Das Wichtigste in Kürze
- Em 840 ist ein sprechender Name: E steht für Rangierlokomotive, m für Verbrennungsmotor, 840 ist die Typennummer.
- Statt einer Bruchzahl wie bei Re 4/4 II tragen moderne Schweizer Fahrzeuge eine dreistellige Typennummer – hier die 840.
- Erkennungsweg im Feld: Anschrift lesen, Aufgabe beobachten, UIC-Nummer mit Ländercode 85 prüfen.
- Rangierfahrzeuge sind Arbeitsgerät: Sie bewegen sich in Bereichen, die für Beobachter tabu sind – fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichen Punkten.
- Einsatzorte sind veränderlich: Wo eine bestimmte Maschine gerade arbeitet, verschiebt sich mit Betriebskonzepten und Fahrplanjahren.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Rangierlokomotive mit Verbrennungsmotor |
|---|---|
| Bezeichnungssystem | Schweizer Buchstabensystem: E = Rangierlokomotive, m = Verbrennungsmotor |
| Typennummer | 840 – dreistellige moderne Schweizer Typennummer |
| Betreiber | SBB (Schweizerische Bundesbahnen) |
| UIC-Ländercode | 85 für die Schweiz |
| Typischer Einsatz | Rangier- und Zustelldienst; die konkreten Standorte ändern sich |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Anschrift Em 840 am Fahrzeugkasten – das große E steht im Schweizer System für Rangierlokomotive
- Kein Stromabnehmerzwang: Die Maschine arbeitet dank Verbrennungsmotor auch in nicht elektrifizierten Gleisgruppen
- Rangiertritte, Haltegriffe und Umlaufbleche an den Fahrzeugenden – Standard bei Rangierloks, untypisch für Streckenloks
- UIC-Nummer beginnt mit dem Ländercode 85 für die Schweiz
- Bewegt einzelne Wagen oder kurze Wagengruppen statt kompletter Zugverbände
Aktualisiert: August 2026 – Die SBB Em 840 ist eine Rangierlokomotive, und ihr Name sagt das bereits, bevor du das Fahrzeug überhaupt gesehen hast. Das Schweizer Bezeichnungssystem ist eines der wenigen in Europa, das Aufgabe und Antriebsart direkt in den Namen schreibt. Diese Seite zeigt dir, wie du das Kürzel liest, woran du die Maschine im Feld einordnest und was beim Beobachten von Rangierfahrzeugen gilt.
Rangierlok gesichtet? Nummer festhalten.
Rangierfahrzeuge sieht man selten zweimal am selben Ort – mit Traintrack ist die Sichtung in Sekunden dokumentiert.
Was ist die SBB Em 840?
Die SBB Em 840 ist eine Rangierlokomotive mit Verbrennungsmotor, betrieben von den Schweizerischen Bundesbahnen. Die Bezeichnung selbst ist die Antwort: Das große E steht im Schweizer System für Rangierlokomotive, das kleine m für einen Verbrennungsmotor als Antriebsquelle, und 840 ist die Typennummer der modernen dreistelligen Systematik.
Damit ist auch die betriebliche Rolle klar umrissen. Rangierloks ziehen keine Züge über die Strecke, sondern bewegen einzelne Wagen und kurze Wagengruppen: zusammenstellen, zustellen, abholen, umsetzen. Weil ein Verbrennungsmotor an Bord ist, ist die Maschine nicht an den Fahrdraht gebunden und kann auch in nicht elektrifizierten Gleisgruppen und an Anschlussgleisen arbeiten – der entscheidende Unterschied zur elektrischen Rangierlok SBB Ee 922.
Das Schweizer Kürzel lesen: E, m und die Nummer
Kein anderes europäisches Land verrät so viel über die Fahrzeugbezeichnung wie die Schweiz. Wer das System einmal verstanden hat, kann auch bei völlig unbekannten Fahrzeugen sagen, womit er es zu tun hat.
Ersten Großbuchstaben lesen
Bei Streckenloks steht er für die Geschwindigkeitsklasse – A ist die schnellste Gruppe, danach folgen B, C und D. Ein E dagegen kennzeichnet keine Geschwindigkeitsklasse, sondern die Aufgabe: Rangierlokomotive.
Kleinbuchstaben prüfen
Sie beschreiben den Antrieb. Ein e steht für elektrisch, ein m für Verbrennungsmotor. Aus Ee wird so die elektrische Rangierlok, aus Em die Rangierlok mit eigenem Motor.
Zahl einordnen
Ältere Fahrzeuge tragen eine Bruchzahl wie 3/3 oder 4/4: Zähler sind die angetriebenen Achsen, Nenner die Gesamtachsen. Neuere Beschaffungen bekommen stattdessen eine dreistellige Typennummer – hier die 840.
Genau deshalb tauchen für dieselbe Maschine manchmal zwei Namen auf: Die klassische SBB Re 420 (Re 4/4 II) trägt beide Systeme nebeneinander. Wie man solche Fahrzeug- und Zugnummern im Betrieb überhaupt findet und sauber abliest, zeigt der Guide zum Entschlüsseln von Zugnummern.
Merkhilfe für die Kleinbuchstaben
e wie elektrisch, m wie Motor. Mehr brauchst du für neunzig Prozent aller Schweizer Fahrzeugbezeichnungen nicht – der Rest sind Sonderfälle wie Zahnradantrieb oder Dienstfahrzeuge.
Wo Rangierloks im Schweizer Betrieb auftauchen
Rangierfahrzeuge folgen nicht dem Fahrplan, sondern dem Güteraufkommen. Das macht sie schwer planbar – und erklärt, warum die meisten Sichtungen nebenbei entstehen.
| Ort | Trefferchance | Was du realistisch siehst |
|---|---|---|
| Größere Güterbahnhöfe | hoch | Zusammenstellen und Auflösen von Wagengruppen, oft über Stunden |
| Bahnhöfe mit Anschlussgleisen | mittel | Kurze Zustellfahrten zu Industriekunden, meist vormittags oder abends |
| Reine Reisezugbahnhöfe | niedrig | Rangierfahrzeuge tauchen dort höchstens für Wagenumstellungen auf |
| Werkbereiche und Betriebshöfe | nicht zugänglich | Privatgelände – von außen bestenfalls in Sichtweite |
| Abstellgruppen am Bahnhofsrand | mittel | Abgestellte Maschinen zwischen zwei Einsätzen, oft gut einsehbar |
Einsatzorte sind veränderlich
Welche Bahnhöfe mit welchen Fahrzeugen bedient werden, hängt an Betriebskonzepten, Kundenanschlüssen und Fahrplanjahren. Ältere Listen aus dem Netz sind bei Rangierfahrzeugen besonders schnell veraltet – prüfe die Lage vor Ort oder über aktuelle Community-Sichtungen.
Sieh, was gerade gemeldet wird
Live-Sichtungen aus der Community zeigen dir, welche Fahrzeuge aktuell unterwegs sind – bevor du losfährst.
Rangierloks fotografieren: schwieriger, als sie aussehen
Eine Rangierlok steht still, fährt langsam und wirkt deshalb wie ein einfaches Motiv. In der Praxis ist sie eines der undankbarsten Fahrzeuge überhaupt: Sie steht meist mitten im Gleisfeld, halb verdeckt von Wagen, oft im Gegenlicht.
Standpunkt vom Bahnsteigende suchen
Das Ende eines öffentlich zugänglichen Bahnsteigs ist häufig der einzige legale Punkt mit freier Sicht ins Gleisfeld. Weiter gehst du nicht – Gleise und Rangierbereiche sind Betriebsanlagen und tabu.
Telebrennweite einplanen
Rangierfahrzeuge sind selten nah. Ohne ordentliche Brennweite bleibt vom Fahrzeug ein Fleck im Bild – der Abstand ist hier nicht verhandelbar, also muss das Objektiv liefern.
Auf die Anschrift scharfstellen
Die eigentliche Information ist der Schriftzug am Fahrzeugkasten. Plane den Ausschnitt so, dass Bezeichnung und möglichst auch die UIC-Nummer lesbar bleiben.
Bewegung abwarten
Eine rangierende Maschine mit angehängten Wagen erzählt mehr als ein Standbild vor grauer Kulisse. Geduld schlägt hier jede Technik.
Welche Brennweite dafür sinnvoll ist, klärt der Ratgeber zur Brennweite in der Zugfotografie; die grundsätzliche Technik steht im Guide zu guten Fotos von Zügen. Wenn du gezielt im Güterverkehr unterwegs bist, hilft zusätzlich der Beitrag zum Verfolgen von Güterzügen.
Ein Punkt wird dabei oft unterschätzt: Rangierfahrzeuge sind die Fahrzeuggruppe mit der geringsten Dokumentationsdichte überhaupt. Streckenloks und Triebzüge werden tausendfach fotografiert, weil sie planmäßig verkehren und leicht zugänglich sind. Rangierloks arbeiten dagegen abseits, oft ohne Publikum, und verschwinden am Ende ihrer Einsatzzeit meist unbemerkt.
Für dich heißt das: Eine saubere Sichtung mit Anschrift, vollständiger UIC-Nummer, Datum und Ort ist bei diesen Fahrzeugen mehr wert als beim x-ten Bild einer bekannten Streckenlok. Wer über Jahre konsequent mitschreibt, hat am Ende Daten, die sonst kaum jemand hat – und kann rückblickend nachvollziehen, welche Maschinen wann an welchem Standort gearbeitet haben.
Dieselbe Logik gilt für die elektrische Verwandtschaft: Die SBB Ee 3/3 steht für die klassische Generation Schweizer Rangierloks, deren Bruchzahl-Bezeichnung heute schon historisch wirkt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine Em, wenn …
- die Anschrift mit Em beginnt
- das Fahrzeug in nicht elektrifizierten Gleisen arbeitet
- es einzelne Wagen bewegt statt ganzer Züge
- die UIC-Nummer den Ländercode 85 trägt
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Anschrift aus der Entfernung nicht lesen kannst
- das Fahrzeug abgestellt zwischen anderen Maschinen steht
- es sich um ein Fahrzeug eines Privatbahn- oder Industriebetreibers handelt
Es ist keine Em, wenn …
- die Anschrift mit Ee beginnt – dann ist es eine elektrische Rangierlok
- ein Re, Am oder Bm vorne steht
- das Fahrzeug einen kompletten Zug über die Strecke zieht
Am nächsten steht der Em 840 betrieblich die dieselbetriebene SBB Am 843 – dort weist das große A allerdings auf eine Streckenlok der schnellsten Klasse hin, nicht auf ein reines Rangierfahrzeug.
Fazit
Die Em 840 ist kein Fahrzeug, für das man eine Tagesreise plant – aber ein sehr gutes Lehrstück. An ihr lässt sich das gesamte Schweizer Bezeichnungssystem in einem Zug erklären: Aufgabe, Antrieb, Fahrzeuggeneration, alles in fünf Zeichen. Wer das einmal verstanden hat, liest anschließend jede Schweizer Lokbezeichnung, ohne nachschlagen zu müssen.
Kurzfazit
E steht für Rangierlok, m für Verbrennungsmotor, 840 für den Typ. Gesichtet wird die Maschine meist nebenbei am Rand von Güterbahnhöfen – fotografiert ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten.
Zusammenfassung
- Die Em 840 gehört zur Gruppe der Schweizer Rangierfahrzeuge mit thermischem Antrieb und ist über ihre Anschrift eindeutig bestimmbar.
- Das Schweizer Bezeichnungssystem liefert mehr Information als eine reine Ordnungsnummer – es beschreibt Aufgabe und Antrieb des Fahrzeugs.
- Für Spotter ist die Maschine ein Randfahrzeug im besten Sinn: selten bewusst gesucht, dafür oft nebenbei gesichtet.
- Wer sie dokumentiert, notiert Anschrift, vollständige UIC-Nummer, Datum und Ort – der Rest ergibt sich.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Bezeichnung Em 840?
Das große E kennzeichnet im Schweizer System eine Rangierlokomotive, das kleine m einen Verbrennungsmotor als Antrieb. Die Zahl 840 ist die Typennummer der modernen dreistelligen Systematik. Zusammengelesen heißt Em 840 also: Rangierlokomotive mit Verbrennungsmotor, Typ 840, betrieben von den SBB.
Warum hat die Em 840 keine Bruchzahl wie Re 4/4 II?
Ältere Schweizer Fahrzeuge tragen eine Bruchzahl, die angetriebene Achsen zu Gesamtachsen ins Verhältnis setzt – etwa Ee 3/3 für drei angetriebene von drei Achsen. Bei neueren Beschaffungen haben die SBB auf dreistellige Typennummern umgestellt. Beide Systeme existieren nebeneinander, weshalb du im Betrieb Re 420 und Re 4/4 II für dasselbe Fahrzeug siehst.
Wo sieht man Rangierlokomotiven wie die Em 840?
In Güterbahnhöfen, an Anschlussgleisen, in Abstellbereichen und rund um Werke – also überall dort, wo Wagen einzeln bewegt werden. Vom öffentlichen Bahnsteig aus siehst du sie meist am Rand des Gleisfelds. Welche Standorte aktuell bedient werden, ändert sich mit den Betriebskonzepten und lässt sich nicht dauerhaft festschreiben.
Ist die Em 840 eine Diesellok oder eine Hybridlok?
Das kleine m in der Bezeichnung sagt nur, dass ein Verbrennungsmotor an Bord ist. Ob eine Maschine zusätzlich einen Energiespeicher oder eine zweite Energiequelle mitführt, kannst du aus dem Kürzel allein nicht ablesen. Diese Detailangabe gehört an das konkrete Fahrzeug und seine Anschriften, nicht an die Typenbezeichnung.
Wie unterscheide ich die Em 840 von der Ee 922?
Über den zweiten Kleinbuchstaben: Ee bedeutet elektrische Rangierlokomotive, Em Rangierlokomotive mit Verbrennungsmotor. Eine Ee ist damit auf Fahrdraht angewiesen und trägt einen Stromabnehmer, eine Em kann auch im nicht elektrifizierten Gleis arbeiten. Im Zweifel entscheidet die angeschriebene Bezeichnung am Fahrzeug.
Darf ich Rangierfahrzeuge fotografieren?
Vom öffentlich zugänglichen Bahnsteig oder von der Straße aus ist Fotografieren in der Regel unproblematisch. Gleisbereiche, Rangierfelder, Betriebshöfe und Abstellgruppen sind dagegen Betriebsanlagen und tabu – auch dann, wenn kein Zaun im Weg steht. Rechtliche Details hängen vom Einzelfall und vom Hausrecht des Betreibers ab.
Wie viele Maschinen der Reihe Em 840 gibt es?
Belastbare, dauerhaft gültige Bestandszahlen lassen sich für Rangierfahrzeuge kaum angeben: Sie werden umgebaut, umgezeichnet, verkauft und ausgemustert, ohne dass das öffentlich breit dokumentiert wird. Verlässlicher ist die eigene Beobachtung – jede notierte Nummer ist ein Datenpunkt, den du später auswerten kannst.
Beginnt die UIC-Nummer schweizerischer Fahrzeuge immer mit 85?
Der Ländercode 85 steht für die Schweiz und taucht in der zwölfstelligen UIC-Nummer an fester Position auf. Die ersten beiden Ziffern davor beschreiben die Fahrzeugart – bei Bahndienstfahrzeugen etwa 99. So lässt sich aus der Nummer allein schon ablesen, aus welchem Land ein Fahrzeug stammt und in welche Gruppe es fällt.
Sichtung von SBB Em 840 festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
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