Das Wichtigste in Kürze
- Locomore war eine Marke, kein Betrieb. Gefahren wurde der Zug von Partnerunternehmen mit eigener Zulassung.
- Die Marke überlebte ihre Firma. Nach der Insolvenz führte ein anderer Anbieter den Verkehr unter diesem Namen weiter.
- Eigenwirtschaftlich heißt volles Risiko. Ohne Besteller trägt das Unternehmen jede Auslastungsschwäche selbst.
- Gebrauchtwagen prägten das Bild – aufgearbeitete Reisezugwagen unterschiedlicher Herkunft in einheitlicher Lackierung.
- Jede Sichtung ist historisch. Ohne Datum lässt sich nicht mehr klären, wer den Zug damals geführt hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Woran du das Unternehmen erkennst
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Ein Zug, den niemand bestellt hatte
- 8.Wer fuhr eigentlich unter diesem Namen?
- 9.Wie der Zug aussah – und warum
- 10.Vier Ebenen in einem einzigen Zug
- 11.Wo der Zug zu sehen war
- 12.Wie belastbar ist eine alte Sichtung?
- 13.Was der Fall über den Markt erzählt
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Steckbrief
| Was es war | Fernverkehrsmarke im eigenwirtschaftlichen Betrieb, ohne Bestellerentgelt |
|---|---|
| Besonderheit | Anschubfinanzierung über eine öffentliche Crowdfunding-Kampagne |
| Betriebsführung | durch Partnerunternehmen – die Marke besaß den Zug, nicht den Betrieb |
| Zugbildung | Lok mit aufgearbeiteten Gebrauchtwagen, kein Triebzug |
| Angebotsprofil | eine Nord-Süd-Achse mit wenigen Halten statt eines Netzes |
| Nach der Insolvenz | Fortführung durch einen ausländischen Anbieter, Vertrieb über eine fremde Marke |
| Heutiger Status | kein laufender Betrieb unter diesem Namen – die Marke lebt als Beispiel weiter |
| Offizielle Website | locomore.eu/en |
Geschäftsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Locomore erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Locomore?
- Kein aktueller Zug trägt diesen Namen – jede Sichtung ist historisch und braucht ein Datum
- Lokbespannter Zug mit Reisezugwagen statt Triebzug – untypisch für modernen Fernverkehr
- Aufgearbeitete Gebrauchtwagen unterschiedlicher Herkunft in einheitlicher Lackierung
- Rote Grundfarbe mit hellem Schriftzug – die frühe Erscheinung vor der Übernahme
- Fremde Zuglok in eigener Farbgebung – die Traktion kam nie aus dem eigenen Bestand
- Wenige Halte auf einer langen Achse – das Gegenmodell zum flächendeckenden Netz
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Historisch klar abgegrenzter Zeitraum – Sichtungen lassen sich exakt datieren
- Ungewöhnliche Zugbildung macht Archivbilder bis heute wiedererkennbar
- Der Fall erklärt in einem Beispiel, wie Marke, EVU und Halter auseinanderfallen
- Wagenmaterial aus dem Gebrauchtmarkt hat oft eine gut dokumentierte Vorgeschichte
Wo es hakt
- Es gibt nichts mehr zu sichten – die Seite ist Einordnung, keine Spottinganleitung
- Zur Fahrzeugzuordnung existieren kaum belastbare öffentliche Zusammenstellungen
- Wer die Marke führte, wechselte innerhalb kurzer Zeit mehrfach
- Altangaben in Sichtungslisten sind ohne Datum praktisch nicht auflösbar
- Die Verwechslung mit dem übernehmenden Vertriebspartner ist weit verbreitet
Aktualisiert: August 2026 – Es gibt Marken, die man nicht mehr sichten kann und trotzdem kennen sollte. Locomore ist so eine: ein bürgerfinanzierter Fernzug, der nach wenigen Monaten insolvent war, unter fremder Regie weiterfuhr, über eine fremde Plattform verkauft wurde und schließlich ganz verschwand. In dieser kurzen Geschichte stecken alle Ebenen, die diese Sektion sonst mühsam auseinandersortieren muss.
Historische Sichtungen retten, solange du sie noch zuordnen kannst
Alte Bilder ohne Datum verlieren ihren Wert. Mit Traintrack ordnest du sie strukturiert ein – Nummer, Ort, Zeitpunkt.
Ein Zug, den niemand bestellt hatte
Der deutsche Fernverkehr funktioniert anders als der Nahverkehr, und dieser Unterschied ist der Schlüssel zum Verständnis. Im Nahverkehr schreibt ein Aufgabenträger Leistungen aus, bezahlt sie und legt Fahrplan sowie oft auch das Erscheinungsbild fest. Im Fernverkehr gibt es das nicht: Wer dort fahren will, kauft eine Trasse, stellt einen Zug hin und lebt von dem, was die Fahrgäste zahlen. Der rechtliche Rahmen dafür ist europäisch geregelt und offen für jeden zugelassenen Anbieter – deshalb der Begriff Open Access.
Genau dort setzte Locomore an. Die Idee: eine eigene Achse mit einem eigenständigen Produkt, finanziert nicht über Investoren, sondern über eine öffentliche Kampagne, an der sich viele Einzelpersonen mit kleinen Beträgen beteiligten. Der Zug sollte sich nicht über den Preis allein abheben, sondern über ein anderes Reisegefühl: thematisch gestaltete Wagen, ein klar erkennbares Erscheinungsbild, ein bewusst schmales Angebot statt eines Netzes.
Wer fuhr eigentlich unter diesem Namen?
Die ehrliche Antwort lautet: mehrere, nacheinander – und nie die Marke selbst. Schon zum Start lag der Betrieb bei einem Partnerunternehmen mit eigener Zulassung, denn eine Genehmigung als Eisenbahnverkehrsunternehmen bekommt man nicht nebenbei. Sie setzt Sicherheitsmanagement, Personal, Werkstattzugang und Nachweise voraus, die ein junges Vertriebsunternehmen nicht in wenigen Monaten aufbaut.
Nach der Insolvenz wurde diese Trennung noch deutlicher. Den Verkehr führte ein ausländischer Anbieter fort – in Deutschland über Leo Express Global als Gesellschaft, mit Leo Express als Ursprung. Verkauft wurden die Tickets über die Plattform von FlixTrain. Damit war der Zug: eine Marke aus Deutschland, ein Betreiber aus Tschechien, ein Vertrieb einer dritten Firma und eine Lok, die einem vierten gehörte.
Ohne Datum ist eine solche Sichtung verloren
Bei Marken, deren Betreiber innerhalb weniger Monate wechselt, ist das Datum nicht Zusatzinfo, sondern der Schlüssel. Ein Eintrag „Locomore, Berlin“ lässt sich nicht mehr auflösen; „Locomore, Berlin, Mai 2017“ dagegen schon.
Wie der Zug aussah – und warum
Lok gesondert betrachten
Die Traktion kam aus dem Mietmarkt. Farbe und Halterkürzel der Lok hatten mit der Marke nichts zu tun und wechselten.
Wagen als Einzelstücke lesen
Aufgearbeitete Gebrauchtwagen unterschiedlicher Herkunft, einheitlich lackiert. Bauart und Fensterteilung verraten die Vorgeschichte.
Zugbildung notieren
Reihenfolge und Zahl der Wagen sind bei solchen Zügen ein starkes Erkennungsmerkmal und ändern sich seltener als die Lok.
Nummern statt Namen erfassen
Die zwölfstellige Nummer bleibt am Fahrzeug, auch wenn es später verkauft und neu lackiert wird – siehe UIC-Nummer lesen.
Kontext festhalten
Datum, Bahnhof, Gleis und Zugnummer machen aus einem hübschen Bild eine auswertbare Sichtung.
Vier Ebenen in einem einzigen Zug
| Ebene | Wer das war | Woran erkennbar | Wie stabil |
|---|---|---|---|
| Marke | Locomore | Schriftzug und Lackierung der Wagen | überlebte die Firma |
| Vertrieb | zeitweise eine fremde Plattform | Buchungsweg, Ticketaufdruck | wechselte nach der Insolvenz |
| Führendes EVU | Partnerunternehmen, später ausländischer Anbieter | Fahrplanangabe, Betriebsunterlagen | wechselte mehrfach |
| Fahrzeughalter Lok | Vermieter oder Partner-EVU | Anschriftenfeld der Lok | wechselte im Betrieb |
| Fahrzeughalter Wagen | Eigentümer der Gebrauchtwagen | Anschriftenfeld der Wagen | am stabilsten |
Die Tabelle ist der eigentliche Grund, warum diese Seite existiert. Kein anderer deutscher Fall zeigt so kompakt, dass ein Zug nicht ein Unternehmen ist, sondern eine Konstruktion aus mehreren. Wer diese Struktur einmal durchschaut hat, wird bei anderen Angeboten deutlich vorsichtiger mit dem Satz „das ist ein Zug von …“.
Wo der Zug zu sehen war
Der Laufweg folgte einer klassischen Nord-Süd-Achse mit wenigen Halten in großen Städten. Wer damals fotografieren wollte, fand die besten Gelegenheiten in den Kopf- und Knotenbahnhöfen, weil dort die Zuglok zugänglich war und der Zug lange genug stand. Stuttgart Hauptbahnhof und Berlin Hauptbahnhof markierten die Enden, dazwischen lagen Zwischenhalte an großen Knoten wie Frankfurt Hauptbahnhof.
Die genauen Halte wurden über die kurze Betriebszeit mehrfach angepasst – ein weiterer Grund, warum eine Sichtung ohne Datum wenig hilft. Auf freier Strecke war der Zug dagegen kaum von anderen lokbespannten Reisezügen zu unterscheiden, solange man die Wagen nicht im Detail sah. Wer heute in alten Ordnern sucht, sollte deshalb zuerst nach Bahnhofsaufnahmen filtern und erst danach nach Streckenbildern; die Trefferquote ist deutlich höher. Wie man ein solches Archiv systematisch aufzieht, beschreibt die Anleitung zum Sichtungslogbuch.
Ordne dein Archiv, bevor die Erinnerung verblasst
Traintrack macht aus losen Bildern und Notizen ein durchsuchbares Verzeichnis mit Datum und Fahrzeugnummer.
Wie belastbar ist eine alte Sichtung?
Was steckt in deiner alten Notiz?
Das Datum trägt hier mehr als alles andere – bei einer Marke mit mehreren Betreibern ist es der einzige Anker.
Was der Fall über den Markt erzählt
Open Access funktioniert eher, wenn …
- eine nachfragestarke Achse ohne dichtes Konkurrenzangebot bedient wird
- Fahrzeuge günstig und flexibel beschafft werden können
- der Vertrieb Reichweite hat, ohne selbst aufgebaut werden zu müssen
Es wird eng, wenn …
- der Fahrplan nur wenige Fahrten pro Tag hergibt
- die Zugbildung von gemieteten Loks abhängt
- Betrieb und Marke bei verschiedenen Unternehmen liegen
Es scheitert regelmäßig, wenn …
- die Auslastung saisonal einbricht und keine Rücklagen bestehen
- Trassen- und Instandhaltungskosten fix bleiben, die Einnahmen aber nicht
- ein externer Schock den Reiseverkehr insgesamt trifft
Der Unterschied zwischen diesem Modell und dem bestellten Nahverkehr ist im Beitrag Nahverkehr gegen Fernverkehr ausführlicher beschrieben – er erklärt auch, warum im Nahverkehr Betreiberwechsel geordnet ablaufen und im Fernverkehr abrupt.
Vorsicht mit übernommenen Angaben
In vielen Foren und Listen zirkulieren Zuordnungen aus dieser Zeit, die nie geprüft wurden. Übernimm sie nicht ungeprüft in dein eigenes Archiv. Was du selbst gesehen und notiert hast, ist belastbar; alles andere gehört als Quellenangabe gekennzeichnet, nicht als eigene Sichtung.
Fazit
Locomore ist heute kein Spottingziel mehr, sondern ein Lehrbeispiel. Der Name stand auf den Wagen, gefahren wurde von anderen, verkauft von einer dritten Seite, und die Lok gehörte wieder jemand anderem. Genau diese Aufspaltung ist im europäischen Eisenbahnsystem der Normalfall – sie fällt nur selten so kurz und so deutlich zusammen wie hier.
Wer Bilder aus dieser Zeit besitzt, sollte sie ordnen, solange sich Datum und Umstände noch rekonstruieren lassen. In zehn Jahren ist das ungleich schwerer, und die Fahrzeuge selbst sind längst anderswo unterwegs.
Kurzfazit
Eine Marke ohne eigenen Betrieb, die ihre Firma überlebte und danach von Dritten gefahren wurde. Für Archivsichtungen zählen zwei Angaben: Datum und Fahrzeugnummer.
Zusammenfassung
- Der Fall zeigt in kurzer Zeit alle Ebenen, die diese Sektion trennt: Marke, Gesellschaft, führendes EVU und Fahrzeughalter.
- Offener Marktzugang existiert rechtlich, ist wirtschaftlich aber ein hartes Geschäft – das ist die eigentliche Lehre.
- Wer Bilder aus dieser Zeit hat, sollte sie mit Datum und Fahrzeugnummer versehen, solange die Erinnerung noch trägt.
- Für die Gegenwart ist die Marke vor allem ein Referenzfall, an dem sich andere Angebote einordnen lassen.
Häufige Fragen
Fährt Locomore heute noch?
Nein. Unter diesem Namen verkehrt kein Zug mehr; der Betrieb endete im Zuge des Einbruchs im Reiseverkehr Anfang der 2020er Jahre und wurde nicht wieder aufgenommen. Sichtungen aus dieser Zeit sind damit ausschließlich historisch und sollten immer mit Datum geführt werden. Wer heute einen ähnlich aufgebauten Zug sieht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein anderes Angebot vor sich.
Wer hat die Züge tatsächlich gefahren?
Nicht die Markeninhaberin selbst. Der Betrieb lag bei Partner-Eisenbahnverkehrsunternehmen mit eigener Zulassung; nach der Insolvenz übernahm ein ausländischer Anbieter aus dem Umfeld von Leo Express, in Deutschland vertreten durch Leo Express Global. Wer eine konkrete Fahrt geführt hat, lässt sich nur über Datum und Fahrzeugnummer rekonstruieren.
Was hatte FlixTrain damit zu tun?
Nach der Übernahme wurden die Tickets über die Vertriebsplattform von FlixTrain verkauft, während der Zug betrieblich beim übernehmenden Anbieter lag. Das ist ein besonders klarer Fall der Ebenentrennung: Vertrieb, Marke und Betrieb lagen bei drei verschiedenen Akteuren. Genau solche Konstellationen führen in Sichtungslisten zu Einträgen, die sich später nicht mehr auflösen lassen.
Was bedeutet Crowdfunding bei einer Eisenbahn?
Es bedeutet, dass ein Teil des Startkapitals aus vielen kleinen Beiträgen von Privatpersonen kam, statt von Banken oder Investoren. Für den Bahnbetrieb ändert das nichts an den Anforderungen: Zulassung, Sicherheitsmanagement, Trassenbestellung und Personal bleiben dieselben. Das Modell senkt die Einstiegshürde bei der Finanzierung, nicht bei der Regulierung – und genau darin lag ein Teil der späteren Schwierigkeiten.
Warum scheitern Open-Access-Angebote im Fernverkehr so oft?
Weil sie das gesamte wirtschaftliche Risiko tragen. Anders als im Nahverkehr, wo ein Aufgabenträger Leistungen bestellt und bezahlt, gibt es hier keine Absicherung: Jede schwach ausgelastete Fahrt ist ein direkter Verlust. Dazu kommen hohe Fixkosten für Trassen, Fahrzeuge und Personal sowie ein Wettbewerber mit dichtem Takt in Gestalt von DB Fernverkehr.
Welche Fahrzeuge kamen zum Einsatz?
Der Zug bestand aus einer angemieteten Streckenlok und aufgearbeiteten gebrauchten Reisezugwagen. Typische Zugloks im eigenwirtschaftlichen Fernverkehr sind Maschinen aus der TRAXX- und Vectron-Familie, gelegentlich auch gebrauchte Schnellzugloks wie die Baureihe 101. Eine gesicherte, vollständige Zuordnung der damals eingesetzten Maschinen liegt öffentlich nicht in zitierfähiger Form vor.
Wie erkenne ich Locomore-Bilder in einem alten Archiv?
An der Kombination aus lokbespanntem Reisezug, einheitlich lackierten, aber baulich uneinheitlichen Wagen und einer Zuglok in völlig anderer Farbgebung. Hilfreich ist außerdem die Wagenreihung, die sich bei solchen Zügen deutlich von Standardgarnituren unterscheidet – wie du sie liest, erklärt der Beitrag zur Wagenreihung.
Kann ich eine damalige Fahrt nachträglich rekonstruieren?
Teilweise, wenn du Datum, ungefähre Uhrzeit und Ort hast. Aus diesen Angaben lässt sich die Fahrt zeitlich einordnen und mit Bildern oder Notizen abgleichen. Der Beitrag Zugfahrt nachträglich rekonstruieren beschreibt das Vorgehen; ohne Datum wird es dagegen schnell zur Ratearbeit.
Wo verlief die Strecke?
Auf einer durchgehenden Nord-Süd-Achse zwischen dem Südwesten und Berlin, mit wenigen Halten in großen Städten. Knotenbahnhöfe wie Stuttgart Hauptbahnhof, Frankfurt Hauptbahnhof und Berlin Hauptbahnhof lagen an oder nahe dieser Achse. Der genaue Laufweg wurde über die kurze Betriebszeit mehrfach angepasst.
Lohnt sich die Marke noch als Thema für Spotter?
Als Sichtungsziel nicht, als Referenzfall sehr. Wer verstanden hat, wie hier Marke, Vertrieb, Betreiber und Fahrzeughalter auseinanderfielen, ordnet auch heutige Angebote schneller richtig ein. Der Guide Wer fährt eigentlich? setzt genau an diesem Punkt an.
Fahrzeuge von Locomore dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Leo Express Global
Leo Express Global trägt einen Markennamen mit Konzernzusatz. Solche Firmierungen treten in mehreren Ländern auf – erkennbar wird die Zuordnung erst am Länderkürzel des Fahrzeugs.
FernverkehrLeo Express s.r.o.
Leo Express s.r.o. ist eine tschechische Personenverkehrsgesellschaft. Auf stark befahrenen Achsen ist sie einer von mehreren Anbietern – ein Glücksfall für Spotter.
FernverkehrFlixtrain GmbH
Flixtrain betreibt Fernverkehr auf eigene Rechnung statt im Auftrag eines Bestellers. Das erklärt die grüne Marke, wechselnde Fahrzeuge und die Linienlogik.
FernverkehrDB Fernverkehr AG
DB Fernverkehr betreibt die überregionalen Reisezüge der Deutschen Bahn. Zuggattung, Zugbild und Anschriftenfeld führen dich schnell zur richtigen Zuordnung.
Typische Fahrzeuge
Bombardier TRAXX
TRAXX ist keine Baureihe, sondern eine Plattform: dieselbe Grundlok in vielen Varianten. So entschlüsselst du die Typenbezeichnungen und erkennst die Familie.
BaureiheSiemens Vectron
Der Vectron ist die modulare Lokomotivplattform von Siemens und prägt den europäischen Güterverkehr. So erkennst du die Varianten und liest die Nummer richtig.
BaureiheBaureihe 101
Die Baureihe 101 ist die klassische Fernverkehrslok der Deutschen Bahn: 145 Maschinen, 220 km/h, seit den späten 1990ern vor IC und EC. So erkennst du sie sicher.
Wo du Locomore antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Stuttgart Hauptbahnhof
Stuttgart Hauptbahnhof ist der ehrlichste Spot in dieser Datenbank: ein Kopfbahnhof mitten im tiefgreifendsten Umbau, den ein deutscher Großbahnhof je erlebt hat. Was heute funktioniert, kann in sechs Monaten anders sein – deshalb geht es hier vor allem darum, wie du dich orientierst.
KnotenbahnhofFrankfurt (Main) Hauptbahnhof
Vierundzwanzig Bahnsteiggleise nebeneinander, dazu zwei Tiefbahnhöfe und über tausend Zugfahrten am Tag: Frankfurt (Main) Hbf ist der größte Kopfbahnhof Deutschlands. Wer den Querbahnsteig richtig nutzt, dokumentiert hier in zwei Stunden den halben deutschen Fernverkehr.
KnotenbahnhofBerlin Hauptbahnhof
Berlin Hauptbahnhof ist kein normaler Bahnhof, sondern ein Kreuzungsbauwerk: oben die Ost-West-Stadtbahn unter einem gläsernen Dach, unten acht Gleise im Nord-Süd-Tunnel. Beide Ebenen verlangen völlig unterschiedliche Einstellungen – wer das vorher weiß, spart sich den halben Besuch.
Weitere Unternehmen
FlixTrain
FlixTrain ist ein Vertriebs- und Markenauftritt im eigenwirtschaftlichen Fernverkehr. Die grüne Lackierung sagt dir, wer den Zug verkauft – nicht zwingend, wer ihn führt, wem die Lok gehört und woher die Wagen stammen. Genau diese Trennung macht die Marke für Spotter interessant.
MarkeBahnTouristikExpress (BTE)
BahnTouristikExpress steht für einen Autoreisezug, der nur einen Teil des Jahres fährt und meist im Dunkeln unterwegs ist. Die Marke gehört zur RDC-Gruppe – die Lok an der Spitze aber oft einem ganz anderen Unternehmen. Genau darin liegt der Reiz und die Fehlerquelle.
KonzernDeutsche Bahn AG
Die Deutsche Bahn AG fährt selbst keinen einzigen Zug. Sie ist eine Holding, unter der Dutzende eigenständige Gesellschaften ihre eigenen Genehmigungen, Fahrzeuge und Verkehrsverträge halten. Wer das rote DB-Logo sieht, hat den Betreiber deshalb noch nicht bestimmt.
Marke3-Länderbahn
Die 3-Länderbahn ist ein Regionalnetz rund um Siegen, dessen Linien in drei Bundesländer reichen. Der Markenname hat einen Betreiberwechsel überlebt: Wo früher die Deutsche Bahn fuhr, ist heute die Hessische Landesbahn zuständig – am Namen ist das nicht abzulesen.
Passende Guides aus dem Blog
- Wer fährt da eigentlich? Eisenbahnunternehmen am Zug erkennen
- Nahverkehr vs. Fernverkehr: Was ist der Unterschied für Spotter?
- Wagenreihung verstehen: Am richtigen Abschnitt stehen
- Zugfahrt nachträglich rekonstruieren: Fahrtverlauf und Nummer finden
- UIC-Nummer lesen: Was die 12 Ziffern am Fahrzeug verraten
- Sichtungslogbuch führen: Vom Notizzettel zur echten Datenbank




