Das Wichtigste in Kürze
- Die Flåmsbana überwindet rund 866 Höhenmeter auf gut 20 Kilometern – mit Neigungen bis 55 Promille im reinen Adhäsionsbetrieb.
- Sie ist keine Schmalspurbahn. Die Strecke ist normalspurig – ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält.
- Myrdal ist der bessere Spotter-Standort: Dort trifft die Steilstrecke auf die Bergensbanen, und es ist deutlich ruhiger als in Flåm.
- Der Tourismus bestimmt den Tagesablauf. Früher Vormittag und später Nachmittag sind die einzigen wirklich ruhigen Fenster.
- Kombiniere mit Finse – beide liegen an derselben Hauptbahn und lassen sich in einer Reise verbinden.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Warum diese Strecke technisch außergewöhnlich ist
- 7.Das Problem heißt Andrang, nicht Fahrplan
- 8.Mitfahren oder danebenstehen?
- 9.So machst du aus einer Touristenbahn eine Session
- 10.Sicherheit im engen Tal
- 11.Für wen sich die Flåmsbana lohnt
- 12.Fazit
- 13.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt60.73400, 7.12400 · Myrdal, Vestland
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Werktag realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Offizieller Name | Flåmsbana, Zweigstrecke der Bergensbanen ab Myrdal |
|---|---|
| Spot-Typ | Steilstrecke mit Anschluss an eine Hauptbahn, stark touristisch geprägt |
| Streckenlänge | Rund 20 Kilometer zwischen Myrdal und Flåm |
| Höhenunterschied | Von rund 866 Metern in Myrdal bis auf Meereshöhe in Flåm |
| Neigung | Bis zu 55 Promille auf einem Großteil der Strecke – reiner Adhäsionsbetrieb ohne Zahnstange |
| Besonderheit | Zwanzig Tunnel, der überwiegende Teil davon in Handarbeit aufgefahren |
| Zugang | Myrdal nur mit der Bahn erreichbar; Flåm zusätzlich über Straße und Fjord |
| Typische Aufenthaltsdauer | Ein voller Tag, wenn du beide Endpunkte und Zwischenstandorte mitnehmen willst |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände. Gleise, Rangierbereiche und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Bahnhof Myrdal, oberer Endpunkt
Der eigentliche Spotter-Standpunkt der Strecke. Hier treffen Hauptbahn und Steilstrecke aufeinander, es wird umgestiegen und rangiert, und du siehst beide Verkehrsarten in kurzer Folge. Myrdal ist nur mit der Bahn erreichbar – entsprechend ruhig ist es zwischen den Anschlüssen.
Kehren des alten Bauwegs oberhalb der Strecke
Vom Bahnhof führt ein historischer Bauweg in engen Kehren ins Tal. Von dort blickst du von oben auf die Trasse und siehst, wie die Bahn den Höhenunterschied bewältigt – das aussagekräftigste Motiv der ganzen Strecke. Im Sommer stark von Radfahrern genutzt.
Fahrplanhalt am Wasserfall
Auf halber Strecke halten die Züge planmäßig an einem Wasserfall, und die Reisenden steigen für einige Minuten aus. Der Ort ist ausschließlich mit dem Zug erreichbar. Rechne mit sehr vielen Menschen im Bild und mit Sprühnebel auf der Frontlinse.
Talweg im Flåmsdalen
Zwischen den Höfen im Tal verlaufen öffentliche Wege in Sichtweite der Strecke. Hier bekommst du den Zug vor Fels, Wasser und Weideland – ruhiger als an den Endpunkten und mit deutlich mehr Gestaltungsspielraum beim Bildaufbau.
Bahnhof Flåm am Fjord
Der untere Endpunkt direkt am Wasser. Hier stehen die Garnituren zwischen den Umläufen, es wird umgesetzt und bereitgestellt – gut für Detailaufnahmen und Fahrzeugnummern. Bei Anlauf großer Schiffe ist der Ort allerdings extrem voll.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Flåmsbana ab Myrdal
- Eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt – bis zu 55 Promille ohne Zahnstange
- 866 Meter Höhenunterschied auf gut zwanzig Kilometern
- Anschluss an die Bergensbanen in Myrdal, mit Umstieg und Rangierbetrieb
- Zwanzig Tunnel, der überwiegende Teil in Handarbeit aufgefahren
- Fahrplanhalt am Wasserfall als planmäßiger Fotostopp
- Historische Ellokomotiven vor Zügen im klassischen Erscheinungsbild
- Alter Bauweg mit Kehren als bester Blickpunkt auf die Trasse
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Landschaftlich und betrieblich eine der außergewöhnlichsten Strecken Europas
- Im Sommer regelmäßiger Umlauf – für eine Gebirgsstrecke erstaunlich planbar
- Myrdal und Flåm bieten zwei völlig unterschiedliche Standortcharaktere
- Der alte Bauweg erschließt kostenlos hervorragende Blickpunkte
- Auch bei mäßigem Wetter fotogen, weil Fels und Wasser das Bild tragen
Dagegen spricht
- Sehr stark touristisch – zu Spitzenzeiten stehst du zwischen hunderten Reisenden
- Praktisch keine Fahrzeugvielfalt, immer dieselben Garnituren
- Myrdal ist nur mit der Bahn erreichbar, was die Planung stark einschränkt
- Im Winter dünner Fahrplan und kaum begehbare Wege im Tal
- Enge Talsituation: an vielen Stellen fehlt schlicht der Abstand zum Motiv
Aktualisiert: August 2026 – Zwischen dem Hochgebirgsbahnhof Myrdal und dem Fjordufer in Flåm liegen rund 866 Höhenmeter und gut zwanzig Kilometer Strecke. Die Flåmsbana bewältigt diesen Unterschied mit Neigungen bis 55 Promille – im reinen Adhäsionsbetrieb, ohne Zahnstange, mit normaler Spurweite. Das ist der eigentliche Grund, warum diese Bahn technisch bemerkenswert ist.
Der zweite Grund, warum sie bekannt ist, macht sie für Spotter schwierig: Sie gehört zu den meistbesuchten Attraktionen Norwegens. Diese Seite zeigt dir, wie du sie trotzdem sinnvoll angehst.
Steilstreckenbetrieb sauber dokumentieren
Lok, Zuglauf und Standpunkt sofort erfassen – kostenlos mit Traintrack, auch ohne Empfang im Flåmsdalen.
Warum diese Strecke technisch außergewöhnlich ist
Eine normale Hauptbahn bleibt in der Regel deutlich unter 15 Promille Neigung. Die Flåmsbana fährt über weite Abschnitte mit dem Drei- bis Vierfachen davon. Möglich wird das durch eine Trassenführung, die sich in Kehren und Tunneln an die Talwand legt – zwanzig Tunnel auf zwanzig Kilometern, der überwiegende Teil davon in Handarbeit aufgefahren.
Für den Betrieb bedeutet das vor allem eines: Bremsen. Die Züge sind mit mehreren voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgerüstet, weil eine Talfahrt über diese Neigung keine Fehler verzeiht. Wer der Strecke zusieht, sieht keine Geschwindigkeit, sondern Kontrolle. Damit gehört die Flåmsbana in dieselbe Kategorie wie andere Sonderbahnen mit außergewöhnlicher Technik – eine Übersicht dazu gibt der Beitrag Schwebebahn und Sonderbahnen spotten.
Wie steil ist ein Streckenabschnitt wirklich?
Der Wert für die Gesamtstrecke liegt unter dem Maximum, weil einzelne Abschnitte deutlich flacher verlaufen als die Steilrampen.
Das Problem heißt Andrang, nicht Fahrplan
Anders als an den anderen Gebirgsspots dieser Datenbank ist hier nicht die Zugdichte das Hindernis. Im Sommer verkehrt die Bahn regelmäßig und gut planbar. Die Anschlusszüge nach Myrdal fährt Vy auf der Bergensbanen. Das Problem sind die Menschen: An Tagen mit Schiffsanläufen in Flåm stehst du zwischen hunderten Reisenden, und am Wasserfallhalt ist an ein freies Bild nicht zu denken.
Steuere über die Tageszeit, nicht über den Standpunkt
Der erste und der letzte Umlauf des Tages sind spürbar leerer als alles dazwischen. Wer die Strecke ohne Menschenmassen dokumentieren will, richtet den ganzen Tag danach aus – jeder andere Trick scheitert. Und plane die Sitzplatzwahl bewusst, wenn du mitfährst: Hinweise dazu im Beitrag Sitzplatz und Fenster für Fotos.
Mitfahren oder danebenstehen?
| Vorgehen | Aufwand | Was du bekommst | Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Komplette Talfahrt mitfahren | eine Fahrtdauer plus Ticket | Streckenverständnis, Wasserfallhalt, Tunnelabschnitte | kaum brauchbare Zugbilder |
| Standpunkt in Myrdal halten | halber Tag | Umstieg, Rangierbetrieb, beide Verkehrsarten | begrenzte Motivauswahl |
| Bauweg oberhalb der Strecke | mehrere Stunden zu Fuß | die aussagekräftigsten Bilder der Trasse | nur im Sommerhalbjahr begehbar |
| Talweg im Flåmsdalen | halber bis ganzer Tag | Zug vor Fels, Wasser und Weideland | lange Wege, wenig Ausweichmöglichkeit |
| Bahnhof Flåm | ein bis zwei Stunden | Details, Fahrzeugnummern, Bereitstellung | bei Schiffsanläufen extrem voll |
Der beste Tag kombiniert zwei dieser Zeilen: einmal mitfahren, danach draußen arbeiten. Welche Brennweite du in der engen Talsituation tatsächlich brauchst, ordnet der Beitrag welche Brennweite für Zugfotografie ein – die Antwort fällt hier anders aus als an einem offenen Bahnhof.
Behalte den Überblick über die Umläufe
Welche Garnitur wann unterwegs war, mit Uhrzeit und Standpunkt – sauber erfasst statt abends rekonstruiert.
So machst du aus einer Touristenbahn eine Session
Über Myrdal anreisen, nicht über Flåm
Von oben zu beginnen bedeutet, den ruhigsten Punkt der Strecke zuerst zu haben – und den Anschluss an die Bergensbanen mitzunehmen.
Erste Stunde für den Umstieg nutzen
In Myrdal treffen Hauptbahn und Steilstrecke aufeinander. Das ist der einzige Ort, an dem du hier Fahrzeugvielfalt bekommst.
Auf den Bauweg wechseln
Die Kehren oberhalb der Trasse liefern die Bilder, für die man kommt. Rechne mit einem längeren Fußweg und mit Radverkehr.
Eine Talfahrt bewusst mitmachen
Nicht wegen der Bilder, sondern um die Strecke zu verstehen. Danach weißt du, wo sich ein Standpunkt lohnt.
Abschluss in Flåm nach dem Andrang
Am späten Nachmittag wird es am Fjord ruhiger. Dann sind Detailaufnahmen und Fahrzeugnummern realistisch.
Bist du auf eine Touristenbahn eingestellt?
- Anreise über Myrdal statt über Flåm geplant
- Erste oder letzte Umläufe des Tages ausgewählt
- Ticket für die Talfahrt vorab gesichert
- Weitwinkel für die enge Talsituation eingepackt
- Wetterfeste Kleidung für den Bauweg dabei
- Traintrack App installiert und eingeloggt
- Rückverbindung auf der Bergensbanen notiert
Sicherheit im engen Tal
Wenig Platz zwischen Fels und Gleis
Im Flåmsdalen führt die Strecke stellenweise unmittelbar an Felswänden und Abbruchkanten entlang. Halte dich ausschließlich an öffentliche Wege, betritt keine Tunnelportale, Brücken oder Bahnkörper und rechne bei Nässe mit rutschigem Untergrund. Rund um den Wasserfallhalt gilt zusätzlich: Der Bereich ist eine Betriebsstelle, kein Aussichtspunkt zum freien Bewegen. Was das Betreten von Gleisanlagen bedeutet, steht im Beitrag Gleise betreten und die Folgen.
Für wen sich die Flåmsbana lohnt
Die Flåmsbana passt, wenn …
- dich Steilstreckentechnik und Trassenführung interessieren
- du Landschaftsbilder mit Bahnbezug suchst
- du einen ganzen Tag einplanen kannst
- du bereit bist, deinen Tag um die ruhigen Randzeiten zu bauen
Kombiniere mit einem zweiten Ziel, wenn …
- du ohnehin auf der Bergensbanen fährst – dann Finse am Folgetag
- du mehr Fahrzeugvielfalt brauchst – dann Oslo Sentralstasjon als Ausgangspunkt
Fahr woanders hin, wenn …
- du Menschenmassen im Bild nicht ausblenden kannst
- du Güterverkehr dokumentieren willst – dann die Malmbanan
- du im Winter mit vollem Fahrplan rechnest
Fazit
Die Flåmsbana ist eine Bahn, die man zweimal ansehen muss: einmal als Reisender, um zu verstehen, was sie leistet, und einmal von außen, um es abzubilden. Wer nur mitfährt, hat die Strecke gesehen, aber nicht dokumentiert.
Fahrzeugtechnisch bekommst du hier wenig – eine kleine, einheitliche Flotte und sonst nichts. Landschaftlich und betrieblich gehört die Strecke dagegen zur europäischen Spitzengruppe. Wer beides richtig einordnet und den Tag um die ruhigen Randzeiten baut, macht hier Bilder, die anderswo nicht möglich sind. Wie du Standorte in schwierigem Gelände systematisch auswählst, statt sie vor Ort zu suchen, beschreibt der Beitrag Eisenbahnfotografie: Locations und Tipps.
Wer die Skandinavienreise anschließend fortsetzt, hat mit Stockholm Centralstation das passende Gegenstück im Programm: viel Verkehr, wenig Landschaft – genau umgekehrt zur Flåmsbana.
Kurzfazit
Eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt, mit 866 Höhenmetern auf zwanzig Kilometern und einer Trasse, die man sehen muss, um sie zu glauben. Der Preis ist starker Tourismus und praktisch keine Fahrzeugvielfalt – Myrdal am frühen Morgen ist die Antwort auf beides.
Zusammenfassung
- Die Flåmsbana ist ein technisches Denkmal im Regelbetrieb – man sieht der Strecke an, was sie leistet.
- Wer nur die Zugfahrt macht, sieht die Bahn nicht; die entscheidenden Blickpunkte liegen außerhalb des Zuges.
- Der Andrang ist real und lässt sich nur über die Tageszeit steuern.
- Fahrzeugtechnisch ist die Strecke arm, landschaftlich gehört sie zur europäischen Spitzengruppe.
Häufige Fragen
Ist die Flåmsbana eine Schmalspurbahn?
Nein – das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Die Flåmsbana ist normalspurig und damit direkt an die Bergensbanen angebunden. Was sie besonders macht, ist nicht die Spurweite, sondern die Neigung: Bis zu 55 Promille werden hier im reinen Adhäsionsbetrieb bewältigt, ohne Zahnstange und ohne Seilhilfe.
Wie steil ist die Strecke wirklich?
Auf einem Großteil der Strecke liegt die Neigung bei rund 55 Promille, also 55 Höhenmetern auf 1.000 Metern Länge. Zum Vergleich: Eine normale Hauptbahn bewegt sich meist unter 15 Promille. Die Züge sind entsprechend mit mehreren voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgerüstet – ein Detail, das bei Talfahrten sofort einleuchtet.
Wie komme ich nach Myrdal?
Ausschließlich mit der Bahn. Myrdal hat keine Straßenanbindung; der Bahnhof liegt an der Bergensbanen zwischen Oslo und Bergen und ist reiner Umsteigepunkt. Für Spotter ist das ein Vorteil: Zwischen den Anschlüssen ist es dort außergewöhnlich ruhig, während in Flåm am Fjord der Betrieb tobt.
Wann ist es an der Flåmsbana am wenigsten voll?
Am frühen Vormittag und am späten Nachmittag. Dazwischen bestimmen Gruppenreisen und Kreuzfahrtgäste das Bild, und in Flåm stehst du dann zwischen hunderten Menschen. Wer Ruhe will, plant außerdem außerhalb der Hochsaison – Mai und September funktionieren deutlich entspannter als Juli.
Was ist der beste Fotostandpunkt?
Der alte Bauweg oberhalb der Strecke bei Myrdal. Von den Kehren blickst du von oben auf die Trasse und siehst den Höhenunterschied im Bild – das ist die einzige Perspektive, die die Leistung dieser Bahn wirklich zeigt. Für die Auswahl von Standorten im Gebirge lohnt der Beitrag Eisenbahnfotografie: Locations und Tipps.
Lohnt sich die Mitfahrt oder soll ich lieber draußen bleiben?
Beides hat seinen Platz. Die Mitfahrt zeigt dir die Streckenführung, den Wasserfallhalt und die Tunnelabschnitte – dokumentarisch wertvoll, fotografisch begrenzt. Die eigentlichen Bilder entstehen außerhalb des Zuges. Ideal ist: einmal hinunterfahren, dann von unten oder vom Talweg aus arbeiten. Tipps für Aufnahmen aus dem Zug stehen im Beitrag Sitzplatz und Fenster für Fotos.
Welche Fahrzeuge verkehren auf der Flåmsbana?
Der Betrieb wird mit einer kleinen, einheitlichen Flotte gefahren: klassische Ellokomotiven vom Typ El 17 vor Wagen im traditionellen Erscheinungsbild. Fahrzeugvielfalt gibt es hier praktisch nicht – wer Abwechslung sucht, findet sie oben in Myrdal, wo die Fernzüge der Bergensbanen mit der El 18 und Triebzügen halten.
Welche Brennweite brauche ich im Flåmsdalen?
Vielseitigkeit schlägt Reichweite. Im engen Tal fehlt oft der Abstand zum Motiv, weshalb ein Weitwinkel häufiger zum Einsatz kommt als ein langes Tele. Für Aufnahmen von den Kehren aus ist ein leichtes Tele bis 135 mm nützlich. Eine ausführliche Einordnung liefert der Beitrag welche Brennweite für Zugfotografie.
Fährt die Flåmsbana auch im Winter?
Ja, allerdings mit dünnerem Angebot. Der Winterfahrplan bietet deutlich weniger Fahrten, das Tageslicht reicht nur wenige Stunden, und die Wege im Tal sowie der Bauweg oberhalb der Strecke sind nicht begehbar. Landschaftlich ist der Winter reizvoll, praktisch aber deutlich anspruchsvoller – Hinweise dazu im Beitrag Winterfotografie an der Bahn.
Wie kombiniere ich die Flåmsbana mit anderen Zielen?
Am besten über die Bergensbanen: Finse liegt auf derselben Strecke und lässt sich am Vor- oder Folgetag mitnehmen. Ausgangspunkt für beides ist Oslo Sentralstasjon. Wer eine ganze Skandinavienrunde plant, findet Hinweise zur Kostenseite im Beitrag günstig Bahn fahren für Spotting-Touren.
Deine Sichtungen an Flåmsbana ab Myrdal festhalten
Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – und du siehst, was andere hier gerade melden.
Spots in der Nähe
Finse an der Bergensbanen
Finse liegt auf 1.222 Metern mitten auf der Hardangervidda und ist der höchstgelegene Bahnhof Norwegens. Es führt keine Straße hierher – wer kommen will, nimmt den Zug, das Fahrrad oder die Ski. Dafür bekommst du eine Hochgebirgslandschaft, in der jeder einzelne Zug zum Motiv wird.
KnotenbahnhofOslo Sentralstasjon
Oslo Sentralstasjon ist der Ausgangspunkt jeder norwegischen Fernstrecke: Bergensbanen, Dovrebanen, Sørlandsbanen und die Verbindung nach Schweden beginnen hier. Dazu kommen vier verschiedene Betreiber im Reiseverkehr – so viel betriebliche Vielfalt gibt es sonst nirgendwo in Norwegen.
GebirgsstreckeAbisko an der Malmbanan
Die Malmbanan zwischen Kiruna und Narvik ist die Strecke mit den schwersten Zügen Europas – und sie führt bei Abisko durch eine Landschaft, die jedes Bild trägt. Der Preis: sehr wenige Zugfahrten, extreme Winterbedingungen und eine Anreise, die einen ganzen Tag kostet.
KnotenbahnhofStockholm Centralstation
Stockholm Centralstation ist der größte Bahnhof Schwedens – und seit der Eröffnung des Citybanan-Tunnels ein anderer Ort als früher: Der Pendelverkehr fährt unterirdisch, oben blieb der Fernverkehr. Wer beide Ebenen kennt, bekommt hier den kompletten schwedischen Reiseverkehr an einem Vormittag.
Fahrzeuge, die du hier bestimmen kannst
Vy El 17
Die El 17 ist eine ältere norwegische Ellok-Bauart aus heimischer Fertigung. Ihr Name verrät die Antriebsart, ihr Zustand verrät die Generation – so ordnest du sie ein.
BaureiheNSB/Vy El 18
Die El 18 ist Norwegens klassische Ellok vor lokbespannten Reisezügen. Das Kürzel El steht für elektrisch, die 18 ist die Bauartnummer – so liest du das System.
BaureiheCargoNet El 14
Die El 14 ist die klassische sechsachsige Güterzuglok Norwegens: gebaut für schwere Züge, lange Steigungen und Winterbedingungen, die es in Deutschland so nicht gibt.
Unternehmen, die hier fahren
Flåm Utvikling AS (Flåmsbana)
Die Flåmsbana ist eine der bekanntesten Touristenbahnen Europas – und eine sehr steile Strecke, die ohne Zahnrad auskommt. Der Schlüssel dazu ist das Bremskonzept.
NahverkehrVy Tog AS
Vy Tog AS ist ein norwegischer Reisezugbetreiber – „tog“ heißt schlicht Zug. Entscheidend fürs Erkennen ist, ob über der Strecke ein Fahrdraht hängt oder nicht.
WeitereVy (Vygruppen AS, ehem. NSB)
Der Eintrag Vy (Vygruppen AS, ehem. NSB) trägt seinen früheren Namen selbst im Titel. Genau daran lernst du, wie Firmierungswechsel Archive und Suchergebnisse spalten.
InfrastrukturBane NOR SF (Infrastruktur / Betrieb)
Bane NOR SF ist Norwegens Infrastrukturbetreiber – ein EIU, kein EVU. Strecken- und Betriebsstellenverzeichnisse sind dabei ein unterschätztes Recherchewerkzeug.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
Bane NOR
Bane NOR besitzt Norwegens Schienennetz und die Bahnhöfe, führt aber selbst keinen Zug. Bestellt wird der Verkehr von einer staatlichen Direktion, gefahren von mehreren Unternehmen. Drei Ebenen, die in norwegischen Sichtungslisten regelmäßig durcheinandergeraten.
MarkeFlåmsbana
Die Flåmsbana verbindet den Hochgebirgsbahnhof Myrdal mit dem Fjordort Flåm – 20 Kilometer, 866 Höhenmeter, bis zu 55 Promille Neigung. Sie sieht aus wie eine Museumsbahn, ist aber eine reguläre Strecke im norwegischen Staatsnetz. Der Name auf den grünen Wagen ist eine Marke, kein Betreiber.
StaatsbahnVy (ehemals NSB)
2019 verschwand ein Name, den Bahnfans jahrzehntelang kannten: Aus NSB wurde Vy. Geändert hat sich damit mehr als das Logo – der norwegische Personenverkehr ist heute auf mehrere Betreiber verteilt, und das Netz gehört einer eigenen staatlichen Gesellschaft.
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- Eisenbahnfotografie: Ultimativer Guide für spektakuläre Bahn-Bilder (Tipps, Technik, Locations)
- Der beste Sitzplatz für Fotos aus dem Zug: Reservieren wie ein Profi
- Welche Brennweite ist für die Zugfotografie am besten geeignet? Der ultimative Guide
- Schwebebahn und Sonderbahnen: Deutschlands ungewöhnliche Systeme
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