Das Wichtigste in Kürze
- Die 1216 ist der mehrsystemfähige Taurus und deckt Wechsel- wie Gleichstromnetze ab.
- Herstellerbezeichnung ES 64 U4: EuroSprinter, rund 6.400 kW, Universallok, vierte Ausbaustufe.
- 357 km/h im September 2006 – Weltrekord für Lokomotiven, aufgestellt auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt.
- Dachaufbau als Merkmal: Mehrsystemloks tragen Stromabnehmer verschiedener Bauart nebeneinander.
- Die Reihenzahl trennt die Familie – 1016 einsystemig, 1116 zweisystemig, 1216 mehrsystemig.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Vierachsige Mehrsystem-Elektrolokomotive für Reise- und Güterzüge |
|---|---|
| Spitzname | Taurus III |
| Herstellerbezeichnung | Siemens ES 64 U4 (EuroSprinter, 6.400 kW, Universal) |
| Achsfolge | Bo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle) |
| Stromsysteme | Wechselstrom 15 kV / 16,7 Hz und 25 kV / 50 Hz sowie Gleichstromsysteme |
| Höchstgeschwindigkeit | 230 km/h |
| Dauerleistung | rund 6.400 kW |
| Rekord | 357 km/h im September 2006 auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen, kompakter Lokkasten
- Keilförmige Taurus-Front mit stark geneigter Frontscheibe
- Reihenanschrift beginnt mit 1216 – nicht 1016 oder 1116
- Mehrere Stromabnehmer unterschiedlicher Bauart auf dem Dach
- Häufig vor internationalen Zügen über mehrere Systemgrenzen hinweg
Aktualisiert: August 2026 – Die Reihe 1216 ist die weitreichendste Variante der Taurus-Familie: mehrsystemfähig, für 230 km/h zugelassen, rund 6.400 kW stark – und Halterin des Geschwindigkeitsrekords für Lokomotiven. Diese Seite zeigt, woran du sie erkennst, warum Mehrsystemfähigkeit für Österreich so wichtig ist und was es mit den 357 km/h auf sich hat.
Taurus III erwischt? Nummer sichern.
Alle Taurus-Varianten sehen gleich aus – nur die Nummer macht deine Sichtung eindeutig. In Traintrack in Sekunden erfasst.
Was ist die ÖBB-Reihe 1216?
Die Reihe 1216 ist eine vierachsige Mehrsystem-Elektrolokomotive der ÖBB, herstellerseitig als Siemens ES 64 U4 bezeichnet und in der Bahnszene als Taurus III bekannt. Sie hat die Achsfolge Bo’Bo’, leistet rund 6.400 kW und ist für 230 km/h zugelassen.
Ihr entscheidendes Merkmal ist die Systemvielfalt: Sie arbeitet nicht nur unter den mitteleuropäischen Wechselstromsystemen, sondern auch unter Gleichstromsystemen. Damit kann sie einen erheblich größeren Teil Europas ohne Lokwechsel befahren als ihre Schwesterreihen – die einsystemige Reihe 1016 und die zweisystemige Reihe 1116.
Mehrsystemfähigkeit: was das konkret bedeutet
Europa ist elektrotechnisch ein Flickenteppich. Wer diese Karte im Kopf hat, versteht die gesamte Beschaffungslogik der ÖBB in einem Satz.
| Bahnstromsystem | Grober Geltungsbereich | Erforderliche Taurus-Variante |
|---|---|---|
| 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom | Österreich, Deutschland, Schweiz | 1016, 1116 oder 1216 |
| 25 kV / 50 Hz Wechselstrom | mehrere Nachbarländer im Osten und Süden | 1116 oder 1216 |
| 3 kV Gleichstrom | unter anderem Italien und Slowenien | 1216 |
| 1,5 kV Gleichstrom | Teile Westeuropas | 1216 |
Für Österreich ist das keine akademische Frage. Das Land liegt auf mehreren europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen; auf der Ostachse läuft die Reihe ohne Lokwechsel bis nach Budapest Keleti durch. Dort trifft sie auf den Fahrzeugpark der MÁV. Jeder vermiedene Lokwechsel spart Zeit, Personal und Infrastruktur – und macht durchgehende Leistungen überhaupt erst wirtschaftlich.
Das Dach verrät die Systemvielfalt
Verschiedene Netze verlangen unterschiedliche Schleifstückbreiten an den Stromabnehmern. Mehrsystemloks tragen deshalb mehrere Stromabnehmer unterschiedlicher Bauart nebeneinander. Wenn du auf einem Bahnsteig stehst und nach oben blickst, erkennst du eine mehrsystemfähige Maschine oft schneller als über die Anschrift an der Seitenwand.
Der Geschwindigkeitsrekord von 2006
Im September 2006 erreichte eine Maschine der Reihe 1216 auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt 357 km/h und stellte damit den Geschwindigkeitsrekord für Lokomotiven auf. Der Rekord ist mehr als eine Anekdote – er sagt etwas über die Plattform aus.
Wichtig für die Einordnung: Rekordfahrten laufen unter Sonderbedingungen – ohne Wagenzug, auf einer eigens vorbereiteten Strecke, mit angepasster Fahrzeugtechnik. Im täglichen Betrieb gilt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit, und in der Praxis bestimmt ohnehin der Fahrplan das Tempo. Wer eine 1216 fotografieren will, sollte also nicht mit Rekordgeschwindigkeiten kalkulieren, sondern mit dem, was auf der jeweiligen Strecke zulässig ist.
Sieh, welche Taurus-Variante gerade läuft
Gemeldete Sichtungen aus der Community sagen dir mehr über den aktuellen Einsatz als jede statische Liste.
Die Taurus-Familie in drei Schritten sortieren
Achsen zählen
Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Sechs Achsen schließen die gesamte Taurus-Familie aus und führen zu den älteren österreichischen Altbaureihen.
Front prüfen
Die keilförmige Front mit stark geneigter Scheibe ist das Familienmerkmal. Sie sagt dir, dass du bei der Taurus-Plattform bist – aber noch nicht, bei welcher Variante.
Reihenanschrift lesen
1016, 1116 oder 1216. Die Zahl kodiert die Systemvielfalt und ist das einzige zuverlässige Unterscheidungsmerkmal im Feld.
Dach als Zusatzcheck
Mehrere Stromabnehmer unterschiedlicher Bauart bestätigen eine Mehrsystemmaschine – ein nützliches Merkmal, wenn die Anschrift nicht lesbar ist.
Die ÖBB-Systematik hilft dabei zusätzlich: Die vierstellige Reihenzahl kodiert in ihrer ersten Ziffer die Fahrzeugart. 1xxx ist eine Elektrolokomotive, 2xxx eine Diesellokomotive, 4xxx ein elektrischer Triebwagen oder Triebzug, 5xxx ein Dieseltriebwagen. Ergänzt wird das durch die zwölfstellige UIC-Nummer, die bei österreichischen Elloks typischerweise mit dem Bauartcode 91 und dem Ländercode 81 beginnt. Wie sich eine solche Nummer vollständig aufschlüsseln lässt, erklärt der Guide zur UIC-Nummer am Fahrzeug.
Einordnung im Bahnbetrieb
Die 1216 ist eine Universallokomotive und damit nicht auf eine Zuggattung festgelegt. Ihre Stärke spielt sie dort aus, wo durchgehende internationale Leistungen gefragt sind – über Systemgrenzen hinweg, ohne Lokwechsel. Im Güterverkehr fährt sie dabei überwiegend für die ÖBB Rail Cargo Group. Im Reiseverkehr sind es vor allem die Nachtzüge des Nightjet.
Für die Beobachtung heißt das: Grenzbahnhöfe und internationale Hauptachsen sind die interessantesten Standorte. Dort treffen Fahrzeuge mehrerer Bahnen aufeinander, Standzeiten sind oft länger, und die Fahrzeugvielfalt ist deutlich höher als an einem reinen Binnenknoten – der Systemwechselbahnhof Fortezza / Franzensfeste an der Brennerachse ist dafür ein Musterbeispiel. Wie man solche Standorte auswählt und was betrieblich dort passiert, beschreibt der Guide zum Spotten an Grenzbahnhöfen. Wie das österreichische Fernverkehrsangebot dazu passt, ordnet die Seite zum Railjet ein.
Einsatzgebiete sind veränderlich
Welche Reihen auf welchen Relationen laufen, hängt an Zulassungen, Vergaben und Fahrplangestaltung. Das kann sich mit jedem Fahrplanjahr verschieben – prüfe deshalb den aktuellen Stand, statt dich auf ältere Übersichten zu verlassen.
Spotting und Fotografie
Die Taurus-Front ist ein dankbares Motiv, verlangt aber Aufmerksamkeit für die Details, die deine Sichtung überhaupt erst zuordenbar machen.
- Dreiviertelansicht wählen. Etwa 30 bis 45 Grad zur Fahrzeugachse zeigen Front und Seitenwand mit der Anschrift zugleich.
- Dach mitnehmen. Gerade bei der 1216 ist der Dachaufbau ein Erkennungsmerkmal. Ein etwas höherer Standpunkt oder ein Bild vom gegenüberliegenden Bahnsteig hilft – an einer Hangfotostelle wie an der Brennerbahn bei Gries am Brenner bekommst du das Dach ohnehin frei.
- Auf den Ton achten. Die aufsteigende Tonfolge beim Anfahren ist ein Markenzeichen der Taurus-Familie und kündigt eine startende Maschine an.
- Flaches Licht bevorzugen. Morgens und am späten Nachmittag treten die Kanten des Lokkastens hervor. Grundlagen dazu stehen im Guide zu guten Fotos von Zügen.
- Nur öffentlich zugängliche Standorte nutzen. Gleise, Betriebsanlagen und Abstellgruppen sind gesperrt und lebensgefährlich – ohne Ausnahme.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die Reihe 1216, wenn …
- die Anschrift eindeutig mit 1216 beginnt
- auf dem Dach mehrere Stromabnehmer unterschiedlicher Bauart sitzen
- der Zug über mehrere Systemgrenzen durchgebunden wird
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die typische Taurus-Front siehst – die teilen sich alle drei Reihen
- eine Sonderlackierung die Anschriften optisch überlagert
- neben der Nummer ein anderes Landeskürzel als A steht
Es ist keine 1216, wenn …
- die Anschrift mit 1016 oder 1116 beginnt
- du sechs Achsen zählst
- die erste Ziffer der Reihe eine 2 ist – dann steht eine Diesellokomotive vor dir
Der Hinweis auf das Landeskürzel ist bei dieser Reihe besonders wichtig. Dieselbe technische Plattform läuft bei zahlreichen Bahnen und Privatbahnen in ganz Europa – teils unter ganz anderen Nummern. Im bayerisch-österreichischen Verkehr begegnet sie dir etwa unter der Marke alex. Erst die vollständige Fahrzeugnummer samt Halterkennzeichen macht aus einer Beobachtung eine belastbare Sichtung.
Fazit
Die Reihe 1216 ist die technische Spitze der Taurus-Familie: mehrsystemfähig, universell einsetzbar und mit einem Geschwindigkeitsrekord im Lebenslauf, der bis heute steht. Im Alltag zählt aber weniger der Rekord als die Fähigkeit, ohne Lokwechsel über Systemgrenzen zu fahren. Erkennen lässt sie sich am zuverlässigsten über die Anschrift und den Dachaufbau.
Kurzfazit
Vier Achsen, Taurus-Keil, mehrere Stromabnehmer, Anschrift 1216: die mehrsystemfähige Ausbaustufe für den internationalen Verkehr – und die Lok, die 2006 mit 357 km/h Rekord fuhr.
Zusammenfassung
- Die Reihe 1216 ist die weitreichendste Taurus-Variante und für durchgehende internationale Leistungen ausgelegt.
- Der Geschwindigkeitsrekord von 2006 zeigt das technische Potenzial der Plattform, hat mit dem Alltagsbetrieb aber wenig zu tun.
- Für die Bestimmung im Feld zählen Reihenanschrift und Dachaufbau, nicht die Silhouette.
- Einsatzgebiete und Umläufe verändern sich laufend und sollten vor einer gezielten Tour geprüft werden.
Häufige Fragen
Was ist die ÖBB-Reihe 1216?
Die Reihe 1216 ist eine vierachsige Mehrsystem-Elektrolokomotive der ÖBB, herstellerseitig Siemens ES 64 U4 und in der Szene als Taurus III bekannt. Sie leistet rund 6.400 kW, ist für 230 km/h zugelassen und beherrscht neben den Wechselstromsystemen auch Gleichstromnetze – damit ist sie für weiträumigen internationalen Verkehr ausgelegt.
Hält die Reihe 1216 wirklich einen Weltrekord?
Ja. Im September 2006 erreichte eine Maschine der Reihe auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt 357 km/h und stellte damit den Geschwindigkeitsrekord für Lokomotiven auf. Im Alltagsbetrieb spielt das keine Rolle: Dort gilt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.
Was unterscheidet 1216, 1116 und 1016?
Die Stromsysteme. Die 1016 ist einsystemig für 15 kV / 16,7 Hz, die 1116 zweisystemig mit zusätzlich 25 kV / 50 Hz, die 1216 mehrsystemig inklusive Gleichstromsystemen. Äußerlich ähneln sich alle drei stark, weshalb die Reihenanschrift entscheidend ist.
Wofür steht ES 64 U4?
ES steht für die EuroSprinter-Plattform von Siemens, die 64 für rund 6.400 kW Leistung, das U für Universallokomotive und die 4 für die Ausbaustufe mit der größten Systemvielfalt. Herstellercodes wie dieser ordnen ein Fahrzeug technisch ein, unabhängig davon, welche Nummer der Betreiber vergibt.
Woran erkenne ich eine Mehrsystemlok auf dem Dach?
An den Stromabnehmern. Verschiedene Netze verlangen unterschiedliche Schleifstückbreiten, deshalb tragen Mehrsystemloks mehrere Stromabnehmer unterschiedlicher Bauart nebeneinander. Wer das Dach im Blick behält, erkennt eine mehrsystemfähige Maschine oft schneller als über die Anschrift.
Was bedeutet die Nummer 91 81 am Fahrzeug?
In der zwölfstelligen UIC-Fahrzeugnummer steht der Bauartcode am Anfang – 91 kennzeichnet Elektrolokomotiven – gefolgt vom Ländercode 81 für Österreich. Die Kombination 91 81 verrät dir also eine österreichische Ellok, ganz gleich, in welchem Land du sie antriffst.
Wo trifft man die Reihe 1216 am ehesten an?
Auf internationalen Hauptachsen und an Grenzbahnhöfen, wo Züge über Systemgrenzen hinweg durchgebunden werden. Welche Relationen aktuell mit welcher Reihe gefahren werden, ändert sich allerdings mit Vergaben und Fahrplanjahren – prüfe den aktuellen Stand vor einer gezielten Tour.
Warum baut man Loks für mehrere Stromsysteme statt Lokwechsel zu machen?
Weil jeder Lokwechsel Zeit, Personal und Infrastruktur bindet. Ein durchgehend fahrendes Fahrzeug verkürzt Reisezeiten und vereinfacht Umläufe erheblich. Der Preis ist ein technisch komplexeres und teureres Fahrzeug – ein Kompromiss, der sich vor allem auf stark nachgefragten internationalen Achsen rechnet.
Sichtung von ÖBB 1216 (Taurus III) festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
ÖBB 1116 (Taurus)
Die Reihe 1116 ist der Zweisystem-Taurus der ÖBB: 15 kV und 25 kV, 230 km/h, 6.400 kW. So trennst du sie sicher von 1016 und 1216.
E-LokÖBB 1016 (Taurus)
Die Reihe 1016 ist die Einsystem-Variante des Taurus: vierachsig, 230 km/h, 6.400 kW. So unterscheidest du sie von 1116 und 1216 und erkennst sie sofort.
HGVÖBB Railjet (RJ / RJX)
Der Railjet ist kein Triebzug, sondern eine feste Wagengarnitur mit Lok an einem und Steuerwagen am anderen Ende. So erkennst du ihn und trennst RJ von RJX.
E-LokÖBB 1144
Die Reihe 1144 ging aus umgebauten 1044 hervor. Was die zweite Ziffer der ÖBB-Reihenzahl verrät und wie du beide Reihen sicher unterscheidest.
E-LokOeBB Reihe 399 (Mh)
Die Reihe 399 – historisch als Mh bezeichnet – gehört zur 760-mm-Schmalspurwelt der Mariazellerbahn. So ordnest du sie richtig ein.
E-LokOeBB / SZ Reihe 541
Die Reihe 541 ist der Taurus der Slowenischen Eisenbahnen: eine Mehrsystemlok aus der ES64U4-Familie. So erkennst du sie und trennst sie von der ÖBB-Variante.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
alex (Arriva-Länderbahn-Express)
Der alex sieht aus wie ein Fernverkehrszug: Lokomotive, Reisezugwagen, Fahrten bis nach Prag. Tatsächlich ist er bestellter Nahverkehr. Und der Firmenname im Markennamen gehört längst nicht mehr zum Eigentümer – ein Fossil aus einer früheren Konzernstruktur.
StaatsbahnHŽ Putnički prijevoz
HŽ Putnički prijevoz ist der Personenverkehrsarm der kroatischen Staatsbahn – seit der Aufspaltung eine von drei Schwestergesellschaften neben Güterverkehr und Netz. Die Fahrzeugnummern folgen dabei einer jugoslawischen Logik, die man einmal verstanden haben muss.
StaatsbahnMÁV Magyar Államvasutak
MÁV ist in Ungarn Netzbetreiber und Konzerndach zugleich – die Reisezüge fahren unter dem Namen MÁV-START, der Güterverkehr gehört längst einem österreichischen Konzern. Und fast jedes Fahrzeug trägt zwei Bezeichnungen nebeneinander.
MarkeNightjet
Nightjet ist die Nachtzugmarke der ÖBB – und damit ein Produktname, keine Firma. Der Wagenzug gehört meist der ÖBB, die Lokomotive davor wechselt an jeder Systemgrenze den Besitzer. Wer eine Nightjet-Sichtung notiert, notiert deshalb zwei verschiedene Dinge.
Wo du die ÖBB 1216 (Taurus III) siehst
Konkrete Standpunkte mit Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Bratislava hlavná stanica
Bratislava liegt so nah an Österreich und Ungarn wie kaum eine andere Hauptstadt an ihren Nachbarn. Der Hauptbahnhof klebt am Hang über der Altstadt, ist sichtbar in die Jahre gekommen – und bietet genau deshalb eine Fahrzeugmischung, die weiter westlich längst verschwunden ist.
GebirgsstreckeBrennerbahn bei Gries am Brenner
Zwischen Innsbruck und der Passhöhe überwindet die Brennerbahn gut 800 Höhenmeter – in Kehren, über Viadukte und durch Kehrtunnel. Bei Gries am Brenner lässt sich das von öffentlichen Wanderwegen aus beobachten, mit schweren Güterzügen in Doppel- und Nachschubtraktion.
KnotenbahnhofBudapest Keleti
Keleti ist der wichtigste internationale Bahnhof Ungarns und einer der letzten großen Kopfbahnhöfe Europas, in dem Altbaufahrzeuge nicht museal sind, sondern Dienst tun. Wer die Halle richtig liest, bekommt hier Fahrzeuge vor die Linse, die westlich der Grenze längst verschwunden sind.
GrenzbahnhofFortezza / Franzensfeste
In Franzensfeste teilt sich die Brennerachse: Nach Norden geht es zum Brenner, nach Osten ins Pustertal. Dazwischen liegt ein Keilbahnhof mit Festung im Rücken, wenig Publikum und einem Güterverkehrsanteil, den kein italienischer Großbahnhof bietet.
Passende Guides aus dem Blog




