Das Wichtigste in Kürze
- Die 218 ist die Hauptserie der V-160-Familie: vierachsige dieselhydraulische Streckenlok mit 140 km/h und elektrischer Zugheizung.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Achsen, Kastenaufbau mit zwei Endführerständen, Dachkühler, Nummer beginnt mit 218.
- Der Heizgenerator war der Grund für ihren langen Erfolg – damit blieb sie im Reisezugdienst einsetzbar, als die Dampfheizung verschwand.
- Typischer Einsatz ist der lokbespannte Regionalverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken sowie Autoreise- und Sonderzüge.
- Einsatzgebiete schrumpfen laufend: Wo Triebzüge übernehmen, verschwindet die 218 – der aktuelle Stand ändert sich mit jedem Fahrplanjahr.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Streckendiesellokomotive für Reise- und Güterzüge |
|---|---|
| Hersteller | Krupp, Krauss-Maffei, Henschel und MaK |
| Baujahre | 1968 (Vorserie) bis 1979 |
| Achsfolge | B'B' (zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben) |
| Kraftübertragung | dieselhydraulisch |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| Motorleistung | bei den meisten Serienmaschinen rund 2.500 PS (etwa 1.840 kW) |
| Zugheizung | elektrisch, über einen vom Hauptmotor angetriebenen Heizgenerator |
| Nummernschema | 218 gefolgt von einer dreistelligen Ordnungsnummer |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen, geschlossener Kastenaufbau
- Führerstand an beiden Enden, dazwischen durchgehender Maschinenraum
- Auspuff und Kühleranlage oben auf dem Dach über der Maschinenraummitte
- Fahrzeugnummer beginnt mit 218
- Meist an der Spitze eines lokbespannten Regionalzuges oder eines Autoreisezuges
- Charakteristisches Hochdrehen des Motors beim Anfahren, deutlich hörbar
Aktualisiert: August 2026 – Wenn in Deutschland ein Regionalzug ohne Fahrdraht unterwegs ist und vorne eine vierachsige Diesellok mit geschlossenem Kasten hängt, ist es sehr oft eine Baureihe 218. Sie ist die Hauptserie der V-160-Familie und über Jahrzehnte das Rückgrat des lokbespannten Dieselverkehrs gewesen. Diese Seite zeigt, woran du sie erkennst, wie du sie von ihren Schwestern trennst und wo du sie heute realistisch findest.
218 gesichtet? Nummer festhalten.
Bei mehreren hundert gebauten Maschinen zählt die genaue Nummer – mit Traintrack in Sekunden dokumentiert.
Was ist die Baureihe 218?
Die Baureihe 218 ist eine vierachsige Streckendiesellokomotive mit hydraulischer Kraftübertragung, gebaut ab 1968 als Vorserie und bis 1979 als Großserie. Sie hat die Achsfolge B’B’, erreicht 140 km/h und besitzt eine elektrische Zugheizung, die von einem vom Hauptmotor angetriebenen Heizgenerator gespeist wird. Die meisten Serienmaschinen leisten rund 2.500 PS.
Damit ist sie die logische Endstufe einer Entwicklungslinie, die mit der Baureihe 216 begann. Deren Nachteil – Reisezüge konnten nur mit Dampf beheizt werden – löste die 218 auf dem Weg, der sich technisch durchsetzte. Genau deshalb blieb sie im Einsatz, während ältere Bauarten früh verschwanden.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Achsen zählen
Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Sechsachsige Dieselloks wie die Bauarten aus DR-Beständen fallen damit sofort heraus.
Aufbau lesen
Durchgehender geschlossener Kasten, Führerstand an beiden Enden, keine Vorbauten. Rangier- und Industrieloks haben stattdessen ein Mittelführerhaus.
Nummer prüfen
Die 21x-Baureihen sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Nur die dreistellige Baureihennummer trennt 215, 216, 217 und 218 sicher.
Praxis-Tipp: erst Familie, dann Nummer
Achszahl und Kastenform siehst du auch aus 200 Metern und bei schlechtem Licht. Die genaue Baureihe kannst du danach in Ruhe klären – notfalls am Foto zu Hause. Wie du dabei systematisch vorgehst, erklärt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
Wie sich die 218 von ihren Schwestern unterscheidet
Die Bundesbahn hat auf dem Grundentwurf der V 160 mehrere Varianten aufgebaut. Der Unterschied liegt fast nie in der Silhouette, sondern in Heizung, Höchstgeschwindigkeit und Verwendungszweck.
| Baureihe | Höchstgeschwindigkeit | Zugheizung | Rolle |
|---|---|---|---|
| 216 | 120 km/h | Dampfheizung | Stammform, früh aus dem Reisezugdienst verdrängt |
| 217 | 140 km/h | elektrisch über Zusatzdiesel | Erprobungs-Kleinserie |
| 215 | 140 km/h | wahlweise Dampf oder elektrisch | Übergangsbauart |
| 218 | 140 km/h | elektrisch über Heizgenerator | Hauptserie, größte Verbreitung |
| 225 | 140 km/h | keine Zugheizung | reine Güterzugvariante aus Altbeständen |
Wer die Systematik dahinter einmal verstanden hat, ordnet auch andere deutsche Dieselbaureihen schneller ein. Die Übergangsbauart mit umschaltbarer Heizung ist die Baureihe 215, die heizungslose Güterzugvariante die Baureihe 225.
Sieh, wo gerade eine 218 gemeldet wurde
Community-Sichtungen zeigen dir, welche Maschinen aktuell unterwegs sind – bevor du eine Tour planst.
Wo du die Baureihe 218 antriffst
Die Lok folgt dem lokbespannten Dieselverkehr, wie ihn im Süden lange DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) geprägt hat. Daraus ergibt sich eine einfache Regel: Je weiter du dich vom Fahrdraht entfernst, desto höher die Trefferquote – solange auf der Strecke noch mit Lok und Wagen gefahren wird und nicht mit Dieseltriebzügen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Dieselstrecken mit lokbespannten Wendezügen | hoch | Klassisches Einsatzgebiet der Baureihe |
| Endbahnhöfe der Elektrifizierung | hoch | Traktionswechsel, längere Standzeiten, gute Sicht vom Bahnsteig |
| Autoreise- und Saisonverkehre | mittel | Zusätzliche Leistungen, aber nur zu bestimmten Zeiten im Jahr |
| Baustellenbereiche mit Arbeitszügen | mittel | Private Halter setzen 218 vor Bauzügen ein, unregelmäßig |
| Reine Triebzugstrecken | niedrig | Wo Dieseltriebzüge übernommen haben, fehlt die lokbespannte Leistung |
Bestand und Einsatz ändern sich laufend
Welche Umläufe aktuell mit 218 gefahren werden, verschiebt sich mit jedem Fahrplanwechsel, jeder Vergabe und jeder Fahrzeuglieferung. Auch die Verteilung zwischen DB und privaten Haltern ist in Bewegung. Verlass dich nicht auf ältere Bestandslisten, sondern auf aktuelle Beobachtungen – zum Beispiel über Live-Sichtungen und Echtzeitdaten.
Für die konkrete Standortwahl an größeren Knoten hilft die Übersicht der besten Bahnhöfe zum Trainspotten in Deutschland. Wichtig bleibt dabei: Gleisbereiche, Betriebsanlagen, Bahnbetriebswerke und Abstellgruppen sind Betriebs- beziehungsweise Privatgelände und tabu. Fotografiert wird vom Bahnsteig, von öffentlichen Wegen und Brücken – nicht dazwischen.
Fototipps speziell für die 218
Die 218 ist ein dankbares Motiv, weil sie viel Struktur bietet: Lüftergitter, Drehgestelle, Dachaufbauten, dazu häufig wechselnde Lackierungen privater Halter wie BahnTouristikExpress (BTE).
Dreiviertelansicht statt Frontalbild. Etwa 30 bis 45 Grad zur Fahrzeugachse zeigen Front und Seitenwand zugleich und lassen den langen Kasten plastisch wirken.
Auf Abgasfahne und Wetter achten. Beim Anfahren unter Last entsteht sichtbarer Auspuffqualm – ein Motiv, das die Diesellok von jeder Ellok unterscheidet. Bei kaltem Wetter ist der Effekt am stärksten.
Kurze Verschlusszeit bei Durchfahrten. Für ein scharfes Standbild ist 1/1000 s ein brauchbarer Ausgangswert, je nach Geschwindigkeit und Abstand anzupassen.
Lackierung als Zeitstempel mitdenken. Kaum eine deutsche Dieselbaureihe hat so viele Farbschemata erlebt wie die 218: von den klassischen Farbgebungen der Bundesbahnzeit über die späteren DB-Schemata bis zu den heutigen Lackierungen privater Halter und Museumsvereine; erhaltene Maschinen stehen unter anderem in der Lokwelt Freilassing. Für dein Archiv bedeutet das eine Chance und eine Falle zugleich – die Farbgebung grenzt den Aufnahmezeitraum ein, sagt aber nichts über die Baureihe selbst. Auch Sonderlackierungen und Jubiläumsanstriche tauchen immer wieder auf und verschwinden nach wenigen Jahren wieder. Wer die 218 sammelt, sammelt deshalb nicht nur Nummern, sondern Zustände.
Anschriften mitnehmen. Bei privaten Haltern ist die Seitenwand die eigentliche Information. Welche Brennweite dafür sinnvoll ist, behandelt der Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie; die Grundlagen zu Belichtung, Schärfeebene und Mitzieher stehen im Guide zu guten Fotos von Zügen.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 218, wenn …
- du vier Achsen in zwei Drehgestellen zählst
- der Kasten durchgehend geschlossen ist und beide Enden einen Führerstand haben
- ein lokbespannter Regional- oder Autoreisezug dranhängt
- die Fahrzeugnummer mit 218 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- die Lok in einer Privatbahn- oder Sonderlackierung unterwegs ist
- du die Nummer nicht lesen kannst – dann kommen 215, 216, 217 und 225 ebenfalls infrage
- die Maschine vor einem Bauzug steht und keine Wagen zur Einordnung beitragen
Es ist keine 218, wenn …
- du sechs Achsen zählst
- die Lok ein Mittelführerhaus mit langem und kurzem Vorbau hat
- die Nummer mit 232, 245, 261 oder 265 beginnt
Fazit
Die Baureihe 218 gehört zu den Fahrzeugen, die man einmal richtig lernt und danach überall wiedererkennt. Vier Achsen, geschlossener Kasten, Dachkühler, Nummer mit 218 – mehr braucht es nicht. Interessant bleibt sie weniger wegen ihrer Technik als wegen ihrer Lage: Ihre Einsatzgebiete schrumpfen, die Verteilung auf private Halter wächst, und beides ändert sich schneller, als Übersichtslisten nachkommen. Genau deshalb lohnt es sich, Sichtungen mit Nummer, Datum und Halter festzuhalten.
Kurzfazit
Vier Achsen, Kastenaufbau, Dachkühler, 140 km/h und elektrische Zugheizung: Das ist die 218, die Hauptserie der V-160-Familie. Gesucht wird sie auf Dieselstrecken mit lokbespannten Zügen – aber der Bestand verändert sich laufend, also immer den aktuellen Stand prüfen.
Zusammenfassung
- Aus dem Entwurf der V 160 entstand mit der 218 die meistgebaute und langlebigste Streckendiesellok der Deutschen Bundesbahn.
- Achszahl, Kastenform und die Nummer reichen zur sicheren Bestimmung; die Unterschiede zu 215, 216 und 217 liegen in Heizung und Höchstgeschwindigkeit.
- Wer sie gezielt sucht, orientiert sich an Dieselstrecken mit lokbespannten Wendezügen und an Endpunkten der Elektrifizierung.
- Weil Umläufe und Restbestände sich fortlaufend verändern, gehören Sichtungen mit Datum, Nummer und Ort dokumentiert.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich die Baureihe 218 sicher?
An vier Achsen in zwei Drehgestellen, einem geschlossenen Lokkasten mit Führerstand an beiden Enden und der Kühl- sowie Auspuffanlage auf dem Dach. Die Fahrzeugnummer beginnt mit 218. Steht die Lok vor einem lokbespannten Regionalzug auf einer Strecke ohne Fahrdraht, ist die Zuordnung praktisch eindeutig.
Wie schnell fährt die Baureihe 218?
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h. Damit ist sie schneller als die 216, die auf 120 km/h beschränkt war. Ausgefahren wird das nur auf entsprechend ausgebauten Strecken; im Alltag bestimmt der Fahrplan das Tempo, nicht die Lok.
Was ist der Unterschied zwischen 216 und 218?
Beide gehören zur V-160-Familie und haben die Achsfolge B'B'. Die 218 ist stärker, für 140 km/h zugelassen und hat eine elektrische Zugheizung über einen Heizgenerator. Die 216 heizte mit Dampf und fuhr 120 km/h. Optisch ähneln sie sich stark – im Zweifel entscheidet die Fahrzeugnummer.
Was bedeutet dieselhydraulisch bei der 218?
Die Motorleistung geht über ein hydraulisches Strömungsgetriebe an die Achsen, nicht über Generator und elektrische Fahrmotoren. Das war der westdeutsche Standardweg. Bauarten aus Beständen der Deutschen Reichsbahn wie die 232 arbeiten dagegen dieselelektrisch – ein grundlegender Unterschied, der auch das Fahrgeräusch prägt.
Wo fährt die Baureihe 218 heute noch?
Auf nicht elektrifizierten Strecken mit lokbespannten Zügen sowie vor Autoreise-, Bau- und Sonderzügen. Welche Umläufe das konkret sind, verschiebt sich mit jedem Fahrplanwechsel und mit jeder Fahrzeugbeschaffung – prüfe den aktuellen Stand über Echtzeitauskunft und Sichtungsmeldungen statt über ältere Listen.
Warum sind so viele 218 bei Privatbahnen unterwegs?
Ausgemusterte Maschinen wurden an Bauunternehmen, private Eisenbahnverkehrsunternehmen und Museumsvereine verkauft. Sie sind robust, verbreitet und im Ersatzteilbestand gut versorgt. Halter und Lackierung wechseln dabei häufig – die Halteranschrift an der Seitenwand ist der schnellste Weg zum aktuellen Eigentümer.
Woran erkenne ich, welche 218 genau vor mir steht?
An der vollständigen Fahrzeugnummer an Front und Seitenwand, ergänzt um die zwölfstellige UIC-Nummer mit Länder- und Halterkürzel. Nur damit lässt sich eine Sichtung eindeutig zuordnen – gerade bei einer Baureihe, von der mehrere hundert Maschinen gebaut wurden.
Zieht die 218 auch Güterzüge?
Ja, das gehörte von Anfang an zum Einsatzspektrum einer Streckendiesellok. Für den reinen Güterdienst ohne Zugheizung entstand aus Altbeständen zusätzlich die Baureihe 225. Heute überwiegen bei privaten Haltern Bau-, Übergabe- und Überführungsleistungen.
Sichtung von Baureihe 218 festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
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