Das Wichtigste in Kürze
- Die 633 ist der dreiteilige PESA Link: ein Dieseltriebwagen des polnischen Herstellers PESA für den deutschen Regionalverkehr.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Wagenteile zählen, dann aufs Dach schauen – Kühler statt Stromabnehmer.
- Abgrenzung zur zweiteiligen Variante gelingt allein über die Zahl der Wagenkästen und die Fahrzeugnummer.
- Einsatznetze und Betreiber wechseln mit jeder Verkehrsvergabe – Netzlisten veralten schnell.
- Die UIC-Nummer beginnt mit 95, dem Bauartcode für Dieseltriebwagen; elektrische Triebzüge tragen 94.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Dreiteiliger Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr |
|---|---|
| UIC-Bauartcode | 95 (Dieseltriebwagen / Dieseltriebzug) |
| Hersteller | PESA Bydgoszcz (Polen) |
| Typenfamilie | PESA Link – in Deutschland zwei- und dreiteilig beschafft |
| Aufbau | Drei Wagenteile mit Jakobsdrehgestellen zwischen den Kästen |
| Typischer Einsatz | Regionalverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Drei Wagenteile in einer festen Einheit – die zweiteilige Schwesterbauart hat nur zwei
- Kurze Zwischenwagen, die auf gemeinsamen Jakobsdrehgestellen aufliegen
- Glatte, moderne Frontpartie mit großer, tief heruntergezogener Frontscheibe
- Auf dem Dach Kühler- und Auspuffpakete statt Stromabnehmer
- Niederflurige Einstiege im mittleren Bereich der Wagenkästen
- Fahrzeugnummer beginnt mit 633, Zwischenwagen mit vorangestellter 9
Aktualisiert: August 2026 – Ein moderner Niederflurtriebwagen, drei Wagenteile, kein Fahrdraht über dem Gleis und Kühlerpakete auf dem Dach: Das Bild passt zur Baureihe 633, dem dreiteiligen PESA Link. Diese Seite zeigt dir, woran du die Bauart sicher erkennst, wie du sie von der LINT-Familie trennst und worauf es bei Sichtung und Foto ankommt.
633 gesichtet? Nummer nicht vergessen.
Bei regional konzentrierten Bauarten macht die dokumentierte Nummer den Unterschied – in Traintrack in Sekunden erledigt.
Was ist die Baureihe 633?
Die Baureihe 633 ist die dreiteilige Ausführung des PESA Link, eines Dieseltriebwagens des polnischen Herstellers PESA Bydgoszcz. Die Fahrzeuge sind für den Regionalverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken gebaut: Sie erzeugen ihre Antriebsenergie mit Unterflur-Dieselmotoren selbst und brauchen weder Oberleitung noch Stromschiene.
Innerhalb der Link-Familie gibt es in Deutschland zwei- und dreiteilige Ausführungen. Die 633 ist die lange Variante. Betrieblich steht sie damit in derselben Nische wie die dreiteiligen Alstom-Fahrzeuge der Baureihe 620 (Coradia LINT 81) – gleiche Aufgabe, anderer Hersteller, andere Formensprache.
So erkennst du die 633 im Feld
Drei Beobachtungen reichen, und sie funktionieren auch aus einiger Entfernung.
Wagenteile zählen
Drei Kästen in einer festen Einheit. Der mittlere Teil ist deutlich kürzer als die beiden Endwagen – ein typisches Bild bei gegliederten Triebwagen mit Jakobsdrehgestellen.
Drehgestelle unter den Übergängen suchen
Zwischen zwei Wagenteilen steht jeweils nur ein Drehgestell. Kurzgekuppelte Bauarten wie die Baureihe 628 haben dort zwei – ein Unterschied, den man aus der Seitenansicht sofort sieht.
Aufs Dach schauen
Kühlerpakete und Auspuff statt Stromabnehmer. Das ist bei modernen Triebwagenfamilien das entscheidende Merkmal, weil sich Diesel- und Elektrovarianten seitlich oft gleichen.
Bleibt Unsicherheit, hilft die Fahrzeugnummer: Sie beginnt bei den angetriebenen Endwagen mit 633, antriebslose Zwischenteile tragen dieselbe Zahl mit vorangestellter 9. Wie du die Systematik dahinter liest, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer am Fahrzeug; die grundsätzliche Reihenfolge beim Bestimmen steht in der Anleitung zum Bestimmen von Baureihen.
Die zwei Ziffern, die alles entscheiden
Die zwölfstellige Fahrzeugnummer beginnt bei Dieseltriebwagen mit 95. Elektrische Triebzüge tragen 94. Wenn du im Zweifel bist, ob ein modernes Fahrzeug Diesel oder Fahrdraht nutzt, ist das der schnellste schriftliche Beleg.
Einordnung im Bahnbetrieb
Dieseltriebwagen sind Lückenfüller im elektrifizierten Netz: Sie bedienen genau die Strecken, für die sich Oberleitung nie gerechnet hat. Für die Beobachtung heißt das, dass du gezielt nach Dieselinseln suchen musst statt nach Hauptachsen. An einer solchen Dieselinsel östlich von Berlin liegt auch die museal betriebene Buckower Kleinbahn.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Regionalstrecken ohne Oberleitung | hoch | Kernrevier aller Dieseltriebwagen |
| Knotenbahnhöfe am Rand der Dieselnetze | hoch | Übergang von Fahrdraht auf Diesel, oft mit Standzeit |
| Endbahnhöfe mit Wende | mittel bis hoch | Ruhiges Motiv, beide Zugenden zugänglich |
| Elektrifizierte Fernverkehrsachsen | niedrig | Bestenfalls Überführungen |
| S-Bahn-Netze | sehr niedrig | Reine Elektrobetriebe |
Netzzuordnungen sind nicht dauerhaft
Welches Unternehmen ein Dieselnetz bedient und mit welchen Fahrzeugen, hängt an Verkehrsverträgen mit begrenzter Laufzeit. Bestände werden umgesetzt, verkauft oder neu lackiert. Nimm ältere Netzlisten daher nur als Anhaltspunkt und prüfe die Lage tagesaktuell.
Aktuelle Sichtungen statt veralteter Listen
Sieh in Traintrack, welche Fahrzeuge zuletzt wo gemeldet wurden – und plan deine Tour danach.
Spotting und Fotografie
Ein dreiteiliger Niederflurtriebwagen ist lang, flach und wenig strukturiert – ohne Bildidee wird daraus schnell ein Katalogfoto. Diese Punkte helfen.
Gliederung sichtbar machen
Eine leichte Schrägansicht zeigt die Übergänge zwischen den drei Kästen. Genau die machen die Bauart erkennbar und heben sie von zweiteiligen Fahrzeugen ab.
Dach mit ins Bild holen
Von einer leicht erhöhten, öffentlich zugänglichen Position aus werden die Kühleraufbauten sichtbar – das beste Argument gegen jede Verwechslung mit einem Elektrotriebzug.
Anschriften nicht anschneiden
Die Fahrzeugnummer an der Seitenwand ist die eigentliche Information. Plan den Ausschnitt so, dass sie vollständig lesbar bleibt.
Sicherheit geht vor Bildwinkel
Bleib hinter der Bahnsteigkante und halte Sicherheitsabstand. Gleisbereiche, Betriebsanlagen und Abstellgruppen sind tabu – auch dann, wenn scheinbar nichts fährt.
Wer die Sichtung anschließend mit der Community teilen will, findet die Vorgehensweise im Guide zum Sichtungen melden. Welche Brennweite für lange Triebwagen sinnvoll ist, behandelt der Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie.
Ein-, zwei- und dreiteilig: warum die Wagenzahl so viel verrät
Bei modernen Dieseltriebwagen ist die Zahl der Wagenteile keine Designfrage, sondern eine Kapazitätsentscheidung. Die Hersteller bieten ihre Plattformen in mehreren Längen an, damit Aufgabenträger für jede Strecke die passende Größe bestellen können. Der Link existiert deshalb in Deutschland zwei- und dreiteilig, die LINT-Familie sogar in vier Größenklassen, und der Talent wurde ebenfalls in unterschiedlichen Konfigurationen gebaut.
Für die Bestimmung im Feld ist das ein Geschenk. Du musst dir keine Formdetails merken, sondern arbeitest eine kurze Kette ab:
- Wie viele Wagenkästen? Das grenzt die Baureihe innerhalb einer Familie ein.
- Wie viele Drehgestelle? Jakobsdrehgestelle bedeuten einen gegliederten Zug, getrennte Drehgestelle eine kurzgekuppelte Einheit älterer Bauart.
- Was liegt auf dem Dach? Kühler und Auspuff heißen Diesel, ein Stromabnehmer heißt Fahrdraht.
- Wie hoch liegt der Einstieg? Stufenlos heißt moderne Generation, Trittstufen heißen Vorgängergeneration.
Erst wenn diese vier Punkte geklärt sind, lohnt der Blick auf Kopfform, Türanordnung und Fensterteilung. In dieser Reihenfolge bleibt die Bestimmung auch dann belastbar, wenn ein Fahrzeug in einer ungewohnten Lackierung unterwegs ist oder der Zug nur kurz durchfährt.
Ein zweiter praktischer Punkt: Mehrteilige Triebwagen fahren häufig in Doppeltraktion. Zwei gekuppelte dreiteilige Einheiten ergeben einen sechsteiligen Zug – wer nur die Kästen des ganzen Zuges zählt, landet dann bei der falschen Baureihe. Achte deshalb auf die Fahrzeugenden mit Führerstand: Sie markieren die Grenzen zwischen zwei Einheiten.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 633, wenn …
- drei Wagenteile eine feste Einheit bilden
- zwischen den Kästen jeweils nur ein Drehgestell steht
- auf dem Dach Kühler und Auspuff sitzen
- die Nummer mit 633 beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- du das Fahrzeug nur von der Seite und ohne Dachblick siehst
- zwei kurze Einheiten in Doppeltraktion wie ein langer Zug wirken
- eine ungewohnte Lackierung die Formensprache überdeckt
- du zwischen zwei- und dreiteiliger Link-Variante entscheiden musst
Es ist keine 633, wenn …
- ein Stromabnehmer auf dem Dach sitzt
- nur zwei Wagenteile vorhanden sind
- die Einstiege Trittstufen statt eines niederflurigen Zugangs haben
- die Nummer mit 620, 622, 623 oder 642 beginnt
Die realistischste Verwechslung ist die mit der Alstom-Konkurrenz: Ein Coradia LINT 41 der Baureihe 623 ist ebenfalls modern, niederflurig und dieselbetrieben, hat aber zwei Wagenteile. Der zweiteilige Siemens Desiro Classic (Baureihe 642) fällt über die deutlich ältere Formensprache und die Kopfform heraus.
Fazit
Die Baureihe 633 ist ein gutes Beispiel dafür, dass moderne Nahverkehrstriebwagen weniger über Details als über Grundmerkmale bestimmt werden: Wagenzahl, Drehgestellanordnung, Dachaufbauten. Wer diese drei Punkte abarbeitet, liegt fast immer richtig – und die Fahrzeugnummer liefert den Beleg.
Kurzfazit
Drei Wagenteile auf Jakobsdrehgestellen, Kühlerpakete statt Stromabnehmer, Nummer beginnend mit 633: Das ist der dreiteilige PESA Link. Alles andere – Betreiber, Netz, Lackierung – ist veränderlich und gehört tagesaktuell geprüft.
Zusammenfassung
- Die Baureihe 633 steht für die dreiteilige Ausführung der PESA-Link-Familie im deutschen Dieselnahverkehr.
- Wagenzahl, Jakobsdrehgestelle und Dachaufbauten reichen zur sicheren Bestimmung im Feld.
- Weil die Fahrzeuge einer vergleichsweise kleinen und regional konzentrierten Bauart angehören, ist eine gezielte Sichtung Planungssache.
- Betreiber, Lackierung und Einsatzgebiet sind veränderlich und sollten immer am aktuellen Stand geprüft werden.
Häufige Fragen
Was ist die Baureihe 633?
Die Baureihe 633 ist die dreiteilige Ausführung des PESA Link, eines Dieseltriebwagens des polnischen Herstellers PESA Bydgoszcz für den deutschen Regionalverkehr. Die Fahrzeuge sind für nicht elektrifizierte Strecken gedacht und erzeugen ihre Antriebsenergie mit Unterflur-Dieselmotoren selbst.
Wie unterscheide ich die 633 von der zweiteiligen Variante?
Am einfachsten über die Zahl der Wagenkästen: Die 633 hat drei, die zweiteilige Schwesterbauart zwei. Beide teilen Kopfform, Fensterband und Dachaufbauten, sind also aus der Nähe kaum zu trennen. Die vollständige Fahrzeugnummer liefert die endgültige Bestätigung.
Woran erkenne ich, dass es ein Dieseltriebwagen ist?
Am Dach. Statt eines Stromabnehmers sitzen dort Kühlerpakete und Auspuffanlagen. Dieser Blick nach oben ist bei modernen Triebwagen das sicherste Kriterium, weil sich Diesel- und Elektrovarianten derselben Fahrzeugfamilie in der Seitenansicht oft kaum unterscheiden.
Was bedeutet die 95 am Anfang der Fahrzeugnummer?
Die ersten beiden Ziffern der zwölfstelligen UIC-Nummer sind der Bauartcode. 95 kennzeichnet Dieseltriebwagen und Dieseltriebzüge. Ein Fahrzeug mit 94 wäre ein elektrischer Triebzug. Wer diese zwei Ziffern liest, hat die Antriebsart bereits eindeutig geklärt.
Wo verkehrt die Baureihe 633?
Auf nicht elektrifizierten Regionalstrecken. Welche Netze das konkret sind, hängt von der jeweils laufenden Verkehrsvergabe ab und ändert sich mit den Vertragslaufzeiten. Prüfe deshalb vor einer gezielten Tour den aktuellen Stand über Echtzeitauskunft und aktuelle Sichtungen statt über ältere Übersichten.
Ist die 633 mit der LINT-Familie verwandt?
Technisch nein – die LINT-Fahrzeuge stammen von Alstom, der Link von PESA. Betrieblich besetzen beide dieselbe Nische: mehrteilige Niederflur-Dieseltriebwagen für den Regionalverkehr. Deshalb sieht man sie in ähnlichen Umgebungen und verwechselt sie aus der Ferne leicht.
Wie viele Wagenteile hat eine Einheit?
Drei. Die Kästen liegen auf gemeinsamen Jakobsdrehgestellen, das heißt zwischen zwei Wagenteilen steht jeweils nur ein Drehgestell statt zweier. Dadurch wirkt der Zug gegliederter als eine kurzgekuppelte Einheit wie die Baureihe 628.
Wie halte ich eine Sichtung sinnvoll fest?
Mit vollständiger Fahrzeugnummer, Datum, Ort und Lackierung. Bei Fahrzeugen, deren Einsatzgebiet an Verkehrsverträge gebunden ist, ist das Datum besonders wertvoll, weil sich Zuordnungen mit jedem Vergabewechsel verschieben können. Ein Seitenfoto mit lesbaren Anschriften ergänzt den Eintrag.
Sichtung von Baureihe 633 (PESA Link) festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Verwandte Baureihen
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Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
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Zwischen Müncheberg und Buckow verkehrt eine Museumsbahn, die weder dampft noch dieselt: Die Buckower Kleinbahn fährt unter Fahrdraht. Elektrische Altbau-Triebwagen auf einer Nebenbahn sind in Deutschland eine Rarität – und ein Motiv, das es sonst kaum noch gibt.
HerstellerPESA Bydgoszcz
PESA Bydgoszcz ist aus einer Eisenbahnwerkstatt hervorgegangen und heute Polens bekanntester Fahrzeugbauer. Elf, Link, Dart und die Straßenbahnreihen prägen das Bild im ganzen Land – und mit der Baureihe 633 steht ein PESA-Triebwagen auch in deutschen Fahrzeuglisten.
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