Das Wichtigste in Kürze
- Die 152 ist die Frachtvariante des EuroSprinters: ES = EuroSprinter, 64 = 6.400 kW, F = Fracht.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Achsen, kantige Siemens-Front, Güterzug dahinter, Nummer beginnt mit 152.
- 170 Maschinen mit den Nummern 152 001 bis 152 170 wurden zwischen 1997 und 2001 abgeliefert.
- Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Baureihe 189 und der Baureihe 182 aus derselben Familie.
- Einsatz und Halter ändern sich: welche Umläufe gefahren werden, verschiebt sich mit Verkehrsverträgen und Fahrplanjahren.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Fahrzeugart | Elektrolokomotive für den schweren Güterverkehr |
|---|---|
| Hersteller | Siemens (EuroSprinter-Familie, Werksbezeichnung ES64F) |
| Baujahre | 1997 bis 2001 |
| Stückzahl | 170 Lokomotiven für die Deutsche Bahn |
| Achsfolge | Bo'Bo' (zwei zweiachsige Drehgestelle, alle Achsen angetrieben) |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| Dauerleistung | rund 6.400 kW |
| Stromsystem | 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom |
| Nummernschema | 152 001 bis 152 170 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diese Baureihe vor dir?
- Vier Achsen in zwei Drehgestellen – keine sechsachsige Güterzuglok
- Kantige EuroSprinter-Front mit schmalem, dunklem Fensterband und markanter Frontpartie
- Zwei Stromabnehmer auf einem sonst flachen Dach – keine Mehrsystem-Bestückung
- Fahrzeugnummer beginnt mit 152, Ordnungsnummer bis 170
- Fast immer vor Güterzügen, nicht vor Reisezugwagen
- Formverwandt mit der Baureihe 182, aber kürzer übersetzt und langsamer
Aktualisiert: August 2026 – Vier Achsen, kantige Front, ein schwerer Güterzug am Haken: In vielen Fällen steht dann eine Baureihe 152 vor dir – die Frachtvariante der EuroSprinter-Familie von Siemens Mobility, Werksbezeichnung ES64F. Diese Seite zeigt dir, woran du sie zweifelsfrei erkennst, wie sie in die deutsche Baureihensystematik passt und wo du sie realistisch antriffst.
152 gesichtet? Nummer sofort festhalten.
Güterzugloks sind selten zweimal am selben Ort – mit Traintrack ist die Sichtung in Sekunden dokumentiert.
Was ist der Siemens ES64F (Baureihe 152)?
Der Siemens ES64F ist eine vierachsige Elektrolokomotive für den schweren Güterverkehr, die zwischen 1997 und 2001 gebaut wurde. Die Deutsche Bahn übernahm 170 Maschinen und führt sie als Baureihe 152 mit den Nummern 152 001 bis 152 170. Ausgelegt sind sie auf 140 km/h, rund 6.400 kW Dauerleistung und den Betrieb unter 15 kV / 16,7 Hz Wechselstrom.
Die Werksbezeichnung ist selbsterklärend, wenn man den Schlüssel kennt: ES steht für EuroSprinter, 64 für die Leistung von 6.400 kW, F für Fracht. Dieselbe Familie brachte auch die Universalvariante ES64U hervor, aus der unter anderem die Baureihe 182 entstand, sowie die Mehrsystemlok ES64F4, die in Deutschland als Baureihe 189 läuft. Am Anfang der Reihe stand die Versuchslok ES 64 P, an der Siemens die Drehstromtechnik erprobte.
So bestimmst du eine 152 in wenigen Sekunden
Die Reihenfolge ist entscheidend: Merkmale, die du aus 200 Metern siehst, kommen zuerst, Details später.
Achsen zählen
Vier Achsen in zwei Drehgestellen. Sechsachsige Güterzugloks wie die Baureihe 151 oder 155 scheiden damit sofort aus.
Dach absuchen
Ein flaches Dach mit zwei Stromabnehmern spricht für eine reine Wechselstromlok. Vier Stromabnehmer in unterschiedlicher Wippenbreite deuten dagegen auf eine Mehrsystemlok hin.
Front einordnen
Kantige, sachliche Frontpartie mit schmalem dunklem Fensterband – typisch EuroSprinter. Die Silhouette wirkt gedrungener und funktionaler als bei modernen Vectron-Maschinen.
Zug dahinter prüfen
Kesselwagen, Containertragwagen, gemischte Ganzzüge: Das ist das Umfeld der 152. Reisezugwagen sind ein starkes Gegenargument.
Wenn du systematisch statt punktuell vorgehen willst, hilft die allgemeine Anleitung zum Bestimmen von Baureihen – sie erklärt, in welcher Reihenfolge man Merkmale abarbeitet, damit man sich nicht in Details verrennt.
Warum die Nummer 152 kein Zufall ist
Das deutsche Baureihenschema ist seit 1968 dreistellig. Davor trugen Elektroloks E-Nummern: Aus der E 10 wurde die 110, aus der E 40 die 140, aus der E 94 die 194. Die erste Ziffer sagt seither, um welche Fahrzeuggattung es geht – 1xx steht für Elektrolokomotiven, 2xx für Diesellokomotiven, die höheren Hunderter für Triebwagen und Wendezug-Steuerwagen.
Innerhalb der Elloks ist der Zehnerblock aussagekräftig. Die 15x-Gruppe war traditionell den schweren Güterzuglokomotiven vorbehalten: Baureihe 151 und Baureihe 155 besetzten diesen Bereich seit den 1970er und 1980er Jahren. Als Ende der 1990er Jahre eine neue schwere Güterzuglok kam, lag die freie Nummer 152 auf der Hand.
Für die Praxis heißt das: Schon die ersten drei Ziffern der Fahrzeugnummer verraten dir Gattung und grobe Verwendung. Die vollständige zwölfstellige UIC-Nummer an der Seitenwand enthält darüber hinaus Halter- und Länderkennung – wie du sie liest, erklärt der Beitrag zur UIC-Nummer und ihrer Prüfziffer.
Praxis-Tipp für die Nummernablesung
Die kurze Betriebsnummer steht gut lesbar an der Front und an den Seiten. Die vollständige UIC-Nummer findest du meist als kleiner gesetzten Block an der Seitenwand – dort lohnt sich ein Tele-Ausschnitt statt eines Rateversuchs.
Wo die 152 im Bahnbetrieb steht
Als reine Wechselstromlok für den Güterverkehr folgt die 152 dem Güterverkehr, nicht dem Fahrplan des Personenverkehrs. Ihr Laufweg endet dabei spätestens an Systemgrenzen wie Emmerich am Rhein, wo der Verkehr Richtung Niederlande auf andere Fahrzeuge übergeht. Daraus ergibt sich eine einfache Regel: Je mehr Ganzzüge und Übergaben eine Strecke sieht, desto höher die Trefferquote.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Große Rangierbahnhöfe | hoch | Zugbildung, Lokwechsel und lange Standzeiten |
| Güterverkehrsachsen und Magistralen | hoch | Ganzzüge verkehren hier planmäßig rund um die Uhr |
| Knotenbahnhöfe mit Durchgangsgüterverkehr | mittel bis hoch | Durchfahrten oft ohne Halt, dafür regelmäßig |
| Reine Nahverkehrsstationen | niedrig | Kaum Güterverkehr, kaum Gelegenheit |
| Hochgeschwindigkeitsstrecken | sehr niedrig | Für 140 km/h ausgelegte Güterzugloks fahren dort nicht planmäßig |
Bestand und Einsatzgebiet sind veränderlich
Welche Baureihe welchen Umlauf fährt, verschiebt sich mit Verkehrsverträgen, Vergaben und Fahrplanwechseln. Verlass dich nicht auf ältere Listen aus dem Netz, sondern prüfe die aktuelle Lage über Echtzeitdaten und Community-Sichtungen.
Wer den Güterverkehr planbarer machen will, arbeitet mit Live-Daten statt mit Vermutungen: Der Guide zum Güterzug-Radar für Deutschland zeigt, welche Quellen sich dafür kombinieren lassen. Für die Standortwahl selbst lohnt der Guide zum Spotten am Rangierbahnhof – dort ist die Fahrzeugdichte am höchsten. Im Ruhrgebiet bündelt Duisburg-Hochfeld Süd genau diesen Verkehr.
Sieh, welche Güterzugloks gerade gemeldet werden
Community-Sichtungen zeigen dir, was aktuell unterwegs ist – bevor du losfährst.
Fototipps für eine Lok, die selten stillsteht
Güterzugloks fotografiert man anders als Reisezugloks: Sie halten seltener am Bahnsteig, fahren häufiger durch und stehen oft an Orten, die nicht öffentlich zugänglich sind. An einer Steigung wie der Geislinger Steige sind sie dagegen langsam genug für entspanntes Arbeiten.
Dreiviertelansicht statt Frontalbild
Etwa 30 bis 45 Grad zur Fahrzeugachse zeigen Front und Seitenwand gleichzeitig – so bleibt die Nummer lesbar und die kantige Front wirkt plastisch.
Kurze Verschlusszeit bei Durchfahrten
Für ein scharfes Standbild einer durchfahrenden Lok ist 1/1000 s ein brauchbarer Ausgangswert, je nach Geschwindigkeit und Abstand anzupassen.
Zug mitdenken
Bei Güterzügen ist die Wagengarnitur Teil der Information. Ein Bildausschnitt, der Lok und Zuganfang zeigt, sagt mehr aus als ein reines Lokporträt.
Nur von öffentlich zugänglichen Standorten
Gleisanlagen, Rangierbereiche und Abstellgruppen sind Betriebsgelände und tabu. Bahnsteige, öffentliche Wege und Brücken bieten genug gute Perspektiven.
Welche Brennweite dafür sinnvoll ist, behandelt der Ratgeber zum besten Teleobjektiv für Eisenbahnfotografie. Und weil Güterzugloks unregelmäßig auftauchen, ist ein sauberes Sichtungslogbuch hier besonders wertvoll: Es macht sichtbar, welche Nummern dir noch fehlen.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für die 152, wenn …
- du vier Achsen in zwei Drehgestellen zählst
- das Dach flach ist und zwei Stromabnehmer trägt
- ein Güterzug am Haken hängt
- die Nummer mit 152 beginnt und maximal bis 170 läuft
Sieh genauer hin, wenn …
- die Lok von der Seite gut, von vorn aber nicht einsehbar ist
- du mehr als zwei Stromabnehmer erkennst – dann kommt eine Mehrsystemvariante infrage
- die Lackierung von der üblichen Farbgebung abweicht
Es ist keine 152, wenn …
- du sechs Achsen zählst – dann bist du bei älteren schweren Güterzugbaureihen
- die Front deutlich moderner gegliedert wirkt – das spricht für eine Vectron-Maschine
- die Nummer mit 182, 185, 189 oder 193 beginnt
Fazit
Die Baureihe 152 ist eine der Loks, die man einmal richtig lernt und danach überall wiedererkennt: vier Achsen, kantige EuroSprinter-Front, Güterzug dahinter. Ihre Werksbezeichnung ES64F verrät ihre Auslegung, ihre Baureihennummer ihren Platz in der deutschen Systematik. Interessant bleibt sie vor allem, weil ihr Einsatzgebiet im Güterverkehr weniger vorhersehbar ist als der Taktverkehr im Personenverkehr – wer sie erwischen will, muss die Lage kennen.
Kurzfazit
Vier Achsen, flaches Dach mit zwei Stromabnehmern, Güterzug am Haken: Das ist die 152. Die Nummer bestätigt es, der Ort entscheidet über die Trefferquote – und der liegt am Güterverkehr, nicht am Fernverkehr.
Zusammenfassung
- Die Baureihe 152 ordnet sich in die Reihe der schweren deutschen Güterzugloks ein und übernahm ab Ende der 1990er Jahre Leistungen, die zuvor älteren Baureihen zufielen.
- Zur Bestimmung reichen Achszahl, Frontform und Fahrzeugnummer – der Zugtyp dahinter ist ein starkes zusätzliches Indiz.
- Wer die 152 gezielt sucht, orientiert sich an Güterverkehrsachsen und großen Rangierbahnhöfen statt an Fernverkehrsknoten.
- Weil Einsatzgebiete und Beschriftungen wechseln, lohnt es sich, Nummer, Datum und Ort jeder Sichtung sauber festzuhalten.
Häufige Fragen
Wofür steht die Bezeichnung ES64F?
ES steht für EuroSprinter, die Siemens-Lokomotivfamilie der 1990er Jahre, 64 für die Leistung von rund 6.400 kW und F für Fracht. Die Universalvariante derselben Familie heißt ES64U, die Vierstromvariante ES64F4. Die Deutsche Bahn führt die ES64F als Baureihe 152.
Wie erkenne ich die Baureihe 152 sicher?
Zähle zuerst die Achsen: Es sind vier, verteilt auf zwei Drehgestelle. Dazu kommt die kantige EuroSprinter-Front mit schmalem dunklem Fensterband und ein flaches Dach mit zwei Stromabnehmern. Die Fahrzeugnummer beginnt mit 152 – das ist die endgültige Bestätigung.
Wie viele Lokomotiven der Baureihe 152 gibt es?
Abgeliefert wurden 170 Maschinen mit den Nummern 152 001 bis 152 170. Wie viele davon zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich betriebsfähig sind, ändert sich laufend durch Fristen, Unfallschäden und Abstellungen – eine feste Zahl gibt es dafür nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Baureihe 152 und Baureihe 189?
Beide sind vierachsige Drehstromloks aus der EuroSprinter-Familie mit vergleichbarer Leistung. Die 189 ist als Mehrsystemlok gebaut und trägt dafür mehr Stromabnehmer auf dem Dach, die 152 ist eine reine Wechselstromlok für das deutsche Netz. Im Zweifel entscheidet die Fahrzeugnummer.
Warum ist die 152 nur 140 km/h schnell?
Sie ist als Güterzuglok ausgelegt. Die Getriebeübersetzung ist auf Zugkraft statt auf Endgeschwindigkeit optimiert – genau der Unterschied zur Universalvariante derselben Familie, die deutlich schneller fährt, dafür aber andere Anfahrzugkraft mitbringt.
Zieht die Baureihe 152 auch Reisezüge?
Das ist die absolute Ausnahme. Planmäßig fährt die 152 im Güterverkehr. Vor Reisezügen findest du in Deutschland eher vierachsige Universal- und Reisezugloks – etwa die Baureihe 101 im Fernverkehr oder Nahverkehrsbaureihen vor Doppelstockwagen.
Wo stehen die Chancen auf eine 152 am besten?
Auf klassischen Güterverkehrsachsen, an großen Rangierbahnhöfen und an Knoten mit viel Durchgangsgüterverkehr. Reine Personenverkehrsstationen ohne Güterdurchfahrten sind der schlechteste Ort für eine gezielte Suche.
Wie hängt die 152 mit dem Siemens Vectron zusammen?
Der Vectron ist der plattformmäßige Nachfolger des EuroSprinters. Beide sind vierachsige Drehstromloks von Siemens, technisch trennen sie aber gut eineinhalb Jahrzehnte Entwicklung. Optisch sind sie klar auseinanderzuhalten: Der Vectron hat eine deutlich modernere, stärker gegliederte Frontpartie.
Sichtung von Siemens ES64F (Baureihe 152) festhalten
Datum, Ort und Fahrzeugnummer in Sekunden erfasst – und sichtbar für die Community.
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