Schöma Kleinlokomotiven

Schöma baut seit den 1930er Jahren kleine Diesellokomotiven in Diepholz – heute vor allem Tunnelloks für Baustellen in aller Welt. Diese Fahrzeuge tragen keine Baureihennummer, sondern einen Werkstyp. Wer sie bestimmen will, muss anders vorgehen als am Bahnsteig.

Auch bekannt als: SCHÖMA · Christoph Schöttler Maschinenfabrik · Schöma Lokomotiven

DeutschlandDeutschlandHersteller & Bahntechnikseit 19307 Min. Lesezeit

1930

Gründung in Diepholz

98

UIC-Bauartcode zugelassener Kleinloks

Tunnelbau

heutiger Produktschwerpunkt

0

Baureihennummern im klassischen Sinn

Das Wichtigste in Kürze

  • Schöma steht für Christoph Schöttler Maschinenfabrik aus Diepholz – ein Spezialist für Klein-, Bau- und Tunnellokomotiven seit 1930.
  • Diese Fahrzeuge haben keine Baureihennummer, sondern einen Werkstyp. Bestimmt wird über Fabrikschild und Fahrzeugnummer.
  • Der Bauartcode 98 weist eine zugelassene Kleinlok aus und trennt sie sauber von Diesel-Streckenloks mit 92.
  • Der heutige Schwerpunkt liegt im Tunnelbau – dort arbeiten die Loks unter Bedingungen, die es auf dem Streckennetz nicht gibt.
  • Zugänglichkeit ist die eigentliche Hürde: Werk-, Bau- und Anschlussbahnen sind Privatgelände, Beobachtung nur von außen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Woran du das Unternehmen erkennst
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Zwei Maschinenfabriken in einer Kleinstadt
  8. 8.Was eine Tunnellok von einer Rangierlok trennt
  9. 9.Werks-, Überführungs- und Erprobungsfahrten
  10. 10.Wann eine Zuordnung trägt – und wann nicht
  11. 11.Fazit
  12. 12.Häufige Fragen

Steckbrief

Vollständiger NameChristoph Schöttler Maschinenfabrik, kurz Schöma
SitzDiepholz, Niedersachsen
Rolle im SystemHersteller von Klein- und Baubahnlokomotiven, kein Eisenbahnverkehrsunternehmen
Heutiger SchwerpunktTunnellokomotiven für Vortriebs- und Tunnelbaustellen
SpurweitenSchmal- und Normalspur – die Ausführung entscheidet, nicht der Typ
BezeichnungssystemWerkstypen statt Baureihennummern, zum Beispiel CFL-40 DR
UIC-Bauartcode98 bei zugelassenen Kleinloks – 92 kennzeichnet Diesel-Streckenloks
Sichere Quelle im FeldFabrikschild mit Hersteller, Fabriknummer und Baujahr
Offizielle Websitewww.schoema.de

Geschäftsfelder

Tunnellokomotiven – Vortriebs- und Versorgungsfahrzeuge für Tunnelbaustellen, meist auf Schmalspur
Rangier- und Werkloks – kompakte Dieselmaschinen für Anschluss-, Werk- und Hafenbahnen
Schmalspur- und Feldbahnfahrzeuge – Loks für Betriebe mit Spurweiten deutlich unter 1435 mm
Sonderfahrzeuge – Ausführungen für besondere Umgebungsbedingungen, etwa mit Abgasnachbehandlung im Tunnel
Ersatzteile und Instandsetzung – Betreuung von Fahrzeugen, die Jahrzehnte im Bestand bleiben

Struktur & Marken

Werk Diepholz – Entwicklung und Endmontage an einem einzigen Standort
DIEMA – die aus derselben Familie hervorgegangene Diepholzer Maschinenfabrik, historisch eng verflochten

Geschichte im Zeitraffer

1930Christoph Schöttler gründet in Diepholz eine eigene Maschinenfabrik, nachdem er den väterlichen Betrieb DIEMA verlassen hat. Beide Firmen prägen den deutschen Kleinlokbau.
1930erAus der Fertigung von Mühlen und Maschinen entwickelt sich der Bau von Schmalspur- und Feldbahnlokomotiven.
1950erRangierlokomotiven und Sonderfahrzeuge kommen ins Programm. Die Nische Werk- und Industriebahn wird zum Kerngeschäft.
1990erBeim Bau des Kanaltunnels arbeiten Schöma-Tunnellokomotiven im Vortrieb – der Beginn eines internationalen Schwerpunkts.
2000erTunnelbauprojekte weltweit werden zum wichtigsten Absatzfeld. Die Fahrzeuge verlassen Deutschland überwiegend auf der Straße oder im Container.

Woran du Schöma Kleinlokomotiven erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Schöma Kleinlokomotiven?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Kurzer, starrer Rahmen ohne Drehgestelle – die typische Silhouette einer Kleinlok, nicht einer Streckenlok
  • Motorvorbau mit abnehmbaren Hauben und kleinem Führerhaus oder offenem Fahrstand
  • Fabrikschild mit dem Namen Christoph Schöttler Maschinenfabrik, Diepholz, plus Fabriknummer
  • Werkstyp statt Baureihe – Buchstabengruppe, Zahl und Suffix, etwa CFL-200 DR
  • Warn- und Signalfarben statt Bahnlackierung, oft mit Reflexstreifen aus dem Baustellenbetrieb
  • Tunnelausführungen tragen häufig Aufbauten für Abgasnachbehandlung und geschlossene Fahrerkabinen
  • Standort ist ein Merkmal: Werksareal, Baustellenlager oder Schmalspurbetrieb, praktisch nie ein Bahnsteig

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Klar abgegrenzte Nische – wer eine Kleinlok findet, findet selten dasselbe Fahrzeug zweimal
  • Fahrzeuge bleiben oft jahrzehntelang im Bestand und sind dadurch langfristig wiederauffindbar
  • Das Fabrikschild liefert Hersteller, Nummer und Baujahr auf einen Blick
  • Schmalspurbetriebe und Inselbahnen machen Schöma-Technik öffentlich zugänglich
  • Die Bauform ist so eigen, dass Verwechslungen mit Streckenloks praktisch ausgeschlossen sind

Wo es hakt

  • Der Werkstyp ist öffentlich nicht vollständig entschlüsselt – vieles bleibt Interpretation
  • Die meisten Fahrzeuge stehen auf Privatgelände und sind nicht frei einsehbar
  • Zu Stückzahlen und Lieferlisten gibt es keine belastbare, laufend gepflegte öffentliche Quelle
  • Lackierung und Halter wechseln häufig; jede Angabe dazu ist eine Momentaufnahme
  • Tunnelloks verlassen Deutschland meist verpackt – im Netz sind sie kaum je zu sehen

Aktualisiert: August 2026 – Es gibt Lokomotiven, die nie an einem Bahnsteig halten und trotzdem seit fast einem Jahrhundert gebaut werden. Schöma aus Diepholz liefert genau diese Sorte: kompakte Diesellokomotiven für Werksareale, Feldbahnen und vor allem für Tunnelbaustellen. Wer eines dieser Fahrzeuge sauber bestimmen will, muss die gewohnte Reihenfolge umdrehen – hier steht die Nummer nicht auf der Seitenwand, sondern auf einem Schild am Rahmen.

Kleinlok gesehen? Halt sie fest, bevor sie umgesetzt wird

Fabriknummer, Ort und Datum in Sekunden erfasst – bei Werkloks ist das oft die einzige Chance.

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Zwei Maschinenfabriken in einer Kleinstadt

Diepholz ist eine Kleinstadt zwischen Bremen und Osnabrück – und trotzdem ein Ort mit doppelter Lokbau-Tradition. 1930 gründete Christoph Schöttler dort eine eigene Maschinenfabrik, nachdem er den väterlichen Betrieb DIEMA verlassen hatte. Aus dem Familiennamen wurde die Marke Schöma. Beide Häuser bauten in der Folge kleine Diesellokomotiven, beide belieferten Industrie-, Feld- und Werkbahnen. Wer heute eine DIEMA DVL 150 und eine vergleichbare Schöma-Maschine nebeneinander sieht, versteht sofort, warum die Zuordnung ohne Fabrikschild schwierig ist.

Der Weg vom Mühlenbau zur Lokomotive war typisch für die Branche: Wer Maschinen mit Verbrennungsmotor beherrschte, konnte auch ein Fahrgestell darunter bauen. Ab den 1950er Jahren kamen Rangierlokomotiven und Sonderfahrzeuge hinzu, später verlagerte sich der Schwerpunkt in den Tunnelbau. Wettbewerber dieser Nische saßen in ganz Deutschland – Fahrzeuge wie die Gmeinder D 25 B oder die LKM V 10 C gehören in dasselbe Marktsegment.

1930Gründung der Maschinenfabrik in Diepholz
98UIC-Bauartcode zugelassener Kleinloks
1Fertigungsstandort für das gesamte Programm
0Baureihennummern im klassischen Sinn

Was eine Tunnellok von einer Rangierlok trennt

Der heutige Schwerpunkt liegt bei Fahrzeugen, die in einem Vortrieb arbeiten. Eine Tunnellok fährt kurze Strecken, immer dieselben, unter Bedingungen, die es auf freier Strecke nicht gibt: begrenzter Querschnitt, erzwungene Belüftung, hohe Anforderungen an Abgasbehandlung und Brandschutz. Daraus folgen Bauformen, die auf dem Streckennetz sinnlos wären – geschlossene Kabinen, Aufbauten für Abgasnachbehandlung, extrem kurze Rahmen.

Einsatzfeld Typische Bauform Woran du sie erkennst Zugänglichkeit
Tunnelvortrieb Schmalspur, geschlossene Kabine Aufbauten für Belüftung und Abgas, Baustellenfarben praktisch nie öffentlich
Werk- und Anschlussbahn Normalspur, kurzer starrer Rahmen Rangiertritte, Griffstangen, Warnanstrich nur von außen einsehbar
Feld- und Schmalspurbahn sehr kleine Spurweiten, offener Fahrstand Fahrzeug wirkt „zu klein“ für ein Gleis teils in Museumsbetrieben
Inselbahn Schmalspur, Personenzugdienst Lok vor Reisezugwagen, fahrplanmäßig unterwegs öffentlich am Haltepunkt

Die letzte Zeile ist für dich die interessanteste: Auf den ostfriesischen Inseln laufen Fahrzeuge dieser Bauart im regulären Reiseverkehr. Bei der Borkumer Kleinbahn und der Inselbahn Langeoog stehst du am Bahnsteig statt am Zaun. Ähnlich zugänglich ist der Schmalspurbetrieb der Harzer Schmalspurbahnen, etwa an der Brockenstrecke – warum kleine Bahnhöfe dafür oft die besseren Standorte sind, steht in Kleine Bahnhöfe.

Erst der Bauartcode, dann der Hersteller

Bevor du über den Hersteller nachdenkst, sortiere das Fahrzeug ein: 98 ist eine Diesel-Rangier- oder Kleinlok, 92 eine Diesel-Streckenlok, 99 ein Bahndienstfahrzeug. Diese eine Ziffernfolge erspart dir die meisten Fehlzuordnungen – und sie steht auch dann am Fahrzeug, wenn das Fabrikschild überlackiert ist.

Werks-, Überführungs- und Erprobungsfahrten

Ein Kleinlokhersteller bewegt seine Fahrzeuge anders als ein Lokomotivwerk mit Gleisanschluss ans Fernnetz. Der Ablauf ist trotzdem vergleichbar – nur endet er häufig auf einem Tieflader statt auf der Schiene.

Erprobung im Werk

Erste Fahrten auf kurzen Werksgleisen, oft mit provisorischer Beschriftung. Diese Phase ist von außen praktisch nicht zu beobachten.

Abnahme durch den Kunden

Industriebetriebe und Bauunternehmen nehmen ihre Fahrzeuge selbst ab. Erst danach entsteht die Lackierung, die du später siehst.

Transport statt Überführung

Schmalspur- und Tunnelfahrzeuge gehen zerlegt oder komplett auf die Straße. Eine Überführungsfahrt im Netz gibt es dann gar nicht.

Einsatz am Zielort

Auf der Baustelle oder im Werk beginnt ein Betrieb, der Jahre dauern kann – ohne dass das Fahrzeug je wieder das öffentliche Netz berührt.

Zweitleben im Gebrauchtmarkt

Kleinloks werden gehandelt, umgesetzt und umlackiert. Deshalb gehört zu jeder Sichtung ein Datum, nicht nur ein Ort – siehe Sichtungslogbuch führen.

Fabriknummern statt Vermutungen sammeln

Bei Kleinloks entscheidet ein Schild über die Zuordnung. Mit Traintrack hältst du es sofort fest.

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Wann eine Zuordnung trägt – und wann nicht

Die Zuordnung trägt, wenn …

  • du das Fabrikschild mit Hersteller und Fabriknummer gelesen hast
  • der Werkstyp am Fahrzeug angeschrieben ist
  • eine vollständige Fahrzeugnummer vorhanden und lesbar ist

Vorsichtig bleiben, wenn …

  • nur die Bauform passt, aber kein Schild lesbar ist
  • das Fahrzeug erkennbar umgebaut oder remotorisiert wurde
  • Lackierung und Beschriftung offensichtlich neu sind

Keine Zuordnung möglich, wenn …

  • das Fahrzeug nur aus großer Entfernung sichtbar war
  • Schilder fehlen oder überlackiert sind
  • du dich auf Farbe und Größe allein stützen müsstest

Baustellen und Werksareale sind tabu

Tunnelbaustellen, Werksgleise und Anschlussbahnen sind Arbeitsstätten mit Hausrecht und erheblicher Betriebsgefahr. Ein besseres Foto rechtfertigt kein Betreten. Beobachte ausschließlich von öffentlich zugänglichen Flächen und halte Abstand zum Gleis – die Regeln dazu stehen in Sicherheitsabstand am Gleis.

Kleinlok-Standort einschätzen

Kleinloks stehen selten dort, wo man sie sieht. Diese vier Fragen entscheiden über den Erfolg einer Anfahrt.

Der einsehbare Standort ist der Hebel – alles andere verbessert nur die Ausbeute.

Fazit

Schöma ist ein Hersteller, den du in keiner Fernverkehrsstatistik findest und trotzdem in halb Europa unter Tage antriffst. Für Spotter ist das Unternehmen deshalb kein Ziel, sondern ein Schlüssel: Es steht für eine ganze Betriebsform, in der Werkstypen die Rolle von Baureihen übernehmen und ein genietetes Schild mehr wert ist als jedes Logo.

Wenn dir eine kompakte Diesellok auf einem Anschlussgleis begegnet, ist der erste Griff nicht die Kamera, sondern die Frage nach Bauartcode und Fabrikschild. Der Rest ergibt sich – oder bleibt ehrlicherweise offen. Beides ist besser als eine geratene Zuordnung.

Kurzfazit

Kleinloks aus Diepholz bestimmst du nicht über Form und Farbe, sondern über Bauartcode, Werkstyp und Fabrikschild. Wo diese drei fehlen, gehört in die Sichtung ein Fragezeichen – kein Herstellername.

Bau dir ein Archiv der seltenen Fahrzeuge

Kleinloks wechseln Halter, Farbe und Standort. Ein Eintrag mit Datum überlebt jeden dieser Wechsel.

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Zusammenfassung

  • Der Kleinlokbau ist eine Branche für sich: kleine Serien, lange Lebensdauern, Kunden aus Industrie und Bauwirtschaft statt Verkehrsunternehmen.
  • Weil Baureihenlisten hier nicht greifen, verschiebt sich die Bestimmungsarbeit vom Fahrzeugäußeren auf Schilder und Nummern.
  • Tunnellokomotiven sind der Grund, warum ein niedersächsischer Mittelständler auf Baustellen rund um die Welt vertreten ist – sichtbar wird davon in Deutschland fast nichts.
  • Die Inselbahnen und Schmalspurbetriebe sind die realistischste Gelegenheit, Fahrzeuge dieser Bauart legal und aus der Nähe zu sehen.

Häufige Fragen

Wofür steht der Name Schöma?

Er ist eine Abkürzung für Schöttler Maschinenfabrik. Das Unternehmen heißt vollständig Christoph Schöttler Maschinenfabrik und sitzt in Diepholz in Niedersachsen. Der Gründer stammte aus der Familie, die auch die benachbarte Diepholzer Maschinenfabrik DIEMA betrieb – Fahrzeuge wie die DIEMA DVL 150 stammen aus dieser zweiten Linie.

Was bedeutet eine Typenbezeichnung wie CFL-200 DR?

Sie ist ein Werkstyp, keine Baureihenbezeichnung. Der Schlüssel besteht aus einer Buchstabengruppe, einer Zahl als Größenkennung und einem Suffix für die Ausführung. Eine vollständige, öffentlich belegte Auflösung dieses Schlüssels gibt es nicht – deshalb bleibt das Fabrikschild die verlässliche Quelle. Beispiele findest du bei der Schöma CFL-200 DR und der CFL-40 DR.

Warum beginnt die Fahrzeugnummer mit 98?

Weil 98 im UIC-System Diesel-Rangier- und Kleinlokomotiven kennzeichnet. Diesel-Streckenlokomotiven tragen 92, Bahndienstfahrzeuge 99. Für dich ist das der schnellste Weg, ein Fahrzeug in die richtige Kategorie zu sortieren, bevor du überhaupt den Hersteller kennst. Der Aufbau der Nummer steht im Guide zur UIC-Nummer.

Was ist eine Tunnellokomotive und warum ist sie besonders?

Eine Tunnellok versorgt einen Vortrieb: Sie bringt Material und Personal zur Ortsbrust und Ausbruchmaterial zurück. Der Betrieb findet in einem geschlossenen Raum statt, deshalb spielen Abgasbehandlung, Belüftung und Brandschutz eine ganz andere Rolle als auf freier Strecke. Solche Fahrzeuge laufen meist auf Schmalspur und sind auf die jeweilige Baustelle zugeschnitten.

Kann ich Schöma-Loks irgendwo öffentlich sehen?

Am ehesten im Schmalspurbetrieb der ostfriesischen Inselbahnen. Die Borkumer Kleinbahn und die Inselbahn Langeoog betreiben Fahrzeuge dieser Bauart im Linienverkehr. Dort stehen die Loks an regulären Haltepunkten, nicht auf abgesperrtem Werksgelände. Zum aktuellen Bestand gibt es allerdings keine dauerhaft belastbare öffentliche Übersicht.

Baut Schöma auch Lokomotiven für das öffentliche Streckennetz?

Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Werk-, Bau- und Tunnelbahnen. Einzelne Fahrzeuge sind für den Verkehr auf öffentlichen Gleisen zugelassen und tragen dann eine vollständige zwölfstellige Fahrzeugnummer. Streckenlokomotiven im Sinne von Zugfahrten über weite Entfernungen gehören dagegen nicht ins Programm – dafür sind Hersteller wie Vossloh oder Siemens Mobility zuständig.

Wie unterscheide ich eine Schöma-Lok von anderen Kleinloks?

Nicht an der Form allein – Kleinloks verschiedener Hersteller ähneln sich stark. Eine Gmeinder D 25 B und eine vergleichbare Schöma-Maschine sind auf Distanz kaum zu trennen. Entscheidend ist das Fabrikschild am Rahmen oder Führerhaus. Ohne dieses Schild bleibt jede Herstellerzuordnung eine Vermutung, die du auch so notieren solltest.

Warum tauchen Schöma-Fahrzeuge in keiner Baureihenliste auf?

Weil Baureihennummern aus der Systematik der Staatsbahnen stammen. Fahrzeuge, die nie bei einer Staatsbahn im Bestand waren, bekommen keine. Stattdessen führen Betreiber eigene Betriebsnummern oder Eigennamen. Das ist kein Mangel, sondern eine andere Welt – die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen beschreibt, wo diese Systematik endet.

Wie kommt eine Tunnellok zur Baustelle?

Fast nie auf eigener Achse. Schmalspurfahrzeuge werden zerlegt oder komplett auf Tieflader und in Container verladen und per Straße oder Schiff transportiert. Genau deshalb siehst du diese Fahrzeuge auf dem deutschen Streckennetz praktisch nie – der Weg vom Werk zum Einsatzort führt am Gleis vorbei.

Darf ich auf einem Werksgelände fotografieren, um eine Kleinlok zu dokumentieren?

Nein. Werk-, Bau- und Anschlussbahnen sind Privatgelände, in Baustellenbereichen kommt eine erhebliche Betriebsgefahr dazu. Dokumentiert wird ausschließlich von öffentlich zugänglichem Grund aus. Die rechtliche Seite behandelt der Beitrag zum Hausrecht auf Bahnhöfen und Betriebsgeländen.

Fahrzeuge von Schöma Kleinlokomotiven dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Typische Fahrzeuge

Wo du Schöma Kleinlokomotiven antriffst

Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

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