Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt eine offizielle Plattform – du brauchst keinen Geheimtipp und keine Kletterei für das bekannte Bild.
- Der Reiz liegt im Tunnelportal, nicht in der Höhe allein: Der Zug verschwindet am Ende der Kurve übergangslos im Fels.
- Plane das Lichtfenster ein. Die Schlucht ist eng, brauchbares Licht gibt es vor allem um die Mittagszeit.
- Neben Panoramazügen fährt hier echter Alltagsverkehr, inklusive Güterzügen auf Meterspur.
- Als alleiniges Tagesziel ist das Viadukt zu wenig – kombiniere es mit der Albulastrecke Richtung Bergün.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Warum das Bauwerk genau so aussieht
- 7.Der große Vorteil: ein offizieller Standpunkt
- 8.Wer hier fährt – und wie du die Gattungen auseinanderhältst
- 9.So läuft ein guter Besuch ab
- 10.Sicherheit und Rücksicht an einem Besuchermagneten
- 11.Für wen der Spot funktioniert
- 12.Fazit
- 13.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt46.68100, 9.67500 · Filisur, Graubünden
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Werktag realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Offizieller Name | Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn zwischen Schmitten und Filisur |
|---|---|
| Spot-Typ | Reine Fotostelle mit offizieller Aussichtsplattform |
| Bauwerk | Sechs Bögen, rund 136 m Länge, rund 65 m über dem Landwasser |
| Besonderheit | Die Strecke führt in der Kurve direkt in ein Tunnelportal in der Felswand |
| Spurweite | Meterspur (1000 mm), 11 kV 16,7 Hz Wechselstrom |
| Schutzstatus | Teil des UNESCO-Welterbes der Albula- und Berninalinie |
| Zugang | Öffentlicher Wanderweg ab Filisur, Plattform frei zugänglich |
| Typische Aufenthaltsdauer | 1,5–3 Stunden, je nachdem wie viele Zuggattungen du abwarten willst |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände. Gleise, Rangierbereiche und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Offizielle Aussichtsplattform am Hang
Der Standardblick und zurecht der beliebteste: Du siehst die gesamte Bogenreihe in der Kurve und dazu das Tunnelportal, in dem der Zug verschwindet. Die Plattform ist gebaut worden, damit niemand mehr im Gelände herumklettert – nutze sie.
Hangweg oberhalb der Plattform
Ein Stück weiter oben wird der Blickwinkel steiler und das Viadukt wirkt kompakter, dafür bekommst du mehr Fels und Wald ins Bild. Nützlich, wenn unten viel los ist oder wenn du eine zweite Bildvariante vom selben Zug willst.
Talboden am Landwasser
Von unten wirkt die Höhe der Pfeiler am stärksten. Der Zug wird dabei zum Detail, das Bauwerk zum Hauptmotiv. Der Weg dorthin ist steiler und der Standpunkt liegt lange im Schatten – lohnend vor allem bei diffusem Licht.
Bahnhof Filisur
Der Knotenpunkt zwischen Albulalinie und der Strecke nach Davos. Hier sortierst du in Ruhe, welche Zuggattungen unterwegs sind, bevor du zum Viadukt aufbrichst – und hier landest du bei Regen.
Aus dem Zug über das Viadukt
Die Überfahrt selbst gehört dazu: Der Blick aus dem Fenster in die Schlucht dauert nur Sekunden, ist aber die einzige Perspektive, die dir die Plattform nicht geben kann. Für ein brauchbares Bild sitzt du talseitig und hältst die Kamera nicht ans Glas.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Landwasserviadukt bei Filisur
- Der Sprung in den Fels: Der Zug fährt in der Kurve direkt in ein Tunnelportal
- Panoramazüge über die Albulalinie mit ihren markanten Wagen
- Regelverkehr im Grundtakt – planbar und ohne lange Leerlaufphasen
- Güterverkehr auf Meterspur, den es in dieser Form kaum noch gibt
- Historische Sonderfahrten der Rhätischen Bahn über die Albulalinie
- Winterbetrieb im Schnee mit Räum- und Schleuderfahrzeugen
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Das bekannteste Bahnmotiv der Schweiz mit offiziell gebautem Standpunkt
- Sicher und legal erreichbar, ohne Kletterei und ohne Grauzone
- Verlässlicher Grundtakt – du wartest selten länger als eine Stunde
- Ganzjährig fotografierbar, jede Jahreszeit ergibt ein anderes Bild
- Für Einsteiger geeignet: kurzer Weg, klare Situation, planbare Zeiten
- Filisur als Bahnhof mit Umsteigefunktion liegt direkt daneben
Dagegen spricht
- Sehr bekannt – in der Hochsaison teilst du die Plattform mit vielen anderen
- Nur ein Motiv: Wer zwei Stunden bleibt, hat im Kern dasselbe Bild mehrfach
- Die Schlucht ist eng, das Lichtfenster entsprechend kurz
- Fahrzeugvielfalt ist begrenzt, das Wagenmaterial wiederholt sich
- Der Weg zur Plattform ist kurz, aber nicht barrierefrei
Aktualisiert: August 2026 – Es gibt Bahnbauwerke, die man kennt, ohne je dort gewesen zu sein. Das Landwasserviadukt bei Filisur ist so eines: sechs Kalksteinbögen in einer engen Kurve, 65 Meter über dem Fluss – und statt eines Bahndamms am anderen Ende ein Tunnelportal, das übergangslos in die senkrechte Felswand führt. Genau dieser Übergang macht das Motiv aus, nicht die Höhe.
Diese Seite sagt dir, wo die offizielle Plattform liegt, wann das Licht in die Schlucht reicht und warum du den Tag nicht nur hier verbringen solltest.
Halte fest, welchen Zug du auf dem Viadukt hattest
Regelzug, Panoramazug oder Güterzug auf Meterspur – ein Eintrag pro Überfahrt, und du weißt beim nächsten Mal, wann sich der Weg lohnt.
Warum das Bauwerk genau so aussieht
Das Landwasserviadukt ist keine gestalterische Spielerei, sondern eine Zwangslösung. Die Albulabahn musste die Schlucht queren und unmittelbar danach in einen Berg, der senkrecht aufsteigt. Es gab keinen Platz für einen geraden Anlauf, also liegt das Viadukt in einer Kurve, und das Tunnelportal wurde direkt an den letzten Pfeiler gesetzt.
Auch die Bauweise ist eine Antwort auf das Gelände: Die hohen Pfeiler wurden ohne die üblichen hölzernen Lehrgerüste hochgezogen, weil man in dieser Schlucht keine bauen konnte. Das Ergebnis ist ein Kalksteinbauwerk, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts unverändert im Betrieb steht und heute zum UNESCO-Welterbe der Albula- und Berninalinie gehört.
Der große Vorteil: ein offizieller Standpunkt
Die meisten spektakulären Alpenmotive haben ein Problem – der beste Blick liegt irgendwo im Steilhang, und wer ihn will, bewegt sich in einer Grauzone. Am Landwasserviadukt ist das anders. Es gibt eine gebaute, gesicherte Aussichtsplattform, die genau für diesen Blick angelegt wurde, und einen markierten Weg dorthin.
Das nimmt dem Spot ein bisschen Abenteuer und gibt dir dafür etwas Wertvolleres: Du weißt vorher, was du bekommst, du stehst legal und sicher, und du brauchst keine Ortskenntnis. Das macht das Viadukt zu einem der wenigen Alpenmotive, die auch für Einsteiger und für Familien funktionieren – anders als etwa der ausgesetzte Höhenweg an der Lötschberg-Südrampe. Im Winter kommt Schnee auf die Bögen; worauf du dabei achten musst, steht im Beitrag zur Winterfotografie an der Bahn.
Der Ausschnitt, der den Unterschied macht
Nimm das Tunnelportal mit ins Bild. Ein Zug auf sechs Bögen ist hübsch, aber ein Zug, der am Ende der Kurve in den Fels fährt, erzählt, warum dieses Bauwerk existiert. Wenn du zwei Züge abwartest: einmal weit für Bauwerk und Landschaft, einmal enger auf den Übergang vom letzten Bogen ins Portal.
Wer hier fährt – und wie du die Gattungen auseinanderhältst
Anders als an vielen Museumsstrecken ist die Albulalinie eine Alltagsbahn der Rhätischen Bahn. Das erkennst du daran, was über das Viadukt rollt.
| Zuggattung | Woran du sie erkennst | Wann sie fährt |
|---|---|---|
| Regelverkehr der Albulalinie | kurze Züge, gemischtes Wagenmaterial | ganztags im Grundtakt |
| Panoramazüge Richtung Engadin | durchgehende Panoramawagen, einheitliche Garnitur | tagsüber, saisonal verdichtet |
| Güterzüge auf Meterspur | Container-, Holz- und Versorgungswagen | verteilt über den Tag, oft am Vormittag |
| Dienst- und Bauzüge | gelbe oder graue Fahrzeuge, unregelmäßige Länge | Betriebspausen, häufig frühmorgens |
| Sonderfahrten | historische Fahrzeuge, oft mit Vorankündigung | einzelne Termine über das Jahr |
Die Panoramazüge sind das, was die meisten Besucher sehen wollen – für ein Bahnlogbuch sind sie aber die langweiligste Gattung, weil sich das Wagenmaterial kaum unterscheidet. Der interessantere Teil ist der Güterverkehr: Meterspurige Güterzüge in dieser Regelmäßigkeit gibt es in Europa fast nirgends mehr. Wie du Betreiber und Fahrzeuge sauber auseinanderhältst, erklärt der Beitrag wer eigentlich fährt.
Sehen, was gerade auf der Albulalinie unterwegs ist
Sichtungen anderer Spotter zwischen Chur und dem Engadin – bevor du den Weg zur Plattform antrittst.
So läuft ein guter Besuch ab
In Filisur sortieren
Erst am Bahnhof schauen, welche Gattungen in der nächsten Stunde unterwegs sind. Das entscheidet, wie lange du oben bleibst.
Früh genug losgehen
Rechne 30 Minuten Fußweg plus zehn Minuten für den Aufbau. Wer den ersten Zug knapp plant, bekommt ihn nicht.
Zwei Ausschnitte festlegen
Einen weiten für Bauwerk und Schlucht, einen engeren auf den Übergang ins Tunnelportal. Danach nur noch auslösen, nicht mehr suchen.
Den Hangweg als Variante nutzen
Wenn die Plattform voll ist oder du eine zweite Perspektive willst: ein Stück höher gehen. Derselbe Zug, ein anderes Bild.
Weiterfahren statt warten
Nach zwei Stunden wiederholt sich das Motiv. Nimm den nächsten Zug Richtung Bergün und mach aus dem Foto eine Tour.
Was kostet dich der Tag am Landwasserviadukt?
Grober Richtwert. Wer mehrere Alpenspots in einer Woche macht, sollte Streckenpässe durchrechnen – siehe Interrail für Bahnfans.
Sicherheit und Rücksicht an einem Besuchermagneten
Der Spot ist entschärft, aber nicht harmlos. Die Gefahr geht hier weniger vom Bahnbetrieb aus – die Strecke ist von der Plattform aus unerreichbar – als vom Gelände und vom Andrang.
Was am Landwasserviadukt schiefgeht
Besucher verlassen den markierten Weg, um einen vermeintlich freieren Blick zu bekommen. Der Hang ist steil, der Boden bei Nässe rutschig, und unterhalb geht es weit hinunter. Ebenso wenig geht es, auf der Plattform Stative quer zu stellen und anderen die Sicht zu blockieren. Bahnanlagen, Tunnelportal und Trasse sind selbstverständlich tabu. Wenn andere Menschen im Bild sind, gilt zusätzlich das, was der Beitrag zu Personen auf Bahnfotos erklärt.
Sitzt dein Bild, bevor der Zug kommt?
- Ausschnitt festgelegt: Bauwerk komplett oder Übergang ins Portal
- Horizont gerade und Bögen nicht angeschnitten
- Verschlusszeit kurz genug für den bewegten Zug
- Belichtung auf die helle Felswand geprüft, nicht auf den Schatten
- Autofokus auf den Punkt gelegt, an dem der Zug erscheint
- Stativ oder Standposition blockiert niemanden
- Zweite Kamera oder zweiter Ausschnitt vorbereitet
Für wen der Spot funktioniert
Das Viadukt passt, wenn …
- du ein bekanntes Motiv sicher und legal umsetzen willst
- du wenig Zeit hast und trotzdem ein starkes Bild brauchst
- du mit Familie oder als Einsteiger unterwegs bist
Kombiniere, wenn …
- du mehr als ein Motiv willst – dann weiter zur Albulabahn bei Bergün
- du Schmalspur in Reinform suchst – dann weiter nach Tirano an der Berninabahn
- du eine Normalspur-Bergstrecke dazunehmen willst – dann die Lötschberg-Südrampe
Lass es, wenn …
- du viele verschiedene Fahrzeuge dokumentieren willst
- du keine 30 Minuten bergauf gehen kannst oder willst
- du Ruhe brauchst und in der Hochsaison anreist
Fazit
Das Landwasserviadukt ist ein ehrlicher Spot: Es verspricht ein Bild, und dieses Bild bekommst du. Die offizielle Plattform nimmt dir jede Ausrede und jedes Risiko ab, der Fußweg ist überschaubar, und die Albulalinie liefert genug Verkehr, dass du nicht stundenlang wartest.
Die Grenze ist genauso klar: Es bleibt ein einzelnes Motiv. Wer den ganzen Tag hierbleibt, fotografiert dreimal dasselbe. Der richtige Zuschnitt ist ein halber Tag am Viadukt und ein halber Tag auf der Strecke – etwa an den Kehren zwischen Bergün und Preda, wo die Albulabahn zeigt, wie sie tatsächlich Höhe gewinnt. In Bergün selbst füllt das Bahnmuseum Albula die Stunden, in denen das Wetter nicht mitspielt.
Kurzfazit
Das bekannteste Bahnmotiv der Schweiz mit einem offiziellen, sicheren Standpunkt und verlässlichem Verkehr. Perfekt für ein starkes Bild in kurzer Zeit – als Tagesziel allein aber zu eintönig, deshalb unbedingt mit der Albulastrecke kombinieren.
Zusammenfassung
- Das Landwasserviadukt liefert ein Bild, das jeder kennt – und das trotzdem beim ersten eigenen Besuch überrascht.
- Der offizielle Standpunkt macht diesen Spot zu einem der wenigen Alpenmotive ohne rechtliche oder körperliche Hürde.
- Die Kehrseite ist die Eintönigkeit: ein Motiv, ein Blickwinkel, viele Wiederholungen.
- Wer den halben Tag verlängert und die Albulalinie weiterfährt, macht aus einem Foto eine Tour.
Häufige Fragen
Wo genau steht man am Landwasserviadukt?
Auf der offiziellen Aussichtsplattform am Hang gegenüber dem Bauwerk. Sie ist über einen markierten Wanderweg ab Filisur in rund 25 bis 30 Minuten zu erreichen und kostenlos zugänglich. Gebaut wurde sie, weil sich vorher zu viele Besucher an ungesicherten Stellen im Steilhang aufgestellt haben. Wer den bekannten Blick sucht, braucht keinen anderen Standpunkt.
Wie hoch ist das Landwasserviadukt?
Rund 65 Meter über dem Landwasser, bei etwa 136 Metern Länge und sechs Bögen aus Kalkstein. Gebaut wurde es zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Albulabahn, die 1903 eröffnet wurde. Bemerkenswert ist weniger die Höhe als die Linienführung: Das Viadukt liegt in einer engen Kurve und endet direkt an einem Tunnelportal in der senkrechten Felswand.
Welche Züge fahren über das Viadukt?
Der Regelverkehr der Rhätischen Bahn auf der Albulalinie, dazu die bekannten Panoramazüge Richtung Engadin und weiter zur Berninastrecke. Dazu kommt Güterverkehr – die RhB betreibt eines der letzten echten Meterspur-Güternetze Europas. Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen sind über das Jahr verteilt ebenfalls regelmäßig unterwegs.
Wie oft kommt ein Zug?
Auf der Albulalinie gilt ein Grundtakt, ergänzt um Panorama- und Güterzüge. Praktisch heißt das: Du wartest selten länger als eine Stunde, oft deutlich kürzer. Für eine gute Ausbeute planst du trotzdem mindestens 90 Minuten ein, weil du sonst nur eine einzige Gattung erwischst. Die aktuellen Verbindungen prüfst du am besten vorab, wie im Guide zu Schweizer Zügen live verfolgen beschrieben.
Wann ist das Licht am besten?
Um die Mittagszeit. Die Schlucht ist eng und tief, morgens und abends liegen die Pfeiler im Schatten, während der obere Bereich noch Sonne hat – das ergibt Kontraste, mit denen kaum eine Kamera zurechtkommt. Im Winter ist das Fenster besonders kurz. Rechne den Sonnenstand vorher aus, statt es vor Ort zu merken; wie das geht, steht im Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen.
Ist der Weg zur Plattform anstrengend?
Nein, aber er ist ein Wanderweg und kein Spazierweg. Rechne mit 25 bis 30 Minuten ab Filisur und mit einem stetigen Anstieg. Feste Schuhe reichen, Bergausrüstung brauchst du nicht. Barrierefrei ist der Zugang allerdings nicht – wer nicht gut zu Fuß ist, bekommt vom Bahnhof Filisur aus zwar Züge, aber nicht das Viadukt.
Lohnt sich das Viadukt für einen ganzen Tag?
Als alleiniges Ziel nicht. Es gibt hier im Kern ein Motiv, und nach zwei Stunden hast du es. Sinnvoll wird der Tag, wenn du die Albulalinie weiterfährst: Die Kehrtunnel und Spiralen bei Bergün liegen wenige Minuten entfernt und ergänzen das Bauwerk um die Streckenführung, für die die Linie berühmt ist.
Darf ich hier mit einer Drohne fliegen?
Geh nicht davon aus. Über Bahnanlagen, in geschützten Landschaften und an stark besuchten Orten gelten Einschränkungen, und das Viadukt vereint alle drei Punkte. Dazu kommt, dass viele Menschen auf engem Raum stehen. Informiere dich vorher über die Regeln, etwa im Beitrag zu Drohnen über Bahnanlagen – und plane das Bild lieber vom Boden aus.
Kann ich das Viadukt auch aus dem Zug fotografieren?
Ja, aber die Überfahrt dauert nur Sekunden, und du siehst dabei das Bauwerk selbst kaum. Was du bekommst, ist der Blick in die Schlucht – ein anderes, ebenfalls lohnendes Bild. Setz dich talseitig, halte die Kamera nicht direkt an die Scheibe und stell eine kurze Verschlusszeit ein. Grundsätzliches dazu steht im Guide gute Fotos von Zügen machen.
Wie komme ich nach Filisur?
Mit der Rhätischen Bahn über Chur beziehungsweise über die Albulalinie aus dem Engadin. Filisur ist ein Knotenpunkt mit Anschluss Richtung Davos und damit gut in Tagestouren einzubauen. Wer aus dem Ausland anreist, nutzt sinnvollerweise Zürich Hauptbahnhof als Drehscheibe. Ein Auto brauchst du für diesen Spot ausdrücklich nicht.
Deine Sichtungen an Landwasserviadukt bei Filisur festhalten
Fahrzeug, Ort und Uhrzeit in Sekunden erfasst – und du siehst, was andere hier gerade melden.
Spots in der Nähe
Albulabahn bei Bergün
Zwischen Bergün und Preda gewinnt die meterspurige Albulabahn über 400 Höhenmeter – mit Kehrtunneln, Spiralen und Viadukten auf engstem Raum. Ein Bahnlehrpfad führt mitten hindurch, und im Winter wird die gesperrte Passstraße zur Schlittelbahn.
SchmalspurTirano und die Berninabahn
In Tirano stehen zwei Bahnhöfe nebeneinander: der italienische Normalspurbahnhof und der Endpunkt der Schweizer Berninabahn. Dazwischen fährt die Meterspurbahn straßenbündig durch die Stadt – ohne Zahnstange, dafür mit UNESCO-Welterbestatus.
GebirgsstreckeLötschberg-Südrampe bei Hohtenn
Über dem Rhonetal zieht die Lötschberg-Bergstrecke von 1913 als Balkon durch die Felsflanke: Steinviadukte, Galerien, Tunnelportale und dahinter die Walliser Viertausender. Seit der Basistunnel offen ist, fährt weniger – aber der Höhenweg bleibt einer der besten Bahnwanderwege Europas.
KnotenbahnhofZürich Hauptbahnhof
Zürich HB ist der meistfrequentierte Bahnhof der Schweiz und gleichzeitig einer der kompliziertesten: oberirdische Kopfgleise, zwei Tiefbahnhöfe und eine eigene Vorortbahn im Untergeschoss. Wer das Knotenprinzip versteht, sieht hier in zwanzig Minuten mehr als anderswo in zwei Stunden.
Fahrzeuge, die du hier bestimmen kannst
HGe 4/4
Die HGe 4/4 ist eine elektrische Zahnradlokomotive für Schweizer Meterspurbahnen. Diese Seite entschlüsselt die Bezeichnung und zeigt, worauf du im Feld achtest.
BaureiheMGB ABeh 8/12 (Orion)
ABeh 8/12 heißt: erste und zweite Klasse, elektrisch, Zahnradantrieb, acht von zwölf Achsen angetrieben. So liest du die Bezeichnung des Stadler-Triebzugs Orion.
BaureiheMGB ABDeh 4/8 (Komet)
ABDeh 4/8 heißt: erste und zweite Klasse, Gepäckabteil, Zahnradantrieb, elektrisch, vier von acht Achsen angetrieben. So liest du die Bezeichnung des Komet.
Unternehmen, die hier fahren
Rhätische Bahn AG (RhB)
Die Rhätische Bahn ist die bekannteste Schmalspurbahn Europas. Ihr auffälligstes Merkmal ist nicht das Fahrzeug, sondern die Strecke: Kehrtunnel, Viadukte und Galerien.
NahverkehrMatterhorn Gotthard Bahn AG (MGB)
Die Matterhorn Gotthard Bahn AG ist eine meterspurige Alpenbahn. Ihr Betrieb zeigt beispielhaft, wie Fahrzeuge zwischen Reibungs- und Zahnradantrieb wechseln.
NahverkehrZentralbahn AG
Die Zentralbahn AG steht für Bahnverkehr im Herzen der Schweiz. Ihr spannendstes Merkmal für Beobachter ist der gemischte Betrieb: Fahrzeuge, die Adhäsions- und Zahnradabschnitte im selben Lauf bewältigen.
FernverkehrSchweizerische Bundesbahnen (SBB)
Die Schweizerischen Bundesbahnen sind die Staatsbahn der Schweiz und im ganzen Land präsent. Diese Seite zeigt, was das im Netz bedeutet und woran du ihre Fahrzeuge erkennst.
Wer dahintersteckt
Konzerne, Marken, Hersteller und Betriebe – wer wem gehört und woran du sie im Feld erkennst.
Bahnmuseum Albula
Das Bahnmuseum Albula in Bergün ist ein Sonderfall unter den Museumsbahnen: Es besitzt keine eigene Strecke und führt keine eigenen Züge. Die Attraktion liegt draußen – die meterspurige Albulalinie der Rhätischen Bahn fährt planmäßig direkt am Haus vorbei, UNESCO-Welterbe inklusive.
HerstellerDampflokomotiv- und Maschinenfabrik AG (DLM)
Die Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik AG in Winterthur ist einer der wenigen Betriebe weltweit, die nach dem Ende der Dampfära noch fabrikneue Dampflokomotiven abgeliefert haben. Ihr Ansatz ist nicht Nachbau, sondern Weiterentwicklung: Ölfeuerung, geschlossene Führerstände, moderne Steuerung.
KonzernRhätische Bahn (RhB)
Die Rhätische Bahn ist eine der wenigen Bahnen Europas, bei der Netz, Betrieb und Marke in einer Hand liegen. Sie vereint mehrere ursprünglich eigenständige Strecken, fährt auf Meterspur ohne Zahnstange und betreibt zwei völlig verschiedene Stromsysteme im selben Netz.
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