Reihe 1141

Die Reihe 1141 ging aus der älteren Reihe 1041 hervor. So erkennst du die vierachsige Altbaulok und verstehst die Logik hinter der Umzeichnung.

Auch bekannt als: ÖBB 1141 · 1141er

ÖsterreichÖsterreichElektrolokomotiven7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Bo'Bo'

Achsfolge

1041

Ursprungsreihe

91 81

UIC-Kennung Ellok/Österreich

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Reihe 1141 ging aus der älteren Reihe 1041 hervor und erhielt im Zuge einer Modernisierung eine neue Reihenbezeichnung.
  • Umzeichnungen sind in Österreich normal: Ein umgebautes Fahrzeug bekommt eine neue Reihennummer, keine bloße Ergänzung.
  • Vier Achsen, kastige Form, führende 1: Damit ist die Lok als ältere ÖBB-Ellok eingeordnet.
  • Verwechslungsgefahr besteht mit den Reihen 1042 und 1142 – hier hilft nur die Anschrift.
  • Einen Regeleinsatz gibt es nicht mehr; erhaltene Maschinen sind historische Fahrzeuge.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Reihe 1141?
  2. 2.Warum Bahnen Fahrzeuge umzeichnen
  3. 3.Bestimmen in drei Schritten
  4. 4.Die vierachsigen ÖBB-Reihen im Vergleich
  5. 5.Beobachten und dokumentieren
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartVierachsige Elektrolokomotive für Reise- und Nahverkehrszüge
AchsfolgeBo'Bo' – zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben
HerkunftAus der älteren ÖBB-Reihe 1041 hervorgegangen
Stromsystem15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom
FahrzeuggenerationNachkriegsbauart der ÖBB, deutlich älter als die Taurus-Familie
UIC-Bauartcode91 (Elektrolokomotive), Länderkennung 81 für Österreich
Einsatzart heutekein Regeleinsatz mehr, historisch erhaltene Einzelstücke

Erkennungsmerkmale

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  • Vier Achsen in zwei Drehgestellen
  • Kastenförmiger Aufbau mit nüchterner Nachkriegsformgebung
  • Führerstände an beiden Enden, flache Frontfläche
  • Reihennummer beginnt mit 1141; ältere Anschriften nennen 1041
  • Deutlich älter wirkend als die vierachsigen Taurus-Reihen
  • Halterkürzel A-ÖBB oder das eines historischen Betreibers

Aktualisiert: August 2026 – Eine vierachsige Ellok mit kastigem Aufbau und einer Nummer, die in älteren Quellen anders lautet als am Fahrzeug: Die Reihe 1141 ist ein gutes Beispiel dafür, wie Umbauten und Umzeichnungen die Fahrzeugbestimmung erschweren können. Diese Seite erklärt die Herkunft der Reihe, die Logik hinter neuen Reihennummern und wie du sie von den ähnlich aussehenden Nachbarreihen trennst.

Umgezeichnete Fahrzeuge sauber erfassen

Notiere immer die Nummer, die am Fahrzeug steht. Mit Traintrack ist die Sichtung in Sekunden dokumentiert.

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Was ist die Reihe 1141?

Die Reihe 1141 ist eine vierachsige Elektrolokomotive der Österreichischen Bundesbahnen mit der Achsfolge Bo’Bo’, betrieben unter 15 kV bei 16,7 Hz. Sie ging aus der älteren Reihe 1041 hervor, die im Zuge einer Modernisierung eine neue Reihenbezeichnung erhielt. Damit gehört sie zur Generation der Nachkriegs-Elloks – deutlich älter als die heute prägenden Taurus-Reihen und äußerlich klar davon zu unterscheiden.

Im Regelverkehr steht sie nicht mehr. Erhaltene Maschinen werden historisch geführt, ihr Einsatz beschränkt sich auf Sonderfahrten und Veranstaltungen. Wie viele Fahrzeuge davon zu einem bestimmten Zeitpunkt betriebsfähig sind, ändert sich fortlaufend und lässt sich nur beim jeweiligen Halter zuverlässig erfragen.

Warum Bahnen Fahrzeuge umzeichnen

Neue Reihennummern für alte Fahrzeuge wirken auf den ersten Blick verwirrend, folgen aber einer nachvollziehbaren Logik.

Wenn eine Lokomotive grundlegend umgebaut wird – neue Steuerung, geänderte Ausrüstung, andere zulässige Geschwindigkeit oder neue Einsatzmöglichkeiten –, ist sie betrieblich nicht mehr dasselbe Fahrzeug wie vorher. Sie darf andere Leistungen fahren, verlangt andere Bedienung und passt in andere Umläufe. Eine eigene Reihenbezeichnung macht diesen Unterschied für Disposition, Werkstatt und Personal eindeutig.

Österreich handhabt das konsequent. Aus der Reihe 1041 wurde die Reihe 1141, aus der Bauserie 1042.5 wurde die Reihe 1142. In beiden Fällen blieb das Grundfahrzeug erkennbar, aber die Nummer wechselte.

Für Spotter hat das eine praktische Folge: Dieselbe Maschine kann in Quellen unter zwei Nummern auftauchen. Ältere Fotos und Literatur nennen die Ursprungsreihe, neuere die umgezeichnete. Wer Sichtungen dokumentiert, notiert deshalb immer die Nummer, die zum Zeitpunkt der Sichtung tatsächlich am Fahrzeug stand – alles andere führt später zu Widersprüchen im eigenen Archiv.

Bestimmen in drei Schritten

Achsen zählen

Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Damit fallen die sechsachsigen Gebirgsbauarten wie die Reihen 1010 und 1110 sofort heraus.

Fahrzeuggeneration einschätzen

Kastiger Aufbau, flache Frontfläche, nüchterne Formgebung: Das ist Nachkriegsbauart. Stark geneigte Fronten gehören zu modernen Familien wie dem Taurus.

Nummer lesen

Erst die vierstellige Reihennummer trennt 1141, 1042 und 1142 zuverlässig voneinander. Sie steht an Front und Seitenwand.

Reihenfolge nicht umdrehen

Achszahl und Fahrzeuggeneration erkennst du auch aus Entfernung und bei schlechtem Licht. Die Nummer brauchst du nur noch zur Bestätigung – aber bei diesen eng verwandten Reihen ist sie unverzichtbar.

Die allgemeine Vorgehensweise beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Die vierachsigen ÖBB-Reihen im Vergleich

Reihe Herkunft Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal
1141 aus der Reihe 1041 hervorgegangen ältere Bauartlinie, eigenständige Reihe
1042 Grundbauart ab 1963 Universallok für Reise- und Güterzüge
1142 aus der Bauserie 1042.5 entwickelt für den Wendezugbetrieb ertüchtigt
1044 jüngere Generation leistungsstärkere Bauart, andere Formgebung
1063 Rangier- und Verschubbereich für den Verschubdienst ausgelegt
1116 Taurus-Familie stark geneigte Front, moderne Bauart

Zum direkten Vergleich lohnt der Blick auf die Reihe 1042 als Grundbauart der Universallok-Linie und auf die ÖBB 1063 als Vertreterin des Verschubdienstes. Wie die europäische Fahrzeugnummer all diese Angaben zusammenführt, erklärt der Guide zum Lesen der UIC-Nummer.

Zwei Nummern, ein Fahrzeug

Bei umgezeichneten Loks lohnt sich ein Foto des Anschriftenfelds – es klärt später jede Unstimmigkeit.

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Beobachten und dokumentieren

Historische Elloks sind planbar, aber selten. Anders als bei Fahrzeugen im Regelverkehr gibt es keinen Umlauf, an dem du dich orientieren könntest – dafür Veranstaltungen, Jubiläen und Sonderfahrten, die lange im Voraus angekündigt werden.

Für die Dokumentation gelten drei Punkte:

  • Nummer vollständig erfassen. Bei eng verwandten Reihen ist sie das einzige eindeutige Merkmal. Ein unscharfes Bild der Seitenwand rettet später keine Zuordnung.
  • Datum konsequent mitschreiben. Anstriche, Anschriften und Halter ändern sich. Ohne Datum ist ein Foto nur begrenzt aussagekräftig.
  • Beide Fahrzeugenden ansehen. Anschriften sind nicht immer auf beiden Seiten gleich gut lesbar, gerade bei älteren Fahrzeugen mit Nachlackierungen.
  • Den Zugverband mitdokumentieren. Welche Wagen an der Lok hingen, ist später oft der einzige Hinweis darauf, in welchem Zusammenhang die Fahrt stattfand – gerade bei Sonderzügen ohne Fahrplanbezug.

Wie du daraus ein Archiv machst, das auch nach Jahren noch durchsuchbar ist, zeigt der Guide zum Sichtungslogbuch.

Ein häufig unterschätzter Punkt ist der Umgang mit widersprüchlichen Quellen. Bei umgezeichneten Fahrzeugen findest du im Netz regelmäßig zwei Angaben zu derselben Maschine, und beide können richtig sein – nur eben für unterschiedliche Zeitpunkte. Die saubere Lösung besteht darin, im eigenen Archiv immer den Beobachtungszeitpunkt mitzuführen und die Nummer so zu notieren, wie sie am Fahrzeug stand. Ergänzende Angaben aus der Literatur gehören in ein separates Feld, nicht in die eigentliche Sichtung.

Das gilt besonders bei historischen Fahrzeugen, die in den Zustand einer früheren Epoche zurückversetzt wurden. Eine solche Maschine kann äußerlich eine ältere Nummer tragen, während sie im aktuellen Fahrzeugregister unter einer anderen geführt wird. Wer beides notiert, hat später keine Lücke – und keine falsche Zuordnung.

Abstellgruppen und Betriebsanlagen sind tabu

Gleise, Bahnsteigkanten, Abstellgruppen, Werkstättenbereiche und Betriebshöfe sind gesperrt – gerade dort, wo historische Fahrzeuge stehen. Rangierfahrten und Überführungen kommen unangekündigt. Fotografiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichen Flächen aus. Welche Regelungen im Einzelfall gelten, richtet sich nach den örtlichen Verhältnissen.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für die Reihe 1141, wenn …

  • die Lok vier Achsen in zwei Drehgestellen hat
  • die Formgebung nüchtern und deutlich älter wirkt
  • die Nummer mit 1141 beginnt
  • ältere Quellen dasselbe Fahrzeug als 1041 führen

Sieh genauer hin, wenn …

  • eine formähnliche vierachsige Lok danebensteht
  • am Fahrzeug noch die alte Reihennummer angeschrieben ist
  • die Lok in einer historischen Lackierung unterwegs ist

Es ist keine 1141, wenn …

  • du sechs Achsen zählst
  • die Nummer mit 1042, 1044 oder 1142 beginnt
  • die Front stark geneigt ist – dann gehört die Lok zur Taurus-Generation

Fazit

Die Reihe 1141 lehrt vor allem eines: Bei Fahrzeugbestimmung zählt die Nummer, die am Fahrzeug steht – nicht die, die irgendwo in einer Liste steht. Umbauten und Umzeichnungen sind in Österreich Alltag, und dieselbe Maschine kann über ihr Leben mehrere Reihenbezeichnungen tragen. Vier Achsen und eine kastige Nachkriegsform grenzen den Kandidatenkreis ein; die Anschrift entscheidet.

Kurzfazit

Vierachsige ÖBB-Ellok, aus der älteren Reihe 1041 hervorgegangen. Erkennungsweg: Achsen zählen, Fahrzeuggeneration einschätzen, Nummer lesen. Ältere Quellen führen dieselben Maschinen unter der Ursprungsbezeichnung.

Dein Archiv kennt den richtigen Stand

Nummer, Datum und Standort zusammen abgelegt – so bleibt nachvollziehbar, wie ein Fahrzeug zum Zeitpunkt deiner Sichtung angeschrieben war.

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Zusammenfassung

  • Die Reihe 1141 steht für die Modernisierungswelle, mit der die ÖBB ihre vierachsigen Nachkriegs-Elloks länger nutzbar machten.
  • Weil dabei neue Reihennummern vergeben wurden, tauchen dieselben Fahrzeuge in Quellen unter zwei Bezeichnungen auf.
  • Für die Bestimmung im Feld reichen Achszahl, Formgebung und die Nummer an der Seitenwand.
  • Wo einzelne Maschinen heute stehen und wer sie hält, ändert sich – prüfe stets aktuelle Angaben.

Häufige Fragen

Was ist die ÖBB-Reihe 1141?

Die Reihe 1141 ist eine vierachsige Elektrolokomotive der ÖBB mit der Achsfolge Bo'Bo'. Sie ging aus der älteren Reihe 1041 hervor, die im Zuge einer Modernisierung eine neue Reihenbezeichnung erhielt. Heute steht sie nicht mehr im Regelverkehr; erhaltene Maschinen werden historisch geführt.

Warum bekommt ein Fahrzeug eine neue Reihennummer?

Weil sich mit einem größeren Umbau die technischen Eigenschaften ändern – etwa Steuerung, zulässige Geschwindigkeit oder Einsatzmöglichkeiten. Eine neue Reihenbezeichnung macht diesen Unterschied im Betrieb eindeutig sichtbar. In Österreich ist das gängige Praxis: Aus der 1041 wurde die 1141, aus der Bauserie 1042.5 die Reihe 1142.

Wie unterscheide ich 1141, 1042 und 1142?

Über die Anschrift, denn alle drei sind vierachsige Elloks derselben Epoche mit ähnlicher Silhouette. Die 1042 ist die Universallok ab 1963, die 1142 entstand aus deren Bauserie 1042.5, und die 1141 stammt aus der älteren 1041-Linie. Formmerkmale allein reichen hier nicht aus.

Was bedeutet die Achsfolge Bo'Bo'?

Der Buchstabe B nennt zwei Achsen in einem Drehgestell, das kleine o zeigt an, dass jede Achse einen eigenen Fahrmotor hat, und der Apostroph steht für die drehbare Lagerung. Bo'Bo' bedeutet also: zwei zweiachsige Drehgestelle, vier Achsen, alle einzeln angetrieben – die klassische Bauform für Universallokomotiven.

Wie funktioniert das österreichische Reihenschema?

Die ÖBB bezeichnen Triebfahrzeuge als Reihe mit meist vierstelliger Zahl. Die erste Ziffer nennt die Traktionsart: 1 für Elektrolokomotiven, 2 für Diesellokomotiven, 4 für Elektrotriebwagen, 5 für Dieseltriebwagen. Dampflokomotiven behielten kürzere Nummern – zweistellig auf Normalspur, dreistellig bei Schmalspur.

Fährt die Reihe 1141 heute noch?

Nicht im Regelverkehr. Der planmäßige Einsatz ist seit langem beendet; einzelne Maschinen wurden historisch erhalten und kommen allenfalls bei Sonderfahrten zum Vorschein. Betriebsfähigkeit, Halter und Anstrich solcher Fahrzeuge ändern sich mit Fristen und Vereinsarbeit und sollten immer beim Betreiber geprüft werden.

Warum finde ich dieselbe Lok unter zwei Nummern?

Weil Quellen unterschiedliche Zeitschnitte abbilden. Ältere Literatur und Fotos nennen die Ursprungsreihe 1041, neuere Angaben die Reihe 1141. Beide meinen dasselbe Fahrzeug in unterschiedlichen Bauzuständen. Wer Sichtungen dokumentiert, sollte deshalb immer die am Fahrzeug angeschriebene Nummer notieren.

Worauf achte ich beim Fotografieren?

Auf eine Dreiviertelansicht und auf lesbare Anschriften. Kastige Loks dieser Epoche wirken frontal flach; ein Winkel von 30 bis 45 Grad gibt ihnen Volumen. Weil die verwandten Reihen sich äußerlich stark ähneln, ist ein zusätzliches Bild des Anschriftenfelds oft der einzige spätere Nachweis für die richtige Zuordnung.

Sichtung von Reihe 1141 festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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