Betriebe und Vereine, die historische Fahrzeuge fahrfähig halten – vom Schmalspurnetz mit Ganzjahresfahrplan bis zur Feldbahn mit Saisonbetrieb.
Hier siehst du Fahrzeuge, die im Regelnetz seit Jahrzehnten verschwunden sind – und meist nach einem planbaren Fahrplan.
108 Einträge
Angelner Dampfeisenbahn
Die Angelner Dampfeisenbahn fährt auf einer normalspurigen Nebenbahn durch die Landschaft Angeln – von Süderbrarup an der Strecke Kiel–Flensburg bis an die Schlei nach Kappeln. Ohne Fahrleitung, mit Dampf- und Dieseltraktion und einem Fahrplan, der von freiwilliger Arbeit abhängt.
Arbeitskreis Ostertalbahn e.V.
Der Arbeitskreis Ostertalbahn hält eine saarländische Nebenbahn zwischen Ottweiler und Schwarzerden im Betrieb. Kein Fahrdraht, kein Regelverkehr, kein Dampf als Regelfall – dafür Triebwagen, die anderswo längst verschwunden sind, auf einer Strecke mit intaktem Nebenbahncharakter.
Bahnpark Augsburg
Der Bahnpark Augsburg ist keine Museumsbahn mit eigener Strecke, sondern ein erhaltenes Bahnbetriebswerk: Ringlokschuppen, Drehscheibe und Werkstattanlagen in ihrer ursprünglichen Anordnung. Die Fahrzeuge stehen dort, wo sie hingehören – im Schuppen, nicht in einer Ausstellungshalle.
Bayerisches Eisenbahnmuseum
seit 1969
Das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen verbindet zwei Dinge, die selten zusammenkommen: eine der größten Fahrzeugsammlungen Deutschlands und einen eigenen Streckenverkehr. Basis ist ein erhaltenes Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen und Drehscheibe im Nördlinger Ries.
Brohltal-Eisenbahn (Vulkan-Expreß)
Die Brohltal-Eisenbahn ist eine der wenigen Meterspurbahnen westlich des Rheins, die noch täglich Fahrgäste bergauf bringt. Vom Rheinufer in Brohl-Lützing klettert der Vulkan-Expreß in die Osteifel – mit Dieseltriebfahrzeugen im Regelbetrieb und einer Mallet-Dampflok an ausgewählten Tagen.
Buckower Kleinbahn
Zwischen Müncheberg und Buckow verkehrt eine Museumsbahn, die weder dampft noch dieselt: Die Buckower Kleinbahn fährt unter Fahrdraht. Elektrische Altbau-Triebwagen auf einer Nebenbahn sind in Deutschland eine Rarität – und ein Motiv, das es sonst kaum noch gibt.
Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e.V.
Die Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth betreibt bei Gütersloh eine schmalspurige Feldbahn mit eigenem Dampfbetrieb. Der Verein hat seine Bahn nicht von der Staatsbahn übernommen, sondern auf eigenem Gelände aufgebaut – eine Sonderform, die in der Museumsbahnszene selten ist.
Dampfbahn Fränkische Schweiz
Zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle betreibt ein Verein den Restabschnitt der Wiesenttalbahn als Museumsbahn. Normalspur, Dampf- und Diesellokbetrieb, ein überschaubarer Saisonfahrplan – und eine Strecke, die für Fotografen langsam genug ist, um zweimal am selben Zug zu stehen.
Dampfeisenbahn Weserbergland e.V.
Zwischen Rinteln und Stadthagen fährt ein Verein Museumszüge über eine Strecke, die ihm nicht gehört. Genau diese Trennung von Infrastruktur und Betrieb macht die Dampfeisenbahn Weserbergland zu einem guten Lehrstück – und zu einer der planbarsten Dampfgelegenheiten in Niedersachsen.
DB-Museum Koblenz
Das DB-Museum Koblenz ist keine Museumsbahn, sondern ein Fahrzeugdepot in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk. Der Standort in Koblenz-Lützel gehört als Außenstelle zum DB Museum und zeigt vor allem das, wofür er gebaut wurde: Maschinen aus der Zeit der großen Elektrifizierung.
Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn-Freunde e.V.
Zwischen Delmenhorst und Harpstedt liegt eine Güterbahn, die an Sommersonntagen zur Museumsbahn wird. Der Zug trägt den historischen Spitznamen der Strecke: Jan Harpstedt. Getragen wird der Betrieb von einem Verein, der auf fremden Gleisen fährt und seine Fahrzeuge selbst unterhält.
Dessau-Wörlitzer Eisenbahn
Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn verbindet Dessau mit dem Gartenreich Wörlitz – normalspurig, dieselbetrieben und nur in der Saison. Getragen wird sie nicht von einem Verein, sondern von einer kommunalen Verkehrsgesellschaft. Das macht sie zu einem Sonderfall zwischen Museumsbahn und Nahverkehr.
Deutsches Dampflokmuseum Neuenmarkt-Wirsberg
Das Deutsche Dampflokmuseum sitzt in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk am Fuß der Schiefen Ebene. Es ist kein Fahrbetrieb, sondern eine Sammlung – dafür liegt direkt vor der Tür eine der bekanntesten Steilstrecken Deutschlands, auf der bis heute Regelverkehr fährt.
Deutsches Technikmuseum Berlin
seit 1983
Die Eisenbahnabteilung des Deutschen Technikmuseums sitzt in zwei erhaltenen Ringlokschuppen des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs. Das Haus ist ein Großmuseum in Stiftungsträgerschaft, keine Museumsbahn – Fahrzeuge stehen hier, sie fahren nicht. Genau das macht es zur besten Schlechtwetter-Adresse Berlins.
DEV Museumseisenbahn Bruchhausen-Vilsen
seit 1964
Die Museumseisenbahn Bruchhausen-Vilsen–Asendorf gilt als älteste Museumsbahn Deutschlands. Der Deutsche Eisenbahn-Verein hat hier in den 1960er Jahren das Modell erfunden, nach dem heute Dutzende Vereine arbeiten: gepachtete Strecke, ehrenamtlicher Betrieb, Meterspur unter Dampf.
DGEG Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen ist in einem vollständig erhaltenen Bahnbetriebswerk untergebracht. Neben einer der größten Fahrzeugsammlungen Deutschlands bekommst du hier etwas Selteneres zu sehen: die Betriebsanlagen, die eine Dampflok überhaupt erst einsatzfähig machten.
DGEG Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstr.
Das Eisenbahnmuseum Neustadt an der Weinstraße sitzt in den Anlagen eines ehemaligen Bahnbetriebswerks und sammelt die Bahngeschichte der Pfalz. Es ist zugleich der Ausgangspunkt des Kuckucksbähnels – Museum und fahrende Museumsbahn liegen hier ausnahmsweise direkt nebeneinander.
DGEG Kuckucksbähnel
Das Kuckucksbähnel fährt von Neustadt an der Weinstraße durch das Elmsteiner Tal in den Pfälzerwald. Die Strecke wurde für den Holztransport gebaut, nicht für Ausflügler – und genau das prägt bis heute ihren Charakter: eng, bewaldet, langsam.
DGEG Ruhrtalbahn Hattingen–Wengern-Ost
Zwischen Hattingen und Wengern Ost fährt an Museumstagen ein Zug über eine Strecke, die im Regelverkehr keine Aufgabe mehr hat. Die Ruhrtalbahn ist damit ein Lehrstück dafür, wie viele Ebenen hinter einer einzigen Museumsfahrt stecken.
Drachenfelsbahn
seit 1883
Die Drachenfelsbahn fährt seit 1883 von Königswinter auf den Drachenfels – auf Meterspur, mit Zahnstange und heute elektrisch. Sie ist keine Saisonattraktion, sondern ein ganzjährig betriebener Bergbahnbetrieb mit einer Technik, die im deutschen Vollbahnnetz praktisch ausgestorben ist.
Eisenbahnfreunde Traditionsbetriebswerk Staßfurt
In Staßfurt hält ein Verein ein komplettes Bahnbetriebswerk am Leben: Ringlokschuppen, Drehscheibe, Werkstatt und eine Sammlung überwiegend ostdeutscher Fahrzeuge. Kein Museum hinter Glas, sondern eine Anlage, in der gearbeitet wird – und die an Aktionstagen zugänglich ist.
Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof zu Leipzig
Am Bayerischen Bahnhof in Leipzig steht der älteste erhaltene Kopfbahnhof Deutschlands – und daneben unterhält ein Verein eine Sammlung betriebsfähiger und aufzuarbeitender Fahrzeuge. Der Ort verbindet damit zwei Dinge, die selten zusammenfallen: früheste Bahngeschichte und aktiver Dampfbetrieb.
Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein
Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein sitzt nicht in einer Halle, sondern in einem erhaltenen Bahnbetriebswerk. Drehscheibe, Lokschuppen und Wasserturm stehen dort, wo sie immer standen – und die Fahrzeuge stehen darin, statt auf einem Museumssockel.
Eisenbahnmuseum Schwarzenberg (VSE)
Der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde hat im ehemaligen Bahnbetriebswerk Schwarzenberg eine der größten Sammlungen sächsischer Fahrzeuge zusammengetragen. Dazu kommt Fahrbetrieb auf einer Erzgebirgsstrecke, die selbst schon ein Motiv ist.
Fichtelbergbahn
seit 1897
Die Fichtelbergbahn ist keine Wochenend-Museumsbahn, sondern eine Schmalspurstrecke mit ganzjährigem Fahrplan und planmäßigem Dampfbetrieb. Von Cranzahl klettert sie auf 750 Millimeter Spurweite hinauf nach Oberwiesenthal – zur höchstgelegenen Stadt Deutschlands.
Förderverein Bahnbetriebswerk Arnstadt / historisch e.V.
Im ehemaligen Bahnbetriebswerk Arnstadt steht eine der größten Ansammlungen historischer Dampflokomotiven Thüringens. Ein Förderverein hält Schuppen, Drehscheibe und Fahrzeuge zusammen – ohne eigene Museumsstrecke, dafür mit einem kompletten Betriebswerk.
Frankfurter Feldbahnmuseum e.V.
Das Frankfurter Feldbahnmuseum bewahrt eine Fahrzeuggattung, die kaum jemand mehr kennt: die 600-Millimeter-Feldbahn aus Ziegeleien, Torfstichen und Baustellen. Auf dem Museumsgelände laufen diese Maschinen an Fahrtagen wieder – Dampf inklusive.
Fränkisches Freilandmuseum Fladungen (Rhön-Zügle)
Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen betreibt mit dem Rhön-Zügle eine eigene Museumsbahn: Regelspur, gut 17 Kilometer durchs Streutal, an Dampftagen mit Lokomotive vor historischen Wagen. Museum und Bahn gehören organisatorisch zusammen.
Hannoversches Strassenbahn-Museum e.V.
Das Hannoversche Strassenbahn-Museum in Wehmingen ist kein Depot mit Absperrband, sondern ein Betrieb mit eigener Strecke und Fahrleitung. An Betriebstagen fahren dort historische Triebwagen aus mehreren Jahrzehnten – elektrisch, im Takt und mit Fahrgästen.
Härtsfeld-Museumsbahn
Die Härtsfeldbahn war eine meterspurige Nebenbahn auf der Ostalb, im Volksmund „Schättere“ genannt. Ein Verein hat einen Abschnitt ab Neresheim wieder aufgebaut und fährt dort heute Museumsverkehr – Schmalspur in einer Region, in der sonst nichts mehr davon übrig ist.
Harzer Schmalspurbahnen (HSB)
seit 1993
Die Harzer Schmalspurbahnen betreiben eines der größten zusammenhängenden Meterspurnetze Europas – und fahren darauf planmäßig mit Dampf. Brockenbahn, Harzquerbahn und Selketalbahn sind dabei drei sehr unterschiedliche Bahnen unter einem Dach.
Hespertalbahn
Die Hespertalbahn fährt dort, wo früher Kohle transportiert wurde: auf einer kurzen Regelspurstrecke in Essen-Kupferdreh, unmittelbar am Baldeneysee. Ein Verein hält den Betrieb aufrecht – Industriegeschichte im Naherholungsgebiet.
Hessencourrier
Der Hessencourrier hält den Betrieb auf der ehemaligen Kleinbahn Kassel–Naumburg am Leben – normalspurig, mit Dampf und vollständig ehrenamtlich. Für Fotografen ist das eine der ruhigsten Möglichkeiten in Nordhessen, einen Dampfzug in der Landschaft zu erwischen statt im Bahnhofstrubel.
Historische Feldbahn Dresden e.V.
Die Historische Feldbahn Dresden bewahrt eine Fahrzeugwelt, die sonst restlos verschwunden wäre: 600-Millimeter-Loks, Loren und Gerät aus Steinbrüchen und Industriebetrieben. Gezeigt wird das im ehemaligen Steinbruch Herrenleite bei Pirna – mit Fahrbetrieb an ausgewählten Tagen.
IG Bw Dieringhausen
In Gummersbach-Dieringhausen steht eines der wenigen weitgehend erhaltenen Bahnbetriebswerke Nordrhein-Westfalens. Ein Verein hält Ringlokschuppen, Drehscheibe und eine gemischte Fahrzeugsammlung instand – der Schwerpunkt liegt auf dem Ort selbst, nicht auf langen Fahrten.
Kandertalbahn
Die Kandertalbahn verbindet die Rheinebene bei Haltingen mit dem Städtchen Kandern – normalspurig, mit Dampf und an Fahrtagen der Saison. Im Markgräflerland heißt sie seit jeher nur „Chanderli“, und sie liegt so nah an Basel, dass sich ein Bahntag über zwei Länder planen lässt.
Kasbachtalbahn
Die Kasbachtalbahn klettert von Linz am Rhein in engen Bögen ins Kasbachtal hinauf – so steil, dass Fahrzeuge und Personal eine besondere Zulassung brauchen. Gefahren wird überwiegend mit Uerdinger Schienenbussen, die genau für solche Nebenbahnen gebaut wurden.
Lokalbahn Schierling-Langquaid (Laabertalbahn)
Zwischen Schierling und Langquaid liegt eine der kurzen bayerischen Lokalbahnen, die den Strukturwandel überstanden haben. Heute wird die Strecke im Labertal saisonal für Ausflugs- und Museumsverkehr genutzt – ein Betrieb, der ohne ehrenamtliches Engagement nicht existieren würde.
Lokwelt Freilassing
Die Lokwelt Freilassing zeigt ihre Fahrzeuge dort, wo sie einmal versorgt wurden: im historischen Ringlokschuppen des früheren Bahnbetriebswerks. Getragen wird das Haus nicht von einem Verein, sondern institutionell – und es liegt so nah an Salzburg, dass sich Museum und Grenzverkehr an einem Tag verbinden lassen.
Mainschleifenbahn
Die Mainschleifenbahn verbindet Seligenstadt bei Würzburg mit Volkach-Astheim – eine normalspurige Stichstrecke ohne Fahrdraht, auf der heute Museumsverkehr fährt. Betrieben wird sie von einer eigenen Betriebsgesellschaft mit Eisenbahn-Zulassung, getragen von ehrenamtlichem Engagement aus der Region.
Märkische Museums-Eisenbahn (Sauerländer Kleinbahn)
seit 1976
Die Märkische Museums-Eisenbahn betreibt im Sauerland eine der wenigen meterspurigen Museumsstrecken Westdeutschlands. Gefahren wird mit Dampf, auf dem erhaltenen Rest eines Kleinbahnnetzes im Märkischen Kreis – getragen von einem Verein, dessen Mitglieder Lokdienst und Werkstatt selbst übernehmen.
MPSB
Die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn war eine Seltenheit: eine öffentliche Kleinbahn auf 600 Millimetern Spurweite, also auf Feldbahnmaß. In Schwichtenberg hat ein Verein diesen Betrieb wieder aufgebaut – mit Dampf, Diesel und einer Strecke, die es so kein zweites Mal gibt.
Museums-Eisenbahn-Club Losheim
Der Museums-Eisenbahn-Club Losheim betreibt Museumsverkehr zwischen Merzig und Losheim am See – normalspurig, im Saisonbetrieb und mit Dampf als prägender Traktionsart. Getragen wird der Fahrbetrieb von einem Verein, dessen Mitglieder Lokdienst, Streckenpflege und Werkstatt in ihrer Freizeit übernehmen.
Museumsbahn Bremerhaven-Bederkesa
Zwischen Bremerhaven und Bad Bederkesa liegt eine normalspurige Strecke, auf der kein planmäßiger Nahverkehr mehr verkehrt. Was dort im Sommerhalbjahr fährt, ist Museumsverkehr – organisiert von einem Verein, dessen Mitglieder Fahrdienst, Wagenpflege und Streckenarbeit selbst übernehmen.
Museumseisenbahn Ammerland-Saterland e.V.
Zwischen Ocholt und Sedelsberg hält ein Verein eine normalspurige Nebenbahn im Moor- und Geestland des nordwestlichen Niedersachsen im Betrieb. Gefahren wird im Sommerhalbjahr an einzelnen Terminen, ausschließlich mit Dieseltraktion und ausschließlich mit ehrenamtlichem Personal.
Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V.
Die Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg fährt im Oldenburger Münsterland auf einer normalspurigen Nebenbahn, die kein Museumsstück ist: Auf derselben Trasse läuft weiterhin Güterverkehr. Der Museumsbetrieb selbst findet an einzelnen Terminen im Sommerhalbjahr statt und wird ehrenamtlich getragen.
Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland e.V.
Zwischen Norden und Dornum ist ein Stück der früheren Ostfriesischen Küstenbahn erhalten geblieben. Ein Verein fährt dort im Sommerhalbjahr Museumsverkehr – normalspurig, mit Diesel und in einer Region, in der sonst vor allem Schmalspur-Inselbahnen den Ton angeben.
Nassauische Touristenbahn e.V.
Die Nassauische Touristenbahn betreibt Museumsverkehr auf der Aartalbahn, einer der längsten erhaltenen Nebenbahntrassen Hessens. Planmäßiger Nahverkehr fährt dort seit Jahrzehnten nicht mehr – was befahrbar ist und was nicht, hat sich über die Jahre mehrfach verändert.
Niederlausitzer Museumseisenbahn
Die Niederlausitzer Museumseisenbahn hält im südlichen Brandenburg Fahrzeuge und Strecken aus der Zeit der Deutschen Reichsbahn im Betrieb. Die Region ist Kohlerevier – schwere Dieseltraktion und Werkbahnen prägen sie bis heute, und genau in diesem Umfeld findet der Museumsverkehr statt.
Öchsle-Bahn
Die Öchsle-Bahn fährt auf 750 Millimetern von Warthausen nach Ochsenhausen – knapp zwanzig Kilometer durch das oberschwäbische Hügelland. Getragen wird sie von einer ungewöhnlich klaren Konstruktion aus Infrastrukturgesellschaft, Betriebsgesellschaft und ehrenamtlichem Verein.
Parkeisenbahn Chemnitz
Die Parkeisenbahn Chemnitz fährt auf 600 Millimeter Spurweite durch den Küchwald – und sie fährt nicht als Kulisse, sondern als Betrieb mit Fahrplan, Signalen und Dienstplan. Einen großen Teil dieses Dienstes leisten Jugendliche, betreut von ehrenamtlichen Erwachsenen.
Parkeisenbahn Cottbus
Die meisten deutschen Parkeisenbahnen stellen im Herbst den Betrieb ein. Die Parkeisenbahn Cottbus gehört zu den wenigen, die durchfahren. Das macht sie für Spotter interessant: Sie ist eine der ganz wenigen Gelegenheiten, Schmalspurbetrieb in 600 Millimetern auch im Winterlicht zu sehen.
Parkeisenbahn Görlitz
Görlitz ist bekannt für Waggonbau im ganz großen Maßstab – Doppelstockwagen für den Regionalverkehr entstehen hier seit Jahrzehnten. Im selben Stadtgebiet fährt eine Bahn mit 600 Millimetern Spurweite, getragen von Ehrenamt und Jugendarbeit. Der Kontrast lohnt den Umweg.
Parkeisenbahn Peißnitzexpress Halle (Saale)
Der Peißnitzexpress fährt auf einer Insel in der Saale. Das klingt malerisch und ist betrieblich eine Belastung: Hochwasser, Auwald und begrenzte Zufahrt bestimmen, wann und wie gefahren wird. Für Besucher heißt das vor allem eines – vorher prüfen, ob überhaupt Betrieb ist.
Parkeisenbahn Wuhlheide
seit 1956
Die Berliner Parkeisenbahn in der Wuhlheide ist die größte Anlage ihrer Art in Deutschland. Der Unterschied zu kleineren Parkbahnen ist nicht nur die Streckenlänge: Hier fahren mehrere Züge gleichzeitig, es gibt Kreuzungen, Bahnhöfe mit Fahrdienstleitung und einen Betrieb, der diesen Namen verdient.
Preßnitztalbahn
Im Preßnitztal fährt eine wiederaufgebaute sächsische Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite und Dampfbetrieb. Denselben Namen trägt ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, dessen Loks bundesweit auf Regelspur unterwegs sind. Beide gehören zusammen – und sind trotzdem zwei verschiedene Dinge.
Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg (Pollo)
Pollo hieß die Prignitzer Kleinbahn im Volksmund – ein 750-mm-Netz, das nach preußischem Kleinbahnrecht entstand und im Flachland Dörfer erschloss. In Lindenberg ist ein Stück davon wieder aufgebaut worden, ehrenamtlich und in kleinen Schritten.
Rennsteigbahn
Die Rennsteigbahn führt über den Kamm des Thüringer Waldes – eine Regelspurstrecke mit Steilstreckenabschnitten und einem der höchstgelegenen Bahnhöfe Deutschlands. Anders als bei einer Parkbahn steht hier ein Eisenbahnverkehrsunternehmen dahinter, mit allem, was dazugehört.
Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE)
Der Name Rhein-Sieg-Eisenbahn steht für eines der ältesten Kapitel der deutschen Schmalspurgeschichte: Die Bröltalbahn nahm 1862 als erste deutsche Schmalspurbahn öffentlichen Verkehr auf. Heute bezeichnet die Abkürzung RSE einen Regelspurbetrieb im Raum Bonn mit Museumsverkehr.
Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland)
seit 1895
Der Rasende Roland ist keine Bahn, die nur an Wochenenden Dampf macht. Auf 750 Millimeter Spurweite fährt er zwischen Putbus und Göhren nach einem festen Fahrplan durch die Ostseebäder – mit Dampflokomotiven im Regeleinsatz und einer Betriebsform, die es in Deutschland nur noch an wenigen Stellen gibt.
Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft (SOEG)
seit 1890
Die SOEG betreibt die Zittauer Schmalspurbahn – ein 750-mm-Netz mit zwei Ästen, das sich in Bertsdorf teilt. Gefahren wird ganzjährig und im Planbetrieb mit Dampf, getragen von einer kommunalen Gesellschaft statt von einem Verein. Die Zugteilung in Bertsdorf ist das betriebliche Markenzeichen der Bahn.
Sächsische Museumseisenbahn Windbergbahn
Die Windbergbahn südlich von Dresden gilt als älteste Gebirgsbahn Deutschlands. Gebaut wurde sie nicht für Ausflügler, sondern für Steinkohle aus dem Döhlener Becken – mit einer Trassierung, die sich am Semmering orientierte. Heute erhält ein Verein das, was von dieser Strecke übrig ist.
Sächsisches Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf
Das Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf ist keine Museumsstrecke, sondern ein erhaltenes Bahnbetriebswerk. Ringlokschuppen, Drehscheibe und der benachbarte Rangierbahnhof bilden zusammen eine Anlage, die in dieser Vollständigkeit selten geworden ist – und die dem Ort seinen Namen „Schauplatz Eisenbahn“ gegeben hat.
Sächsisches Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün
Das Sächsische Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün sitzt im originalen Endbahnhof einer 750-mm-Strecke, die es nicht mehr gibt. Statt Fahrbetrieb bekommst du hier die Technik, die sächsische Schmalspurbahnen überhaupt erst wirtschaftlich machte: Rollwagen, Lokschuppen und ein komplett erhaltenes Bahnhofsensemble.
Sauschwänzlebahn
seit 1890
Die Sauschwänzlebahn im Wutachtal ist keine gewachsene Nebenbahn, sondern eine militärisch geplante Umgehungsstrecke. Weil die Trasse flach bleiben musste, wurde der Höhengewinn über Kehrtunnel, Schleifen und Viadukte erkauft – und genau das macht sie bis heute zu einer der ungewöhnlichsten Regelspurstrecken Süddeutschlands.
Schwäbische Alb-Bahn (SAB)
Die Schwäbische Alb-Bahn fährt dort, wo die meisten Nebenbahnen längst verschwunden sind: über eine karge Hochfläche mit wenigen Ortslagen. Zwischen Münsingen und Schelklingen führt die regelspurige Strecke durch das Biosphärengebiet und über einen ehemaligen Truppenübungsplatz – gefahren wird überwiegend mit Schienenbussen.
Schwarzbachbahn - Dampf in der Sächsischen Schweiz
Die Schwarzbachbahn ist keine fertige Museumsbahn, sondern ein Reaktivierungsprojekt. Ehrenamtliche holen im Schwarzbachtal der Sächsischen Schweiz eine stillgelegte Nebenbahn Abschnitt für Abschnitt zurück. Wer hinfährt, sieht deshalb weniger Zugbetrieb als Gleisbau – und genau darin liegt der eigentliche Reiz.
Selfkantbahn
Die Selfkantbahn ist der letzte betriebsfähige Rest der Geilenkirchener Kreisbahnen. Auf 1000 Millimeter Spurweite fährt sie am äußersten Westrand Deutschlands ein kurzes Stück Kleinbahn – mit Dampf an Betriebstagen und einem Fuhrpark, der aus Industrie- und Kleinbahnbeständen zusammengetragen wurde.
Straßenbahnmuseum Leipzig-Möckern
Das Straßenbahnmuseum Leipzig-Möckern ist kein Schauraum, sondern ein historischer Straßenbahnhof, aus dem an Veranstaltungstagen echte Züge ins Netz ausrücken. Gefahren wird auf 1458 Millimetern – einer Sonderspurweite, die es außerhalb Leipzigs praktisch nirgends gibt.
Stumpfwaldbahn Ramsen
Die Stumpfwaldbahn in Ramsen fährt auf 600 Millimeter Spurweite – dem Maß der Feld- und Waldbahnen, nicht dem klassischer Museumsbahnen. Vom Ende der Eistalbahn führt sie durch den Stumpfwald Richtung Eiswoog, mit Dampfbetrieb an Fahrtagen und Fahrzeugen im Miniaturformat.
Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn
Das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn nutzt ein ehemaliges Bahnbetriebswerk als Ausstellungsort. Dampf, Diesel und Altbau-Elloks stehen dort in einer Breite nebeneinander, wie sie im Regelbetrieb nie zu sehen war – und der Ringlokschuppen liefert die Kulisse gleich mit.
Südwestfälisches Eisenbahnmuseum
Das Südwestfälische Eisenbahnmuseum sitzt im ehemaligen Bahnbetriebswerk Siegen – Ringlokschuppen, Drehscheibe und Freigelände inklusive. Der Standort erzählt vom Güterverkehr einer Bergbau- und Eisenregion, in der die Bahn nie Nebensache war.
Trossinger Eisenbahn
seit 1898
Die Trossinger Eisenbahn verbindet den Bahnhof an der Gäubahn mit der Stadt – auf keinen vier Kilometern und seit ihren Anfängen elektrisch. Unter den deutschen Museumsbahnen ist sie damit ein Sonderfall: kein Dampf, kein Verein als Träger, sondern eine kommunale Bahn mit historischem Triebwagen.
Ulmer Eisenbahnfreunde
Die Ulmer Eisenbahnfreunde sind keine Museumsbahn mit eigener Strecke, sondern ein Verein, der Dampfsonderzüge auf dem öffentlichen Netz fährt. Das ist ein wesentlicher Unterschied: Wer hier fotografieren will, plant nicht um einen Museumsfahrplan herum, sondern um einzelne Zugfahrten quer durch Süddeutschland.
Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn (VVM)
Der Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn betreibt zwei sehr unterschiedliche Standorte: einen Museumsbahnhof an der Ostsee mit eigenem Fahrbetrieb und historischen Straßenbahnen, und einen Lokschuppen östlich von Hamburg. Wer beide besucht, bekommt Eisenbahn, Straßenbahn und Nahverkehrsgeschichte in einem Zug.
Waldeisenbahn Muskau
Die Waldeisenbahn Muskau ist keine nachgebaute Parkbahn, sondern der Rest eines echten Werkbahnnetzes in 600 mm Spurweite. Ihre Streckenäste führen durch die Muskauer Heide zu Zielen, die auch ohne Bahn eine Reise wert wären – und sie werden bis heute mit Dampf und Diesel befahren.
Bregenzerwaldbahn (Wälderbähnle)
Die Bregenzerwaldbahn war eine 760-mm-Schmalspurstrecke von Bregenz bis Bezau. Geblieben ist ein kurzes Reststück, auf dem ein Verein im Sommerhalbjahr Dampf- und Dieselzüge fährt. Für Spotter ist das eine der wenigen Gelegenheiten, bosnische Spurweite in Vorarlberg im Betrieb zu sehen.
Eisenbahnmuseum Strasshof
Das Eisenbahnmuseum Strasshof ist kein nachgebautes Museum, sondern ein echtes Bahnbetriebswerk an der Nordbahn, das seine Aufgabe verloren hat. Ringlokschuppen, Drehscheibe und Wasserkran stehen noch dort, wo sie hingehören – dazu die größte Fahrzeugsammlung Österreichs.
Erzbergbahn
seit 1891
Die Erzbergbahn führt von Vordernberg über den Präbichl nach Eisenerz – normalspurig, aber mit Zahnstangenabschnitten, weil reine Reibung an diesen Steigungen nicht reicht. Der Erzverkehr ist längst weg, geblieben ist eine Museumsstrecke mit einer Technik, die im Regelnetz fast ausgestorben ist.
Gurkthalbahn
Kärnten hatte einmal ein ansehnliches Schmalspurnetz. Von der Gurkthalbahn ist ein kurzer Abschnitt bei Treibach-Althofen befahrbar geblieben, auf dem ein Verein im Sommer Dampfzüge fährt. Wer 760 Millimeter im Betrieb sehen will, hat in Österreich nur noch wenige Adressen.
Kamptalbahn
Die Kamptalbahn ist keine stillgelegte Museumsstrecke, sondern eine erhaltene normalspurige Nebenbahn zwischen Hadersdorf am Kamp und dem nördlichen Waldviertel. Der Nostalgieverkehr läuft dort als Sonderzug auf einer Strecke, die auch sonst befahren wird – das ändert die Planung grundlegend.
NostalgieExpress Leiser Berge
Der NostalgieExpress Leiser Berge bringt an Sommerwochenenden Ausflügler von Korneuburg nach Ernstbrunn – über eine normalspurige Lokalbahn im Weinviertel, auf der sonst kein Personenverkehr mehr fährt. Für Spotter ist das eine seltene Kombination aus Saisonzug und offener Landschaft.
ÖGEG Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte
Die ÖGEG ist keine Museumsbahn mit einer Strecke, sondern ein Verein mit mehreren Betätigungsfeldern: ein großer Fahrzeugstandort in Ampflwang im Hausruckwald, eigene Werkstattarbeit und Dampfsonderfahrten auf dem öffentlichen Netz. Das ändert, wie du eine Begegnung planst.
Waldviertlerbahn
Die Waldviertler Schmalspurbahnen sind das größte erhaltene 760-mm-Netz Österreichs: zwei Äste ab Gmünd, echte Streckenlänge statt Vorführstrecke, und mit der Reihe 399 eine Dampflokbauart, die eigens für dieses Netz gebaut wurde. Betrieb und Trägerschaft sind allerdings auf beiden Ästen unterschiedlich.
Bahnmuseum Albula
Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist ein Sonderfall unter den Museumsbahnen: Es besitzt keine eigene Strecke und führt keine eigenen Züge. Die Attraktion liegt draußen – die meterspurige Albulalinie der Rhätischen Bahn fährt planmäßig direkt am Haus vorbei, UNESCO-Welterbe inklusive.
Museumsbahn Blonay–Chamby
seit 1968
Die Museumsbahn Blonay–Chamby verbindet auf wenigen Kilometern zwei aktive Meterspurnetze über den Hängen des Genfersees. Der Verein fährt Dampf und Elektro auf eigener Strecke – und unterhält dazu eine der umfangreichsten Sammlungen historischer Schmalspurfahrzeuge in der Schweiz.
Schinznacher Baumschulbahn
Die Schinznacher Baumschulbahn ist keine Nebenbahn im Kleinformat, sondern eine echte Feldbahn: 600 Millimeter Spurweite, enge Radien, kurze Fahrzeuge. Sie führt durch das Gelände einer Baumschule im Aargau und bewahrt eine Bahntechnik, die sonst fast vollständig verschwunden ist.
Tram-Museum Zürich
Das Tram-Museum Zürich sitzt nicht in einer Halle am Stadtrand, sondern in einem ehemaligen Betriebsdepot am aktiven Netz. Historische Wagen fahren von hier aus auf denselben Meterspurgleisen, auf denen der Linienverkehr läuft – ein Museum, das sich mitten im Betrieb bewegt.
Verein zur Erhaltung der Bahnlinie Etzwilen–Singen
Der Verein zur Erhaltung der Bahnlinie Etzwilen–Singen betreibt einen Sonderfall: eine normalspurige Museumsstrecke, die eine Staatsgrenze überquert und dabei den Rhein auf einer markanten Stahlbrücke passiert. Der Verein hält die Infrastruktur selbst instand – nicht nur die Fahrzeuge.
Museum Buurt Spoorweg
seit 1967
Die Museum Buurt Spoorweg fährt zwischen Haaksbergen und Boekelo im niederländischen Twente. Sie gilt als älteste Museumsbahn des Landes – und zeigt ein Phänomen, das viele überrascht: Auf niederländischen Museumsgleisen laufen überwiegend deutsche Dampflokomotiven.
Museumsbahn S.T.A.R.
Die Museumsbahn S.T.A.R. in der Provinz Groningen unterscheidet sich von den meisten Erhaltungsbahnen: Sie fährt zwischen Stadskanaal und Veendam nach einem echten Fahrplan und trifft dort auf das Regelnetz. Damit ist sie weniger Ausflugsattraktion als konservierter Nebenbahnbetrieb.
Museumstoomtram Hoorn-Medemblik
Die Museumstoomtram zwischen Hoorn und Medemblik ist keine Museumsbahn im üblichen Sinn, sondern eine erhaltene Dampfstraßenbahn. Das sieht man den Lokomotiven sofort an: Ihr Triebwerk ist verkleidet, weil diese Fahrzeuge einmal durch Straßen und Dörfer fuhren.
Stoom Stichting Nederland
Die Stoom Stichting Nederland besitzt keine eigene Museumsstrecke. Sie fährt ihre Dampfzüge über das normale niederländische Netz – zwischen Güterzügen, Intercitys und Sprintern. Das macht sie zur Ausnahme unter den Museumsbetrieben des Landes und ändert alles daran, wie du sie fotografierst.
Veluwsche Stoomtrein Maatschappij
seit 1975
Die Veluwsche Stoomtrein Maatschappij betreibt zwischen Apeldoorn und Dieren die längste klassische Dampfstrecke der Niederlande. Ihr Betriebsmittelpunkt Beekbergen ist mehr Bahnbetriebswerk als Museum – und der Grund, warum hier schwere Maschinen laufen, wo andernorts Industrieloks reichen müssen.
APPEVA Voie Étroite
Die APPEVA hält im Tal der Somme ein Stück Militärfeldbahn des Ersten Weltkriegs in Betrieb. 600 Millimeter Spurweite, offene Wagen, eine Rampe aus dem Tal auf die Hochfläche – und eine der größten Feldbahnsammlungen Frankreichs im Depot von Froissy.
Chemin de Fer Touristique du Rhin
Der Chemin de Fer Touristique du Rhin hält im südlichen Elsass eine Regelspur-Nebenbahn am Leben. Ausgangspunkt ist Volgelsheim bei Neuf-Brisach, gefahren wird mit Dampf und historischen Wagen – getragen von einem Verein, dessen Mitglieder Lok, Werkstatt und Gleis selbst betreuen.
Cité du Train
seit 1971
Die Cité du Train in Mulhouse ist die zentrale Eisenbahnsammlung Frankreichs. Hier stehen Fahrzeuge, die es nur einmal gibt – von frühen Dampflokomotiven bis zu Rekordmaschinen der Elektrotraktion. Ein Museum mit Sammlung, kein Betrieb mit Fahrplan.
Train des Pignes à vapeur
Der Train des Pignes à vapeur fährt auf einer aktiven Meterspurstrecke in den provenzalischen Voralpen – ohne eigene Infrastruktur. Ein Verein bringt Dampflok und Wagen, die Strecke gehört einem regulären Bahnbetrieb. Genau diese Trennung macht den Betrieb ungewöhnlich.
Train du Pays Cathare et du Fenouillèdes
Zwischen Rivesaltes und Axat liegt eine Regelspurstrecke, die sich durch die Schluchten des Fenouillèdes windet. Der TPCF hält sie als Touristikbahn in Betrieb – mit Dieseltriebwagen statt Dampf, dafür mit einem Streckenprofil, das die meisten Museumsbahnen nicht bieten können.
Train touristique d'Abreschviller
Die Waldbahn von Abreschviller fährt in 700 Millimetern – einer Spurweite, die man selten trifft. Von der Holzbahn im Vogesenwald ist eine Touristikbahn geworden, die mit offenen Wagen durch ein enges Tal fährt. Für Fotografen ist der Wald Segen und Problem zugleich.
Train Touristique Thur Doller
Zwischen Cernay und Sentheim hält ein Verein eine elsässische Nebenbahn in Betrieb. Regelspur, Dampflok, historische Wagen und ein Talverlauf, der genug Kurven bietet, um denselben Zug an einem Tag mehrfach sinnvoll zu fotografieren.
Brecon Mountain Railway
seit 1980
Die Brecon Mountain Railway fährt in rund 600 Millimetern auf der Trasse einer ehemaligen Normalspurstrecke durch den walisischen Nationalpark. Betrieben wird sie nicht von einem Verein, sondern als privates Unternehmen mit eigener Werkstatt in Pant.
Swanage Railway
seit 1972
Die Swanage Railway hat eine 1972 stillgelegte Zweigstrecke in Dorset zurückgeholt – bis hin zum Wiederanschluss ans nationale Netz. Zwischen Swanage und Norden fahren Dampf- und Dieselzüge an der Burgruine von Corfe Castle vorbei, einem der bekanntesten Bahnmotive Südenglands.
Watercress Line
Die Watercress Line ist die Museumsstrecke der Mid-Hants Railway zwischen Alton und Alresford. Ihr Markenzeichen ist keine Lok, sondern die Topografie: Der Anstieg nach Medstead & Four Marks bringt jede Dampflok an die Grenze und liefert dir Sound und Rauch, die auf flachen Strecken schlicht fehlen.
223 kleinere Vereine, Sammlungen und Bahnen, zu denen es keine eigene Seite gibt – meist ohne regulären Fahrbetrieb oder ohne belastbare öffentliche Quellenlage. Der Vollständigkeit halber stehen sie hier mit Name, Land und offizieller Website.
Deutschland(203)
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Wer die Züge konkret führt, steht in der EVU-Datenbank. Welche Fahrzeuge dabei unterwegs sind, in derBaureihen-Datenbank. Und wo du sie siehst, zeigen die Spotting-Orte.