Konzerne & Holdings

Unternehmensgruppen mit mehreren Bahntöchtern. Sie treten selbst selten im Zugverkehr auf – ihre Tochtergesellschaften und Marken dagegen überall.

Wer den Konzern kennt, versteht, warum dieselbe Lackierung in fünf Bundesländern unter fünf verschiedenen Firmennamen fährt.

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DeutschlandDeutschland

Abellio

Abellio war der Auslandsarm der niederländischen Staatsbahn und betrieb in Deutschland gleich mehrere Regionalnetze. Nach der Restrukturierung des Deutschlandgeschäfts sind Verträge und Fahrzeuge weitergezogen – die Spuren am Fahrzeug sind aber bis heute lesbar.

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

seit 1929

Die BVG ist der größte Nahverkehrsbetrieb Berlins – und trotzdem gehört ihr kein einziger S-Bahn-Zug. Wer in Berlin Fahrzeuge sauber zuordnen will, muss zuerst verstehen, wo die Grenze zwischen BVG, S-Bahn Berlin und dem Tarifverbund VBB verläuft.

Captrain

Captrain ist keine Eisenbahn, sondern eine Dachmarke: Darunter fahren mehrere rechtlich eigenständige Güterbahnen in verschiedenen Ländern, jede mit eigener Zulassung. Wer eine Captrain-Lok sieht, weiß deshalb noch nicht, welche Gesellschaft den Zug führt.

Deutsche Bahn AG

seit 1994

Die Deutsche Bahn AG fährt selbst keinen einzigen Zug. Sie ist eine Holding, unter der Dutzende eigenständige Gesellschaften ihre eigenen Genehmigungen, Fahrzeuge und Verkehrsverträge halten. Wer das rote DB-Logo sieht, hat den Betreiber deshalb noch nicht bestimmt.

Häfen und Güterverkehr Köln (HGK)

seit 1992

Die HGK betreibt Kölner Häfen, eigene Bahnstrecken im Stadtgebiet und ein europäisches Binnenschifffahrtsgeschäft. Ihre Güterzüge fahren aber meist unter dem Namen eines Gemeinschaftsunternehmens – deshalb steht HGK selten auf der Lok, die du gerade fotografierst.

Hamburger Hochbahn

seit 1911

Die Hamburger Hochbahn ist der städtische Verkehrsbetrieb der Hansestadt: U-Bahn und ein großer Teil des Busnetzes. Die S-Bahn gehört einem anderen Konzern, und das hvv-Logo an der Tür sagt über den Betreiber nichts aus – es steht nur für den Tarif.

Hessische Landesbahn (HLB)

Die Hessische Landesbahn ist eine Gruppe aus mehreren Gesellschaften: eine für den Personenverkehr, eine für Güterverkehr, eine für die eigene Infrastruktur. Auf dem Zug steht meistens nur HLB oder ein Markenname – die fahrende Firma erfährst du erst im Anschriftenfeld.

Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)

In München stehen drei Abkürzungen nebeneinander, die ständig verwechselt werden: MVG ist der städtische Betreiber, MVV der Tarifverbund, SWM die Konzernmutter. Und die S-Bahn, die für viele einfach dazugehört, gehört einem ganz anderen Unternehmen.

Netinera

seit 2011

Netinera ist einer der größten Regionalverkehrskonzerne Deutschlands – und trotzdem wirst du den Namen an keinem Zug finden. Gefahren wird unter Marken wie alex, vogtlandbahn, erixx, vlexx und ODEG, hinter denen jeweils eigene Gesellschaften stehen.

Osthannoversche Eisenbahnen (OHE)

seit 1944

Die OHE ist eine der letzten großen nichtbundeseigenen Bahnen Norddeutschlands: Sie besitzt eigene Strecken in der Lüneburger Heide und fährt darauf und weit darüber hinaus Güterverkehr. Ihr Eigentümer sitzt heute allerdings nicht mehr in Niedersachsen.

SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG

seit 1971

Die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG gehört mehrheitlich dem Land Baden-Württemberg, fährt aber unter einem Namen, den viele für eine Privatbahn halten. Gefahren wird nicht von der AG, sondern von operativen Gesellschaften – und die tragen unterschiedliche Namen auf dem Papier und auf dem Fahrzeug.

Transdev Deutschland

Transdev Deutschland ist die deutsche Landesorganisation eines französischen Mobilitätskonzerns – und tritt am Bahnsteig fast nie unter diesem Namen auf. Der Konzern arbeitet mit einem Fächer regionaler Betriebsgesellschaften, die jeweils eigene Zulassungen und eigene Markennamen tragen.

Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK)

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe führen Straßenbahn und Bus in der Stadt, die Eisenbahnfahrten übernimmt die Schwestergesellschaft AVG. Beide arbeiten so eng zusammen, dass man sie am Fahrzeug kaum trennen kann – rechtlich sind es zwei völlig verschiedene Welten.

VTG

seit 1951

VTG vermietet Güterwagen, statt Züge zu fahren. Das Logo auf dem Kesselwagen benennt deshalb den Eigentümer des Wagens – nicht das Unternehmen, das den Zug führt. Wer diesen Unterschied kennt, liest ein Güterzugband völlig anders und trennt Halter und Betreiber sauber.

Westfälische Verkehrsgesellschaft (WVG)

Die Westfälische Verkehrsgesellschaft ist eine kommunale Holding, die mehrere Verkehrsunternehmen im Münsterland und im Raum Ruhr-Lippe bündelt. Nur eine davon fährt heute noch Eisenbahn – die anderen tragen den Bahnbezug nur noch im Namen.

ÖsterreichÖsterreich

SchweizSchweiz

BelgienBelgien

LuxemburgLuxemburg

FrankreichFrankreich

ItalienItalien

GroßbritannienGroßbritannien

PolenPolen

TschechienTschechien

DänemarkDänemark

SchwedenSchweden

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Wer die Züge konkret führt, steht in der EVU-Datenbank. Welche Fahrzeuge dabei unterwegs sind, in derBaureihen-Datenbank. Und wo du sie siehst, zeigen die Spotting-Orte.