Train touristique d'Abreschviller

Die Waldbahn von Abreschviller fährt in 700 Millimetern – einer Spurweite, die man selten trifft. Von der Holzbahn im Vogesenwald ist eine Touristikbahn geworden, die mit offenen Wagen durch ein enges Tal fährt. Für Fotografen ist der Wald Segen und Problem zugleich.

Auch bekannt als: Waldbahn Abreschviller · Chemin de fer forestier d'Abreschviller · Abreschviller–Grand Soldat

FrankreichFrankreichMuseums- & Traditionsbahnen8 Min. Lesezeit

700 mm

seltene Spurweite

Abreschviller

Ausgangsbahnhof

Grand Soldat

Streckenende im Wald

Waldbahn

ursprünglicher Zweck

Das Wichtigste in Kürze

  • 700 mm sind die Besonderheit. Diese Spurweite ist in Europa im Fahrbetrieb ausgesprochen selten.
  • Waldbahn, nicht Nebenbahn – die Strecke wurde für Holz gebaut, nicht für Reisende.
  • Der Wald bestimmt die Fotografie: wenig Licht, kaum Standorte außerhalb des Zuges.
  • Frühe Umstellung auf Tourismus in den 1960er Jahren rettete die Trasse vor dem Abbau.
  • Kurze Strecke, dichte Saison – im Sommer gibt es mehr Betriebstage als bei den meisten Vereinsbahnen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Warum ausgerechnet 700 Millimeter
  8. 8.Von der Holzbahn zur Touristikbahn
  9. 9.Strecke, Saison und Planung
  10. 10.Kleine Loks für eine schmale Spur
  11. 11.Fotografieren im Wald
  12. 12.Trägerform und Ehrenamt
  13. 13.Fazit
  14. 14.Häufige Fragen

Steckbrief

TrägerformVereinsnahe Trägerstruktur mit ehrenamtlicher Beteiligung
Spurweite700 mm – eine seltene Zwischengröße zwischen Feld- und Schmalspur
StreckeAbreschviller – Grand Soldat im Vogesenwald
RegionDépartement Moselle, Nordvogesen im Grenzraum Lothringen–Elsass
UrsprungWaldbahn für den Holztransport aus den Vogesenwäldern
BetriebsformDampf und Diesel im Wechsel, überwiegend offene Wagen
StreckencharakterEnges Waldtal mit mäßiger Steigung, weitgehend beschattet
SaisonFrühjahr bis Herbst, im Sommer täglicher Betrieb möglich
Offizielle Websitewww.train-abreschviller.fr

Geschäftsfelder

Touristikverkehr – Saisonfahrten auf der ehemaligen Waldbahntrasse
Fahrzeugerhaltung – Betrieb und Unterhalt von Schmalspur-Dampf- und Diesellokomotiven
Trassenpflege – Gleis- und Bewuchsunterhalt in einem Waldgebiet
Waldbahngeschichte – Vermittlung der Rolle der Bahn für die Holzwirtschaft der Vogesen
Regionaltourismus – Verknüpfung mit Wandergebiet und Ausflugszielen im Tal

Struktur & Marken

Waldbahnausstellung Abreschviller – Fahrzeuge und Gerät am Ausgangsbahnhof

Geschichte im Zeitraffer

Ende 19. JahrhundertIm Wald von Abreschviller entsteht eine Schmalspurbahn, um Holz aus den Vogesentälern zu den Sägewerken zu bringen. Die Region gehört damals zum deutschen Reichsland Elsass-Lothringen.
1918Nach dem Ersten Weltkrieg wird die Region französisch. Die Waldbahn arbeitet weiter, das Verkehrsmittel bleibt zunächst konkurrenzlos.
Mitte 20. JahrhundertLastwagen übernehmen den Holztransport. Die Waldbahn verliert ihre wirtschaftliche Grundlage, wie fast alle Bahnen dieser Art.
1960erStatt Abbau folgt die Umstellung auf Touristikverkehr – ein früher Fall dieser Art in Frankreich.
HeuteSaisonaler Fahrbetrieb zwischen Abreschviller und Grand Soldat mit Dampf und Diesel, offenen Wagen und ehrenamtlicher Unterstützung.

Woran du Train touristique d'Abreschviller erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Train touristique d'Abreschviller?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • 700 mm Spurweite – schmaler als 750 mm, breiter als Feldbahn; eine Zwischengröße, die kaum vorkommt
  • Offene Wagen – niedrige Aufbauten ohne Fenster, auf Waldbahnen der Normalfall
  • Waldkulisse – die Strecke verläuft fast durchgehend im Bestand, kaum offene Flächen
  • Kleine Lokomotiven – Schmalspurmaschinen mit niedrigem Kessel, keine Streckenloks
  • Sägewerksbezug – die Strecke endet dort, wo das Holz einst gerückt wurde
  • Kurze Fahrzeit – ein Umlauf passt bequem in einen Vormittag

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Eine der seltensten Spurweiten Europas im laufenden Betrieb
  • Der Waldbahn-Charakter ist erhalten geblieben und nicht wegsaniert worden
  • Im Sommer vergleichsweise viele Betriebstage – besser planbar als reine Wochenendbahnen
  • Offene Wagen erlauben Aufnahmen aus dem fahrenden Zug
  • Gute Kombination mit den elsässischen Museumsbahnen an einem Wochenende

Wo es hakt

  • Der Wald schluckt Licht – Aufnahmen sind technisch anspruchsvoller als im Freien
  • Kaum offene Standorte außerhalb des Zuges, die Strecke ist schwer einsehbar
  • Die Strecke ist kurz und füllt allein keinen ganzen Tag
  • Öffentliche Anreise in das Tal ist umständlich
  • Zur Trägerkonstruktion und zum Fahrzeugbestand gibt es kaum belastbare öffentliche Angaben

Aktualisiert: August 2026 – Spurweiten sind für Außenstehende eine Fußnote und für Bahnfans ein Merkmal. Der Train touristique d’Abreschviller fährt in 700 Millimetern – einer Größe, die man in Europa im laufenden Betrieb an einer Hand abzählen kann. Dahinter steckt keine Marotte, sondern die Geschichte einer Waldbahn, die nie nach einer Norm gebaut wurde.

Seltene Spurweiten sammeln

600, 700, 750, 760, 1000 mm – halte fest, welche du schon im Betrieb erlebt hast.

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Warum ausgerechnet 700 Millimeter

Waldbahnen mussten keine Norm einhalten. Sie waren Privat- oder Werksbahnen ohne Anschluss ans öffentliche Netz, gebaut nach dem, was Lieferanten von Gleismaterial und Lokomotiven gerade anboten. Deshalb existieren in Europa Waldbahnen in 600, 700, 750, 760, 800 und 900 Millimetern – jede Größe eine eigene, geschlossene Welt.

Für den heutigen Betrieb ist das ein handfestes Problem. Bei 600 oder 750 mm findet ein Verein noch Ersatzfahrzeuge und Gleisjoche auf dem Gebrauchtmarkt. Bei 700 mm gibt es diesen Markt praktisch nicht. Alles, was gebraucht wird, muss angepasst oder neu gefertigt werden. Das erklärt, warum solche Betriebe technisch konservativ arbeiten und Fahrzeuge über Jahrzehnte im Bestand halten.

700 mmSpurweite – im Betrieb europaweit selten
AbreschvillerAusgangsbahnhof im Vogesenwald
1960erUmstellung von Holz- auf Touristikverkehr
WaldStreckenumfeld auf fast ganzer Länge

Von der Holzbahn zur Touristikbahn

Die Vogesen sind Forstland. Vor dem Lastwagen gab es keine Möglichkeit, Stammholz aus engen Tälern zu den Sägewerken zu bringen, außer über die Schiene. Genau dafür entstand die Bahn im Wald von Abreschviller, damals im deutschen Reichsland Elsass-Lothringen.

Als der Lkw die Aufgabe übernahm, verschwanden fast alle Waldbahnen dieser Art. Hier passierte etwas anderes: Statt Abbau folgte in den 1960er Jahren die Umstellung auf Touristikverkehr – für Frankreich ein früher Fall. Das ist der Grund, warum die Bahn heute noch als Waldbahn erkennbar ist und nicht museal überformt wurde. Mit dem Netz von SNCF hatte sie dabei nie etwas zu tun: Waldbahnen waren Werksbahnen ohne Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Die überregionale Anreise läuft heute über Knoten wie Strasbourg Gare Centrale.

Betrieb Spurweite Ursprünglicher Zweck Heute
Abreschviller 700 mm Holztransport in den Vogesen Touristikverkehr im Waldtal
Waldeisenbahn Muskau 600 mm Wald- und Industriebahn in der Lausitz Museumsverkehr mit Dampf
Frankfurter Feldbahnmuseum 600 mm Industrie- und Militärfeldbahn Museum mit Fahrtagen
APPEVA, Haute Somme 600 mm Militärfeldbahn, später Landwirtschaft Museums- und Sammlungsbetrieb

Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich diese Betriebe heute aufgestellt sind, obwohl sie technisch verwandt sind. Abreschviller ist dabei der einzige, der seine ursprüngliche Trasse im Wald durchgehend behalten hat.

Offene Wagen sind ein Vorteil, kein Kompromiss

Waldbahnwagen haben keine Fenster – und damit keine Scheiben, durch die du fotografieren müsstest. Aus einem offenen Wagen bekommst du Aufnahmen der eigenen Zuggarnitur in der Kurve, die aus einem geschlossenen Wagen unmöglich sind. Setz dich nach außen und in Kurvenrichtung.

Strecke, Saison und Planung

Die Strecke führt von Abreschviller taleinwärts nach Grand Soldat. Sie steigt leicht an, folgt dem Talgrund und verläuft fast durchgehend im Wald. Für die Bildwirkung ist das entscheidend: Es gibt kaum offene Flächen, aus denen sich der Zug frei aufnehmen ließe.

Im Sommer ist der Betrieb dichter als bei den meisten Vereinsbahnen – in der Hochsaison sind tägliche Fahrten möglich. Genaue Zeiten nennen wir bewusst nicht, weil sie jede Saison neu festgelegt werden.

Termin in die Hochsaison legen

Hier zahlt sich ein Sommertermin aus: mehr Umläufe, mehr Chancen auf Dampf und weniger Risiko eines Leerlaufs.

Ersten Umlauf im offenen Wagen fahren

Aus dem Zug bekommst du Motive, die von außen im Wald gar nicht möglich sind – und du siehst, wo Wege ans Gleis führen.

Lichtflecken suchen, nicht meiden

Im geschlossenen Bestand ist die eine Stelle, an der Sonne durchs Kronendach fällt, wertvoller als jede Kurve.

Kamera auf hohe ISO vorbereiten

Stell den Automatikbereich vorher großzügig ein. Wer im Wald mit ISO-Limit unterwegs ist, verwackelt statt zu rauschen.

Bahnhof und Fahrzeuge am Ende

Am Ausgangsbahnhof stehen Fahrzeuge und Gerät. Dort ist das Licht besser als auf der Strecke – nutze das für Detailaufnahmen.

Wie viel ISO brauchst du unter dem Kronendach?

Im Wald ist Licht der begrenzende Faktor. Der Rechner gibt dir eine Hausnummer, bevor du vor Ort improvisierst.

Richtwert für die Vorbereitung – die Belichtungsmessung vor Ort schlägt jede Formel.

Kleine Loks für eine schmale Spur

Eingesetzt werden Schmalspurlokomotiven im Waldbahnformat: kleine Dampfmaschinen mit niedrigem Kessel sowie Diesellokomotiven, wie sie in Forst- und Industriebetrieben üblich waren. Die Wagen sind offen oder halboffen – auf Waldbahnen der Normalfall, weil geschlossene Aufbauten das schmale Fahrzeug kopflastig machen.

Einzelne Betriebsnummern nennen wir bewusst nicht. Bei einer Spurweite, für die es keinen Ersatzteilmarkt gibt, hängt der einsatzfähige Bestand stark von der Werkstattlage ab. Schwere Kesselarbeiten geben europäische Betriebe an spezialisierte Werke ab; die bekannteste Adresse im deutschsprachigen Raum ist das Dampflokwerk Meiningen.

Lothringen und Elsass an einem Wochenende

Drei Spurweiten, zwei Betriebsformen – mit Traintrack behältst du den Überblick.

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Fotografieren im Wald

Funktioniert

  • Aufnahmen aus dem offenen Wagen in Kurvenrichtung
  • Detailmotive am Ausgangsbahnhof, wo mehr Licht ankommt
  • bewusst hohe ISO statt zu langer Verschlusszeit

Vorher klären

  • welche Waldwege parallel zur Strecke öffentlich zugänglich sind
  • ob an deinem Termin Dampf oder Diesel eingesetzt wird
  • ob es Sonderfahrten mit Fotohalt gibt

Nicht machen

  • die Trasse als Wanderweg benutzen
  • Blitz einsetzen – im Wald bringt er nichts und stört Fahrgäste
  • Personal beim Anheizen oder Rangieren ansprechen

Die entscheidende Umstellung gegenüber offenen Strecken: Du arbeitest hier nicht mit Standort und Bildwinkel, sondern mit Licht. Wer die Sonnenrichtung vorab durchspielt, findet die zwei oder drei Stellen, an denen sie überhaupt bis auf das Gleis kommt – der Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen zeigt die Methode. Alles andere ist Streulicht.

Im Wald hörst du den Zug später

Dichter Bestand dämpft Geräusche stark. Ein Schmalspurzug mit Dieselvorspann ist auf zwanzig Meter kaum zu hören, und die Trasse ist schmal. Bleib auf Wegen und geh nicht davon aus, dass du rechtzeitig gewarnt wirst. Das gilt auch außerhalb der Fahrzeiten, weil Bau- und Rangierfahrten unangekündigt stattfinden.

Trägerform und Ehrenamt

Wie bei fast allen Betrieben dieser Größe steht hinter dem Fahrbetrieb eine vereinsnahe Struktur mit ehrenamtlicher Beteiligung. Zur genauen aktuellen Rechtsform gibt es keine belastbare öffentliche Darstellung, deshalb nennen wir hier keine – eine geratene Angabe wäre schlechter als eine ehrliche Lücke.

Klar ist die praktische Seite: Lokdienst, Werkstatt und Trassenpflege in einem Waldgebiet sind Arbeit, die niemand nebenbei erledigt. Wie der Einstieg in solche Betriebe typischerweise abläuft, beschreibt Eisenbahnvereine.

Fazit

Abreschviller ist kein Ziel für Kilometersammler. Die Strecke ist kurz, das Licht schwierig, und von außen bekommt man sie kaum zu sehen. Wer aber Schmalspurtechnik mag, findet hier etwas, das es sonst fast nirgends mehr gibt: eine Waldbahn, die noch wie eine Waldbahn aussieht – inklusive einer Spurweite, die es außer hier kaum irgendwo im Betrieb gibt.

Plane die Bahn als halben Tag in einer größeren Runde durch Lothringen und das Elsass. Mit dem Train Touristique Thur Doller und der Cité du Train hast du dann an einem Wochenende drei Spurweiten und zwei Betriebsformen gesehen.

Kurzfazit

700-mm-Waldbahn im Vogesenwald, seit den 1960er Jahren touristisch. Kurz und dunkel – dafür eine Spurweite und ein Streckencharakter, die im Betrieb praktisch einmalig sind.

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Ungewöhnliche Spurweiten und kleine Betriebe tauchen in keiner Datenbank auf – deine Notizen sind die Quelle.

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Zusammenfassung

  • Abreschviller zeigt, wie eine Waldbahn aussieht, wenn sie nicht museal überformt wurde.
  • Die Spurweite von 700 mm macht den Betrieb zum Sonderfall, auch technisch – Ersatzteile lassen sich kaum irgendwo zukaufen.
  • Fotografisch ist der Wald das eigentliche Thema: Er liefert die Stimmung und nimmt gleichzeitig das Licht.
  • Als Baustein einer Tour durch Lothringen und das Elsass ist die Bahn ideal, als alleiniges Tagesziel zu kurz.

Häufige Fragen

Warum hat die Bahn ausgerechnet 700 mm Spurweite?

Weil Waldbahnen keiner Norm folgen mussten. Sie waren Privat- und Werksbahnen, gebaut nach dem, was der Lieferant von Gleisen und Fahrzeugen anbot. Deshalb existieren in Europa Waldbahnen in 600, 700, 750, 760, 800 und 900 mm. 700 mm ist dabei eine der seltensten Größen und macht den Betrieb bei Ersatzteilen zum Einzelfall.

Wohin fährt der Zug?

Von Abreschviller in den Vogesenwald bis nach Grand Soldat. Die Strecke folgt dem Talverlauf, steigt dabei leicht an und verläuft fast durchgehend im Wald. Eine Fahrt dauert deutlich weniger als eine Stunde; ein Umlauf mit Aufenthalt passt in einen halben Vormittag.

Fährt hier Dampf?

Dampf und Diesel im Wechsel. Welche Traktion an deinem Termin eingesetzt wird, hängt von Fahrtag, Andrang und Fahrzeugverfügbarkeit ab. Wer gezielt Dampf will, klärt das vorab – die Aufnahmetechnik dafür steht in Dampfzüge fotografieren. Im dunklen Wald ist die Dampfwolke übrigens schwerer freizustellen als auf offener Strecke.

Wie war die Bahn ursprünglich genutzt?

Als Waldbahn für den Holztransport. Die Vogesen waren und sind Forstgebiet, und vor dem Lastwagen war die Schmalspurbahn das einzige Mittel, um Stammholz aus den Tälern zu den Sägewerken zu bringen. Als der Lkw diese Aufgabe übernahm, verschwanden die meisten dieser Bahnen. Hier folgte stattdessen die Umstellung auf Touristikverkehr.

Wie ist der Betrieb organisiert?

Über eine vereinsnahe Trägerstruktur mit ehrenamtlicher Beteiligung. Zur genauen aktuellen Rechtsform gibt es keine belastbare, dauerhaft gültige öffentliche Darstellung, deshalb nennen wir hier keine. Sicher ist: Es handelt sich nicht um ein Verkehrsunternehmen im Sinne des Regelbetriebs, sondern um einen touristischen Saisonbetrieb auf eigener Trasse.

Wie viele Betriebstage gibt es?

Im Sommer deutlich mehr als bei den meisten Vereinsbahnen – hier ist in der Hochsaison täglicher Betrieb möglich. Konkrete Zeiten nennen wir bewusst nicht, weil sie jede Saison neu festgelegt werden. Als Planungsregel gilt: Je näher an den Sommerferien, desto wahrscheinlicher ein Fahrtag.

Was macht die Fotografie hier schwierig?

Das Licht. Die Strecke verläuft im Wald, und ein geschlossener Bestand schluckt mehrere Blendenstufen. Dazu kommt hoher Kontrast, wenn einzelne Sonnenflecken durch das Kronendach fallen. Praktisch heißt das: hohe ISO-Werte akzeptieren und später gezielt entrauschen – wie das geht, steht in Bildrauschen entfernen.

Kann ich an der Strecke entlanggehen?

Nur auf ausgewiesenen Wald- und Wanderwegen. Die Trasse selbst ist Betriebsgelände, auch wenn sie mitten im Wald liegt und harmlos aussieht. Schmalspurzüge sind leise, und im dichten Bestand hörst du sie später als auf freier Strecke. Die Regeln fasst Sicherheitsabstand am Gleis zusammen.

Womit lässt sich der Besuch kombinieren?

Mit den Betrieben im Elsass. Der Train Touristique Thur Doller und der Chemin de Fer Touristique du Rhin fahren beide in Regelspur, die Cité du Train in Mulhouse ergänzt die Museumsseite. Damit hast du an einem Wochenende drei Spurweiten und zwei Betriebsformen.

Gibt es vergleichbare Waldbahnen?

In Deutschland ist die Waldeisenbahn Muskau der bekannteste Fall, dort allerdings in 600 mm. Wer Feldbahntechnik allgemein sucht, findet sie beim Frankfurter Feldbahnmuseum. In Frankreich ist die APPEVA im Somme-Tal der nächste Verwandte.

Fahrzeuge von Train touristique d'Abreschviller dokumentieren

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

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