Das Wichtigste in Kürze
- Die 140 ist die Güterzugvariante der Einheitsellok: gleiche Grundkonstruktion wie die Reisezugbaureihe 110, andere Getriebeauslegung.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Achsen, kastiger Aufbau, flache Front ohne Bügelfalte, Nummer beginnt mit 140.
- 110 km/h markieren sie eindeutig als Güterzuglok der Vorgängergeneration.
- Die Dachpartie entscheidet gegenüber der 139: ohne zusätzliche Aufbauten für Bremswiderstände ist es eine 140.
- Bestand und Betreiber ändern sich – die Baureihe ist im DB-Regelbetrieb abgelöst; prüfe den aktuellen Stand.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Elektrolokomotive für den Güterzugdienst (Einheitsellok-Bauart E 40) |
|---|---|
| Achsfolge | Bo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben) |
| Höchstgeschwindigkeit | 110 km/h |
| Stromsystem | 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom |
| Bauart | Vor 1968 als E 40 bezeichnet, seit der Umzeichnung Baureihe 140 |
| Status | Im DB-Regelbetrieb abgelöst; einzelne Maschinen bei privaten Bahnen und Vereinen – Bestand ändert sich |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen, kastiger Lokkasten mit klaren Kanten
- Flache, ungekantete Stirnseite mit zwei Frontfenstern und durchgehender Zierleiste
- Lange waagerechte Lüftergitterbänder über die gesamte Seitenwand
- Glattes Dach ohne zusätzliche Bremswiderstands-Aufbauten – das trennt sie von der Baureihe 139
- Fahrzeugnummer beginnt mit 140; typischer Zug dahinter ist ein Güterzug
Aktualisiert: August 2026 – Wenn man eine einzelne Lokomotive suchen müsste, die das Bild des elektrifizierten deutschen Güterverkehrs über Jahrzehnte geprägt hat, dann diese: die Baureihe 140. Kastiger Aufbau, vier Achsen, flache Stirnseite – eine Form, die man einmal lernt und danach an einem halben Dutzend Baureihen wiedererkennt.
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Was ist die Baureihe 140 (E40)?
Die Baureihe 140 ist eine vierachsige Elektrolokomotive für den Güterzugdienst, zugelassen für 110 km/h und ausgelegt auf 15 kV Wechselstrom. Vor der Umzeichnung 1968 trug sie die Bezeichnung E 40. Sie gehört zum Einheitsellok-Programm der Deutschen Bundesbahn, mit dem in den 1950er Jahren erstmals eine ganze Lokfamilie aus gemeinsamen Baugruppen entwickelt wurde.
Das Prinzip dahinter ist der Schlüssel zum Verständnis dieser Fahrzeuge: Ein gemeinsamer Lokkasten, gemeinsame Drehgestelle und ein gemeinsamer elektrischer Grundaufbau wurden je nach Einsatzzweck unterschiedlich ausgelegt. Die Reisezugvariante wurde zur Baureihe 110, die Güterzugvariante zur 140, die leichtere Nahverkehrsvariante zur 141. Wer eine dieser Loks erkennt, erkennt im Grunde alle – und muss danach nur noch die Unterschiede lernen.
Die Nummernlogik hinter 110, 139, 140 und 141
Das deutsche Baureihenschema ist kein Nummernzufall, sondern eine Systematik, die du überall anwenden kannst.
- Bis 1968 stand ein
Efür elektrisch, gefolgt von der Bauartzahl: E 10, E 40, E 41, E 50. - Ab 1968 wurde daraus die dreistellige, computergerechte Baureihe. Die führende 1 kennzeichnet seither die Elektrolokomotive.
- Der Zahlenbereich sagt den Einsatzzweck: niedrige Nummern ab 101 für Reisezug- und Universalloks, der Bereich um 139 bis 155 für Güterzugloks, 180 aufwärts für Mehrsystem- und Grenzloks.
- Untervarianten bekamen eigene Nummern, wenn sie sich technisch abgrenzten: Die E 40 mit elektrischer Widerstandsbremse wurde zur Baureihe 139, obwohl sie ansonsten baugleich ist.
Wie diese Ziffernfolge mit der zwölfstelligen europäischen Fahrzeugnummer zusammenhängt und wo du sie am Fahrzeug findest, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.
So bestimmst du eine 140 im Feld
Silhouette einordnen
Kastiger Aufbau, klare Kanten, flache Stirnseite mit zwei Frontfenstern, keine Rundungen: Das ist die Einheitsellok-Generation der 1950er und 1960er Jahre.
Achsen und Länge prüfen
Vier Achsen. Wirkt der Lokkasten lang und gestreckt, ist es eine 140 oder 139; wirkt er auffällig kurz, kommt die 141 ins Spiel.
Dach ansehen
Glattes Dach ohne zusätzliche Bremswiderstands-Aufbauten spricht für die 140. Zusätzliche Lüfteröffnungen deuten auf die 139 mit elektrischer Bremse.
Zug und Nummer prüfen
Güterzug am Haken plus eine Nummer, die mit 140 beginnt: Damit ist die Sichtung belastbar.
Kastenform ist kein Beweis, nur ein Einstieg
Die kastige Silhouette teilen sich mehrere Baureihen aus derselben Entwicklungsfamilie. Nutze sie, um schnell in die richtige Gruppe zu kommen – und lies dann die Ziffern, statt auf Details zu raten.
Einordnung im Bahnbetrieb
Die 140 ist eine Streckenlok für Güterzüge. Damit unterscheidet sich ihr Beobachtungsprofil grundsätzlich von dem einer Fernverkehrslok: Es gibt keinen Taktfahrplan, an dem man sich festhalten kann. Ausgemusterte Maschinen sind inzwischen vor allem musealer Bestand – etwa im DB-Museum Koblenz. Auch Vereine wie die IG Bw Dieringhausen halten Fahrzeuge dieser Epoche vor.
| Umfeld | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Elektrifizierte Güterzugkorridore | mittel | Passendes Einsatzprofil, aber starke Konkurrenz durch moderne Baureihen |
| Rangierbahnhöfe und Zugbildungsanlagen | mittel | Züge werden dort übernommen und bereitgestellt |
| Bauzug- und Sonderverkehre | mittel | Ein typisches Betätigungsfeld älterer Maschinen |
| Museumsbahn-Betriebstage | mittel | Erhaltene Maschinen werden gezielt gezeigt |
| Reisezugachsen im Taktverkehr | niedrig | Falsches Einsatzprofil |
Wie man Güterverkehr überhaupt planbar beobachtet, statt auf Zufall zu setzen, beschreibt der Guide zum Spotten am Rangierbahnhof – natürlich ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten aus.
Bestand, Betreiber und Lackierung ändern sich
Die Baureihe ist im DB-Regelbetrieb abgelöst. Wo einzelne Maschinen heute laufen, hängt von Eigentümern, Fristen und Auftragslage ab und kann sich innerhalb weniger Monate ändern. Ältere Bestandslisten sind entsprechend mit Vorsicht zu genießen.
Aktuelle Sichtungen statt alter Listen
Community-Meldungen zeigen dir, welche Klassiker gerade tatsächlich unterwegs sind.
Fototipps für eine kantige Güterzuglok
Die 140 ist ein sachliches Motiv. Ihre Stärke ist die klare Geometrie – und genau die muss das Bild zeigen.
- Dreiviertelansicht mit sichtbarer Seitenwand. Die langen Lüftergitterbänder sind das grafische Element dieser Lok; frontal gehen sie verloren.
- Flaches Licht bevorzugen. Es zeichnet die Kanten des Kastens; Mittagslicht lässt die Fläche flau wirken.
- Zuganfang mit einbeziehen. Bei einer Güterzuglok gehört zur Aussage, was sie zieht – ein paar Wagen im Bild machen die Sichtung nachvollziehbar.
- Nummer und Anschriften scharf abbilden. Bei Maschinen im Privatbahneinsatz sind Halterkürzel und Eigentümerlogos ein eigener Dokumentationswert.
Aufnahmetechnik, Belichtung und Bildaufbau behandelt der Guide gute Fotos von Zügen. Fotografiert wird ausschließlich vom Bahnsteig oder von öffentlich zugänglichem Gelände; Gleise, Betriebsanlagen und Abstellgruppen sind tabu.
Die Einheitsellok-Familie auf einen Blick
Wer die 140 verstanden hat, versteht vier Baureihen auf einmal. Alle stammen aus demselben Baukasten und unterscheiden sich vor allem in Auslegung und Ausrüstung.
| Aufgabe | Alte Bezeichnung | Dreistellige Baureihe | Erkennungshilfe |
|---|---|---|---|
| Schnelle Reisezüge | E 10 | 110 und spätere Untergruppen | Kastenform, teils Bügelfalten-Front |
| Güterzüge | E 40 | 140 | Langer Kasten, glattes Dach |
| Steilstrecken-Güterzüge | E 40.11 | 139 | Zusätzliche Dachaufbauten für Bremswiderstände |
| Nahverkehr | E 41 | 141 | Deutlich kürzerer Lokkasten |
Diese Tabelle ist gleichzeitig eine Bestimmungsreihenfolge. Erst die Familie erkennen – kastiger Aufbau, flache Stirnseite, waagerechte Lüftergitter. Dann die Länge beurteilen, weil sie Nahverkehrs- von Güterzuglok trennt. Dann das Dach prüfen, weil es die elektrische Bremse verrät. Und erst am Schluss die Ziffern lesen, die alles bestätigen.
Der Vorteil dieses Vorgehens: Die ersten drei Schritte funktionieren auch bei schlechtem Licht, aus Entfernung und bei fahrenden Zügen – Situationen, in denen eine Nummer schlicht nicht lesbar ist. Die Nummer bleibt trotzdem die letzte Instanz, weil sie als Einzige eine bestimmte Lok eindeutig macht.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 140, wenn …
- vier Achsen, kastiger Aufbau und flache Stirnseite ohne Bügelfalte zusammenkommen
- das Dach glatt ist, ohne zusätzliche Bremswiderstands-Aufbauten
- ein Güterzug dranhängt
- die Nummer mit 140 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- du das Dach nicht einsehen kannst – dann bleibt die 139 gleich wahrscheinlich
- der Lokkasten kürzer wirkt als erwartet – Kandidat ist dann die 141
- die Lok in einer Privatbahn- oder Sonderlackierung unterwegs ist
Es ist keine 140, wenn …
- du sechs Achsen zählst – dann sind die schweren Güterzugbaureihen dran
- die Stirnseite in der Mitte senkrecht gekantet ist – das ist die Bügelfalte der Reisezugvarianten
- die Front ein breites, umlaufendes Fensterband hat – dann bist du bei der Neubaugeneration
Die realistisch gefährlichsten Kandidaten sind damit die baugleiche 139, die kürzere Baureihe 141 und die Reisezugvarianten derselben Familie. Bei sechs Achsen landest du dagegen bei der Baureihe 151 und ihrem Umfeld.
Fazit
Die Baureihe 140 ist die Referenz, an der man die deutsche Einheitsellok lernt. Ihre Bauform erklärt gleich mehrere Baureihen mit, ihre Nummer sitzt exakt dort, wo die Systematik die Güterzugloks vorgesehen hat. Wer diese Silhouette einmal sicher hat, ordnet die halbe Altbau-Ellokflotte in Sekunden ein.
Kurzfazit
Kastenform, vier Achsen, flache Front, glattes Dach, Güterzug am Haken: Das ist die 140. Aufbauten auf dem Dach machen daraus eine 139, ein deutlich kürzerer Kasten eine 141.
Zusammenfassung
- Die Baureihe 140 war über Jahrzehnte das Arbeitspferd im elektrifizierten Güterverkehr der Bundesbahn und prägte das Bild deutscher Güterzüge.
- Kastenform, vier Achsen und flache Stirnseite führen zur Familie; Dachpartie und Nummer entscheiden über die konkrete Baureihe.
- Der Regelbetrieb bei der DB ist Geschichte – heute trifft man Maschinen bei privaten Bahnen, Vereinen und im Museumsverkehr.
- Wegen der wechselnden Eigentümer lohnt es sich, Lackierung, Anschriften und Nummer gemeinsam zu dokumentieren.
Häufige Fragen
Was ist die Baureihe 140?
Die Baureihe 140 ist eine vierachsige Elektrolokomotive für den Güterzugdienst aus dem Einheitsellok-Programm der Deutschen Bundesbahn. Vor 1968 hieß sie E 40. Sie ist für 110 km/h zugelassen und teilt Lokkasten, Drehgestelle und viele Baugruppen mit der Reisezugbaureihe 110 – der Unterschied liegt vor allem in der Getriebeauslegung.
Was bedeutet E 40 in der Bezeichnung?
E 40 ist die Bauartbezeichnung aus der Zeit vor der großen Umzeichnung. Bis 1968 trugen Elektrolokomotiven der Bundesbahn ein E und eine ein- bis zweistellige Zahl. Mit dem Wechsel auf das dreistellige, computergerechte Schema wurde daraus die Baureihe 140.
Wie unterscheide ich Baureihe 140 und Baureihe 139?
Beide sind dieselbe Bauart. Die 139 hat zusätzlich eine elektrische Widerstandsbremse für Steilstrecken, deren Widerstände auf dem Dach gekühlt werden müssen. Dort sitzen entsprechende Aufbauten und Lüfteröffnungen, die der 140 fehlen. Aus der Ferne ist das schwer zu beurteilen – die Fahrzeugnummer bleibt die verlässlichere Entscheidung.
Wie unterscheide ich Baureihe 140 und Baureihe 141?
Die 141 ist die leichtere Nahverkehrsvariante derselben Familie. Sie hat einen deutlich kürzeren Lokkasten und wirkt insgesamt gedrungener. Außerdem läuft sie typischerweise vor Personenzügen, während die 140 vor Güterzügen zu finden ist.
Wie schnell fährt die Baureihe 140?
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h. Das reicht für den klassischen Güterzugdienst, macht die Lok aber für schnelle Reisezugleistungen ungeeignet – dafür gab es innerhalb derselben Fahrzeugfamilie die 150 km/h schnellen Reisezugvarianten.
Fährt die Baureihe 140 heute noch?
Im Regelbetrieb der DB ist sie abgelöst. Einzelne Maschinen sind bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen, in Bauzugdiensten oder bei Vereinen erhalten und tauchen im Güter- und Sonderverkehr auf. Wie viele davon aktuell einsatzfähig sind, ändert sich laufend – prüfe den Stand, bevor du gezielt danach suchst.
Woran erkenne ich die Einheitsellok-Bauart generell?
An der Kombination aus kastigem Lokkasten mit klaren Kanten, zwei Frontfenstern in einer flachen Stirnseite, langen waagerechten Lüftergitterbändern an der Seite und häufig noch Scherenstromabnehmern auf dem Dach. Diese Silhouette teilen sich mehrere Baureihen der 1950er und 1960er Jahre.
Woran erkenne ich die genaue Lok?
An der vollständigen Fahrzeugnummer an Seitenwand und Führerstand, ergänzt um die zwölfstellige UIC-Nummer. Bei Maschinen im Privatbahneinsatz gehören zusätzlich Halterkürzel und Anschriftenfelder in die Dokumentation, weil sie sich mit dem Eigentümer ändern.
Sichtung von Baureihe 140 (E40) festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
Baureihe 139 (E40)
Die Baureihe 139 ist die E 40 mit elektrischer Widerstandsbremse – eine vierachsige Güterzuglok für Steilstrecken. So trennst du sie von der fast baugleichen 140.
E-LokBaureihe 141 (E41)
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Der Smartron ist die bewusst abgespeckte Standardvariante des Siemens Vectron für das deutsche Netz. In Deutschland läuft er als Baureihe 192 – so erkennst du ihn.
E-LokSiemens Vectron
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Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
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