BLS RABe 515 (MUTZ)

Der RABe 515 „MUTZ“ ist der Doppelstock-Triebzug der BLS aus der Stadler-KISS-Familie. So liest du die Schweizer Bezeichnung und erkennst ihn sicher am Bahnsteig.

Auch bekannt als: MUTZ · RABe 515 · Stadler KISS

SchweizSchweizElektrotriebzüge7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der RABe 515 ist ein Doppelstock-Triebzug der BLS aus der Stadler-KISS-Familie, ausgelegt auf Regional- und S-Bahn-Verkehr.
  • Schnellster Erkennungsweg: zwei Fensterreihen, keine Lokomotive, BLS-Anschrift, Bezeichnung RABe 515.
  • Die Buchstaben A und B zeigen an, dass beide Wagenklassen mitgeführt werden – ein D für Gepäck fehlt.
  • Der Übername MUTZ greift das Berner Wappentier auf: Mutz heißt im Berndeutschen Bär.
  • Linien und Umläufe ändern sich mit Fahrplanjahren und Vergaben – prüfe den aktuellen Stand.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der BLS RABe 515?
  2. 2.Die Schweizer Bezeichnung lesen
  3. 3.Erkennen am Bahnsteig
  4. 4.Doppelstock-Triebzug oder Wendezug mit Lok?
  5. 5.Fototipps für Doppelstock-Triebzüge
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartDoppelstöckiger Elektrotriebzug für den Regional- und S-Bahn-Verkehr
BezeichnungRABe 515 – R = schnelllaufend, A = 1. Klasse, B = 2. Klasse, e = elektrisch
BauartDoppelstock-Triebzug aus der Stadler-KISS-Familie
BetreiberBLS
ÜbernameMUTZ – im Berndeutschen die Bezeichnung für den Bären
UIC-Ländercode85 (Schweiz)

Erkennungsmerkmale

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Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Zwei Fensterreihen übereinander über weite Teile der Zuglänge
  • Durchgehender Triebzug ohne separate Lokomotive
  • Türbereiche liegen tief, dazwischen steigt der Wagenkasten zum Oberdeck an
  • Bezeichnung RABe 515 und BLS-Anschrift am Fahrzeug
  • Regional- und S-Bahn-Beschilderung statt Fernverkehrszielen
  • Wagenkastenprofil mit sichtbarem Übergang zwischen Tief- und Hochbereich

Aktualisiert: August 2026 – Zwei Fensterreihen übereinander, keine Lokomotive an der Spitze, BLS-Anschrift an der Flanke: Das ist der RABe 515, im Berner Raum meist nur MUTZ genannt. Diese Seite erklärt, was die Schweizer Bezeichnung aussagt, wie du den Zug von anderen Doppelstockfahrzeugen trennst und worauf es beim Fotografieren ankommt.

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Was ist der BLS RABe 515?

Der BLS RABe 515 ist ein doppelstöckiger Elektrotriebzug aus der KISS-Familie von Stadler Rail, beschafft für den Regional- und S-Bahn-Verkehr der BLS. Er fährt als durchgehende Einheit ohne separate Lokomotive und führt erste wie zweite Wagenklasse.

Der Übername MUTZ greift das Berner Wappentier auf: Mutz ist im Berndeutschen die Bezeichnung für den Bären. Solche Übernamen sind in der Schweiz die Regel und im Alltag geläufiger als die technische Bezeichnung – für ein sauberes Sichtungslogbuch zählt trotzdem die Fahrzeugnummer.

Betrieblich steht der RABe 515 für eine klare Idee: mehr Sitzplätze auf gleicher Zuglänge. Wo Bahnsteige nicht beliebig verlängert werden können, ist das zweite Deck die naheliegende Antwort. Im BLS-Bestand steht er damit neben einstöckigen Fahrzeugen wie dem RABe 525 „Nina“, der eine ganz andere Aufgabe erfüllt.

Die Schweizer Bezeichnung lesen

Das Schweizer System verrät mehr als eine deutsche Baureihennummer – wenn man weiß, wie man es liest.

Großbuchstaben = Klassen und Abteile

Bei Triebzügen stehen die Großbuchstaben für die mitgeführten Wagenklassen und Abteile: A erste Klasse, B zweite Klasse, D Gepäck. Ein vorangestelltes R kennzeichnet ein schnelllaufendes Fahrzeug.

Kleines e = elektrisch

Das kleine e steht für elektrischen Antrieb. Kleinbuchstaben beschreiben in der Schweiz durchgehend die Technik, Großbuchstaben den Inhalt des Fahrzeugs.

Bruchzahl oder Nummernreihe

Ältere Fahrzeuge tragen eine Bruchzahl: Zähler gleich angetriebene Achsen, Nenner gleich Gesamtachsen – etwa Re 4/4 für alle vier Achsen angetrieben. Moderne Triebzüge wie der RABe 515 bekommen stattdessen eine dreistellige Nummernreihe.

Die Systematik trägt weit über dieses eine Fahrzeug hinaus. Wie du sie in eine feste Reihenfolge von Beobachtungen übersetzt, beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen. Die international gültige Fahrzeugnummer mit dem Schweizer Ländercode 85 erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrem Aufbau.

Erkennen am Bahnsteig

Doppelstockfahrzeuge sind leicht zu erkennen, aber schwer voneinander zu unterscheiden. Der Weg führt deshalb über drei Stufen: Bauform, Betreiber, Bezeichnung.

Beobachtung Was du siehst Was daraus folgt
Fensterreihen zwei übereinander Doppelstockfahrzeug
Zugspitze keine eigenständige Lok Triebzug, kein Wendezug mit Lok
Anschrift Betreiber BLS grenzt stark ein
Bezeichnung RABe 515 eindeutige Zuordnung
Zugziel Regional- oder S-Bahn-Linie passt zum Einsatzprofil
Türbereich tief liegend, Wagenkasten steigt dazwischen an typisches Doppelstockprofil

Betreiberanschrift zuerst lesen

Bei Doppelstock-Triebzügen aus derselben Fahrzeugfamilie ist der Betreiber oft schneller zu erkennen als das Fahrzeug selbst. Anschrift und Farbgebung grenzen in einem Schritt ein, wofür du sonst mehrere Detailmerkmale bräuchtest.

Bestände und Linien ändern sich

Welche Linien mit RABe 515 gefahren werden und wie viele Einheiten im Einsatz stehen, verschiebt sich mit Fahrplanwechseln, Vergaben und Fristen. Nutze aktuelle Auskünfte und Community-Sichtungen statt älterer Übersichten.

Doppelstock-Triebzug oder Wendezug mit Lok?

Diese Unterscheidung ist im Schweizer Netz die häufigste Fehlerquelle, weil beide Varianten von Weitem gleich aussehen: eine lange Reihe hoher Wagen mit zwei Fensterreihen. Der Unterschied steckt an den Zugenden.

Ein Wendezug besteht aus einer eigenständigen Lokomotive und einem Wagenzug mit Steuerwagen am anderen Ende. Die Lok kann getrennt und anders eingesetzt werden, sie trägt eine eigene Bezeichnung nach dem Muster Re 4/4 oder Re 460 und hat ein anderes Wagenkastenprofil als die Wagen dahinter. Ein Triebzug wie der RABe 515 dagegen ist eine betriebliche Einheit: Die Antriebstechnik verteilt sich über den Zug, das Fahrzeug wird als Ganzes geführt und trägt eine einzige Bezeichnung.

Für die Praxis heißt das: Sieh dir zuerst das vordere Zugende an. Steht dort ein Fahrzeug, das sich in Höhe, Form und Fensteranordnung klar vom Rest unterscheidet, ist es eine Lok – dann bestimmst du die Lok und nicht den Zug. Setzt sich die Wagenkastenlinie dagegen ohne Bruch bis zur Führerstandsscheibe fort, hast du einen Triebzug vor dir.

Der zweite Hinweis sind die Übergänge. Bei einem Triebzug sind sie meist eng verkleidet und wirken wie Teil der Karosserie; bei einem klassischen Wagenzug sieht man eher konventionelle Faltenbälge und Puffer. Der dritte ist die Anschrift: Steht am Fahrzeug eine Bezeichnung mit Bruchzahl oder eine reine Loknummer, ist es keine Triebzugeinheit.

Sieh, was gerade unterwegs ist

Community-Sichtungen zeigen dir aktuelle Fahrzeugeinsätze – praktisch, wenn du eine bestimmte Einheit suchst.

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Fototipps für Doppelstock-Triebzüge

Ein hoher Wagenkasten ist ein undankbares Motiv: Am Bahnsteig steht man zu nah und zu tief, das Fahrzeug kippt im Bild nach hinten weg. Vier Punkte helfen.

Abstand statt Weitwinkel

Geh am Bahnsteig so weit zurück wie möglich und arbeite mit längerer Brennweite. Das reduziert die stürzenden Linien, die ein Weitwinkel aus der Nähe erzeugt.

Leicht erhöhter Standpunkt

Von einer öffentlich zugänglichen Überführung oder einem höheren Bahnsteigbereich wirkt der Zug ausgewogener. Betriebsanlagen und Gleise bleiben dabei tabu.

Flaches Licht nutzen

Morgens und am späten Nachmittag zeichnet das Licht die Kanten des Wagenkastens. Mittagslicht lässt die großen Flächen flau wirken und erzeugt harte Schatten unter dem Dach.

Anschrift separat dokumentieren

Ein zweites, engeres Bild der Fahrzeugnummer macht aus dem Motiv eine belegbare Sichtung – bei großen Serien der entscheidende Unterschied.

Wie du diese Einzelbilder zu einer auswertbaren Sammlung machst, statt sie nur im Kamerarollfilm zu stapeln, beschreibt der Guide zum Sichtungslogbuch. Und am Bahnsteig gilt ausnahmslos: hinter der Sicherheitslinie bleiben, Gleise nicht betreten. Die Regeln fasst der Beitrag zum Sicherheitsabstand am Gleis zusammen.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für den RABe 515, wenn …

  • der Zug zwei Fensterreihen übereinander hat
  • keine eigenständige Lokomotive an der Spitze läuft
  • die Anschrift BLS lautet
  • am Fahrzeug RABe 515 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • ein anderer Doppelstock-Triebzug derselben Fahrzeugfamilie im Bild ist
  • du nur einen Wagen in der Mitte des Zuges siehst
  • die Anschriften durch Gegenlicht oder Verschmutzung unlesbar sind

Es ist kein RABe 515, wenn …

  • der Zug einstöckig ist – dann kommen andere BLS-Triebzüge infrage
  • vorn eine eigenständige Lokomotive einen Wendezug schiebt oder zieht
  • die Bezeichnung eine andere Nummernreihe nennt

Im BLS-Bestand ist der naheliegende Nachbar der einstöckige RABe 535 „Lötschberger“ für den RegioExpress-Verkehr – er fällt über die fehlende zweite Fensterreihe sofort heraus. Deutlich schwieriger ist die Abgrenzung zum RABe 511 der SBB, der aus derselben Doppelstockfamilie stammt; hier entscheidet die Betreiberanschrift.

Fazit

Der RABe 515 ist ein Fahrzeug, das man in zwei Schritten sicher hat: erst die Bauform – Doppelstock, Triebzug, keine Lok –, dann die Anschrift. Genau in dieser Reihenfolge geht es am schnellsten, weil die Bauform aus 200 Metern erkennbar ist und die Anschrift erst aus der Nähe. Wer über den Übernamen hinaus dokumentieren will, notiert die Fahrzeugnummer.

Kurzfazit

Zwei Fensterreihen, keine Lokomotive, BLS-Anschrift: Das ist der MUTZ. Für die Sammlung zählt die Fahrzeugnummer – bei großen Triebzugserien ist sie die einzige Information, die eine Sichtung von der nächsten unterscheidet.

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Zusammenfassung

  • Doppelstock-Triebzüge lösen im Schweizer Regionalverkehr das Kapazitätsproblem kurzer Bahnsteige: mehr Sitzplätze auf gleicher Zuglänge.
  • Die Bezeichnung RABe 515 beschreibt Klassen und Antrieb, die Nummernreihe ordnet das Fahrzeug im Bestand ein.
  • Für die Bestimmung reichen zwei Fensterreihen, fehlende Lokomotive und die Betreiberanschrift.
  • Fotografisch ist der hohe Wagenkasten anspruchsvoll – flaches Licht und ein leicht erhöhter Standpunkt helfen.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Bezeichnung RABe 515?

R kennzeichnet ein schnelllaufendes Fahrzeug, A die erste Wagenklasse, B die zweite und das kleine e den elektrischen Antrieb. Die 515 ist die dreistellige Nummernreihe, unter der die BLS diese Triebzüge führt. Ein D für ein Gepäckabteil fehlt in der Bezeichnung.

Wofür steht der Übername MUTZ?

Der Übername greift das Berner Wappentier auf – Mutz ist im Berndeutschen die Bezeichnung für den Bären. Solche Übernamen sind in der Schweiz verbreitet und im Alltag geläufiger als die technische Bezeichnung, ersetzen sie für die Dokumentation aber nicht.

Wie erkenne ich den RABe 515 am schnellsten?

An zwei Fensterreihen übereinander und dem Fehlen einer Lokomotive. Ein Doppelstockzug, der als durchgehende Einheit fährt, ist ein Doppelstock-Triebzug. Die BLS-Anschrift und die Bezeichnung RABe 515 am Fahrzeug bestätigen die Zuordnung.

Was ist ein KISS-Triebzug?

KISS ist die Produktbezeichnung für die Doppelstock-Triebzugfamilie von Stadler. Sie wird von verschiedenen Bahnen in unterschiedlichen Längen und Ausstattungen beschafft. Das heißt: Zwei KISS können ähnlich aussehen und trotzdem unterschiedlichen Betreibern und Nummernreihen angehören.

Wie unterscheide ich RABe 515 und RABe 511?

Beide sind Doppelstock-Triebzüge aus der KISS-Familie, gehören aber zu verschiedenen Betreibern und Nummernreihen. Am schnellsten hilft die Anschrift: BLS beim RABe 515, SBB beim RABe 511. Farbgebung und Detailausführung unterscheiden sich ebenfalls, die Bezeichnung ist aber der verlässliche Weg.

Warum setzt man im Regionalverkehr Doppelstockzüge ein?

Weil die Bahnsteiglänge in Bahnhöfen begrenzt ist. Ein zweites Deck bringt auf gleicher Zuglänge deutlich mehr Sitzplätze, ohne dass Bahnsteige verlängert werden müssen. Auf stark nachgefragten S-Bahn- und Regionallinien ist das der entscheidende Vorteil gegenüber einstöckigen Fahrzeugen.

Wo verkehrt der RABe 515?

Im Regional- und S-Bahn-Verkehr der BLS. Welche Linien und Umläufe konkret mit RABe 515 gefahren werden, ändert sich mit Fahrplanjahren, Vergaben und Fahrzeugverfügbarkeit. Prüfe deshalb den aktuellen Stand über Fahrplanauskunft und Sichtungen aus der Community.

Was gehört in eine gute Sichtungsnotiz?

Die vollständige Fahrzeugnummer, Datum, Ort und Linie. Schweizer Fahrzeuge tragen in der UIC-Nummer den Ländercode 85. Bei Triebzügen einer großen Serie ist die Nummer die einzige Information, die eine Sichtung von der nächsten unterscheidet.

Sichtung von BLS RABe 515 (MUTZ) festhalten

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