Das Wichtigste in Kürze
- SŽ steht für Slovenske železnice, die Slowenischen Bahnen – die Schreibweise SZ ohne Diakritika ist die gebräuchliche Behelfsform.
- Die 71er-Gruppe kennzeichnet Dieseltriebwagen: Die Reihen 711, 713 und 715 gehören zusammen in dieselbe Fahrzeugkategorie.
- Erkennungsweg: Führerstand an beiden Enden, kein Stromabnehmer, Abgasanlage – dann ist es ein Dieseltriebwagen.
- Slowenien fährt elektrisch mit 3 kV Gleichspannung, weshalb Dieselfahrzeuge dort eingesetzt werden, wo kein Fahrdraht hängt.
- Bestand und Einsatz sind veränderlich: Ältere Triebwagen werden modernisiert, abgestellt oder ersetzt – aktuellen Stand prüfen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Dieseltriebwagen für den Reisezugverkehr |
|---|---|
| Betreiber-Systematik | Slovenske železnice (SŽ) führen ihre Fahrzeuge in dreistelligen Reihennummern |
| Reihengruppe | Die 71er-Gruppe steht bei SŽ für Dieseltriebwagen |
| Antrieb | Dieselantrieb – unabhängig von der Oberleitung |
| Stromsystem des Netzes | Slowenien elektrifiziert mit 3 kV Gleichspannung; Dieselfahrzeuge fahren auf den übrigen Strecken |
| UIC-Ländercode | 79 für Slowenien |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Führerstand an beiden Enden, dahinter sofort Fahrgastraum – keine separate Lokomotive im Zugverband
- Kein Stromabnehmer auf dem Dach; stattdessen Abgasanlage und Kühlluftöffnungen
- Antriebsgeräusch und Auspuff verraten den Dieselmotor schon vor dem Blick aufs Dach
- Fahrzeugnummer beginnt mit der Reihe 713; die Schreibweise SŽ 713 und SZ 713 meint dasselbe
- Meist kurze Einheiten aus einem oder wenigen Wagen, typisch für Nebenstrecken
- Fahrzeugnummer mit dem UIC-Ländercode 79 weist auf slowenische Einstellung hin
Aktualisiert: August 2026 – Ein kurzer Triebwagen auf einer Strecke ohne Fahrdraht, Führerstand an beiden Enden, Dieselmotor unter dem Boden: So tritt die SŽ 713 auf. Diese Seite erklärt, wie das slowenische Reihensystem aufgebaut ist, woran du einen Dieseltriebwagen sicher erkennst und warum bei dieser Fahrzeuggruppe die eigene Beobachtung mehr wert ist als jede Datenbank.
Seltene Fahrzeuge dokumentieren
Über ältere Triebwagenreihen gibt es kaum öffentliche Daten – deine Sichtung mit Nummer und Datum füllt genau diese Lücke.
Was ist die SŽ 713?
Die Reihe 713 ist ein Dieseltriebwagen der Slowenischen Bahnen, auf Slowenisch Slovenske železnice, abgekürzt SŽ. Ein Dieseltriebwagen ist ein Fahrzeug, das Antrieb und Fahrgastraum in einem vereint: Es fährt aus eigener Kraft, braucht keine Lokomotive und keinen Fahrdraht.
Damit ist die 713 in der slowenischen Fahrzeuglandschaft klar verortet. Sie ist kein Fahrzeug für die elektrifizierten Hauptstrecken, sondern für die Verbindungen, auf denen keine Oberleitung hängt oder auf denen ein voller Lokzug wirtschaftlich keinen Sinn ergäbe. Genau deshalb sind solche Triebwagen meist kurz – oft nur ein Fahrzeug oder eine kleine Einheit.
Ein Hinweis zur Schreibweise, der bei der Recherche Zeit spart: SŽ und SZ meinen dasselbe. Das Ž fehlt in vielen Datenbanken, Fahrplänen und Foren, weshalb dieselbe Reihe unter beiden Schreibungen auftaucht. Wer nur eine Variante sucht, findet die Hälfte der Treffer nicht.
Das slowenische Reihensystem lesen
Slowenien arbeitet mit einem numerischen Reihensystem aus dreistelligen Nummern. Anders als in Deutschland, wo die erste Ziffer streng an die Fahrzeugart gekoppelt ist, ist das slowenische System historisch gewachsen – benachbarte Nummern gehören aber in aller Regel zur selben Fahrzeuggruppe. Die folgende Übersicht ordnet die Reihen ein, denen du im heutigen Bestand am ehesten begegnest.
| Reihennummer | Fahrzeugart | Beispiele im heutigen Bestand |
|---|---|---|
| 342, 363 | Elektrolokomotiven | ältere Maschinen aus jugoslawischer Zeit |
| 541 | neuere Elektrolokomotive | Siemens-Bauart für den Streckendienst |
| 310, 312 | Elektrotriebzüge | moderne Triebzüge von Stadler |
| 643, 661, 664 | Diesellokomotiven | Streckendienst und Rangierdienst |
| 610 | moderner Dieseltriebzug | Stadler-Bauart |
| 711, 713, 715 | ältere Dieseltriebwagen | die Gruppe, zu der die 713 gehört |
Für die 713 heißt das konkret: Sie gehört in die Gruppe der Dieseltriebwagen und steht damit unmittelbar neben der SŽ 711 und der SŽ 715. Wer die Nummer nicht ablesen kann, landet über die Fahrzeugart trotzdem in der richtigen Gruppe – und das ist im Feld der schnellere Weg. Wie man solche Merkmale in der richtigen Reihenfolge abarbeitet, beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
Erst die Art, dann die Nummer
Bei ausländischen Fahrzeugen ist die Reihennummer oft schlecht lesbar oder ungewohnt platziert. Bestimme deshalb immer zuerst die Fahrzeugart – Triebwagen oder Lokzug, Diesel oder elektrisch – und such die Nummer erst danach.
So erkennst du einen Dieseltriebwagen im Feld
Drei Beobachtungen reichen, und alle drei funktionieren auch aus Entfernung.
Zugspitze prüfen
Sitzen direkt hinter dem Führerstand Fahrgäste, ist es ein Triebwagen. Beginnt dort ein Maschinenraum mit Lüftergittern, hast du eine Lokomotive vor dir.
Dach ansehen
Kein Stromabnehmer, keine Hochspannungsleitungen, dafür Auspuff und Kühlluftaustritte: Das Fahrzeug ist dieselgetrieben.
Zuglänge einschätzen
Dieseltriebwagen für Nebenstrecken sind kurz. Ein einzelnes Fahrzeug oder zwei gekuppelte Einheiten sind das typische Bild, nicht ein langer Wagenzug.
Fahrdraht über dem Gleis suchen
Hängt keine Oberleitung über der Strecke, scheiden Elektrofahrzeuge ohnehin aus. Das ist die einfachste Vorentscheidung überhaupt.
Zum Vergleich lohnt der Blick auf die moderne Gegenwart des slowenischen Dieselverkehrs: Die SŽ 610 (Stadler FLIRT DMU) erfüllt dieselbe Aufgabe mit heutiger Fahrzeugtechnik. Nebeneinander gestellt zeigen beide Fahrzeuge sehr anschaulich, wie sich Triebwagenbau über die Jahrzehnte verändert hat.
Sichtungen aus dem Ausland festhalten
Reihe, Nummer, Ort und Datum in einer App – so bleibt auch die Urlaubssichtung später noch auswertbar.
Einordnung im Bahnbetrieb: 3 kV, Nebenstrecken und Fahrzeugwechsel
Slowenien elektrifiziert seine Strecken mit 3 kV Gleichspannung. Wo dieser Fahrdraht endet, beginnt das Revier der Dieselfahrzeuge – bei Reisezügen also der Dieseltriebwagen, im Güter- und Rangierdienst der Diesellokomotiven wie der SŽ 664.
Für die Beobachtung folgt daraus eine einfache Regel: Such nicht nach Fahrzeugen, sondern nach Streckentypen. Auf einer nicht elektrifizierten Nebenstrecke ist die Wahrscheinlichkeit hoch, einen Dieseltriebwagen zu sehen; auf einer elektrifizierten Hauptstrecke ist sie gering. Das ist verlässlicher als jede Umlaufliste.
Gleichzeitig gilt für ältere Triebwagenreihen überall in Europa dasselbe: Ihr Bestand ist veränderlich. Fahrzeuge werden modernisiert, in Reserve gestellt, auf einzelne Leistungen zurückgezogen oder durch Neubauten ersetzt. Welche Reihe auf welcher Strecke aktuell fährt, ändert sich mit Fahrplanjahren und Beschaffungsprogrammen. Verlass dich deshalb nicht auf ältere Übersichten, sondern prüfe den aktuellen Stand – etwa über Community-Sichtungen. Wo man Informationen zu ausländischen Fahrzeugen zusammenträgt, zeigt der Guide zu internationalen Sichtungen und Auslandsforen.
Spotting und Fotografie auf Nebenstrecken
Nebenstrecken sind fotografisch reizvoll und logistisch anspruchsvoll: wenig Verkehr, oft keine Bahnsteigüberdachung, dafür freie Sicht und ruhige Umgebung.
Wenige Züge, gute Planung
Auf schwach befahrenen Strecken zählt jede Zugfahrt. Prüfe die Abfahrtszeiten vorher und plane genug Puffer für die Suche nach dem Standpunkt ein.
Kurze Züge, engerer Ausschnitt
Ein einzelner Triebwagen füllt das Bild schlechter als ein langer Zug. Nimm die Umgebung bewusst mit ins Bild, statt möglichst nah heranzuzoomen.
Nummer nicht vergessen
Die Reihen- und Fahrzeugnummer steht an der Seitenwand. Plane mindestens ein Bild so, dass sie lesbar bleibt – sonst fehlt später der Beleg.
Vom öffentlichen Bereich aus arbeiten
Bahnsteigkante und Sicherheitslinie gelten unverändert, auch wenn wenig Verkehr herrscht. Gleise, Übergänge und Betriebsanlagen sind tabu.
Für die eindeutige Zuordnung brauchst du am Ende die vollständige Fahrzeugnummer. Wie sie international aufgebaut ist und wo darin der slowenische Ländercode 79 steht, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer. Damit die Sichtung später noch etwas wert ist, gehört sie in ein sauber geführtes Sichtungslogbuch.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für einen Dieseltriebwagen, wenn …
- an beiden Enden ein Führerstand mit anschließendem Fahrgastraum sitzt
- kein Stromabnehmer auf dem Dach steht
- Abgasanlage und Kühlluftöffnungen sichtbar sind
- die Strecke keine Oberleitung hat
Sieh genauer hin, wenn …
- das Fahrzeug modernisiert wurde und eine ungewohnte Lackierung trägt
- du die Reihennummer nicht lesen kannst und mehrere 71er-Reihen infrage kommen
- der Triebwagen unter Fahrdraht steht – das schließt Dieselantrieb nicht aus
Es ist kein Dieseltriebwagen, wenn …
- ein Stromabnehmer auf dem Dach sitzt
- das vorderste Fahrzeug keine Fahrgastfenster hat
- eine Lokomotive vor einem Zug aus einzelnen Wagen hängt
Fazit
Die SŽ 713 ist ein Fahrzeug, bei dem die ehrliche Antwort lautet: Die Fahrzeugart ist eindeutig, die Detailtechnik öffentlich dünn dokumentiert. Für die Praxis reicht das völlig. Dieseltriebwagen, 71er-Reihe der Slowenischen Bahnen, Einsatzgebiet dort, wo kein Fahrdraht hängt – damit ist jede Sichtung sauber einzuordnen. Alles Weitere liefert die Fahrzeugnummer, und die steht an der Seitenwand.
Kurzfazit
Dieseltriebwagen der Slowenischen Bahnen aus der 71er-Reihengruppe. Erkennungsmerkmale sind Führerstände an beiden Enden, fehlender Stromabnehmer und der Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken – Bestand und Einsatz ändern sich laufend.
Zusammenfassung
- Die Reihe 713 gehört zu den Dieseltriebwagen der Slowenischen Bahnen und ist damit ein Fahrzeug für nicht elektrifizierte Strecken.
- Wer sie bestimmen will, arbeitet zuerst über die Fahrzeugart und erst danach über die Reihennummer.
- Das slowenische Fahrzeugwesen ist stark von der jugoslawischen Zeit geprägt; viele Reihen wurden von den JŽ übernommen und weitergeführt.
- Über einzelne ältere Triebwagenreihen gibt es wenig belastbare öffentliche Information – umso wertvoller sind dokumentierte Sichtungen.
Häufige Fragen
Wofür steht SŽ?
SŽ ist die Abkürzung für Slovenske železnice, die Slowenischen Bahnen. Weil das Ž auf vielen Tastaturen und in vielen Datenbanken fehlt, findet man auch die Schreibweise SZ – gemeint ist dasselbe Unternehmen. Bei der Recherche lohnt es sich, beide Varianten auszuprobieren, sonst fehlen dir Treffer.
Was bedeutet die Nummer 713?
Die Slowenischen Bahnen führen ihre Fahrzeuge in dreistelligen Reihennummern. Die 71er-Gruppe steht dabei für Dieseltriebwagen; neben der 713 gehören auch die Reihen 711 und 715 dazu. Die Nummer sagt also zuerst etwas über die Fahrzeugart aus und erst in zweiter Linie über die konkrete Bauart.
Woran erkenne ich einen Dieseltriebwagen zweifelsfrei?
An drei Dingen: Es gibt keinen Stromabnehmer auf dem Dach, das Fahrzeug hat an beiden Enden einen Führerstand mit unmittelbar anschließendem Fahrgastraum, und es sind Abgasanlage sowie Kühlluftöffnungen sichtbar. Kommt Motorgeräusch aus dem Fahrzeug selbst und nicht von einer Lok, ist die Sache klar.
Warum fahren in Slowenien überhaupt Dieselfahrzeuge?
Weil nicht das gesamte Netz elektrifiziert ist. Slowenien nutzt für seine elektrifizierten Strecken 3 kV Gleichspannung; auf allen übrigen Strecken braucht es Fahrzeuge mit eigenem Antrieb. Dieseltriebwagen sind dort die wirtschaftlichste Lösung, weil sie ohne Lokomotive auskommen und auch bei geringer Nachfrage sinnvoll einsetzbar sind.
Was hat die JŽ mit slowenischen Fahrzeugen zu tun?
Vor der Unabhängigkeit Sloweniens gehörte das Netz zu den Jugoslovenske železnice (JŽ). Viele Fahrzeuge stammen aus dieser Zeit und wurden von den Slowenischen Bahnen übernommen. Das erklärt, warum ältere Reihen ein Nummernsystem tragen, das sich nicht aus der heutigen slowenischen Fahrzeugpolitik allein erklären lässt.
Wie unterscheide ich einen Dieseltriebwagen von einem Elektrotriebzug?
Der Blick aufs Dach entscheidet. Ein Elektrotriebzug trägt mindestens einen Stromabnehmer und Hochspannungsleitungen, ein Dieseltriebwagen hat stattdessen Auspuff und Kühler. Von vorn sehen beide Fahrzeugarten oft sehr ähnlich aus, weil beide an beiden Enden einen Führerstand haben.
Kann ich slowenische Fahrzeuge in Deutschland sehen?
Regulär eher nicht. Slowenische Dieseltriebwagen sind auf das Inlandsnetz ausgerichtet, und der Weg nach Deutschland führt über mehrere Grenzen und Stromsysteme. Wer solche Fahrzeuge sehen will, plant eine Reise – im deutschen Grenzverkehr begegnen dir stattdessen französische, luxemburgische, österreichische oder tschechische Fahrzeuge.
Warum finde ich so wenig Technikdaten zu dieser Reihe?
Ältere Triebwagenreihen kleinerer Bahnen sind öffentlich schlecht dokumentiert, und vorhandene Angaben widersprechen sich oft. Für die Praxis ist das kein Problem: Fahrzeugart, Reihennummer und Fahrzeugnummer reichen für eine saubere Sichtung völlig aus. Erfundene Leistungswerte helfen niemandem – eine belegte Nummer mit Datum dagegen schon.
Sichtung von SZ 713 festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
SZ 711
Die Reihe 711 ist ein Dieseltriebwagen italienischer Herkunft auf slowenischen Nebenstrecken. So erkennst du ihn und so ordnest du das SŽ-Nummernsystem ein.
DieseltriebwagenSZ 715
Die SŽ 715 gehört zu den Dieseltriebwagen der Slowenischen Bahnen. So trennst du sie von den Nachbarreihen und ordnest sie im slowenischen Netz richtig ein.
DieseltriebwagenSZ 610 (Stadler FLIRT DMU)
Die Reihe 610 ist Sloweniens moderner Dieseltriebzug für Strecken ohne Oberleitung. So erkennst du ihn und so grenzt du ihn von Elektrotriebzügen ab.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
Wo du die SZ 713 siehst
Konkrete Standpunkte mit Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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