Das Wichtigste in Kürze
- Die 623 ist ein Coradia LINT 41, also die zweiteilige 41-Meter-Variante der LINT-Familie.
- Dieselbe Bauform gibt es zweimal: Die ältere LINT-41-Generation läuft als Baureihe 648, die neuere als 623.
- Schnellster Erkennungsweg: LINT-Kopfform, zwei Wagenteile, Dachkühler – dann die Anschrift lesen.
- Die Nummer ist hier nicht optional: Ohne sie bleibt die Unterscheidung 623 gegen 648 unsicher.
- Betreiber und Netze wechseln mit jeder Vergabe; feste Linienlisten veralten schnell.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Zweiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr |
|---|---|
| Hersteller | Alstom |
| Typenname | Coradia LINT 41 |
| Zugbildung | zwei Wagenteile in fester Formation |
| UIC-Bauartcode | 95 – Dieseltriebwagen und Dieseltriebzüge |
| Verwandte Baureihe | 648 – ältere LINT-41-Generation |
| Betreiber und Einsatznetze | veränderlich – wechseln mit Verkehrsverträgen |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Zwei Wagenteile in fester Formation, kompakter als ein LINT 54
- Dachaufbauten mit Kühler und Auspuff, kein Stromabnehmer
- LINT-typische hohe, kastige Front mit großer Frontscheibe
- Fahrzeugnummer beginnt mit 623 – nicht mit 648
- Einstiege liegen zwischen den Drehgestellen, nicht an den Wagenenden
Aktualisiert: August 2026 – Der Coradia LINT 41 ist der Standard-Dieseltriebwagen im deutschen Regionalverkehr – und er existiert in zwei Baureihen. Die Baureihe 623 ist die jüngere Generation, die ältere läuft als 648. Von außen sind beide kaum zu trennen. Diese Seite zeigt dir, welche Merkmale trotzdem weiterhelfen und warum die Fahrzeugnummer hier keine Nebensache ist.
623 oder 648? Nummer entscheidet.
Halte die Fahrzeugnummer direkt fest, statt sie später zu rekonstruieren – in Traintrack mit einem Griff erledigt.
Was ist die Baureihe 623?
Die Baureihe 623 ist ein Coradia LINT 41 von Alstom, ein zweiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr. Die Zahl im Typennamen beschreibt die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern – rund 41 Meter, verteilt auf zwei Wagenteile. Betreiber sind Regionalverkehrsunternehmen wie vlexx in Rheinland-Pfalz.
Das Besondere an dieser Baureihe ist weniger die Technik als die Systematik: Denselben Fahrzeugtyp gibt es in Deutschland als zwei Baureihen. Die ältere Generation läuft als Baureihe 648, die jüngere als 623. Wer nur „LINT 41“ notiert, verliert genau diese Unterscheidung.
In der Fahrzeugsystematik steht die 623 bei den Dieseltriebwagen: UIC-Bauartcode 95, die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen Fahrzeugnummer. Wie diese Nummer aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.
Bestimmen in vier Schritten
Antrieb klären
Kühler und Auspuff auf dem Dach bedeuten Diesel. Ein Stromabnehmer schließt jede LINT-Dieselbaureihe sofort aus.
Familie erkennen
Hohe, kastige Front mit großer Scheibe und tief sitzenden Scheinwerfern: die LINT-Handschrift. Talent und Desiro Classic sehen deutlich anders aus.
Länge einschätzen
Zwei Wagenteile und ein kompakter Gesamteindruck sprechen für den LINT 41. Wirkt der Zug spürbar länger, bist du eher beim LINT 54.
Nummer lesen
623 oder 648 – das ist die eigentliche Frage bei diesem Fahrzeug, und sie lässt sich nur über die Anschrift beantworten.
Die grundsätzliche Reihenfolge beim Bestimmen erklärt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen – sie hilft besonders dann, wenn mehrere Baureihen dieselbe Bauform teilen.
Die LINT-Familie und ihre Baureihennummern
| Typ | Wagenteile | Deutsche Baureihe(n) | Bestimmungshinweis |
|---|---|---|---|
| Coradia LINT 27 | ein Wagenteil | 640 | eindeutig an der Einteiligkeit |
| Coradia LINT 41 | zwei Wagenteile | 623, 648 | zwei Baureihen für denselben Typ |
| Coradia LINT 54 | zwei Wagenteile | 622 | deutlich länger als der LINT 41 |
| Coradia LINT 81 | drei Wagenteile | 620 | eindeutig an der Dreiteiligkeit |
Zwei Zeilen dieser Tabelle sind zweiteilig – genau hier entstehen die meisten Fehlbestimmungen. Der LINT 54 der Baureihe 622 sieht dem LINT 41 auf den ersten Blick sehr ähnlich, ist aber merklich länger. Eindeutig ist dagegen der einteilige LINT 27 der Baureihe 640: Ein einzelner Wagen kann keine der anderen Varianten sein.
Sieh, welche LINT-Baureihen gemeldet werden
Community-Sichtungen zeigen dir Baureihe und Nummer – die schnellste Antwort auf die Frage 623 oder 648.
Fototipps für den Regionaltriebwagen-Alltag
Der LINT 41 ist ein Alltagsfahrzeug – und genau darin liegt die fotografische Herausforderung: Alltagsmotive brauchen einen Grund, warum man sie ansieht.
Licht wählen, nicht hinnehmen
Flaches Licht am Morgen oder späten Nachmittag zeichnet die Kanten der kastigen Front. Mittagslicht lässt die großen Flächen flau wirken.
Umgebung einbauen
Bahnhofsarchitektur, Landschaft oder Signaltechnik machen aus einem Fahrzeugbild eine Szene – bei häufigen Fahrzeugen ist das der eigentliche Mehrwert.
Dach nicht abschneiden
Die Kühleraufbauten sind das Merkmal, das gegen Elektrovarianten abgrenzt. Ein zu tiefer Standpunkt nimmt dir diese Information.
Nummer lesbar halten
Bei zwei Baureihen für denselben Fahrzeugtyp ist die Anschrift die entscheidende Bildinformation. Plane den Ausschnitt entsprechend.
Die technische Basis – Verschlusszeit, Schärfeebene, Mitzieher – behandelt der Guide gute Fotos von Zügen.
Abstand zur Bahnsteigkante
Bleib hinter der Sicherheitslinie und halte Abstand zur Bahnsteigkante. Der Gleisbereich wird nicht betreten, Betriebsanlagen und Abstellgruppen sind tabu – unabhängig davon, wie interessant das Fahrzeug ist.
Warum es zwei Baureihen für denselben Fahrzeugtyp gibt
Dass ein und derselbe Fahrzeugtyp in Deutschland unter zwei Baureihennummern läuft, wirkt auf den ersten Blick verwirrend. Dahinter steckt aber eine nachvollziehbare Logik, die dir bei vielen anderen Fahrzeugen ebenfalls begegnen wird.
Baureihennummern werden nicht nach Aussehen vergeben, sondern nach technischer und betrieblicher Zusammengehörigkeit. Fahrzeuge, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten, in unterschiedlichen Bauzuständen oder mit unterschiedlicher Ausstattung beschafft wurden, bekommen eigene Nummerngruppen – auch dann, wenn der Kasten identisch aussieht. Werkstätten, Zulassungsunterlagen und Ersatzteillisten müssen die Fahrzeuge sauber auseinanderhalten können, und genau dafür ist die Nummer da.
Bei der LINT-41-Familie führte das zu zwei Baureihen: der älteren 648 und der jüngeren 623. Beide sind Coradia LINT 41, beide sind zweiteilig, beide haben dieselbe Grundform. Die Unterschiede liegen in Details, die man von außen kaum sieht.
Für die Praxis heißt das zweierlei. Erstens: Die Bestimmung über die Bauform endet bei diesem Fahrzeug bei der Familie. Wer weiterkommen will, braucht die Anschrift – es gibt keinen zuverlässigen optischen Ersatz dafür. Zweitens: Wer nur „LINT 41“ notiert, notiert eine Fahrzeugfamilie, keine Baureihe. Für eine auswertbare Sichtung reicht das nicht.
Dasselbe Muster begegnet dir bei zahlreichen anderen Fahrzeugen im deutschen Netz, gerade bei Familien, die über viele Jahre und in mehreren Ausschreibungen beschafft wurden. Wer sich früh angewöhnt, immer die vollständige Nummer mitzulesen, umgeht diese ganze Klasse von Problemen.
Ein letzter Hinweis zur Herangehensweise: Wenn du die Nummer nicht lesen konntest, ist es besser, die Sichtung ausdrücklich als LINT 41 ohne Baureihenzuordnung zu führen, statt zu raten. Eine ehrlich unvollständige Angabe lässt sich später ergänzen – eine falsche Zuordnung fällt niemandem mehr auf.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 623, wenn …
- ein zweiteiliger Triebwagen mit LINT-Kopfform unterwegs ist
- der Zug kompakt wirkt und nicht die Länge eines LINT 54 hat
- Kühler und Auspuff auf dem Dach sitzen
- die Anschrift mit 623 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- du 623 und 648 auseinanderhalten willst – von außen sind sie sich sehr ähnlich
- zwei Einheiten gekuppelt fahren und die Zugmitte nicht einsehbar ist
- eine neue Betreiberlackierung die gewohnte Farbaufteilung ersetzt
Es ist keine 623, wenn …
- ein Stromabnehmer auf dem Dach liegt
- der Zug ein Einzelwagen oder dreiteilig ist
- die Anschrift mit 620, 622, 640 oder 648 beginnt
Fazit
Die Baureihe 623 zeigt beispielhaft, warum Fahrzeugnummern in der Baureihenbestimmung kein Nachtrag sind: Bauform und Kopfform liefern hier nur die Familie, nicht die Baureihe. Wer sich die LINT-Systematik einmal eingeprägt hat – Zahl gleich Länge, Wagenzahl grenzt ein, Nummer entscheidet – bestimmt jedes Fahrzeug dieser Familie in Sekunden.
Kurzfazit
Zweiteiliger LINT mit Dachkühler und kompakter Länge: Das ist ein LINT 41. Ob 623 oder 648, verrät ausschließlich die Anschrift – notiere sie, sonst bleibt die Sichtung unvollständig.
Zusammenfassung
- Der LINT 41 ist die verbreitetste Variante der Coradia-LINT-Familie im deutschen Regionalverkehr.
- Die Baureihe 623 steht für die jüngere Generation dieses Fahrzeugs, die 648 für die ältere.
- Weil sich beide Generationen stark ähneln, führt nur die Fahrzeugnummer zu einer sicheren Zuordnung.
- Einsatzgebiete, Betreiber und Lackierungen solltest du grundsätzlich als veränderlich behandeln.
Häufige Fragen
Was ist die Baureihe 623?
Die Baureihe 623 ist ein Coradia LINT 41 von Alstom, also ein zweiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr. Die 41 im Typennamen steht für die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern. In der Fahrzeugsystematik wird er mit dem UIC-Bauartcode 95 bei den Dieseltriebwagen geführt.
Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 623 und 648?
Beide sind Coradia LINT 41 und sehen sich entsprechend ähnlich. Die 648 ist die ältere Generation, die 623 die jüngere. Unterschiede liegen im Detail – Innenraum, Ausstattung und Zulassungsdaten. Von außen führt nur die Fahrzeugnummer zu einer sicheren Zuordnung.
Wie erkenne ich einen LINT 41 im Feld?
An der LINT-typischen hohen, kastigen Front mit großer Frontscheibe, an zwei Wagenteilen und am Dach mit Kühler und Auspuff statt Stromabnehmer. Weil auch der LINT 54 zweiteilig ist, hilft zusätzlich die Länge: Der LINT 41 wirkt deutlich kompakter.
Was bedeutet die Zahl 41 im Namen?
Sie steht für die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern. Nach demselben Muster sind LINT 27, LINT 54 und LINT 81 benannt. Die Zahl ersetzt damit das Auswendiglernen von Baureihennummern – man muss nur die Länge grob einschätzen können.
Wie unterscheide ich den LINT vom optisch verwandten Elektrotriebzug?
Am Dach. Kühlergitter und Auspuffanlagen bedeuten Dieselantrieb und den Bauartcode 95, ein Stromabnehmer bedeutet elektrischen Antrieb und den Bauartcode 94. Bei nahezu identisch gestalteten Diesel- und Elektrovarianten ist das Dachbild das einzige wirklich sichere Merkmal.
Wer setzt die Baureihe 623 ein?
Das ändert sich mit den Vergaben. Regionalverkehre werden regelmäßig neu ausgeschrieben; mit dem Verkehrsvertrag wechseln oft Betreiber, Netz und Lackierung. Prüfe deshalb den aktuellen Stand über Community-Meldungen statt über ältere Fahrzeug- und Linienlisten.
Fahren LINT 41 auch gekuppelt?
Ja, das ist bei starker Nachfrage üblich. Zwei gekuppelte Einheiten ergeben vier Wagenteile hintereinander, drei entsprechend sechs. Das ist keine andere Baureihe, sondern Mehrfachtraktion – achte auf die Kupplungsstellen zwischen den Einheiten.
Warum trägt die 623 den Bauartcode 95?
Weil die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen Fahrzeugnummer die Bauart angeben und 95 für Dieseltriebwagen und Dieseltriebzüge steht. Hersteller, Baujahr und Länge spielen dabei keine Rolle – entscheidend ist allein, dass die Energie aus einem Dieselmotor kommt.
Sichtung von Baureihe 623 (Alstom Coradia LINT 41) festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
Baureihe 648 (Alstom Coradia LINT 41)
Die Baureihe 648 ist der zweiteilige Coradia LINT 41 – einer der meistverbreiteten Dieseltriebwagen Deutschlands. So bestimmst du ihn sicher und grenzt ihn ab.
DieseltriebwagenBaureihe 622 (Alstom Coradia LINT 54)
Der LINT 54 der Baureihe 622 ist die längere zweiteilige LINT-Variante – und damit der Fall, in dem die Wagenzahl allein nicht zur Bestimmung reicht.
DieseltriebwagenBaureihe 640 (Alstom Coradia LINT 27)
Die Baureihe 640 ist der einteilige Coradia LINT 27 – der kürzeste Vertreter der LINT-Familie. So erkennst du ihn und grenzt ihn gegen die längeren Schwestern ab.
DieseltriebwagenBaureihe 646 (Stadler GTW 2/6)
Der GTW 2/6 der Baureihe 646 ist unverwechselbar: Zwischen den beiden Wagenteilen sitzt ein schmales Antriebsmodul. So erkennst du ihn sicher im Feld.
DieseltriebwagenBaureihe 650 (Stadler Regio-Shuttle RS1)
Der Regio-Shuttle RS1 der Baureihe 650 ist der markanteste einteilige Dieseltriebwagen Deutschlands. So erkennst du ihn an Front, Fenstern und Dach.
DieseltriebwagenBaureihe 654
Die Baureihe 654 gehört zu den Triebwagen mit eigener Energieerzeugung. Diese Seite zeigt, wie du die Nummer einordnest und das Fahrzeug im Feld sicher bestimmst.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
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