DB 112 150

112 150 steht für eine einzelne Lokomotive der Baureihe 112.1. Diese Seite zeigt, wie du eine konkrete Maschine identifizierst statt nur ihre Baureihe.

Auch bekannt als: 112 150 · Baureihe 112.1

DeutschlandDeutschlandElektrolokomotiven7 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

160 km/h

Höchstgeschwindigkeit

Bo'Bo'

Achsfolge

15 kV

Stromsystem

Das Wichtigste in Kürze

  • 112 150 bezeichnet eine einzelne Lokomotive, nicht eine ganze Baureihe – die Bauart ist die Baureihe 112.1.
  • Die Baureihe 112.1 ist eine 160 km/h schnelle Reisezuglok, entwickelt aus der Hennigsdorfer Baureihe 243.
  • Einzelfahrzeugbestimmung funktioniert nur über die vollständige Fahrzeugnummer, nicht über Form oder Farbe.
  • Typisches Einsatzbild: Doppelstock-Wendezüge im Regional- und Regionalexpressverkehr.
  • Zuordnung und Lackierung sind veränderlich – Einzelloks wechseln Einsatzgebiete und Anschriften.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist 112 150?
  2. 2.Eine bestimmte Lok finden: was funktioniert und was nicht
  3. 3.Warum Einzelfahrzeuge überhaupt interessant sind
  4. 4.Spotting-Praxis: gezielt nach einer Nummer suchen
  5. 5.Die Hennigsdorfer Lokfamilie einordnen
  6. 6.Häufige Verwechslungen
  7. 7.Fazit

Steckbrief

FahrzeugartElektrolokomotive für den Reisezugverkehr, Einzellok der Baureihe 112.1
Baureihe112.1
AchsfolgeBo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle)
Höchstgeschwindigkeit160 km/h
Stromsystem15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom
Herkunft der BauartWeiterentwicklung der in Hennigsdorf gebauten Reichsbahn-Baureihe 243
Typischer Einsatz der BaureiheRegional- und Regionalexpressverkehr, häufig mit Doppelstockwagen
Ordnungsnummer150 innerhalb der Baureihe 112.1

Erkennungsmerkmale

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  • Vier Achsen in zwei Drehgestellen, kompakter Lokkasten mit kantiger Front
  • Betriebsnummer 112 150 an Seitenwand und Führerstand
  • Typische Zugbildung: Wendezug mit Doppelstockwagen und Steuerwagen
  • Nahe Verwandtschaft zur Baureihe 143 – Formensprache und Kasten ähneln sich stark
  • Vollständige zwölfstellige Fahrzeugnummer als eindeutige Kennung
  • Lackierung und Anschriften können sich nach Werkstattaufenthalten ändern

Aktualisiert: August 2026112 150 ist keine Baureihe, sondern eine einzelne Lokomotive. Solche Einträge beantworten eine andere Frage als Typenseiten: Es geht nicht darum, welche Bauart vor dir steht, sondern welche konkrete Maschine. Diese Seite erklärt, wie Einzelfahrzeugbestimmung funktioniert und was die Baureihe 112.1 ausmacht.

Genau diese Lok gesehen?

Einzelfahrzeuge lassen sich nur über die Nummer belegen – notiere sie mit Datum und Ort direkt in Traintrack.

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Was ist 112 150?

112 150 ist die Betriebsnummer einer einzelnen Elektrolokomotive der Baureihe 112.1. Die Systematik ist einfach: Die ersten drei Ziffern nennen die Baureihe, die folgenden die laufende Nummer innerhalb dieser Baureihe. Aus 112 150 liest du also, dass es sich um die Maschine mit der Ordnungsnummer 150 innerhalb der Baureihe 112.1 handelt.

Die Bauart selbst ist eine vierachsige Reisezuglok für 160 km/h, entstanden aus der Entwicklungslinie der in Hennigsdorf gebauten Reichsbahn-Baureihe 243. Ihre Grundform und ihr technisches Konzept teilt sie mit der Baureihe 143; die Familie umfasst außerdem die Baureihe 114. Wer die Bauartfamilie insgesamt verstehen will, findet die Übersicht auf der Seite zur Baureihe 112.1.

Eine bestimmte Lok finden: was funktioniert und was nicht

Beim Bestimmen einer Baureihe helfen Form, Achszahl und Zugbildung. Bei einer einzelnen Maschine helfen sie überhaupt nicht – alle Schwesterloks sehen gleich aus. Der Weg führt ausschließlich über die Anschriften.

Betriebsnummer suchen

Sie steht groß an der Seitenwand und meist auch neben oder unter dem Führerstandsfenster. Das ist die schnellste Ablesestelle.

Vollständige Fahrzeugnummer prüfen

Die zwölfstellige UIC-Nummer enthält Länderkennung, Bauartschlüssel, laufende Nummer und Prüfziffer – sie ist europaweit eindeutig.

Halterkürzel mitlesen

Es steht am Ende der Nummerngruppe und nennt das Unternehmen, das die Lok aktuell einsetzt. Dieser Teil kann sich ändern.

Revisionsanschriften fotografieren

Sie dokumentieren den letzten Werkstattaufenthalt und helfen dir später, Aufnahmen zeitlich einzuordnen.

Wie die zwölfstellige Nummer im Detail aufgebaut ist und wie du die Prüfziffer nachrechnest, erklärt der Guide zur UIC-Nummer.

Warum Einzelfahrzeuge überhaupt interessant sind

Auf den ersten Blick wirkt es beliebig, sich für eine bestimmte Nummer zu interessieren. In der Praxis unterscheidet sich aber jede Maschine von ihren Schwestern, und zwar in Merkmalen, die kein Datenblatt festhält.

Merkmal Ändert sich Warum es für Spotter zählt
Betriebsnummer praktisch nie eindeutige Identifikation der Maschine
Revisionsdaten bei jedem Werkstattaufenthalt erlaubt zeitliche Einordnung von Fotos
Lackierung und Aufkleber unregelmäßig oft das auffälligste, aber unbeständigste Merkmal
Halterkürzel bei Vermietung oder Verkauf zeigt, für wen die Lok gerade fährt
Einsatzgebiet mit Fahrplan und Vergabe bestimmt, wo du sie realistisch antriffst

Diese Tabelle enthält die wichtigste Regel für die Dokumentation: Trenne dauerhafte von veränderlichen Angaben. Wer beides vermischt, hat nach ein paar Jahren Notizen, deren Gültigkeit sich nicht mehr rekonstruieren lässt.

Einzelloks sind keine Konstante

Ob eine bestimmte Maschine im Einsatz, abgestellt, in der Werkstatt oder verkauft ist, ändert sich laufend. Behaupte nie, eine einzelne Lok fahre „immer“ auf einer bestimmten Linie – prüfe stattdessen aktuelle Sichtungen und dokumentiere immer mit Datum.

Wo wurde diese Lok zuletzt gesehen?

Community-Sichtungen sind bei Einzelfahrzeugen die einzige realistische Spur – nutze sie, bevor du losfährst.

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Spotting-Praxis: gezielt nach einer Nummer suchen

Eine bestimmte Lok zu erwischen, ist Glückssache – aber Glück lässt sich vorbereiten. Drei Ansätze funktionieren in der Praxis.

Umlaufgebiet eingrenzen

Loks einer Baureihe fahren meist in einem überschaubaren Netzbereich. Wer dort regelmäßig unterwegs ist, sieht früher oder später jede Maschine.

Sichtungsmeldungen auswerten

Aktuelle Meldungen anderer Spotter zeigen dir, in welcher Region eine Maschine zuletzt aufgetaucht ist.

Standzeiten nutzen

An Endbahnhöfen und Knotenpunkten stehen Wendezüge einige Minuten. Das ist die beste Gelegenheit, Nummern sauber abzulesen.

Sicher bleiben

Nummernablesen geht ausschließlich vom Bahnsteig oder von öffentlichen Wegen aus. Gleisbereiche, Abstellgruppen und Betriebsanlagen sind tabu.

Wie du deine Beobachtungen so festhältst, dass sich später Muster erkennen lassen, beschreibt der Guide zum Sichtungslogbuch. Die passende Zugleistung ordnest du über die Zugnummer zu – wo die steht, erklärt der Beitrag zum Zugnummern herausfinden.

Die Hennigsdorfer Lokfamilie einordnen

Um zu verstehen, wo 112 150 herkommt, hilft ein Blick auf die Familie. In Hennigsdorf – dem Werk, das später zu Bombardier Transportation gehörte – entstand ab den 1980er Jahren eine Reihe vierachsiger Elektrolokomotiven, die sich äußerlich stark ähneln und technisch aufeinander aufbauen. Die Grundbauart war für den allgemeinen Nahverkehr ausgelegt; daraus entwickelten sich schnellere Varianten für den anspruchsvolleren Reisezugdienst.

Das Ergebnis ist für Spotter eine der schwierigeren Bestimmungssituationen im deutschen Netz. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in Details, nicht in der Silhouette. Frontform, Kastenlänge und Drehgestellanordnung sind so ähnlich, dass ein Foto aus der Entfernung selten reicht. Zuverlässig ist allein die Betriebsnummer – und genau deshalb ist sie bei dieser Familie besonders wichtig.

Betrieblich ist die Aufgabenteilung dagegen klar. Die langsameren Maschinen findest du vor Nahverkehrszügen mit vielen Halten, die schnelleren vor Regionalexpresszügen mit größeren Haltabständen und höheren Streckengeschwindigkeiten. Beide arbeiten überwiegend im Wendezugbetrieb mit Doppelstockwagen, wie sie die Seite zum Bombardier Twindexx Vario beschreibt.

Weil diese Fahrzeuge inzwischen zu den älteren Baureihen im Bestand gehören, verändert sich ihr Einsatzbild spürbar. Neue Verkehrsverträge werden häufig mit Triebzügen gefahren, wodurch lokbespannte Leistungen zurückgehen. Wie schnell das geht und welche Linien betroffen sind, unterscheidet sich regional erheblich und ändert sich mit jeder Vergabe – belastbare Aussagen dazu haben immer nur eine kurze Haltbarkeit.

Für die eigene Dokumentation ist das ein Argument, jetzt genauer hinzusehen. Was heute selbstverständlich täglich vor dem Fenster steht, kann in wenigen Jahren zum gesuchten Motiv werden. Wer seine Sichtungen mit Nummer und Datum führt, hat später eine belastbare Chronik seiner Hausstrecke – und nicht nur eine Sammlung austauschbarer Bilder ohne Zeitbezug.

Häufige Verwechslungen

Es ist wirklich 112 150, wenn …

  • die Betriebsnummer an der Seitenwand exakt 112 150 lautet
  • die zwölfstellige Fahrzeugnummer dazu passt
  • die Bauform der Baureihe 112.1 entspricht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du die Nummer nur aus der Ferne oder unscharf gelesen hast
  • die Lok von hinten oder im Gegenlicht steht
  • Anschriften teilweise verdeckt oder verschmutzt sind

Es ist eine andere Maschine, wenn …

  • die Ordnungsnummer abweicht, auch wenn die Lok identisch aussieht
  • die Nummer mit 143 oder 114 beginnt
  • die Bauform nicht zur Hennigsdorfer Familie passt

Fazit

Bei Einzelfahrzeugen dreht sich alles um die Nummer. Die Bauart der Baureihe 112.1 kannst du in Sekunden bestimmen, die konkrete Maschine dagegen nur durch Ablesen. Wer eine bestimmte Lok sucht, braucht Geduld, aktuelle Sichtungsdaten und ein Logbuch, in dem Datum und Ort konsequent mitlaufen. Genau das macht aus zufälligen Beobachtungen eine belastbare Sammlung.

Kurzfazit

112 150 ist eine einzelne Maschine der Baureihe 112.1. Form und Farbe führen dich zur Baureihe, nur die Fahrzeugnummer zur Lok. Immer mit Datum dokumentieren – alles andere kann sich ändern.

Einzelne Loks über Jahre verfolgen

Mit Nummer, Datum und Ort erfasst siehst du, wie sich eine Maschine und ihr Einsatzgebiet verändern.

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Zusammenfassung

  • Eine Seite zu einer Einzellok beantwortet eine andere Frage als eine Baureihenseite: Es geht um Identifikation statt um Typenkunde.
  • Die Baureihe 112.1 gehört zur Hennigsdorfer Lokfamilie und ist mit der Baureihe 143 eng verwandt.
  • Wer eine bestimmte Maschine sucht, arbeitet mit Nummer, Sichtungsdaten und Geduld – nicht mit Fahrplänen.
  • Für die Dokumentation gilt: Nummer, Datum, Ort und Zustand gehören zusammen, sonst ist die Sichtung wertlos.

Häufige Fragen

Was ist 112 150?

112 150 ist die Betriebsnummer einer einzelnen Elektrolokomotive der Baureihe 112.1. Die ersten drei Ziffern nennen die Baureihe, die folgenden die laufende Nummer innerhalb dieser Baureihe. Es handelt sich also nicht um einen eigenen Fahrzeugtyp, sondern um eine konkrete Maschine.

Was ist die Baureihe 112.1?

Eine vierachsige Elektrolokomotive für den Reisezugverkehr mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Sie entstand als Weiterentwicklung der in Hennigsdorf gebauten Reichsbahn-Baureihe 243 und ist typischerweise vor Doppelstock-Wendezügen im Regional- und Regionalexpressverkehr zu sehen.

Wie finde ich heraus, welche Lok genau vor mir steht?

Über die Betriebsnummer an Seitenwand und Führerstand sowie über die vollständige zwölfstellige Fahrzeugnummer. Form, Farbe und Zugbildung sagen dir nur die Baureihe. Für die einzelne Maschine gibt es keine Abkürzung – du musst die Nummer lesen.

Warum lohnt es sich, einzelne Loks zu verfolgen?

Weil sich Fahrzeuge im Detail unterscheiden: Revisionsdaten, Anschriften, Reparaturspuren, gelegentlich abweichende Lackierungen. Wer über Jahre dieselbe Maschine dokumentiert, sieht Veränderungen, die in keiner Statistik auftauchen. Für viele Spotter ist genau das der Reiz.

Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 112.1 und Baureihe 143?

Beide stammen aus derselben Hennigsdorfer Entwicklungslinie und sehen sich sehr ähnlich. Die 143 ist die langsamere Variante für den allgemeinen Nahverkehr, die 112.1 die auf 160 km/h ausgelegte Reisezuglok. Im Zweifel entscheidet die Betriebsnummer, nicht der optische Eindruck.

Wo sehe ich Lokomotiven der Baureihe 112.1?

Traditionell im nord- und ostdeutschen Regionalverkehr vor Doppelstockzügen. Konkrete Einsatzgebiete verschieben sich allerdings mit Verkehrsverträgen und Fahrzeugzuordnungen. Verlass dich deshalb auf aktuelle Sichtungen und nicht auf ältere Angaben aus dem Netz.

Ändert sich das Aussehen einer einzelnen Lok?

Ja, und zwar mehr, als man denkt. Nach Werkstattaufenthalten können Anschriften, Aufkleber, Revisionsdaten und in Einzelfällen die komplette Lackierung wechseln. Deshalb gehört zu jeder Sichtung ein Datum – ohne das ist ein Foto später kaum einzuordnen.

Wie dokumentiere ich eine Einzellok richtig?

Mit vollständiger Fahrzeugnummer, Datum, Ort, Zugleistung und einem Foto, auf dem die Seitenwand vollständig zu sehen ist. Sinnvoll ist außerdem eine kurze Notiz zum Zustand, etwa zu frischer Lackierung oder auffälligen Anschriften – das macht spätere Vergleiche erst möglich.

Sichtung von DB 112 150 festhalten

Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.

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