eine Altbaulok wie EU07 oder ET22
  • die Front die stark geneigte Taurus-Scheibe zeigt
  • das Fahrzeug ein Triebzug ohne separate Lokomotive ist

Beim selben Hersteller lohnt der Vergleich mit den Triebzügen der Impuls-Familie, etwa dem Newag Impuls (EN76 / EN96). Dort steht das N an zweiter Stelle und weist auf einen Triebwagen statt auf eine Lokomotive hin.

Fazit

Der Griffin steht für eine neue Phase im polnischen Lokomotivbau – und für eine Bestimmungsaufgabe, die typisch für moderne Fahrzeuge ist. Die Form allein reicht nicht mehr, weil Plattformen europaweit ähnlich aussehen. Entscheidend sind Anschrift, Betreiber und Nummer.

Kurzfazit

Griffin ist der Produktname von Newag, die Betriebsbezeichnung folgt dem polnischen Schema. Vier Achsen, moderne Formensprache, Ländercode 51 – und die gelesene Anschrift als letzte Instanz.

Neue Baureihen von Anfang an dokumentieren

Wer moderne Fahrzeuge früh erfasst, hat später ein Archiv, das den Wandel wirklich abbildet.

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Zusammenfassung

  • Der Griffin steht für die jüngere Generation polnischer Lokomotivbeschaffung aus heimischer Produktion.
  • Für die Bestimmung im Feld zählen Achszahl, moderne Formensprache und vor allem die angeschriebene Betriebsbezeichnung.
  • Produktname und Baureihenbezeichnung sind zwei verschiedene Ebenen – wer beide kennt, ordnet jedes moderne Fahrzeug sauber ein.
  • Weil Betreiberlackierungen wechseln, gehören Nummer und Betreiber in jede Sichtung.

Häufige Fragen

Was ist der Newag Griffin?

Der Griffin ist eine moderne Elektrolokomotive des polnischen Herstellers Newag aus Nowy Sącz. Griffin ist dabei der Produktname des Herstellers, nicht die betriebliche Baureihenbezeichnung. Im Betrieb tragen die Maschinen zusätzlich eine Bezeichnung nach dem üblichen polnischen Buchstaben-Ziffern-Schema.

Warum hat die Lok zwei Namen?

Weil Hersteller ihre Plattformen wie Produkte vermarkten, Bahnbetreiber die Fahrzeuge aber nach ihrem eigenen System einordnen. Genauso funktioniert es beim Siemens Vectron oder beim Stadler FLIRT. Der Produktname beschreibt die Baureihe des Herstellers, die Betriebsbezeichnung sagt, wie das Fahrzeug im Bahnbetrieb geführt wird.

Wie lese ich die polnische Betriebsbezeichnung?

Der erste Buchstabe steht für die Antriebsart: E für elektrisch, S für Verbrennungsmotor. Der zweite Buchstabe beschreibt die Verwendung: U für universal, P für Reisezug, T für Güterverkehr, M für Rangierdienst, N für Triebwagen. Danach folgt die Bauartnummer. Dieses System funktioniert auch bei Fahrzeugen, die du zum ersten Mal siehst.

Wie viele Achsen hat der Griffin?

Vier Achsen in zwei Drehgestellen, Achsfolge Bo'Bo'. Das ist die typische Bauform moderner Streckenlokomotiven in Europa. Sechs Achsen findest du in Polen dagegen bei den älteren schweren Güterzugbaureihen wie der ET22 – die Achszahl bleibt damit das schnellste Ausschlusskriterium.

Wer ist Newag?

Newag ist ein polnischer Schienenfahrzeughersteller mit Sitz in Nowy Sącz. Das Unternehmen baut sowohl Lokomotiven als auch Elektro- und Dieseltriebzüge, darunter die Impuls-Familie. Damit gehört Newag neben PESA zu den beiden großen heimischen Herstellern, die den polnischen Fahrzeugmarkt heute prägen.

Auf welchem Stromsystem fährt der Griffin?

Das polnische elektrifizierte Netz arbeitet durchgehend mit 3 kV Gleichspannung. Moderne Lokomotivplattformen werden allerdings häufig in mehreren Ausführungen angeboten. Welche Ausstattung eine konkrete Maschine hat, sagt weder der Produktname noch die Baureihenbezeichnung – das steht am Fahrzeug selbst.

Wo trifft man den Griffin an?

Bei den Betreibern, die solche Maschinen beschafft oder gemietet haben – darunter regionale Bahnunternehmen wie Koleje Mazowieckie. Welche Fahrzeuge auf welchen Leistungen laufen, hängt an Vergaben, Verträgen und Fahrplanjahren und verschiebt sich regelmäßig. Prüfe deshalb immer den aktuellen Stand.

Wie unterscheide ich moderne polnische Elloks voneinander?

Über drei Ebenen: die Achszahl, die Form der Frontpartie und die angeschriebene Betriebsbezeichnung. Moderne Plattformloks ähneln sich in den Proportionen stärker als die Altbaugenerationen, weshalb die gelesene Anschrift hier besonders wichtig ist. Ein Foto ohne lesbare Nummer lässt sich später oft nicht mehr sicher zuordnen.

Sichtung von Newag Griffin festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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