Das Wichtigste in Kürze
- Die 102 ist eine Kleinserie: sechs Lokomotiven mit den Nummern 102 001 bis 102 006.
- Hersteller ist Škoda – die Lok gehört zur Typenfamilie 109E und ist damit technisch mit tschechischen Baureihen verwandt.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Achsen, gerundete Front, dahinter ein Doppelstockzug, Nummer beginnt mit 102.
- Die Nummer 102 passt ins System: Baureihennummern von 101 bis 115 kennzeichnen in Deutschland Elloks des Reisezugverkehrs.
- Einsatzgebiete ändern sich mit Vergaben und Fahrplanjahren – prüfe vor der Fahrt den aktuellen Stand.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Elektrolokomotive für den schnellen Reisezugverkehr |
|---|---|
| Hersteller | Škoda Transportation (Typ 109E) |
| Achsfolge | Bo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben) |
| Stückzahl | 6 Lokomotiven |
| Nummernschema | 102 001 bis 102 006 |
| Typischer Einsatz | Doppelstock-Expresszüge im schnellen Regionalverkehr |
| Stromsystem | 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen
- Front mit stark gerundeter, aerodynamisch geformter Kopfpartie – deutlich weicher als bei 101 oder 111
- Fahrzeugnummer beginnt mit 102, Ordnungsnummer nur bis 006
- Fast immer vor einem Doppelstock-Wendezug desselben Herstellers
- Nur eine sehr kleine Serie – wer eine 102 sieht, hat eines von sechs Fahrzeugen vor sich
Aktualisiert: August 2026 – Sechs Lokomotiven, ein Einsatzgebiet, eine unverwechselbare Front: Die Baureihe 102 ist eine der kleinsten Ellok-Serien im deutschen Netz und deshalb ein lohnendes Ziel für alle, die gern vollständige Sammlungen führen. Diese Seite zeigt, woran du sie erkennst, warum sie ausgerechnet die Nummer 102 trägt und wie du sie realistisch antriffst.
Nur sechs Maschinen – jede zählt
Bei einer Serie dieser Größe ist die vollständige Sammlung ein erreichbares Ziel. Halte jede Nummer in Traintrack fest.
Was ist die Baureihe 102?
Die Baureihe 102 ist eine vierachsige Elektrolokomotive für den schnellen Reisezugverkehr, gebaut von Škoda Transportation als Typ 109E. Die Serie umfasst genau sechs Maschinen mit den Nummern 102 001 bis 102 006. Sie wurden gemeinsam mit Doppelstockwagen desselben Herstellers beschafft und bilden mit diesen einen Wendezug – Lok an einem Ende, Steuerwagen am anderen.
Damit unterscheidet sie sich grundlegend von den bekannten deutschen Reisezugloks: Die Baureihe 101 fährt vor klassischen Fernverkehrswagen, die Baureihe 111 ist eine Universallok der Siebzigerjahre. Die 102 ist dagegen von Anfang an als Teil eines geschlossenen Zugkonzepts geplant worden.
Warum die Lok die Nummer 102 trägt
Das deutsche Nummernsystem ist keine willkürliche Aneinanderreihung, sondern folgt einer Ordnung, die sich seit der Umzeichnung von 1968 gehalten hat. Damals wurden die alten Bezeichnungen mit vorangestelltem „E“ – etwa E 10, E 40, E 03 – auf dreistellige Baureihennummern umgestellt: aus E 10 wurde 110, aus E 40 die 140, aus E 03 die 103.
| Nummernbereich | Bedeutung | Beispiele |
|---|---|---|
| 101–115 | Elloks des Reisezugverkehrs | 101, 102, 103, 110, 111 |
| 120–129 | Drehstrom-Universalloks | 120 |
| 139–155 | Güterzug- und Universalloks älterer Bauart | 139, 140, 143, 151 |
| 180–189 | Mehrsystem- und moderne Güterzugloks | 180, 181, 189 |
| 2xx | Diesellokomotiven | 218, 232 |
| 4xx | Triebzüge | 401, 423 |
Die 102 fällt also in den Bereich der Reisezugloks – systematisch korrekt und zugleich praktisch, weil die Nummer frei war. Wie du eine Fahrzeugnummer im Betrieb schnell abliest, erklärt der Beitrag zum Zugnummern und Fahrzeugnummern herausfinden.
Erkennung in vier Schritten
Achsen zählen
Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Sechsachsige Loks wie die 103 oder 151 sind damit ausgeschlossen.
Front beurteilen
Die Kopfpartie ist deutlich weicher und stärker gerundet als bei den kantigen deutschen Reisezugloks der Achtziger- und Neunzigerjahre.
Zug dahinter prüfen
Doppelstockwagen mit passendem Steuerwagen am anderen Ende sind ein starkes Indiz. Klassische Fernverkehrswagen sprechen dagegen.
Nummer lesen
102 plus eine Ordnungsnummer zwischen 001 und 006. Höhere Ordnungsnummern gibt es bei dieser Baureihe nicht.
Der Zug verrät die Lok
Weil Lok und Wagen als Einheit beschafft wurden, ist der Wagenpark das schnellste Indiz. Wenn du die Garnitur erkennst, kennst du in aller Regel auch die Lok davor.
Einordnung im Bahnbetrieb
Eine Serie aus sechs Maschinen deckt genau einen Umlaufplan ab – mehr nicht. Daraus folgt fürs Spotten eine klare Regel: Ohne die richtige Strecke keine Sichtung.
| Umfeld | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Strecken mit den zugehörigen Doppelstockgarnituren | hoch | Lok und Wagen laufen als feste Einheit |
| Große Knotenbahnhöfe auf diesen Achsen | hoch | Wendezeiten am Bahnsteig, gute Sicht |
| Andere Regionalstrecken | niedrig | Kein planmäßiger Einsatz |
| Güterknoten und Rangierbahnhöfe | sehr niedrig | Falsche Fahrzeugart |
| Werkstätten und Betriebshöfe | nicht zugänglich | Privatgelände, Betreten verboten |
Verkehrsverträge ändern sich
Welche Fahrzeuge auf welcher Linie laufen, wird über Vergaben geregelt. Diese laufen aus, werden neu vergeben oder verlängert. Prüfe vor einer gezielten Tour den aktuellen Stand – über Echtzeitauskunft und Community-Sichtungen, nicht über alte Foreneinträge.
Vor der Tour den aktuellen Stand prüfen
Community-Sichtungen zeigen dir, wo die 102 zuletzt gemeldet wurde – das spart eine vergebliche Anfahrt.
Was Kleinserien für Spotter bedeuten
Sechs Maschinen sind eine Ansage. Bei den großen deutschen Baureihen mit 150, 200 oder 400 Fahrzeugen ist die vollständige Sammlung ein Lebensprojekt – hier ist sie eine Frage von wenigen gezielten Touren.
Daraus ergeben sich drei praktische Konsequenzen:
- Jede Ordnungsnummer zählt. Wer nur „102 gesehen“ notiert, verschenkt genau die Information, die diese Baureihe interessant macht. Sechs Nummern sind überschaubar – aber nur, wenn du sie einzeln festhältst.
- Ausfälle wirken sich stark aus. Fällt bei einer Serie von 200 Loks eine Maschine aus, merkt das niemand. Bei sechs Fahrzeugen kann eine längere Werkstattzeit bedeuten, dass eine bestimmte Nummer über Monate nicht zu sehen ist.
- Ersatzkonzepte sind normal. Wenn eine Lok fehlt, springt anderes Material ein. Eine Fahrt auf der erwarteten Linie garantiert also keine 102 – prüfe kurzfristig, was tatsächlich unterwegs ist.
Wer eine Kleinserie vollständig sammeln will, arbeitet deshalb mit einer Liste der noch fehlenden Nummern statt mit dem Gefühl, „die schon mal gesehen“ zu haben.
Spotting und Fototipps
Die 102 fährt im Expressverkehr, also schnell und mit wenigen Halten. Das stellt konkrete Anforderungen an den Standort.
- Bahnhöfe mit Halt bevorzugen. Bei Durchfahrten in hohem Tempo bleibt kaum Zeit für Nummer und Bildaufbau. Eine Auswahl geeigneter Standorte findest du in der Übersicht der besten Bahnhöfe zum Trainspotten in Deutschland.
- Dreiviertelansicht wählen. Ein Winkel von etwa 30 bis 45 Grad zeigt die gerundete Front und die Seitenwand zugleich – frontal verliert die Kopfpartie ihre Form.
- Kurze Verschlusszeit einplanen. Für scharfe Aufnahmen durchfahrender Züge ist 1/1000 s ein brauchbarer Ausgangswert, den du je nach Geschwindigkeit und Abstand anpasst. Die Grundlagen dazu stehen im Guide gute Fotos von Zügen.
- Nummer mit aufs Bild. Bei sechs Maschinen ist die Ordnungsnummer die eigentliche Information deiner Sichtung.
Und die Regel, die überall gilt: Gleise, Betriebsanlagen und Betriebshöfe sind tabu. Sie sind Privatgelände, das Betreten ist verboten und lebensgefährlich. Fotografiert wird vom Bahnsteig und von öffentlich zugänglichen Flächen aus.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 102, wenn …
- du vier Achsen zählst
- die Front weich gerundet wirkt
- Doppelstockwagen mit Steuerwagen dranhängen
- die Nummer mit 102 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur den Steuerwagen siehst und die Lok am anderen Zugende läuft
- der Zug im Gegenlicht oder bei Dunkelheit unterwegs ist
- eine Ersatzgarnitur mit anderer Lok fährt
Es ist keine 102, wenn …
- du sechs Achsen zählst
- klassische Fernverkehrswagen dranhängen
- die Nummer mit 101, 111 oder 120 beginnt
Wie du solche Merkmalsketten allgemein abarbeitest – von der Fahrzeugart über die Bauform bis zur Nummer –, erklärt die Anleitung zum Bestimmen von Baureihen. Für die Abgrenzung zur ersten deutschen Drehstromlok lohnt zusätzlich der Blick auf die Baureihe 120.
Fazit
Die Baureihe 102 ist ein Sonderfall: eine Kleinserie, fest an ihre Wagen gebunden, mit einer Formensprache, die sich von den deutschen Klassikern deutlich abhebt. Genau das macht sie leicht bestimmbar – und schwer anzutreffen. Wer sie sucht, orientiert sich an den Umläufen der zugehörigen Garnituren und prüft den aktuellen Stand, bevor er losfährt.
Kurzfazit
Vier Achsen, gerundete Front, Doppelstockzug dahinter, Nummer zwischen 102 001 und 102 006: Das ist die ganze Baureihe. Bei sechs Maschinen ist die vollständige Sammlung ein realistisches Ziel.
Zusammenfassung
- Mit sechs Maschinen ist die Baureihe 102 eine der kleinsten Ellok-Serien im deutschen Netz und entsprechend selten anzutreffen.
- Sie fährt im Verbund mit Doppelstockwagen desselben Herstellers, was die Zuordnung im Feld stark erleichtert.
- Front- und Dachform unterscheiden sie klar von den kantigen deutschen Reisezugloks der 101er- und 111er-Generation.
- Wegen der geringen Stückzahl lohnt es sich, jede Sichtung mit Ordnungsnummer festzuhalten – sechs Nummern sind ein realistisches Sammelziel.
Häufige Fragen
Was ist die Baureihe 102?
Eine Elektrolokomotive für den schnellen Reisezugverkehr, gebaut von Škoda als Typ 109E. Die Serie umfasst sechs Maschinen mit den Nummern 102 001 bis 102 006. Sie fahren gemeinsam mit Doppelstockwagen desselben Herstellers als Wendezug im Expressverkehr.
Wie viele Lokomotiven der Baureihe 102 gibt es?
Sechs. Damit ist die 102 eine der kleinsten Ellok-Serien im deutschen Netz. Wie viele davon zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich verfügbar sind, hängt von Fristen und Instandhaltung ab und ändert sich laufend.
Wie unterscheide ich die 102 von der Baureihe 101?
An der Front und am Zug dahinter. Die 101 hat eine kantige Front mit leicht geneigter Scheibe und fährt vor lokbespannten Fernverkehrswagen. Die 102 wirkt runder und aerodynamischer geformt und läuft mit Doppelstockwagen. Im Zweifel entscheidet die Fahrzeugnummer.
Warum trägt die Lok gerade die Nummer 102?
Im deutschen Nummernschema kennzeichnen dreistellige Baureihennummern die Serie. Der Bereich von 101 bis 115 ist Elloks des Reisezugverkehrs vorbehalten. Die 102 war frei und passte damit sowohl systematisch als auch inhaltlich.
Wo fährt die Baureihe 102?
Im schnellen Regional- und Expressverkehr, gebunden an die Doppelstockgarnituren, mit denen sie beschafft wurde. Welche Linien konkret bedient werden, hängt an Verkehrsverträgen und kann sich mit jedem Fahrplanwechsel ändern – prüfe deshalb den aktuellen Stand.
Ist die Baureihe 102 mit tschechischen Lokomotiven verwandt?
Ja. Sie gehört zur Škoda-Typenfamilie 109E, aus der auch Lokomotiven für tschechische Betreiber hervorgegangen sind. Die Verwandtschaft sieht man an der Grundform des Kastens und der Kopfpartie, auch wenn Details und Lackierung abweichen.
Wie stehen die Chancen, eine 102 zu sehen?
Deutlich schlechter als bei großen Serien – bei sechs Maschinen ist die Trefferwahrscheinlichkeit gering, sobald du nicht auf der richtigen Achse stehst. Wer sie gezielt sucht, orientiert sich an den Umläufen der zugehörigen Doppelstockgarnituren.
Woran erkenne ich, welche 102 vor mir steht?
An der vollständigen Fahrzeugnummer an Führerstand und Seitenwand. Bei nur sechs Maschinen ist das ein realistisches Sammelziel: Wer konsequent notiert, hat die komplette Baureihe irgendwann beisammen – eine Gelegenheit, die es bei 200er-Serien nicht gibt.
Sichtung von Baureihe 102 festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
Baureihe 101
Die Baureihe 101 ist die klassische Fernverkehrslok der Deutschen Bahn: 145 Maschinen, 220 km/h, seit den späten 1990ern vor IC und EC. So erkennst du sie sicher.
E-LokBaureihe 120
Die Baureihe 120 war die erste Serien-Drehstromlokomotive der Welt: 200 km/h, 5.600 kW und die technische Grundlage fast aller modernen deutschen Elloks.
E-LokBaureihe 111
Die Baureihe 111 war jahrzehntelang die Nahverkehrslok der DB: 227 Maschinen, zwei Frontvarianten, 160 km/h. So erkennst du sie zuverlässig.
E-LokBaureihe 189
Die Baureihe 189 ist die Mehrsystem-Güterzuglok von Siemens: bis zu vier Stromsysteme, viele Länderpakete. So erkennst du sie und so liest du ihre Varianten.
E-LokBaureihe E 04
Die Baureihe E 04 ist eine Einheitsellok der 1930er Jahre mit der markanten Achsfolge 1'Co1'. So ordnest du sie ein und so unterscheidest du sie von Schwesterbauarten.
E-LokBaureihe E 16
Die Baureihe E 16 trägt ihr wichtigstes Merkmal offen: den Buchli-Antrieb mit großen Scheiben auf nur einer Seite. So erkennst und fotografierst du sie.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
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