Das Wichtigste in Kürze
- Vossloh baut heute keine Lokomotiven mehr. Beide Fahrzeugstandorte wurden abgegeben, der Name bleibt aber an den Fahrzeugen.
- Die Kieler Linie heißt MaK, dann Vossloh, dann anders. Dasselbe Werk, drei Namen – daher die vielen Fehlangaben.
- G bedeutet dieselhydraulisch, DE dieselelektrisch. Das Kürzel verrät dir die Antriebsart, bevor du irgendetwas nachschlägst.
- Das häufigste Vossloh-Produkt ist keine Lok, sondern die W-förmige Spannklemme auf fast jeder deutschen Betonschwelle.
- Endführerhaus statt Mittelführerhaus ist das schnellste Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Gravita-Typen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Woran du das Unternehmen erkennst
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Es gibt zwei Vossloh, und du brauchst beide
- 8.Die Kieler Linie: MaK, Vossloh und danach
- 9.Das Typenschema lesen
- 10.So ordnest du eine G-Lok am Gleis ein
- 11.Wo dir Vossloh im Alltag begegnet
- 12.MaK, Vossloh oder Nachfolger – was trägst du ein?
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rolle im System | Bahninfrastruktur-Zulieferer – Schienenbefestigung, Weichen, Schienenbearbeitung |
|---|---|
| Ursprung | 1888 in Werdohl im Sauerland |
| Frühere Sparte | Lokomotivbau in Kiel, hervorgegangen aus der MaK |
| Typkürzel der Loks | G für dieselhydraulisch, DE für dieselelektrisch |
| Zweiter Lokstandort | Valencia – heute Teil von Stadler Rail |
| Sichtbarstes Produkt | Die W-förmige Spannklemme auf Betonschwellen |
| Kein EVU | Nur die Servicegesellschaft besitzt eine eigene Zulassung für Arbeitsfahrten |
| Offizielle Website | www.vossloh.com |
Geschäftsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Vossloh erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Vossloh?
- W-förmige Spannklemme auf Betonschwellen – das mit Abstand häufigste Vossloh-Produkt, direkt unter deinen Füßen
- Endführerhaus mit langem Vorbau – die klassische Bauform der G-Loks aus Kiel
- Typbezeichnung mit G oder DE – G steht für dieselhydraulisch, DE für dieselelektrisch
- Kantige Fronten bei der neuen Generation – G 6, G 12 und G 18 wirken deutlich eckiger als die älteren G-1000-Typen
- Gelbe Arbeitsfahrzeuge mit Schleif- oder Fräseinrichtung – die sichtbare Seite der Rail-Services-Sparte
- Fabrikschild mit Kiel als Bauort – bei allen G- und DE-Typen, unabhängig vom heutigen Eigentümer
- Bunte Halterlackierungen – G-Loks laufen überwiegend privat, eine Hausfarbe gibt es nicht
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- G-Loks sind im privaten Güterverkehr allgegenwärtig und leicht zu finden
- Das Typenschema ist logisch aufgebaut und nach kurzer Übung lesbar
- Die Bauform mit Endführerhaus trennt sie klar von den Voith-Typen
- Vossloh-Bauteile im Oberbau kann man ohne Betretungsrecht vom Bahnsteig aus studieren
- Schienenschleifzüge sind seltene, aber sehr dankbare Fotomotive
Wo es hakt
- Der Name auf der Lok sagt nichts über den heutigen Eigentümer des Werks aus
- Die Übergänge MaK – Vossloh – Nachfolger führen regelmäßig zu falschen Herstellerangaben
- Ohne Fabrikschild lassen sich benachbarte Typen wie G 1206 und G 1700 schwer trennen
- Zur aktuellen Verteilung der G-Loks auf Halter gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht
- Arbeitsfahrzeuge fahren fast nur nachts oder in Sperrpausen und sind kaum planbar
Aktualisiert: August 2026 – In Sichtungslisten steht Vossloh für Dieselloks: G 1206, G 1700, G 6, DE 18. Im Unternehmen selbst spielt der Fahrzeugbau keine Rolle mehr. Beide Lokstandorte sind abgegeben, das Geschäft liegt heute im Oberbau. Die Fahrzeuge fahren trotzdem weiter – und tragen den Namen einer Firma, die sie nicht mehr baut.
G-Loks sauber auseinanderhalten
Typ, Nummer und Ort in einem Schritt festhalten – statt später zwischen MaK und Vossloh zu raten.
Es gibt zwei Vossloh, und du brauchst beide
Das erste Vossloh ist ein Zulieferer für Bahninfrastruktur mit Wurzeln im Sauerland, gegründet 1888 in Werdohl. Sein wichtigstes Produkt ist so unauffällig, dass es kaum jemand bewusst wahrnimmt: die Spannklemme, die auf Betonschwellen die Schiene niederhält. Sie sitzt in einem großen Teil des deutschen Netzes und in vielen Netzen weltweit.
Das zweite Vossloh ist eine Lokomotivfabrik, die es unter diesem Namen nicht mehr gibt. Sie steht in Kiel, hieß vorher MaK und danach wieder anders. Für dich am Gleis ist das die relevantere Hälfte, weil ihre Erzeugnisse jeden Tag vor dir stehen.
Die Kieler Linie: MaK, Vossloh und danach
Maschinenbau Kiel war einer der großen deutschen Diesellokbauer. Vossloh übernahm dieses Geschäft und führte die Typenreihen unter eigenem Namen weiter, ohne die Konstruktionen grundlegend zu ändern. Genau daraus entsteht das häufigste Missverständnis: Die MaK G 1206 und die Vossloh G 1206 sind kein unterschiedliches Fahrzeug, sondern derselbe Typ aus zwei Firmenepochen. Bei DB Cargo Deutschland läuft er als Baureihe 273.
Später gab Vossloh den Lokomotivbau vollständig ab – zuerst den spanischen Standort an Stadler Rail, dann das Kieler Werk. Die elektrische Ausrüstungssparte ging ebenfalls weg und wird heute als Kiepe Electric weitergeführt.
Der Firmenname am Fahrzeug ist ein Zeitstempel
Ein Fabrikschild sagt dir, wann eine Lok gebaut wurde, nicht wem das Werk heute gehört. Wer in einer Sichtungsliste den aktuellen Eigentümer statt des Bauherstellers einträgt, macht den Eintrag mit der nächsten Firmenübernahme wertlos. Notiere, was am Fahrzeug steht – Einordnung kommt später.
Das Typenschema lesen
| Typ | Antrieb | Einsatzfeld | Woran erkennbar |
|---|---|---|---|
| G 1206 | dieselhydraulisch | Rangier- und Übergabedienst | Endführerhaus, langer Vorbau, sehr verbreitet |
| G 2000 BB | dieselhydraulisch | mittlerer Streckendienst | größere Bauform, oft asymmetrische Front |
| G 6 | dieselhydraulisch | leichter Rangierdienst | kurze, kantige Maschine |
| G 18 | dieselhydraulisch | schwerer Rangier- und Streckendienst | neue Generation, eckige Front |
| DE 18 | dieselelektrisch | Streckendienst, auch Personenzüge | gleiche Familie, andere Kraftübertragung |
Das Muster dahinter ist einfach: Das Kürzel vor der Zahl beschreibt die Antriebsart, die Zahl ordnet die Maschine in der Leistungsstaffel ein. Die neue Generation mit G 6, G 12 und G 18 ersetzte die alten vierstelligen Bezeichnungen. Die DE 18 ist die dieselelektrische Variante derselben Familie, die Eurolight die Exportvariante für den Streckendienst.
Praktisch heißt das: Die Buchstaben helfen dir sofort weiter, die Zahlen erst mit Übung. Zwischen einer G 1206 und einer G 1700 liegen wenige sichtbare Unterschiede, zwischen einer G-Lok und einer DE-Lok liegt eine völlig andere Antriebsphilosophie. Wer sich das erste Mal an den Kieler Typen versucht, sollte deshalb nicht mit der Zahl anfangen, sondern mit dem Kürzel und der Silhouette. Alles Weitere lässt sich am Fabrikschild nachlesen, sobald du nah genug herankommst.
So ordnest du eine G-Lok am Gleis ein
Silhouette prüfen
Endführerhaus mit einem langen und einem kurzen Vorbau spricht für die Kieler Linie. Mittelführerhaus spricht dagegen.
Generation einschätzen
Runde, gewachsene Formen deuten auf die älteren G-1000-Typen, kantige Fronten auf die neue Generation ab G 6.
Fabrikschild lesen
Dort steht MaK oder Vossloh und das Baujahr. Damit hast du die Firmenepoche, nicht nur den Typ.
Halterkürzel notieren
G-Loks laufen überwiegend privat. Das Kürzel im Anschriftenfeld ist die einzige verlässliche Auskunft über den Halter.
Nummer vollständig erfassen
Erst sie macht die Sichtung eindeutig. Wie sie aufgebaut ist, steht im Guide zur UIC-Nummer.
G 1206 oder doch etwas anderes?
Das Fabrikschild wiegt am schwersten, weil es Typ und Epoche zugleich liefert.
Wo dir Vossloh im Alltag begegnet
G-Loks findest du dort, wo private Güterbahnen arbeiten: an Häfen, Anschlussbahnen und Übergabestellen. In Duisburg-Hochfeld Süd laufen Verkehre mehrerer Privatbahnen zusammen, am Rangierbahnhof Maschen mischt sich der Werkverkehr mit dem Fernverkehr der großen Güterbahnen. Beide Orte haben denselben Vorteil: Die Fahrzeuge stehen dort oft minutenlang, weil auf ein Signal oder eine Übergabe gewartet wird. Genau diese Standzeit brauchst du, um Fabrikschild und Anschriftenfeld überhaupt lesen zu können.
Die andere Hälfte des Unternehmens siehst du überall, sobald du einmal darauf achtest: Schienenbefestigung im Gleis, Weichenkomponenten im Bahnhofskopf, gelegentlich ein gelbes Arbeitsfahrzeug. Solche Fahrzeuge fahren fast ausschließlich in Sperrpausen und lassen sich nicht planen. Wer trotzdem eines erwischen will, orientiert sich an angekündigten Bauarbeiten – und akzeptiert, dass die meisten Versuche ins Leere laufen.
Privatbahn-Loks vollständig dokumentieren
Halterkürzel und Nummer statt Farbe – mit der Traintrack App in wenigen Sekunden erfasst.
MaK, Vossloh oder Nachfolger – was trägst du ein?
Trag MaK ein, wenn …
- das Fabrikschild MaK nennt
- das Baujahr vor der Übernahme des Werks liegt
- eine Quelle das Fahrzeug eindeutig der MaK-Produktion zuordnet
Notiere beides, wenn …
- du das Fabrikschild nicht lesen konntest
- der Typ in beiden Epochen gebaut wurde, etwa die G 1206
- die Lok umgebaut oder umgezeichnet wurde
Trag nicht Vossloh ein, wenn …
- du nur die heutige Konzernstruktur meinst und nicht den Bauhersteller
- das Fahrzeug aus dem spanischen Werk stammt und dort später gebaut wurde
- lediglich Vossloh-Komponenten verbaut sind
Wie du bei unklaren Fällen systematisch vorgehst, beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen. Die Grundregel bleibt: erst ablesen, dann zuordnen.
Anschlussbahnen sind Privatgelände
Ein großer Teil des G-Lok-Betriebs findet auf Werk- und Hafenbahnen statt. Diese Flächen sind nicht öffentlich, auch wenn kein Zaun sichtbar ist. Fotografiere von der Straße oder von öffentlich zugänglichen Wegen und halte den Abstand ein, den Sicherheitsabstand am Gleis beschreibt.
Fazit
Vossloh ist heute ein Infrastrukturzulieferer, dessen bekanntestes Produkt eine Spannklemme ist. In Sichtungslisten lebt der Name als Lokomotivhersteller weiter, obwohl das Geschäft längst abgegeben wurde.
Für die Praxis heißt das: Trag ein, was am Fahrzeug steht. Das Kieler Werk hat drei Namen getragen, und es werden vermutlich nicht die letzten gewesen sein. Eine Sichtung, die auf Fabrikschild und Fahrzeugnummer beruht, überlebt jede weitere Umfirmierung.
Kurzfazit
Vossloh baut Oberbau, keine Loks mehr. Am Fahrzeug zählt die Bauform und das Fabrikschild – nicht der aktuelle Eigentümer des Werks.
Zusammenfassung
- Wer Vossloh nur als Lokomotivbauer kennt, arbeitet mit einem Stand von vor über einem Jahrzehnt – das heutige Unternehmen sitzt im Oberbau, nicht im Fahrzeugbau.
- Die G-Typen sind das Rückgrat des privaten Rangier- und Übergabeverkehrs in Deutschland und werden es noch lange bleiben.
- Das Kürzel vor der Zahl trägt mehr Information als die Zahl selbst: Es sagt dir, wie die Leistung auf die Räder kommt.
- Am Bahnsteig begegnet dir Vossloh häufiger im Gleis als auf dem Gleis – die Befestigung ist ein eigenes, lohnendes Beobachtungsfeld.
Häufige Fragen
Baut Vossloh noch Lokomotiven?
Nein. Der spanische Standort ging an Stadler Rail, das Kieler Werk später an einen anderen Eigentümer. Vossloh selbst ist heute auf Schienenbefestigung, Weichen und Schienenbearbeitung ausgerichtet. Die vorhandenen G- und DE-Loks fahren weiter und werden weiter unter ihren Vossloh-Typbezeichnungen geführt.
Was bedeutet G 1206?
G steht für die dieselhydraulische Kraftübertragung, die Zahl ist ein Leistungsindex innerhalb der Baureihenfamilie. Die MaK G 1206 gehört zu den meistgebauten Vertretern und läuft bei DB Cargo als Baureihe 273. Ältere Exemplare tragen noch MaK-Fabrikschilder, spätere den Vossloh-Namen – dasselbe Fahrzeug, zwei Firmennamen.
Was ist der Unterschied zwischen G und DE?
Das Kürzel beschreibt die Antriebsart. G bedeutet dieselhydraulisch: Die Leistung geht über ein Strömungsgetriebe auf die Achsen. DE bedeutet dieselelektrisch: Ein Generator speist Fahrmotoren. Die Vossloh DE 18 ist ein Beispiel für die zweite Bauweise. Hörbar wird der Unterschied beim Anfahren.
Wie erkenne ich eine Vossloh-Lok von einer Voith-Lok?
Am Führerhaus. Die Kieler G-Typen haben ein Endführerhaus mit einem langen und einem kurzen Vorbau. Voith baute dagegen konsequent mit Mittelführerhaus. Diese Silhouette funktioniert auch auf schlechten Fotos und aus großer Entfernung.
Was ist MaK und wie hängt das mit Vossloh zusammen?
MaK stand für Maschinenbau Kiel und war eine der wichtigsten deutschen Diesellokfabriken. Vossloh übernahm den Lokomotivbau und führte die Typenreihen unter eigenem Namen weiter. Deshalb findest du dasselbe Fahrzeug je nach Quelle als MaK G 1206 oder als Vossloh G 1206. Fehleinträge in Sichtungslisten entstehen fast immer an dieser Stelle.
Was ist die neue G-Generation?
Ab den 2010er Jahren ersetzten Typen mit kurzen Bezeichnungen die älteren vierstelligen. Die Vossloh G 6 deckt den leichten Rangierdienst ab, die G 12 und die G 18 den mittleren und schweren Bereich. Optisch fallen die kantigeren Fronten auf.
Ist Vossloh ein Eisenbahnverkehrsunternehmen?
Im Kern nicht. Die Servicesparte hält allerdings eine eigene Zulassung für Arbeits- und Überführungsfahrten und ist als Vossloh Rail Services Deutschland geführt. Sie fährt keine Reise- oder Güterzüge, sondern bringt Schleif- und Messfahrzeuge zur Baustelle. Wie du solche Sonderfahrten einordnest, erklärt der Guide Wer fährt eigentlich?.
Wo sehe ich Vossloh-Produkte, ohne auf eine Lok zu warten?
Im Gleis vor dir. Auf nahezu jeder deutschen Betonschwelle sitzt eine W-förmige Spannklemme, die die Schiene gegen die Schwelle drückt. Vom Bahnsteigende aus lässt sie sich problemlos ansehen. Weichenkomponenten und Herzstücke sind das zweite große Feld – beides gehört zum unspektakulären, aber sehr sichtbaren Teil des Unternehmens.
Warum sind G-Loks so bunt lackiert?
Weil sie überwiegend bei privaten Haltern und Vermietern laufen. Es gibt keine Werkslackierung, die alle Fahrzeuge verbindet. Für dich heißt das: Farbe ist kein Bestimmungsmerkmal. Verlass dich auf die Bauform und die Fahrzeugnummer, deren Aufbau der Guide zur UIC-Nummer erklärt.
Was ist die Vossloh Eurolight?
Eine dieselelektrische Streckenlokomotive, die für den Export entwickelt wurde und in Deutschland kaum zu sehen ist. Die Eurolight zeigt, dass das Kieler Programm nicht nur aus Rangierloks bestand. Belastbare öffentliche Angaben zur heutigen Verteilung dieser Maschinen gibt es allerdings kaum.
Fahrzeuge von Vossloh dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Vossloh Rail Services Deutschland GmbH
Vossloh Rail Services Deutschland GmbH steht für Dienstleistungen rund um die Schiene. Diese Seite erklärt das Kernthema dahinter: Schweißen im Gleis und Langschienenlogistik.
GüterverkehrDB Cargo Deutschland AG
DB Cargo ist die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn und die größte Güterbahn Deutschlands. Am Halterkürzel D-DB und der verkehrsroten Lackierung erkennst du sie sofort.
GüterverkehrRheinCargo
Ein Firmenname aus Region und Geschäftsfeld – und dahinter das Muster einer gemeinsamen Gesellschaft. Was das für Flotte, Anschriften und deine Sichtungen bedeutet.
GüterverkehrCaptrain Deutschland GmbH
Captrain Deutschland ist eine Güterbahn, die als Teil einer Markenfamilie auftritt. Genau das macht die Zuordnung im Feld interessant: Marke, Halter und Betreiber fallen oft auseinander.
Typische Fahrzeuge
Vossloh G 6
Die Vossloh G 6 ist eine moderne dreiachsige Diesel-Rangierlok aus Kiel. Drei Achsen im starren Rahmen sind das Merkmal, an dem du sie zuerst festmachst.
BaureiheVossloh G 12
Die Vossloh G 12 gehört zur modernen Kieler Lokfamilie: vier Achsen, hydraulisches Getriebe und eine Typenbezeichnung, die die Leistungsklasse direkt verrät.
BaureiheVossloh G 18
Die Vossloh G 18 ist die stärkste Getriebelok der modernen Kieler Familie: vier Achsen, Mittelführerhaus und eine Bezeichnung, die die Leistungsklasse direkt nennt.
BaureiheVossloh DE 18
Die Vossloh DE 18 ist die stärkste dieselelektrische Lok der modernen Kieler Familie: vier Achsen, Mittelführerhaus, Fahrmotoren statt Strömungsgetriebe.
BaureiheMaK G 1206
Die MaK G 1206 ist eine vierachsige Mittelführerstandslok für Güterverkehr und schweren Rangierdienst – und bei Privatbahnen fast überall anzutreffen.
BaureiheBaureihe 273 (G 1206)
Die Baureihe 273 steht für Lokomotiven des Typs MaK/Vossloh G 1206: vierachsige Dieselloks mit Mittelführerhaus, verbreitet bei privaten Güterbahnen.
Wo du Vossloh antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Duisburg-Hochfeld Süd
Duisburg ist der Güterknoten des Ruhrgebiets, und Hochfeld Süd ist die Stelle, an der die Züge den Rhein queren. Wer schwere Güterzüge, Hafenverkehr und Loks privater Bahnen sucht statt ICE-Triebzügen, findet hier eine der dichtesten Güterstrecken Deutschlands.
GüterknotenRangierbahnhof Maschen
Der Rangierbahnhof Maschen südlich von Hamburg ist die größte Anlage ihrer Art in Europa: zwei komplette Rangiersysteme, zwei Ablaufberge, rund sieben Kilometer Länge. Beobachten lässt sich das ausschließlich von öffentlichen Straßenbrücken – das Betriebsgelände selbst ist tabu und bleibt es.
KnotenbahnhofHamm (Westf) Hauptbahnhof
In Hamm trennen sich die großen Achsen des Ruhrgebiets: nach Hannover, nach Münster und Richtung Kassel. Dazu kommt ein Güterverkehrsanteil, den kaum ein anderer deutscher Hauptbahnhof dieser Größe erreicht – und eine Bahnsteighalle, die den Betrieb bündelt.
GüterknotenRangierbahnhof Hagen-Vorhalle
Hagen-Vorhalle gehört zu den großen Rangierbahnhöfen Deutschlands und liegt am Nordende der Ruhr-Sieg-Strecke. Beobachtet wird ausschließlich von öffentlichen Straßen und Brücken – wer das akzeptiert, sieht hier einen Betrieb, den moderne Güterknoten nicht mehr zeigen.
Weitere Unternehmen
Voith Turbo
Voith Turbo ist in erster Linie Antriebstechnik: Turbogetriebe, Kupplungen, Komponenten. Für ein gutes Jahrzehnt war das Unternehmen aber auch Lokomotivbauer – und genau aus dieser Phase stammen Gravita und Maxima, die du bis heute im Rangier- und Güterverkehr antriffst.
HerstellerStadler Rail
Stadler Rail ist aus einer kleinen Werkstatt im Thurgau zu einem der prägenden Fahrzeugbauer Europas geworden. Die Produktnamen FLIRT, KISS und GTW stehen nirgends am Fahrzeug – die dazugehörigen Bauformen erkennst du trotzdem aus großer Entfernung, wenn du weißt, worauf du achten musst.
HerstellerKiepe Electric
Kiepe Electric aus Düsseldorf baut keine kompletten Fahrzeuge, sondern das, was sie bewegt: Antriebe, Umrichter und Steuerungen. Das Unternehmen gehört zur Knorr-Bremse Gruppe und ist im Oberleitungsbus so präsent wie in der Straßenbahn.
HerstellerGmeinder Lokomotiven
Gmeinder aus Mosbach hat nie ICE gebaut, aber jahrzehntelang die Fahrzeuge, die auf jedem Werksgelände und in jedem Hafen rangieren. Wer das Typenschema aus Antriebsart, Kennzahl und Achsfolge einmal verstanden hat, liest an einer Kleinlok mehr ab als an mancher Streckenlok.
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