Baureihe 101

Die Baureihe 101 ist die klassische Fernverkehrslok der Deutschen Bahn: 145 Maschinen, 220 km/h, seit den späten 1990ern vor IC und EC. So erkennst du sie sicher.

Auch bekannt als: BR 101 · Adtranz 101 · 101er

DeutschlandDeutschlandElektrolokomotiven8 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

145

gebaute Lokomotiven

220 km/h

Höchstgeschwindigkeit

6.400 kW

Dauerleistung

1996–1999

Bauzeitraum

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 101 ist die Fernverkehrs-Ellok der DB: 145 Maschinen, gebaut 1996–1999 von Adtranz, ausgelegt auf 220 km/h.
  • Schnellster Erkennungsweg: vier Achsen, kantige Front mit geneigter Scheibe, Nummer beginnt mit 101.
  • Typischer Einsatz ist der lokbespannte IC/EC – wo Triebzüge fahren, ist die 101 selten.
  • Werbeloks sind Alltag: ein großer Teil der Baureihe trägt oder trug Sonderlackierungen.
  • Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Baureihe 120, die technisch verwandt, aber älter und anders proportioniert ist.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Baureihe 101?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Welche rote Ellok steht da wirklich?
  4. 4.Wo du die Baureihe 101 antriffst
  5. 5.Werbeloks: der Grund, warum sich Dokumentation lohnt
  6. 6.Fototipps speziell für die 101
  7. 7.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  8. 8.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartElektrolokomotive für den Reisezugverkehr
HerstellerAdtranz (heute Teil von Alstom)
Baujahre1996 bis 1999
Stückzahl145 Lokomotiven
AchsfolgeBo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben)
Höchstgeschwindigkeit220 km/h
Dauerleistungrund 6.400 kW
Stromsystem15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom
Typischer EinsatzIntercity und Eurocity, fallweise Sonder- und Ersatzleistungen
Nummernschema101 001 bis 101 145

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Kantige, leicht nach vorn geneigte Frontscheibe mit durchgehendem dunklem Fensterband
  • Vier Achsen in zwei Drehgestellen – keine sechsachsige Bauform
  • Einholm-Stromabnehmer und flaches, aufgeräumtes Dach ohne große Aufbauten
  • Fahrzeugnummer beginnt mit 101, dreistellige Ordnungsnummer bis 145
  • Meist am Zugschluss oder an der Spitze eines IC-/EC-Wagenzuges, nicht vor Güterzügen
  • Häufig Werbe- oder Sonderlackierung statt Verkehrsrot

Aktualisiert: August 2026 – Rote Ellok, vier Achsen, davor ein Intercity: In neun von zehn Fällen steht dann eine Baureihe 101 vor dir. Diese Seite zeigt dir, woran du sie zweifelsfrei erkennst, wo du sie realistisch antriffst und wie du sie so fotografierst, dass das Bild auch etwas hergibt.

101 gesichtet? Nummer festhalten.

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Was ist die Baureihe 101?

Die Baureihe 101 ist eine vierachsige Elektrolokomotive für den schnellen Reisezugverkehr, gebaut zwischen 1996 und 1999 von Adtranz. Insgesamt entstanden 145 Maschinen mit den Nummern 101 001 bis 101 145. Sie sind für 220 km/h zugelassen, leisten rund 6.400 kW und wurden beschafft, um im hochwertigen Fernverkehr der Deutschen Bahn AG die alternde Baureihe 103 abzulösen.

Betrieblich ist die 101 damit klar einsortiert: Sie ist die Lok vor lokbespannten Intercity- und Eurocity-Zügen – und damit die direkte Nachfolgerin der Baureihe 103. Überall dort, wo der Fernverkehr auf Triebzüge umgestellt wurde, verschwindet sie aus dem Bild – und genau das macht sie für Spotter interessanter, als sie es vor zwanzig Jahren war.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Du brauchst keine Detailkenntnis, um eine 101 zu bestimmen. Drei Beobachtungen genügen, und sie funktionieren auch aus einiger Entfernung.

Achsen zählen

Vier Achsen, verteilt auf zwei Drehgestelle. Sechsachsige Loks wie die Baureihe 151 oder 155 fallen damit sofort raus.

Front ansehen

Kantige Front, leicht nach vorn geneigte Scheibe, durchgehendes dunkles Fensterband. Die Silhouette wirkt flach und aufgeräumt, ohne wuchtige Dachaufbauten.

Zug dahinter prüfen

Ein klassischer Wagenzug in IC-Farben ist ein starkes Indiz. Vor Güterzügen wirst du die 101 praktisch nie sehen.

Wer die 101 sicher hat, verwechselt sie danach vor allem noch mit der technisch verwandten, aber älteren Baureihe 120. Bleibt ein Restzweifel, entscheidet die Fahrzeugnummer: Sie beginnt mit 101 und endet bei 145. Wie du solche Nummern im Betrieb schnell abliest und richtig einordnest, erklärt der Guide zum Zugnummern und Fahrzeugnummern herausfinden; die vollständige internationale Systematik dahinter steht im Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Zähl zuerst die Achsen, nicht die Details. Die Achszahl siehst du auch bei schlechtem Licht und aus 200 Metern – Frontform und Nummer kannst du danach in Ruhe prüfen.

Welche rote Ellok steht da wirklich?

Die häufigsten Verwechslungen passieren nicht mit exotischen Baureihen, sondern innerhalb der bekannten roten Elloks. Der folgende Finder grenzt anhand von drei Beobachtungen ein.

Schnellbestimmung: rote Ellok im Personenverkehr

Drei Fragen, eine Einschätzung. Die Fahrzeugnummer bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Baureihe 101

Vier Achsen, flache kantige Front, Fernverkehrswagen dahinter: Das ist das typische Bild der 101. Prüf zur Sicherheit die Fahrzeugnummer.

Wahrscheinlich

Eher eine Regionalverkehrslok

Vor Doppelstockwagen im Nahverkehr fahren üblicherweise andere Baureihen. Achte auf die Nummer – beginnt sie mit 111, 112, 114 oder 146, ist die 101 raus.

Wahrscheinlich

Keine 101

Sechs Achsen oder ein Güterzug am Haken sprechen klar gegen die Baureihe 101. Hier kommen Güterzugbaureihen und ältere Universalloks infrage.

Wenn du systematisch vorgehen willst statt nur bei dieser einen Baureihe, hilft die allgemeine Anleitung zum Bestimmen von Baureihen – sie erklärt die Reihenfolge, in der man Merkmale abarbeitet.

Wo du die Baureihe 101 antriffst

Die Lok folgt dem lokbespannten Fernverkehr – inzwischen nicht mehr nur dem der DB, denn einzelne angemietete Maschinen laufen auch vor Zügen von FlixTrain. Daraus ergibt sich eine einfache Regel: Je mehr klassische IC-Wagenzüge auf einer Achse verkehren, desto höher deine Trefferquote. Ein Knoten wie Frankfurt (Main) Hauptbahnhof ist deshalb ergiebig: Vor jedem IC-Wagenzug steht dort eine Lok, und der Fahrtrichtungswechsel im Kopfbahnhof lässt dir Zeit für die Nummer.

Ort Trefferchance Warum
Große Knotenbahnhöfe mit Fernverkehr hoch Lokwechsel, Wendezeiten und lange Standzeiten am Bahnsteig
Fernverkehrsstrecken mit IC-/EC-Verkehr hoch Hier verkehrt das lokbespannte Material planmäßig
Reine ICE-Relationen niedrig Dort dominieren Triebzüge ohne separate Lok
Regionalknoten ohne Fernverkehr sehr niedrig Kein planmäßiger Einsatz
Abstellgruppen und Bahnhofsvorfelder mittel Loks warten dort zwischen zwei Leistungen – oft gut einsehbar

Bestand und Einsatz ändern sich

Welche Umläufe aktuell lokbespannt gefahren werden, verschiebt sich mit jedem Fahrplanwechsel. Verlass dich nicht auf Listen aus dem Netz, sondern prüfe die aktuelle Lage – über Echtzeitauskunft, Community-Sichtungen und eigene Beobachtung.

Im Nahverkehr übernimmt diese Rolle traditionell die Baureihe 111, die du an denselben Bahnhöfen, aber vor anderen Wagenzügen findest. Für die konkrete Standortwahl lohnt der Blick in die Übersicht der besten Bahnhöfe zum Trainspotten in Deutschland. Wer lieber spontan unterwegs ist, kombiniert das mit Live-Sichtungen und Echtzeitdaten.

Sieh, wo gerade eine 101 gemeldet wurde

Community-Sichtungen zeigen dir, welche Fahrzeuge aktuell unterwegs sind – bevor du losfährst.

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Werbeloks: der Grund, warum sich Dokumentation lohnt

Kaum eine andere deutsche Baureihe ist so oft als Werbeträger unterwegs wie die 101. Über die Jahre trug ein erheblicher Teil der 145 Maschinen Sonderlackierungen – manche jahrelang, andere nur wenige Monate.

Für Spotter heißt das zweierlei:

  • Eine 101 ist nicht gleich einer 101. Wer nur „101 gesehen“ notiert, verliert die eigentlich interessante Information.
  • Zeitpunkt schlägt Ort. Eine bestimmte Lackierung existiert nur in einem Zeitfenster. Wer sie verpasst, bekommt sie nicht wieder.

Deshalb gehören in jede Sichtung mindestens Fahrzeugnummer, Datum und Lackierung. Wie man so etwas sauber und auswertbar festhält, zeigt der Guide zum Sichtungslogbuch; wie du gezielt nach besonderen Lackierungen suchst, steht im Beitrag zu Werbeloks und Sonderlackierungen.

Fototipps speziell für die 101

Die 101 ist eine dankbare, aber unspektakuläre Lok: flache Front, wenig Struktur, oft in ungünstigem Bahnsteiglicht. Wer sie einmal arbeitend statt stehend zeigen will, findet an der Geislinger Steige die passende Streckenfotostelle. Diese vier Punkte machen den Unterschied.

Dreiviertelansicht statt Frontalbild

Ein Winkel von etwa 30 bis 45 Grad zur Fahrzeugachse zeigt Front und Seitenwand zugleich – die flache Front wirkt dadurch plastischer.

Sonne im Rücken, aber nicht senkrecht

Flaches Licht am Morgen oder späten Nachmittag zeichnet die Kanten. Mittagslicht lässt die glatte Front flau aussehen.

Kurze Verschlusszeit bei Durchfahrten

Für ein scharfes Standbild einer durchfahrenden Lok ist 1/1000 s ein brauchbarer Ausgangswert – je nach Geschwindigkeit und Abstand anpassen.

Lackierung mit ins Bild nehmen

Bei Werbeloks ist die Seitenwand die eigentliche Information. Plan den Bildausschnitt so, dass sie vollständig drauf ist.

Welche Brennweite dafür sinnvoll ist und wo die Grenzen billiger Teleobjektive liegen, behandelt der Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie. Die grundsätzliche Technik – Mitzieher, Schärfeebene, Belichtung – steht im Guide gute Fotos von Zügen.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 101, wenn …

  • die Lok vier Achsen hat
  • ein IC- oder EC-Wagenzug dranhängt
  • die Front flach und kantig wirkt
  • die Nummer mit 101 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Lok eine Sonderlackierung trägt und du die Form nicht einordnen kannst
  • sie vor einem Ersatz- oder Sonderzug steht
  • du sie nur von hinten oder im Gegenlicht siehst

Es ist keine 101, wenn …

  • du sechs Achsen zählst
  • ein Güterzug dahinterhängt
  • die Nummer mit 111, 112, 146 oder 193 beginnt – dann bist du bei Baureihen wie der 111 im Nahverkehr

Fazit

Die Baureihe 101 gehört zu den Fahrzeugen, die man einmal richtig lernt und danach überall wiedererkennt. Achszahl, Frontform und Zugtyp führen in Sekunden zur richtigen Antwort, die Fahrzeugnummer liefert die Bestätigung. Spannend wird sie weniger durch Technik als durch Lackierungen und den schrumpfenden lokbespannten Fernverkehr – beides Gründe, Sichtungen nicht nur zu machen, sondern auch festzuhalten.

Kurzfazit

Vier Achsen, flache Front, IC-Wagenzug: Das ist die 101. Wer sie gezielt sucht, orientiert sich am lokbespannten Fernverkehr – und notiert Nummer und Lackierung, weil genau die sich ändern.

Deine 101-Sichtungen an einem Ort

Nummer, Lackierung, Datum und Standort in einer App – und du siehst auf einen Blick, welche Maschinen dir noch fehlen.

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Zusammenfassung

  • Die Baureihe 101 löste ab 1996 die Baureihe 103 im hochwertigen Reisezugdienst ab und prägt bis heute das Bild lokbespannter Fernzüge.
  • Für die Bestimmung reichen drei Merkmale: Achszahl, Frontform und die Fahrzeugnummer.
  • Wer die 101 gezielt fotografieren will, sucht sich Fernverkehrsachsen mit lokbespannten Zügen – dort ist die Trefferquote am höchsten.
  • Sichtungen mit Nummer und Lackierung zu dokumentieren lohnt sich besonders, weil Werbeloks regelmäßig wechseln.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich die Baureihe 101 sicher?

An drei Dingen: Sie hat vier Achsen in zwei Drehgestellen, eine kantige Front mit leicht geneigter Frontscheibe und ein durchgehendes dunkles Fensterband. Die Fahrzeugnummer beginnt mit 101. Steht sie vor einem Intercity oder Eurocity, ist die Zuordnung praktisch eindeutig.

Wie viele Lokomotiven der Baureihe 101 gibt es?

Gebaut wurden 145 Maschinen mit den Nummern 101 001 bis 101 145. Wie viele davon zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich im Einsatz stehen, ändert sich laufend durch Fristen, Unfallschäden und Abstellungen.

Wie schnell fährt die Baureihe 101?

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Ausgefahren wird das nur auf entsprechend zugelassenen Strecken; im Alltag bestimmt der Fahrplan das Tempo, nicht die Lok.

Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 101 und Baureihe 120?

Beide sind vierachsige Drehstromloks für den Reisezugverkehr, die 120 ist aber deutlich älter (1980er Jahre) und wirkt mit ihrer stärker gerundeten Front und dem größeren Dachaufbau anders proportioniert. Im Zweifel entscheidet die Fahrzeugnummer.

Warum sieht man so viele Werbeloks der Baureihe 101?

Die Baureihe fährt im gut sichtbaren Fernverkehr und eignet sich deshalb als Werbeträger. Ein erheblicher Teil der 145 Maschinen trug im Lauf der Jahre Sonderlackierungen – manche nur für wenige Monate, was sie für Spotter besonders interessant macht.

Zieht die Baureihe 101 auch Güterzüge?

Das ist die Ausnahme. Die 101 ist eine Reisezuglok und für den schnellen Fernverkehr ausgelegt. Vor Güterzügen findest du in Deutschland eher Baureihen wie 185, 189 oder moderne Vectron-Maschinen.

Wo stehen die Chancen auf eine 101 am besten?

Auf Fernverkehrsachsen mit lokbespannten IC- und EC-Zügen, besonders an großen Knotenbahnhöfen mit längeren Standzeiten. Auf reinen ICE-Relationen wirst du sie kaum antreffen.

Woran erkenne ich, welche 101 genau vor mir steht?

An der vollständigen Fahrzeugnummer an der Seitenwand und am Führerstand. Sie folgt dem Muster 101 0xx bis 101 145 und ist zusammen mit der UIC-Nummer der eindeutige Identifikator – wichtig, wenn du Sichtungen sauber dokumentieren willst.

Sichtung von Baureihe 101 festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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TT

Traintrack Redaktion

Die Baureihen-Datenbank entsteht aus Betriebsbeobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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