Das Wichtigste in Kürze
- Die Bröltalbahn war 1862 die erste deutsche Schmalspurbahn im öffentlichen Verkehr – daraus wurde später die Rhein-Sieg-Eisenbahn.
- 785 Millimeter waren eine praktisch einmalige Spurweite in Deutschland; das Netz ist längst abgebaut.
- Heute steht RSE für Regelspur: ein Eisenbahnverkehrsunternehmen im Raum Bonn mit Museums- und Sonderverkehr.
- Im Raum Bonn gibt es mehrere ähnlich benannte Gesellschaften. Prüfe bei jeder Sichtung, welche gemeint ist.
- Sonderfahrten sind Einzeltermine. Ohne vorherige Recherche stehst du an einer Strecke, auf der nichts fährt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Woran du das Unternehmen erkennst
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Was der Name über die Jahrzehnte bedeutete
- 7.Warum 785 Millimeter ein Problem waren
- 8.Regelspurfahrzeuge mit Anschriftenfeld
- 9.So planst du eine Sonderfahrt mit
- 10.Sonderfahrten fotografieren
- 11.Passt das zu deiner Planung?
- 12.Rheinland drumherum
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Historische Wurzel | Bröltalbahn, 1862 eröffnet – erste deutsche Schmalspurbahn im öffentlichen Verkehr |
|---|---|
| Historische Spurweite | 785 mm – ein Maß, das in Deutschland praktisch nur hier verwendet wurde |
| Heutige Spurweite | Regelspur, 1435 mm – der historische Schmalspurbetrieb existiert nicht mehr |
| Rolle heute | Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Museums- und Sonderverkehr |
| Sitz und Raum | Bonn und Umgebung, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen |
| Historisches Netz | Von Beuel und Hennef ins Bröltal, weiter Richtung Waldbröl und Asbach |
| Betriebsform | Diesel im Alltag, historische Fahrzeuge bei Sonderfahrten |
| Verwechslungsgefahr | Mehrere Gesellschaften im Raum Bonn tragen ähnliche Namen |
| Offizielle Website | www.rhein-sieg-eisenbahn.de |
Geschäftsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE)?
- Der Name RSE auf Regelspurfahrzeugen – die historische Schmalspurbahn fährt nicht mehr
- Historische Dieselfahrzeuge bei Sonderfahrten, oft Triebwagen oder Streckendiesellokomotiven
- Ungewöhnliche Zugbildungen: Sonderzüge weichen in Wagenauswahl und Reihung vom Regelverkehr ab
- Fahrten außerhalb des Taktes – Sonderzüge liegen in Fahrplanlücken, nicht im Stundentakt
- Vollständige Fahrzeugnummern im Anschriftenfeld, weil es sich um Regelspurfahrzeuge handelt
- Namensähnliche Gesellschaften im Raum Bonn, die mit dem Museumsverkehr nichts zu tun haben
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Historisch eines der bedeutendsten Kapitel der deutschen Schmalspurgeschichte
- Regelspurfahrzeuge lassen sich über die Fahrzeugnummer eindeutig zuordnen
- Sonderfahrten führen auf Strecken, die sonst wenig Verkehr sehen
- Dichtes Umfeld an weiteren Museumsbetrieben im Rheinland
- Gute Erreichbarkeit über den Bahnknoten Bonn und Köln
Wo es hakt
- Kein regelmäßiger Museumsfahrplan – Sonderfahrten sind Einzeltermine
- Die historische Schmalspurbahn existiert nicht mehr, nur der Name lebt weiter
- Mehrere gleichnamige Gesellschaften im Raum Bonn führen zu Verwechslungen
- Fahrzeugeinsätze sind selten vorab verlässlich bekannt
- Zur aktuellen Flotte gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht
Aktualisiert: August 2026 – 1862 nahm im Bröltal eine Bahn den Betrieb auf, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hatte: schmalspurig, mit 785 Millimetern, und im öffentlichen Verkehr. Aus dieser Bahn wurde die Rhein-Sieg-Eisenbahn. Heute steht die Abkürzung RSE für etwas anderes – für einen Regelspurbetrieb im Raum Bonn mit Museums- und Sonderverkehr.
Sonderfahrten sauber dokumentieren
Zugnummer, Fahrzeug und Strecke in einem Eintrag – bei Einzelterminen ist das später kaum rekonstruierbar.
Was der Name über die Jahrzehnte bedeutete
Wenige Namen im deutschen Eisenbahnwesen haben so unterschiedliche Dinge bezeichnet. Wer eine Sichtung zuordnen will, muss wissen, welche Epoche gemeint ist.
| Epoche | Was der Name bezeichnete | Spurweite | Was gefahren wurde |
|---|---|---|---|
| ab 1862 | Bröltalbahn im Bröltal | 785 mm | Erz, Basalt, später auch Personen |
| ab den 1880ern | wachsendes Netz Richtung Westerwald und Oberbergisches | 785 mm | Güter- und Personenverkehr in der Fläche |
| Mitte 20. Jahrhundert | schrumpfender Restbetrieb | 785 mm | Güterverkehr bis zur Einstellung |
| heute | Regelspurbetrieb im Raum Bonn | 1435 mm | Museums-, Sonder- und Charterverkehr |
Die praktische Regel: Schmalspur mit 785 mm ist Geschichte, alles Aktuelle ist Regelspur. Wer ein Fahrzeug mit RSE-Bezug sieht, hat ein Regelspurfahrzeug vor sich – mit vollständiger Fahrzeugnummer im Anschriftenfeld.
Warum 785 Millimeter ein Problem waren
Als die Bröltalbahn gebaut wurde, gab es für Schmalspur keinen Standard. Jede Bahn wählte das Maß, das zu ihrem Zweck passte. Erst später setzten sich in Deutschland 1000, 750 und 600 Millimeter als übliche Spurweiten durch.
Für die Bröltalbahn hatte das dauerhafte Folgen. Fahrzeuge ließen sich nicht mit anderen Bahnen tauschen, Ersatzteile mussten eigens gefertigt werden, und beim Übergang auf Regelspur half kein Rollbockverkehr aus dem Nachbarnetz. Die Sonderspur, die anfangs sinnvoll erschien, wurde über Jahrzehnte zum wirtschaftlichen Nachteil.
Das ist mehr als eine historische Fußnote. Es erklärt, warum ausgerechnet die älteste deutsche Schmalspurbahn keine Museumsstrecke hinterlassen hat: Wo nach der Stilllegung weder passende Fahrzeuge noch Ersatzteile aus anderen Netzen zu bekommen waren, ließ sich auch ehrenamtlich kein Betrieb aufrechterhalten. Bahnen mit den späteren Standardspurweiten hatten es an dieser Stelle ungleich leichter – sie konnten sich aus einem gemeinsamen Fahrzeugpool bedienen, der bis heute existiert.
Der Name am Fahrzeug reicht nie
Im Raum Bonn gibt es mehrere Unternehmen mit ähnlicher Bezeichnung, von Verkehrsgesellschaften bis zu Eisenbahnbetrieben. Wer nur nach dem Schriftzug geht, sortiert Sichtungen zuverlässig falsch ein. Lies stattdessen die zwölfstellige Fahrzeugnummer im Anschriftenfeld – die ist eindeutig und überlebt jede Umfirmierung.
Regelspurfahrzeuge mit Anschriftenfeld
Weil es sich um Regelspurbetrieb handelt, bewegst du dich in vertrautem Terrain. Typisch für Museums- und Sonderverkehre dieser Art sind Streckendiesellokomotiven und historische Dieseltriebwagen. Zu den in Deutschland verbreiteten Bauarten gehören die Maschinen der V-100-Familie – etwa die Baureihe 212 und die Baureihe 211 – sowie Schienenbusse der Baureihe 798.
Zur aktuellen Zusammensetzung der Flotte gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht. Das ist bei kleinen Betrieben normal: Fahrzeuge werden angemietet, abgegeben oder stehen in Fristen. Verlass dich deshalb auf das, was am Fahrzeug steht, und nicht auf eine Liste im Netz.
Der Vorteil gegenüber Schmalspur- und Parkbahnen ist erheblich: Hier gibt es ein Anschriftenfeld. Wer die Nummer notiert, hat eine Sichtung, die auch in zehn Jahren noch nachvollziehbar ist.
Fahrzeugnummer schlägt Firmenschriftzug
Mit Traintrack hältst du beides fest und ordnest die Sichtung später sauber zu.
So planst du eine Sonderfahrt mit
Termin finden
Ohne festen Museumsfahrplan beginnt alles mit der Terminrecherche. Ankündigungen laufen über den Betreiber und über Veranstaltungsübersichten.
Laufweg klären
Sonderzüge fahren auf dem allgemeinen Netz. Wo genau der Zug entlangkommt, entscheidet über jeden Fotostandpunkt.
Zwei bis drei Standorte vorbereiten
Weil der Zug nur einmal fährt, brauchst du Alternativen für Licht, Wetter und Verspätung.
Sonnenstand prüfen
Bei einem einzigen Zuglauf gibt es keinen zweiten Versuch. Wie du das vorher durchspielst, zeigt der Guide zum Sonnenstand am Fotospot.
Nummer vor Ort notieren
Anders als bei Schmalspurbahnen kannst du hier die vollständige Fahrzeugnummer ablesen. Nutze das konsequent.
Lohnt sich das Nachsetzen?
Rechne konservativ: Parkplatzsuche und Fußweg zum Standpunkt fehlen in dieser Schätzung.
Sonderfahrten fotografieren
Museumsverkehr hat gegenüber dem Regelverkehr einen klaren Vorteil: Der Zug ist langsam und der Fahrplan vorher bekannt. Bei angekündigten Fotoveranstaltungen kommen Fotohalte dazu, bei denen der Zug an verabredeten Stellen für Aufnahmen anhält – eine Möglichkeit, die es im Planverkehr nicht gibt.
Der Nachteil eines Betriebs ohne eigene Strecke ist ebenso klar: Der Zug fährt genau einmal vorbei. Wer den Standpunkt falsch wählt, hat keinen zweiten Versuch. Deshalb lohnt sich hier die Vorbereitung mehr als bei einer Bahn mit stündlicher Wiederholung – Laufweg, Lichtrichtung und Rückfallposition sollten vor der Abfahrt feststehen.
Kommt eine Dampflok zum Einsatz, verschieben sich die Prioritäten auf Windrichtung und Auspuffschlag. Die Grundlagen dafür stehen im Beitrag Wie fotografiert man Dampfzüge.
Auf dem allgemeinen Netz gelten volle Regeln
Anders als auf einer abgeschlossenen Museumsstrecke bewegst du dich hier an Strecken mit regulärem Verkehr. Gleise und Betriebsanlagen sind tabu, und Züge kommen schneller als der Sonderzug, auf den du wartest. Die Regeln stehen im Beitrag zum Sicherheitsabstand am Gleis.
Passt das zu deiner Planung?
Ja, wenn …
- du einen konkreten Sonderfahrttermin gefunden hast
- du dich für Eisenbahngeschichte im Rheinland interessierst
- du ohnehin an linker oder rechter Rheinstrecke unterwegs bist
Vielleicht, wenn …
- der Laufweg des Zuges noch nicht feststeht
- du kein Fahrzeug angekündigt findest
- du nur wenig Zeit für Standortwechsel hast
Nein, wenn …
- du eine feste Museumsstrecke mit Fahrplan erwartest
- du die historische 785-mm-Bahn sehen willst – die gibt es nicht mehr
- du dich auf einen Firmenschriftzug statt auf die Fahrzeugnummer verlassen willst
Rheinland drumherum
Das Umfeld ist für Museumsfreunde eines der dichtesten in Deutschland. Bei Linz am Rhein fährt die Kasbachtalbahn mit Schienenbus auf einer Steilstrecke, im Brohltal verkehrt die meterspurige Brohltalbahn mit Dampf, und im Siebengebirge arbeitet die Drachenfelsbahn als Zahnradbahn.
Für Sammlungen sind das DB-Museum Koblenz und das DGEG-Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen die naheliegenden Ziele. Damit lässt sich um eine einzelne Sonderfahrt herum problemlos ein ganzes Wochenende bauen.
Fazit
Die Rhein-Sieg-Eisenbahn ist weniger ein Ausflugsziel als ein Stück Eisenbahngeschichte mit fortgeführtem Namen. Die Bahn, die 1862 als erste deutsche Schmalspurbahn öffentlichen Verkehr aufnahm, existiert nicht mehr – ihre Trassen sind Wanderwege, ihre Fahrzeuge stehen in Museen.
Was bleibt, ist ein Regelspurbetrieb, der den Namen weiterträgt, und eine Lektion, die für jede Sichtung gilt: Der Name sagt dir die Geschichte, die Fahrzeugnummer sagt dir das Fahrzeug.
Kurzfazit
Historisch bedeutend als erste deutsche Schmalspurbahn im öffentlichen Verkehr, heute ein Regelspurbetrieb mit Sonderverkehr. Ohne konkreten Fahrttermin lohnt die Anfahrt nicht – mit Termin schon.
Zusammenfassung
- Der Name Rhein-Sieg-Eisenbahn verbindet zwei sehr verschiedene Epochen: ein schmalspuriges Pioniernetz des 19. Jahrhunderts und einen heutigen Regelspurbetrieb.
- Die historische Bedeutung liegt in der Erstmaligkeit – vor der Bröltalbahn gab es in Deutschland keine öffentliche Schmalspurbahn.
- Für Spotter zählt heute vor allem der Sonder- und Museumsverkehr, dessen Termine einzeln recherchiert werden müssen.
- Weil mehrere Gesellschaften im Raum Bonn ähnlich heißen, ist die Fahrzeugnummer hier wichtiger als der Name am Fahrzeug.
Häufige Fragen
War die Bröltalbahn wirklich die erste deutsche Schmalspurbahn?
Sie gilt als die erste deutsche Schmalspurbahn im öffentlichen Verkehr, eröffnet 1862. Schmalspurige Gruben- und Werkbahnen gab es vorher schon, aber sie bedienten kein öffentliches Verkehrsbedürfnis. Der Unterschied ist wichtig: Erst mit der öffentlichen Konzession wird aus einer Werkbahn eine Eisenbahn im rechtlichen Sinn.
Warum ausgerechnet 785 Millimeter Spurweite?
Weil es zu diesem Zeitpunkt keinen etablierten Standard für Schmalspur gab. Jede frühe Bahn wählte das Maß, das zu ihrem Betriebskonzept passte. Später setzten sich in Deutschland vor allem 1000 mm, 750 mm und 600 mm durch – 785 mm blieb ein Sonderfall, was den Fahrzeugaustausch mit anderen Bahnen praktisch unmöglich machte und die Betriebskosten dauerhaft erhöhte.
Kann man die historische Strecke heute noch befahren?
Nein. Das schmalspurige Netz wurde nach der Betriebseinstellung abgebaut. Was blieb, sind Trassenreste, einzelne Bauwerke und Fahrzeuge in Museen. Wer Schmalspurbetrieb im Rheinland sehen will, ist bei der Brohltalbahn mit 1000 mm oder bei der Selfkantbahn im Westen von Nordrhein-Westfalen richtig.
Was ist die RSE heute?
Ein Regelspurbetrieb im Raum Bonn, der als Eisenbahnverkehrsunternehmen zugelassen ist und Museums- sowie Sonderverkehr durchführt. Im EVU-Verzeichnis findest du sie unter RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn. Das ist ein anderer Betriebstyp als eine klassische Museumsbahn mit eigener Strecke – hier gibt es keine feste Museumsstrecke, sondern Fahrten auf dem allgemeinen Netz.
Wie unterscheide ich die verschiedenen Bonner Gesellschaften?
Über die Fahrzeugnummer, nicht über den Namen. Im Raum Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis existieren mehrere Unternehmen mit ähnlicher Bezeichnung, darunter die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft und die Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn. Sie haben verschiedene Aufgaben und teilweise gar keinen Eisenbahnbezug im engeren Sinn.
Wann finden Sonderfahrten statt?
Als Einzeltermine, nicht nach einem festen Museumsfahrplan. Das macht die Planung aufwendiger als bei einer Bahn mit eigener Strecke: Du musst den Termin finden, bevor du die Tour planst. Wie man solche Fahrten systematisch aufspürt, steht im Guide zu Sonderzügen und Sonderfahrten.
Welche Fahrzeuge kommen zum Einsatz?
Historische Regelspurfahrzeuge, typischerweise Dieseltriebwagen und Streckendiesellokomotiven. Zu den in Deutschland verbreiteten Bauarten dieser Kategorie zählen Maschinen der V-100-Familie und Schienenbusse der Baureihe 798. Zur aktuellen Zusammensetzung der Flotte gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht, die ich hier wiedergeben würde.
Was macht diese Betriebsform besonders?
Sie ist ein Zwitter. Eine klassische Museumsbahn erhält eine Strecke und fährt darauf nach eigenem Fahrplan. Ein EVU mit Museumsverkehr besitzt keine eigene Strecke, sondern kauft Trassen im allgemeinen Netz. Das bringt Flexibilität – die Züge können weit fahren – kostet aber Planungsvorlauf und Geld. Wie diese Ebenen zusammenhängen, erklärt der Beitrag Wer fährt eigentlich?.
Was passt als Ziel in der Region dazu?
Sehr viel. Die Kasbachtalbahn bei Linz fährt Schienenbus auf einer Steilstrecke, die Drachenfelsbahn im Siebengebirge ist eine Zahnradbahn, und das DB-Museum Koblenz zeigt eine große Fahrzeugsammlung.
Lohnt sich die Region auch ohne Sonderfahrt?
Uneingeschränkt. Der Raum Bonn liegt zwischen linker und rechter Rheinstrecke – zwei der verkehrsreichsten Achsen Deutschlands. Selbst ohne Museumszug bekommst du dort dichten Güter- und Fernverkehr. Der Einstieg dazu steht im Spotter-Guide für Bonn.
Fahrzeuge von Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn
RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn trägt zwei Flussnamen im Firmennamen. Diese Seite erklärt die Namenslogik und zeigt, wie Achslast und Streckenklasse den Fahrzeugeinsatz steuern.
WeitereRhein-Sieg-Eisenbahngesellschaft mbH (RSE)
Gleich klingende Firmennamen sind in der Bahnwelt eher Regel als Ausnahme. Wie du solche Fälle sauber dokumentierst, ohne Identität oder Verschiedenheit zu unterstellen.
NahverkehrRhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG)
Tarif und Betrieb sind zwei verschiedene Dinge: Der Verbund macht den Fahrschein, das Unternehmen fährt. Warum diese Trennung fast jede Nahverkehrsfrage erklärt.
NahverkehrElektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises (SSB)
Die SSB ist ein kommunales Bahnunternehmen im Raum Bonn und Rhein-Sieg-Kreis. Ihre Fahrzeuge laufen nach BOStrab – und tragen deshalb betriebliche Wagennummern statt zwölfstelliger UIC-Nummern.
Typische Fahrzeuge
Baureihe 212 (V100)
Die Baureihe 212 ist die stärkere westdeutsche V 100, bis 1968 als V 100.20 geführt. So erkennst du sie und trennst sie von ihren Schwesterbaureihen.
BaureiheBaureihe 211 (V100)
Die Baureihe 211 ist die leichtere Ausführung der westdeutschen V 100, bis 1968 als V 100.10 geführt. So erkennst du sie und ordnest sie richtig ein.
BaureiheBaureihe 798
Die Baureihe 798 ist der bekannteste Uerdinger Schienenbus: zweiachsig, kurz, oft in Garnitur mit Beiwagen 996 und Steuerwagen 998 unterwegs.
BaureiheBaureihe VT 98 (Uerdinger Schienenbus)
Der VT 98 ist der bekannteste deutsche Schienenbus: zweiachsig, hochbeinig, mit Bei- und Steuerwagen unterwegs. Heute fährt er fast nur noch museal – so erkennst du ihn.
Wo du Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Köln Hauptbahnhof
Kaum ein Bahnhof in Europa bündelt so viel Verkehr auf so wenig Fläche: Über 1.200 Zugfahrten täglich, elf Bahnsteiggleise und direkt dahinter die Hohenzollernbrücke. Wer Köln Hbf richtig angeht, hat in zwei Stunden mehr im Kasten als anderswo an einem ganzen Tag.
FotostelleHohenzollernbrücke Köln
Die Hohenzollernbrücke ist die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas – und einer der wenigen Spitzenspots, die nichts kosten und rund um die Uhr offen sind. Auf beiden Seiten läuft ein öffentlicher Fußweg direkt neben den Gleisen, im Hintergrund steht der Dom.
FotostelleMittelrheintal bei Boppard
Im Mittelrheintal laufen zwei Bahnstrecken parallel durch eine Welterbelandschaft – und über beide rollt der Güterverkehr des Korridors Rotterdam–Genua. Boppard liegt an der größten Rheinschleife der Strecke, mit Weinbergen als natürlichen Aussichtspunkten über den Gleisen.
Weitere Unternehmen
Kasbachtalbahn
Die Kasbachtalbahn klettert von Linz am Rhein in engen Bögen ins Kasbachtal hinauf – so steil, dass Fahrzeuge und Personal eine besondere Zulassung brauchen. Gefahren wird überwiegend mit Uerdinger Schienenbussen, die genau für solche Nebenbahnen gebaut wurden.
MuseumsbahnBrohltal-Eisenbahn (Vulkan-Expreß)
Die Brohltal-Eisenbahn ist eine der wenigen Meterspurbahnen westlich des Rheins, die noch täglich Fahrgäste bergauf bringt. Vom Rheinufer in Brohl-Lützing klettert der Vulkan-Expreß in die Osteifel – mit Dieseltriebfahrzeugen im Regelbetrieb und einer Mallet-Dampflok an ausgewählten Tagen.
MuseumsbahnDrachenfelsbahn
Die Drachenfelsbahn fährt seit 1883 von Königswinter auf den Drachenfels – auf Meterspur, mit Zahnstange und heute elektrisch. Sie ist keine Saisonattraktion, sondern ein ganzjährig betriebener Bergbahnbetrieb mit einer Technik, die im deutschen Vollbahnnetz praktisch ausgestorben ist.
MuseumsbahnDB-Museum Koblenz
Das DB-Museum Koblenz ist keine Museumsbahn, sondern ein Fahrzeugdepot in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk. Der Standort in Koblenz-Lützel gehört als Außenstelle zum DB Museum und zeigt vor allem das, wofür er gebaut wurde: Maschinen aus der Zeit der großen Elektrifizierung.
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