Baureihe 407 (ICE 3)

Die Baureihe 407 ist der Siemens Velaro D: ein mehrsystemfähiger ICE 3 der zweiten Bauartgeneration – ohne Lounge hinter dem Führerstand und mit eigener Kopfform.

Auch bekannt als: Velaro D · ICE 3MS · BR 407

DeutschlandDeutschlandHochgeschwindigkeitszüge8 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Baureihe 407 ist der Siemens Velaro D – die zweite Bauartgeneration des ICE 3.
  • Schnellstes Unterscheidungsmerkmal: keine Lounge mit Streckenblick, anders als bei 403 und 406.
  • 320 km/h Höchstgeschwindigkeit und Mehrsystemfähigkeit für den Verkehr über Systemgrenzen.
  • Optisch nah am klassischen ICE 3, aber mit eigener, etwas fülligerer Kopfform.
  • Einsatzgebiete ändern sich mit Zulassungen, Fahrzeugverfügbarkeit und Fahrplan – keine feste Größe.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Baureihe 407?
  2. 2.Der schnellste Weg zur Bestimmung
  3. 3.Einordnung im Bahnbetrieb
  4. 4.Velaro: die Plattform hinter der Baureihe 407
  5. 5.Spotting und Fotografie
  6. 6.Vier Baureihen, ein Produktname: die häufigste Fehlerquelle
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartMehrsystemfähiger Hochgeschwindigkeits-Triebzug mit verteiltem Antrieb
HerstellerSiemens (Plattform Velaro)
TypenbezeichnungVelaro D, betrieblich auch ICE 3MS
Zugbildungacht Wagen, alle mit Fahrgastraum
Höchstgeschwindigkeit320 km/h
Stromsystememehrsystemfähig für Wechsel- und Gleichstromnetze
Besonderheitkeine Lounge mit Blick auf die Strecke – der Bereich hinter dem Führerstand ist geschlossen
UIC-Bauartcode93 (Hochgeschwindigkeits-Triebzug)
NummernschemaFahrzeugnummern beginnen mit 407
Typischer Einsatzgrenzüberschreitender und nationaler ICE-Verkehr

Erkennungsmerkmale

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Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Keine Lounge hinter dem Führerstand – die Wand hinter der Frontscheibe ist geschlossen
  • Bugform ähnlich dem ICE 3, aber fülliger und weniger scharf zulaufend als bei der Baureihe 403
  • Keine Triebköpfe: durchgehende Fensterlinie über alle acht Wagen
  • Umfangreiche Dachausrüstung mit mehreren Stromabnehmern für verschiedene Stromsysteme
  • Fahrzeugnummer beginnt mit 407
  • Anschriften mit Zulassungshinweisen für mehrere Länder

Aktualisiert: August 2026 – Ein ICE 3, bei dem hinter der Frontscheibe niemand sitzt: Das ist das schnellste Erkennungsmerkmal der Baureihe 407, des Siemens Velaro D. Sie ist die zweite Bauartgeneration des ICE-3-Konzepts – äußerlich verwandt, technisch eigenständig. Diese Seite zeigt dir, wie du sie von 403, 406 und 408 trennst.

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Was ist die Baureihe 407?

Die Baureihe 407 ist der Siemens Velaro D, ein achtteiliger Hochgeschwindigkeits-Triebzug mit verteiltem Antrieb. Er ist mehrsystemfähig und damit für den Verkehr über Systemgrenzen hinweg ausgelegt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 320 km/h. Betrieblich läuft er als ICE 3 – genau wie die Baureihe 403 und die Baureihe 406.

Technisch ist die 407 keine Weiterproduktion der älteren Bauart, sondern ein neu entwickeltes Fahrzeug aus der Velaro-Plattform von Siemens. Diese Plattform bündelt Hochgeschwindigkeitszüge, die auch für andere Bahnen gebaut wurden. Die deutsche Variante trägt das Kürzel D und in Deutschland die Baureihennummer 407.

Der auffälligste Unterschied zur älteren Bauart betrifft den Fahrgastraum: Bei der 407 ist der Bereich hinter dem Führerstand geschlossen. Die Lounge mit Blick auf die Strecke, die 403 und 406 auszeichnet, gibt es hier nicht. Für die Bestimmung im Feld ist das ein Geschenk, weil es aus dem Bahnsteig heraus in einer Sekunde prüfbar ist.

Der schnellste Weg zur Bestimmung

Hinter die Frontscheibe schauen

Sitzen dort Fahrgäste? Dann ist es eine 403 oder 406. Ist die Wand geschlossen, bist du bei 407 oder 408 – die Velaro-Generation.

Kopfform vergleichen

Die 407 wirkt an der Nase etwas fülliger und weniger scharf zulaufend als der klassische ICE 3. Das ist ein feiner, aber mit etwas Übung sicherer Unterschied.

Dach und Anschriften prüfen

Mehrere Stromabnehmer und Zulassungsanschriften für verschiedene Länder gehören zum Mehrsystemfahrzeug dazu.

Nummer lesen

407 statt 403, 406 oder 408. Die Fahrzeugnummer ist und bleibt die letzte Instanz.

Wo diese Nummern am Fahrzeug stehen, zeigt der Guide Zugnummer herausfinden; den Aufbau der zwölfstelligen Nummer samt Bauartcode 93 erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer.

Die Lounge ist die Trennlinie

Merk dir für die ganze ICE-3-Familie nur eine Frage: Kann man hinter dem Führerstand sitzen? Ja → klassische Bauart (403/406). Nein → Velaro-Bauart (407/408). Danach musst du nur noch zwischen zwei statt vier Baureihen entscheiden.

Einordnung im Bahnbetrieb

Die 407 ist ein Fahrzeug für lange Laufwege mit hohen Geschwindigkeiten. Sie kommt dort zum Einsatz, wo Schnellfahrstrecken vorhanden sind und Systemgrenzen überfahren werden. Auf den Verbindungen nach Brüssel und Paris trifft sie dabei auf die Züge von Eurostar. Die folgende Tabelle ordnet sie in die ICE-3-Familie ein.

Baureihe Bauartgeneration Lounge Stromsysteme Höchstgeschwindigkeit
403 klassischer ICE 3 ja Einsystem 330 km/h
406 klassischer ICE 3 ja Mehrsystem 330 km/h (konstruktiv)
407 Velaro D nein Mehrsystem 320 km/h
408 ICE 3neo nein Mehrsystem 320 km/h

Für Spotter heißt das vor allem eines: „ICE 3 gesehen“ ist keine brauchbare Notiz. Erst die Baureihennummer macht die Sichtung auswertbar. Die vollständige Gegenüberstellung aller Generationen liefert der Beitrag ICE-Baureihen 1 bis 4.

Vier Baureihen, ein Zugname

Halte fest, welche ICE-3-Variante du wirklich gesehen hast – dein Log gewinnt dadurch deutlich an Wert.

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Velaro: die Plattform hinter der Baureihe 407

Warum ist die 407 kein einfacher Nachbau der 403? Weil zwischen beiden Fahrzeugen ein Konzeptwechsel beim Hersteller liegt. Siemens hat das ICE-3-Prinzip zu einer Plattform weiterentwickelt: einer gemeinsamen technischen Basis, aus der Hochgeschwindigkeitszüge für unterschiedliche Netze und Bahnen abgeleitet werden.

Das hat zwei Folgen, die im Feld sichtbar werden:

  • Andere Proportionen. Eine Plattform muss unterschiedliche Lichtraumprofile und Zulassungen bedienen. Die Kopfform der 407 ist deshalb nicht identisch mit der der 403, sondern eigenständig gestaltet – etwas fülliger, weniger scharf ausgezogen.
  • Anderer Innenraum. Die Lounge hinter dem Führerstand entfiel. Der Bereich hinter der Frontscheibe ist geschlossen, was aus dem Bahnsteig heraus sofort auffällt und die schnellste Unterscheidung überhaupt liefert.

Für Spotter ist die Plattformlogik nützlich, weil sie erklärt, warum vier Baureihen denselben Zugnamen tragen und trotzdem unterschiedliche Fahrzeuge sind. ICE 3 ist ein Produktname, keine Baureihe. Wer das trennt, notiert automatisch die richtige Information – nämlich 403, 406, 407 oder 408.

Spotting und Fotografie

Die 407 fotografiert sich wie jeder ICE 3: viel Weiß, flache Formen, wenig Struktur. Vier Punkte machen den Unterschied.

  • Dreiviertelansicht wählen. Ein Winkel von etwa 30 bis 45 Grad zeigt Kopfform und Flanke zugleich und macht den Unterschied zur klassischen Bauart überhaupt erst sichtbar.
  • Führerstandsbereich im Bild lassen. Ein Ausschnitt, auf dem die geschlossene Wand hinter der Frontscheibe erkennbar ist, belegt die Bauartgeneration.
  • Knapp belichten. Die helle Front brennt bei Sonne schnell aus; Detail im Weiß ist danach verloren.
  • Kurze Verschlusszeit. 1/1000 s ist bei Hochgeschwindigkeitsdurchfahrten der untere Ausgangswert.

Die Grundtechnik steht im Guide gute Fotos von Zügen, die Brennweitenfrage im Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie.

Sogwirkung bei Durchfahrten

Ein mit 250 km/h oder mehr durchfahrender ICE erzeugt eine Druckwelle und unmittelbar danach einen kräftigen Sog zum Gleis hin. Er kann Menschen aus dem Gleichgewicht bringen, Gepäck verschieben und Stative umreißen. Halte konsequent hinter der Sicherheitslinie und tritt bei angekündigter Durchfahrt weiter zurück. Die vollständigen Regeln stehen im Guide zum Sicherheitsabstand am Gleis. Gleisbereiche und Betriebsanlagen sind kein zulässiger Standort.

Vier Baureihen, ein Produktname: die häufigste Fehlerquelle

Die ICE-3-Familie ist die Stelle, an der die meisten Bestimmungen schiefgehen – nicht wegen schwieriger Merkmale, sondern wegen einer Begriffsverwirrung. „ICE 3“ ist ein Produktname, den vier verschiedene Baureihen tragen. Im Fahrplan steht ohnehin nur „ICE“.

Daraus folgen drei praktische Regeln:

  • Notiere nie die Produktbezeichnung allein. Ein Logeintrag „ICE 3 gesehen“ ist im Nachhinein wertlos, weil er zwischen 403, 406, 407 und 408 nicht unterscheidet.
  • Arbeite dich von grob nach fein vor. Erst die Frage nach Triebköpfen, dann die Lounge, dann die Feinheiten der Velaro-Bauarten, zuletzt die Nummer. Diese Reihenfolge scheitert nie an fehlender Zeit, weil jeder Schritt für sich schon eine Eingrenzung liefert.
  • Behandle Ausstattungsmerkmale als Indiz, die Nummer als Beweis. Innenraumdetails und Anzeigen können sich durch Umbauten ändern; die Baureihennummer bleibt.

Wer diese Systematik einmal verinnerlicht hat, wendet sie auf jede Fahrzeugfamilie an, in der Hersteller- und Baureihenbezeichnung auseinanderfallen. Die allgemeine Vorgehensweise beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für die Baureihe 407, wenn …

  • der Bereich hinter dem Führerstand geschlossen ist
  • die Bugform fülliger wirkt als beim klassischen ICE 3
  • das Dach mehrere Stromabnehmer trägt
  • die Nummer mit 407 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • du zwischen 407 und 408 schwankst – beide haben keine Lounge
  • der Zug nur von der Seite sichtbar ist
  • du nur ein unscharfes Durchfahrtsbild hast

Es ist keine 407, wenn …

  • Fahrgäste hinter der Frontscheibe sitzen – dann 403 oder 406
  • der Zug fensterlose Triebköpfe hat – dann ICE 1 oder ICE 2
  • der Zug sehr lang ist und eine stumpfe Nase hat – dann ICE 4

Bleibt die Entscheidung zwischen 407 und der jüngsten Bauart offen, hilft der Vergleich mit der Baureihe 408: Der ICE 3neo zeigt modernere Türen, Außenanzeigen und Innenraumdetails.

Fazit

Die Baureihe 407 ist der ICE 3 der zweiten Bauartgeneration: gleiche Grundidee, neues Fahrzeug. Der geschlossene Bereich hinter dem Führerstand ist das Merkmal, mit dem du sie in Sekunden von 403 und 406 trennst; die Abgrenzung zur 408 gelingt über Details und letztlich über die Nummer. Wer das beherrscht, hat die schwierigste Ecke der ICE-Bestimmung hinter sich.

Kurzfazit

Velaro D, achtteilig, mehrsystemfähig, 320 km/h – und ohne Lounge mit Streckenblick. Genau dieser fehlende Blick nach vorn ist das schnellste Erkennungsmerkmal der Baureihe 407.

Die ganze ICE-3-Familie im Log

403, 406, 407, 408: Mit einem sauberen Sichtungslog siehst du sofort, welche Variante dir noch fehlt.

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Zusammenfassung

  • Die Baureihe 407 ist der von Siemens gebaute Velaro D und damit die Weiterentwicklung des ICE-3-Konzepts.
  • Der geschlossene Bereich hinter dem Führerstand trennt sie zuverlässig von den Baureihen 403 und 406.
  • Als Mehrsystemfahrzeug ist sie für den grenzüberschreitenden Verkehr ausgerüstet.
  • Welche Verbindungen sie fährt, hängt von nationalen Zulassungen ab und verschiebt sich regelmäßig.

Häufige Fragen

Was ist die Baureihe 407?

Die Baureihe 407 ist der Siemens Velaro D, eine Weiterentwicklung des ICE-3-Konzepts. Wie die Baureihen 403 und 406 ist sie ein achtteiliger Triebzug mit verteiltem Antrieb, sie ist mehrsystemfähig und für 320 km/h zugelassen. Betrieblich läuft sie als ICE 3.

Wie unterscheide ich die Baureihe 407 vom klassischen ICE 3?

Am eindeutigsten am Bereich hinter dem Führerstand: Bei der 407 ist er geschlossen, es gibt keine Lounge mit Blick auf die Strecke. Die Baureihen 403 und 406 haben diese Lounge. Zusätzlich wirkt die Bugform der 407 etwas fülliger und weniger scharf zulaufend.

Was bedeutet Velaro D?

Velaro ist die Hochgeschwindigkeitsplattform von Siemens, aus der auch Fahrzeuge für andere Bahnen hervorgegangen sind. Das D kennzeichnet die für Deutschland gebaute Variante. Amtlich ist in Deutschland die Baureihennummer 407 – Velaro D ist die Hersteller- und Plattformbezeichnung.

Wie schnell fährt die Baureihe 407?

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 320 km/h. Abgerufen wird sie nur auf entsprechend ausgebauten Schnellfahrstrecken; im Ausland begrenzen zusätzlich Zulassung und Zugsicherungssystem das Tempo.

Ist die Baureihe 407 mehrsystemfähig?

Ja. Sie ist für den Betrieb unter mehreren Stromsystemen ausgerüstet und trägt deshalb zusätzliche Stromabnehmer und mehr Technik auf dem Dach. Das ist Voraussetzung für den grenzüberschreitenden Verkehr, in dem sich Fahrdrahtspannung, Frequenz und Zugsicherung an der Grenze ändern.

Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 407 und 408?

Beide stammen aus der Velaro-Familie und haben keine Lounge mit Streckenblick. Die 408 ist die jüngere Bauart und als ICE 3neo an moderneren Details erkennbar – etwa an Türgestaltung, Außenanzeigen und Innenraumausstattung. Im Zweifel entscheidet auch hier die Fahrzeugnummer.

Warum beginnt die Fahrzeugnummer mit 93?

93 ist der UIC-Bauartcode für Hochgeschwindigkeits-Triebzüge und steht an den ersten beiden Stellen der zwölfstelligen Fahrzeugnummer. Alle ICE-Baureihen tragen ihn, unabhängig von der Generation. Die Baureihennummer folgt erst danach und macht das Fahrzeug eindeutig.

Wo sieht man die Baureihe 407?

Im grenzüberschreitenden ICE-Verkehr und auf den zugehörigen Zulaufstrecken, daneben auch im Inland. Welche Umläufe konkret mit der 407 gefahren werden, ändert sich mit Fahrplanwechseln und Fahrzeugverfügbarkeit – aktuelle Sichtungen sind hier verlässlicher als Listen.

Sichtung von Baureihe 407 (ICE 3) festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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