Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland)

Der Rasende Roland ist keine Bahn, die nur an Wochenenden Dampf macht. Auf 750 Millimeter Spurweite fährt er zwischen Putbus und Göhren nach einem festen Fahrplan durch die Ostseebäder – mit Dampflokomotiven im Regeleinsatz und einer Betriebsform, die es in Deutschland nur noch an wenigen Stellen gibt.

Auch bekannt als: Rasender Roland · RüKB · Rügensche Bäderbahn · RüBB

DeutschlandDeutschlandMuseums- & Traditionsbahnenseit 18958 Min. Lesezeit

750 mm

Spurweite

~24 km

Putbus bis Göhren

ganzjährig

Betriebszeitraum

Dampf

Regeltraktion

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rügensche Kleinbahn hat 750 mm Spurweite und ist damit vom Regelspurnetz technisch vollständig getrennt – Fahrzeuge lassen sich nicht austauschen.
  • Dampf ist hier der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Lokomotiven stehen im Plan, nicht nur an angekündigten Sonderterminen.
  • „Rasender Roland“ ist der Markenname, gefahren wird von einer eigenen Betriebsgesellschaft mit eigener Zulassung.
  • Putbus ist der Schlüsselbahnhof: Dort trifft die Schmalspur auf das Regelspurnetz, dort steht auch die Werkstatt-Infrastruktur.
  • Die Strecke ist rund 24 Kilometer lang und verbindet Putbus mit Göhren über die Ostseebäder Binz, Sellin und Baabe.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Kleinbahn mit Verkehrsauftrag, nicht Museumsbahn im üblichen Sinn
  8. 8.Wie die Strecke liegt – und warum Putbus der wichtigste Bahnhof ist
  9. 9.Tenderloks, Kleinbahnwagen und was sonst noch fährt
  10. 10.Fotografieren an einer Bahn, die täglich fährt
  11. 11.Passt diese Bahn zu deinem Vorhaben?
  12. 12.Wo die Bahn im größeren Bild steht
  13. 13.Fazit
  14. 14.Häufige Fragen

Steckbrief

TrägerformPrivatwirtschaftliche Betriebsgesellschaft, kein klassischer Museumsverein
Spurweite750 mm – die sächsisch geprägte Schmalspurweite Ostdeutschlands
StreckenverlaufPutbus – Binz LB – Sellin – Baabe – Göhren im Südosten Rügens
Streckenlängerund 24 Kilometer zwischen Putbus und Göhren
BetriebsformDampf im Planbetrieb, Diesel für Rangier- und Bauaufgaben
Anschluss ans RegelspurnetzIn Putbus, erreichbar über Bergen auf Rügen
SaisonGanzjähriger Verkehr mit deutlich dichterem Sommerangebot
StreckennutzungÖffentlicher Personenverkehr, nicht reiner Ausflugsbetrieb
Offizielle Websitewww.rasender-roland.de

Geschäftsfelder

Öffentlicher Personenverkehr – die Kleinbahn ist im Südosten Rügens ein echtes Verkehrsmittel, nicht nur eine Attraktion
Dampfbetrieb im Plan – Lokomotiven stehen im täglichen Umlauf statt nur an Sonderterminen
Fahrzeuginstandhaltung – eigene Werkstatt für 750-mm-Technik, für die es keinen freien Ersatzteilmarkt gibt
Streckenunterhalt – Gleis, Bahnübergänge und Bahnhöfe der Schmalspurstrecke liegen in eigener Verantwortung
Sonderverkehre – zusätzliche Fahrten zu Feiertagen und in der Adventszeit

Struktur & Marken

Rügensche Bäderbahn – die Betriebsgesellschaft, die den Zugbetrieb als zugelassenes Eisenbahnverkehrsunternehmen führt
Rasender Roland – der Zug- und Markenname, unter dem die Bahn öffentlich auftritt

Geschichte im Zeitraffer

1895Die Schmalspurstrecke von Putbus nach Binz geht in Betrieb. Gebaut wird sie nicht für Touristen, sondern als Erschließungsbahn für den Südosten der Insel.
1899Die Verlängerung über Sellin und Baabe nach Göhren schafft den Streckenverlauf, der bis heute befahren wird.
1970erAndere Rügener Schmalspurabschnitte verschwinden nach und nach. Übrig bleibt die Bäderstrecke, weil sie Fahrgäste hat.
1990erNach der Wende gerät die Bahn in die üblichen Strukturfragen ostdeutscher Schmalspurnetze: Wer betreibt sie, wer finanziert Gleis und Fahrzeuge?
2000erDer Betrieb geht an eine private Bahngesellschaft über. Damit endet die Zeit als Nebenbahn im Staatskonzern – und der Dampfbetrieb bleibt trotzdem im Plan.

Woran du Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland) erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland)?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • 750 mm Spurweite – auffällig schmales Gleis, das im direkten Vergleich zur Regelspur sofort ins Auge fällt
  • Schmale, hohe Wagenkästen – die Personenwagen wirken im Verhältnis zur Spurweite ungewöhnlich schlank
  • Tenderdampfloks ohne separaten Schlepptender, ausgelegt auf enge Bögen und kurze Umläufe
  • Bahnhof Putbus – hier liegen Schmalspur und Regelspur nebeneinander, das ist der beste Vergleichsort
  • Straßenbündige Abschnitte und viele Bahnübergänge – typisch für eine Kleinbahn, die durch Ortslagen führt
  • Rauchfahne über Kiefernwald – der Streckenverlauf zwischen den Bädern führt über weite Strecken durch Waldgebiet
  • Fahrplanaushang wie bei einer normalen Bahn – kein reiner Veranstaltungsbetrieb

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Dampf im Planbetrieb statt an einzelnen Sonderterminen – das ist in Deutschland selten geworden
  • Ganzjährig befahren, also auch im Winterlicht und bei Nebel fotografierbar
  • Ohne Auto erreichbar über den Regelspuranschluss in Putbus
  • Langsame Züge und viele Bahnübergänge ergeben planbare, wiederholbare Motive
  • Der Bahnhof Putbus zeigt Schmalspur und Regelspur direkt nebeneinander

Wo es hakt

  • Im Sommer ist die Bahn ein Massenverkehrsmittel – Ruhe am Motiv gibt es kaum
  • Die Fahrzeugauswahl ist klein, Motive wiederholen sich schnell
  • Große Teile der Strecke liegen im Wald, das Licht ist über weite Abschnitte schwierig
  • 750-mm-Technik lässt sich mit keiner anderen Spurweite tauschen; fällt ein Fahrzeug aus, dauert der Ersatz
  • Fahrplan und Saisonangebot ändern sich jährlich und gehören vor jeder Anreise geprüft

Aktualisiert: August 2026 – Die meisten Museumsbahnen in Deutschland fahren an Wochenenden, in einer klar begrenzten Saison und meistens mit Diesel. Die Rügensche Kleinbahn macht fast alles anders: Sie fährt ganzjährig, sie fährt nach Fahrplan, und die Dampflokomotive ist bei ihr kein Sonderereignis, sondern das Regelfahrzeug. Wer im Südosten Rügens von Putbus nach Göhren will, benutzt sie als Verkehrsmittel.

Schmalspur-Sichtungen sauber festhalten

Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – auch wenn du die Betriebsnummer erst später nachträgst.

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Kleinbahn mit Verkehrsauftrag, nicht Museumsbahn im üblichen Sinn

Der Begriff „Museumsbahn“ passt hier nur halb. Eine Museumsbahn erhält Technik und führt Fahrten vor. Die Rügensche Kleinbahn erhält Technik – und erfüllt gleichzeitig eine echte Verkehrsaufgabe zwischen den Ostseebädern. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts nicht für Ausflügler gebaut, sondern zur Erschließung einer Region, die sonst schlecht erreichbar war.

Diese Doppelrolle erklärt fast alles, was du am Gleis siehst: den durchgehenden Fahrplan, die vielen Bahnübergänge in Ortslagen, die vollen Züge im Sommer. Und sie erklärt, warum der Betrieb privatwirtschaftlich organisiert ist und nicht von einem Verein getragen wird – anders als etwa bei der MPSB in Mecklenburg oder beim Pollo in der Prignitz, wo der Fahrbetrieb ganz überwiegend ehrenamtlich stattfindet.

Praktisch bedeutet das einen anderen Alltag: feste Dienstpläne, angestelltes Personal, Instandhaltung nach betrieblichen statt nach ehrenamtlichen Möglichkeiten. Für dich am Gleis heißt es vor allem, dass du dich auf den Fahrplan verlassen kannst.

750 mmSpurweite, ostdeutscher Schmalspurstandard
~24 kmStrecke Putbus – Göhren
1895Eröffnung des ersten Abschnitts
ganzjährigBetrieb, nicht nur in der Saison

Wie die Strecke liegt – und warum Putbus der wichtigste Bahnhof ist

Ausgangspunkt ist Putbus. Dort endet die Regelspurstrecke von Bergen auf Rügen, und dort beginnt das 750-mm-Netz. Für Fotografen ist das der ergiebigste Punkt der ganzen Bahn, weil Schmalspur und Regelspur nebeneinanderliegen: Erst im direkten Vergleich wird sichtbar, wie klein 750 Millimeter tatsächlich sind.

Von Putbus führt die Strecke über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren – rund 24 Kilometer, überwiegend durch Kiefernwald und durch Ortslagen. Kein Abschnitt ist spektakulär im Sinne eines Gebirgsviadukts. Der Reiz liegt in der Betriebsform, nicht in der Landschaftsdramatik.

Merkmal Rügensche Kleinbahn Klassische Museumsbahn
Betriebszeitraum ganzjährig nach Fahrplan Saison, meist Wochenenden
Regeltraktion Dampf Diesel, Dampf an Sonderterminen
Trägerform privatwirtschaftliche Gesellschaft überwiegend Verein
Fahrgäste Einheimische und Urlauber fast ausschließlich Ausflügler
Fahrplandichte im Sommer hoch wenige Zugpaare pro Betriebstag

Tenderloks, Kleinbahnwagen und was sonst noch fährt

Das Bild prägen vierfach gekuppelte Tenderdampflokomotiven für 750 mm: kompakte Maschinen ohne separaten Schlepptender, ausgelegt auf enge Bögen, kurze Umläufe und häufige Richtungswechsel. Dazu kommen kleine Dieselfahrzeuge, die vor allem rangieren und Bauzüge fahren.

Bei einzelnen Betriebsnummern ist Vorsicht angebracht. Welche Maschine gerade im Plan steht, hängt an Kesselfristen, Werkstattterminen und Saison – eine dauerhaft belastbare öffentliche Übersicht dazu gibt es nicht. Für die Dokumentation ist es sinnvoller, zunächst Gattung und Bauart zu bestimmen und die Nummer nur dann zu notieren, wenn du sie wirklich gelesen hast. Wie du dabei systematisch vorgehst, zeigt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Die Wagen sind der zweite Teil der Geschichte: schmale, im Verhältnis dazu hohe Kästen, teils mit offenen Bühnen. Sie sehen nicht aus wie verkleinerte Regelspurwagen, sondern folgen einer eigenen Bauphilosophie. Wer aus dem Regelspurbereich kommt, unterschätzt regelmäßig, wie stark sich Proportionen und Details unterscheiden – von der Puffer- und Kupplungsbauart bis zur Höhe der Trittstufen.

Schwere Kesselarbeiten gehen bei allen deutschen Dampfbetrieben aus dem Haus. Nennenswerte Kapazität dafür gibt es nur an wenigen Adressen, allen voran im Dampflokwerk Meiningen. Das ist der Grund, warum bei kleinen Bahnen einzelne Maschinen über Monate oder Jahre komplett aus dem Betriebsbild verschwinden.

Der beste Vergleichspunkt liegt im Bahnhof, nicht auf der Strecke

Ein Schmalspurzug allein im Bild verrät die Spurweite kaum – das Auge hat keinen Maßstab. Erst wenn Regelspurgleis oder Bahnsteigkante mit ins Bild kommen, wird der Unterschied sichtbar. In Putbus bekommst du diesen Vergleich frei Haus.

Fotografieren an einer Bahn, die täglich fährt

Fahrplanlage vorher prüfen

Der Fahrplan ist verlässlich, aber saisonal sehr unterschiedlich dicht. Prüfe direkt bei der Bahn, wie viele Zugpaare an deinem Termin unterwegs sind.

Standorte an Wegen suchen

Die Strecke ist durch Wald und Ortslagen gut von öffentlichen Wegen aus einsehbar. Gleise, Bahnkörper und Betriebsgelände bleiben tabu – siehe Sicherheitsabstand am Gleis.

Licht vor Motiv setzen

Im Kiefernwald entscheidet der Sonnenstand über Gelingen oder Scheitern. Plane den Standort nach Licht, nicht nach Kartenoptik.

Langsamkeit ausnutzen

Schmalspurzüge sind langsam. Das erlaubt lange Verschlusszeiten für Mitzieher – die Technik dazu steht im Beitrag zur Verschlusszeit beim Mitzieher.

Dampf braucht kühle Luft

An heißen Sommertagen verschwindet die Fahne fast vollständig. Frühjahr, Herbst und Winter liefern die deutlich stärkeren Dampfbilder.

Wie viele Fotostellen schaffst du an einem Tag?

Schmalspur heißt kurze Distanzen, aber lange Wege zu Fuß. Der Rechner schätzt, wie viele Standorte realistisch in deinen Tag passen.

Je dünner der Fahrplan, desto mehr Zeit kostet jede einzelne Aufnahme.

Deine Rügen-Tour dokumentieren

Halte fest, welche Maschine an welchem Tag im Plan stand – über Jahre wird daraus eine echte Betriebschronik.

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Passt diese Bahn zu deinem Vorhaben?

Fahr hin, wenn …

  • du Dampfbetrieb im Plan sehen willst statt an Sonderterminen
  • dich Schmalspurtechnik und Kleinbahnbetrieb interessieren
  • du außerhalb der Hochsaison Zeit hast

Überleg es dir, wenn …

  • du auf große Landschaftsmotive aus bist – die Strecke ist waldreich und flach
  • du nur einen Sommertag zur Verfügung hast und Andrang störend findest
  • du eine bestimmte Maschine sehen willst, deren Status du nicht kennst

Lass es, wenn …

  • du Regelspur-Fernverkehr dokumentieren willst – den gibt es hier nicht
  • du auf schnelle Züge und kurze Verschlusszeiten aus bist
  • du ohne Fahrplanprüfung spontan hinfährst

Wo die Bahn im größeren Bild steht

750 Millimeter sind keine Rügener Erfindung. Diese Spurweite prägt die ostdeutsche Schmalspurlandschaft von Sachsen bis in die Lausitz. Wer den Vergleich sucht, findet ihn bei der Fichtelbergbahn im Erzgebirge oder bei der Zittauer Schmalspurbahn im Dreiländereck. Meterspur mit 1000 mm siehst du dagegen bei den Harzer Schmalspurbahnen, deren Brockenstrecke ein völlig anderes Betriebsbild liefert.

Für die Anreise aus dem Westen oder Süden ist Rügen ein Tagesziel mit Vorlauf. Von Hamburg Hauptbahnhof und Berlin Hauptbahnhof führen die üblichen Wege über Stralsund und Bergen auf Rügen.

Bahnübergänge sind keine Fotostandorte

Eine Kleinbahn mit vielen Übergängen verführt dazu, „nur kurz“ auf das Gleis zu treten. Das ist unzulässig und gefährlich, auch bei niedrigem Tempo: Schmalspurzüge sind leise, und der Bremsweg ist trotz geringer Geschwindigkeit länger als das Auge vermutet. Nutze Wege, Straßen und Bahnsteige – nicht den Bahnkörper.

Fazit

Der Rasende Roland ist der seltene Fall einer historischen Bahn, die nicht historisch tut, sondern historisch arbeitet. Dampf im Plan, Fahrplan statt Veranstaltungskalender, ganzjährig statt Saisonbetrieb – diese Kombination gibt es in Deutschland nur an sehr wenigen Stellen.

Für die Bilddokumentation heißt das: Du bist nicht auf einen einzigen Termin angewiesen, und du kannst wiederkommen, bis Licht und Motiv zusammenpassen. Das ist ein Luxus, den dir eine Museumsbahn mit sechs Betriebstagen im Jahr nicht bietet.

Kurzfazit

750 mm Spurweite, rund 24 Kilometer und Dampf im Regelbetrieb: Die Rügensche Kleinbahn ist keine Vorführbahn, sondern ein Verkehrsmittel mit historischer Technik. Der beste Einstieg ist der Bahnhof Putbus.

Schmalspur systematisch sammeln

750 mm, 1000 mm, 600 mm – trag jede Bahn mit Spurweite und Fahrzeug ein und sieh, wie schnell daraus eine Sammlung wird.

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Zusammenfassung

  • Wer Schmalspur mit echtem Verkehrsauftrag sehen will, findet auf Rügen einen der wenigen Betriebe, die täglich und nicht nur an Veranstaltungstagen fahren.
  • Für die Fotoplanung zählt weniger die Frage nach Dampf oder Diesel als die Frage nach Licht: Der Streckenverlauf durch Kiefernwald ist lichttechnisch anspruchsvoll.
  • Die Bahn arbeitet privatwirtschaftlich. Das unterscheidet sie von der Mehrzahl deutscher Museumsbahnen, die von Vereinen getragen werden.
  • Konkrete Abfahrtszeiten und Preise gehören in die aktuelle Saisonauskunft der Bahn, nicht in einen Ratgeber – sie werden jedes Jahr neu festgelegt.

Häufige Fragen

Welche Spurweite hat der Rasende Roland?

750 Millimeter. Das ist die in Sachsen entwickelte und in Ostdeutschland weit verbreitete Schmalspurweite, die du auch bei der Fichtelbergbahn und bei der Zittauer Schmalspurbahn findest. Fahrzeuge lassen sich zwischen diesen Netzen im Prinzip tauschen – mit dem Regelspurnetz dagegen überhaupt nicht.

Fährt der Rasende Roland wirklich täglich mit Dampf?

Die Bahn fährt ganzjährig nach Fahrplan, und Dampflokomotiven stehen dabei im Regelumlauf. Das unterscheidet sie von den meisten Museumsbahnen, bei denen Diesel der Alltag und Dampf die Ausnahme ist. Wie dicht das Angebot ist, hängt stark von der Jahreszeit ab – im Sommer deutlich mehr Fahrten als im Winter. Die aktuelle Fahrplanlage prüfst du vor der Anreise direkt bei der Bahn.

Wo beginnt die Strecke und wie komme ich hin?

Ausgangspunkt ist Putbus. Dorthin kommst du über Bergen auf Rügen mit dem Regelspurnetz, sodass du für die Anreise kein Auto brauchst. In Putbus liegen Schmalspur- und Regelspurgleise unmittelbar nebeneinander – das ist der beste Ort, um den Größenunterschied wirklich zu sehen und zu fotografieren.

Welche Lokomotiven laufen dort?

Vierfach gekuppelte Tenderdampflokomotiven für 750 mm prägen das Bild, ergänzt um kleine Dieselfahrzeuge für Rangier- und Bauaufgaben. Zu einzelnen Betriebsnummern und ihrem aktuellen Einsatzstatus gibt es keine dauerhaft belastbare öffentliche Quelle, weil Maschinen zwischen Fristen, Werkstatt und Plan wechseln. Verlässlicher ist es, nach Gattung und Bauart zu bestimmen.

Wer betreibt die Bahn heute?

Der Zugbetrieb liegt bei einer privatwirtschaftlichen Gesellschaft, die als Eisenbahnverkehrsunternehmen zugelassen ist – zu finden unter Rügensche Bäderbahn. Das ist ein wichtiger Unterschied zu den vielen Museumsbahnen in Vereinsträgerschaft: Hier arbeiten überwiegend Angestellte, nicht Ehrenamtliche. Unternehmerisch besteht eine Verbindung zur Gruppe um die Preßnitztalbahn in Sachsen.

Ist die Kleinbahn eine Museumsbahn oder öffentlicher Verkehr?

Beides zugleich, und das macht sie interessant. Sie fährt mit historischer Technik, erfüllt im Südosten Rügens aber eine echte Verkehrsaufgabe zwischen den Ostseebädern. Deshalb gilt hier ein durchgehender Fahrplan statt eines Veranstaltungskalenders. Für dich heißt das: planbare Motive, aber auch volle Züge in der Hauptsaison.

Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?

Außerhalb der Hochsaison. Im Sommer sind Bahnsteige und Bahnübergänge voll, im Frühjahr und Herbst hast du die Strecke weitgehend für dich. Kühle, feuchte Luft macht die Dampffahne sichtbar – ein Vorteil, den greller Hochsommer nicht bietet. Wie du den Sonnenstand für einen konkreten Standort planst, steht im Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.

Darf ich zum Fotografieren an die Strecke?

Nur von öffentlich zugänglichen Flächen aus: Wege, Straßen, Bahnsteige. Gleise, Bahnübergänge als Standplatz und Betriebsgelände sind tabu, auch bei einer Kleinbahn mit niedriger Geschwindigkeit. Die Regeln dazu stehen im Beitrag Sicherheitsabstand am Gleis. Dass ein Zug langsam fährt, ändert daran nichts.

Wo werden die Dampfloks aufgearbeitet?

Laufende Unterhaltung und kleinere Arbeiten macht die Bahn selbst. Schwere Kesselarbeiten dagegen laufen bei den wenigen Betrieben, die dafür in Deutschland noch Kapazität haben – allen voran das Dampflokwerk Meiningen. Deshalb verschwinden Maschinen bei Museumsbahnen manchmal für längere Zeit vollständig aus dem Betriebsbild.

Gibt es auf Rügen noch andere Schmalspurreste?

Die Insel hatte einmal ein deutlich größeres Schmalspurnetz, das bis in den Norden reichte. Übrig geblieben ist die Bäderstrecke. Wer weitere norddeutsche Schmalspur sehen will, findet sie bei der MPSB in Schwichtenberg und beim Pollo in der Prignitz – beide deutlich kleiner und mit anderem Charakter.

Fahrzeuge von Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland) dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Wo du Rügensche Kleinbahn (Rasender Roland) antriffst

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