CAF Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles

CAF ist der große spanische Fahrzeughersteller, der außerhalb Spaniens vor allem als Straßenbahnbauer wahrgenommen wird. Die Urbos-Familie fährt in halb Europa, die Civity-Triebzüge erreichen inzwischen auch den deutschen Regionalverkehr. Beide haben eine erkennbare Handschrift.

Auch bekannt als: CAF · Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles S.A. · CAF Group

SpanienSpanienHersteller & Bahntechnikseit 19177 Min. Lesezeit

1917

Gründungsjahr in Beasain

3

Fahrzeugfamilien: Urbos, Civity, Oaris

557

deutsche Baureihe des Civity BEMU

2018

Solaris kommt zur Gruppe

Das Wichtigste in Kürze

  • CAF ist ein baskischer Fahrzeughersteller mit Sitz in Beasain, gegründet 1917 – und heute in ganz Europa vertreten.
  • Urbos ist die Straßenbahnfamilie, Civity die Familie für Regionaltriebzüge, Oaris die Hochgeschwindigkeitsplattform.
  • Der Energiespeicher auf dem Dach ist das auffälligste CAF-Merkmal, wo Strecken ohne Oberleitung befahren werden.
  • In Deutschland kommt CAF über die Baureihe 557 an – einen batterieelektrischen Civity.
  • Eine Hausfarbe gibt es nicht. CAF-Fahrzeuge tragen immer die Farben des bestellenden Verkehrsunternehmens.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Ein baskischer Konzern, den du eher an der Haltestelle triffst
  8. 8.Urbos, Civity, Oaris – die Handschrift der drei Familien
  9. 9.So näherst du dich einem unbekannten Fahrzeug
  10. 10.Wo CAF-Fahrzeuge realistisch erreichbar sind
  11. 11.CAF eintragen oder lieber offenlassen?
  12. 12.Fazit
  13. 13.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle im SystemFahrzeughersteller für Straßenbahn, Metro, Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr
StammsitzBeasain im Baskenland, Nordspanien
Gründung1917 – die Werksgeschichte in Beasain reicht noch weiter zurück
StraßenbahnfamilieUrbos – niederflurig, modular, mit optionalem Energiespeicher
NahverkehrsfamilieCivity – Regionaltriebzüge, auch als batterieelektrische Variante
HochgeschwindigkeitOaris – die kleinste und seltenste der Produktfamilien
Über die Bahn hinausDer polnische Bushersteller Solaris gehört zur Gruppe
Kein EVUCAF führt keine Züge, betreibt aber Instandhaltungsverträge für Betreiber
Offizielle Websitewww.cafmobility.com

Geschäftsfelder

Straßen- und Stadtbahnen – die Urbos-Familie in unterschiedlichen Längen und Spurweiten
Regional- und Nahverkehrstriebzüge – Civity als Diesel-, Elektro- und Batterievariante
Metro- und Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge – U-Bahn-Züge für mehrere Netze, dazu die Oaris-Plattform
Signal- und Leittechnik – eigene Sparte für Zugsicherung und Betriebsleitsysteme
Instandhaltung und Servicewerkstätten – Wartungsverträge über die Lebensdauer ganzer Flotten
Busbau – über die polnische Tochter Solaris, außerhalb des Schienenverkehrs

Struktur & Marken

CAF Signalling – Zugsicherungs- und Leittechnik als eigenständige Sparte
CAF Rail Services – Instandhaltung und Flottenbetreuung für Kunden
CAF Power & Automation – Antriebs- und Energiespeichertechnik
Solaris Bus & Coach – polnischer Bushersteller, seit 2018 in der Gruppe

Geschichte im Zeitraffer

1917Gründung der Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles in Beasain. Der Standort im Baskenland baut zu dieser Zeit vor allem Wagen und Fahrwerke.
1990erAus dem Wagenbauer wird ein Systemanbieter: CAF liefert komplette Triebzüge statt einzelner Komponenten und tritt international auf.
2000erDie Straßenbahnfamilie Urbos etabliert sich. Dazu kommt ein Energiespeicher, mit dem Abschnitte ohne Oberleitung befahren werden können.
2010erDie Civity-Triebzüge gewinnen Ausschreibungen außerhalb Spaniens, unter anderem in Großbritannien und in den Niederlanden.
2018Der polnische Bushersteller Solaris kommt zur Gruppe. CAF ist damit nicht mehr nur Schienenfahrzeugbauer.
2020erBatterieelektrische Civity-Varianten kommen in den deutschen Regionalverkehr – als Baureihe 557.

Woran du CAF Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles erkennst

Gehört der Zug wirklich zu CAF Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Urbos-Straßenbahnen sind durchgehend niederflurig und wirken durch große Fensterflächen sehr offen
  • Dachaufbauten für den Energiespeicher – wo oberleitungsfrei gefahren wird, sitzen die Speicher sichtbar auf dem Dach
  • Modulare Längen – dieselbe Urbos-Bauart erscheint je nach Stadt kürzer oder deutlich länger
  • Civity-Triebzüge tragen eine stark geneigte Frontscheibe und eine glatte, kantenarme Kopfform
  • Herstellerhinweis am Einstieg oder Wagenübergang – bei Straßenbahnen oft die einzige Herstellerangabe am Fahrzeug
  • Fahrzeugnummer nach nationalem Schema – CAF liefert in viele Länder, die Nummerierung folgt dem Besteller, nicht dem Hersteller
  • Lackierung immer in Verkehrsunternehmensfarben – eine CAF-Hausfarbe gibt es nicht

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Urbos-Straßenbahnen fahren in vielen europäischen Städten und sind leicht erreichbar
  • Die Familie ist modular, sodass sich Varianten gut vergleichen lassen
  • Straßenbahnen fahren im Straßenraum und sind ohne Betretungsprobleme fotografierbar
  • Batteriebetriebene Civity-Züge sind in Deutschland noch neu und damit ein dankbares Sammelthema
  • Der Hersteller ist über die Fahrzeugtypen gut dokumentiert, auch außerhalb Spaniens

Wo es hakt

  • In Spanien selbst laufen viele CAF-Fahrzeuge in Konsortialprojekten, die Zuordnung ist dort schwierig
  • Straßenbahnen tragen selten ein gut lesbares Fabrikschild
  • Die Oaris-Plattform ist so selten, dass eine gezielte Sichtung praktisch unmöglich ist
  • Zu Stückzahlen und Flottengrößen einzelner Baureihen gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht
  • Die spanischen Netze sind für europäische Spotter durch Spurweite und Zugangsregeln weniger zugänglich

Aktualisiert: August 2026 – Wer in Mitteleuropa an spanische Fahrzeughersteller denkt, denkt an Talgo. Dabei ist CAF derjenige, dem du im Alltag deutlich häufiger begegnest – nur meist nicht auf der Eisenbahn, sondern in einem Straßenbahnnetz. Die Urbos-Familie fährt in einer ganzen Reihe europäischer Städte, und über die Civity-Triebzüge kommt der Hersteller inzwischen auch auf deutsche Regionalstrecken.

Tram- und Bahnsichtungen an einem Ort sammeln

Ob Urbos im Straßenraum oder Civity auf der Regionalstrecke – erfasse beides im selben Logbuch.

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Ein baskischer Konzern, den du eher an der Haltestelle triffst

CAF sitzt in Beasain, einer Kleinstadt im spanischen Baskenland, und wurde 1917 gegründet. Die Werksgeschichte am Ort reicht weiter zurück; das Unternehmen begann als Wagen- und Fahrwerkbauer und wurde erst später zum Anbieter kompletter Fahrzeuge.

Genau diese Entwicklung erklärt, warum CAF außerhalb Spaniens anders wahrgenommen wird als zu Hause. In Spanien ist der Hersteller Teil des klassischen Eisenbahnbaus und häufig in Konsortien mit anderen Firmen unterwegs, was die Zuordnung einzelner Baureihen erschwert. Im Ausland tritt er dagegen mit klar benannten Produktfamilien auf – und die kannst du sauber auseinanderhalten.

Wichtig ist dabei die Abgrenzung: CAF ist ein Hersteller, kein Betreiber. Der Konzern hält keine Verkehrsverträge und fährt keine Züge. Was er zusätzlich anbietet, ist die Instandhaltung ganzer Flotten über deren Lebensdauer, dazu Signal- und Leittechnik als eigene Sparte. In der Praxis heißt das: Der Name kann dir in einem Werk, auf einem Wartungsaufkleber oder in einer Ausschreibungsmeldung begegnen, ohne dass am Zug selbst etwas darauf hindeutet.

1917Gründung in Beasain, Baskenland
3Fahrzeugfamilien: Urbos, Civity, Oaris
2018Solaris kommt zur Gruppe
0Züge, die CAF selbst führt

Urbos, Civity, Oaris – die Handschrift der drei Familien

Familie Einsatzfeld Typisches Merkmal Wo du sie triffst
Urbos Straßen- und Stadtbahn durchgehend niederflurig, modular verlängerbar Straßenbahnnetze in mehreren Ländern
Civity Regional- und Nahverkehr glatte Kopfform, stark geneigte Frontscheibe Regionalstrecken, auch als Batteriezug
Oaris Hochgeschwindigkeit eigenständige Plattform, sehr kleine Stückzahl praktisch nirgends planbar
Metro-Fahrzeuge U-Bahn-Netze netzspezifische Bauarten ohne Familienname einzelne europäische Metros

Die GVB CAF Urbos in Amsterdam ist ein gutes Studienobjekt, weil sich dort die Grundzüge der Familie gut zeigen: ein durchgehend niedriger Fußboden, große Fensterflächen und ein Aufbau aus mehreren Modulen. Genau dieser modulare Aufbau ist der Grund, warum zwei Urbos-Fahrzeuge aus verschiedenen Städten unterschiedlich lang sein können und trotzdem derselbe Typ sind.

Auf der Eisenbahn erreicht CAF Deutschland über die Baureihe 557, einen batterieelektrischen Civity. Damit steht der Hersteller im selben Wettbewerbsfeld wie Stadler Rail und Siemens Mobility, die den deutschen Regionalverkehr bisher weitgehend unter sich aufteilten.

Die Hochgeschwindigkeitsplattform Oaris rundet das Programm nach oben ab, blieb aber eine Randerscheinung. Zu ihrem heutigen Bestand gibt es keine belastbare öffentliche Quelle, und eine gezielte Sichtung lässt sich in Mitteleuropa nicht planen. Dazu kommen Metro-Fahrzeuge für einzelne U-Bahn-Netze, die ohne Familiennamen geführt werden und sich stark am jeweiligen Netz orientieren – hier gibt es keine durchgängige Bauform, an der du den Hersteller festmachen könntest.

Der Stromabnehmer verrät den Batteriezug

Ein Fahrzeug, das auf freier Strecke mit abgesenktem Stromabnehmer unter fehlender Oberleitung weiterfährt, arbeitet aus dem Speicher. Bei Straßenbahnen gilt dasselbe Prinzip auf kurzen oberleitungsfreien Abschnitten. Das ist ein Betriebsmerkmal, kein Herstellermerkmal – aber es zeigt dir, dass du genauer hinsehen solltest.

So näherst du dich einem unbekannten Fahrzeug

Verkehrsart bestimmen

Straßenbahn oder Eisenbahn? Davon hängt ab, welche Familie überhaupt infrage kommt. Der Unterschied ist nicht immer offensichtlich – Stadtbahn oder Straßenbahn hilft weiter.

Module zählen

Zähle bei Straßenbahnen die Wagenteile und Gelenke. Diese Zahl unterscheidet Varianten derselben Familie zuverlässiger als jede Farbe.

Kopfform vergleichen

Die geneigte, kantenarme Front der Civity-Züge ist ein guter Ausgangspunkt. Vergleiche sie bewusst mit Fahrzeugen anderer Hersteller.

Dach absuchen

Zusätzliche Aufbauten deuten auf Energiespeicher oder Klimatechnik. Bei Batteriefahrzeugen ist das ein deutliches Signal.

Nummer und Betreiber notieren

CAF liefert nach nationalen Nummernschemata. Wie du sie liest, steht im Guide zur UIC-Nummer.

Ist das ein Urbos?

Hak ab, was du am Fahrzeug tatsächlich gesehen hast.

Der Herstellerhinweis am Einstieg wiegt am schwersten – er ist oft die einzige eindeutige Angabe.

Wo CAF-Fahrzeuge realistisch erreichbar sind

Für europäische Spotter ist der bequemste Zugang das Straßenbahnnetz. Trams fahren im öffentlichen Straßenraum, sind gut zugänglich und lassen sich ohne besondere Vorkehrungen fotografieren. Welche Netze sich dafür lohnen, ordnet der Überblick zu europäischen Tramnetzen ein. In Amsterdam Centraal triffst du Straßenbahn und Eisenbahn direkt nebeneinander.

Die spanischen Netze sind deutlich anspruchsvoller. In Madrid Puerta de Atocha und Barcelona Sants siehst du ein breites Spektrum, aber die Zuordnung einzelner Baureihen zu Herstellern ist heikel: Renfe führt ihre Fahrzeuge unter eigenen Serienbezeichnungen, und viele davon entstanden in Konsortien mehrerer Hersteller.

Urbos-Varianten europaweit vergleichen

Mit der Traintrack App siehst du, welche Fahrzeuge andere in welchem Netz gerade melden.

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CAF eintragen oder lieber offenlassen?

Trag CAF ein, wenn …

  • ein Herstellerhinweis am Fahrzeug lesbar ist
  • der Fahrzeugtyp eindeutig einer der Familien zugeordnet ist
  • der Betreiber die Bauart öffentlich als Urbos oder Civity führt

Notiere mit Vorbehalt, wenn …

  • die Bauform passt, aber kein Schriftzug erkennbar war
  • es sich um ein spanisches Fahrzeug aus einem Konsortialprojekt handelt
  • du das Fahrzeug nur in Bewegung und aus der Ferne gesehen hast

Trag CAF nicht ein, wenn …

  • nur die Niederflurbauweise als Argument dient – das ist heute Standard
  • das Fahrzeug ein Solaris-Produkt ist und nicht aus dem Schienenprogramm stammt
  • die Lackierung dich an ein anderes Netz erinnert, ohne dass Technik dafür spricht

Straßenbahnen sind kein einfacheres Fotomotiv

Im Straßenraum kommen Fußgänger, Radfahrer und Autos dazu. Halte Abstand zum Gleisbereich, blockiere keine Haltestellen und beachte, dass auch Fahrgäste auf deinen Bildern landen können. Der Beitrag Sicherheitsabstand am Gleis gilt sinngemäß auch für Tramgleise – nur ist der Verkehr dort dichter.

Fazit

CAF ist der Hersteller, den viele Spotter täglich sehen und selten benennen. Das liegt an der Produktlogik: Straßenbahnen tragen keine großen Herstellerlogos, und in Spanien verschwindet der Name hinter Konsortien und nationalen Serienbezeichnungen.

Wer die drei Familien kennt, kommt trotzdem weit. Urbos im Stadtverkehr, Civity im Regionalverkehr, Oaris als seltene Ausnahme – mit dieser Einteilung ordnest du die allermeisten Begegnungen richtig ein. Alles Weitere entscheidet der Blick auf Wagenkasten, Module und Dach.

Kurzfazit

CAF baut Fahrzeuge für drei sehr verschiedene Welten. Für die Bestimmung zählen Wagenkastenform und Modulzahl – nicht die Farbe, die immer vom Besteller kommt.

Auch die Tram gehört ins Logbuch

Ein Archiv, das Straßenbahn und Eisenbahn zusammenführt, zeigt dir Zusammenhänge, die getrennte Listen verstecken.

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Zusammenfassung

  • Wer CAF sucht, sucht in Deutschland zuerst in Straßenbahnnetzen und erst danach auf der Regionalstrecke – das Verhältnis kehrt sich gerade langsam um.
  • Die Produktfamilien sind sauber getrennt: Urbos im Stadtverkehr, Civity im Regionalverkehr, Oaris auf der Schnellfahrstrecke.
  • Der Hersteller tritt nie als Betreiber auf, übernimmt aber häufig die Instandhaltung der gelieferten Flotten.
  • Modularität ist Programm: Zwei Urbos-Fahrzeuge aus verschiedenen Städten können unterschiedlich lang sein und trotzdem derselbe Typ.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung CAF?

Für Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles, sinngemäß „Eisenbahnbau und -zubehör“. Das Unternehmen wurde 1917 gegründet und hat seinen Sitz in Beasain im spanischen Baskenland. Im internationalen Auftritt wird fast ausschließlich das Kürzel verwendet, der volle Name steht nur noch in Verträgen und Registern.

Was ist ein CAF Urbos?

Die Straßenbahn- und Stadtbahnfamilie des Herstellers. Urbos-Fahrzeuge sind durchgehend niederflurig und modular aufgebaut, sodass dieselbe Bauart je nach Stadt unterschiedlich lang ausfällt. Ein bekanntes Beispiel ist die GVB CAF Urbos in Amsterdam. Wie du Straßenbahntypen generell auseinanderhältst, zeigt der Guide zu Straßenbahntypen.

Was ist die Baureihe 557?

Ein batterieelektrischer Triebzug der Civity-Familie für den deutschen Regionalverkehr. Die Baureihe 557 lädt unter Oberleitung und fährt danach elektrisch auf Abschnitten ohne Fahrdraht weiter. Für Spotter ist sie interessant, weil sie CAF an Stellen bringt, an denen bisher nur deutsche und schweizerische Hersteller unterwegs waren.

Was bedeutet der Energiespeicher auf dem Dach?

Er erlaubt das Befahren von Abschnitten ohne Oberleitung. Aufgeladen wird an Haltestellen oder auf beschalteten Streckenteilen. Sichtbar wird das durch zusätzliche Dachcontainer und – im Betrieb – durch einen abgesenkten Stromabnehmer auf freier Strecke. Wer eine Tram ohne Fahrdraht fahren sieht, hat gute Chancen, ein Fahrzeug mit dieser Technik vor sich zu haben.

Wie unterscheide ich einen Civity von einem FLIRT oder Mireo?

Über die Kopfform. Der Civity hat eine glatte, kantenarme Front mit stark geneigter Scheibe. Fahrzeuge von Stadler Rail und Siemens Mobility setzen dagegen jeweils eigene, wiedererkennbare Fronten ein. Kommst du nicht weiter, hilft die systematische Vorgehensweise aus der Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.

Baut CAF auch Hochgeschwindigkeitszüge?

Ja, unter dem Namen Oaris. Diese Plattform blieb allerdings eine Nische und ist in Europa kaum anzutreffen. Im spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehr dominieren andere Bauarten, darunter Fahrzeuge von Talgo und Alstom. Belastbare öffentliche Angaben zum aktuellen Oaris-Bestand gibt es nicht.

Fährt CAF selbst Züge?

Nein. CAF ist Hersteller und tritt nicht als Eisenbahnverkehrsunternehmen auf. Das Unternehmen übernimmt allerdings häufig die Instandhaltung gelieferter Flotten über Jahrzehnte. Am Fahrzeug kann das dazu führen, dass ein CAF-Schriftzug im Werk oder auf einem Wartungsaufkleber auftaucht, obwohl der Zug einem ganz anderen Betreiber gehört.

Gehört Solaris zu CAF?

Ja, der polnische Bushersteller ist seit 2018 Teil der Gruppe. Für Bahnspotter ist das vor allem eine Randnotiz, für ÖPNV-Beobachter nicht: In manchen Städten stammen Tram und Bus damit aus demselben Konzern. Straßenbahnfahrzeuge von Solaris selbst sind ein eigenes Kapitel und dürfen nicht mit der Urbos-Familie verwechselt werden.

Wo sehe ich CAF-Fahrzeuge in Spanien?

An den großen Knoten. In Madrid Puerta de Atocha und in Barcelona Sants laufen Nah-, Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr zusammen. Die Zuordnung ist dort allerdings schwierig, weil viele spanische Baureihen in Konsortien mit mehreren Herstellern gebaut wurden – der Betreiber Renfe führt sie unter eigenen Serienbezeichnungen.

Warum tragen CAF-Fahrzeuge keine einheitliche Lackierung?

Weil die Farbe vom Besteller kommt, nicht vom Hersteller. Eine Urbos in Amsterdam sieht völlig anders aus als eine Urbos in Südeuropa, obwohl beide vom selben Band laufen. Für die Bestimmung heißt das: Achte auf die Wagenkastenform, die Türanordnung und die Zahl der Gelenke – nicht auf die Farbe.

Fahrzeuge von CAF Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles dokumentieren

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