Das Wichtigste in Kürze
- Die 151 ist die schwere Güterzuglok der Bundesbahn: 170 Maschinen, gebaut 1972 bis 1978, mit rund 6.300 kW.
- Schnellster Erkennungsweg: sechs Achsen zählen. Damit sind alle vierachsigen Baureihen ausgeschlossen.
- 120 km/h sind für eine Güterzuglok dieser Größe viel – sie war als schnelle schwere Lok konzipiert.
- Größte Verwechslungsgefahr besteht mit der ebenfalls sechsachsigen Baureihe 155 aus Reichsbahn-Herkunft.
- Betreiber und Bestand ändern sich – Maschinen wechselten zu Leasinggesellschaften und privaten Bahnen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Schwere Elektrolokomotive für den Güterzugdienst |
|---|---|
| Achsfolge | Co'Co' (zwei dreiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben) |
| Höchstgeschwindigkeit | 120 km/h |
| Dauerleistung | rund 6.300 kW |
| Stückzahl | 170 Lokomotiven |
| Baujahre | 1972 bis 1978 |
| Stromsystem | 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom |
| Typischer Einsatz | Schwere Güterzüge; Betreiber und Einsatzgebiete ändern sich |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Sechs Achsen in zwei dreiachsigen Drehgestellen – das wichtigste Merkmal überhaupt
- Langer, wuchtiger Lokkasten mit kantigen Formen und großen Lüftergitterflächen
- Flache, leicht geneigte Stirnseite mit zwei Frontfenstern
- Fahrzeugnummer beginnt mit 151, Ordnungsnummern bis 170
- Fast immer vor schweren Güterzügen – nie vor Regional- oder Fernverkehrszügen
Aktualisiert: August 2026 – Ein langer, wuchtiger Lokkasten, sechs Achsen und ein Güterzug, der kein Ende nimmt: Die Baureihe 151 ist eine der wenigen deutschen Elloks, die man schon an der Silhouette erkennt, bevor man ein einziges Detail sieht. Diese Seite zeigt, woran du sie festmachst, wie du sie von ihrer sechsachsigen Schwester trennst und wo du sie realistisch antriffst.
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170 Maschinen sind eine sammelbare Größe – dokumentiere Nummer, Lackierung und Ort in Traintrack.
Was ist die Baureihe 151?
Die Baureihe 151 ist eine sechsachsige Elektrolokomotive für schwere Güterzüge, gebaut zwischen 1972 und 1978 in 170 Exemplaren mit den Nummern 151 001 bis 151 170. Sie leistet rund 6.300 kW und ist für 120 km/h zugelassen – eine für ihre Größe ungewöhnlich hohe Geschwindigkeit.
Genau darin lag ihr Konzept. Die schweren Güterzugloks der Vorgängergeneration waren zugkräftig, aber langsam. Die 151 sollte beides können: große Lasten ziehen und dabei so schnell fahren, dass sie den Verkehr auf gemischt befahrenen Hauptstrecken nicht ausbremst. Damit ist sie die konsequente Weiterentwicklung der Güterzuglinie, die bei der Baureihe 140 mit vier Achsen begann.
Wo die 151 im Nummernsystem steht
Die Zahl 151 ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Systematik.
- Seit der Umzeichnung 1968 kennzeichnet die führende 1 die Elektrolokomotive. Davor trugen diese Fahrzeuge ein
E: E 10, E 40, E 41, E 50. - Der Zahlenbereich ordnet den Einsatzzweck: 101 bis 128 stehen für Reisezug- und Universalloks, 139 bis 155 für Güterzugloks, ab 180 folgen Mehrsystem- und Grenzloks.
- Die 151 löste die 150 ab, die vorher als E 50 die schwere Güterzuglok der Bundesbahn war – nummernlogisch also der direkte Nachfolger.
- Nach der Vereinigung rückten die Reichsbahn-Baureihen in dieselbe Reihe nach: aus der Reichsbahn-Baureihe 250 wurde die Baureihe 155, die damit direkt neben der 151 zu stehen kam.
Wer diese Logik einmal verstanden hat, kann bei jeder deutschen Ellok allein aus der Nummer auf den ursprünglichen Verwendungszweck schließen. Wie man dabei systematisch vorgeht, erklärt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
So bestimmst du eine 151 im Feld
Achsen zählen
Sechs Achsen in zwei dreiachsigen Drehgestellen. Das ist bei deutschen Elloks selten genug, um sofort die halbe Arbeit zu erledigen.
Proportion beurteilen
Der Lokkasten wirkt lang und wuchtig, mit großflächigen Lüftergittern an den Seiten. Vierachsige Loks sehen daneben kompakt aus.
Zug dahinter prüfen
Schwerer Güterzug: passt. Regionalzug oder Fernverkehrswagen: passt nicht – dann liegt die Bestimmung falsch.
Nummer bestätigen
Die Ziffernfolge beginnt mit 151, die Ordnungsnummer läuft bis 170. Alles darüber gehört zu einer anderen Baureihe.
Achsen zählen funktioniert immer
Frontformen sind bei schlechtem Licht schwer zu beurteilen, Nummern erst recht. Die Achszahl dagegen erkennst du auch aus 300 Metern und im Gegenlicht – deshalb steht sie am Anfang jeder Bestimmung.
Einordnung im Bahnbetrieb
Die 151 ist eine Streckenlok für schwere Züge. Wer sie sucht, braucht andere Orte als beim Personenverkehr – und andere Erwartungen, weil es keinen Taktfahrplan gibt. Ein großer Rangierbahnhof wie Maschen südlich von Hamburg ist deshalb der naheliegende Ausgangspunkt. Museal erhaltene Maschinen der Baureihe findest du dagegen bei Sammlungen wie dem Südwestfälischen Eisenbahnmuseum in Siegen.
| Umfeld | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Elektrifizierte Güterzugkorridore | hoch | Kernrevier schwerer Züge |
| Rangierbahnhöfe und Zugbildungsanlagen | hoch | Züge werden dort gebildet und übernommen |
| Industrie- und Hafenanbindungen mit Fahrdraht | mittel | Schwere Ganzzüge, aber unregelmäßig |
| Reisezugachsen im Taktverkehr | sehr niedrig | Falsches Einsatzprofil |
| Nicht elektrifizierte Strecken | ausgeschlossen | Elektrolokomotive ohne eigene Energiequelle |
Wie man Güterverkehr überhaupt planbar beobachtet, beschreibt der Beitrag zum Güterzug-Radar in Deutschland; Standortwahl und Vorgehen am Rangierbahnhof behandelt der Guide zum Spotten am Rangierbahnhof – ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten aus. Im Ruhrgebiet trifft das etwa auf Hagen-Vorhalle zu.
Betreiber und Einsatzgebiete ändern sich
Maschinen dieser Baureihe sind an Leasinggesellschaften und private Eisenbahnverkehrsunternehmen übergegangen. Damit ändern sich Lackierung, Halterkürzel und Einsatzrelation unabhängig voneinander. Prüfe den aktuellen Stand, bevor du eine Tour auf eine bestimmte Relation plant.
Wo läuft die 151 gerade?
Community-Sichtungen zeigen dir aktuelle Halter und Relationen – besser als jede alte Liste.
Fototipps für eine sechsachsige Güterzuglok
- Mehr Bildbreite einplanen. Die 151 ist deutlich länger als eine vierachsige Lok. Ein Bildausschnitt, der für eine 143 passt, schneidet hier die Drehgestelle ab.
- Drehgestelle sichtbar halten. Die sechs Achsen sind das Hauptmerkmal – ein tiefer Standpunkt oder ein leicht schräger Winkel zeigt sie am besten.
- Zuganfang mitnehmen. Bei einer Güterzuglok gehört zur Aussage, was sie zieht. Ein paar Wagen im Bild machen die Sichtung nachvollziehbar – an einem Güterknoten wie Duisburg-Hochfeld Süd bekommst du beides zusammen.
- Flaches Licht suchen. Die großen, glatten Seitenflächen brauchen Streiflicht, sonst wirken sie leer.
Belichtung, Bildaufbau und Schärfeebene behandelt der Guide gute Fotos von Zügen. Fotografiert wird ausschließlich vom Bahnsteig oder von öffentlich zugänglichem Gelände; Gleise, Betriebsanlagen und Abstellgruppen sind tabu.
Sechs Achsen: was die Achsfolge betrieblich bedeutet
Die Achszahl ist nicht nur ein Erkennungsmerkmal, sondern eine technische Entscheidung mit klaren Folgen. Wer sie versteht, kann bei jeder unbekannten Lok besser einschätzen, wofür sie gebaut wurde.
- Mehr Achsen verteilen das Gewicht. Eine schwere Lok mit nur vier Achsen würde die zulässige Achslast überschreiten. Sechs Achsen erlauben eine höhere Gesamtmasse – und Masse ist genau das, was eine Lok braucht, um Zugkraft auf die Schiene zu bringen.
- Mehr angetriebene Achsen bedeuten mehr nutzbare Reibung. Die übertragbare Zugkraft hängt vom Reibwert zwischen Rad und Schiene ab. Sechs angetriebene Achsen setzen die Leistung besser um als vier, besonders bei nasser Schiene und in der Steigung.
- Der Preis ist die Kurvengängigkeit. Dreiachsige Drehgestelle sind länger und laufen in engen Bögen schlechter. Deshalb sind sechsachsige Loks fast immer Streckenmaschinen und selten im engen Rangierbereich zu finden.
- Deshalb gibt es sie fast nur im Güterverkehr. Reisezugloks brauchen keine extreme Zugkraft, sondern Geschwindigkeit und Laufruhe – vier Achsen reichen. Sechs Achsen sind in Deutschland praktisch ein sicheres Zeichen für eine Güterzuglokomotive.
Für die Bestimmung ist das eine wertvolle Abkürzung: Wer sechs Achsen zählt, kann den gesamten Reise- und Nahverkehrsbereich sofort ausschließen und muss nur noch zwischen wenigen Kandidaten entscheiden.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 151, wenn …
- du sechs Achsen in zwei dreiachsigen Drehgestellen zählst
- der Lokkasten lang und wuchtig wirkt
- ein schwerer Güterzug dranhängt
- die Nummer mit 151 beginnt und die Ordnungsnummer höchstens 170 lautet
Sieh genauer hin, wenn …
- sechs Achsen stimmen, du aber die Nummer nicht lesen kannst – dann kommt die 155 genauso infrage
- die Lok eine Privatbahn- oder Leasinglackierung trägt, die die Herkunft verdeckt
- du nur die Front frontal siehst und die Drehgestelle verdeckt sind
Es ist keine 151, wenn …
- du vier Achsen zählst – dann sind die Standardbaureihen dran
- ein Reisezug im Taktverkehr dahinterhängt
- die Front ein breites umlaufendes Fensterband hat und der Kasten kompakt wirkt
Der einzige wirklich gefährliche Kandidat ist die Baureihe 155: ebenfalls sechsachsig, ebenfalls Güterzuglok, aber aus Reichsbahn-Herkunft und mit flacherer, gleichmäßiger gegliederter Bauform. Aus größerer Entfernung kann auch die wuchtig wirkende, aber vierachsige Baureihe 120 für Verwirrung sorgen – ein Blick auf die Drehgestelle klärt das sofort.
Fazit
Die Baureihe 151 ist die Lok, an der man lernt, dass Achsenzählen die zuverlässigste Bestimmungsmethode überhaupt ist. Sechs Achsen, wuchtiger Kasten, schwerer Güterzug: Mehr braucht es nicht für die richtige Gruppe. Die Nummer entscheidet danach nur noch zwischen zwei Kandidaten.
Kurzfazit
Sechs Achsen, langer Lokkasten, schwerer Güterzug: Das ist die 151 – oder die 155. Die Ordnungsnummer bis 170 und die Frontgestaltung trennen die beiden zuverlässig.
Zusammenfassung
- Die Baureihe 151 war über Jahrzehnte die stärkste Regelbaureihe im deutschen elektrischen Güterverkehr.
- Ihre sechs Achsen machen sie schon aus großer Entfernung von den vierachsigen Standardbaureihen unterscheidbar.
- Ihr Einsatzprofil sind schwere Züge auf Hauptstrecken – Rangierbahnhöfe und Güterkorridore sind die richtigen Beobachtungsorte.
- Weil Maschinen den Eigentümer gewechselt haben, sind Lackierung und Anschriften ein eigener Dokumentationswert.
Häufige Fragen
Was ist die Baureihe 151?
Die Baureihe 151 ist eine sechsachsige Elektrolokomotive für schwere Güterzüge, gebaut zwischen 1972 und 1978 in 170 Exemplaren. Sie leistet rund 6.300 kW und ist für 120 km/h zugelassen. Damit war sie über lange Zeit die stärkste in Serie beschaffte Ellok der Deutschen Bundesbahn.
Wie erkenne ich die Baureihe 151 am schnellsten?
An der Achszahl. Sechs Achsen in zwei dreiachsigen Drehgestellen sind bei deutschen Elloks die Ausnahme und schließen alle Standardbaureihen des Reise- und Nahverkehrs sofort aus. Der wuchtige, lange Lokkasten und der Güterzug dahinter bestätigen den Eindruck.
Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 151 und Baureihe 155?
Beide sind sechsachsige Güterzugloks, stammen aber aus unterschiedlichen Bahnverwaltungen. Die 151 wurde für die Bundesbahn gebaut, die 155 als Baureihe 250 für die Reichsbahn. Formal unterscheiden sie sich in Frontgestaltung und Aufbau; die 155 wirkt flacher und gleichmäßiger gegliedert. Verlässlich bleibt die Fahrzeugnummer.
Wie schnell fährt die Baureihe 151?
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Für eine sechsachsige Güterzuglok ist das viel – die Baureihe wurde bewusst so ausgelegt, dass sie schwere Züge nicht nur ziehen, sondern auch zügig befördern kann.
Wie viele Lokomotiven der Baureihe 151 wurden gebaut?
Es entstanden 170 Maschinen mit den Ordnungsnummern 151 001 bis 151 170. Wie viele davon zu einem bestimmten Zeitpunkt einsatzfähig sind, ändert sich laufend durch Fristen, Abstellungen und Verkäufe – prüfe deshalb immer den aktuellen Stand statt älterer Listen.
Zieht die Baureihe 151 auch Reisezüge?
Das ist die absolute Ausnahme. Die 151 ist eine Güterzuglokomotive; ihre Übersetzung und ihr Gewicht sind darauf ausgelegt. Vor Reisezügen taucht sie höchstens bei Sonderfahrten oder Ersatzleistungen auf – im Regelbetrieb ist der Güterzug der Normalfall.
Wo sehe ich eine 151 am ehesten?
Auf elektrifizierten Güterzugkorridoren, an Rangierbahnhöfen und dort, wo schwere Züge gebildet und übernommen werden – jeweils von öffentlich zugänglichen Standorten aus beobachtet. Welche Relationen aktuell mit dieser Baureihe gefahren werden, hängt vom Betreiber und der Auftragslage ab.
Was bedeutet die Achsfolge Co'Co'?
Das Kürzel beschreibt den Antrieb: Co steht für drei angetriebene Achsen in einem Drehgestell, der Apostroph für die Drehbarkeit des Drehgestells. Co'Co' heißt also: zwei dreiachsige Drehgestelle, alle sechs Achsen angetrieben. Bo'Bo' bezeichnet entsprechend zwei zweiachsige Drehgestelle.
Sichtung von Baureihe 151 festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
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