Das Wichtigste in Kürze
- Voith Turbo ist Antriebstechnik, nicht Fahrzeugbau. Der Name steckt in Tausenden Loks, gebaut hat Voith nur einen kleinen Teil davon.
- Die Gravita erkennst du an der Grundform: Mittelführerhaus, zwei ungleich lange Vorbauten, vier Achsen.
- 261 und 265 sind dieselbe Familie – die 265 ist die längere und stärkere Variante mit anderer Bezeichnung ab Werk.
- Die Maxima ist die seltene Ausnahme: sechsachsig, sehr lang und in nur kleiner Zahl unterwegs.
- Hydrodynamik hörst du. Eine Voith-Lok zieht beim Anfahren gleichmäßig hoch, statt hörbare Schaltstufen zu nehmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Woran du das Unternehmen erkennst
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Warum ein Getriebehersteller im Fahrzeugverzeichnis auftaucht
- 8.Hydrodynamik: der deutsche Sonderweg im Dieselantrieb
- 9.Gravita, Maxima, L04 – was aus Kiel kam
- 10.So bestimmst du eine Voith-Lok am Gleis
- 11.Wo du diese Fahrzeuge realistisch antriffst
- 12.Voith oder doch ein anderer Kieler Hersteller?
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rolle im System | Komponenten- und Antriebshersteller, zeitweise auch Lokomotivbauer |
|---|---|
| Stammsitz des Konzerns | Heidenheim an der Brenz |
| Kerntechnologie | Hydrodynamische Kraftübertragung – das Turbogetriebe |
| Lokomotivbau | Werk Kiel, Familien Gravita und Maxima – Neubaugeschäft beendet |
| Bekannteste Baureihen | DB-Baureihen 261 und 265 (Gravita) |
| Kupplungstechnik | Scharfenbergkupplung, heute unter dem Dach von Voith |
| Kein EVU | Voith führt keine Züge und hält keine Verkehrsverträge |
| Offizielle Website | www.voith.com |
Geschäftsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Voith Turbo erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Voith Turbo?
- Mittelführerhaus mit zwei ungleich langen Vorbauten – die Grundform jeder Gravita, gut aus jedem Winkel erkennbar
- Vierachsig bei der Gravita, sechsachsig bei der Maxima – die Achszahl trennt die beiden Familien sofort
- Baureihe 261 ist die kürzere Gravita 10 BB, Baureihe 265 die längere und stärkere 15L BB
- Verkehrsrot mit DB-Cargo-Anschrift bei den Serienmaschinen, freie Farbwahl bei privaten Haltern
- Fabrikschild an der Lokseite – bei Gravita und Maxima steht dort Voith als Hersteller
- Anfahrgeräusch ohne Schaltstufen – hydrodynamische Loks ziehen die Drehzahl gleichmäßig hoch, statt hörbar zu schalten
- Scharfenbergkupplung an Triebzügen – ein Voith-Produkt, aber kein Hinweis auf den Fahrzeughersteller
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Gravita-Loks sind im deutschen Rangierdienst weit verbreitet und damit gut erreichbar
- Die Bauform mit Mittelführerhaus ist eindeutig – Verwechslungen sind selten
- Maxima-Maschinen sind selten genug, um eine Sichtung zu etwas Besonderem zu machen
- Voith-Getriebe verbinden moderne Loks mit den Altbaudieseln der 1960er Jahre – eine schöne technische Klammer
- Die Fahrzeuge tragen ihre Typenbezeichnung im Fabrikschild, was das Bestimmen erleichtert
Wo es hakt
- Voith ist zuallererst Zulieferer – der Name steht auf sehr vielen Fahrzeugen, ohne dass Voith sie gebaut hat
- Der Lokomotivbau ist beendet, die Baureihen wachsen nicht mehr nach
- Maxima-Loks sind so selten, dass eine gezielte Suche fast immer erfolglos bleibt
- Rangierloks stehen häufig auf Betriebsgelände und lassen sich von öffentlichen Standorten schlecht fotografieren
- Zur aktuellen Verteilung der Gravita-Flotte gibt es keine belastbare öffentliche Übersicht
Aktualisiert: August 2026 – Die meisten Spotter kennen Voith Turbo über eine einzige Lok: die Gravita mit ihrem Mittelführerhaus und den zwei unterschiedlich langen Vorbauten. Das ist die sichtbare Spitze. Der eigentliche Beitrag des Unternehmens zum deutschen Bahnbetrieb liegt tiefer, nämlich im Getriebe – und der reicht deutlich weiter zurück als der Lokomotivbau.
Rangierloks festhalten, bevor sie im Gleisfeld verschwinden
Nummer, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – die Typbestimmung kannst du in Ruhe nachziehen.
Warum ein Getriebehersteller im Fahrzeugverzeichnis auftaucht
Voith ist ein Maschinenbaukonzern mit Sitz in Heidenheim an der Brenz, dessen Wurzeln bis 1867 zurückreichen. Der Weg dorthin führte über Wasserturbinen – also über Strömungstechnik. Genau daraus entstand das, was den Konzern für die Eisenbahn wichtig macht: das hydrodynamische Getriebe.
Für dich am Gleis bedeutet das eine wichtige Unterscheidung. Voith ist in den allermeisten Fällen Zulieferer, nicht Fahrzeughersteller. Der Name steckt in Loks, die andere Firmen gebaut haben. Nur für eine begrenzte Zeitspanne war Voith zusätzlich selbst Lokomotivbauer, mit einem eigenen Werk in Kiel. Aus dieser Phase stammen die Fahrzeuge, die du heute als Voith-Loks ansprichst.
Hydrodynamik: der deutsche Sonderweg im Dieselantrieb
Eine Diesellok muss die Leistung ihres Motors irgendwie auf die Räder bringen. International setzte sich dafür überwiegend der Umweg über Generator und Fahrmotoren durch – dieselelektrisch. In Deutschland ging man einen anderen Weg: Die Leistung wandert über einen Flüssigkeitskreislauf durch einen Strömungswandler.
Das hat Folgen, die du hören kannst. Eine hydrodynamische Lok zieht beim Anfahren die Drehzahl gleichmäßig hoch, ohne dass es hörbare Schaltstufen gibt. Wer einmal darauf geachtet hat, unterscheidet die beiden Prinzipien am Bahnsteig zuverlässiger als über jedes Typenschild. Diese Bauart prägt eine ganze Fahrzeuggeneration: Die Baureihe 218 ist das bekannteste Beispiel, und sie steht stellvertretend für Dutzende weitere Typen. Wie du diese Generation insgesamt einordnest, zeigt der Beitrag zu Altbau-Dieselloks der Baureihen 218 und 232.
Getriebe ist kein Herstellernachweis
Ein Voith-Getriebe im Fahrzeug macht die Lok nicht zur Voith-Lok. Genauso wenig sagt eine Scharfenbergkupplung etwas über die Fabrik aus, aus der ein Triebzug stammt – sie sitzt an Fahrzeugen von Siemens, Stadler, Alstom und allen anderen. Wer Komponenten mit Herstellern verwechselt, produziert Fehleinträge, die sich später kaum korrigieren lassen.
Gravita, Maxima, L04 – was aus Kiel kam
| Typ | Achsen | DB-Baureihe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Gravita 10 BB | 4 | 261 | schwerer Rangierdienst, Übergaben |
| Gravita 15L BB | 4 | 265 | Rangier- und leichter Streckendienst |
| Maxima 30 CC | 6 | keine | schwere Güterzüge, sehr kleine Stückzahl |
| Maxima 40 CC | 6 | keine | schwere Güterzüge, Einzelstücke bei Privaten |
| L04 | 4 | – | Streckendienst bei Vermietern und Privatbahnen |
Die Gravita 10 BB ist der Typ, den du am ehesten triffst. Sie ersetzte bei DB Cargo Deutschland ältere Rangierloks und läuft als Baureihe 261 in Verkehrsrot. Die Gravita 15L BB ist die längere Schwester und trägt die Baureihennummer 265.
Ganz anders die Maxima 30 CC und die Maxima 40 CC: sechsachsige, sehr lange Maschinen mit einem einzigen großen Dieselmotor statt der sonst üblichen Doppelmotorlösung. Sie blieben eine Nische. Zur heutigen Verteilung dieser Fahrzeuge gibt es keine belastbare öffentliche Quelle – wer eine sehen will, hat Glück oder eben nicht. Dazwischen steht die vierachsige Streckenmaschine, dokumentiert etwa an der Voith L04-18035, die überwiegend bei Vermietern und privaten Haltern läuft.
So bestimmst du eine Voith-Lok am Gleis
Führerhaus verorten
Sitzt das Führerhaus in der Mitte, mit Vorbauten davor und dahinter? Dann bist du bei Voith an der richtigen Adresse. Endführerhaus deutet auf andere Hersteller.
Achsen zählen
Vier Achsen bedeuten Gravita oder L04, sechs Achsen bedeuten Maxima. Das ist die schnellste Trennung zwischen den Familien.
Vorbaulängen vergleichen
Die beiden Vorbauten sind bewusst unterschiedlich lang. Das Verhältnis hilft, die 261 von der längeren 265 zu trennen.
Fabrikschild suchen
Bei den Kieler Fahrzeugen steht Voith als Hersteller im Fabrikschild an der Lokseite. Das ist der sauberste Beleg, wenn du nah genug herankommst.
Fahrzeugnummer notieren
Erst die vollständige Nummer macht die Sichtung eindeutig. Der Aufbau steht im Guide zur UIC-Nummer.
Ist das wirklich eine Gravita?
Die Bauform trägt viel, aber nur das Fabrikschild und die Nummer machen es belastbar.
Wo du diese Fahrzeuge realistisch antriffst
Gravita-Loks sind Arbeitstiere im Rangierdienst. Das heißt: Sie stehen selten fotogen am Bahnsteig, sondern im Gleisfeld, an Übergabestellen und in Anschlussbahnen. Der Rangierbahnhof Maschen ist einer der wenigen Orte, an denen sich der schwere Rangierbetrieb von außen halbwegs beobachten lässt. Auch der Knoten Hamm (Westfalen) lohnt sich, weil dort Übergaben und Ferngüterzüge dicht aufeinanderfolgen und die Rangierlok zwischen zwei Leistungen sichtbar wird.
Für die Streckenmaschinen bei privaten Haltern sind Güterachsen die bessere Wahl. Dort mischen sich Fahrzeuge aus mehreren Fabriken und Jahrzehnten, häufig in Farben von Vermietern statt von Betreibern – ein guter Ort, um das Lesen des Anschriftenfelds zu üben, statt sich auf Lackierungen zu verlassen.
Gravita-Sichtungen systematisch sammeln
Mit der Traintrack App siehst du, welche Rangierloks andere am selben Knoten gerade melden.
Voith oder doch ein anderer Kieler Hersteller?
Es ist eine Voith-Lok, wenn …
- das Führerhaus mittig sitzt und beide Vorbauten unterschiedlich lang sind
- das Fabrikschild Voith nennt
- die Fahrzeugnummer in den Bereich der Baureihen 261 oder 265 fällt
Genauer hinsehen, wenn …
- eine vierachsige Diesellok in ungewohnter Privatlackierung steht
- die Bauform passt, aber keine DB-Baureihennummer erkennbar ist
- du das Fahrzeug nur von einer Seite und aus der Ferne siehst
Es ist keine Voith-Lok, wenn …
- das Führerhaus an einem Ende sitzt – das deutet auf MaK oder Vossloh
- nur ein Voith-Getriebe verbaut ist, das Fahrzeug aber von einer anderen Fabrik stammt
- eine Scharfenbergkupplung als einziges Indiz herhalten muss
Die häufigste Verwechslung passiert zwischen Voith und Vossloh beziehungsweise dessen Vorgänger MaK. Beide bauten in Kiel, beide lieferten vierachsige Dieselloks in ähnliche Einsatzfelder. Die Bauform trennt sie zuverlässig: Mittelführerhaus bei Voith, überwiegend Endführerhaus bei den MaK-Typen wie der MaK G 1206.
Rangierbereiche sind kein Bahnsteig
Gravita-Loks arbeiten dort, wo du nicht hindarfst: in Gleisfeldern, an Ladestellen, auf Werksgelände. Fotografiere ausschließlich von öffentlich zugänglichen Standorten und halte die Abstandsregeln ein, die Sicherheitsabstand am Gleis erklärt. Auf Bahnhofsgelände gilt zusätzlich das Hausrecht des Betreibers.
Fazit
Voith Turbo ist der seltene Fall eines Zulieferers, der für eine Weile selbst Fahrzeuge gebaut hat – und dessen wichtigster Beitrag trotzdem unsichtbar bleibt. Die Gravita ist das Gesicht, das Turbogetriebe die eigentliche Geschichte.
Für die Praxis am Gleis heißt das: Nimm die Bauform als Ausgangspunkt, aber verwechsle Komponenten nicht mit Herstellern. Eine Lok mit Voith-Getriebe ist keine Voith-Lok, und ein Triebzug mit Scharfenbergkupplung erst recht nicht.
Kurzfazit
Voith baut Antriebe, nicht Züge – mit einer Ausnahme aus Kiel. Für die Bestimmung zählt das Mittelführerhaus, nicht das Getriebe darunter.
Zusammenfassung
- Wer Voith nur als Lokomotivbauer liest, unterschätzt die Rolle: Die eigentliche Spur liegt im Getriebe, und die zieht sich quer durch sechs Jahrzehnte deutschen Dieselbetriebs.
- Die Lokomotivepisode aus Kiel ist abgeschlossen, ihre Ergebnisse fahren aber weiter – vor allem die Gravita im schweren Rangierdienst.
- Für die Bestimmung zählt die Bauform, nicht die Farbe: Mittelführerhaus und Achszahl sagen dir mehr als jede Lackierung.
- Die Scharfenbergkupplung ist ein Voith-Produkt und trotzdem kein Herstellernachweis – sie sitzt an Fahrzeugen aller großen Konzerne.
Häufige Fragen
Baut Voith noch Lokomotiven?
Nein, das Neubaugeschäft ist ausgelaufen. Voith Turbo hat in Kiel eigene Lokomotiven gefertigt und sich danach wieder auf Antriebs- und Kupplungstechnik konzentriert. Die gebauten Fahrzeuge – vor allem die Gravita 10 BB – sind aber weiter im Einsatz und werden es noch lange bleiben.
Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 261 und 265?
Beides sind Gravita-Loks derselben Familie. Die Baureihe 261 entspricht der Gravita 10 BB, die Baureihe 265 der längeren und stärkeren Gravita 15L BB. Am Fahrzeug erkennst du das an der Länge der Vorbauten und am Verhältnis von Führerhaus zu Gesamtlänge. Die Fahrzeugnummer macht es eindeutig.
Was ist ein Turbogetriebe und warum ist es wichtig?
Ein Turbogetriebe überträgt die Motorleistung über einen Flüssigkeitskreislauf statt über Zahnräder oder einen Generator. Es war der deutsche Gegenentwurf zur dieselelektrischen Kraftübertragung, wie sie in Nordamerika üblich wurde. Praktisch heißt das: Die Lok fährt stufenlos an, ohne hörbare Schaltvorgänge. Wer das einmal bewusst gehört hat, erkennt es wieder.
In welchen älteren Baureihen steckt Voith-Technik?
In sehr vielen westdeutschen Streckendieselloks. Die Baureihe 218 ist das bekannteste Beispiel einer konsequent hydrodynamisch ausgelegten Maschine. Wie du diese Fahrzeuggeneration einordnest, zeigt der Beitrag zu Altbau-Dieselloks. Vorsicht: Nicht jede hydrodynamische Lok trägt ein Voith-Getriebe – es gab Wettbewerber.
Wie selten ist die Voith Maxima?
Sehr selten. Die Maxima 30 CC und die Maxima 40 CC wurden nur in kleiner Zahl gebaut und blieben eine Nische. Eine belastbare öffentliche Zahl zum aktuellen Bestand gibt es nicht. Wer eine sehen will, plant das nicht – man trifft sie oder eben nicht.
Gehört die Scharfenbergkupplung zu Voith?
Ja. Die automatische Kupplung der Bauart Scharfenberg wird heute unter dem Dach von Voith gefertigt. Sie sitzt an Triebzügen praktisch aller großen Hersteller. Genau deshalb ist sie kein Erkennungsmerkmal für den Fahrzeughersteller – eine Schaku sagt dir etwas über den Betriebseinsatz, nicht über die Fabrik.
Ist Voith ein Eisenbahnverkehrsunternehmen?
Nein. Voith führt keine Züge, hält keine Verkehrsverträge und tritt nicht als Betreiber auf. Wenn du eine Gravita siehst, gehört sie einem Halter wie DB Cargo Deutschland oder einem privaten Unternehmen. Wie du den tatsächlichen Betreiber bestimmst, erklärt der Guide Wer fährt eigentlich?.
Wo sehe ich Gravita-Loks am ehesten?
An Güterknoten und in Rangierbahnhöfen, seltener im Personenbahnhof. Der Rangierbahnhof Maschen und der Knoten Hamm (Westfalen) sind gute Anlaufpunkte. Wie du dich dort sinnvoll aufstellst, beschreibt der Guide zum Rangierbahnhof-Spotting.
Was ist die Voith L04?
Eine vierachsige Streckendiesellok aus derselben Kieler Bauphase, technisch verwandt mit der Gravita, aber für den Streckendienst ausgelegt. Ein dokumentiertes Beispiel ist die Voith L04-18035. Solche Maschinen laufen überwiegend bei privaten Haltern und Vermietern, was ihre Lackierungen unübersichtlich macht.
Wie unterscheide ich eine Voith-Lok von einer Vossloh-Lok?
Über die Bauform. Voith baute konsequent mit Mittelführerhaus und zwei Vorbauten, Vossloh und dessen Vorgänger MaK überwiegend mit Endführerhaus oder deutlich anderer Proportion. Kommst du damit nicht weiter, hilft die Fahrzeugnummer – wie sie aufgebaut ist, steht im Guide zur UIC-Nummer.
Fahrzeuge von Voith Turbo dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
DB Cargo Deutschland AG
DB Cargo ist die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn und die größte Güterbahn Deutschlands. Am Halterkürzel D-DB und der verkehrsroten Lackierung erkennst du sie sofort.
GüterverkehrRheinCargo
Ein Firmenname aus Region und Geschäftsfeld – und dahinter das Muster einer gemeinsamen Gesellschaft. Was das für Flotte, Anschriften und deine Sichtungen bedeutet.
GüterverkehrCaptrain Deutschland GmbH
Captrain Deutschland ist eine Güterbahn, die als Teil einer Markenfamilie auftritt. Genau das macht die Zuordnung im Feld interessant: Marke, Halter und Betreiber fallen oft auseinander.
GüterverkehrHäfen und Güterverkehr Köln AG (HGK)
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG verbindet Umschlaganlagen und Schienengüterverkehr. Wer sie verstehen will, schaut auf den Kran – nicht nur auf die Lok.
Typische Fahrzeuge
Voith Gravita 10BB
Die Voith Gravita 10BB ist die moderne Rangier- und Übergabelok von DB Cargo: vierachsig, dieselhydraulisch, mit Mittelführerstand – im Register Baureihe 261.
BaureiheVoith Gravita 15L BB
Die Voith Gravita 15L BB ist die lange, stärkere Schwester der 10BB: vierachsig, dieselhydraulisch, mit Mittelführerstand – im Register als Baureihe 265 geführt.
BaureiheVoith Maxima 30CC
Die Voith Maxima 30CC ist eine sechsachsige dieselhydraulische Streckenlok aus Kiel – selten, auffällig groß und für Spotter ein echter Fangerfolg.
BaureiheVoith Maxima 40CC
Die Voith Maxima 40CC gilt als stärkste einmotorige dieselhydraulische Lokomotive der Welt: sechs Achsen, rund 3.600 kW und eine unverwechselbare Silhouette.
BaureiheVoith L04-18035 (northrail 265 302-0)
Hinter der sperrigen Bezeichnung Voith L04-18035 steckt eine einzelne Diesellokomotive der Gravita-Familie: 265 302-0, eingestellt vom Vermieter northrail.
BaureiheBaureihe 218
Die Baureihe 218 ist die bekannteste Streckendiesellok Deutschlands: vierachsig, dieselhydraulisch, 140 km/h. So erkennst du sie und findest sie im heutigen Betrieb.
Wo du Voith Turbo antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Rangierbahnhof Maschen
Der Rangierbahnhof Maschen südlich von Hamburg ist die größte Anlage ihrer Art in Europa: zwei komplette Rangiersysteme, zwei Ablaufberge, rund sieben Kilometer Länge. Beobachten lässt sich das ausschließlich von öffentlichen Straßenbrücken – das Betriebsgelände selbst ist tabu und bleibt es.
KnotenbahnhofHamm (Westf) Hauptbahnhof
In Hamm trennen sich die großen Achsen des Ruhrgebiets: nach Hannover, nach Münster und Richtung Kassel. Dazu kommt ein Güterverkehrsanteil, den kaum ein anderer deutscher Hauptbahnhof dieser Größe erreicht – und eine Bahnsteighalle, die den Betrieb bündelt.
GüterknotenRangierbahnhof Hagen-Vorhalle
Hagen-Vorhalle gehört zu den großen Rangierbahnhöfen Deutschlands und liegt am Nordende der Ruhr-Sieg-Strecke. Beobachtet wird ausschließlich von öffentlichen Straßen und Brücken – wer das akzeptiert, sieht hier einen Betrieb, den moderne Güterknoten nicht mehr zeigen.
GüterknotenDuisburg-Hochfeld Süd
Duisburg ist der Güterknoten des Ruhrgebiets, und Hochfeld Süd ist die Stelle, an der die Züge den Rhein queren. Wer schwere Güterzüge, Hafenverkehr und Loks privater Bahnen sucht statt ICE-Triebzügen, findet hier eine der dichtesten Güterstrecken Deutschlands.
Weitere Unternehmen
Vossloh
Vossloh steht in Sichtungslisten für eine ganze Familie von Dieselloks – und baut heute keine einzige mehr. Das Unternehmen ist längst auf Schienenbefestigung, Weichen und Schienenbearbeitung ausgerichtet. Die G-Loks fahren trotzdem weiter, unter neuen Eigentümern.
HerstellerSiemens Mobility
Siemens Mobility baut keine Einzelfahrzeuge, sondern Plattformen: Ein Vectron in Schweden und einer in Slowenien sind dieselbe Maschine mit anderer Ausrüstung. Wer die Plattformlogik versteht, erkennt die Fahrzeuge auch dann, wenn die Lackierung nichts verrät.
HerstellerKnorr-Bremse
Knorr-Bremse ist der seltene Fall eines Zulieferers, dessen Name an fast jedem Güterwagen Europas steht. Das Kürzel KE in der Bremsanschrift bedeutet Knorr-Einheitsbremse – und wer die Anschrift lesen kann, liest damit auch Bremsstellung, Bremsgewicht und oft das ungefähre Baujahr.
HerstellerGmeinder Lokomotiven
Gmeinder aus Mosbach hat nie ICE gebaut, aber jahrzehntelang die Fahrzeuge, die auf jedem Werksgelände und in jedem Hafen rangieren. Wer das Typenschema aus Antriebsart, Kennzahl und Achsfolge einmal verstanden hat, liest an einer Kleinlok mehr ab als an mancher Streckenlok.
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