Ferrovie dello Stato Italiane (FS)

Ferrovie dello Stato Italiane ist die Staatsholding hinter Trenitalia, RFI und Mercitalia. Sie führt selbst keine Züge, hält aber Netz, Personenverkehr, Güterverkehr und sogar das nationale Straßennetz unter einem Dach – und ist über Töchter in mehreren europäischen Ländern unterwegs.

Auch bekannt als: FS · FS Italiane · Gruppo FS · Ferrovie dello Stato

ItalienItalienKonzerne & Holdingsseit 19057 Min. Lesezeit

1905

Verstaatlichung der italienischen Bahnen

4

Konzernpole seit dem Umbau 2023

100 %

im Eigentum des Staates

0

Züge, die die Holding selbst führt

Das Wichtigste in Kürze

  • FS Italiane führt selbst keinen Zug. Sie ist eine Staatsholding; gefahren wird von Trenitalia und den Mercitalia-Gesellschaften.
  • Frecciarossa ist eine Marke, kein Unternehmen. Dahinter steht immer Trenitalia.
  • RFI ist ein Infrastrukturunternehmen – ihr gehören Netz und Bahnhöfe, aber keine Züge.
  • Auch deutsche Regionalzüge können zur FS-Gruppe gehören, ohne dass am Fahrzeug ein Hinweis darauf steht.
  • Der Konzern ist längst mehr als eine Bahn: Seit 2018 gehört auch das nationale Straßennetz dazu.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Eine Bahnholding, der auch das Straßennetz gehört
  8. 8.Vier Pole, und was in jedem davon fährt
  9. 9.Marken, die für Unternehmen gehalten werden
  10. 10.Woran du eine FS-Gesellschaft am Gleis festmachst
  11. 11.Was die Gruppe für Reisen und Touren bedeutet
  12. 12.Fazit
  13. 13.Häufige Fragen

Steckbrief

RechtsformSocietà per Azioni, vollständig im Eigentum des italienischen Staates
Rolle im SystemStaatsholding – hält Beteiligungen, führt selbst keine Züge
PersonenverkehrTrenitalia mit den Marken Frecciarossa, Intercity und Regionale
InfrastrukturRFI betreibt Netz und Bahnhöfe – ein Infrastrukturunternehmen, kein EVU
Güterverkehrgebündelt im Logistikpol Mercitalia mit mehreren Landesgesellschaften
BesonderheitSeit 2018 gehört auch die nationale Straßenverwaltung zur Gruppe
AuslandsengagementTöchter und Beteiligungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Griechenland und Großbritannien
Bestimmungsweg im FeldAnschriftenfeld und Fahrzeugnummer – die Marke am Zug nennt nie die Gesellschaft
Offizielle Websitewww.fsitaliane.it

Geschäftsfelder

Personenverkehr – Hochgeschwindigkeit, Intercity und Regionalverkehr über Trenitalia und ihre Auslandsgesellschaften
Infrastruktur – Netz, Stellwerke und Bahnhöfe über RFI, organisatorisch vom Verkehr getrennt
Logistik – Güterverkehr, Terminals und Rangierleistungen im Mercitalia-Verbund
Stadtverkehr und Immobilien – Busverkehre und die Entwicklung nicht mehr betrieblich genutzter Flächen
Straßeninfrastruktur – das nationale Fernstraßennetz, seit 2018 im Konzern
Planung und Bau – eigene Ingenieurgesellschaft für Neubaustrecken im In- und Ausland

Struktur & Marken

Trenitalia S.p.A. – Personenverkehr im Inland, Träger der Marken Frecciarossa, Intercity und Regionale
Rete Ferroviaria Italiana – Netzbetreiber und Bahnhofseigentümer, kein Eisenbahnverkehrsunternehmen
Mercitalia – Logistikpol mit den Güterverkehrsgesellschaften der Gruppe
Netinera – deutscher Regionalverkehrskonzern, mehrheitlich im FS-Besitz
TX Logistik – deutsche Güterbahn im Mercitalia-Verbund, mit Gesellschaften in mehreren Alpenländern
Trenitalia France – Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Frankreich und Italien
Hellenic Train – griechische Personen- und Güterverkehrsgesellschaft
Italferr – Planungs- und Bauingenieurgesellschaft für Strecken im In- und Ausland

Geschichte im Zeitraffer

1905Der italienische Staat übernimmt die zuvor privat betriebenen Hauptbahnen. Die Ferrovie dello Stato entstehen als staatliche Eisenbahnverwaltung.
1992Aus der Behörde wird eine Aktiengesellschaft. Der Staat bleibt Alleineigentümer, die Struktur wird auf Beteiligungen umgestellt.
2000Verkehr und Infrastruktur werden getrennt: Trenitalia übernimmt den Zugbetrieb, RFI das Netz.
2012Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken tritt mit Italo erstmals ein privater Wettbewerber an – Italien wird zum offensten Fernverkehrsmarkt Europas.
2018Die nationale Straßenverwaltung wird in die Gruppe eingegliedert. Aus dem Bahnkonzern wird formal ein Infrastrukturkonzern.
2023Der Konzern wird in vier Pole gegliedert: Infrastruktur, Personenverkehr, Logistik und Stadtverkehr.

Woran du Ferrovie dello Stato Italiane (FS) erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Ferrovie dello Stato Italiane (FS)?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Das FS-Logo steht für den Konzern – gefahren wird von Trenitalia oder einer Mercitalia-Gesellschaft
  • Frecciarossa, Frecciargento und Frecciabianca sind Produktmarken einer einzigen Gesellschaft
  • Regionale auf der Zielanzeige bedeutet Regionalverkehr von Trenitalia, häufig in Regionalgestaltung des Bestellers
  • Im Anschriftenfeld steht der Ländercode I und ein Halterkürzel, das die Gesellschaft benennt
  • Güterloks der Gruppe tragen Mercitalia oder TX Logistik, nicht FS
  • In Deutschland fahren FS-Töchter ohne jeden italienischen Hinweis – die Konzernzugehörigkeit ist am Zug unsichtbar
  • RFI erscheint an Bahnsteigen und Stellwerken, aber nie als Betreiber eines Zuges

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Italien bietet an einem Bahnhof Hochgeschwindigkeit, Regionalverkehr und Güterverkehr auf engem Raum
  • Die Markenlogik der Frecce ist klar strukturiert und schnell zu lernen
  • Über die Alpenübergänge lassen sich FS-Töchter auch nördlich der Grenze dokumentieren
  • Der offene Fernverkehrsmarkt macht den direkten Vergleich mit einem privaten Wettbewerber möglich
  • Regionale Bestellergestaltungen sorgen für ungewöhnlich viel optische Vielfalt

Wo es hakt

  • Die Holding selbst ist am Gleis komplett unsichtbar
  • Marken wie Frecciarossa werden regelmäßig für Unternehmen gehalten
  • Beteiligungen im Ausland wechseln und werden in Sichtungslisten selten gepflegt
  • In Deutschland ist die FS-Zugehörigkeit von Töchtern ohne Recherche nicht erkennbar
  • Zur Fahrzeuganzahl der einzelnen Gesellschaften gibt es keine belastbare öffentliche Quelle

Aktualisiert: August 2026 – In Milano Centrale steht ein roter Hochgeschwindigkeitszug, daneben ein Regionalzug in Landesfarben, und über dem Bahnsteig hängt ein Schild mit einem dritten Firmenlogo. Alle drei gehören zur Ferrovie dello Stato Italiane – und keines davon ist die Holding selbst. Wer in Italien sauber dokumentieren will, muss diese Ebenen trennen können.

Italienische Sichtungen sauber ablegen

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Eine Bahnholding, der auch das Straßennetz gehört

Die italienischen Staatsbahnen entstanden 1905, als der Staat die zuvor privat betriebenen Hauptbahnen übernahm. Fast neunzig Jahre lang war das eine Behörde. 1992 wurde daraus eine Aktiengesellschaft, deren Anteile vollständig beim Staat blieben – und ab 2000 zerfiel der Betrieb in eigenständige Gesellschaften, weil europäisches Recht die Trennung von Netz und Verkehr verlangt.

Ungewöhnlich ist, was seither dazugekommen ist. Seit 2018 gehört die nationale Straßenverwaltung zur Gruppe. Die Holding steuert damit Schienen- und Fernstraßeninfrastruktur unter einem Dach – eine Konstruktion, für die es in Europa kaum Parallelen gibt.

1905Verstaatlichung der italienischen Hauptbahnen
2000Trennung von Verkehr und Infrastruktur
4Konzernpole seit dem Umbau 2023
0Züge, die die Holding selbst führt

Vier Pole, und was in jedem davon fährt

Der Konzernumbau von 2023 hat die Gruppe in vier Bereiche sortiert. Diese Gliederung ist für dich nützlicher als jedes Organigramm, weil sie sich direkt in dem widerspiegelt, was am Gleis passiert.

Pol Zentrale Gesellschaft Was du davon siehst Zulassung als EVU
Infrastruktur RFI Bahnsteige, Stellwerke, Bauzüge nein
Personenverkehr Trenitalia Frecce, Intercity, Regionale ja
Logistik Mercitalia-Gesellschaften Ganzzüge, Kombiverkehr, Alpenquerung ja
Stadtverkehr Busgesellschaften der Gruppe Busse, kaum Schienenverkehr nein
Auslandsbeteiligungen Netinera, TX Logistik und weitere deutsche Regional- und Güterzüge ja

Die letzte Zeile ist die, die in Sichtungslisten am häufigsten fehlt. Ein Regionalzug in Rheinland-Pfalz oder ein Güterzug am Brenner kann zur italienischen Staatsholding gehören, ohne dass am Fahrzeug ein einziger italienischer Hinweis steht.

Konkret verbergen sich dahinter zwei Namen, die in Deutschland längst etabliert sind: der Regionalverkehrskonzern Netinera und die Güterbahn TX Logistik, die zum Logistikpol Mercitalia gehört. Beide fahren mit deutscher Zulassung, deutschem Personal und deutschem Halterkürzel. Die Konzernzugehörigkeit ist eine reine Eigentümerfrage – sie ändert am Betrieb nichts und ist am Fahrzeug nicht ablesbar. Genau deshalb gehört sie in ein eigenes Feld deines Logbuchs und nicht in dasselbe wie der Betreiber.

Die Gattung zuerst, die Marke danach

In Italien steht auf der Zielanzeige die Zuggattung: FR, FA, FB, IC oder REG. Diese Abkürzung trennt die Segmente zuverlässiger als jedes Logo und ist auch auf schlechten Fotos noch lesbar. Die Marke am Fahrzeug beschreibt dasselbe – nur schöner und ungenauer.

Marken, die für Unternehmen gehalten werden

Frecciarossa ist kein Betreiber. Es ist der Produktname für den schnellsten Fernverkehr von Trenitalia, so wie Frecciargento und Frecciabianca für langsamere oder komfortabler ausgestattete Varianten stehen. Alle drei gehören zu einer einzigen Gesellschaft, und diese Gesellschaft gehört wiederum der Holding.

Im Regionalverkehr wird es noch unübersichtlicher, weil die Regionen als Besteller auftreten und eigene Gestaltungen vorgeben. Ein Regionalzug in Südtirol sieht anders aus als einer in Apulien, obwohl in beiden Fällen dieselbe Gesellschaft fährt. Das Prinzip kennst du aus Deutschland – wie du damit umgehst, zeigt der Guide Wer fährt eigentlich?.

Zwei weitere Namen solltest du sauber davon trennen. Trenitalia ist die Gesellschaft, die hinter allen genannten Personenverkehrsmarken steht. RFI dagegen taucht an Bahnsteigen, Stellwerken und Baustellen auf, führt aber nie einen Zug. Und der auffällige rote Wettbewerber auf den Schnellfahrstrecken, Italo, gehört überhaupt nicht zum Konzern – er nutzt lediglich dieselben Gleise. In Milano Centrale und Bologna Centrale stehen alle diese Ebenen innerhalb weniger Bahnsteige nebeneinander.

Gattung notieren

FR, FA, FB, IC oder REG steht auf Anzeige und Fahrplan. Damit ist das Segment festgelegt.

Fahrzeugnummer erfassen

Der Ländercode I und das Halterkürzel stehen im Anschriftenfeld, meist im unteren Wagenkastendrittel.

Gesellschaft ableiten

Personenverkehr führt Trenitalia, Güterverkehr eine Mercitalia-Gesellschaft. Das Netz gehört RFI und taucht nie als Betreiber auf.

Konzernebene getrennt eintragen

Erst danach ergänzt du die Holding. Beteiligungen ändern sich, Fahrzeugnummern nicht.

Wie viele Marken der Gruppe bekommst du zusammen?

Die Gruppe tritt unter vielen Namen auf. Wähle, welche Orte deine Tour abdeckt.

Grober Orientierungswert. Er zählt Marken, nicht Gesellschaften – und genau daran zeigt sich der Unterschied.

Vom Brenner bis Bologna in einem Logbuch

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Woran du eine FS-Gesellschaft am Gleis festmachst

Gehört zur Gruppe, wenn …

  • ein italienischer Personenzug unter einer Trenitalia-Gattung fährt
  • eine Güterlok Mercitalia- oder TX-Logistik-Beschriftung trägt
  • das Halterkürzel im Anschriftenfeld zu einer Konzerngesellschaft gehört

Genauer hinsehen, wenn …

  • ein deutscher Regionalzug zu einem FS-Beteiligungsunternehmen gehören könnte
  • das Fahrzeug aus einem Leasingbestand kommt
  • ein Regionalzug ausschließlich Bestellerfarben trägt

Gehört nicht dazu, wenn …

  • der Zug einem privaten Hochgeschwindigkeitsbetreiber gehört
  • eine ausländische Güterbahn nur auf italienischen Gleisen fährt
  • es sich um ein Fahrzeug einer Regionalbahn außerhalb des Konzerns handelt

Beteiligungen im Ausland sind ein bewegliches Ziel

Anteile an ausländischen Gesellschaften werden gekauft, verkauft und umstrukturiert. Eine Zuordnung, die vor fünf Jahren richtig war, kann heute falsch sein. Behandle jede Konzernangabe als datierte Aussage. Und beobachte nur von öffentlich zugänglichen Standorten – auf Bahnhöfen gilt das Hausrecht des Betreibers.

Was die Gruppe für Reisen und Touren bedeutet

Italien ist für Spotter ungewöhnlich dankbar, weil sich mehrere Systeme auf kurzer Distanz treffen. An den Alpenübergängen kommen Güterverkehre aus dem Norden an, in den Ballungsräumen laufen Hochgeschwindigkeits- und Regionalverkehr auf derselben Bahnsteigkante. Ein Grenzbahnhof wie Domodossola zeigt dir außerdem, wie Fahrzeuge mit unterschiedlichen Stromsystemen gewechselt werden.

Wer den Konzern über die Grenze hinaus verfolgen will, findet seine Gesellschaften auch nördlich der Alpen. Der Nachtverkehr, in dem die Gruppe ebenfalls aktiv ist, ist im Überblick zum europäischen Nachtzugnetz eingeordnet.

Fazit

FS Italiane ist eine Landkarte, kein Betrieb. Sie erklärt, warum Netz, Fernverkehr und Güterverkehr in Italien organisatorisch nichts miteinander zu tun haben, obwohl sie demselben Eigentümer gehören – und warum ein deutscher Regionalzug still und leise zu einer italienischen Staatsholding gehören kann.

Wer die Gattung liest, die Nummer notiert und die Konzernebene getrennt führt, hat Italien sauber im Griff. Alles andere ist Fleißarbeit am Bahnsteig.

Kurzfazit

FS Italiane ist eine Staatsholding ohne eigenen Zugbetrieb. Für die Sichtung zählen Trenitalia oder eine Mercitalia-Gesellschaft – und die stehen nicht im Konzernlogo, sondern im Anschriftenfeld.

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Zusammenfassung

  • Wer in Italien eine Sichtung zuordnen will, braucht die Gesellschaft – der Konzernname grenzt praktisch nichts ein.
  • Die vier Konzernpole trennen Infrastruktur, Personenverkehr, Logistik und Stadtverkehr sauber voneinander; jeder hat eigene Zulassungen.
  • Das Auslandsgeschäft macht die Gruppe zu einem der wenigen Konzerne, denen du in mehreren Ländern begegnest, ohne es zu merken.
  • Notiere Marke und Fahrzeugnummer getrennt: Die Marke beschreibt das Produkt, die Nummer das Fahrzeug.

Häufige Fragen

Fährt Ferrovie dello Stato selbst Züge?

Nein. FS Italiane ist eine Holding ohne eigene Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen. Den Personenverkehr führt Trenitalia, den Güterverkehr die Gesellschaften des Mercitalia-Verbunds, das Netz betreibt RFI. Der Konzernname sagt dir nur, in welchen Rahmen der Zug gehört.

Ist Frecciarossa ein eigenes Unternehmen?

Nein, es ist eine Produktmarke von Trenitalia für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Daneben gibt es Frecciargento und Frecciabianca für andere Geschwindigkeits- und Komfortstufen sowie Intercity und Regionale für die übrigen Segmente. Alle diese Marken gehören zu derselben Gesellschaft – sie beschreiben das Angebot, nicht den Betreiber.

Was macht RFI und warum sieht man dort nie Züge?

RFI ist der italienische Netzbetreiber. Ihr gehören Strecken, Signalanlagen und die großen Bahnhöfe. Sie führt selbst keine Reise- oder Güterzüge, sondern verkauft Trassen an Eisenbahnverkehrsunternehmen. Deshalb fahren auf italienischen Gleisen auch private Betreiber wie Italo, ohne dass die FS-Gruppe daran beteiligt wäre.

Gehören deutsche Regionalzüge wirklich zur FS-Gruppe?

Teilweise ja. Der Regionalverkehrskonzern Netinera steht mehrheitlich im FS-Besitz und betreibt über Töchter wie Netinera Deutschland und vlexx mehrere deutsche Netze. Am Fahrzeug ist davon nichts zu sehen: Dort stehen deutsche Markennamen und Landesgestaltungen. Die italienische Konzernzugehörigkeit lässt sich am Gleis überhaupt nicht ablesen.

Warum gehört eine Straßenverwaltung zu einem Bahnkonzern?

Weil der italienische Staat 2018 seine Beteiligung an der nationalen Straßenverwaltung in die FS-Gruppe eingebracht hat. Das Ziel war eine gemeinsame Steuerung von Schienen- und Straßeninfrastruktur. Für dich am Gleis ist das ohne Folgen, für das Verständnis des Konzerns aber wichtig: FS ist heute ein Infrastrukturkonzern, in dem die Eisenbahn nur einen Teil ausmacht.

Wie erkenne ich eine FS-Güterlok?

An der Beschriftung der jeweiligen Gesellschaft, nicht am Konzern. In Italien steht meist Mercitalia am Fahrzeug, nördlich der Alpen häufig TX Logistik. Beide gehören zum selben Logistikpol. Die zuverlässige Zuordnung läuft wie überall über das Anschriftenfeld – wie es aufgebaut ist, erklärt der Guide zur UIC-Nummer.

Wo sehe ich möglichst viele FS-Gesellschaften an einem Ort?

An einem großen Knoten. Milano Centrale bündelt Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Regionalverkehr, Bologna Centrale ist der zentrale Kreuzungspunkt der Schnellfahrstrecken. Für Güterverkehr lohnt sich eher ein Grenzbahnhof wie Domodossola oder Fortezza.

Ist der italienische Fernverkehr wirklich im Wettbewerb?

Ja, und das seit 2012. Italien war das erste europäische Land mit einem privaten Hochgeschwindigkeitsbetreiber im Dauerbetrieb. Für Spotter ist das ein Glücksfall: Auf derselben Strecke fahren zwei völlig unterschiedlich gestaltete Zugfamilien mit vergleichbarem Angebot. Das gibt es sonst in Europa kaum in dieser Deutlichkeit.

Hat FS auch außerhalb Italiens Personenverkehr?

Ja, über Landesgesellschaften und Beteiligungen. Dazu zählen Hochgeschwindigkeitsverkehre zwischen Frankreich und Italien, eine griechische Gesellschaft und Beteiligungen in Spanien und Großbritannien. Diese Engagements ändern sich häufiger als das Inlandsgeschäft – prüfe den Stand, bevor du eine ältere Zuordnung übernimmst.

Wie ordne ich eine italienische Sichtung sauber ein?

Notiere zuerst die Fahrzeugnummer, dann die Zuggattung auf der Anzeige und erst danach die Marke. Die Gattung trennt Fern-, Intercity- und Regionalverkehr; die Nummer macht das Fahrzeug eindeutig. Die Konzernebene trägst du als eigenes Feld nach – so überlebt die Sichtung auch die nächste Konzernumstrukturierung, wie das Sichtungslogbuch zeigt.

Fahrzeuge von Ferrovie dello Stato Italiane (FS) dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Typische Fahrzeuge

Wo du Ferrovie dello Stato Italiane (FS) antriffst

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