Baureihe 620 (Alstom Coradia LINT 81)

Die Baureihe 620 ist der dreiteilige Coradia LINT 81 – das längste Mitglied der LINT-Familie und schon an der Zahl der Wagenteile zu erkennen.

Auch bekannt als: LINT 81 · BR 620 · Coradia LINT 81

DeutschlandDeutschlandDieseltriebwagen7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 620 ist der Coradia LINT 81, der dreiteilige und damit längste Vertreter der LINT-Familie von Alstom.
  • Die Zahl im Typennamen beschreibt die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern – 81 für den dreiteiligen, 54 und 41 für die kürzeren Varianten.
  • Schnellster Erkennungsweg: LINT-Kopfform, drei Wagenteile, Dachkühler statt Stromabnehmer.
  • Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen LINT-Baureihen – die Wagenzahl ist das entscheidende Merkmal.
  • Betreiber und Netze wechseln mit jeder Vergabe; Linienlisten veralten schnell.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Baureihe 620?
  2. 2.Die LINT-Logik: Zahl im Namen, Wagenteile am Zug
  3. 3.Die LINT-Familie im Überblick
  4. 4.Fototipps für einen dreiteiligen Triebwagen
  5. 5.Warum ein dreiteiliger Dieseltriebwagen gebaut wird
  6. 6.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartDreiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr
HerstellerAlstom
TypennameCoradia LINT 81
Zugbildungdrei Wagenteile in fester Formation
UIC-Bauartcode95 – Dieseltriebwagen und Dieseltriebzüge
Betreiber und Einsatznetzeveränderlich – wechseln mit Verkehrsverträgen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Drei Wagenteile in fester Formation – der längste Vertreter der LINT-Familie
  • Dachaufbauten mit Kühler und Auspuff, kein Stromabnehmer
  • LINT-typische Kopfform: hohe, kastige Front mit großer Frontscheibe und tief sitzenden Scheinwerfern
  • Fahrzeugnummer beginnt mit 620
  • Türen sitzen nicht an den Wagenenden, sondern in den Bereichen zwischen den Drehgestellen

Aktualisiert: August 2026 – Drei Wagenteile, kastige Front, Kühler auf dem Dach: Die Baureihe 620 ist der Coradia LINT 81 und damit die Langvariante einer der erfolgreichsten deutschen Dieseltriebwagenfamilien. Diese Seite zeigt dir, wie du sie in Sekunden von ihren kürzeren Geschwistern trennst und warum die Zahl im Typennamen eine echte Merkhilfe ist.

LINT-Baureihen auseinanderhalten

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Was ist die Baureihe 620?

Die Baureihe 620 ist der Coradia LINT 81 von Alstom, ein dreiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr. Die Zahl im Typennamen beschreibt die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern – der LINT 81 ist damit die längste Variante der Familie.

In der Fahrzeugsystematik steht er bei den Dieseltriebwagen: UIC-Bauartcode 95, die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen Fahrzeugnummer. Diese Einordnung ist deshalb so nützlich, weil sie über die Antriebsart entscheidet, noch bevor du die Baureihe kennst. Wie der Nummernaufbau insgesamt funktioniert, erklärt der Guide zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.

Betrieblich ist die 620 ein klassisches Regionalverkehrsfahrzeug für Strecken ohne durchgehende Elektrifizierung. Welcher Betreiber sie auf welchem Netz einsetzt, hängt an Verkehrsverträgen, etwa denen im Rheinland-Pfalz-Takt, und ändert sich mit jeder Vergabe – dazu gehören dann meist auch neue Lackierungen. In deutschen Regionalnetzen fährt die Bauart unter anderem bei vlexx.

Die LINT-Logik: Zahl im Namen, Wagenteile am Zug

Kaum eine andere Fahrzeugfamilie ist so leicht zu systematisieren. Die Typenbezeichnung folgt der Länge, und die Länge zeigt sich unmittelbar in der Zahl der Wagenteile.

Familie erkennen

Hohe, kastige Front mit großer Scheibe und tief sitzenden Scheinwerfern: Das ist die LINT-Handschrift und grenzt gegen Talent, Desiro Classic und Regio-Shuttle ab.

Wagenteile zählen

Drei Wagenteile bedeuten LINT 81 und damit Baureihe 620. Zwei Wagenteile führen zu LINT 41 oder LINT 54, ein einzelner Wagen zum LINT 27.

Dach prüfen

Kühlergitter und Auspuff statt Stromabnehmer bestätigen den Dieselantrieb – und schließen optisch ähnliche Elektrotriebzüge aus.

Nummer lesen

Die Anschrift beginnt mit 620. Weil innerhalb der Familie mehrere Baureihen existieren, ist dieser Schritt die eigentliche Bestätigung.

Die grundsätzliche Reihenfolge beim Bestimmen – von der Fahrzeugart über die Bauform zur Nummer – beschreibt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen ausführlicher.

Die LINT-Familie im Überblick

Wer die folgende Tabelle einmal verinnerlicht hat, ordnet praktisch jeden LINT ohne Nachschlagen ein.

Typ Wagenteile Deutsche Baureihe(n) Merkposten
Coradia LINT 27 ein Wagenteil 640 kürzester Vertreter, Einzelwagen
Coradia LINT 41 zwei Wagenteile 623, 648 häufigste Variante im Netz
Coradia LINT 54 zwei Wagenteile 622 längere Zweiteiler-Variante
Coradia LINT 81 drei Wagenteile 620 einzige dreiteilige Variante

Die Tabelle macht auch den häufigsten Fehler sichtbar: Zwischen Baureihe 622 (LINT 54) und Baureihe 623 (LINT 41) hilft die Wagenzahl nicht weiter, weil beide zweiteilig sind. Dort entscheidet die Länge im Verhältnis zum Bahnsteig – oder eben die Anschrift. Nur der einteilige LINT 27 der Baureihe 640 und der dreiteilige LINT 81 sind allein an der Wagenzahl eindeutig.

Welche LINT-Variante fährt bei dir?

Community-Sichtungen zeigen dir, welche Baureihen aktuell in deinem Netz unterwegs sind – inklusive Fahrzeugnummern.

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Fototipps für einen dreiteiligen Triebwagen

Ein dreiteiliger Triebwagen ist deutlich länger als der typische Regionaltriebwagen – das verändert Standortwahl und Brennweite.

Abstand einplanen

Drei Wagenteile brauchen mehr Bildbreite. Ein Standort zu nah am Gleis zwingt dich in einen extremen Winkel, in dem der Zug perspektivisch zusammenfällt.

Dreiviertelansicht wählen

Etwa 30 bis 45 Grad zur Fahrzeugachse zeigen Front und Seitenwand zugleich – und lassen die Wagenteile als Reihe erkennbar bleiben.

Dachlinie freihalten

Kühler und Auspuff sind das Merkmal, das Diesel- von Elektrofahrzeugen trennt. Ein zu tiefer Standpunkt schneidet genau diese Information weg.

Nummer im Bild behalten

Die Anschrift an der Seitenwand macht aus einem Bild eine Dokumentation. Plane den Ausschnitt entsprechend.

Welche Brennweite zu welcher Zuglänge und Distanz passt, behandelt der Ratgeber zur Brennweite in der Zugfotografie.

Bahnsteigkante bleibt Bahnsteigkante

Halte immer den Sicherheitsabstand ein und bleib hinter der Sicherheitslinie. Den Gleisbereich betritt man nicht – auch nicht für den besseren Winkel auf einen langen Triebwagen.

Warum ein dreiteiliger Dieseltriebwagen gebaut wird

Die meisten Regionaltriebwagen in Deutschland sind ein- oder zweiteilig. Ein dreiteiliges Fahrzeug wie der LINT 81 ist deshalb erklärungsbedürftig – und die Erklärung verrät zugleich, wo man ihn realistisch sucht.

Ein längerer Triebwagen lohnt sich dort, wo die Nachfrage dauerhaft hoch ist, aber keine Elektrifizierung vorhanden. Zwei gekuppelte Kurzfahrzeuge wären eine Alternative, bringen aber Nachteile mit: doppelte Führerstände, doppelte Antriebstechnik, mehr Übergänge, weniger nutzbare Fläche pro Meter Zuglänge. Ein durchgehendes dreiteiliges Fahrzeug nutzt die verfügbare Bahnsteiglänge besser aus und bietet einen durchgängigen Innenraum.

Für die Beobachtung heißt das: Der LINT 81 fährt eher auf nachfragestarken Regionalachsen als auf schwach ausgelasteten Nebenstrecken. Dort, wo ein einteiliger Regio-Shuttle genügt, wird kein dreiteiliges Fahrzeug eingesetzt. Diese Zuordnung ist keine Regel ohne Ausnahmen, aber ein brauchbarer erster Anhaltspunkt bei der Standortwahl.

Ein zweiter praktischer Punkt betrifft die Bahnsteige. Ein dreiteiliger Triebwagen braucht spürbar mehr Bahnsteiglänge als ein zweiteiliger. An kurzen Bahnsteigen fällt das sofort auf – das Fahrzeug reicht bis ans Ende oder darüber hinaus. Wer beim Bestimmen unsicher ist, kann genau diesen Vergleich nutzen: Der Bahnsteig ist ein Maßstab, der immer verfügbar ist.

Für die Fotografie ergibt sich daraus ein drittes Thema. Drei Wagenteile passen nicht mehr in jeden Bildausschnitt, den man von einem gewohnten Standort aus bekommt. Entweder du gehst weiter zurück, wählst eine kürzere Brennweite, oder du entscheidest dich bewusst gegen den Ganzzug und für ein Bilddetail. Alle drei Wege sind legitim – aber die Entscheidung sollte vor dem Zug fallen, nicht währenddessen.

Wichtig bleibt dabei: Der Weg zu mehr Abstand führt nie über den Gleisbereich. Standpunkte werden ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Flächen gesucht, mit sicherem Abstand zur Bahnsteigkante.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 620, wenn …

  • der Triebwagen aus drei Wagenteilen besteht
  • die Front die typische LINT-Handschrift zeigt
  • Kühler und Auspuff auf dem Dach sitzen
  • die Anschrift mit 620 beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • zwei zweiteilige Einheiten gekuppelt fahren und wie ein längerer Zug wirken
  • du nur die Front siehst und die Wagenzahl nicht zählen kannst
  • eine neue Betreiberlackierung die vertraute Farbaufteilung ersetzt

Es ist kein LINT 81, wenn …

  • ein Stromabnehmer auf dem Dach liegt – dann ist es ein Elektrotriebzug mit Bauartcode 94
  • der Zug nur aus einem oder zwei Wagenteilen besteht
  • die Anschrift mit 622, 623, 640 oder 648 beginnt

Fazit

Die Baureihe 620 ist der einfachste LINT überhaupt zu bestimmen: Sie ist die einzige dreiteilige Variante der Familie. Wer die Kopfform der LINT-Reihe einmal erkannt hat und danach die Wagenteile zählt, kommt in Sekunden zum Ergebnis. Alles Weitere – Betreiber, Netz, Lackierung – ist veränderlich und gehört in die Sichtung, nicht ins Gedächtnis.

Kurzfazit

LINT-Kopf plus drei Wagenteile plus Dachkühler: Das ist der LINT 81 der Baureihe 620. Die Zahl im Typennamen ist die Länge in Metern – der beste Merkposten der ganzen Familie.

Deine LINT-Sichtungen sortieren

Baureihe, Nummer, Netz und Datum an einem Ort – so siehst du sofort, welche Varianten dir noch fehlen.

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Zusammenfassung

  • Der LINT 81 der Baureihe 620 ist die Langvariante einer der erfolgreichsten deutschen Dieseltriebwagenfamilien.
  • Innerhalb der Familie trennt man die Baureihen am schnellsten über die Zahl der Wagenteile.
  • Der Blick aufs Dach unterscheidet Diesel- von Elektrovarianten optisch ähnlicher Fahrzeuge.
  • Einsatznetze sind vergabeabhängig und sollten immer aktuell geprüft werden.

Häufige Fragen

Was ist die Baureihe 620?

Die Baureihe 620 ist der Coradia LINT 81 von Alstom, ein dreiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr. Er ist die längste Variante der LINT-Familie. In der Fahrzeugsystematik steht er bei den Dieseltriebwagen mit dem UIC-Bauartcode 95.

Was bedeutet die Zahl 81 im Namen LINT 81?

Sie steht für die ungefähre Fahrzeuglänge in Metern. Nach demselben Prinzip sind LINT 27, LINT 41 und LINT 54 benannt. Die Zahl ist damit ein sehr praktischer Merkposten: Je größer sie ist, desto länger und desto mehrteiliger ist das Fahrzeug.

Wie erkenne ich einen LINT 81 sicher?

An der Kombination aus LINT-Kopfform und drei Wagenteilen. Die kastige, hohe Front mit großer Frontscheibe ist familientypisch, die Zahl der Wagenteile trennt die Baureihen innerhalb der Familie. Die Anschrift beginnt mit 620 und bestätigt das Ergebnis.

Was ist der Unterschied zwischen LINT 41, LINT 54 und LINT 81?

Vor allem die Länge und die Zahl der Wagenteile. LINT 41 und LINT 54 treten zweiteilig auf, der LINT 81 dreiteilig. In Deutschland tragen sie unterschiedliche Baureihennummern – unter anderem 623 und 648 für LINT 41, 622 für LINT 54 und 620 für LINT 81.

Wie unterscheide ich einen LINT von einem optisch ähnlichen Elektrotriebzug?

Am Dach. Ein Stromabnehmer bedeutet elektrischer Antrieb, Kühlergitter und Auspuffanlagen bedeuten Dieselmotor. Viele Herstellerfamilien bieten fast identisch aussehende Diesel- und Elektrovarianten an – die Kopfform hilft dann nicht weiter, das Dachbild dagegen immer.

Wer setzt die Baureihe 620 ein?

Das ändert sich mit den Vergaben. Regionalverkehre werden regelmäßig neu ausgeschrieben, und mit dem Verkehrsvertrag wechseln häufig Betreiber, Netze und Lackierungen. Nimm ältere Listen als Hinweis und prüfe den aktuellen Stand über Community-Meldungen.

Warum trägt die 620 den Bauartcode 95?

Weil die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen Fahrzeugnummer die Bauart angeben und 95 für Dieseltriebwagen und Dieseltriebzüge steht. Hersteller, Länge und Verkehrsart spielen dafür keine Rolle – entscheidend ist allein, dass das Fahrzeug einen Dieselmotor als Energiequelle nutzt.

Fahren LINT 81 auch in Mehrfachtraktion?

Triebwagen dieser Größenordnung werden bei hoher Nachfrage gekuppelt gefahren, sodass mehrere Einheiten als ein Zug verkehren. Sechs Wagenteile hintereinander bedeuten dann nicht ein anderes Fahrzeug, sondern zwei gekuppelte Einheiten derselben Baureihe.

Sichtung von Baureihe 620 (Alstom Coradia LINT 81) festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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