Das Wichtigste in Kürze
- On Rail fährt keine Züge. Das Unternehmen vermietet, verkauft und verwaltet Fahrzeuge – gefahren wird von den Mietern.
- Die DH 1004 ist ein Umbau, kein Neubau: Rahmen, Drehgestelle und Getriebe stammen aus der Baureihe V 100.
- Alles oberhalb des Rahmens ist neu – Aufbauten, Motor und Führerhaus orientieren sich an modernen Rangierloks.
- Acht Maschinen sind die gesamte Serie. Damit gehört der Typ zu den seltensten Dieselloks im deutschen Privatbahnbetrieb.
- Baujahr ist bei Umbauten keine eindeutige Angabe – notiere Umbaujahr und Spenderfahrzeug getrennt, wenn du beides kennst.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Vollständiger Name | On Rail Gesellschaft für Eisenbahnausrüstung und Zubehör mbH |
|---|---|
| Sitz | Mettmann, Nordrhein-Westfalen |
| Rolle im System | Vermieter, Händler und Umbauinitiator – kein Eisenbahnverkehrsunternehmen |
| Kerngeschäft | Vermietung, Verkauf und Verwaltung von Güterwagen und Lokomotiven |
| Bekanntestes Produkt | DH 1004, entstanden aus dem Konzept einer preiswerten Umbaulok |
| Umbaubasis | Rahmen, Drehgestelle und Getriebe der DB-Baureihe V 100 |
| Ausführender Betrieb | Die Umbauten selbst entstanden in einem Lokwerk in Moers, nicht in Mettmann |
| Heutige Halter | private Eisenbahnunternehmen und Hafenbahnen – wechselnd, am Fahrzeug prüfen |
| Offizielle Website | www.on-rail.com/unternehmen |
Geschäftsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Woran du On Rail erkennst
Gehört der Zug wirklich zu On Rail?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen – die Fahrwerksform stammt sichtbar aus der V-100-Familie
- Führerhaus zwischen zwei Vorbauten, aber in der Formensprache moderner Rangierloks
- Widerspruch zwischen unten und oben – altes Fahrwerk, neuer Aufbau; genau das ist das Erkennungszeichen
- Kühler- und Auspuffpartie auf dem längeren Vorbau, deutlich anders als beim V-100-Original
- Fahrzeugnummer passt nicht zur Spenderbaureihe – der Umbau bekommt eine neue Nummer
- Halterlackierung statt Bahnfarbe: Bei acht Maschinen sieht praktisch keine aus wie die andere
Stärken und Schwächen
Dafür steht das Unternehmen
- Extrem kleine Serie – jede Sichtung ist ein echter Fund
- Die Fahrzeuge laufen seit Jahren bei denselben Betreibern und sind damit auffindbar
- Der Bruch zwischen Fahrwerk und Aufbau macht die Bauart auf Distanz erkennbar
- Ein gutes Übungsobjekt, um Umbaufahrzeuge von Neubauten zu unterscheiden
- Vermieterfahrzeuge zeigen, wie stark Halter und Betreiber auseinanderfallen können
Wo es hakt
- Sehr selten – wer gezielt sucht, braucht Geduld und Ortskenntnis
- Die Maschinen arbeiten überwiegend auf Werks- und Hafenbahngelände, also schlecht einsehbar
- Das Baujahr ist doppeldeutig: Rahmen und Aufbau stammen aus verschiedenen Jahrzehnten
- Zum aktuellen Bestand und Zustand gibt es keine laufend gepflegte öffentliche Quelle
- Ein Vermieter taucht in keiner Zugmeldung auf – der Firmenname sagt nichts über den Betrieb
Aktualisiert: August 2026 – Wenn dir auf einem Anschlussgleis eine moderne vierachsige Rangierlok begegnet, die auf Drehgestellen aus den 1960er Jahren steht, hast du wahrscheinlich eine DH 1004 vor dir. Hinter dieser Bauart steht On Rail aus Mettmann – ein Unternehmen, das keine Züge fährt, keine Fabrik besitzt und trotzdem eine eigene Lokomotive im Fahrzeugbestand mehrerer Privatbahnen hinterlassen hat.
Seltene Umbauloks nicht nur fotografieren, sondern zuordnen
Nummer, Ort und Datum sofort erfasst – bei einer Serie von acht Maschinen zählt jeder Eintrag.
Vermieter, Händler, Konzeptgeber
On Rail wurde 1982 in Mettmann gegründet und arbeitet seither in einem Feld, das im Betrieb unsichtbar bleibt: Vermietung, Verkauf und Verwaltung von Güterwagen und Lokomotiven. Solche Unternehmen bestimmen, welche Fahrzeuge einem kleinen Betreiber überhaupt zur Verfügung stehen – sie tauchen aber in keiner Zugmeldung auf, weil sie selbst keine Züge führen.
Für Spotter ist das die entscheidende Abgrenzung. Der Halter eines Fahrzeugs kann ein Vermieter sein, das führende Eisenbahnverkehrsunternehmen ein völlig anderes Haus. Ein und dieselbe Lok kann innerhalb eines Jahres bei drei Betreibern laufen, ohne dass sich an Rahmen und Nummer etwas ändert.
Was vom V 100 übrig blieb
Mitte der 1990er Jahre standen nach der Bahnreform große Mengen ausgemusterter Streckendieselloks zur Verfügung, während private Betreiber günstige Traktionsfahrzeuge suchten. Aus dieser Lage entstand das Umbaukonzept, das später als DH 1004 gebaut wurde. Ausgeführt wurden die Umbauten in einem Lokwerk in Moers.
| Baugruppe | Herkunft | Woran du es siehst |
|---|---|---|
| Rahmen und Drehgestelle | Baureihe V 100 | Drehgestellform und Achsstand wie beim Original |
| Getriebe | Baureihe V 100 | nicht sichtbar, aber im Fahrverhalten spürbar |
| Motor und Kühlanlage | Neuteil | anderes Auspuff- und Kühlerbild als beim V 100 |
| Aufbauten und Hauben | Neuteil | Formensprache der MaK-Rangierloks der 1990er |
| Führerhaus | Neuteil | größere Fensterflächen, moderner Zuschnitt |
| Fahrzeugnummer | neu vergeben | passt nicht in die Nummernreihe der Spenderbaureihe |
Der Vergleich lohnt sich: Stell eine Baureihe 212 gedanklich neben eine MaK G 1205 BB. Die DH 1004 liegt genau dazwischen – unten das eine, oben das andere.
Bei Umbauten zwei Jahreszahlen notieren
Ein Umbaufahrzeug hat kein eindeutiges Baujahr. Halte das Umbaujahr und, wenn bekannt, das Baujahr des Spenderfahrzeugs getrennt fest. Genau aus dieser Doppeldeutigkeit entstehen die Widersprüche zwischen verschiedenen Sichtungslisten – wer sauber trennt, muss später nichts korrigieren.
Wie weit liegen Rahmen und Aufbau auseinander?
Beide Zahlen sind richtig – deshalb gehören auch beide in die Sichtung.
Werks-, Überführungs- und Erprobungsfahrten
Ein Umbau durchläuft dieselben Stationen wie ein Neubau, nur beginnt der Weg nicht in der Fabrik, sondern auf einem Abstellgleis.
Spenderfahrzeug beschaffen
Ausgemusterte Maschinen stehen oft jahrelang abgestellt. Wer solche Standorte kennt, sieht Fahrzeuge, die kurz darauf verschwinden – siehe Listen abgestellter Loks.
Überführung ins Werk
Das Fahrzeug wird geschleppt oder auf eigener Achse überführt, meist unbeschriftet und in schlechtem optischen Zustand.
Umbau und Neuaufbau
Rahmen und Drehgestelle bleiben, alles darüber entsteht neu. In dieser Phase existiert das Fahrzeug faktisch nicht als Lok.
Erprobung und Abnahme
Vor der Zulassung stehen Probefahrten. Erst danach wird die neue Fahrzeugnummer vergeben – die alte gilt nicht weiter.
Übergabe an den Mieter
Lackierung und Beschriftung folgen dem Halter, nicht dem Umbaubetrieb. Deshalb sehen acht Maschinen derselben Bauart völlig verschieden aus.
Acht Maschinen, ein Ziel
Wer eine seltene Serie komplett dokumentieren will, braucht ein Logbuch statt eines Fotoordners.
Umbau oder Neubau? Die Entscheidung am Gleis
Für einen Umbau spricht, wenn …
- Fahrwerk und Aufbau erkennbar aus verschiedenen Epochen stammen
- die Fahrzeugnummer nicht zur sichtbaren Bauform passt
- Rahmen und Hauben unterschiedlich stark gealtert sind
Unklar bleibt es, wenn …
- das Fahrzeug frisch lackiert ist und alle Spuren verdeckt sind
- nur eine Seite einsehbar war
- Fabrik- und Umbauschilder fehlen oder überlackiert sind
Es ist ein Neubau, wenn …
- Fahrwerk und Aufbau aus einer durchgehenden Konstruktion stammen
- die Nummer sauber in eine bekannte Neubaureihe fällt
- das Fabrikschild Hersteller und Baujahr widerspruchsfrei nennt
Heute laufen die Maschinen bei privaten Bahnen im Westen – unter anderem bei der Rurtalbahn und der NIAG. Wer gezielt sucht, hat an Güterknoten wie Duisburg-Hochfeld Süd die besseren Karten als an einem Personenbahnhof.
Hafen- und Werkbahnen sind kein öffentliches Gelände
Die interessantesten Standorte dieser Maschinen liegen auf Anschluss-, Hafen- und Werkbahngelände. Dort gilt Hausrecht, und im Rangierbetrieb herrscht erhebliche Gefahr. Beobachte ausschließlich von öffentlich zugänglichen Flächen – die Grundlagen stehen im Beitrag zum Hausrecht.
Fazit
On Rail ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Bahnbranche mehr Ebenen hat, als am Gleis sichtbar sind. Ein Vermieter ohne eigene Züge und ohne eigene Fabrik hat eine Lokomotivbauart hinterlassen, die es sonst nirgends gibt – entstanden aus einer wirtschaftlichen Lage, die es so nur einmal gab.
Für dich bleibt daraus eine übertragbare Regel: Wenn Fahrwerk und Aufbau nicht zusammenpassen, ist das kein Fehler in deiner Beobachtung, sondern die eigentliche Information. Notiere beides, und deine Sichtung ist mehr wert als ein sauberes Foto ohne Nummer.
Kurzfazit
Die DH 1004 ist eine Umbaulok: V-100-Fahrwerk, Neuaufbau der 1990er, acht Exemplare. On Rail selbst ist Vermieter und Halter, nicht Betreiber – wer den Zug führt, steht im Anschriftenfeld, nicht im Firmennamen.
Zusammenfassung
- Vermietung und Handel sind eine eigene Ebene im System: Sie bestimmen, welche Fahrzeuge überhaupt verfügbar sind, tauchen im Betrieb aber nie auf.
- Umbaufahrzeuge sind der beste Anschauungsunterricht dafür, dass ein Fahrzeug aus mehreren Generationen gleichzeitig bestehen kann.
- Die DH 1004 ist deshalb interessanter, als ihre Stückzahl vermuten lässt – sie erklärt eine ganze Beschaffungslogik der 1990er Jahre.
- Für die Sichtung zählt am Ende dieselbe Regel wie überall: die vollständige Fahrzeugnummer, nicht der Firmenname.
Häufige Fragen
Ist On Rail ein Lokomotivhersteller?
Nicht im klassischen Sinn. Das Unternehmen aus Mettmann ist vor allem Vermieter, Händler und Verwalter von Güterwagen und Lokomotiven. Das Umbaukonzept hinter der DH 1004 stammt aus diesem Haus, ausgeführt wurden die Umbauten aber in einem Lokwerk in Moers. Diese Trennung von Konzept und Fertigung ist in der Branche keine Ausnahme.
Was ist eine Regio-Lok?
So hieß das Konzept, aus dem die DH 1004 hervorging: eine Lokomotive, die vorhandene Substanz weiterverwendet statt neu gebaut zu werden. Der Gedanke war wirtschaftlich – nach der Bahnreform standen viele ausgemusterte V-100-Maschinen zur Verfügung, während private Betreiber günstige Traktion suchten.
Was wurde bei der DH 1004 tatsächlich übernommen?
Rahmen, Drehgestelle und Getriebe stammen aus der V-100-Familie. Aufbauten, Motor und die übrigen Aggregate sind Neuteile und lehnen sich an die Formensprache der damaligen MaK-Rangierloks an, etwa der MaK G 1205 BB. Genau dieser Bruch macht das Fahrzeug erkennbar: unten ein Klassiker der 1960er Jahre, oben ein Fahrzeug der 1990er.
Wie viele DH 1004 gibt es?
Acht Maschinen entstanden zwischen 1997 und 2003. Danach endete die Serie, weil Neubauloks der Vossloh-G-Familie – etwa die Vossloh G 1000 BB – denselben Markt zu vergleichbaren Konditionen bedienten. Zum heutigen Zustand jedes einzelnen Fahrzeugs gibt es keine belastbare laufende Quelle.
Wo laufen die Fahrzeuge heute?
Bei privaten Eisenbahnunternehmen und Hafenbahnen im Westen Deutschlands, unter anderem bei der Rurtalbahn, der NIAG und der Westerwaldbahn. Halterwechsel sind bei so kleinen Serien allerdings üblich – prüfe die Zuordnung immer am Fahrzeug.
Warum vermieten Unternehmen überhaupt Lokomotiven?
Weil Traktion teuer und der Bedarf schwankend ist. Ein Betreiber, der nur zeitweise eine zusätzliche Lok braucht, kauft keine – er mietet. Für dich am Gleis bedeutet das: Das Fahrzeug gehört einem Vermieter, geführt wird der Zug von einem ganz anderen Unternehmen. Wie du beides auseinanderhältst, erklärt der Beitrag Wer fährt eigentlich?.
Welches Baujahr gehört in meine Sichtung?
Am ehrlichsten sind beide. Notiere das Umbaujahr als Baujahr des Fahrzeugs in seiner heutigen Form und – falls bekannt – das Baujahr des Spenderfahrzeugs als Zusatz. Eine einzelne Jahreszahl ist bei Umbauten fast immer irreführend, und genau daraus entstehen Widersprüche zwischen verschiedenen Sichtungslisten.
Wie erkenne ich generell ein Umbaufahrzeug?
An Widersprüchen. Ein moderner Aufbau auf einem sichtbar älteren Fahrwerk, eine Fahrzeugnummer, die nicht zur erkennbaren Bauart passt, unterschiedliche Alterungszustände an Rahmen und Hauben. Bei älteren Dieselloks lohnt der Vergleich mit dem Original – der Beitrag zu Altbau-Dieselloks zeigt, wie die unveränderten Bauformen aussehen.
Vermietet On Rail auch Güterwagen?
Ja, Güterwagen gehören zum Kerngeschäft. Für Spotter ist das schwerer greifbar als eine Lok, weil Wagen seltener dokumentiert werden. Die Anschriften am Wagen verraten Gattung, Halter und Einsatzbereich – wie du das liest, steht im Beitrag zu Güterwagengattungen.
Sind Umbauloks technisch schlechter als Neubauten?
Das lässt sich pauschal nicht sagen und wäre ohne belastbare Betriebsdaten auch nicht seriös zu beantworten. Fest steht nur der wirtschaftliche Kern: Ein Umbau spart die Kosten für Rahmen und Fahrwerk, erbt aber deren Alter und Verschleißgeschichte. Ob sich das rechnet, hängt vom Einsatzprofil ab – im leichten Rangierdienst anders als im Streckendienst.
Fahrzeuge von On Rail dokumentieren
Unternehmen, Fahrzeug, Ort und Datum in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
Die operative Ebene in der EVU-Datenbank
Wer die Züge tatsächlich führt, mit Halterkürzel und Erkennungsmerkmalen am Fahrzeug.
Rurtalbahn GmbH
Die Rurtalbahn GmbH ist auf Strecken im Westen Deutschlands tätig. Diese Seite erklärt ein Merkmal solcher Strecken: den Bahnübergang.
GüterverkehrNiederrheinische Verkehrsbetriebe AG (NIAG)
Die Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG trägt Region und Rechtsform im Namen. Ihre Eisenbahnseite lebt – wie bei vielen Privatbahnen – von Lokomotiven mit Vorgeschichte.
GüterverkehrWesterwaldbahn GmbH des Kreises Altenkirchen (WEBA)
Die Westerwaldbahn GmbH des Kreises Altenkirchen trägt eine Landschaft und einen Landkreis im Firmennamen. Beides zusammen ergibt eine der genauesten Ortsangaben, die ein Bahnname liefern kann.
GüterverkehrRheinCargo
Ein Firmenname aus Region und Geschäftsfeld – und dahinter das Muster einer gemeinsamen Gesellschaft. Was das für Flotte, Anschriften und deine Sichtungen bedeutet.
Typische Fahrzeuge
OnRail DH 1004
Die OnRail DH 1004 ist eine vierachsige dieselhydraulische Lokomotive aus einer kleinen Serie – selten im Bestand, aber an ihrer Bauform gut zu erkennen.
BaureiheBaureihe 211 (V100)
Die Baureihe 211 ist die leichtere Ausführung der westdeutschen V 100, bis 1968 als V 100.10 geführt. So erkennst du sie und ordnest sie richtig ein.
BaureiheBaureihe 212 (V100)
Die Baureihe 212 ist die stärkere westdeutsche V 100, bis 1968 als V 100.20 geführt. So erkennst du sie und trennst sie von ihren Schwesterbaureihen.
BaureiheMaK G 1205 BB
Die MaK G 1205 BB gehört zur 1200er-Familie aus Kiel. Die Endziffer der Typenzahl ist der Schlüssel: Sie trennt aufeinanderfolgende Ausführungsstufen.
BaureiheVossloh G 1000 BB
Die Vossloh G 1000 BB ist eine der meistgesehenen Dieselloks privater Betreiber: vierachsig, dieselhydraulisch, mit Mittelführerhaus und zwei ungleichen Vorbauten.
BaureiheLEW V 100
Die LEW V 100 aus Hennigsdorf prägt bis heute den Bahnbetrieb vieler Privatbahnen. Umbauten und Remotorisierungen machen die Bestimmung spannend – und knifflig.
Wo du On Rail antriffst
Spotting-Orte, an denen dir Fahrzeuge dieser Organisation regelmäßig begegnen – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Duisburg-Hochfeld Süd
Duisburg ist der Güterknoten des Ruhrgebiets, und Hochfeld Süd ist die Stelle, an der die Züge den Rhein queren. Wer schwere Güterzüge, Hafenverkehr und Loks privater Bahnen sucht statt ICE-Triebzügen, findet hier eine der dichtesten Güterstrecken Deutschlands.
GrenzbahnhofAachen West
Aachen West ist der Güterbahnhof an der Achse Richtung Belgien. Hier wechseln Züge auf dem Weg nach Antwerpen das Stromsystem, hier werden Loks getauscht und Personal gewechselt – und beobachtet wird ausschließlich von öffentlichen Straßen und Brücken.
Weitere Unternehmen
Vossloh
Vossloh steht in Sichtungslisten für eine ganze Familie von Dieselloks – und baut heute keine einzige mehr. Das Unternehmen ist längst auf Schienenbefestigung, Weichen und Schienenbearbeitung ausgerichtet. Die G-Loks fahren trotzdem weiter, unter neuen Eigentümern.
HerstellerRailtec Eisenbahntechnik
Railtec Eisenbahntechnik in Marl arbeitet gebrauchte Rangierlokomotiven auf, vermietet und verkauft sie. Solche freien Werkstätten sind der Grund, warum Maschinen aus den 1960er Jahren noch im Dienst stehen – und ihre Spuren sind am Fahrzeug ablesbar.
HerstellerPACTON
PACTON aus Ennepetal handelt mit gebrauchten Dieselloks, Zweiwegefahrzeugen und Bahnbaugeräten und transportiert Schienenfahrzeuge über die Straße. Ein kleines Unternehmen in einer Nische, die erklärt, warum manche Loks ohne einen einzigen Schienenkilometer den Betreiber wechseln.
HerstellerGmeinder Lokomotiven
Gmeinder aus Mosbach hat nie ICE gebaut, aber jahrzehntelang die Fahrzeuge, die auf jedem Werksgelände und in jedem Hafen rangieren. Wer das Typenschema aus Antriebsart, Kennzahl und Achsfolge einmal verstanden hat, liest an einer Kleinlok mehr ab als an mancher Streckenlok.
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