Das Wichtigste in Kürze
- Blonay–Chamby ist eine klassische Museumsbahn: eigene Strecke, eigene Fahrzeuge, eigener Fahrplan – getragen von einem Verein.
- Die Spurweite ist 1000 mm. Die Sammlung deckt die Schweizer Meterspurgeschichte breiter ab als jede einzelne aktive Bahn.
- Dampf und Elektro wechseln sich ab, je nach Fahrtag und verfügbarem Personal.
- Das Depot Chaulin liegt mitten auf der Strecke – Ausstellung und Fahrbetrieb sind nicht getrennt.
- Fahrplan und Fahrzeugeinsatz wechseln jede Saison. Prüfe beides vor der Anreise, statt dich auf Vorjahreswissen zu verlassen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Geschäftsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Woran du das Unternehmen erkennst
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Was hier gerettet wurde – und wovor
- 7.Streckenverlauf, Betriebsform und Saison
- 8.Der Fahrzeugbestand und seine Tücken
- 9.Fotografieren an einer langsamen Bahn
- 10.Verein, Ehrenamt und die Folgen für den Fahrplan
- 11.Fazit
- 12.Häufige Fragen
Steckbrief
| Trägerform | Verein mit überwiegend ehrenamtlichem Fahrbetrieb |
|---|---|
| Spurweite | 1000 mm Meterspur |
| Streckenverlauf | Blonay – Chaulin – Chamby, oberhalb von Vevey und Montreux |
| Streckenlänge | rund drei Kilometer – kurz, aber mit Viadukt und Tunnel |
| Betriebsform | Dampf und elektrische Traktion, je nach Fahrtag |
| Anschlüsse | in Blonay und Chamby an aktive Meterspurnetze am Genfersee |
| Saison | Sommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden |
| Besonderheit | Depot und Sammlung in Chaulin mitten auf der Strecke |
| Offizielle Website | www.blonay-chamby.ch |
Geschäftsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Woran du Museumsbahn Blonay–Chamby erkennst
Gehört der Zug wirklich zu Museumsbahn Blonay–Chamby?
- Meterspur ohne Zahnstange – reine Adhäsionsstrecke, trotz der Hanglage über dem See
- Gemauertes Viadukt über die Baye de Clarens als Wahrzeichen der Strecke
- Gemischte Traktion: Dampf und elektrische Fahrzeuge wechseln sich je nach Fahrtag ab
- Fahrzeuge in vielen Hausfarben – die Sammlung stammt aus Dutzenden ehemaliger Gesellschaften
- Depot Chaulin liegt zwischen den Endpunkten, nicht an einem Streckenende
- Anschluss an aktive Netze an beiden Enden – der Übergang zum Regelverkehr ist direkt sichtbar
- Wagenzüge statt Triebwagen prägen das Bild an Dampftagen
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Dampfbetrieb auf Meterspur ist in der Schweiz selten geworden – hier ist er planbar
- Die Strecke ist kurz genug, um in wenigen Stunden mehrere Standpunkte abzuarbeiten
- Depot und Fahrbetrieb liegen zusammen: Sammlung und bewegte Fahrzeuge an einem Tag
- Fahrzeugvielfalt aus vielen ehemaligen Gesellschaften statt einer einzigen Hausfarbe
- Gut erreichbar über den öffentlichen Verkehr am Genfersee
Wo es hakt
- Nur drei Kilometer Strecke – wer lange Streckenfahrten sucht, wird enttäuscht
- Betrieb nur im Sommerhalbjahr und überwiegend an Wochenenden
- Welche Fahrzeuge fahren, entscheidet sich kurzfristig nach Betriebslage
- Ehrenamtlicher Betrieb bedeutet eine dünne Zugfolge – lange Wartezeiten zwischen den Fahrten
- Die Hanglage macht viele Standpunkte lichtabhängig und schwer erreichbar
Aktualisiert: August 2026 – Über den Hängen zwischen Vevey und Montreux liegt eine Bahnstrecke, die im Regelverkehr längst überflüssig geworden war. Seit 1968 fährt dort die Museumsbahn Blonay–Chamby: drei Kilometer Meterspur, ein gemauertes Viadukt, ein Tunnel – und dazu eine Sammlung, die die Schweizer Schmalspurgeschichte breiter abbildet als jede aktive Bahn des Landes.
Fahrzeuge der Sammlung sauber dokumentieren
Bauart, Hausfarbe, Datum – festgehalten, bevor du die nächste Lok siehst.
Was hier gerettet wurde – und wovor
Die Schweiz war einmal ein Land der Schmalspurbahnen. Zwischen den 1950er und 1970er Jahren verschwand ein erheblicher Teil davon: Buslinien waren billiger, Straßen wurden ausgebaut, die Fahrzeuge landeten beim Verwerter. Wer heute alte Meterspurfahrzeuge sehen will, hat vor allem deshalb Gelegenheit dazu, weil in dieser Zeit einzelne Gruppen anfingen zu sammeln.
Blonay–Chamby ist eine dieser Gruppen. Der Verein übernahm einen Streckenabschnitt, der im Regelverkehr keine Rolle mehr spielte, und baute ihn zur Museumsbahn aus. Entscheidend war die Lage: Die Strecke hängt an beiden Enden an aktiven Meterspurnetzen. Fahrzeuge konnten also auf dem Schienenweg anreisen – ein Vorteil, den die meisten Museumsbahnen nicht haben.
Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend vom Bahnmuseum Albula, das keine eigenen Züge führt: Dort richtest du dich nach einem Fahrplan, hier nach einem Fahrtag.
Streckenverlauf, Betriebsform und Saison
Die Strecke verbindet Blonay mit Chamby und läuft dabei am Hang entlang, mit Blick über den Genfersee. Das markanteste Bauwerk ist das gemauerte Viadukt über die Baye de Clarens. Etwa auf halber Strecke liegt Chaulin, wo Depot, Werkstatt und Ausstellung des Vereins untergebracht sind.
An beiden Enden schließt die Museumsbahn an aktive Meterspurnetze an: In Chamby führt die Strecke der Montreux-Berner Oberland-Bahn vorbei, in Blonay die Linie hinunter nach Vevey. Wer per Bahn anreist, sieht die Meterspur also erst im Alltagsbetrieb und danach im Museumsbetrieb.
Gefahren wird im Sommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden. Die Traktion wechselt: An manchen Tagen läuft Dampf, an anderen elektrischer Betrieb. Dampfbetrieb bindet ungleich mehr Personal – Anheizen, Fahren, Restaurieren, Abrüsten sind Stunden an Arbeit, die vor und nach der eigentlichen Fahrt anfallen. Deshalb bündelt der Verein Dampftage und Festivals, statt sie über die Saison zu verteilen.
Konkrete Abfahrtszeiten stehen hier bewusst nicht. Fahrplan und Fahrzeugdisposition ändern sich jede Saison, und kurzfristige Umdispositionen sind bei ehrenamtlichem Betrieb normal. Was im letzten Jahr galt, ist keine Planungsgrundlage für dieses.
Kurze Strecke, mehrfache Chance
Drei Kilometer klingen nach wenig. In der Praxis ist das ein Vorteil: Du kannst denselben Zug an einem Nachmittag mehrfach fotografieren, aus verschiedenen Winkeln, mit unterschiedlichem Licht. An einer 40-Kilometer-Strecke bekommst du eine Chance pro Umlauf. Hier bekommst du drei oder vier.
Der Fahrzeugbestand und seine Tücken
Die ehrliche Antwort lautet: Das wechselt. Der Verein besitzt Dampf- und Elektrofahrzeuge aus zahlreichen ehemaligen Schweizer Schmalspurgesellschaften sowie Wagenmaterial aus derselben Epoche. Welche Fahrzeuge betriebsfähig sind, hängt vom Stand der Aufarbeitung und von den Fristen ab – bei Dampfloks entscheidet der Kesselzustand über Jahre hinweg, ob eine Maschine läuft oder im Schuppen steht.
| Was du erwartest | Was du realistisch bekommst | Beste Gelegenheit |
|---|---|---|
| Dampfbetrieb | an ausgewählten Fahrtagen und Festivals | Festivaltermine der Saison |
| Elektrische Meterspurfahrzeuge | an den meisten regulären Fahrtagen | ganze Saison |
| Historische Wagenzüge | fast immer, in wechselnder Zusammenstellung | jeder Fahrtag |
| Nicht betriebsfähige Raritäten | im Depot Chaulin | ganzjährig nach Öffnungszeit |
| Übergang zum Regelverkehr | an den Streckenenden Blonay und Chamby | ganzjährig |
Wer moderne Meterspurtechnik sehen will, findet sie im Regelverkehr rundherum – etwa Zahnradfahrzeuge der Bauart HGe 4/4 auf anderen Schweizer Bergstrecken. Museumsbahn und Regelverkehr liegen hier also nicht weit auseinander, sondern direkt nebeneinander.
Fahrtage im Blick behalten
Dampf oder Elektro, Festival oder Regelfahrtag – halte fest, was du wann gesehen hast.
Fotografieren an einer langsamen Bahn
An einem Hauptbahnhof reagierst du. An einer Museumsbahn planst du. An Dampftagen dominieren zudem Rauch und Dampf das Bild – dazu der Guide Dampfzüge fotografieren. Den Kontrast zum elektrifizierten Regelverkehr liefert eine Bergstrecke wie die Lötschberg-Südrampe bei Hohtenn.
Fahrtag und Traktion vorher klären
Dampf oder Elektro entscheidet über Motiv, Standpunkt und Belichtung. Ein Dampfzug braucht Gegenlicht für die Rauchfahne, ein Triebwagen nicht.
Standpunkte nach Sonnenstand ordnen
Die Strecke liegt am Hang. Welche Seite Licht hat, wechselt im Tagesverlauf – die Methode dazu steht in der Sonnenstandsplanung.
Auf öffentlichem Grund bleiben
Wege und Straßen entlang der Strecke reichen aus. Gleis, Bahnkörper und Betriebsanlagen sind kein Standpunkt, auch nicht bei Schrittgeschwindigkeit.
Verschlusszeit an das Tempo anpassen
Langsame Züge erlauben längere Zeiten und Mitzieher. Wie du das dosierst, erklärt der Guide zur Verschlusszeit beim Mitziehen.
Depot nicht vergessen
Die interessantesten Fahrzeuge stehen oft nicht im Zug, sondern in Chaulin. Plane dafür einen festen Block ein, nicht die Restzeit.
Was bringt dir ein Fahrtag?
Dampftage zählen doppelt, weil Rauch und Dampf jedes Bild verändern.
Verein, Ehrenamt und die Folgen für den Fahrplan
Der Betrieb ist Vereinsarbeit. Fahrdienst, Werkstatt, Streckenunterhalt, Kasse und Museumsdienst werden weit überwiegend von Freiwilligen geleistet. Das ist keine Randnotiz, sondern die Erklärung für fast alles, was dir am Fahrplan auffällt.
Eine drei Kilometer lange Strecke ließe sich technisch täglich befahren. Dass das nicht geschieht, liegt an der Zahl der Menschen, die einen Betriebstag tragen können: Lokpersonal, Zugbegleitung, Aufsicht, Werkstatt. Dazu kommt bei Dampf die Vor- und Nacharbeit, die den eigentlichen Fahrbetrieb um Stunden verlängert. Schwere Kesselarbeiten wiederum vergibt man an spezialisierte Betriebe – in der Schweiz etwa an die Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik DLM, die auch neue Dampftechnik baut.
Für dich heißt das konkret: Prüfe Fahrtage und Traktion vor der Anreise, rechne mit kurzfristigen Änderungen und plane keine engen Anschlüsse. Ein ausgefallener Dampftag ist kein Betriebsversagen, sondern der Normalfall bei ehrenamtlicher Arbeit.
Ein Besuch lohnt sich, wenn du …
- Meterspur-Dampf im Fahrbetrieb sehen willst
- historische Fahrzeuge auch im Depot dokumentierst
- bereit bist, den Tag um wenige Zugfahrten herum zu bauen
Genauer planen, wenn du …
- zwingend Dampf sehen willst – nicht jeder Fahrtag ist einer
- außerhalb der Sommersaison in der Region bist
- mit engem Zeitfenster anreist
Woanders besser, wenn du …
- lange Streckenfahrten suchst statt drei Kilometer
- moderne Fahrzeuge und Fahrzeugvielfalt sammelst
- an einem Werktag im Winter unterwegs bist
Museumsbahn heißt nicht weniger Regeln
Auch bei Schrittgeschwindigkeit gilt: Gleise, Bahnkörper, Depotgelände und Werkstattbereiche sind Betriebsanlagen und kein öffentlicher Raum. Zutritt gibt es nur, wo der Verein ihn ausdrücklich eröffnet, und dann unter Aufsicht. Auf offener Strecke fotografierst du von Wegen und öffentlichem Grund – die Grundregeln stehen im Beitrag zum Sicherheitsabstand am Gleis.
Fazit
Blonay–Chamby ist die klassische Museumsbahn in Reinform: kurze eigene Strecke, große eigene Sammlung, ehrenamtlicher Betrieb. Wer eine lange Streckenfahrt erwartet, liegt falsch. Wer historische Meterspurfahrzeuge in Bewegung sehen will, ist hier an einer der wenigen Adressen in der Schweiz, wo das planbar geht.
Der stärkste Grund für einen Besuch ist die Kombination aus beidem: Du siehst am selben Tag Fahrzeuge im Betrieb und Fahrzeuge im Depot, die es sonst nirgends mehr gibt. Ein Vergleich mit der ganz anders gelagerten Schinznacher Baumschulbahn zeigt, wie breit das Feld der Schweizer Traditionsbahnen ist.
Kurzfazit
Drei Kilometer Meterspur, Dampf an ausgewählten Tagen und eine Sammlung, die die Schweizer Schmalspurgeschichte konserviert. Fahrplan und Traktion vor der Anreise prüfen – beides wechselt jede Saison.
Zusammenfassung
- Der Verein hat 1968 eine aufgegebene Meterspurstrecke übernommen und daraus eine Bahn mit Sammlung, Werkstatt und Fahrbetrieb gemacht.
- Die Kürze der Strecke ist kein Nachteil: Sie erlaubt es, denselben Zug an einem Nachmittag mehrfach und aus verschiedenen Winkeln zu fotografieren.
- Weil die Fahrzeuge aus vielen ehemaligen Gesellschaften stammen, siehst du hier mehr historische Lackierungen als auf jeder aktiven Schmalspurstrecke.
- Der Betrieb steht und fällt mit freiwilliger Arbeit – das erklärt Saisonalität, Fahrplandichte und die kurzfristige Fahrzeugdisposition.
Häufige Fragen
Wie lang ist die Strecke Blonay–Chamby?
Sie misst rund drei Kilometer. Das klingt wenig, ist aber für eine Museumsbahn eine brauchbare Länge: Auf dem kurzen Stück liegen ein gemauertes Viadukt, ein Tunnel und ein deutlicher Höhenunterschied. Für Fotografen bedeutet es vor allem, dass du denselben Zug an einem Tag mehrfach und von verschiedenen Standpunkten aus erwischen kannst.
Fährt hier immer eine Dampflok?
Nein. Der Verein setzt Dampf und elektrische Fahrzeuge ein, und welche Traktion an einem bestimmten Tag läuft, hängt vom Fahrtagsprogramm, vom Zustand der Fahrzeuge und vom verfügbaren Personal ab. Dampfbetrieb ist personalintensiv und wird deshalb gebündelt an bestimmten Tagen und bei Festivals gefahren. Prüfe das Programm vor der Anreise.
Welche Spurweite hat die Museumsbahn?
1000 mm, also Meterspur – dieselbe Spurweite wie die anschließenden Netze am Genfersee und wie die Rhätische Bahn in Graubünden. Das ist kein Zufall: Die Meterspur war in der Schweiz die Standardlösung für Bahnen in schwierigem Gelände, weil sie engere Radien und geringere Baukosten erlaubt.
Was kann ich in Chaulin sehen?
Dort liegen Depot, Werkstatt und Ausstellungsflächen des Vereins – mitten auf der Strecke und nicht an einem Endpunkt. Du siehst also aufgearbeitete, in Arbeit befindliche und abgestellte Fahrzeuge nebeneinander. Für die Fahrzeugbestimmung ist das ergiebiger als der Fahrbetrieb selbst, weil hier Bauarten stehen, die längst nicht mehr rollen.
Wann ist die Bahn in Betrieb?
Im Sommerhalbjahr, überwiegend an Wochenenden. Konkrete Fahrtage und Zeiten wechseln jede Saison, weshalb hier bewusst keine Uhrzeiten stehen. Der Fahrbetrieb wird ehrenamtlich geleistet – das begrenzt die Zahl der Fahrtage stärker als jede technische Einschränkung.
Wie komme ich ohne Auto hin?
Über die Meterspurnetze am Genfersee. Blonay und Chamby liegen beide an Strecken des Regelverkehrs, die von Vevey beziehungsweise Montreux heraufführen. Die Anreise über MOB-Verbindungen ab Montreux ist dabei selbst ein Erlebnis, weil du die Meterspur im Alltagsbetrieb siehst, bevor du sie im Museumsbetrieb siehst.
Lohnt sich die Bahn für Fahrzeugfotografie?
Ja, aber anders als ein Bahnhof. Die Zugfolge ist dünn, dafür sind die Züge langsam und der Fahrplan ist bekannt. Du kannst Standpunkt, Brennweite und Belichtung in Ruhe vorbereiten, statt zu reagieren. Für die Technik bei langsamen Dampfzügen hilft der Guide Dampfzüge fotografieren.
Wer betreibt die Bahn?
Ein Verein. Fahrpersonal, Werkstatt, Streckenunterhalt und Museumsdienst werden weit überwiegend ehrenamtlich geleistet. Das ist der Grund, warum eine drei Kilometer lange Strecke nicht täglich befahren wird: Nicht das Gleis begrenzt den Betrieb, sondern die Zahl der Menschen, die ihn tragen. Wie solche Vereine arbeiten, beschreibt der Beitrag über Eisenbahnvereine.
Kann ich hier Fahrzeuge sehen, die es sonst nirgends gibt?
Das ist der Kern der Sammlung. Als in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Schmalspurbahnen aufgegeben wurden, landeten einzelne Fahrzeuge hier statt beim Verwerter. Deshalb findest du Bauarten und Hausfarben von Gesellschaften, die es längst nicht mehr gibt. Welche davon betriebsfähig sind, ändert sich über die Jahre.
Wie unterscheidet sich Blonay–Chamby vom Bahnmuseum Albula?
Grundsätzlich. Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist eine Ausstellung ohne eigenen Fahrbetrieb neben einer Strecke im Taktverkehr. Blonay–Chamby ist das Gegenteil: eigene Strecke, eigene Fahrzeuge, eigener Fahrplan – dafür nur an ausgewählten Tagen. Beide zusammen zeigen die zwei Grundmodelle der Bahnerhaltung.
Fahrzeuge von Museumsbahn Blonay–Chamby dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Montreux-Berner Oberland-Bahn AG (MOB)
Die Montreux-Berner Oberland-Bahn AG verbindet die Genferseeregion mit dem Berner Oberland. Ihr Bahntyp steht für etwas, das man sonst selten erklärt bekommt: den Panoramawagen.
NahverkehrTransports Publics du Chablais (TPC)
Transports Publics du Chablais (TPC) ist ein Schweizer Bahn- und Verkehrsunternehmen mit französischsprachigem Namen. Der Name nennt die Landschaft, in der der Betrieb zu Hause ist – das Anschriftenfeld nennt den Halter.
FernverkehrSchweizerische Bundesbahnen (SBB)
Die Schweizerischen Bundesbahnen sind die Staatsbahn der Schweiz und im ganzen Land präsent. Diese Seite zeigt, was das im Netz bedeutet und woran du ihre Fahrzeuge erkennst.
Typische Fahrzeuge
HGe 4/4
Die HGe 4/4 ist eine elektrische Zahnradlokomotive für Schweizer Meterspurbahnen. Diese Seite entschlüsselt die Bezeichnung und zeigt, worauf du im Feld achtest.
BaureiheSBB C 5/6 (Elefant)
Die C 5/6 „Elefant“ war die schwere Güterzug-Dampflok der SBB. Diese Seite erklärt Bezeichnung, Achsanordnung und den heutigen musealen Bestand.
BaureiheSBB A 3/5
Die A 3/5 war die Schnellzug-Dampflokomotive der SBB vor der Elektrifizierung. Diese Seite erklärt das Schweizer Bezeichnungssystem und den heutigen musealen Bestand.
Wo du Museumsbahn Blonay–Chamby antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Lötschberg-Südrampe bei Hohtenn
Über dem Rhonetal zieht die Lötschberg-Bergstrecke von 1913 als Balkon durch die Felsflanke: Steinviadukte, Galerien, Tunnelportale und dahinter die Walliser Viertausender. Seit der Basistunnel offen ist, fährt weniger – aber der Höhenweg bleibt einer der besten Bahnwanderwege Europas.
KnotenbahnhofBern Hauptbahnhof
Bern ist der Knoten, um den herum der Schweizer Fahrplan gebaut ist. Zwei große Bahnunternehmen teilen sich dieselben Perrons, unter dem Bahnhof liegt eine Schmalspurbahn mit eigenem Kopfbahnhof – und die Bahnsteige gehören zu den engsten des Landes.
Weitere Unternehmen
Bahnmuseum Albula
Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist ein Sonderfall unter den Museumsbahnen: Es besitzt keine eigene Strecke und führt keine eigenen Züge. Die Attraktion liegt draußen – die meterspurige Albulalinie der Rhätischen Bahn fährt planmäßig direkt am Haus vorbei, UNESCO-Welterbe inklusive.
KonzernRhätische Bahn (RhB)
Die Rhätische Bahn ist eine der wenigen Bahnen Europas, bei der Netz, Betrieb und Marke in einer Hand liegen. Sie vereint mehrere ursprünglich eigenständige Strecken, fährt auf Meterspur ohne Zahnstange und betreibt zwei völlig verschiedene Stromsysteme im selben Netz.
MuseumsbahnSchinznacher Baumschulbahn
Die Schinznacher Baumschulbahn ist keine Nebenbahn im Kleinformat, sondern eine echte Feldbahn: 600 Millimeter Spurweite, enge Radien, kurze Fahrzeuge. Sie führt durch das Gelände einer Baumschule im Aargau und bewahrt eine Bahntechnik, die sonst fast vollständig verschwunden ist.
HerstellerDampflokomotiv- und Maschinenfabrik AG (DLM)
Die Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik AG in Winterthur ist einer der wenigen Betriebe weltweit, die nach dem Ende der Dampfära noch fabrikneue Dampflokomotiven abgeliefert haben. Ihr Ansatz ist nicht Nachbau, sondern Weiterentwicklung: Ölfeuerung, geschlossene Führerstände, moderne Steuerung.
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