Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Bahn AG führt selbst keinen Zug. Sie ist eine Holding; gefahren wird von Töchtern wie DB Fernverkehr, DB Regio und DB Cargo.
- Das rote DB-Logo bestimmt keinen Betreiber – es benennt nur die Konzernzugehörigkeit.
- ICE, IC, RE und S-Bahn sind Produktmarken, keine Gesellschaften. Sie sagen dir die Sparte, nicht die Firma.
- DB InfraGO ist ein Infrastrukturunternehmen, kein EVU – ihr gehören Gleise und Bahnhöfe, nicht die Züge.
- Eindeutig wird es erst über die Fahrzeugnummer im Anschriftenfeld, nicht über Farbe oder Schriftzug.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Woran du das Unternehmen erkennst
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Warum ein Konzern und kein Betrieb
- 8.Die drei Verkehrssparten und was sie unterscheidet
- 9.So kommst du vom Logo zur Gesellschaft
- 10.Wo der Konzern im Alltag sichtbar wird
- 11.Wann DB draufsteht und keine DB drin ist
- 12.Was sich ändert – und was nicht
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rechtsform | Aktiengesellschaft, vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland |
|---|---|
| Rolle im System | Holding – hält Beteiligungen, führt selbst keine Züge |
| Entstehung | 1994 aus der Zusammenführung von Deutscher Bundesbahn und Deutscher Reichsbahn |
| Sitz | Berlin |
| Wichtige Verkehrstöchter | DB Fernverkehr, DB Regio, DB Cargo – jede mit eigener Zulassung |
| Infrastruktur | DB InfraGO betreibt Netz und Bahnhöfe – ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen, kein EVU |
| Marken im Betrieb | ICE, IC/EC, RE/RB, S-Bahn – Produktmarken, keine Gesellschaften |
| Bestimmungsweg im Feld | Anschriftenfeld und Fahrzeugnummer, nicht das Logo |
| Offizielle Website | www.deutschebahn.com |
Geschäftsfelder
Struktur & Marken
Dampflokwerk Meiningen
InfrastrukturDB InfraGO
MarkeDB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB)
MarkeOberweißbacher Bergbahn
MarkeS-Bahn Berlin
MarkeS-Bahn Hamburg
MarkeS-Bahn Mitteldeutschland
MarkeS-Bahn München
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Deutsche Bahn AG erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Deutsche Bahn AG?
- Das rote DB-Logo steht am Fahrzeug – es benennt den Konzern, nicht die fahrende Gesellschaft
- Im Anschriftenfeld steht das Halterkürzel, meist beginnend mit D-DB für Konzerngesellschaften
- Die Zuggattung auf der Zielanzeige trennt die Sparten: ICE und IC gehören zum Fernverkehr, RE und RB zum Regionalverkehr
- Verkehrsrot ist die Hausfarbe seit den 1990ern – Regionalfahrzeuge tragen häufig abweichende Bestellerlackierungen
- Güterloks laufen in Verkehrsrot mit DB-Cargo-Schriftzug, zunehmend auch in neueren Farbschemata
- Messfahrzeuge und Bauzugtechnik tragen oft gelbe oder abweichende Lackierungen
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Dichtestes Streckenangebot Deutschlands – an fast jedem Spot vertreten
- Große Fahrzeugvielfalt vom Altbau-Triebwagen bis zum ICE 4
- Klare Nummernsystematik, die das Bestimmen erleichtert
- Historische Fahrzeuge über die DB-Museen öffentlich zugänglich
- Umfangreiche offene Fahrplandaten, gut für die Tourenplanung
Wo es hakt
- Das Logo allein sagt nichts über die fahrende Gesellschaft aus
- Konzernstruktur ändert sich häufig – Zuständigkeiten sind ein bewegliches Ziel
- Regionalverkehr läuft oft in Bestellerlackierung ohne erkennbaren DB-Bezug
- Sparten und Gesellschaften werden in Sichtungslisten regelmäßig verwechselt
- Marken wie „S-Bahn“ gehören je nach Stadt zu ganz unterschiedlichen Gesellschaften
Aktualisiert: August 2026 – Es gibt eine Frage, an der sich Anfänger und erfahrene Spotter zuverlässig unterscheiden: „Wer fährt diesen Zug?“ Wer „die Deutsche Bahn AG“ antwortet, liegt praktisch immer falsch. Die AG führt keinen einzigen Zug. Sie ist der Rahmen, in dem Dutzende eigenständige Gesellschaften arbeiten – und genau die stehen im Anschriftenfeld.
Sichtung mit der richtigen Gesellschaft festhalten
Fahrzeugnummer, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – die Zuordnung kannst du später nachziehen.
Warum ein Konzern und kein Betrieb
Vor 1994 war die Bahn in Deutschland eine Behörde – im Westen die Deutsche Bundesbahn, im Osten die Deutsche Reichsbahn. Die Bahnreform machte daraus ein Unternehmen, und zwar bewusst ein gegliedertes: Fern-, Regional- und Güterverkehr sowie die Infrastruktur wurden in eigene Gesellschaften getrennt, die sich gegenseitig Leistungen in Rechnung stellen.
Der Grund dafür ist europäisches Recht. Wer Gleise besitzt, darf daraus keinen Vorteil für den eigenen Zugbetrieb ziehen. Deshalb muss die Infrastruktur vom Verkehr getrennt sein – und deshalb kann auf einer DB-Strecke ein Dutzend fremder Unternehmen fahren, ohne dass die DB daran beteiligt ist.
Für dich am Gleis heißt das: Der Konzernname ist die gröbste verfügbare Information. Er grenzt nichts ein, was du nicht ohnehin schon siehst.
Die drei Verkehrssparten und was sie unterscheidet
Die drei großen Verkehrsgesellschaften arbeiten nach völlig verschiedenen wirtschaftlichen Logiken. Das erklärt, warum sie sich im Betrieb so unterschiedlich verhalten.
| Sparte | Wirtschaftliche Basis | Typische Zuggattungen | Wo du sie siehst |
|---|---|---|---|
| DB Fernverkehr | eigenwirtschaftlich, ohne Besteller | ICE, IC, EC | große Knotenbahnhöfe, Schnellfahrstrecken |
| DB Regio | Verkehrsverträge mit Aufgabenträgern | RE, RB, S-Bahn | Regionalstrecken, Vorortnetze |
| DB Cargo | Transportaufträge der Verlader | ohne Gattung, Güterzüge | Güterknoten, Rangierbahnhöfe, Nachtverkehr |
| DB InfraGO | Trassen- und Stationsentgelte | keine – kein EVU | überall, aber nie als Zug |
| DB Systemtechnik | Mess- und Zulassungsfahrten | Sonderfahrten | unregelmäßig, oft am späten Abend |
Der praktische Unterschied: Fernverkehr entscheidet selbst, was er fährt. Regionalverkehr fährt, was bestellt wurde – inklusive vorgegebener Lackierung. Deshalb sieht ein DB-Regio-Zug in Baden-Württemberg anders aus als in Brandenburg, obwohl dieselbe Gesellschaft fährt. Wie du solche Fahrzeuge trotzdem einordnest, zeigt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
Marke, Halter, Betreiber – drei verschiedene Dinge
Auf der Seitenwand steht die Marke (ICE, S-Bahn, ein Verbundname). Im Anschriftenfeld steht der Halter. Gefahren wird der Zug von einem EVU. Bei der DB fallen die drei oft zusammen – aber eben nicht immer, und genau die Ausnahmen landen falsch in Sichtungslisten.
So kommst du vom Logo zur Gesellschaft
Zuggattung ablesen
ICE und IC bedeuten Fernverkehr, RE und RB Regionalverkehr, kein Zielschild bedeutet Güterverkehr. Damit hast du die Sparte in zwei Sekunden.
Anschriftenfeld suchen
Seitlich am Fahrzeug, meist im unteren Drittel. Dort stehen Ländercode, Halterkürzel und die zwölfstellige Fahrzeugnummer.
Halterkürzel lesen
Konzerngesellschaften tragen überwiegend Kürzel, die mit DB beginnen. Ein abweichendes Kürzel bei rotem Logo ist ein starkes Signal für ein Miet- oder Gebrauchtfahrzeug.
Nummer vollständig notieren
Erst die komplette Nummer macht die Sichtung eindeutig. Der Aufbau steht im Guide zur UIC-Nummer.
Im Zweifel beides festhalten
Notiere getrennt, was du gelesen hast und was du vermutest. Eine ehrliche Lücke ist besser als eine falsche Zuordnung, die du nie wieder findest.
Reicht das, was du notiert hast?
Das Logo trägt fast nichts bei – die Nummer trägt fast alles.
Wo der Konzern im Alltag sichtbar wird
An einem großen Knotenbahnhof laufen mehrere DB-Gesellschaften nebeneinander ein, ohne dass es jemand merkt. In Frankfurt Hauptbahnhof stehen Fernverkehr, Regionalverkehr und S-Bahn auf benachbarten Gleisen – drei Gesellschaften, ein Logo. In Köln Hauptbahnhof kommt der internationale Verkehr dazu.
Der Güterverkehr folgt einer eigenen Geografie. Er meidet die Personenbahnhöfe und bündelt sich an Knoten wie dem Rangierbahnhof Maschen. Wer DB Cargo dokumentieren will, muss dorthin – oder nachts an eine Güterachse.
Alle DB-Gesellschaften an einem Tag sammeln
Mit der Traintrack App siehst du, was andere am selben Bahnhof gerade melden.
Wann DB draufsteht und keine DB drin ist
Es ist wirklich eine DB-Gesellschaft, wenn …
- das Halterkürzel im Anschriftenfeld mit DB beginnt
- Gattung und Fahrzeugtyp zur Sparte passen
- die Fahrzeugnummer in einer bekannten DB-Baureihe liegt
Genauer hinsehen, wenn …
- ein Regionalzug in Verbundfarben ohne sichtbares DB-Logo fährt
- eine Lok in Verkehrsrot ein fremdes Halterkürzel trägt
- das Fahrzeug offensichtlich gebraucht übernommen wurde
Es ist keine DB, wenn …
- im Anschriftenfeld ein fremdes Halterkürzel steht
- der Zug für einen anderen Betreiber unter dessen Verkehrsvertrag fährt
- es sich um ein reines Miet- oder Leasingfahrzeug handelt
Der häufigste Irrtum betrifft Sonderlackierungen. Eine Werbelok bleibt eine DB-Lok, auch wenn kein Rot mehr zu sehen ist – und umgekehrt macht rote Farbe aus einer fremden Maschine keine DB. Wie du Sonderlackierungen einordnest, steht im Beitrag zu Werbeloks und Sonderlackierungen.
Was sich ändert – und was nicht
Konzernstrukturen sind ein bewegliches Ziel. Sparten werden zusammengelegt, Gesellschaften umbenannt, Zuständigkeiten verschoben. Wer sich beim Bestimmen auf die Organisationsstruktur verlässt, arbeitet mit einer Momentaufnahme.
Stabil bleibt dagegen das Prinzip: Ein Fahrzeug hat einen Halter, ein Zug hat ein führendes EVU, und beides steht nicht auf der Lackierung. Diese Trennung ist europäisch geregelt und überlebt jede Umstrukturierung. Wer danach dokumentiert, muss seine Sichtungen nie umschreiben – wie du daraus ein durchsuchbares Archiv baust, beschreibt die Anleitung zum Sichtungslogbuch.
Beobachten nur von öffentlich zugänglichen Standorten
Bahnsteige sind zugänglich, Gleise und Betriebsanlagen nicht – auch nicht für einen besseren Blick aufs Anschriftenfeld. Auf Bahnhöfen gilt zusätzlich das Hausrecht des Betreibers. Was dabei gilt, steht im Beitrag zum Hausrecht auf Bahnhöfen; die Abstandsregeln erklärt Sicherheitsabstand am Gleis.
Fazit
Die Deutsche Bahn AG ist für Spotter vor allem eine Landkarte, kein Ziel. Sie erklärt, warum ein Fernverkehrszug und eine Regionalbahn dasselbe Logo tragen und trotzdem zu verschiedenen Unternehmen gehören – und warum der Blick aufs Logo beim Bestimmen praktisch wertlos ist.
Wer die Sparten auseinanderhält und das Anschriftenfeld liest, hat den Konzern verstanden. Alles Weitere ist Fleißarbeit am Bahnsteig.
Kurzfazit
Die DB AG ist eine Holding ohne eigenen Zugbetrieb. Für die Sichtung zählt die Tochtergesellschaft, und die steht nicht im Logo, sondern im Anschriftenfeld.
Zusammenfassung
- Die DB AG ist der Rahmen, nicht der Betrieb: Wer eine Sichtung sauber zuordnen will, muss die Tochtergesellschaft benennen, nicht den Konzern.
- Die drei Verkehrssparten Fern-, Regional- und Güterverkehr haben eigene Zulassungen, eigene Fahrzeuge und völlig unterschiedliche wirtschaftliche Logiken.
- Im Regionalverkehr entscheidet der Aufgabenträger über Lackierung und Marke – deshalb sieht dort vieles nicht nach DB aus, obwohl DB Regio fährt.
- Das Anschriftenfeld schlägt jedes Logo. Wer es liest, macht aus einer Beobachtung eine belastbare Sichtung.
Häufige Fragen
Fährt die Deutsche Bahn AG selbst Züge?
Nein. Die DB AG ist eine Holding: Sie hält Beteiligungen und steuert den Konzern, besitzt aber selbst keine Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen. Gefahren wird von Tochtergesellschaften wie DB Fernverkehr, DB Regio und DB Cargo Deutschland. Jede davon hat eigene Genehmigungen, eigenes Personal und eigene Fahrzeuge.
Was bedeutet das rote DB-Logo auf einem Zug?
Nur, dass das Fahrzeug zu einer Konzerngesellschaft gehört. Es sagt dir nicht, welche Gesellschaft den Zug führt. Ein ICE, eine Regionalbahn und eine Güterzuglok tragen dasselbe Logo und gehören zu drei verschiedenen Unternehmen. Für die Bestimmung zählt das Anschriftenfeld, nicht das Logo – der Weg dorthin steht im Guide Wer fährt eigentlich?.
Was ist der Unterschied zwischen DB AG und DB InfraGO?
Die DB AG ist die Konzernmutter. Die DB InfraGO ist die Infrastrukturgesellschaft darunter: Ihr gehören Strecken, Weichen, Signale und Personenbahnhöfe. Sie ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und führt selbst keine Reise- oder Güterzüge. Deshalb können auf DB-Gleisen Züge von einem Dutzend fremder Firmen fahren, ohne dass die DB daran beteiligt ist.
Sind ICE und S-Bahn eigene Unternehmen?
Nein, beides sind Produktmarken. „ICE“ bezeichnet das Fernverkehrsprodukt von DB Fernverkehr. „S-Bahn“ ist noch uneindeutiger: Je nach Stadt steckt eine andere Gesellschaft dahinter – in Berlin und Hamburg eigene DB-Töchter, anderswo Bereiche von DB Regio oder ganz andere Unternehmen. Der Markenname sagt dir das Verkehrsangebot, nicht die Firma.
Warum sieht mancher Regionalzug gar nicht nach DB aus?
Weil im Regionalverkehr der Aufgabenträger bestellt und häufig auch das Erscheinungsbild vorgibt. Fährt DB Regio ein Netz mit vorgegebener Landeslackierung, trägt der Zug die Farben des Verkehrsverbunds und nur klein den Betreiberhinweis. Umgekehrt fahren private Betreiber gelegentlich Fahrzeuge, die früher bei der DB liefen und noch entsprechende Spuren tragen.
Woran erkenne ich, welche DB-Tochter einen Zug fährt?
An der Kombination aus Zuggattung und Fahrzeugnummer. Die Gattung auf der Zielanzeige trennt die Sparten: ICE und IC gehören zum Fernverkehr, RE und RB zum Regionalverkehr, ein Güterzug ohne Zielanzeige zu DB Cargo. Die zwölfstellige Nummer im Anschriftenfeld macht das Fahrzeug dann eindeutig – wie sie aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer.
Gehört DB Cargo im Ausland auch zur Deutschen Bahn AG?
Ja, aber über eigenständige Landesgesellschaften. DB Cargo Schweiz etwa ist eine eigene Firma mit eigener Zulassung nach Schweizer Recht. Das ist kein Formalismus: Für den grenzüberschreitenden Verkehr braucht es Zulassung, Personal und Fahrzeuge nach dem jeweiligen nationalen Regelwerk. Im Anschriftenfeld schlägt sich das im Ländercode nieder.
Wie hieß die Deutsche Bahn vor 1994?
Es gab zwei Bahnen: die Deutsche Bundesbahn im Westen und die Deutsche Reichsbahn im Osten. Beide wurden 1994 im Zuge der Bahnreform zur Deutschen Bahn AG zusammengeführt. Fahrzeuge aus beiden Beständen liefen danach noch jahrzehntelang nebeneinander – bei älteren Baureihen wie der Baureihe 143 ist die Reichsbahn-Herkunft bis heute Teil der Geschichte.
Ist die Deutsche Bahn AG privatisiert?
Die Rechtsform ist eine Aktiengesellschaft, die Aktien liegen aber vollständig beim Bund. Ein Börsengang wurde mehrfach diskutiert und nie vollzogen. Für dich am Gleis ist das ohne Bedeutung – für das Verständnis der Struktur schon: Die AG-Form ist der Grund, warum der Konzern überhaupt in eigenständige Gesellschaften zerfällt, die sich gegenseitig Leistungen in Rechnung stellen.
Wo sehe ich möglichst viele DB-Gesellschaften an einem Ort?
An einem großen Knotenbahnhof. In Frankfurt Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof laufen Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr auf engstem Raum zusammen. Für DB Cargo brauchst du dagegen einen Güterknoten wie den Rangierbahnhof Maschen – im Hauptbahnhof siehst du davon tagsüber wenig.
Fahrzeuge von Deutsche Bahn AG dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
DB Fernverkehr AG
DB Fernverkehr betreibt die überregionalen Reisezüge der Deutschen Bahn. Zuggattung, Zugbild und Anschriftenfeld führen dich schnell zur richtigen Zuordnung.
NahverkehrDB Regio AG
DB Regio ist die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn. Der Konzern gliedert den Regionalverkehr regional – deshalb passen Marke auf dem Zug und Anschrift am Fahrzeug oft nicht zusammen.
GüterverkehrDB Cargo Deutschland AG
DB Cargo ist die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn und die größte Güterbahn Deutschlands. Am Halterkürzel D-DB und der verkehrsroten Lackierung erkennst du sie sofort.
InfrastrukturDB Systemtechnik GmbH
DB Systemtechnik ist die Prüf- und Erprobungsgesellschaft im DB-Konzern. Ihre Fahrzeuge fallen durch Messaufbauten und ungewöhnliche Zugbildungen auf.
NahverkehrS-Bahn Berlin GmbH
Die S-Bahn Berlin GmbH betreibt ein Gleichstromsystem mit seitlicher Stromschiene und einer eigenen Fahrzeugwelt, die auf keinem anderen deutschen Netz einsetzbar ist.
GüterverkehrDB Cargo Schweiz GmbH
DB Cargo Schweiz GmbH ist eine in der Schweiz firmierende Güterbahn. Der Namensstamm taucht in mehreren Ländern dieser Datenbank auf – zu erkennen ist die Gesellschaft am Zugbild und am Anschriftenfeld.
Typische Fahrzeuge
Baureihe 401 (ICE 1)
Der ICE 1 ist die erste ICE-Generation: zwei Triebköpfe der Baureihe 401, dazwischen bis zu zwölf Mittelwagen und ein Speisewagen mit erhöhtem Dach. So erkennst du ihn.
BaureiheBaureihe 412 (ICE 4)
Die Baureihe 412 ist der ICE 4: ein Triebzug mit angetriebenen Powercars, der je nach Variante sieben, zwölf oder dreizehn Wagen lang ist. So erkennst du ihn sicher.
BaureiheBaureihe 101
Die Baureihe 101 ist die klassische Fernverkehrslok der Deutschen Bahn: 145 Maschinen, 220 km/h, seit den späten 1990ern vor IC und EC. So erkennst du sie sicher.
BaureiheBaureihe 143
Die Baureihe 143 ist die meistgebaute Ellok der Deutschen Reichsbahn und bis heute eine Größe im Nahverkehr. So erkennst du sie und trennst sie von 112 und 114.
BaureiheBombardier TRAXX
TRAXX ist keine Baureihe, sondern eine Plattform: dieselbe Grundlok in vielen Varianten. So entschlüsselst du die Typenbezeichnungen und erkennst die Familie.
BaureiheSiemens Vectron
Der Vectron ist die modulare Lokomotivplattform von Siemens und prägt den europäischen Güterverkehr. So erkennst du die Varianten und liest die Nummer richtig.
Wo du Deutsche Bahn AG antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Frankfurt (Main) Hauptbahnhof
Vierundzwanzig Bahnsteiggleise nebeneinander, dazu zwei Tiefbahnhöfe und über tausend Zugfahrten am Tag: Frankfurt (Main) Hbf ist der größte Kopfbahnhof Deutschlands. Wer den Querbahnsteig richtig nutzt, dokumentiert hier in zwei Stunden den halben deutschen Fernverkehr.
KnotenbahnhofKöln Hauptbahnhof
Kaum ein Bahnhof in Europa bündelt so viel Verkehr auf so wenig Fläche: Über 1.200 Zugfahrten täglich, elf Bahnsteiggleise und direkt dahinter die Hohenzollernbrücke. Wer Köln Hbf richtig angeht, hat in zwei Stunden mehr im Kasten als anderswo an einem ganzen Tag.
KnotenbahnhofBerlin Hauptbahnhof
Berlin Hauptbahnhof ist kein normaler Bahnhof, sondern ein Kreuzungsbauwerk: oben die Ost-West-Stadtbahn unter einem gläsernen Dach, unten acht Gleise im Nord-Süd-Tunnel. Beide Ebenen verlangen völlig unterschiedliche Einstellungen – wer das vorher weiß, spart sich den halben Besuch.
GüterknotenRangierbahnhof Maschen
Der Rangierbahnhof Maschen südlich von Hamburg ist die größte Anlage ihrer Art in Europa: zwei komplette Rangiersysteme, zwei Ablaufberge, rund sieben Kilometer Länge. Beobachten lässt sich das ausschließlich von öffentlichen Straßenbrücken – das Betriebsgelände selbst ist tabu und bleibt es.
Weitere Unternehmen
Abellio
Abellio war der Auslandsarm der niederländischen Staatsbahn und betrieb in Deutschland gleich mehrere Regionalnetze. Nach der Restrukturierung des Deutschlandgeschäfts sind Verträge und Fahrzeuge weitergezogen – die Spuren am Fahrzeug sind aber bis heute lesbar.
KonzernBerliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Die BVG ist der größte Nahverkehrsbetrieb Berlins – und trotzdem gehört ihr kein einziger S-Bahn-Zug. Wer in Berlin Fahrzeuge sauber zuordnen will, muss zuerst verstehen, wo die Grenze zwischen BVG, S-Bahn Berlin und dem Tarifverbund VBB verläuft.
KonzernCaptrain
Captrain ist keine Eisenbahn, sondern eine Dachmarke: Darunter fahren mehrere rechtlich eigenständige Güterbahnen in verschiedenen Ländern, jede mit eigener Zulassung. Wer eine Captrain-Lok sieht, weiß deshalb noch nicht, welche Gesellschaft den Zug führt.
KonzernHäfen und Güterverkehr Köln (HGK)
Die HGK betreibt Kölner Häfen, eigene Bahnstrecken im Stadtgebiet und ein europäisches Binnenschifffahrtsgeschäft. Ihre Güterzüge fahren aber meist unter dem Namen eines Gemeinschaftsunternehmens – deshalb steht HGK selten auf der Lok, die du gerade fotografierst.
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