Das Wichtigste in Kürze
- Ostrava ist der Betreiberspot Tschechiens – hier fahren mehr private Güterbahnen als an jedem anderen Knoten des Landes.
- Anders als reine Rangierbahnhöfe bietet Ostrava beides: Güterverkehr und einen vollwertigen Reiseverkehr am selben Bahnsteig.
- Der Nordkopf Richtung Bohumín ist der Standpunkt für den Grenzverkehr, der Südkopf für Dichte und Nachmittagslicht.
- Rangier- und Werksanlagen sind tabu. Alles, was du brauchst, siehst du von Bahnsteigen, Straßen und Überführungen.
- Plane einen langen Tag und nimm Ostrava-Svinov als zweiten Standort dazu.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Warum das Revier so viel Verkehr erzeugt
- 7.Was Ostrava von einem Rangierbahnhof unterscheidet
- 8.So teilst du den Tag ein
- 9.Anreise und Ausrüstung fürs Revier
- 10.Sicherheit zwischen Werksgleisen
- 11.Für wen sich Ostrava lohnt
- 12.Fazit
- 13.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt49.85800, 18.27000 · Ostrava, Mährisch-Schlesien
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Werktag realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Offizieller Name | Ostrava hlavní nádraží (Ostrava hl.n.) |
|---|---|
| Spot-Typ | Durchgangsbahnhof im Industrierevier mit sehr hohem Güterverkehrsanteil im Umfeld |
| Netzlage | Knoten der Achse Prag–Ostrava–Polen sowie der Verbindung Richtung Slowakei |
| Verkehrsarten | Güterverkehr, Fernverkehr mehrerer Anbieter, dichter Regional- und Vorortverkehr |
| Stromsystem | 3 kV Gleichstrom |
| Zugang | Bahnsteige frei zugänglich; Werksanschlüsse, Rangierbereiche und Betriebsgelände sind gesperrt |
| Nächster Ausweichspot | Ostrava-Svinov im Westen der Stadt, wenige Minuten mit dem Nahverkehr |
| Typische Aufenthaltsdauer | 4–8 Stunden, mit Ausweichspots auch ein ganzes Wochenende |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände. Gleise, Rangierbereiche und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Nördliches Bahnsteigende Richtung Bohumín
Der wichtigste Standpunkt am Hauptbahnhof: Hier läuft alles ab, was Richtung polnische Grenze fährt – Güter- wie Reiseverkehr. Die Sichtachse ist lang genug, um Züge früh zu erkennen und sich vorzubereiten.
Südliches Bahnsteigende Richtung Ostrava-Svinov
Die Seite Richtung Prag und Brünn. Betrieblich die dichtere, weil hier zusätzlich der Vorortverkehr einläuft. Am Nachmittag stimmt hier das Licht besser als am Nordkopf.
Straßenüberführung über die Zulaufgleise
Von der öffentlichen Straße blickst du auf mehrere Gleise gleichzeitig und siehst abgestellte Wagengruppen und Loks. Der beste Ort, um zu Beginn des Tages festzustellen, welche Betreiber gerade vor Ort sind.
Ostrava-Svinov
Der zweite große Bahnhof der Stadt, wenige Minuten entfernt und mit erheblichem Fern- und Güterverkehr. Die naheliegende Ergänzung, wenn du am Hauptbahnhof alles abgearbeitet hast oder anderes Licht brauchst.
Öffentliche Wege entlang der Strecke Richtung Revier
Von Straßen und Wegen im Stadtgebiet siehst du die Verbindungsstrecken zu den Werksanschlüssen. Unspektakulär, aber der Ort, an dem die betriebliche Realität des Reviers am deutlichsten wird.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Ostrava hlavní nádraží
- Sehr viele private Güterbahnen – die höchste Dichte in Tschechien
- Kohle-, Stahl- und Chemieverkehre aus den Werksanschlüssen des Reviers
- Altbau-Ellok und Altbau-Dieselloks im Planeinsatz
- Fernverkehr mehrerer konkurrierender Anbieter auf der Achse nach Prag
- Zulauf zur polnischen Grenze mit internationalem Güterverkehr
- Dichter Vorortverkehr mit Doppelstockeinheiten
- Werk- und Industriebahnen mit eigenen Fahrzeugen
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Die größte Vielfalt an Güterverkehrsunternehmen in Tschechien
- Güter- und Reiseverkehr an einem Ort, anders als in Děčín oder Tarnowskie Góry
- Bahnsteige frei zugänglich, keine Kosten
- Mit Ostrava-Svinov gibt es einen vollwertigen zweiten Bahnhof in der Nähe
- Altbaufahrzeuge im Regeldienst, nicht als Sonderfahrt
Dagegen spricht
- Der eigentliche Güterbetrieb läuft in Anlagen, die du nur von außen siehst
- Industrielandschaft ohne fotogene Kulisse – hier gibt es keine Landschaftsmotive
- Häufig trübes, kontrastarmes Licht im Revier
- Die interessantesten Standpunkte erfordern längere Fußwege
- Ohne Grundwissen zu den Betreibern bleibt vieles unsortiert
Aktualisiert: August 2026 – Wenn du wissen willst, wie viele Eisenbahnverkehrsunternehmen es in Tschechien wirklich gibt, fährst du nicht nach Prag, sondern nach Ostrava. Im mährisch-schlesischen Revier erzeugen Kohle, Stahl und Chemie seit über hundert Jahren Schienenverkehr – und weil der tschechische Güterverkehrsmarkt weit geöffnet ist, teilen sich diesen Verkehr heute ein Dutzend Unternehmen. Die staatliche ČD Cargo ist dabei nur noch eines davon.
Diese Seite erklärt, wo du sie siehst, warum der Hauptbahnhof trotz seines Namens nur die halbe Geschichte erzählt und wie du den Tag sinnvoll aufteilst.
Zehn Güterbahnen an einem Tag auseinanderhalten
Lackierungen ähneln sich, Nummern nicht. Erfasse jede Maschine direkt vor Ort – kostenlos mit Traintrack.
Warum das Revier so viel Verkehr erzeugt
Ostrava liegt an der Nahtstelle zwischen Tschechien, Polen und der Slowakei – und mitten in einem Industriegebiet, das über die Grenze hinweg mit dem oberschlesischen Revier zusammenhängt. Rohstoffe, Halbzeuge und Fertigprodukte bewegen sich hier in großen Mengen, und ein erheblicher Teil davon fährt auf der Schiene.
Dazu kommt die Netzlage. Nach Norden führt die Achse über Bohumín Richtung Oberschlesien, nach Osten die Verbindung Richtung Slowakei und Žilina, nach Westen die Hauptstrecke Richtung Prag. Am Hauptbahnhof laufen diese Richtungen zusammen.
Dazu kommt ein Reiseverkehr, den man einem Industrieknoten nicht unbedingt zutraut. Auf der Achse Richtung Prag konkurrieren wie in Prag mehrere Fernverkehrsanbieter miteinander, und im Ballungsraum fährt ein dichter Vorortverkehr mit Doppelstockeinheiten. Den Grundtakt im Regional- und Vorortverkehr fährt die Staatsbahn České dráhy. Im Fernverkehr Richtung Prag tritt unter anderem Leo Express gegen sie an. Für dich heißt das: Selbst wenn der Güterverkehr gerade eine Pause macht, steht alle paar Minuten etwas am Bahnsteig – ein wesentlicher Unterschied zu einem reinen Rangierbahnhof, an dem stundenlang nichts passieren kann.
Was Ostrava von einem Rangierbahnhof unterscheidet
Der wesentliche Unterschied zu einem reinen Güterknoten wie Tarnowskie Góry: Hier stehst du auf einem normalen Bahnsteig. Es gibt Anzeigetafeln, Wetterschutz, Verpflegung und regelmäßigen Reiseverkehr. Zwischen zwei Güterzügen musst du nicht ins Leere warten, weil Fern- und Vorortverkehr die Lücken füllen.
Der Preis dafür ist Distanz. Der eigentliche Güterbetrieb – Zugbildung, Übergaben, Werksanschlüsse – findet in Anlagen statt, die du nur von außen siehst. Was am Hauptbahnhof vorbeikommt, ist das Ergebnis dieser Arbeit, nicht die Arbeit selbst.
| Richtung | Was dort läuft | Beste Zeit | Standpunkt |
|---|---|---|---|
| Nach Norden Richtung Bohumín | internationaler Güterverkehr, Reiseverkehr nach Polen | vormittags | Nordkopf |
| Nach Westen Richtung Prag | Fernverkehr mehrerer Anbieter, Güterverkehr | ganztags | Südkopf, Ostrava-Svinov |
| Nach Osten Richtung Slowakei | Güterverkehr, einzelne internationale Reisezüge | über den Tag verteilt | Nordkopf, Überführung |
| Werksanschlüsse im Stadtgebiet | Übergaben, Werkloks, Kesselwagen | werktags vormittags | öffentliche Wege entlang der Strecke |
| Vorortverkehr im Ballungsraum | Doppelstockeinheiten im dichten Takt | Berufsverkehr | beide Bahnsteigenden |
Erst der Bestand, dann der Standpunkt
Beginne auf der Straßenüberführung über den Zulaufgleisen. Dort siehst du in zwanzig Minuten, welche Betreiber heute vor Ort sind und wo Wagengruppen abgestellt stehen. Danach entscheidest du, ob sich der Nordkopf oder der Südkopf lohnt – das spart mehr Zeit als jede Fahrplanrecherche.
Wie viele Güterbahnen bekommst du zusammen?
Der Wert kann die Zahl der aktiven Unternehmen nie überschreiten – irgendwann siehst du dieselben Maschinen wieder.
Vorher wissen, wer im Revier unterwegs ist
Live-Sichtungen anderer Spotter aus Mährisch-Schlesien – hilfreich, wenn dir noch ein Betreiber fehlt.
So teilst du den Tag ein
Bestandsaufnahme von der Überführung
Welche Betreiber stehen, welche Wagengruppen warten? Zwanzig Minuten hier bestimmen den Rest des Tages.
Vormittag am Nordkopf
Der Verkehr Richtung polnische Grenze läuft vormittags am dichtesten, und das Licht passt zu dieser Richtung.
Mittags entlang der Strecke
Die Verbindungsstrecken zu den Werksanschlüssen zeigen die betriebliche Realität des Reviers – dafür brauchst du Zeit und feste Schuhe.
Nachmittag am Südkopf
Fernverkehr Richtung Prag und Vorortverkehr im Berufsverkehr, mit dem besseren Nachmittagslicht.
Abschluss in Ostrava-Svinov
Wenn dir am Hauptbahnhof nichts Neues mehr begegnet, wechselst du zum zweiten großen Bahnhof der Stadt.
Anreise und Ausrüstung fürs Revier
Ostrava ist aus Prag und Brünn im Fernverkehr direkt erreichbar, aus Polen über Bohumín. Innerhalb der Stadt kommst du mit Straßenbahn und Nahverkehr zu allen genannten Standpunkten. Die Bahnsteige sind frei zugänglich, wie in Tschechien üblich.
Was du mitbringen solltest: ein Teleobjektiv für die Standpunkte an den Überführungen, wetterfeste Kleidung und Geduld. Das Revier liefert selten spektakuläres Licht, aber dafür ununterbrochen Material.
Hast du das Revier wirklich erfasst?
- Mindestens fünf verschiedene Güterbahnen dokumentiert
- Eine Altbau-Ellok im Güterdienst festgehalten
- Einen Rangierdiesel aufgenommen
- Internationalen Verkehr Richtung Polen erwischt
- Fernverkehr mehrerer Anbieter verglichen
- Loknummern erfasst statt nur Bilder gemacht
- Ostrava-Svinov als zweiten Standort mitgenommen
Sicherheit zwischen Werksgleisen
In einem Industrierevier verlaufen die Grenzen zwischen öffentlichem Raum und Betriebsgelände nicht immer sichtbar. Der Grundsatz bleibt trotzdem einfach: Bahnsteige, öffentliche Straßen und Wege sind in Ordnung, alles andere nicht.
Werksanschlüsse und Rangierbereiche sind gesperrt
Anschlussgleise wirken oft ungenutzt und sind es nicht. Übergaben fahren unregelmäßig, langsam und leise, und Werkloks bewegen sich auch dann, wenn stundenlang nichts passiert ist. Betritt keine Anschlussbahnen, keine Rangierbereiche und keine Betriebswege – unabhängig davon, ob ein Zaun da ist. Auf Bahnsteigen gilt der übliche Abstand zur Kante, siehe den Beitrag Sicherheitsabstand am Gleis. Wenn dich Werkspersonal anspricht, bleib freundlich und erklär kurz, was du machst.
Für wen sich Ostrava lohnt
Ostrava passt, wenn …
- du Güterverkehrsunternehmen systematisch sammelst
- du Güter- und Reiseverkehr an einem Ort willst
- du Altbaufahrzeuge im Plandienst dokumentierst
- du einen ganzen Tag Zeit hast
Kombiniere mit einem zweiten Ort, wenn …
- du mehr Blickwinkel brauchst – dann Ostrava-Svinov
- du polnische und tschechische Betreiber vergleichen willst – dann Tarnowskie Góry am Folgetag
Fazit
Ostrava ist der Ort, an dem die tschechische Güterverkehrslandschaft sichtbar wird. Kein anderer Knoten des Landes bringt so viele Unternehmen an einem Tag zusammen, und weil du dabei auf einem ganz normalen Bahnsteig stehst, ist der Aufwand deutlich geringer als an einem reinen Rangierbahnhof.
Was fehlt, ist Schönheit. Das Revier liefert Material, keine Kulisse. Wer damit rechnet und einen ganzen Tag mitbringt, geht mit einer Betreiberliste nach Hause, die man sich anderswo über Monate zusammensuchen müsste.
Kurzfazit
Der beste Ort in Tschechien für Güterverkehrsunternehmen – und einer der wenigen, an denen Güter- und Reiseverkehr am selben Bahnsteig zusammenkommen. Dafür industriell nüchtern, lichttechnisch flach und ohne Landschaftsmotive. Ein Dokumentationsspot, kein Fotostandort.
Zusammenfassung
- Der Knoten verbindet die Betreibervielfalt eines Güterreviers mit der Zugänglichkeit eines normalen Personenbahnhofs.
- Fotografisch ist der Ort nüchtern; sein Wert liegt in der Dokumentation, nicht in der Bildgestaltung.
- Wer polnische und tschechische Güterbahnen vergleichen will, kombiniert Ostrava mit Tarnowskie Góry.
- Als östlicher Endpunkt einer Tschechien-Runde ab Prag ist Ostrava die logische letzte Etappe.
Häufige Fragen
Warum gibt es in Ostrava so viele Güterbahnen?
Weil das mährisch-schlesische Revier seit über hundert Jahren Kohle, Stahl und Chemie produziert – und weil der tschechische Güterverkehrsmarkt weit geöffnet ist. Neben ČD Cargo fahren hier Unternehmen wie AWT, IDS Cargo, METRANS Rail und Loko Trans. Wie du Betreiber systematisch auseinanderhältst, erklärt der Beitrag EVU erkennen.
Kann ich den Güterbetrieb aus der Nähe sehen?
Nur von außen. Rangieranlagen, Werksanschlüsse und Betriebsgelände sind gesperrt, und das aus gutem Grund: In Rangierbereichen bewegen sich Wagen ohne Lok und nahezu geräuschlos. Alle in diesem Guide beschriebenen Standpunkte liegen auf Bahnsteigen, öffentlichen Straßen und Überführungen. Was ein Verstoß bedeutet, steht im Beitrag Gleise betreten und die Folgen.
Welche Fahrzeuge lohnen sich in Ostrava besonders?
Im Güterverkehr Altbau-Ellok wie die Reihen 150/151 und die Reihen 162/163, dazu Rangierdiesel der Reihen 742/743. Modernes Material kommt mit Vectron-Maschinen der Reihe 193 dazu. Im Vorortverkehr laufen Doppelstockeinheiten der Reihe 471.
Wie unterscheidet sich Ostrava von Tarnowskie Góry?
Tarnowskie Góry ist ein reiner Rangierbahnhof: mehr Güterverkehr, aber kaum Reiseverkehr und keine Infrastruktur. Ostrava bietet beides an einem Ort – du stehst auf einem normalen Bahnsteig und siehst trotzdem Güterbahnen. Wer die polnische und die tschechische Betreiberlandschaft vergleichen will, plant beide Orte an aufeinanderfolgenden Tagen.
Wie ist die Lichtsituation im Revier?
Häufig flach und kontrastarm. Die Region ist industriell geprägt, Dunst und bedeckter Himmel sind keine Seltenheit. Das ist für dokumentarische Aufnahmen kein Problem, für Bildgestaltung schon. Wer Kontrast braucht, plant den Besuch in klaren Herbstwochen – und liest vorher den Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen.
Lohnt sich der Abstecher nach Ostrava-Svinov?
Ja. Svinov liegt wenige Minuten entfernt und sieht erheblichen Fern- und Güterverkehr. Wenn du am Hauptbahnhof den Eindruck hast, alles gesehen zu haben, wechselst du dorthin und bekommst andere Blickwinkel auf dieselben Achsen. Beide Bahnhöfe zusammen füllen problemlos einen ganzen Tag.
Ist Ostrava für Einsteiger geeignet?
Bedingt. Der Reiseverkehr macht den Einstieg leichter als an einem reinen Rangierbahnhof, aber die eigentliche Stärke des Ortes – die Betreibervielfalt – erschließt sich nur, wenn du weißt, worauf du achtest. Für den ersten Kontakt mit Tschechien ist Praha hlavní nádraží die bessere Wahl.
Welche Grenzachsen laufen über Ostrava?
Zwei: nach Norden über Bohumín Richtung Polen und weiter nach Oberschlesien, und nach Osten Richtung Slowakei und Žilina. Beide sind wichtige Güterachsen, und beide erzeugen internationalen Verkehr, den du am Nordkopf des Hauptbahnhofs siehst.
Wie viel Reiseverkehr gibt es hier wirklich?
Mehr, als der Ruf als Industrieknoten vermuten lässt. Auf der Achse nach Prag konkurrieren mehrere Fernverkehrsanbieter, dazu kommt ein dichter Vorortverkehr im Ballungsraum. Zwischen zwei Güterzügen musst du hier also nicht warten – anders als an einem reinen Güterknoten.
Was sollte ich für einen Tag im Revier mitbringen?
Verpflegung, wetterfeste Kleidung und ein Teleobjektiv für die Standpunkte an den Überführungen. Die Wege zwischen den interessanten Punkten sind länger, als die Karte vermuten lässt. Eine Grundausstattung beschreibt der Beitrag Ausrüstungs-Checkliste.
Deine Sichtungen an Ostrava hlavní nádraží festhalten
Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – und du siehst, was andere hier gerade melden.
Spots in der Nähe
Tarnowskie Góry
Im oberschlesischen Industrierevier liegt eine der größten Rangieranlagen Europas. Wer Güterverkehr, private Bahnen und Fahrzeuge sucht, die in Westeuropa längst Geschichte sind, findet hier mehr als an jedem polnischen Personenbahnhof – vorausgesetzt, er kennt die öffentlichen Standpunkte.
KnotenbahnhofPraha hlavní nádraží
Prag ist einer der wenigen Orte in Europa, an denen mehrere Fernverkehrsunternehmen offen um dieselben Fahrgäste konkurrieren. Für Spotter heißt das: drei Bahnunternehmen, vier Nachbarländer und ein Fahrzeugpark von der Altbau-Ellok bis zum Neigezug – alles unter demselben Bahnsteigdach.
KnotenbahnhofBrno hlavní nádraží
Brno hlavní nádraží ist der zweitwichtigste Bahnknoten Tschechiens – und einer der wenigen großen Bahnhöfe Mitteleuropas, über dessen Verlegung seit Jahrzehnten diskutiert wird. Wer die alte Anlage im Betrieb erleben will, sollte das nicht auf unbestimmt verschieben.
GüterknotenŽilina
In Žilina kreuzen sich die slowakische Ost-West-Hauptachse und der Nord-Süd-Korridor Richtung Tschechien und Polen. Der hohe Güterverkehrsanteil, ein großer Rangierbahnhof vor den Toren der Stadt und eine breite Palette älterer Fahrzeuge machen den Knoten zum ergiebigsten Spot des Landes.
Fahrzeuge, die du hier bestimmen kannst
CD 162 / 163
Die ČD-Reihen 162 und 163 sind vierachsige Škoda-Elloks für 3 kV Gleichstrom, im Volksmund „Peršing“. So bestimmst du sie und so grenzt du sie von den 300er-Reihen ab.
BaureiheCD 150 / 151
Die ČD-Reihen 150 und 151 sind vierachsige Škoda-Elloks für den Schnellzugdienst unter 3 kV Gleichstrom. So bestimmst du sie und so funktioniert die tschechische Systematik.
BaureiheCD 742 / 743
Die Reihen 742 und 743 sind die Arbeitspferde des tschechischen Rangier- und Übergabedienstes. Woher der Spitzname Kocour kommt und wie du sie sicher einordnest.
BaureiheCD 471 (CityElefant)
Der CityElefant ist der Doppelstock-Triebzug des tschechischen Vorortverkehrs. Woher der Spitzname kommt, wie die Einheit aus 471, 071 und 971 aufgebaut ist und wie du sie erkennst.
BaureiheCD 193 (Siemens Vectron)
Die ČD-Reihe 193 ist ein Siemens Vectron – dieselbe Plattform, die auch in Deutschland allgegenwärtig ist. So erkennst du sie und so liest du ihre Stromabnehmer.
BaureiheRegioJet 162 WB (Skoda)
RegioJet setzt Škoda-Gleichstromloks der Reihe 162 in auffälligem Gelb ein. So erkennst du sie und was die 162 von der fast baugleichen 163 unterscheidet.
Unternehmen, die hier fahren
ČD Cargo, a.s.
ČD Cargo, a.s. ist die Güterverkehrsgesellschaft im Umfeld der tschechischen Staatsbahn. Wer ihre Züge zuordnen will, kommt am tschechischen Baureihenschema nicht vorbei.
GüterverkehrAWT – Advanced World Transport a.s.
AWT – Advanced World Transport a.s. ist eine tschechische Güterbahn. Wer ihre Züge dokumentiert, trifft auf Fahrzeuge, die im Alltag fast nur unter Spitznamen laufen.
GüterverkehrIDS Cargo a.s.
IDS Cargo a.s. ist eine tschechische Güterbahn. Wer im tschechischen Raum recherchiert, stolpert über Sonderzeichen, die in Suchmasken und Datenbanken verloren gehen.
GüterverkehrMETRANS Rail s.r.o.
METRANS Rail s.r.o. ist eine tschechische Güterbahn. Ihr diakritikafreier Name macht sie zum Gegenbeispiel für eines der lästigsten Rechercheprobleme in Mitteleuropa.
GüterverkehrLoko Trans s.r.o.
Loko Trans s.r.o. trägt einen Namen aus zwei Bausteinen. Diese Seite zeigt, wie du tschechische Firmennamen im Bahnmarkt liest – und wo ihre Grenzen liegen.
FernverkehrRegioJet a.s.
RegioJet a.s. ist eine tschechische Personenverkehrsgesellschaft. Wer ihre Züge quer durchs Land verfolgt, stößt auf eine Besonderheit: Tschechien hat zwei Stromsysteme.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
ČD Cargo
ČD Cargo ist die Güterverkehrstochter der tschechischen Staatsbahn und erst 2007 entstanden. Der Fahrzeugpark ist deutlich älter: Er stammt größtenteils aus der Zeit davor. Dazu kommt eine Besonderheit des Netzes – zwei Stromsysteme, die sich mitten im Land treffen.
StaatsbahnČeské dráhy (ČD)
Tschechien fährt mit zwei Stromsystemen und einer dritten Klasse von Fahrzeugen, die beide beherrschen. Die České dráhy führen ihre Baureihen nach einem Schema, das genau das abbildet – die erste Ziffer sagt dir Antrieb und Fahrdrahtspannung in einem Zug.
MarkeLeo Express
Leo Express ist eine der privaten Fernverkehrsmarken auf der tschechischen Hauptachse zwischen Prag und Ostrava. Die dunkel lackierten Triebzüge fallen sofort auf – der Firmenname dahinter ist ein anderer als der Schriftzug, und das Angebot reicht inzwischen über die Bahn hinaus.
MarkeRegiojet
RegioJet fährt kräftig gelbe, lokbespannte Züge durch mehrere Länder Mitteleuropas. Hinter der einen Marke stehen mehrere nationale Gesellschaften, und die Wagen stammen aus den Beständen halb Europas – ein Zug, in dem fast jedes Fahrzeug eine andere Geschichte hat.
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