Häfen und Güterverkehr Köln (HGK)

Die HGK betreibt Kölner Häfen, eigene Bahnstrecken im Stadtgebiet und ein europäisches Binnenschifffahrtsgeschäft. Ihre Güterzüge fahren aber meist unter dem Namen eines Gemeinschaftsunternehmens – deshalb steht HGK selten auf der Lok, die du gerade fotografierst.

Auch bekannt als: HGK · HGK AG · Häfen und Güterverkehr Köln AG

DeutschlandDeutschlandKonzerne & Holdingsseit 19927 Min. Lesezeit

1992

Gründung der HGK

3

Geschäftsfelder: Hafen, Schiene, Wasserstraße

2012

Start des Gemeinschaftsunternehmens im Güterverkehr

0

Reisezüge im Angebot

Das Wichtigste in Kürze

  • Die HGK fährt ihre Güterzüge nicht selbst – das übernimmt überwiegend ein Gemeinschaftsunternehmen.
  • Auf der Lok steht RheinCargo, im Anschriftenfeld in der Regel das Kürzel dieses Unternehmens.
  • Die Gruppe ist zugleich Infrastrukturunternehmen und besitzt eigene Gleisanlagen im Kölner Raum.
  • Seit 2020 kommt die Binnenschifffahrt dazu – aus der Hafenbahn ist ein trimodaler Logistiker geworden.
  • Personenverkehr gibt es nicht. Wer Reisezüge sucht, ist bei dieser Gruppe falsch.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Hafenbetrieb mit Gleisanschluss
  8. 8.Warum du den Konzernnamen nie auf der Lok siehst
  9. 9.So arbeitest du eine Güterzugsichtung ab
  10. 10.Wo du im Rheinland fündig wirst
  11. 11.HGK, RheinCargo oder etwas ganz anderes?
  12. 12.Warum Gemeinschaftsunternehmen so instabil sind
  13. 13.Fazit
  14. 14.Häufige Fragen

Steckbrief

RechtsformAktiengesellschaft in kommunaler Hand, im Umfeld der Stadt Köln
Rolle im SystemLogistikgruppe mit Hafenbetrieb, eigener Eisenbahninfrastruktur und Beteiligungen im Güterverkehr
VerkehrsträgerSchiene, Wasserstraße und Umschlaganlagen – trimodal ausgerichtet
SchienengüterverkehrÜberwiegend über das Gemeinschaftsunternehmen RheinCargo mit einem Partner aus Neuss und Düsseldorf
InfrastrukturEigene Gleisanlagen im Kölner Raum, teils aus traditionsreichen Vorgängerbahnen
Herkunft1992 entstanden aus dem Zusammenschluss von Hafenbetrieben und regionalen Bahnen
PersonenverkehrKeiner – die Vorgängerbahnen haben ihn im 20. Jahrhundert abgegeben
Bestimmungsweg im FeldHalterkürzel im Anschriftenfeld, nicht der Schriftzug auf der Lok
Offizielle Websitewww.hgk.de

Geschäftsfelder

Hafenbetrieb – Umschlaganlagen, Kaimauern und Terminals im Kölner Raum
Eisenbahninfrastruktur – eigene Gleisanlagen, Anschlüsse und Betriebsstellen
Schienengüterverkehr – überwiegend über ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Partner am Niederrhein
Binnenschifffahrt – seit 2020 eine europaweit tätige Reederei innerhalb der Gruppe
Umschlag und Kontraktlogistik – Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw an einem Standort

Struktur & Marken

RheinCargo GmbH & Co. KG – Gemeinschaftsunternehmen für den Schienengüterverkehr und den Hafenbetrieb
Binnenschifffahrtsgesellschaft der Gruppe – europaweit tätige Reederei seit 2020
Infrastrukturbereich – Betrieb und Instandhaltung der eigenen Gleisanlagen im Kölner Raum
Umschlag- und Terminalgesellschaften – Betrieb der Hafenanlagen und Verladeeinrichtungen

Geschichte im Zeitraffer

1980erDie Kölner Vorgängerbahnen geben ihren Personenverkehr endgültig ab; Teile ihrer Strecken gehen in das städtische Stadtbahnnetz über. Übrig bleibt der Güterverkehr.
1992Hafenbetriebe und regionale Bahnen werden zur Häfen und Güterverkehr Köln AG zusammengeführt – Hafen und Schiene unter einem Dach.
2000erDie Gruppe baut ihren Schienengüterverkehr über die Region hinaus aus und fährt zunehmend bundesweit statt nur im Kölner Umland.
2012Der Schienengüterverkehr wird mit einem Partner aus Neuss und Düsseldorf im Gemeinschaftsunternehmen RheinCargo gebündelt. Ab jetzt steht auf der Lok ein anderer Name.
2020Mit dem Einstieg in die Binnenschifffahrt wird aus der Hafen- und Bahngruppe ein trimodaler Logistikanbieter.

Woran du Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Häfen und Güterverkehr Köln (HGK)?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Auf der Lok steht in aller Regel RheinCargo, nicht HGK – das Gemeinschaftsunternehmen führt den Zug
  • Im Anschriftenfeld findest du dann das Halterkürzel des Gemeinschaftsunternehmens, üblicherweise RHC
  • Typisch sind Kesselwagen- und Schüttgutzüge zu und von den Kölner Hafenanlagen
  • Die Züge enden oft im Hafen und nicht in einem Bahnhof – der interessante Teil liegt abseits der Personenstrecken
  • Eingesetzt werden vierachsige Streckendiesel aus der Vossloh- und MaK-Familie neben moderner Elektrotraktion
  • Kein Personenverkehr: Reisezugwagen hinter einer solchen Lok bedeuten eine Sonderfahrt eines anderen Auftraggebers
  • Auf eigenen Strecken der Gruppe siehst du Anlagen abseits des bundeseigenen Standards – andere Beschilderung, andere Bahnübergänge

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Güterverkehr mit klarer Geografie – du weißt, wohin die Züge fahren
  • Mischung aus Diesel- und Elektrotraktion an einem Ort
  • Der Kölner Knoten ist ohnehin einer der ergiebigsten Punkte Deutschlands
  • Hafen- und Anschlussverkehre bringen Fahrzeuge, die man im Fernverkehr nie sieht
  • Rangier- und Übergabefahrten laufen auch tagsüber

Wo es hakt

  • Der Konzernname steht praktisch nie auf dem Fahrzeug
  • Ein großer Teil der Anlagen ist Betriebsgelände und nicht zugänglich
  • Güterleistungen tauchen in keinem öffentlichen Fahrplan auf
  • Beteiligungsverhältnisse im Güterverkehr ändern sich regelmäßig
  • Zu Flottengröße und Streckenlänge gibt es keine dauerhaft belastbare öffentliche Quelle

Aktualisiert: August 2026 – Am Kölner Rheinufer rollt ein Kesselwagenzug Richtung Hafen, und auf der Lok steht ein Name, den man in keinem Kölner Stadtplan findet. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG ist an diesem Zug beteiligt – nur eben nicht als Betreiberin. Genau daran lässt sich zeigen, warum Eigentum und Betrieb im Güterverkehr fast nie dasselbe sind.

Hafen- und Übergabefahrten dokumentieren

Nummer, Halterkürzel und Ort in einem Eintrag – bevor der Zug hinter dem Tor verschwindet.

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Hafenbetrieb mit Gleisanschluss

Die HGK entstand 1992, als Kölner Hafenbetriebe und regionale Bahnen unter einem Dach zusammengefasst wurden. Das ist eine ungewöhnliche Kombination, ergibt aber wirtschaftlich Sinn: Ein Binnenhafen ist ohne Gleisanschluss nur ein halber Hafen, und eine Güterbahn ohne Ladestellen hat nichts zu fahren.

Die Vorgängerbahnen waren einmal richtige Bahnen mit Fahrplan und Fahrgästen. Ihren Personenverkehr haben sie im Lauf des 20. Jahrhunderts abgegeben, Teile der Strecken wurden ins städtische Stadtbahnnetz übernommen. Was blieb, war Güterverkehr – und die Gleise dafür.

1992Zusammenschluss von Hafen und Bahn
2012Bündelung des Güterverkehrs im Gemeinschaftsunternehmen
2020Einstieg in die Binnenschifffahrt
0Reisezüge im Angebot

Warum du den Konzernnamen nie auf der Lok siehst

Seit 2012 läuft der Schienengüterverkehr weitgehend über RheinCargo, ein Gemeinschaftsunternehmen der HGK mit einem Partner vom Niederrhein. Dieses Unternehmen hat die Zulassung, das Personal und die Fahrzeuge – und damit steht sein Name auf der Lok, nicht der ihrer Gesellschafter.

Ebene Wer das ist Was sie tut Wo du es siehst
Eigentümer Kommunale Hand hält Anteile in keinem Anschriftenfeld
Gruppe HGK AG Hafen, Gleise, Beteiligungen auf Hinweisschildern an Anlagen
Betreiber RheinCargo führt die Güterzüge Schriftzug auf der Lok
Halter meist dasselbe Unternehmen ist für das Fahrzeug verantwortlich Kürzel im Anschriftenfeld
Vermieter Leasinggesellschaften stellt Fahrzeuge bereit abweichendes Kürzel bei Mietloks

Diese fünf Zeilen sind der Grund, warum die Frage „Wem gehört der Zug?“ im Güterverkehr fast immer eine falsch gestellte Frage ist. Sinnvoll ist nur die Frage nach dem Halter – und die beantwortet das Anschriftenfeld.

Die Zugzusammenstellung verrät das Ziel

Kesselwagen deuten auf chemische Anlagen und Tanklager, Schüttgutwagen auf Baustoffe und Massengüter, Containertragwagen auf ein Terminal. Wenn du die Gattungsbuchstaben der Wagen lesen kannst, weißt du oft, welche Anlage der Zug ansteuert – auch ohne Fahrplan.

So arbeitest du eine Güterzugsichtung ab

Traktion einordnen

Diesel oder Elektro? Auf Hafen- und Anschlussgleisen ohne Fahrdraht bleibt nur Diesel – das grenzt die Fahrzeugkandidaten sofort ein.

Schriftzug notieren

Der Name auf der Lokflanke benennt den Betreiber. Bei Mietfahrzeugen fehlt er manchmal ganz.

Anschriftenfeld lesen

Ländercode, Halterkürzel und zwölfstellige Nummer stehen seitlich im unteren Drittel. Das ist die einzige belastbare Angabe.

Wagenreihung erfassen

Notiere zumindest die Wagengattungen. Sie sagen dir später, welche Relation du dokumentiert hast.

Standort festhalten

Bei Übergabefahrten ist der Ort die halbe Information – dieselbe Lok fährt an fünf Stellen fünf verschiedene Leistungen.

Wie viele Lkw-Fahrten steckt in diesem Zug?

Grobe Umrechnung für Hafen- und Ganzzugverkehre – nützlich, um die Größenordnung einzuordnen.

Richtwerte zur Einordnung, keine amtliche Statistik – tatsächliche Lasten hängen vom Gut ab.

Wo du im Rheinland fündig wirst

Der Kölner Knoten ist einer der dichtesten Deutschlands, aber er ist nach Verkehrsarten getrennt. Im Kölner Hauptbahnhof siehst du Fern- und Nahverkehr in hoher Frequenz; Güterzüge laufen dort nur durch und meist ohne Aufenthalt. Wer sie fotografieren will, geht besser an die Hohenzollernbrücke oder an eine der Güterachsen außerhalb des Zentrums – Hinweise zu Standorten und Tageszeiten stehen im Spottingguide für Köln Hbf.

Ergiebiger sind die Rangier- und Übergabeanlagen im weiteren Umkreis. Duisburg-Hochfeld Süd bündelt Verkehre aus dem gesamten Ruhrgebiet, Hagen-Vorhalle liefert Rangierbetrieb über viele Stunden. Wie man an solchen Anlagen sinnvoll arbeitet, ohne im Weg zu stehen, beschreibt der Beitrag zum Spotten an Rangierbahnhöfen.

Die Kölner Hafenanlagen selbst bleiben außen vor. Sie sind Betriebsgelände mit Zufahrtsbeschränkungen, und die interessanten Bewegungen finden dort ohnehin hinter Toren statt. Was du von öffentlichen Standorten aus siehst, sind die Zu- und Abfahrten – und die sind für eine saubere Dokumentation völlig ausreichend.

HGK, RheinCargo oder etwas ganz anderes?

Es gehört in dieses Umfeld, wenn …

  • der Schriftzug des Gemeinschaftsunternehmens auf der Lok steht
  • das Halterkürzel im Anschriftenfeld dazu passt
  • der Zug eine Kölner oder niederrheinische Hafenanlage ansteuert

Genauer hinsehen, wenn …

  • die Lok offensichtlich ein Mietfahrzeug in neutraler Lackierung ist
  • der Zug auf einer fremden Strecke unterwegs ist und nur durchfährt
  • zwei Loks unterschiedlicher Herkunft gemeinsam am Zug hängen

Es gehört nicht dazu, wenn …

  • ein fremdes Halterkürzel ohne Bezug zur Gruppe im Anschriftenfeld steht
  • Reisezugwagen am Haken hängen
  • der Zug als reiner Bauzug unterwegs ist

Rund um Köln kommt erschwerend hinzu, dass mehrere Güterbahnen dieselben Achsen benutzen. Neben den Zügen dieser Gruppe fahren dort Leistungen der DB und privater Anbieter wie der Captrain-Gruppe. Ohne Anschriftenfeld ist eine Zuordnung nach Farbe hier besonders unzuverlässig.

Güterloks statt Firmennamen sammeln

Traintrack ordnet deine Sichtungen nach Halter und Baureihe – unabhängig davon, wer gerade beteiligt ist.

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Häfen sind kein öffentlicher Raum

Hafengelände, Umschlaganlagen und Anschlussgleise sind Betriebsflächen mit Zufahrtsbeschränkungen, auch wenn Straßen dort öffentlich wirken. Rangierbewegungen laufen dort oft ohne festen Fahrplan und mit eingeschränkter Sicht. Bleib auf öffentlich zugänglichen Standorten; die Regeln stehen in Sicherheitsabstand am Gleis.

Warum Gemeinschaftsunternehmen so instabil sind

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Konstruktion auf Zeit. Zwei Gesellschafter bringen Geschäft ein, teilen Kosten und Risiken – und können sich später wieder trennen, ihre Anteile verschieben oder das Unternehmen anders zuschneiden. Im Schienengüterverkehr passiert das häufiger als in anderen Branchen, weil Auslastung, Energiepreise und Industriestandorte den Markt in Bewegung halten.

Für Sichtungen ist das eine Warnung. Ein Eintrag, der auf einer Beteiligungsquote beruht, kann durch eine Meldung veralten, ohne dass sich am Fahrzeug irgendetwas ändert. Deshalb gilt hier besonders: Notiere, was am Fahrzeug steht, und trage die Konzernlage höchstens als Zusatz ein. Halterkürzel und Fahrzeugnummer sind das Einzige, was du in fünf Jahren noch zweifelsfrei zuordnen kannst.

Fazit

Die HGK ist ein guter Test dafür, ob man die Ebenen wirklich verstanden hat. Ihr gehören Häfen, Gleise und Anteile an einer Güterbahn – aber der Zug, den du fotografierst, wird von einem Unternehmen geführt, das anders heißt und nur zur Hälfte ihr gehört.

Wer das notiert, hat nicht nur eine Lok dokumentiert, sondern eine ganze Logistikkette verstanden: Schiff, Kai, Gleis, Zug.

Kurzfazit

Die HGK ist Hafenbetreiberin, Infrastrukturunternehmen und Gesellschafterin – ihre Güterzüge fahren aber unter dem Namen eines Gemeinschaftsunternehmens. Für die Sichtung zählt das Halterkürzel, nicht der Konzern.

Den Kölner Güterverkehr systematisch erfassen

Baureihen, Halter und Relationen an einem Ort – auch wenn sich die Beteiligungen wieder verschieben.

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Zusammenfassung

  • Kaum ein Fall zeigt die Trennung von Konzern und Betrieb so deutlich: Der Eigentümer heißt anders als das Unternehmen, das den Zug führt.
  • Hafen, Gleis und Schiff gehören hier zusammen – die Bahn ist nur ein Baustein einer Logistikkette.
  • Wer diese Züge dokumentieren will, muss die Personenbahnhöfe verlassen und an Güterachsen oder Hafenzufahrten gehen.
  • Gemeinschaftsunternehmen sind besonders instabile Konstruktionen; die Fahrzeugnummer ist die einzige Angabe, die das überdauert.

Häufige Fragen

Fährt die HGK selbst Güterzüge?

Nur noch eingeschränkt. Der Schienengüterverkehr wurde 2012 in das Gemeinschaftsunternehmen RheinCargo eingebracht, an dem die HGK zusammen mit einem Partner aus Neuss und Düsseldorf beteiligt ist. Die HGK selbst bleibt als eigener Eintrag in Betreiberverzeichnissen geführt, tritt am Zug aber selten in Erscheinung.

Warum steht auf den Loks RheinCargo und nicht HGK?

Weil das Gemeinschaftsunternehmen der Betreiber ist. Die HGK ist über ihre Beteiligung Eigentümerin, aber nicht das Unternehmen, das den Zug führt. Genau das ist die Ebenentrennung, die auch bei großen Konzernen gilt: Auf dem Fahrzeug steht, wer fährt, nicht, wem die Firma gehört.

Welches Halterkürzel steht im Anschriftenfeld?

Bei Fahrzeugen des Gemeinschaftsunternehmens ist es in aller Regel RHC, mit vorangestelltem Ländercode. Bei älteren oder anders eingestellten Fahrzeugen kann davon abgewichen werden, und Mietloks tragen ohnehin das Kürzel ihres Vermieters. Deshalb gilt auch hier: vollständige Fahrzeugnummer notieren, nicht nur das Kürzel. Der Aufbau steht im Guide zur UIC-Nummer.

Besitzt die HGK eigene Strecken?

Ja. Zur Gruppe gehören eigene Gleisanlagen im Kölner Raum, die auf die Vorgängerbahnen zurückgehen. Sie ist damit auch ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Auf diesen Abschnitten siehst du Anlagen, die nicht dem Standard des bundeseigenen Netzes entsprechen – ein Unterschied, der beim Fotografieren sofort auffällt.

Fährt die HGK auch Personenzüge?

Nein. Die Vorgängerbahnen hatten Personenverkehr, gaben ihn aber im Lauf des 20. Jahrhunderts ab; Teile ihrer Strecken wurden in das Kölner Stadtbahnnetz übernommen. Heute ist die Gruppe reiner Güter- und Logistikanbieter. Wenn du eine ihrer Loks vor Reisezugwagen siehst, ist das eine Vermietung für eine Sonderfahrt.

Was hat die Binnenschifffahrt mit einer Eisenbahn zu tun?

Sie gehört zum selben Geschäft. Ein Hafen lebt davon, Ladung zwischen Schiff, Bahn und Lkw umzuschlagen. Seit 2020 gehört eine europaweit tätige Reederei zur Gruppe, sodass ganze Transportketten aus einer Hand angeboten werden können. Für dich am Gleis bedeutet das vor allem: Die Züge fahren zum Wasser, nicht zum Bahnhof.

Welche Fahrzeuge sehe ich bei diesen Zügen?

Vierachsige Streckendiesel aus der MaK- und Vossloh-Familie, etwa die Baureihe 275 oder Maschinen vom Typ G 2000 BB, dazu elektrische Streckenloks der TRAXX- und Vectron-Familien. Zu genauen Stückzahlen gibt es keine öffentliche Quelle, die längere Zeit stimmt – Güterflotten sind durch Miete ständig in Bewegung.

Wo kann ich diese Züge am besten beobachten?

Nicht im Hauptbahnhof. Köln Hauptbahnhof ist ein Personenknoten; Güterverkehr läuft dort nur durch. Ergiebiger sind Güterachsen und Rangieranlagen im Rheinland, etwa Duisburg-Hochfeld Süd oder Hagen-Vorhalle. Hafenanlagen selbst sind Betriebsgelände und nicht zugänglich.

Gehört die Neusser Eisenbahn dazu?

Die Neusser Eisenbahn ist im selben regionalen Umfeld tätig und über die Hafenseite mit dem Gemeinschaftsunternehmen verbunden. Solche Verflechtungen zwischen Häfen, Hafenbahnen und Güterbahnen am Niederrhein sind historisch gewachsen und ändern sich immer wieder. Für die Zuordnung einer Sichtung zählt das Halterkürzel, nicht das Organigramm.

Warum finde ich keine Fahrpläne für diese Züge?

Weil Güterzüge nicht öffentlich ausgewiesen werden. Ihre Trassen sind gebucht, erscheinen aber in keiner Reiseauskunft, und viele Bedienfahrten laufen nach Bedarf. Welche Werkzeuge trotzdem helfen, beschreibt der Beitrag Güterzüge live verfolgen.

Fahrzeuge von Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Typische Fahrzeuge

Wo du Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) antriffst

Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

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