Das Wichtigste in Kürze
- Pollo ist ein Spitzname, kein Firmenname – gemeint war das Prignitzer Kleinbahnnetz in 750 mm.
- Kleinbahn ist ein Rechtsbegriff. Das preußische Kleinbahngesetz von 1892 erlaubte billigeren Bau und einfacheren Betrieb als bei Vollbahnen.
- Die Strecke wurde wieder aufgebaut, nicht erhalten – nach der Stilllegung waren die Gleise verschwunden.
- Regeltraktion ist Diesel. Dampf gibt es allenfalls an angekündigten Terminen; prüfe das Programm vorher.
- Fotografisch ist die Ebene die Aufgabe: kein erhöhter Standpunkt, keine Abschattung, dafür sehr weite Bildaufbauten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Woran du das Unternehmen erkennst
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Kleinbahn ist kein Kosewort
- 7.Eine Strecke, die zweimal gebaut wurde
- 8.Kleinlok, Endbühnenwagen, Arbeitsgerät
- 9.So planst du die Anfahrt
- 10.Fotografieren in der Ebene
- 11.Passt der Besuch zu dir?
- 12.Wo die Quellenlage dünn bleibt
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Trägerform | Verein – Museumsbetrieb und Streckenwiederaufbau ehrenamtlich |
|---|---|
| Spurweite | 750 mm – Schmalspur |
| Lage | Lindenberg, Prignitz, nordwestliches Brandenburg |
| Rechtsherkunft | Entstanden nach preußischem Kleinbahnrecht |
| Betriebsform | Diesel und Kleinlokomotiven; Dampf nur zu angekündigten Terminen |
| Landschaft | Flachland ohne nennenswerte Steigungen – untypisch für deutsche Schmalspurbahnen |
| Saison | Einzelne Fahrtage über das Sommerhalbjahr verteilt |
| Streckenzustand | Abschnittsweise wieder aufgebaut, nicht das historische Gesamtnetz |
| Offizielle Website | www.pollo.de |
Geschäftsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg (Pollo) erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg (Pollo)?
- 750-mm-Gleis im Flachland – gerade Streckenführung ohne Einschnitte oder Kunstbauten
- Kleinbahn-Bahnhöfe in einfacher Bauweise: niedrige Bahnsteige, kleine Gebäude, kurze Ausweichgleise
- Schmalspurige Kleinlokomotiven mit kastenförmigem Aufbau und offenem oder halboffenem Führerstand
- Zweiachsige Personenwagen mit Endbühnen, oft in Holzbauweise
- Landwirtschaftliche Umgebung statt Wald oder Gebirge – Felder und Alleen begleiten die Trasse
- Sichtbare Wiederaufbauarbeit: frisch verlegter Oberbau neben historischer Bausubstanz
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Kleinbahnbetrieb in einer Landschaft, in der kaum noch Schienen liegen
- Sehr ruhiges Umfeld – freie Standpunkte auch an Fahrtagen
- Flache Trasse mit langem Blick auf den Zug, gut für weite Bildaufbauten
- Direkter Kontakt zum Personal, das die Anlage seit Jahrzehnten kennt
- Regionalgeschichte, die außerhalb der Prignitz kaum dokumentiert ist
Wo es hakt
- Nur einzelne Fahrtage im Jahr – die Planung muss früh stehen
- Ohne Auto ist die Prignitz mühsam zu erreichen
- Kleiner Fahrzeugbestand und kurze Strecke
- Zu Fahrzeugen und Streckenlänge gibt es kaum belastbare öffentliche Quellen
- Flachland bedeutet wenig erhöhte Standpunkte und harte Mittagssonne ohne Abschattung
Aktualisiert: August 2026 – Die Prignitz ist eine der Landschaften, aus denen die Schienen fast vollständig verschwunden sind. Umso auffälliger ist, was in Lindenberg steht: ein Stück wieder aufgebautes Gleis in 750 Millimetern, betrieben vom Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg – dem letzten sichtbaren Rest eines Netzes, das die Region jahrzehntelang unter dem Spitznamen Pollo kannte.
Seltene Fahrtage nicht verpassen
Kleine Museumsbahnen fahren an wenigen Tagen im Jahr – halte fest, wann du welchen Betrieb gesehen hast.
Kleinbahn ist kein Kosewort
Der Begriff Kleinbahn klingt heute niedlich, war aber ein präziser Rechtsbegriff. Das preußische Kleinbahngesetz von 1892 schuf eine Kategorie unterhalb der Vollbahn: einfacher zu bauen, einfacher zu betreiben, mit geringeren Anforderungen an Trassierung und Sicherungstechnik – und dafür langsamer.
Ohne dieses Gesetz hätte es in Gegenden wie der Prignitz nie Schienen gegeben. Der Bau einer Vollbahn rechnete sich dort nicht. Eine Kleinbahn mit 750 Millimetern Spurweite, engen Bögen und Bahnhöfen aus Ziegel und Holz dagegen schon.
| Merkmal | Kleinbahn nach preußischem Recht | Vollbahn |
|---|---|---|
| Trassierung | enge Bögen, oft neben der Straße | großzügig, eigener Bahnkörper |
| Spurweite | häufig schmalspurig, hier 750 mm | Regelspur 1435 mm |
| Sicherungstechnik | einfach, teils nur Zugmeldung | Signalanlagen und Blockabschnitte |
| Geschwindigkeit | niedrig, oft unter 30 km/h | deutlich höher |
| Wirtschaftlicher Zweck | Erschließung von Dörfern und Landwirtschaft | Durchgangs- und Fernverkehr |
Die Konsequenz ist bis heute sichtbar: Was für Erschließung gebaut wurde, verlor gegen den Lkw. Deutschlandweit verschwanden Kleinbahnnetze in den 1960er und 1970er Jahren fast vollständig.
Eine Strecke, die zweimal gebaut wurde
Nach der Stilllegung wurden die Gleise abgebaut. Was heute in Lindenberg liegt, ist deshalb kein erhaltener Bestand, sondern Wiederaufbau: Trasse sichern, Oberbau neu verlegen, Bahnhofsanlagen herrichten. In Eigenleistung, über Jahre, ohne öffentlichen Verkehrsauftrag im Rücken.
Das prägt auch den Besuch. Du siehst historische Bausubstanz neben frisch verlegtem Gleis, fertige Abschnitte neben Baustellen. Wer das als Makel sieht, hat den Punkt verpasst – genau darin liegt die Leistung dieser Bahnen.
Rede mit dem Personal
Bei kleinen Museumsbahnen sind die Leute vor Ort die einzige verlässliche Quelle zu Fahrzeugen, Streckenlänge und Bauzustand. Fünf Minuten Gespräch bringen dir mehr als jede Onlinerecherche – und du erfährst nebenbei, welche Termine im Jahr die interessanten sind.
Kleinlok, Endbühnenwagen, Arbeitsgerät
Der Bestand einer wieder aufgebauten Kleinbahn folgt der Verfügbarkeit, nicht einem Konzept. Traktion liefern schmalspurige Klein- und Diesellokomotiven mit kastenförmigem Aufbau und kurzem Radstand – vergleichbare Bauarten aus ostdeutscher Fertigung sind die LKM Ns 4 und die kräftigere LKM V 10 C.
Wagen sind zweiachsige Personenwagen mit offenen Endbühnen, häufig in Holzbauweise, dazu Güter- und Arbeitswagen für den Streckenunterhalt. Die zweiachsige Bauart mit Endbühne ist das visuelle Erkennungszeichen der deutschen Kleinbahnen schlechthin.
Zum konkreten Fahrzeugbestand in Lindenberg gibt es keine belastbare öffentliche Aufstellung. Notiere deshalb Bauart, Achsfolge, Aufbauform und Farbgebung statt einer Nummer, die du nicht sicher gelesen hast – bei Fahrzeugen ohne Anschriftenfeld ist das ohnehin die aussagekräftigere Dokumentation.
Auch kleine Betriebe gehören ins Archiv
Mit Traintrack erfasst du Bauart, Ort und Datum – auch dort, wo kein Anschriftenfeld weiterhilft.
So planst du die Anfahrt
Fahrtag frühzeitig sichern
Bei wenigen Terminen im Jahr entscheidet der Kalender, nicht die Lust. Notiere die Termine, sobald das Jahresprogramm steht.
Letzte Meile klären
Die Prignitz ist dünn erschlossen. Prüfe vor der Abfahrt, wie du vom nächsten Regionalbahnhof bis zum Ausgangsbahnhof kommst.
Sonnenstand statt Standpunkt planen
In der Ebene gibt es keine Abschattung. Der Sonnenstand bestimmt hier alles – der Guide zum Sonnenstand am Fotospot zeigt, wie du das durchrechnest.
Zweites Ziel einplanen
Ein kurzer Streckenabschnitt füllt keinen Tag. Kombiniere den Besuch mit einer weiteren Kleinbahn oder einem Regionalbahnknoten.
Vor Ort nachfragen
Fahrzeugeinsatz, Streckenzustand und Bauabschnitte erfährst du am Bahnhof zuverlässiger als aus jeder Quelle im Netz.
Wie weit trägt dich die Zugpause?
Der Wert ist eine Strecke in eine Richtung – für den Rückweg brauchst du dieselbe Zeit noch einmal.
Fotografieren in der Ebene
Museumsbahnen sind fotografisch dankbar: langsame Züge, kurze Zugverbände, ein Fahrplan, den du vorher kennst. Bei angekündigten Sonderfahrten kommen an vielen Bahnen Fotohalte dazu, bei denen der Zug an einer verabredeten Stelle für Aufnahmen anhält. Das ist der Unterschied zwischen Warten und Planen.
Die Prignitz stellt dabei eine eigene Aufgabe. Es gibt keine Hänge, keine Brücken, keine natürlichen erhöhten Standpunkte – und keine Abschattung. Daraus folgt ein anderer Bildaufbau: Der Himmel wird zum Hauptmotiv, Alleen und Feldwege werden zu Leitlinien, und der tiefe Standpunkt ist fast immer die bessere Wahl. Harte Mittagssonne ist hier schwerer zu retten als im Wald, weil nichts sie bricht.
Wenn tatsächlich Dampf fährt, gelten die üblichen Prioritäten: Windrichtung und Auspuffschlag vor allem anderen. Die Grundlagen stehen im Beitrag Wie fotografiert man Dampfzüge; für Bewegung im Bild ist bei diesem Tempo der Mitzieher die einfachste Übung.
Gleise und Betriebsanlagen bleiben tabu
Auch eine kleine Museumsbahn ist ein Bahnbetrieb mit Verantwortlichen und Hausrecht. Der Gleisbereich gehört nicht zum Publikumsbereich, auch nicht zwischen zwei Zügen. Feldwege und öffentliche Straßen liefern in dieser Landschaft ohnehin die besseren Blickwinkel – die Regeln fasst der Beitrag zum Sicherheitsabstand am Gleis zusammen.
Passt der Besuch zu dir?
Ja, wenn …
- du Kleinbahngeschichte dokumentieren willst
- du eine Brandenburg-Runde mit mehreren Kleinbahnen planst
- du weite, ruhige Bildaufbauten magst
Vielleicht, wenn …
- du ohne Auto anreist und die letzte Meile offen ist
- du auf Dampf hoffst, ohne das Programm geprüft zu haben
- du nur einen halben Tag Zeit hast
Nein, wenn …
- für deinen Termin kein Fahrtag ausgewiesen ist
- du eine lange Strecke mit vielen Bahnhöfen erwartest
- du Fahrzeugvielfalt suchst statt Regionalgeschichte
Wo die Quellenlage dünn bleibt
Bei kleinen Vereinsbetrieben stößt Recherche schnell an Grenzen. Streckenlänge, Fahrzeugliste und Bauabschnitte ändern sich mit jedem Arbeitseinsatz, und niemand pflegt eine öffentliche Datenbank darüber. Wer trotzdem sauber dokumentieren will, hält das fest, was er selbst gesehen hat – Datum, Ort, Bauart, Zustand – und markiert alles andere als Vermutung.
Genau darin liegt der Wert solcher Besuche für ein Archiv. Was du in Lindenberg aufschreibst, steht wahrscheinlich sonst nirgends. Wie sich ehrenamtliche Betriebe organisieren und wo man selbst einsteigen kann, beschreibt der Überblick zu Eisenbahnvereinen; einen gebündelten Einstieg in die Branche liefert der Dachverband VDMT.
Für eine Wochenendrunde bietet sich der Vergleich mit anderen Kleinbahnkonzepten an: die 600-mm-Anlage der MPSB in Mecklenburg und die elektrisch betriebene Buckower Kleinbahn östlich von Berlin. Drei Betriebe, drei Antworten auf dieselbe Frage, wie man eine dünn besiedelte Gegend erschließt.
Fazit
Der Pollo ist kein spektakuläres Ziel, sondern ein hartnäckiges. Ein Verein hat in einer Landschaft ohne Schienen ein Stück Kleinbahn zurückgeholt und hält es seit Jahrzehnten in Betrieb – mit wenigen Fahrtagen, kleinem Bestand und viel Eigenleistung.
Wer verstehen will, was das preußische Kleinbahnrecht für Gegenden wie die Prignitz bedeutete, bekommt hier die anschaulichste Antwort, die es noch gibt.
Kurzfazit
Ein ehrenamtlich wieder aufgebautes Stück 750-mm-Kleinbahn im Flachland. Wenige Fahrtage, kleiner Bestand – dafür Regionalgeschichte, die anderswo vollständig verschwunden ist.
Zusammenfassung
- In Lindenberg hält ein Verein die Erinnerung an das Prignitzer Kleinbahnnetz wach und betreibt einen wieder aufgebauten Abschnitt in 750 mm.
- Historisch steht die Bahn für das preußische Kleinbahnrecht, das Tausende Kilometer einfacher Lokalbahnen ermöglichte.
- Der Betrieb findet an wenigen Fahrtagen statt und hängt vollständig an ehrenamtlicher Arbeit.
- Für Fotografen ist die flache Landschaft der bestimmende Faktor – sie verlangt einen anderen Bildaufbau als jede Gebirgsschmalspurbahn.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Pollo?
Pollo war der volkstümliche Spitzname der Prignitzer Kleinbahn – kein Firmenname und keine offizielle Bezeichnung. Solche Namen gab es für viele Kleinbahnen; das Chanderli im Süden Deutschlands ist ein vergleichbarer Fall. Der Museumsverein hat den Namen übernommen, weil er in der Region bis heute geläufig ist.
Was war eine Kleinbahn?
Ein Rechtsbegriff aus dem preußischen Kleinbahngesetz von 1892. Kleinbahnen durften einfacher gebaut und betrieben werden als Vollbahnen: geringere Anforderungen an Trassierung, Sicherungstechnik und Personal, dafür niedrigere Geschwindigkeiten. Das machte den Bau in dünn besiedelten Gegenden überhaupt erst finanzierbar – und erklärt, warum diese Strecken später gegen den Lkw chancenlos waren.
Welche Spurweite hat die Bahn?
750 Millimeter. Dieselbe Spurweite haben unter anderem der Rasende Roland auf Rügen und die Preßnitztalbahn im Erzgebirge. Der Vergleich lohnt sich, weil dieselbe Spur hier ein flaches Kleinbahnnetz und dort eine Gebirgsbahn trug – die Landschaft prägt das Erscheinungsbild stärker als die Spurweite.
Fährt die Bahn mit Dampf?
Im Regelbetrieb ist von Diesel- und Kleinlokomotiven auszugehen. Ob und wann eine Dampflok zum Einsatz kommt, hängt vom Bestand und vom Jahresprogramm ab; verlässliche Vorabinformationen dazu gibt es nur beim Betreiber. Wenn dir Dampf wichtig ist, prüfe die Veranstaltungsankündigungen, bevor du eine weite Anfahrt planst.
Wann kann man dort fahren?
An einzelnen Fahrtagen im Sommerhalbjahr, ergänzt um Veranstaltungstermine. Konkrete Abfahrtszeiten und Preise stehen ausschließlich beim Betreiber und ändern sich jede Saison. Bei kleinen ehrenamtlichen Betrieben ist die Zahl der Fahrtage begrenzt – hier gilt mehr als anderswo: erst den Termin sichern, dann die Tour planen.
Wie kommt man ohne Auto hin?
Mit Aufwand. Die Prignitz ist dünn besiedelt, der Regionalverkehr erschließt vor allem die größeren Orte – unter anderem durch die Hanseatische Eisenbahn und die ODEG. Von dort bis Lindenberg bleibt oft eine Lücke, die du mit Fahrrad oder Anschlussverkehr schließen musst. Plane das vor der Anreise durch, nicht am Bahnsteig.
Wie groß ist die Anlage?
Zur genauen Streckenlänge des wieder aufgebauten Abschnitts gibt es keine belastbare öffentliche Angabe, die ich hier wiedergeben würde. Sicher ist: Es handelt sich um einen Teil des historischen Netzes, nicht um das gesamte Kleinbahnsystem. Die aktuelle Ausdehnung erfährst du am zuverlässigsten am Ausgangsbahnhof oder beim Betreiber.
Welche Fahrzeuge sind hier typisch?
Schmalspurige Klein- und Diesellokomotiven mit kastenförmigem Aufbau sowie zweiachsige Personenwagen mit Endbühnen. Vergleichbare Bauarten aus ostdeutscher Produktion sind etwa die LKM Ns 4 oder die stärkere LKM V 10 C. Zum konkreten Bestand in Lindenberg gibt es keine verlässliche öffentliche Liste – notiere Bauart und Merkmale statt einer geratenen Nummer.
Lohnt sich der Besuch für erfahrene Spotter?
Wenn du Kleinbahngeschichte dokumentierst: ja. Wenn du Fahrzeugvielfalt suchst: eher nicht. Der Wert liegt in der Seltenheit – in einer Landschaft, aus der die Schienen fast vollständig verschwunden sind, fährt hier noch ein Stück Original. Zum Einordnen kleiner Betriebe passt der Beitrag zu kleinen Bahnhöfen.
Gibt es weitere Schmalspurziele in der Nähe?
Nördlich davon, in Mecklenburg-Vorpommern, liegt mit der MPSB in Schwichtenberg eine 600-mm-Anlage, östlich bei Berlin die elektrische Buckower Kleinbahn. Zusammen ergibt das eine Wochenendrunde mit drei völlig verschiedenen Kleinbahnkonzepten.
Fahrzeuge von Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg (Pollo) dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg
Das Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg bewahrt einen Kleinbahnstandort. Seine Gebäude sind selbst Exponate – und erzählen mehr über den Betrieb als jedes Fahrzeug.
WeitereHanseatische Eisenbahn GmbH
Die Hanseatische Eisenbahn GmbH trägt einen regional geprägten Namen ohne Spartenangabe. Baustellen und Umleitungen zeigen, wie stark Zugläufe schwanken können.
NahverkehrOstdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG)
Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) ist ein Regionalverkehrsunternehmen. Türanordnung, Einstiegshöhe und Innenraumaufteilung verraten dir mehr über den Zug als jede Lackierung.
GüterverkehrHavelländische Eisenbahn AG (HVLE)
Die Havelländische Eisenbahn AG trägt eine Landschaft im Namen – ihr Einsatzgebiet ist damit aber nicht beschrieben. Genau darin liegt die Erkennungsfalle.
Typische Fahrzeuge
LKM Ns 4
Die LKM Ns 4 ist eine Schmalspur-Kleindiesellokomotive aus Babelsberg. Wer sie in Bewegung sehen will, plant über Betriebstage – nicht über Fahrpläne.
BaureiheLKM V 10 C
Die LKM V 10 C ist eine dreiachsige Rangierdiesellokomotive aus Babelsberg. Ihre sichere Bestimmung führt über Typenschlüssel und zwölfstellige Fahrzeugnummer.
BaureiheLKM Ns 2
Die LKM Ns 2 ist eine Schmalspur-Kleindiesellokomotive aus Babelsberg. Ihr spannendstes Merkmal ist die Kraftübertragung – und die kann man am Fahrzeug sehen.
Wo du Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg (Pollo) antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Berlin Hauptbahnhof
Berlin Hauptbahnhof ist kein normaler Bahnhof, sondern ein Kreuzungsbauwerk: oben die Ost-West-Stadtbahn unter einem gläsernen Dach, unten acht Gleise im Nord-Süd-Tunnel. Beide Ebenen verlangen völlig unterschiedliche Einstellungen – wer das vorher weiß, spart sich den halben Besuch.
KnotenbahnhofBerlin Ostkreuz
Am Ostkreuz kreuzen sich Ringbahn und Stadtbahn auf zwei Ebenen übereinander – dazu kommen Regionalzüge Richtung Brandenburg und ein S-Bahn-Takt, der praktisch nie abreißt. Für Spotter ist das der ergiebigste Nahverkehrsspot Berlins, und anders als im Hauptbahnhof gibt es hier überall Tageslicht.
Weitere Unternehmen
MPSB
Die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn war eine Seltenheit: eine öffentliche Kleinbahn auf 600 Millimetern Spurweite, also auf Feldbahnmaß. In Schwichtenberg hat ein Verein diesen Betrieb wieder aufgebaut – mit Dampf, Diesel und einer Strecke, die es so kein zweites Mal gibt.
MuseumsbahnBuckower Kleinbahn
Zwischen Müncheberg und Buckow verkehrt eine Museumsbahn, die weder dampft noch dieselt: Die Buckower Kleinbahn fährt unter Fahrdraht. Elektrische Altbau-Triebwagen auf einer Nebenbahn sind in Deutschland eine Rarität – und ein Motiv, das es sonst kaum noch gibt.
MuseumsbahnRügensche Kleinbahn (Rasender Roland)
Der Rasende Roland ist keine Bahn, die nur an Wochenenden Dampf macht. Auf 750 Millimeter Spurweite fährt er zwischen Putbus und Göhren nach einem festen Fahrplan durch die Ostseebäder – mit Dampflokomotiven im Regeleinsatz und einer Betriebsform, die es in Deutschland nur noch an wenigen Stellen gibt.
MuseumsbahnPreßnitztalbahn
Im Preßnitztal fährt eine wiederaufgebaute sächsische Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite und Dampfbetrieb. Denselben Namen trägt ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, dessen Loks bundesweit auf Regelspur unterwegs sind. Beide gehören zusammen – und sind trotzdem zwei verschiedene Dinge.
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