Das Wichtigste in Kürze
- Das Museum ist ein Bahnbetriebswerk – Drehscheibe, Lokschuppen und Wasserturm stehen im Originalzusammenhang und sind selbst Teil der Sammlung.
- Getragen wird der Betrieb von einem Verein, also überwiegend ehrenamtlich. Das erklärt Öffnungstage statt Öffnungszeiten.
- Regelspur mit Netzanschluss: Fahrzeuge von hier können auf Sonderfahrten im Rhein-Main-Gebiet auftauchen.
- Plane nach Kalender, nicht nach Bauchgefühl. Der Unterschied zwischen einem stillen Museumstag und einem Dampf-Fahrtag ist enorm.
- Fotografisch ist der Ort besonders, weil Gebäude und Fahrzeuge zusammengehören – der Hintergrund muss nicht weggerechnet werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Woran du das Unternehmen erkennst
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Warum ein Betriebswerk mehr zeigt als eine Halle
- 7.Trägerform: Warum es Öffnungstage gibt und keine Öffnungszeiten
- 8.Was du an Fahrzeugen zu sehen bekommst
- 9.Fotografieren im Bahnbetriebswerk
- 10.Für wen sich der Standort lohnt
- 11.Wie Kranichstein ins deutsche Museumsbahn-Netz passt
- 12.Fazit
- 13.Häufige Fragen
Steckbrief
| Trägerform | Eingetragener Verein – Betrieb und Instandsetzung überwiegend ehrenamtlich |
|---|---|
| Standort | Ehemaliges Bahnbetriebswerk am Bahnhof Darmstadt-Kranichstein, Südhessen |
| Spurweite | 1435 mm Regelspur, mit Anschluss ans öffentliche Netz |
| Kernanlage | Lokschuppen mit Drehscheibe, Wasserturm und Behandlungsanlagen |
| Betriebsform | Dampf, Diesel und Kleinloks – je nach Veranstaltung und Kesselfrist |
| Angebot | Museumsgelände mit Fahrzeugsammlung, dazu Fahrtage und Sonderzüge |
| Saison | Schwerpunkt Frühjahr bis Herbst, einzelne Termine im Winter |
| Offizielle Website | www.bahnwelt.de |
Geschäftsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein?
- Drehscheibe mit Lokschuppen – das Erkennungszeichen jedes erhaltenen Bahnbetriebswerks, hier im Originalzusammenhang
- Wasserturm und Wasserkran – Bauten, die es nur dort gibt, wo Dampfloks planmäßig behandelt wurden
- Fahrzeuge in Betriebsanschriften statt in Museumslackierung – Anschriftenfeld und Nummer sind lesbar
- Gemischte Sammlung aus Dampf, Diesel und Kleinlokomotiven statt reiner Dampfschau
- Regelspur mit Netzanschluss – die Fahrzeuge können das Gelände verlassen
- Ehrenamtliche in Arbeitskleidung statt Museumspersonal – Werkstattbetrieb ist Teil der Ausstellung
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Fahrzeuge stehen in einem echten Betriebswerk und nicht in einer neutralen Halle – der Hintergrund erzählt mit.
- Drehscheibenvorführungen liefern Motive, die es auf freier Strecke nicht gibt.
- Regelspur und Netzanschluss bedeuten, dass dieselben Fahrzeuge auch auf Sonderfahrten auftauchen können.
- Kurze Wege aus dem Rhein-Main-Gebiet, gut mit einer Spotting-Tour in Frankfurt oder Darmstadt kombinierbar.
- Die Sammlung deckt mehrere Epochen ab, nicht nur die Dampfzeit.
Wo es hakt
- Kein täglicher Betrieb – ohne Blick in den Veranstaltungskalender kann der Besuch ins Leere laufen.
- Welche Lok tatsächlich unter Dampf steht, hängt von Kesselfristen und Personal ab und ändert sich kurzfristig.
- Im Schuppen ist es dunkel; ohne lichtstarkes Objektiv oder Stativ wird es schwierig.
- Teile der Sammlung sind nicht betriebsfähig und stehen abgestellt – optisch oft unspektakulär.
- Betriebsanlagen und Gleisbereiche sind tabu, auch wenn sie nach Museum aussehen.
Aktualisiert: August 2026 – Die meisten Eisenbahnmuseen stellen Fahrzeuge in eine Halle. Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein macht es umgekehrt: Es hat das Gebäude behalten, in dem die Fahrzeuge früher gearbeitet haben. Ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe, Lokschuppen und Wasserturm ist dort kein Rahmen für die Sammlung, sondern ihr größtes Exponat.
Museumsfahrzeuge sauber dokumentieren
Nummer, Ort und Datum in Sekunden erfasst – so bleibt auch eine abgestellte Lok später auffindbar.
Warum ein Betriebswerk mehr zeigt als eine Halle
Ein Bahnbetriebswerk war der Ort, an dem Lokomotiven zwischen zwei Einsätzen behandelt wurden: Wasser fassen, Kohle nehmen, Asche ablassen, drehen, abstellen. Jeder dieser Arbeitsschritte hatte ein eigenes Bauwerk, und genau diese Bauwerke stehen in Kranichstein noch beieinander. Wer Drehscheibe, Schuppen und Wasserturm in einem Bild hat, hat den ganzen Arbeitsablauf im Bild.
Das ist auch der Grund, warum solche Anlagen selten geworden sind. Mit dem Ende der Dampftraktion verloren die Bahnbetriebswerke ihre Funktion, und die meisten wurden abgeräumt. Was heute noch existiert, existiert fast immer, weil ein Verein es übernommen hat.
Trägerform: Warum es Öffnungstage gibt und keine Öffnungszeiten
Kranichstein wird von einem eingetragenen Verein getragen. Das klingt nach einer Formalie, bestimmt aber den kompletten Besuchsalltag. Ehrenamtliche Mannschaften sind an Wochenenden verfügbar, nicht dienstags um elf. Kesselwärter, Lokführer, Werkstattleute und Aufsichten müssen für jeden Fahrtag zusammenkommen – deshalb ist ein Betriebstag ein geplantes Ereignis und kein Automatismus.
Für dich heißt das: Der Kalender ist wichtiger als die Adresse. Ein Besuch am falschen Tag zeigt dir eine ruhige Anlage mit abgestellten Fahrzeugen. Ein Besuch am Fahrtag zeigt dir dieselbe Anlage in Bewegung. Wer regelmäßig Museumsbahnen ansteuert, kennt das Muster von anderen Vereinsbetrieben wie der Nassauischen Touristenbahn oder dem Hessencourrier.
Vor der Anfahrt: drei Dinge prüfen
Erstens, ob überhaupt geöffnet ist. Zweitens, ob es ein Fahrtag oder ein reiner Museumstag ist. Drittens, ob Dampfbetrieb angekündigt ist – eine Diesellok vor dem Museumszug ist kein Fehler, aber ein anderes Motiv. Diese drei Informationen entscheiden über den Wert des Tages mehr als jede Ausrüstungsfrage.
Was du an Fahrzeugen zu sehen bekommst
Die Sammlung ist bewusst breit und nicht auf Dampf verengt. Typisch für ein deutsches Bw-Museum sind drei Gruppen.
Dampflokomotiven aus Länderbahnzeit und Einheitsbauart – schwere Güterzugmaschinen ebenso wie kleinere Personenzugloks. Wer die Bauartlogik dahinter verstehen will, findet sie an Baureihen wie der Baureihe 50 oder der Baureihe 64 gut erklärt.
Dieselfahrzeuge der Nachkriegszeit, von der Rangierlok bis zum Streckendiesel. Rangierloks der V-60-Familie sind in Museumsbeständen fast überall vertreten, weil sie robust und für Museumsbetrieb bezahlbar sind.
Triebwagen und Wagen, darunter Vertreter der Schienenbusfamilie. Der Uerdinger Schienenbus und seine antriebslosen Bei- und Steuerwagen sind bei Museumsbahnen beliebt, weil sie ohne Lok auskommen und wenig Personal binden.
Welche Maschine an deinem Besuchstag betriebsfähig ist, kann dir niemand seriös vorher sagen. Kesselfristen laufen ab, Reparaturen ziehen sich, Fahrzeuge werden verliehen. Genau deshalb lohnt es sich, Nummern zu notieren statt Namen.
| Fahrzeuggruppe | Wo du sie triffst | Typische Einschränkung | Fotografisch |
|---|---|---|---|
| Dampflokomotive | Fahrtage, Sonderfahrten | Kesselfrist, hoher Personalbedarf | bestes Motiv, plane Gegenlicht ein |
| Streckendiesel | Fahrtage, Rangierbewegungen | oft nur ein betriebsfähiges Exemplar | konstant, unspektakulär |
| Kleinlok und Rangierlok | fast immer auf dem Gelände | langsam, kurze Wege | gut für Detailaufnahmen |
| Schienenbus | Fahrtage, Nebenbahn-Sonderfahrten | begrenzte Plätze | niedrige Bauhöhe, tiefer Standpunkt hilft |
| Abgestellte Sammlung | jederzeit | nicht betriebsfähig, teils unter Plane | Dokumentation statt Bildmotiv |
Fahrtage nicht verpassen
Halte fest, was du wann gesehen hast – und sieh, was andere aus der Region melden.
Fotografieren im Bahnbetriebswerk
Ein Museumsgelände ist fotografisch das Gegenteil einer Hauptstrecke. Nichts fährt schnell, nichts kommt überraschend, und du kannst denselben Zug mehrfach anfahren. Diese Ruhe ist der eigentliche Vorteil: Du kannst dir den Standpunkt aussuchen, statt zu nehmen, was übrig ist.
Erst gehen, dann fotografieren
Lauf das freigegebene Gelände einmal komplett ab, bevor du auslöst. Drehscheibe, Schuppeneinfahrt und Ausfahrgleis liefern drei völlig verschiedene Bildsprachen.
Lichtrichtung festlegen
Ein Lokschuppen ist eine feste Kulisse mit fester Ausrichtung. Prüfe vorab, wann die Front im Licht steht – die Systematik steht in Sonnenstand planen.
Für den Schuppen umrüsten
Innen fällt die Belichtung dramatisch ab. Offene Blende, höhere ISO, ruhige Hand – oder gleich ein Motiv wählen, das die Schuppentür als Lichtquelle nutzt.
Dampfmotive planen
Abgasfahne und Dampf brauchen dunklen Hintergrund und Gegenlicht, sonst verschwinden sie. Die Details erklärt Wie fotografiert man Dampfzüge.
Anschriften mitnehmen
Ein Detailbild vom Anschriftenfeld ist in zwei Jahren mehr wert als das fünfte Dreiviertelbild. Museumsfahrzeuge wechseln Halter und Standorte häufiger, als die Sammlung vermuten lässt.
Lohnt sich dein Termin in Kranichstein?
Der Kalender wiegt am schwersten – ohne Fahrtag hilft die beste Ausrüstung wenig.
Für wen sich der Standort lohnt
Fahr hin, wenn …
- du historische Fahrzeuge in ihrer Arbeitsumgebung fotografieren willst
- dich Betriebstechnik interessiert: Drehscheibe, Wasserturm, Schuppen
- du aus dem Rhein-Main-Gebiet kommst und einen halben Tag hast
Prüfe vorher, wenn …
- du gezielt eine bestimmte Dampflok sehen willst
- dir Zugfahrten wichtiger sind als die Anlage selbst
- du auf Innenaufnahmen ohne Stativ angewiesen bist
Such dir ein anderes Ziel, wenn …
- du lange Streckenfahrten durch Landschaft suchst – dafür ist das Kuckucksbähnel passender
- du Schmalspur sehen willst; Kranichstein ist Regelspur
- du auf spontane Wochentagsbesuche angewiesen bist
Wie Kranichstein ins deutsche Museumsbahn-Netz passt
Deutschland hat zwei Grundtypen von Museumsbahn-Standorten: den Streckenbetrieb, der Fahrgäste über eine Nebenbahn bewegt, und den Standortbetrieb, der ein historisches Bahngelände bewahrt. Kranichstein gehört klar zur zweiten Gruppe – vergleichbar mit dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen oder dem Südwestfälischen Eisenbahnmuseum.
Beide Typen sind über den Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen organisiert, der gemeinsame Standards und Interessenvertretung bündelt. Wer sich ein Wochenende in Hessen zusammenstellt, kann Standort- und Streckenbetrieb gut kombinieren: erst das Bw, dann eine Fahrt beim Hessencourrier.
Museumsgelände ist kein freies Gelände
Auch auf einer Museumsanlage gelten Gleisbereiche, Drehscheibengruben und Werkstätten als Betriebsanlagen. Sie sind nur mit ausdrücklicher Begleitung zugänglich, und es bewegen sich dort Fahrzeuge ohne Signalsystem. Halte dich an die ausgeschilderten Besucherbereiche; die Grundlagen stehen in Sicherheitsabstand am Gleis.
Fazit
Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein ist kein Schaufenster, sondern ein erhaltener Arbeitsplatz. Genau das macht es für Spotter und Fotografen interessant: Fahrzeug und Umgebung passen zusammen, ohne dass jemand nachhelfen muss.
Der Preis dafür ist Planung. Ein Vereinsbetrieb fährt, wenn Menschen Zeit haben, nicht wenn Besucher kommen. Wer den Kalender liest und mit realistischen Erwartungen anreist, bekommt einen Ort, den es in dieser Vollständigkeit kaum noch gibt.
Kurzfazit
Ein Bahnbetriebswerk als Museum, getragen von einem Verein: Drehscheibe und Lokschuppen sind hier das Hauptexponat. Plane nach Fahrtag, nicht nach Öffnungszeit – und nimm Anschriftenbilder mit.
Zusammenfassung
- Kranichstein zeigt Eisenbahn nicht als Objektsammlung, sondern als Ort: ein Betriebswerk mit allen Anlagen, in dem Fahrzeuge stehen, wo sie hingehören.
- Der Verein arbeitet ehrenamtlich, deshalb bestimmt der Veranstaltungskalender, was du zu sehen bekommst – vom stillen Rundgang bis zum Dampftag.
- Für Fotografen ist der Standort attraktiv, weil Drehscheibe und Schuppen Motive erlauben, die auf keiner Strecke entstehen.
- Wer Fahrzeuge dokumentieren will, notiert Nummer und Anschriften: Museumsfahrzeuge wechseln Halter und Einsatzstellen häufiger, als man denkt.
Häufige Fragen
Ist das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein ganzjährig geöffnet?
Nein. Das Museum arbeitet mit Öffnungstagen und Veranstaltungsterminen, nicht mit durchgehenden Öffnungszeiten. Der Schwerpunkt liegt zwischen Frühjahr und Herbst, dazu kommen einzelne Termine im Winter. Weil der Betrieb ehrenamtlich läuft, ist der aktuelle Kalender auf der offiziellen Seite die einzige verlässliche Quelle – konkrete Termine hier zu nennen wäre nach einer Saison überholt.
Fahren dort wirklich Züge oder ist es eine reine Ausstellung?
Beides. Es gibt Fahrzeuge, die statisch ausgestellt sind, und an Fahrtagen einen Vorführbetrieb auf dem Gelände. Weil die Anlage Regelspur hat und ans Netz angeschlossen ist, können Fahrzeuge außerdem für Sonderfahrten hinausfahren. Wie du solche Termine findest, beschreibt der Guide zu Sonderzügen und Sonderfahrten.
Welche Lokomotiven stehen in Kranichstein?
Die Sammlung ist gemischt: Dampflokomotiven aus Länderbahn- und Einheitsbauarten, Diesellokomotiven der Nachkriegszeit, Kleinlokomotiven für den Rangierdienst sowie historische Reisezug- und Güterwagen. Welche Maschine gerade betriebsfähig ist, hängt an Kesselfristen und Werkstattkapazität. Eine feste Einsatzliste gibt es nicht, und geratene Loknummern helfen dir beim Planen nicht weiter.
Lohnt sich die Anfahrt aus Frankfurt?
Ja, die Entfernung ist gering. Aus dem Rhein-Main-Gebiet lässt sich der Besuch gut mit einem Spotting-Tag verbinden, etwa mit Frankfurt Hauptbahnhof als zweitem Ziel. Wer noch mehr Museumsbahn will, findet mit dem Frankfurter Feldbahnmuseum ein ganz anderes Format in derselben Region.
Darf ich auf dem Museumsgelände fotografieren?
Auf den freigegebenen Besucherflächen in aller Regel ja. Für die Nutzung der Bilder gelten dieselben Grundsätze wie sonst, und das Hausrecht des Vereins bestimmt, welche Bereiche zugänglich sind. Gleise, Drehscheibengrube und Werkstattbereiche sind kein Fotostandort, auch nicht kurz. Die Abstandsregeln erklärt Sicherheitsabstand am Gleis.
Was unterscheidet Kranichstein von einem klassischen Eisenbahnmuseum?
Der Ort. Ein Museum in einer Halle stellt Fahrzeuge vor einen neutralen Hintergrund; ein Bahnbetriebswerk zeigt sie in ihrer Arbeitsumgebung. Drehscheibe, Schuppen, Wasserturm und Behandlungsanlagen sind hier selbst Exponat. Vergleichbar aufgestellt sind das DGEG-Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und das Südwestfälische Eisenbahnmuseum in Siegen.
Wer betreibt das Museum – eine Firma oder ein Verein?
Ein eingetragener Verein. Das ist bei deutschen Museumsbahnen der Regelfall und hat praktische Folgen: Es wird an Wochenenden und Feiertagen gefahren, weil die Mannschaft dann Zeit hat, und Fahrzeugaufarbeitungen dauern Jahre statt Monate. Wer selbst mitmachen will, findet Einstiege im Beitrag zu Eisenbahnvereinen.
Kann ich dort Dampfloks fotografieren, wenn kein Fahrtag ist?
Statisch meistens ja, in Fahrt nein. Eine Dampflok ohne Feuer sieht auf dem Bild deutlich anders aus als eine unter Dampf: keine Abgasfahne, keine Wärme über dem Kessel, kein Bewegungsmoment. Wenn dir das Dampfmotiv wichtig ist, plane gezielt auf einen Fahrtag. Die Technik dahinter steht in Wie fotografiert man Dampfzüge.
Wie hält der Verein die Fahrzeuge betriebsfähig?
Laufende Arbeiten passieren in Eigenleistung in der eigenen Werkstatt. Schwere Kesselarbeiten an Dampflokomotiven gehen dagegen meist an spezialisierte Betriebe, in Deutschland vor allem an das Dampflokwerk Meiningen. Solche Aufenthalte dauern lange und erklären, warum eine bestimmte Lok über Jahre nicht zu sehen ist.
Gibt es in Hessen weitere Museumsbahnen mit Fahrbetrieb?
Ja. Der Hessencourrier fährt im Raum Kassel, die Nassauische Touristenbahn bedient die Aartalbahn. Etwas weiter südwestlich liegt mit dem Kuckucksbähnel eine Dampfstrecke in der Pfalz. Damit lässt sich ein Wochenende mit drei sehr unterschiedlichen Betrieben füllen.
Fahrzeuge von Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Museumseisenbahn Hanau
Im Museumszug gibt es keine Anzeige und keine App-Auskunft. Am Beispiel der Museumseisenbahn Hanau zeigt diese Seite, woher die Informationen stattdessen kommen.
MuseumHESSENCOURRIER
HESSENCOURRIER steht für historischen Reisezugverkehr in Nordhessen. Diese Seite ordnet den Betrieb ein und erklärt, wie ein Reisezug gereiht wird und warum das wichtig ist.
MuseumDampfzug-Betriebs-Gemeinschaft
Die Dampfzug-Betriebs-Gemeinschaft trägt ihr Prinzip im Namen: Mehrere Beteiligte bringen zusammen, was für einen Dampfsonderzug nötig ist.
NahverkehrHLB Hessenbahn GmbH
HLB Hessenbahn GmbH ist eine Gesellschaft aus der HLB-Familie. Der Name verweist auf Hessen und auf Eisenbahnverkehr – die Details liest du am Fahrzeug ab, nicht am Firmenschild.
Typische Fahrzeuge
Baureihe 50
Die Baureihe 50 ist die erfolgreichste deutsche Güterzug-Dampflok: über 3.000 Maschinen, fünf Kuppelachsen, niedrige Achslast. Heute fährt sie nur noch museal.
BaureiheBaureihe 64
Die Baureihe 64 ist die Einheits-Personenzug-Tenderlok der Reichsbahn: 520 Maschinen, Achsfolge 1'C1', Spitzname Bubikopf. So erkennst du sie sicher.
BaureiheBaureihe VT 98 (Uerdinger Schienenbus)
Der VT 98 ist der bekannteste deutsche Schienenbus: zweiachsig, hochbeinig, mit Bei- und Steuerwagen unterwegs. Heute fährt er fast nur noch museal – so erkennst du ihn.
BaureiheBaureihe 998
Die Baureihe 998 ist der Steuerwagen der Schienenbusfamilie: Er sieht aus wie ein Triebwagen, hat einen Führerstand – aber keinen Motor.
BaureiheBaureihe V 60 (DB 260/261/360/361/364/365)
Die V 60 ist die klassische dreiachsige Rangierlok der Bundesbahn – erkennbar an Kuppelstangen und starrem Rahmen. Ihre vielen Nummern erzählen die Umbaugeschichte.
Wo du Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Unternehmen
Frankfurter Feldbahnmuseum e.V.
Das Frankfurter Feldbahnmuseum bewahrt eine Fahrzeuggattung, die kaum jemand mehr kennt: die 600-Millimeter-Feldbahn aus Ziegeleien, Torfstichen und Baustellen. Auf dem Museumsgelände laufen diese Maschinen an Fahrtagen wieder – Dampf inklusive.
MuseumsbahnHessencourrier
Der Hessencourrier hält den Betrieb auf der ehemaligen Kleinbahn Kassel–Naumburg am Leben – normalspurig, mit Dampf und vollständig ehrenamtlich. Für Fotografen ist das eine der ruhigsten Möglichkeiten in Nordhessen, einen Dampfzug in der Landschaft zu erwischen statt im Bahnhofstrubel.
MuseumsbahnNassauische Touristenbahn e.V.
Die Nassauische Touristenbahn betreibt Museumsverkehr auf der Aartalbahn, einer der längsten erhaltenen Nebenbahntrassen Hessens. Planmäßiger Nahverkehr fährt dort seit Jahrzehnten nicht mehr – was befahrbar ist und was nicht, hat sich über die Jahre mehrfach verändert.
MuseumsbahnDGEG Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen ist in einem vollständig erhaltenen Bahnbetriebswerk untergebracht. Neben einer der größten Fahrzeugsammlungen Deutschlands bekommst du hier etwas Selteneres zu sehen: die Betriebsanlagen, die eine Dampflok überhaupt erst einsatzfähig machten.
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