Adif

Adif verwaltet Spaniens Schienennetz, Bahnhöfe und Signale – und führt selbst keinen einzigen Zug. Die Besonderheit: Auf dem konventionellen Netz liegt iberische Breitspur, auf den Schnellfahrstrecken Normalspur. Wer das nicht trennt, ordnet in Spanien fast alles falsch zu.

Auch bekannt als: Administrador de Infraestructuras Ferroviarias · Adif Alta Velocidad · ADIF

SpanienSpanienInfrastruktur & Institutionenseit 20057 Min. Lesezeit

2005

Trennung von Netz und Verkehr

2

Spurweiten im Hauptnetz

0

Züge im eigenen Betrieb

3 kV / 25 kV

zwei Stromsysteme

Das Wichtigste in Kürze

  • Adif ist ein Infrastrukturunternehmen und führt selbst keine Reise- oder Güterzüge – die Gleise gehören ihm, die Züge nicht.
  • Spanien fährt zwei Spurweiten parallel: iberische Breitspur im konventionellen Netz, Normalspur auf den Schnellfahrstrecken.
  • Adif Alta Velocidad ist eine eigene Gesellschaft – die Hochgeschwindigkeitsstrecken hängen organisatorisch nicht am selben Träger wie die Altstrecken.
  • Im Bahnhof gilt Adif-Hausrecht, nicht das des Zugbetreibers. Zugang und Regeln entscheidet der Netzbetreiber.
  • Auf denselben Gleisen fahren mehrere Anbieter, seit der Hochgeschwindigkeitsverkehr geöffnet wurde – ein Zug sagt nichts über den Netzbetreiber aus.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Ein Netzbetreiber ohne Züge
  8. 8.Zwei Spurweiten, zwei Stromsysteme, ein Verwalter
  9. 9.Wem das Gleis gehört, entscheidet über den Zugang
  10. 10.So bestimmst du eine spanische Bahnhofssituation
  11. 11.Wann Adif in eine Sichtung gehört
  12. 12.Fazit
  13. 13.Häufige Fragen

Steckbrief

RechtsformStaatliches Unternehmen (entidad pública empresarial) im Eigentum des spanischen Staates
Rolle im SystemEisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) – Gleise, Signale, Bahnhöfe; kein Zugbetrieb
Entstehung2005 durch Trennung der früheren RENFE in Netz und Verkehr
Zweite GesellschaftAdif Alta Velocidad – seit 2013 eigene Einheit für das Hochgeschwindigkeitsnetz
Spurweiten im Netz1668 mm iberische Breitspur, 1435 mm Normalspur, dazu Meterspur im Norden
Stromsysteme3 kV Gleichspannung konventionell, 25 kV 50 Hz auf den Schnellfahrstrecken
BahnhöfeAdif betreibt die Personenbahnhöfe – dort gilt sein Hausrecht, nicht das des Zugbetreibers
Für Spotter relevantZugang, Bahnsteigregeln und Fotoerlaubnis hängen an Adif, nicht an Renfe
Offizielle Websitewww.adif.es

Geschäftsfelder

Konventionelles Netz – Strecken in iberischer Breitspur, überwiegend mit 3 kV Gleichspannung elektrifiziert
Hochgeschwindigkeitsnetz – normalspurige Neubaustrecken, organisatorisch bei Adif Alta Velocidad
Bahnhöfe und Stationen – Betrieb, Instandhaltung und Vermarktung der Personenbahnhöfe
Trassenvergabe – Zuteilung der Fahrwege an alle zugelassenen Verkehrsunternehmen
Leit- und Sicherungstechnik – Stellwerke, Zugbeeinflussung und Betriebszentralen
Schmalspurnetz im Norden – die früheren FEVE-Strecken in Meterspur

Struktur & Marken

Adif Alta Velocidad – eigene Gesellschaft für das Hochgeschwindigkeitsnetz und dessen Finanzierung

Geschichte im Zeitraffer

2005Die spanische Bahnreform trennt die alte RENFE in zwei Teile: Adif übernimmt Netz und Bahnhöfe, Renfe Operadora den Verkehr.
2013Das Schmalspurnetz der aufgelösten FEVE geht an Adif über. Damit verwaltet ein Unternehmen drei Spurweiten.
2013Adif Alta Velocidad wird als eigenständige Gesellschaft für das normalspurige Hochgeschwindigkeitsnetz herausgelöst.
2021Der spanische Hochgeschwindigkeitsverkehr wird für Wettbewerber geöffnet. Auf denselben Adif-Gleisen fahren seither mehrere Anbieter nebeneinander.

Woran du Adif erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Adif?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Kein Adif-Fahrzeug im Reiseverkehr – wer ein Adif-Logo am Zug sucht, sucht vergeblich
  • Adif-Schriftzüge stehen an Bahnhofsgebäuden, Bahnsteigkanten und Schaltschränken, nicht an Loks
  • Bau-, Mess- und Bahndienstfahrzeuge laufen in auffälligen Warnfarben und tragen häufig Adif-Anschriften
  • Die Spurweite unter dem Zug verrät den Netzteil: Breitspur bedeutet konventionelles Netz, Normalspur Schnellfahrstrecke
  • An Umspuranlagen und Systemwechselstellen liegen beide Spurweiten sichtbar nebeneinander
  • Bahnsteigaufsicht, Durchsagen und Zugangskontrollen im Bahnhof gehen auf Adif-Personal zurück

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Klare Trennung: Wer den Netzbetreiber kennt, versteht sofort, warum in Spanien mehrere Anbieter dieselben Gleise nutzen
  • Große Bahnhöfe sind gut ausgebaut und bieten lange, überschaubare Bahnsteige
  • Die zwei Spurweiten machen Fahrzeugzuordnungen leichter, als es zunächst wirkt
  • Mehrere Betreiber auf denselben Strecken erhöhen die Fahrzeugvielfalt an einem einzigen Standort

Wo es hakt

  • An den großen Fernbahnhöfen gibt es Zugangskontrollen – spontanes Bahnsteigspotting ist dort nicht selbstverständlich
  • Adif selbst ist am Fahrzeug praktisch unsichtbar und taucht in Sichtungslisten deshalb fast nie korrekt auf
  • Die Aufteilung zwischen Adif und Adif Alta Velocidad ist von außen kaum nachvollziehbar
  • Zu Netzumfang und Streckenlängen kursieren unterschiedliche Angaben – belastbare Zahlen gehören in keine Sichtungsnotiz
  • Bauzustände und Streckenzuordnungen ändern sich, ohne dass es öffentlich gut dokumentiert wäre

Aktualisiert: August 2026 – In Spanien liegen zwei Spurweiten nebeneinander, und beide gehören derselben Organisation. Adif verwaltet das konventionelle Breitspurnetz, das normalspurige Hochgeschwindigkeitsnetz und dazu Meterspurstrecken im Norden – ohne selbst einen einzigen Reisezug zu führen. Wer in Spanien Sichtungen sauber einordnen will, muss diese beiden Ebenen zuerst trennen.

Spanische Sichtungen sauber ablegen

Netzteil, Spurweite und Betreiber getrennt notieren – die Traintrack App hält beides in einem Eintrag fest.

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Ein Netzbetreiber ohne Züge

Der wichtigste Satz zuerst: Adif ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Ihm gehören Gleise, Weichen, Signale, Stellwerke, Oberleitungen und die Personenbahnhöfe. Es besitzt keine Reisezugwagen, keine Streckenloks und keine Zulassung, Verkehr zu führen.

Diese Trennung ist kein spanischer Sonderweg, sondern europäische Regel. Wer das Netz besitzt, darf daraus keinen Vorteil für einen eigenen Zugbetrieb ziehen. Deshalb wurde 2005 die alte RENFE aufgespalten: Netz zu Adif, Verkehr zu Renfe. Dasselbe Muster findest du bei SNCF Réseau in Frankreich und bei RFI in Italien.

2005Trennung von Netz und Verkehr
1668 mmiberische Breitspur im Altnetz
1435 mmNormalspur auf Schnellfahrstrecken
0Reisezüge im eigenen Betrieb

Zwei Spurweiten, zwei Stromsysteme, ein Verwalter

Spaniens Altnetz entstand in Breitspur. Als ab den 1990er-Jahren Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut wurden, wählte man bewusst die europäische Normalspur – mit einem eigenen Stromsystem dazu. Das Ergebnis ist ein Land, in dem zwei technisch getrennte Netze nebeneinanderliegen und an definierten Punkten aufeinandertreffen.

Merkmal Konventionelles Netz Hochgeschwindigkeitsnetz Schmalspurnetz Nord
Spurweite 1668 mm Breitspur 1435 mm Normalspur 1000 mm Meterspur
Stromsystem überwiegend 3 kV Gleichspannung 25 kV 50 Hz Wechselspannung Gleichspannung, niedrigere Werte
Typischer Verkehr Regional-, Nah- und Güterverkehr Fernverkehr mehrerer Anbieter Regionalverkehr, touristische Fahrten
Träger Adif Adif Alta Velocidad Adif

Für dich am Gleis ist die Spurweite deshalb keine Nebensache, sondern die schnellste Einordnung überhaupt. Sie sagt dir in einer Sekunde, in welchem der drei Systeme du gerade stehst – und damit, welche Fahrzeugfamilien überhaupt infrage kommen. Fahrzeuge mit verstellbaren Radsätzen, wie sie Talgo bekannt gemacht hat, sind die Ausnahme, die diese Regel bestätigt.

Erst das Netz, dann das Fahrzeug

Notiere bei spanischen Sichtungen immer zuerst, auf welchem Netzteil du stehst. Ein normalspuriger Hochgeschwindigkeitszug und ein breitspuriger Regionaltriebwagen können am selben Bahnhof stehen und gehören trotzdem zu völlig getrennten technischen Welten. Die Fahrzeugnummer im Anschriftenfeld ordnet den Rest – wie du sie liest, steht im Guide zur UIC-Nummer.

Wem das Gleis gehört, entscheidet über den Zugang

Das ist der Punkt, an dem der Netzbetreiber für Spotter praktisch wird. Adif betreibt nicht nur die Strecke, sondern auch den Bahnhof. Damit liegt das Hausrecht beim Netzbetreiber, nicht bei der Gesellschaft, deren Zug gerade einfährt.

An großen Fernbahnhöfen wie Madrid Puerta de Atocha kommt hinzu, dass der Bahnsteigbereich nicht frei zugänglich ist. Wer dort spontan fotografieren will, kommt schlicht nicht hin. An Regionalbahnhöfen ist die Lage entspannter – aber die Zuständigkeit bleibt dieselbe. Was Hausrecht im Bahnhof grundsätzlich bedeutet, steht im Beitrag zum Hausrecht auf Bahnhöfen.

Gleisbereich ist tabu, egal wem er gehört

Betriebsanlagen, Gleise und Bahnsteigenden sind keine Fotostandorte. Das gilt unabhängig davon, welches Unternehmen Eigentümer ist, und wird in vielen Ländern konsequent verfolgt. Was beim Betreten droht, beschreibt der Beitrag zu Gleise betreten; die Abstandsregeln erklärt Sicherheitsabstand am Gleis.

Netzbetreiber und Zugbetreiber getrennt erfassen

So bleibt deine Sichtung auch dann korrekt, wenn sich die Betreiberlandschaft ändert.

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So bestimmst du eine spanische Bahnhofssituation

Spurweite prüfen

Ein Blick ins Gleisbett trennt Breitspur von Normalspur. Damit steht fest, ob du im Alt- oder im Neubaunetz bist.

Bahnsteigbereich einordnen

Zugangskontrollen und getrennte Hallen deuten auf den Fernverkehrsteil hin. Frei zugängliche Bahnsteige gehören meist zum Regional- und Nahverkehr.

Betreiber am Fahrzeug ablesen

Der Name auf der Seitenwand ist eine Marke. Erst das Anschriftenfeld nennt Halter und Fahrzeugnummer.

Adif nicht als Betreiber notieren

Adif gehört ins Feld für die Infrastruktur, nie ins Feld für das fahrende Unternehmen. Diese Verwechslung ist der häufigste Fehler in spanischen Sichtungslisten.

Unsicherheit dokumentieren

Was du nicht sicher gelesen hast, markierst du als Vermutung. Eine ehrliche Lücke lässt sich später schließen, eine falsche Zuordnung selten.

Reicht das, was du notiert hast?

Wähle aus, welche Angaben du wirklich festgehalten hast.

Spurweite und Nummer tragen zusammen den größten Teil – alles andere ist Kontext.

Wann Adif in eine Sichtung gehört

Adif nennen, wenn …

  • du eine Strecke, einen Bahnhof oder eine Anlage beschreibst
  • es um Zugang, Bahnsteigregeln oder Hausrecht geht
  • du ein Bau-, Mess- oder Bahndienstfahrzeug dokumentierst

Genauer hinsehen, wenn …

  • ein Fahrzeug in Warnfarben ohne erkennbaren Betreiber unterwegs ist
  • an einer Systemwechselstelle beide Spurweiten nebeneinanderliegen
  • ein Zug auf einem Netzteil steht, zu dem er technisch nicht passt

Adif gehört nicht hin, wenn …

  • du einen Reise- oder Güterzug einem Betreiber zuordnest
  • eine Lackierung oder Marke bestimmt werden soll
  • es um Fahrplan, Zugnummer oder Verkehrsleistung geht

Der Grund für diese Trennung ist praktisch, nicht formal: Betreiber wechseln. Wenn morgen ein anderes Unternehmen eine Verbindung übernimmt, bleibt Adif Eigentümer des Gleises. Eine Sichtung, die beides sauber getrennt hält, überlebt jede Marktveränderung. Wie du dir daraus ein durchsuchbares Archiv baust, beschreibt die Anleitung zum Sichtungslogbuch.

Fazit

Adif ist für Spotter kein Motiv, sondern ein Ordnungsprinzip. Das Unternehmen erklärt, warum in Spanien zwei Spurweiten parallel existieren, warum auf denselben Schnellfahrstrecken mehrere Anbieter fahren und warum das Hausrecht im Bahnhof nicht bei der Gesellschaft liegt, deren Logo gerade vorbeifährt.

Wer Netzteil und Fahrzeug getrennt notiert, hat den schwierigsten Teil spanischer Sichtungen hinter sich. Der Rest ist Geduld am Bahnsteig – etwa in Barcelona Sants, wo alle Ebenen an einem Ort zusammenlaufen.

Kurzfazit

Adif besitzt Spaniens Gleise und Bahnhöfe, führt aber keinen Zug. Für die Sichtung zählt der Betreiber am Anschriftenfeld; Adif erklärt dagegen Spurweite, Zugang und Hausrecht.

Ein Archiv, das Betreiberwechsel übersteht

Netz, Fahrzeug und Ort getrennt festhalten – so bleibt jede Sichtung dauerhaft auswertbar.

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Zusammenfassung

  • Wer Adif verstehen will, muss aufhören, nach Adif-Zügen zu suchen: Das Unternehmen ist im Gleisbett und im Bahnhofsgebäude sichtbar, nicht auf der Seitenwand.
  • Die Doppelspurigkeit des Landes ist kein Kuriosum, sondern die wichtigste Ordnungsgröße für jede spanische Sichtung.
  • Seit der Öffnung des Fernverkehrs teilen sich mehrere Betreiber dieselbe Infrastruktur – Netzbetreiber und Zugbetreiber fallen dauerhaft auseinander.
  • Praktisch am wichtigsten: An spanischen Fernbahnhöfen bestimmt Adif über Zugang und Verhalten am Bahnsteig.

Häufige Fragen

Fährt Adif eigene Züge?

Nein. Adif ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen: Es besitzt und betreibt Gleise, Weichen, Signale und Bahnhöfe, hat aber keine Zulassung als Verkehrsunternehmen. Alles, was auf spanischen Gleisen rollt, gehört einem anderen Betreiber. Ausnahme sind Bau-, Mess- und Bahndienstfahrzeuge, die dem Netz selbst dienen und im Reiseverkehr nicht auftauchen.

Was ist der Unterschied zwischen Adif und Renfe?

Beide gingen 2005 aus derselben Vorgängerorganisation hervor. Adif bekam das Netz, Renfe den Verkehr. Adif verkauft Trassen, Renfe kauft sie. Deshalb kann Renfe auf einer Strecke fahren, die ihm nicht gehört – und deshalb können andere Unternehmen dieselbe Strecke ebenfalls nutzen.

Warum hat Spanien zwei Spurweiten?

Das konventionelle Netz wurde historisch in iberischer Breitspur mit 1668 mm gebaut. Als ab den 1990er-Jahren Hochgeschwindigkeitsstrecken entstanden, wurden sie in europäischer Normalspur mit 1435 mm ausgeführt, um Anschluss an das übrige Netz zu bekommen. Beide Systeme existieren seither nebeneinander, verbunden über Umspuranlagen und Fahrzeuge mit verstellbaren Radsätzen.

Was ist Adif Alta Velocidad?

Eine eigenständige Gesellschaft, die seit 2013 das normalspurige Hochgeschwindigkeitsnetz trägt. Sie wurde vor allem aus finanziellen und regulatorischen Gründen abgetrennt. Für dich am Bahnsteig ändert das wenig – für das Verständnis der Struktur schon: Alt- und Neubaunetz hängen an unterschiedlichen Trägern, obwohl beide unter dem Namen Adif auftreten.

Darf ich auf spanischen Bahnhöfen fotografieren?

Als Grundsatz gilt: Der Bahnhofsbetreiber übt das Hausrecht aus, und das ist hier Adif. An größeren Fernbahnhöfen gibt es zusätzlich Zugangskontrollen zum Bahnsteigbereich. Die rechtliche Ausgangslage unterscheidet sich von Land zu Land; die grundsätzlichen Zusammenhänge erklärt der Beitrag zum Hausrecht auf Bahnhöfen. Im Zweifel gilt: fragen, nicht ausprobieren.

Wer fährt außer Renfe noch auf Adif-Gleisen?

Seit der Öffnung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs teilen sich mehrere Anbieter dieselben Strecken. Beteiligt sind unter anderem Ableger der französischen und italienischen Staatsbahnkonzerne – also Strukturen, die auch hinter Trenitalia und SNCF stehen. Dazu kommt Güterverkehr mehrerer Unternehmen. Der Netzbetreiber bleibt in allen Fällen Adif.

Gehören die Bahnhöfe auch Adif?

Ja, die Personenbahnhöfe werden von Adif betrieben. Das ist mehr als eine Formalie: Bahnsteigzugang, Aufsicht, Durchsagen und Hausordnung liegen damit beim Netzbetreiber, nicht bei der Gesellschaft, deren Zug gerade einfährt. In Madrid Puerta de Atocha merkst du das deutlicher als an einer kleinen Landstation.

Wie erkenne ich, auf welchem Netzteil ich stehe?

Am zuverlässigsten an der Spurweite und an den Fahrzeugen. Breitspur mit klassischen Nahverkehrs- und Fernzügen bedeutet konventionelles Netz. Normalspur mit Hochgeschwindigkeitszügen bedeutet Neubaustrecke. An Systemwechselstellen liegen beide nebeneinander – dort lässt sich der Unterschied direkt vergleichen.

Verwaltet Adif auch die Schmalspurstrecken im Norden?

Ja. Nach der Auflösung der früheren Schmalspurbahngesellschaft FEVE Anfang der 2010er-Jahre ging deren Infrastruktur an Adif über. Damit verwaltet ein einziges Unternehmen Meterspur, Breitspur und Normalspur. Zum aktuellen Umfang dieses Netzteils gibt es keine belastbare, dauerhaft gültige öffentliche Angabe – belastbar ist nur die Zuständigkeit.

Wo sehe ich in Spanien möglichst viele Betreiber auf einmal?

An den großen Kopfbahnhöfen. Barcelona Sants bündelt Fern-, Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr an einem Ort. Für grenzüberschreitenden Verkehr lohnt Portbou an der französischen Grenze, wo Systemwechsel und Spurweitenwechsel unmittelbar sichtbar werden.

Fahrzeuge von Adif dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Typische Fahrzeuge

Wo du Adif antriffst

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