Netzbetreiber, Aufsichtsbehörden und Branchenverbände. Sie besitzen die Gleise oder setzen die Regeln, nach denen darauf gefahren wird.
Wem das Gleis gehört, entscheidet über Zugang, Hausrecht und darüber, wer an einem Spot überhaupt fahren darf.
29 Einträge
Bahnen der Stadt Monheim
Die Bahnen der Stadt Monheim sind ein kommunales Verkehrsunternehmen im Rheinland – im Eisenbahnbereich vor allem als Infrastrukturbetreiber. Solche kleinen Gesellschaften gibt es in Deutschland zu Hunderten, und sie erklären, warum längst nicht jedes Gleis der DB gehört.
DB InfraGO
seit 2024
DB InfraGO ist seit 2024 die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn: Netz und Personenbahnhöfe in einer Hand, gemeinwohlorientiert ausgerichtet. Sie führt keine Züge – bestimmt aber, wo du stehen darfst und welche Strecke gerade gesperrt ist.
Eisenbahn-Bundesamt (EBA)
seit 1994
Das Eisenbahn-Bundesamt ist eine Behörde, kein Bahnunternehmen. Es lässt Fahrzeuge zu, erteilt Sicherheitsbescheinigungen und beaufsichtigt die Eisenbahnen des Bundes. Gleise besitzt es nicht, Züge fährt es nicht – und für Fotogenehmigungen ist es der falsche Adressat.
Eisenbahnnetzwerk Bremen/Niedersachsen (EBN)
Zwischen Weser, Elbe und Ems liegt ein zweites Schienennetz: regionale Eisenbahninfrastruktur, die nicht dem Bund gehört. Das EBN steht für diese Ebene – Gleise ohne eigene Züge, mit Hafenhinterlandverkehr, Anschlussbahnen und einem eigenen Regelwerkrahmen.
Erms-Neckar-Bahn Eisenbahninfrastruktur AG (ENAG)
Die ENAG ist Eigentümerin der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach – einer kurzen Stichstrecke am Fuß der Schwäbischen Alb. Züge fährt sie nicht. An dieser einen Strecke lässt sich besonders klar zeigen, wie viele Beteiligte an einer Bahnlinie eigentlich mitwirken.
Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)
seit 1994
Der Karlsruher Verkehrsverbund fährt keinen einzigen Zug. Er bündelt Tarif, Liniennummern und Erscheinungsbild – gefahren wird von mehreren Unternehmen. Und genau hier entstand das Karlsruher Modell, bei dem eine Stadtbahn mitten auf die Eisenbahnstrecke wechselt.
Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW)
Die NVBW ist eine Gesellschaft des Landes Baden-Württemberg. Sie besitzt keine Strecken und führt keine Züge, prägt aber das Erscheinungsbild fast jedes Regionalzugs im Südwesten. Wer bwegt-Farben für einen Betreiber hält, ordnet seine Sichtung falsch zu.
Netzwerk Privatbahnen
Das Netzwerk Privatbahnen fährt keinen Zug und besitzt kein Gleis. Es ist der Interessenverband der nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland – und der Grund, warum an einem Güterknoten heute Loks aus einem Dutzend Firmen stehen statt nur roten Maschinen.
Regio Infra Service Sachsen
Regio Infra Service Sachsen betreibt Eisenbahninfrastruktur abseits des bundeseigenen Netzes. Das Unternehmen führt keine Reisezüge, entscheidet aber darüber, wer auf seinen Gleisen fahren darf – und wer sich auf seinen Anlagen aufhalten darf.
RP Eisenbahn
RP Eisenbahn gehört zu den kleinen Eisenbahninfrastruktur- und Dienstleistungsunternehmen, die neben dem bundeseigenen Netz arbeiten. Wer sie kennt, versteht, warum an manchen Gleisen andere Schilder, andere Regeln und andere Ansprechpartner gelten.
Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen (VDMT)
Der VDMT ist der Dachverband der Museums- und Touristikbahnen in Deutschland. Er fährt selbst nichts, sorgt aber dafür, dass ehrenamtlich betriebene Bahnen die Anforderungen erfüllen, ohne die kein historischer Zug eine Trasse bekäme.
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
seit 1991
Der VDV ist der Branchenverband der Verkehrsunternehmen in Deutschland. Er fährt nichts und besitzt nichts, prägt aber über Fachschriften und Datenstandards, wie Fahrzeuge gebaut, Tickets gelesen und Abfahrtszeiten übertragen werden.
Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON)
Der ZVON organisiert den Nahverkehr in der östlichen Oberlausitz – einer Region mit zwei Staatsgrenzen in Sichtweite. Er fährt selbst nichts, bestellt aber Verkehre, die gleich drei nationale Bahnsysteme berühren.
Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)
Der ZVNL ist Aufgabenträger für den Schienennahverkehr im Raum Leipzig. Er fährt keine Züge, hat aber mit der Bestellung der S-Bahn Mitteldeutschland ein Netz geschaffen, das gleich drei Bundesländer berührt und den Hauptbahnhof entlastet.
Zweckverband ÖPNV im Ammertal (Ammertalbahn)
Die Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg gehört keinem Konzern, sondern einem kommunalen Zweckverband. Er besitzt die Strecke, führt aber keine Züge – ein Lehrbuchfall für die Trennung von Infrastruktur und Verkehr im Kleinen.
FACS-UNECTO
FACS-UNECTO ist ein Dachverband französischer Museums- und Touristikbahnen – kein Betreiber. Der Verband vertritt Interessen und bündelt Wissen; gefahren wird von den einzelnen Vereinen. Für Spotter ist vor allem eines wichtig: Diese Bahnen liegen meist außerhalb des Staatsnetzes.
SNCF Réseau
seit 2015
SNCF Réseau verwaltet Frankreichs Schienennetz von der Nebenbahn bis zur LGV – und führt selbst keinen einzigen Zug. Wer in Frankreich spottet, trifft ständig auf diese Trennung: Gleis, Bahnhof und Zug hängen an drei verschiedenen Gesellschaften desselben Konzerns.
Banverket
seit 1988
Banverket verwaltete von 1988 bis 2010 Schwedens Schienennetz und war eine der ersten Organisationen Europas, die Infrastruktur konsequent vom Zugbetrieb trennte. Die Behörde gibt es nicht mehr – ihr Name steht aber bis heute an Anlagen am Gleis.
Trafikverket
seit 2010
Trafikverket ist keine Bahngesellschaft, sondern eine staatliche Verkehrsverwaltung für Schiene und Straße gleichzeitig. Sie hält das Netz, bestellt in Teilen sogar den Verkehr – und führt trotzdem keinen einzigen Zug. Diese Doppelrolle gibt es so in kaum einem anderen Land.
Halte Unternehmen, Fahrzeug und Ort in einer Sichtung fest – kostenlos mit Traintrack.
Passend dazu
Wer die Züge konkret führt, steht in der EVU-Datenbank. Welche Fahrzeuge dabei unterwegs sind, in derBaureihen-Datenbank. Und wo du sie siehst, zeigen die Spotting-Orte.