Museumsbahn Blonay–Chamby

Die Museumsbahn Blonay–Chamby verbindet auf wenigen Kilometern zwei aktive Meterspurnetze über den Hängen des Genfersees. Der Verein fährt Dampf und Elektro auf eigener Strecke – und unterhält dazu eine der umfangreichsten Sammlungen historischer Schmalspurfahrzeuge in der Schweiz.

Auch bekannt als: Chemin de fer-musée Blonay–Chamby · BC · Blonay-Chamby Railway

SchweizSchweizMuseums- & Traditionsbahnenseit 19688 Min. Lesezeit

1968

Beginn des Museumsbetriebs

1000 mm

Spurweite

~3 km

eigene Strecke

2

Traktionsarten im Einsatz

Das Wichtigste in Kürze

  • Blonay–Chamby ist eine klassische Museumsbahn: eigene Strecke, eigene Fahrzeuge, eigener Fahrplan – getragen von einem Verein.
  • Die Spurweite ist 1000 mm. Die Sammlung deckt die Schweizer Meterspurgeschichte breiter ab als jede einzelne aktive Bahn.
  • Dampf und Elektro wechseln sich ab, je nach Fahrtag und verfügbarem Personal.
  • Das Depot Chaulin liegt mitten auf der Strecke – Ausstellung und Fahrbetrieb sind nicht getrennt.
  • Fahrplan und Fahrzeugeinsatz wechseln jede Saison. Prüfe beides vor der Anreise, statt dich auf Vorjahreswissen zu verlassen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Geschäftsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Woran du das Unternehmen erkennst
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Was hier gerettet wurde – und wovor
  7. 7.Streckenverlauf, Betriebsform und Saison
  8. 8.Der Fahrzeugbestand und seine Tücken
  9. 9.Fotografieren an einer langsamen Bahn
  10. 10.Verein, Ehrenamt und die Folgen für den Fahrplan
  11. 11.Fazit
  12. 12.Häufige Fragen

Steckbrief

TrägerformVerein mit überwiegend ehrenamtlichem Fahrbetrieb
Spurweite1000 mm Meterspur
StreckenverlaufBlonay – Chaulin – Chamby, oberhalb von Vevey und Montreux
Streckenlängerund drei Kilometer – kurz, aber mit Viadukt und Tunnel
BetriebsformDampf und elektrische Traktion, je nach Fahrtag
Anschlüssein Blonay und Chamby an aktive Meterspurnetze am Genfersee
SaisonSommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden
BesonderheitDepot und Sammlung in Chaulin mitten auf der Strecke
Offizielle Websitewww.blonay-chamby.ch

Geschäftsfelder

Fahrbetrieb – Museumszüge zwischen Blonay und Chamby im Sommerhalbjahr
Sammlung – historische Meterspurfahrzeuge aus zahlreichen ehemaligen Schweizer Bahngesellschaften
Depot und Werkstatt – Aufarbeitung und Unterhalt der eigenen Fahrzeuge in Chaulin
Veranstaltungen – Dampffestivals und Themenfahrtage als Höhepunkte der Saison
Streckenunterhalt – der Verein hält Gleis, Kunstbauten und Sicherungstechnik selbst instand

Geschichte im Zeitraffer

1902Die Bahn zwischen Vevey und Blonay nimmt den Betrieb auf und bindet die Hänge über dem Genfersee an das Meterspurnetz an.
1966Der Abschnitt Blonay–Chamby verliert seine Bedeutung im Regelverkehr. Die Strecke steht vor dem Abbruch.
1968Ein Verein nimmt den Museumsbetrieb auf und rettet damit eine der ersten erhaltenen Meterspurstrecken der Schweiz.
1970erDie Sammlung wächst deutlich: Fahrzeuge aus aufgegebenen Schmalspurbahnen der ganzen Schweiz finden hier eine Bleibe.
1990erDepot und Ausstellungsflächen in Chaulin werden ausgebaut. Aus einer Museumsstrecke wird zusätzlich ein Museum.

Woran du Museumsbahn Blonay–Chamby erkennst

Gehört der Zug wirklich zu Museumsbahn Blonay–Chamby?

Hak ab, was auf das Fahrzeug zutrifft, das du gerade vor dir hast.

  • Meterspur ohne Zahnstange – reine Adhäsionsstrecke, trotz der Hanglage über dem See
  • Gemauertes Viadukt über die Baye de Clarens als Wahrzeichen der Strecke
  • Gemischte Traktion: Dampf und elektrische Fahrzeuge wechseln sich je nach Fahrtag ab
  • Fahrzeuge in vielen Hausfarben – die Sammlung stammt aus Dutzenden ehemaliger Gesellschaften
  • Depot Chaulin liegt zwischen den Endpunkten, nicht an einem Streckenende
  • Anschluss an aktive Netze an beiden Enden – der Übergang zum Regelverkehr ist direkt sichtbar
  • Wagenzüge statt Triebwagen prägen das Bild an Dampftagen

Stärken und Schwächen

Dafür steht das Unternehmen

  • Dampfbetrieb auf Meterspur ist in der Schweiz selten geworden – hier ist er planbar
  • Die Strecke ist kurz genug, um in wenigen Stunden mehrere Standpunkte abzuarbeiten
  • Depot und Fahrbetrieb liegen zusammen: Sammlung und bewegte Fahrzeuge an einem Tag
  • Fahrzeugvielfalt aus vielen ehemaligen Gesellschaften statt einer einzigen Hausfarbe
  • Gut erreichbar über den öffentlichen Verkehr am Genfersee

Wo es hakt

  • Nur drei Kilometer Strecke – wer lange Streckenfahrten sucht, wird enttäuscht
  • Betrieb nur im Sommerhalbjahr und überwiegend an Wochenenden
  • Welche Fahrzeuge fahren, entscheidet sich kurzfristig nach Betriebslage
  • Ehrenamtlicher Betrieb bedeutet eine dünne Zugfolge – lange Wartezeiten zwischen den Fahrten
  • Die Hanglage macht viele Standpunkte lichtabhängig und schwer erreichbar

Aktualisiert: August 2026 – Über den Hängen zwischen Vevey und Montreux liegt eine Bahnstrecke, die im Regelverkehr längst überflüssig geworden war. Seit 1968 fährt dort die Museumsbahn Blonay–Chamby: drei Kilometer Meterspur, ein gemauertes Viadukt, ein Tunnel – und dazu eine Sammlung, die die Schweizer Schmalspurgeschichte breiter abbildet als jede aktive Bahn des Landes.

Fahrzeuge der Sammlung sauber dokumentieren

Bauart, Hausfarbe, Datum – festgehalten, bevor du die nächste Lok siehst.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Was hier gerettet wurde – und wovor

Die Schweiz war einmal ein Land der Schmalspurbahnen. Zwischen den 1950er und 1970er Jahren verschwand ein erheblicher Teil davon: Buslinien waren billiger, Straßen wurden ausgebaut, die Fahrzeuge landeten beim Verwerter. Wer heute alte Meterspurfahrzeuge sehen will, hat vor allem deshalb Gelegenheit dazu, weil in dieser Zeit einzelne Gruppen anfingen zu sammeln.

Blonay–Chamby ist eine dieser Gruppen. Der Verein übernahm einen Streckenabschnitt, der im Regelverkehr keine Rolle mehr spielte, und baute ihn zur Museumsbahn aus. Entscheidend war die Lage: Die Strecke hängt an beiden Enden an aktiven Meterspurnetzen. Fahrzeuge konnten also auf dem Schienenweg anreisen – ein Vorteil, den die meisten Museumsbahnen nicht haben.

Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend vom Bahnmuseum Albula, das keine eigenen Züge führt: Dort richtest du dich nach einem Fahrplan, hier nach einem Fahrtag.

1968Beginn des Museumsbetriebs
1000 mmMeterspur, reine Adhäsion
~3 kmeigene Strecke mit Viadukt und Tunnel
2Traktionsarten im Wechsel

Streckenverlauf, Betriebsform und Saison

Die Strecke verbindet Blonay mit Chamby und läuft dabei am Hang entlang, mit Blick über den Genfersee. Das markanteste Bauwerk ist das gemauerte Viadukt über die Baye de Clarens. Etwa auf halber Strecke liegt Chaulin, wo Depot, Werkstatt und Ausstellung des Vereins untergebracht sind.

An beiden Enden schließt die Museumsbahn an aktive Meterspurnetze an: In Chamby führt die Strecke der Montreux-Berner Oberland-Bahn vorbei, in Blonay die Linie hinunter nach Vevey. Wer per Bahn anreist, sieht die Meterspur also erst im Alltagsbetrieb und danach im Museumsbetrieb.

Gefahren wird im Sommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden. Die Traktion wechselt: An manchen Tagen läuft Dampf, an anderen elektrischer Betrieb. Dampfbetrieb bindet ungleich mehr Personal – Anheizen, Fahren, Restaurieren, Abrüsten sind Stunden an Arbeit, die vor und nach der eigentlichen Fahrt anfallen. Deshalb bündelt der Verein Dampftage und Festivals, statt sie über die Saison zu verteilen.

Konkrete Abfahrtszeiten stehen hier bewusst nicht. Fahrplan und Fahrzeugdisposition ändern sich jede Saison, und kurzfristige Umdispositionen sind bei ehrenamtlichem Betrieb normal. Was im letzten Jahr galt, ist keine Planungsgrundlage für dieses.

Kurze Strecke, mehrfache Chance

Drei Kilometer klingen nach wenig. In der Praxis ist das ein Vorteil: Du kannst denselben Zug an einem Nachmittag mehrfach fotografieren, aus verschiedenen Winkeln, mit unterschiedlichem Licht. An einer 40-Kilometer-Strecke bekommst du eine Chance pro Umlauf. Hier bekommst du drei oder vier.

Der Fahrzeugbestand und seine Tücken

Die ehrliche Antwort lautet: Das wechselt. Der Verein besitzt Dampf- und Elektrofahrzeuge aus zahlreichen ehemaligen Schweizer Schmalspurgesellschaften sowie Wagenmaterial aus derselben Epoche. Welche Fahrzeuge betriebsfähig sind, hängt vom Stand der Aufarbeitung und von den Fristen ab – bei Dampfloks entscheidet der Kesselzustand über Jahre hinweg, ob eine Maschine läuft oder im Schuppen steht.

Was du erwartest Was du realistisch bekommst Beste Gelegenheit
Dampfbetrieb an ausgewählten Fahrtagen und Festivals Festivaltermine der Saison
Elektrische Meterspurfahrzeuge an den meisten regulären Fahrtagen ganze Saison
Historische Wagenzüge fast immer, in wechselnder Zusammenstellung jeder Fahrtag
Nicht betriebsfähige Raritäten im Depot Chaulin ganzjährig nach Öffnungszeit
Übergang zum Regelverkehr an den Streckenenden Blonay und Chamby ganzjährig

Wer moderne Meterspurtechnik sehen will, findet sie im Regelverkehr rundherum – etwa Zahnradfahrzeuge der Bauart HGe 4/4 auf anderen Schweizer Bergstrecken. Museumsbahn und Regelverkehr liegen hier also nicht weit auseinander, sondern direkt nebeneinander.

Fahrtage im Blick behalten

Dampf oder Elektro, Festival oder Regelfahrtag – halte fest, was du wann gesehen hast.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Fotografieren an einer langsamen Bahn

An einem Hauptbahnhof reagierst du. An einer Museumsbahn planst du. An Dampftagen dominieren zudem Rauch und Dampf das Bild – dazu der Guide Dampfzüge fotografieren. Den Kontrast zum elektrifizierten Regelverkehr liefert eine Bergstrecke wie die Lötschberg-Südrampe bei Hohtenn.

Fahrtag und Traktion vorher klären

Dampf oder Elektro entscheidet über Motiv, Standpunkt und Belichtung. Ein Dampfzug braucht Gegenlicht für die Rauchfahne, ein Triebwagen nicht.

Standpunkte nach Sonnenstand ordnen

Die Strecke liegt am Hang. Welche Seite Licht hat, wechselt im Tagesverlauf – die Methode dazu steht in der Sonnenstandsplanung.

Auf öffentlichem Grund bleiben

Wege und Straßen entlang der Strecke reichen aus. Gleis, Bahnkörper und Betriebsanlagen sind kein Standpunkt, auch nicht bei Schrittgeschwindigkeit.

Verschlusszeit an das Tempo anpassen

Langsame Züge erlauben längere Zeiten und Mitzieher. Wie du das dosierst, erklärt der Guide zur Verschlusszeit beim Mitziehen.

Depot nicht vergessen

Die interessantesten Fahrzeuge stehen oft nicht im Zug, sondern in Chaulin. Plane dafür einen festen Block ein, nicht die Restzeit.

Was bringt dir ein Fahrtag?

Kurze Strecke, wenige Züge – trotzdem lässt sich die Ausbeute abschätzen.

Dampftage zählen doppelt, weil Rauch und Dampf jedes Bild verändern.

Verein, Ehrenamt und die Folgen für den Fahrplan

Der Betrieb ist Vereinsarbeit. Fahrdienst, Werkstatt, Streckenunterhalt, Kasse und Museumsdienst werden weit überwiegend von Freiwilligen geleistet. Das ist keine Randnotiz, sondern die Erklärung für fast alles, was dir am Fahrplan auffällt.

Eine drei Kilometer lange Strecke ließe sich technisch täglich befahren. Dass das nicht geschieht, liegt an der Zahl der Menschen, die einen Betriebstag tragen können: Lokpersonal, Zugbegleitung, Aufsicht, Werkstatt. Dazu kommt bei Dampf die Vor- und Nacharbeit, die den eigentlichen Fahrbetrieb um Stunden verlängert. Schwere Kesselarbeiten wiederum vergibt man an spezialisierte Betriebe – in der Schweiz etwa an die Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik DLM, die auch neue Dampftechnik baut.

Für dich heißt das konkret: Prüfe Fahrtage und Traktion vor der Anreise, rechne mit kurzfristigen Änderungen und plane keine engen Anschlüsse. Ein ausgefallener Dampftag ist kein Betriebsversagen, sondern der Normalfall bei ehrenamtlicher Arbeit.

Ein Besuch lohnt sich, wenn du …

  • Meterspur-Dampf im Fahrbetrieb sehen willst
  • historische Fahrzeuge auch im Depot dokumentierst
  • bereit bist, den Tag um wenige Zugfahrten herum zu bauen

Genauer planen, wenn du …

  • zwingend Dampf sehen willst – nicht jeder Fahrtag ist einer
  • außerhalb der Sommersaison in der Region bist
  • mit engem Zeitfenster anreist

Woanders besser, wenn du …

  • lange Streckenfahrten suchst statt drei Kilometer
  • moderne Fahrzeuge und Fahrzeugvielfalt sammelst
  • an einem Werktag im Winter unterwegs bist

Museumsbahn heißt nicht weniger Regeln

Auch bei Schrittgeschwindigkeit gilt: Gleise, Bahnkörper, Depotgelände und Werkstattbereiche sind Betriebsanlagen und kein öffentlicher Raum. Zutritt gibt es nur, wo der Verein ihn ausdrücklich eröffnet, und dann unter Aufsicht. Auf offener Strecke fotografierst du von Wegen und öffentlichem Grund – die Grundregeln stehen im Beitrag zum Sicherheitsabstand am Gleis.

Fazit

Blonay–Chamby ist die klassische Museumsbahn in Reinform: kurze eigene Strecke, große eigene Sammlung, ehrenamtlicher Betrieb. Wer eine lange Streckenfahrt erwartet, liegt falsch. Wer historische Meterspurfahrzeuge in Bewegung sehen will, ist hier an einer der wenigen Adressen in der Schweiz, wo das planbar geht.

Der stärkste Grund für einen Besuch ist die Kombination aus beidem: Du siehst am selben Tag Fahrzeuge im Betrieb und Fahrzeuge im Depot, die es sonst nirgends mehr gibt. Ein Vergleich mit der ganz anders gelagerten Schinznacher Baumschulbahn zeigt, wie breit das Feld der Schweizer Traditionsbahnen ist.

Kurzfazit

Drei Kilometer Meterspur, Dampf an ausgewählten Tagen und eine Sammlung, die die Schweizer Schmalspurgeschichte konserviert. Fahrplan und Traktion vor der Anreise prüfen – beides wechselt jede Saison.

Schmalspur-Sichtungen dauerhaft festhalten

Damit du beim nächsten Dampffestival weißt, welche Maschine dir noch fehlt.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen) Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Zusammenfassung

  • Der Verein hat 1968 eine aufgegebene Meterspurstrecke übernommen und daraus eine Bahn mit Sammlung, Werkstatt und Fahrbetrieb gemacht.
  • Die Kürze der Strecke ist kein Nachteil: Sie erlaubt es, denselben Zug an einem Nachmittag mehrfach und aus verschiedenen Winkeln zu fotografieren.
  • Weil die Fahrzeuge aus vielen ehemaligen Gesellschaften stammen, siehst du hier mehr historische Lackierungen als auf jeder aktiven Schmalspurstrecke.
  • Der Betrieb steht und fällt mit freiwilliger Arbeit – das erklärt Saisonalität, Fahrplandichte und die kurzfristige Fahrzeugdisposition.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Strecke Blonay–Chamby?

Sie misst rund drei Kilometer. Das klingt wenig, ist aber für eine Museumsbahn eine brauchbare Länge: Auf dem kurzen Stück liegen ein gemauertes Viadukt, ein Tunnel und ein deutlicher Höhenunterschied. Für Fotografen bedeutet es vor allem, dass du denselben Zug an einem Tag mehrfach und von verschiedenen Standpunkten aus erwischen kannst.

Fährt hier immer eine Dampflok?

Nein. Der Verein setzt Dampf und elektrische Fahrzeuge ein, und welche Traktion an einem bestimmten Tag läuft, hängt vom Fahrtagsprogramm, vom Zustand der Fahrzeuge und vom verfügbaren Personal ab. Dampfbetrieb ist personalintensiv und wird deshalb gebündelt an bestimmten Tagen und bei Festivals gefahren. Prüfe das Programm vor der Anreise.

Welche Spurweite hat die Museumsbahn?

1000 mm, also Meterspur – dieselbe Spurweite wie die anschließenden Netze am Genfersee und wie die Rhätische Bahn in Graubünden. Das ist kein Zufall: Die Meterspur war in der Schweiz die Standardlösung für Bahnen in schwierigem Gelände, weil sie engere Radien und geringere Baukosten erlaubt.

Was kann ich in Chaulin sehen?

Dort liegen Depot, Werkstatt und Ausstellungsflächen des Vereins – mitten auf der Strecke und nicht an einem Endpunkt. Du siehst also aufgearbeitete, in Arbeit befindliche und abgestellte Fahrzeuge nebeneinander. Für die Fahrzeugbestimmung ist das ergiebiger als der Fahrbetrieb selbst, weil hier Bauarten stehen, die längst nicht mehr rollen.

Wann ist die Bahn in Betrieb?

Im Sommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden. Konkrete Fahrtage und Zeiten wechseln jede Saison, weshalb hier bewusst keine Uhrzeiten stehen. Der Fahrbetrieb wird ehrenamtlich geleistet – das begrenzt die Zahl der Fahrtage stärker als jede technische Einschränkung.

Wie komme ich ohne Auto hin?

Über die Meterspurnetze am Genfersee. Blonay und Chamby liegen beide an Strecken des Regelverkehrs, die von Vevey beziehungsweise Montreux heraufführen. Die Anreise über MOB-Verbindungen ab Montreux ist dabei selbst ein Erlebnis, weil du die Meterspur im Alltagsbetrieb siehst, bevor du sie im Museumsbetrieb siehst.

Lohnt sich die Bahn für Fahrzeugfotografie?

Ja, aber anders als ein Bahnhof. Die Zugfolge ist dünn, dafür sind die Züge langsam und der Fahrplan ist bekannt. Du kannst Standpunkt, Brennweite und Belichtung in Ruhe vorbereiten, statt zu reagieren. Für die Technik bei langsamen Dampfzügen hilft der Guide Dampfzüge fotografieren.

Wer betreibt die Bahn?

Ein Verein. Fahrpersonal, Werkstatt, Streckenunterhalt und Museumsdienst werden weit überwiegend ehrenamtlich geleistet. Das ist der Grund, warum eine drei Kilometer lange Strecke nicht täglich befahren wird: Nicht das Gleis begrenzt den Betrieb, sondern die Zahl der Menschen, die ihn tragen. Wie solche Vereine arbeiten, beschreibt der Beitrag über Eisenbahnvereine.

Kann ich hier Fahrzeuge sehen, die es sonst nirgends gibt?

Das ist der Kern der Sammlung. Als in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Schmalspurbahnen aufgegeben wurden, landeten einzelne Fahrzeuge hier statt beim Verwerter. Deshalb findest du Bauarten und Hausfarben von Gesellschaften, die es längst nicht mehr gibt. Welche davon betriebsfähig sind, ändert sich über die Jahre.

Wie unterscheidet sich Blonay–Chamby vom Bahnmuseum Albula?

Grundsätzlich. Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist eine Ausstellung ohne eigenen Fahrbetrieb neben einer Strecke im Taktverkehr. Blonay–Chamby ist das Gegenteil: eigene Strecke, eigene Fahrzeuge, eigener Fahrplan – dafür nur an ausgewählten Tagen. Beide zusammen zeigen die zwei Grundmodelle der Bahnerhaltung.

Fahrzeuge von Museumsbahn Blonay–Chamby dokumentieren

Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

Traintrack im App Store laden4,8(23 Bewertungen)Traintrack bei Google Play laden4,4(35 Bewertungen)

Die operative Ebene in der EVU-Datenbank

Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.

Typische Fahrzeuge

Wo du Museumsbahn Blonay–Chamby antriffst

Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle 100 Spotting-Orte in Europa →

Weitere Unternehmen

Passende Guides aus dem Blog

TT

Traintrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt die Unternehmens- und Markenebene der Eisenbahn. Konzernstrukturen, Beteiligungen und Verkehrsverträge ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Wer die Züge konkret führt, steht in derEVU-Datenbank.

← Alle Museums- & Traditionsbahnen